Politische Korrektheit und Cancel Culture

  • Nachdem einige Beiträge in diesem Thread mich damals (unter anderem) dazu gebracht, mich näher mit dem Transgenderthema zu beschäftigen, lass ich als Ausgleich die ein oder andere Doku auf die ich gestoßen hier. Ich hab mich hier zwar nicht direkt beteiligt und der Austausch zum Thema fand für mich wenn dann vereinzelt über PM statt + vermehrt auf einer anderen Plattform. Allerdings haben die Diskussionen hier zum Teil meine eigene Neugierde angefacht. Habs zwischenzeitlich zwar fast bereut mich darauf eingelassen zu haben, da der ganze Themenkomplex ein Kaninchenbau in einem Minenfeld ist. Unterm Strich hat sich's aber ausgezahlt, allein schon da ich dadurch auf Podcasts wie "The witch trials of JK Rowling" gestoßen bin, einer extrem geilen Produktion mit großen informationswert.


    Empfehlenswert ist IMO vor allem diese vierteilige Investigativdoku:






    Bei der Doku geht es in erster Linie um die Vorkommnisse in der schwedischen Klinik Karolinska, die man fast als schwedisches Tavistock bezeichnen kann. Der große Unterschied ist, dass die Leitung von Karolinska von sich aus nach einiger Zeit eingelenkt hat und interne Untersuchungen angekündigt hat nach den öffentlich gewordenen Zuständen. Darüber hinaus werden einige gängige Behauptungen und Studien kritisch beleuchtet und hart infrage gestellt (wenn nicht sogar widerlegt). Zb das Jugendliche mit großer Wahrscheinlichkeit Suizid begehen, wenn Ihnen die Transition verwehrt wird. Letzteres hat sich scheinbar wirklich als Panikmache aus den USA entpuppt, da die Studienlage hierzu reichlich dünn zu sein scheint (+ einige oft zitierte Studien methodische Mängel aufweisen) und auch von skandinavischen Suizidexperten wie Danuta Wassermann entkräftigt wurde. Auch der Einsatz von Pubertätsblockern außerhalb Ihrer ursprünglichen Verwendung wurde kritisch hinterfragt, da die Langzeitauswirkungen nicht ausreichend erforscht sind. Ebenso wurden die Schicksale von einigen Detransitioners behandelt und augezeigt, dass auch hier vieles im Argen liegt.


    As Spain advances trans rights, Sweden backtracks on gender-affirming treatments for teens | Euronews



    In weiterer Folge haben sich fast alle skandinavischen Staaten in jüngster Zeit dazu entschlossen, den experimentellen Einsatz von Pubertätsblockern (außerhalb des ursprünglich angedachten Verwendungszwecks) einzustellen und Transitionen von Kindern & Jugendlichen runterzufahren und nur im Rahmen von Versuchsreihen durchzuführen. Begründet wurden diese Schritte mit Hinweis auf die äußerst dünne Datenlage und dem Unverständnis des explosionsartigen Anstiegs der als sich trans identifzierenden Jugendlichen (allen voran Mädchen) in den letzten 10 Jahren. Unter Transaktivisten hört man immer wieder das Argument, dass dies der zunehmenden Toleranz gegenüber Transpersonen zuzuschreiben ist und vergleichbar sei mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Linkshändern vor einigen Jahrzehnten mit Ihrer anschließenden, messbaren Zunahme. Diese Erklärung greift in diesem Fall allerdings nicht, da die skandinavischen Staaten (allen voran Schweden) immer schon sehr tolerant waren was das Thema betrifft und besonders Schweden ein Vorreiter der Transmedizin ist.


    The evidence to support medicalised gender transitions in adolescents is worryingly weak | The Economist


    Ganz anders sieht die Situation hingegen in Amerika aus. In Bundestaaten mit republikanischer Mehrheit wie zb Florida werden Transpersonen zum Teil extremen Repressalien ausgesetzt und teils sogar Erwachsenen (!) die Behandlung verweigert. DeSantis und andere Rednecks treiben es mit Ihrer Transfeindlichkeit definitiv auf die Spitze und haben auf einigen Ralleys von der Ausrottung des "Transgenderism" gesprochen. In von Demokraten geführten Staaten wie zb Kalifornien hat ein anderes Extrem Einzug gehalten. Dort kam es vereinzelt zu Fällen, in denen straffällig gewordene Männer ins Frauengefängnis gesteckt wurden, da sie sich als Frau identifziert hatten und in weiterer Folge weibliche Insassinnen vergewaltigt und geschwängert haben.


    Im Großen und Ganzen fahren die Amerikaner jedoch eine andere Linie als die skandinavischen Staaten und berufen sich auf die (ihrer Meinung nach) eindeutige Studienlage. Die unterschiedlichen Herangehensweisen sind schon interessant. Im Endeffekt liegt IMO die Vermutung nahe, dass auf der einen Seite eine sorgfältige Evaluierung der wissenschaftlichen Datenlage zu der Entscheidungsfindung geführt hat, während auf der anderen ideologische Gründe ein wesentlicher Faktor sein könnten. Das Letzteres eher auf die Amerikaner zutrifft, lässt (neben der extremen Polarisierung) dieses kritische Review zu oft zitierten Studien vermuten:


    The media is spreading bad trans science - UnHerd

    Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle dienend anerkannt habt.


    -Buddha

    Einmal editiert, zuletzt von Brehm Funkenfaust ()

  • Habe gerade das hier gesehen.



    Und als Schwuler frage ich mich inzwischen zunehmend:

    Was soll das? Was soll sowas? Ist das wirklich noch Fortschritt in meinem Sinne? Warum muss eine symbolische Flagge ausschließlich zur Repräsentation sexueller Minderheiten (Wofür steht eigentlich das Dreieck? Habe keine Ahnung.) zentral über einem öffentlichen Gebäude des Staates gehisst werden, das ALLEN Bürgern dieses Staates, also auch den Konservativen, Religiösen, Heterosexuellen usw. als Symbol und Vertretung dienen soll? Gibt es nicht genau dafür die Nationalflagge, die Einigkeit aller Angehörigen der Nation, unabhängig von ihren persönlichen Überzeugungen repräsentieren soll? Das eine, die Nation einende Symbol? Diese Hinzufügung von Symbolen von Einzelinteressen an derart prominenter Stelle, noch dazu gegen die Flaggengesetze verstoßend, das ist doch einfach nur noch provozierend.

    Zumal mir hier bei dem Tweet auch sehr sauer aufstößt, wie die Demokraten sehr durchsichtig versuchen, sexuelle Minderheiten durch wohlfeilen Symbolismus für das eigene politische Lager zu politisieren. Anstatt endlich einmal für eine entpolitisierte Normalität in Sachen sexueller Orientierung zu sorgen, wird hier ein Kulturkampf auf dem Rücken Homosexueller entfacht, einzig in dem Bestreben, der Gegenseite stimmen abzujagen und das eigene Lager zu schärfen. Diese wiederkehrende Vereinnahmung nervt unendlich. Was hat bitte eine sexuelle Orientierung mit den politischen oder wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Überzeugungen zu tun? Lag das Bestreben nach ECHTER Gleichberechtigung nicht auch darin, homosexuell, schwarz, was auch immer UND konservativ sein zu können?

  • Bei Staaten finde ich die Symbolik gut, natürlich muss auf die Symbolik auch Taten folgen. Amerika hat es da natürlich schwer und erlebt gerade einige Rückschritte wie das Abtreibungsverbot (ist nicht dasselbe wie LGBQT, aber die Gegner gehören ins selbe Lager).


    Mehr Bauschmerzen haben ich da bei Unternehmen, dass ist es vermutlich häufig nichts anderes wie Greenwashing, nur halt Rainbowwashing sozusagen.


    Lag das Bestreben nach ECHTER Gleichberechtigung nicht auch darin, homosexuell, schwarz, was auch immer UND konservativ sein zu können?


    Die Frage hier wäre wie Toleranz und Konservativ zusammenpasst. Will kein Fass aufmachen, gibt auch Intoleranz aus anderer Richtung, aber beim gegenwärtigen Rechtsruck den Europa und die USA derzeit erleben, nehme ich die Intoleranz insbesondere aus einer Richtung wahr.

  • Aus meiner Sicht schießt die LGBTQ-Bewegung inzwischen völlig über ihre ursprünglichen Ziele hinaus. Nachdem man nahezu alle gesellschaftlichen Hürden und Hindernisse im Westen beseitigt hatte, im Grunde also erreicht hatte, was man immer wollte, haben offenbar viele nach neuen Zielen gesucht, um ihre Organisationen usw. am Leben zu halten. Der Erfolg hatte einen ja quasi überflüssig gemacht. Und genau hier setzte aus meiner Sicht eine „Radikalisierung“ von Teilen „der Bewegung“ ein, nach immer mehr und immer weitgehenderen Forderungen. Insofern auch folgerichtig, dass sie sich inzwischen ne neue Symbolik verpasst haben. Mit den alten Zielen von Gleichberechtigung, Gleichbehandlung und Unbeschwertheit hat das alles schon lange nichts mehr zu tun. Inzwischen geht es einigen offenbar um Meinungshoheit, gesellschaftliche Dominanz und darum, „die Revolution nie enden zu lassen“.

    Man stelle sich mal vor, die Muslime oder die einzelnen Kirchen würden einen Tag bekommen, an dem sie derart ihre Flaggen über der zentralen Staatsvertretung hissen. Auch das würden wohl, nach meinem Dafürhalten zu recht, viele als Provokation und Bruch der gebotenen Amtsneutralität ansehen.


    Die Regenbogenflagge war zwar immer auch ein politisches Symbol, aber sie galt immer als Symbol einer privat bekundeten Zugehörigkeit. Es ist aus meiner Sicht etwas ganz anderes, ob jemand dieses Symbol auf sein Auto klebt, auf seinem Balkon hisst oder auf einer CSD-Parade durch die Stadt trägt, oder ob man sie auf Rathäusern, Staatsvertretungen und öffentlichen Ämtern hisst. Meiner Meinung nach ist Letzteres im Grunde übergriffig, wenn man mal nüchtern darüber nachdenkt.


    Aber gut, Gerichte scheinen das bisher anders entschieden zu haben. Da gibt es ja sicherlich Gerichtsurteile zu.


    An mindestens zwei Tagen gilt das seit 2022 ja nun auch für den Deutschen Bundestag und das Reichstagsgebäude. Per Diensterlass angewiesen, dass die Regenbogenfahne gehisst werden muss. Ich glaube halt nur nicht, dass das wirklich zu mehr Toleranz und Akzeptanz beiträgt. Ich denke eher, derartiges spült weitere Stimmen zur AfD… Aber gut, wer bin ich, um das beurteilen zu können.


    Deutscher Bundestag - Regenbogenflagge weht erstmals auf und vor dem Reichstagsgebäude

  • Nachdem man nahezu alle gesellschaftlichen Hürden und Hindernisse im Westen beseitigt hatte, im Grunde also erreicht hatte, was man immer wollte, haben offenbar viele nach neuen Zielen gesucht, um ihre Organisationen usw. am Leben zu halten. Der Erfolg hatte einen ja quasi überflüssig gemacht. Und genau hier setzte aus meiner Sicht eine „Radikalisierung“ von Teilen „der Bewegung“ ein, nach immer mehr und immer weitgehenderen Forderungen. Insofern auch folgerichtig, dass sie sich inzwischen ne neue Symbolik verpasst haben.

    Dem Punkt müsste ich widersprechen. Wenn man bei "dem Westen" nicht nur die Bundesrepublik betrachtet, hat man eben nicht seine Ziele erreicht. Zudem gibt es auch aus dem christlichen Spektrum eine stete Intention, die erreichten Rechte wieder abzuschaffen, was sich aktuell in den USA beobachten lässt. Selbst da, wo Diskriminierung von Staatsseite beseitigt war, gab es immer noch Anfeindungen von Individuen und nichtstaatlichen Institutionen.


    Fürs Protokoll, ich bin selber kein Freund davon an Staatsgebäuden nichtstaatliche Flaggen zu hissen, wollte den Rest aber nicht unkommentiert lassen.

    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
    - Albert Einstein


    "Kirche und Naturwissenschaften haben soviel miteinander zu tun wie Gruppensex und Bratkartofflen"
    -Werner Gruber

  • Zudem gibt es auch aus dem christlichen Spektrum eine stete Intention, die erreichten Rechte wieder abzuschaffen, was sich aktuell in den USA beobachten lässt.

    Ja, die gibt es natürlich und gab es immer. Und ehrlich gesagt, ich kann damit leben, dass Menschen diese Meinung haben und für sich persönlich (!) leben. Solange man mich gleichzeitig so leben lässt, wie ich es möchte, sollen sie leben, wie sie es möchten. Aber da hakt es eben auf beiden Seiten inzwischen zunehmend.


    Aber das geht bei manchen Religiösen inzwischen ja auch in die andere Richtung. Ich habe ja irgendwie so meine Zweifel, ob bspw. der Kampf gegen „Heteronormativität“ und für „Queerness“ wirklich SO in der Bibel stehen und dort DAS zentrale Thema sind. Bzw. weiß ich, dass dem gerade nicht so ist. Beim Evangelischen Kirchentag (Ausgerechnet! Von wegen Sola scriptura…) hätte man diesen Eindruck gewinnen können. Man backt sich halt den Glauben, der am besten ins eigene Weltbild passt. Dem Zeitgeist folgend. Wohl das Gegenteilige Extrem zu dem, was die Katholiken praktizieren, aber nicht minder merkwürdig.



    Ich finde einfach, das geht langsam alles zu weit. Schießt über das Ziel hinaus. Wenn man so auftritt und sich verhält, muss man sich nicht wundern, wenn sich irgendwann Widerstand dagegen regt.

  • Ja, die gibt es natürlich und gab es immer. Und ehrlich gesagt, ich kann damit leben, dass Menschen diese Meinung haben und für sich persönlich (!) leben. Solange man mich gleichzeitig so leben lässt, wie ich es möchte, sollen sie leben, wie sie es möchten.

    Daß diese Menschen leben, wie sie möchten, ist doch gar nicht der Punkt.

    Evangelikale Christen sind auch in den USA eine MInderheit, dennoch haben sie dermaßen großen Einfluß auf die Politik, daß LGQBT Rechte extrem eingechränkt und beschnitten werden. Und dagegen einzustehen hat mit "leben und leben lassen" mal rein gar nichts zu tun. Diese Menschen setzen ihren Willen auf diese Art und Weise durch und müssen scheinbar jeden Tag daran erinnert werden, daß rechtstaatliche Demokratien jedem Bürger die gleichen Rechte einräumen sollten, scheinbar wohl auch mit Flaggen vor dem Regierungsgebäude.

    Auch bei uns sind es immer noch viel zu viele, die in den 60´ern hängengeblieben sind; konnte man ja wieder wunderbar in Erding bewundern, als von Söder und Aiwanger gleich die Gelegeneheit genutzt wurde und auf die woken und Gendergaga-Grünen einzudreschen [ eiegntlich ging´s ja um das Heizungsgesetz, kann man aber schon mal verwechseln ].

    Warum werden Minderheitenrechte zu Wahlkampfthema? Hat auch bei uns immer noch Brisanz, womöglich weil der politische Gegner anderer Meinung ist ( ist habe auch nur ne Vermutung ).

    Und John: gewöhn Dir mal bitte dieses "links-liberal" oder "rot-grün" in Diskussionen ab. Das ist ganz einfaches schwarz-weiß Denken und zementiert ein entweder-oder denken; leider genauso einfach gestrickt, wie in den USA -> es gibt eben nur zwei Lager: die echten Amerikaner und die Sozialisten.

    Es wirkt auch sehr abgedroschen und einfach; das sind jedoch persönliche Einstellungen, und Sexualität und Verwirklichung seiner Person sind sehr emotionale Eigenschaften und sollte ehrlich gesagt aus sämtlichen poltischen Diskussionen rausgehalten werden, auf beiden Seiten.


    Ich habe ja irgendwie so meine Zweifel, ob bspw. der Kampf gegen „Heteronormativität“ und für „Queerness“ wirklich SO in der Bibel stehen und dort DAS zentrale Thema sind.

    Echt jetzt?

  • daß LGQBT Rechte extrem eingechränkt und beschnitten werden

    Was sollen denn eigentlich „LGBTQ-Rechte“ sein? Es gelten für alle Menschen die selben Rechte. Das sollte doch wohl ausreichen.

    daß rechtstaatliche Demokratien jedem Bürger die gleichen Rechte einräumen sollten, scheinbar wohl auch mit Flaggen vor dem Regierungsgebäude

    Eben. Alle Bürger haben die selben Rechte. Dazu gehört aber eben nicht, Staatsgebäude mit der eigenen gesellschaftspolitischen Agenda zu beflaggen. Das kann nämlich aus guten Gründen nicht jeder.

    Auch bei uns sind es immer noch viel zu viele, die in den 60´ern hängengeblieben sind; konnte man ja wieder wunderbar in Erding bewundern, als von Söder und Aiwanger gleich die Gelegeneheit genutzt wurde und auf die woken und Gendergaga-Grünen einzudreschen

    Es ist ihr gutes Recht „in den 60ern hängen zu bleiben“, wobei auch das nur eine diffamierende Sichtweise ist. Sie dürfen diese Meinungen haben, und sie dürfen dafür demonstrieren. Man muss Wokeness und Gendern nicht toll finden und man darf auch dagegen demonstrieren. Und was zu viel ist, entscheiden die Menschen selbst. Also wo ist das Problem hier? Aber vor allem ging es doch dort wohl um das Heizgesetz, nachdem was ich so gelesen habe.

    Und John: gewöhn Dir mal bitte dieses "links-liberal" oder "rot-grün" in Diskussionen ab.

    „links-liberal“ und „rot-grün“ sind doch völlig neutrale Bezeichnungen einer politischen Grund-Zugehörigkeit? Wie darf man denn das „Linke politische Spektrum“ noch bezeichnen, damit es sachlich genug rüberkommt? Oder bestreitest du grds. dass ein solches politisches Spektrum mit eigenen politischen Zielen gäbe?

    es gibt eben nur zwei Lager: die echten Amerikaner und die Sozialisten.

    Naja. Die USA sind schon derart gespalten, dass beide Seiten dort immer mehr am Rad drehen. Aber natürlich gibt es auch viele vernünftige Menschen irgendwo in der Mitte dazwischen.

    Es wirkt auch sehr abgedroschen und einfach; das sind jedoch persönliche Einstellungen, und Sexualität und Verwirklichung seiner Person sind sehr emotionale Eigenschaften und sollte ehrlich gesagt aus sämtlichen poltischen Diskussionen rausgehalten werden, auf beiden Seiten.

    Hier sind wir mal voll und ganz einer Meinung. Aber das geschieht ja leider nicht. Im Gegenteil, es ist zu beobachten, wie die sexuelle Orientierung von beiden Seiten immer mehr dazu verwendet wird, sich im Kulturkampf voneinander abzugrenzen. Auf der einen Seite Wokeness und Gender auf der anderen Seite Putin und rechte Spinner. Und man selbst irgendwo dazwischen, sich verzweifelnd fragend, warum die eigene sexuelle Orientierung darüber entscheiden soll, wo man sich politisch verortet, nur weil sowohl die einen als auch die anderen aus ihrer Verteufelung oder Vergötterung jeweils maximal politisches Kapital schlagen wollen. Mit einer Sache, die eigentlich mit Politik mal so gar nichts zu tun haben sollte.

    Echt jetzt?

    Ja, echt jetzt. Jedenfalls wenn wir uns hier auf die Abschlusspredigt vom EKD-Tag beziehen.

  • „links-liberal“ und „rot-grün“ sind doch völlig neutrale Bezeichnungen einer politischen Grund-Zugehörigkeit? Wie darf man denn das „Linke politische Spektrum“ noch bezeichnen, damit es sachlich genug rüberkommt? Oder bestreitest du grds. dass ein solches politisches Spektrum mit eigenen politischen Zielen gäbe?

    Nein, es gibt eben nur noch zwei "Spektren", zumindest für viele Menschen bei uns. Und genau so wird auch Wahlkampf gemacht. Konnte man wieder wunderbar erleben am Wochenende hier in Erding.

    PEGIDA -> Corona -> Putin -> Heizungsgesetz


    Das ist eine Richtung und ein Tenor, die Themen sind beliebig austauschbar; es sind immer die gleichen, die sich den Quark anhören.



    Naja. Die USA sind schon derart gespalten, dass beide Seiten dort immer mehr am Rad drehen.

    Genau, und wir sind auf dem gleichen Weg dahin. Darum ging´s mir.

    Der Populismus, den Trump groß und erfolgreich gemcht hat, hat zuerst die AfD kopiert, dann auf billige Art und Weise die Union und er ist jetzt in der Gesellschaft angekommen, im Sinne von: "wenn Du Homosexuellen das Adpotionsrecht einräumst, dann findest Du auch Gendern klasse und fährst nur noch Lastenfahrrad und bist polygam und Atheist, isst Salat und nimmst anderen die Freude am Leben mit Deiner pädagogischen Lebensweise".

    Das eine kann ohne das andere gar nicht sein, zumindest nach großen Teilen der Bevölkerung; und das ist komplett falsch, irreführend und zutiefst gefährlich. Das machen sich Typen wie Trump, Höcke, Orban, Wagenknecht und all die anderen Spacken zunutze.

    Online Shitstorms erledigen dann den Rest.

  • Nein, es gibt eben nur noch zwei "Spektren", zumindest für viele Menschen bei uns. Und genau so wird auch Wahlkampf gemacht. Konnte man wieder wunderbar erleben am Wochenende hier in Erding.

    PEGIDA -> Corona -> Putin -> Heizungsgesetz


    Das ist eine Richtung und ein Tenor, die Themen sind beliebig austauschbar; es sind immer die gleichen, die sich den Quark anhören.

    Diese Rechnung kannst du in beide Richtungen aufmachen. Ich denke das entspringt eher deiner persönlichen Wahrnehmung.


    Was aber definitiv zugenommen hat ist der Versuch, Meinungen zu diskreditieren und zu unterbinden, die man vor einigen Jahren oder Jahrzehnten noch problemlos als persönliche Überzeugung hätte vertreten können.

    Wenn heute bspw. eine Familie äußert, dass sie ein traditionelles Familienbild bevorzugen, bei dem der Mann Vollzeit arbeitet und die Frau sich überwiegend um die Familie und den Haushalt kümmert, müssen sie sich anhören „toxische Männlichkeit“ zu fördern, in den 60ern zu verharren oder ähnlichen Schnulli. Dabei sind das Standpunkte, die vermutlich selbst heute noch in den meisten Familien defacto so mehr oder weniger gelebt werden. Zeig mir doch mal bitte die Frau, die sich wünscht, die Beschützerin und starke Schulter für ihren Mann zu sein, der sich zuhause um Haus und Familie kümmert. Wie viele von diesen Fällen gibt es denn tatsächlich? Fakt ist doch, dass diese traditionellen Rollenvorstellungen heute noch genauso aktuell sind, wie in den 1960ern. Heute werden sie allerdings massiv angegriffen und als vermeintlich vorgestrig, diskriminierend oder toxisch diffamiert. Und eben das ist eine Sichtweise, die gar nicht der Lebensrealität der meisten Menschen entspricht und auch gar nicht von ihnen gewünscht wird, entgegen aller Behauptungen.

    Männlichkeit wird jetzt mit dem Adjektiv „toxisch“ begleitet. Männer, die stark, muskulös, dominant sein wollen, Mannschaftssport lieben, schnelle Autos mögen, keine Jammerlappen sind und ihre Gefühle nicht auf der Zunge tragen, kurzum, welche erkennbare Anzeichen von Testosteron aufweisen, dürfen sich jetzt als „toxisch“ (!) bezeichnen lassen, während Androgynität, Genderfluidität usw. usf. gefeiert werden, als wären sie die nächste Stufe der Evolution. Dabei empfindet das der mit Abstand größte Teil der Bevölkerung gar nicht so. Und dann wundert man sich, wenn dieser Teil irgendwann mal sagt: „Hey moment mal, darf ich da auch noch was zu sagen?“

    Von heute auf morgen sollen alle ihre Häuser per Ordre de mufti umrüsten, obwohl die Mehrheit das jedenfalls in dieser Form so nicht will.

    Beim Fleisch trommeln sie wie irre auf einen ein, wie ungesund, klimaschädlich, unnötig, tierquälerisch usw. es sei, obwohl die mit Abstand größte Mehrheit nach wie vor gerne Fleisch isst.

    Es gibt so unendlich viele Punkte, in denen zur Zeit ein massiver Veränderungsdruck vor allem von linker Seite aus ausgeübt wird, der sich aber nicht im geringsten mit dem deckt, was eine Mehrheit der Menschen möchte.


    P.S. Und berufliche Konsequenzen hat es bereits durchaus, wenn du bspw. in den Social Media nicht auf Linie schwimmst. Du siehst den PRIDE-Monat kritisch, aufgrund deiner religiösen Vorstellungen? Dann kannst du leider nicht in der Nationalmannschaft spielen.

    Welcher Fußballspieler traut sich danach noch, offen seine eigene Meinung zu äußern, falls er das anders sieht?


    Beispiel:

    Transfeindliche Einstellungen?: BVB und DFB und das Problem mit Nmecha - n-tv.de





    Und daraus resultiert dann sowas. Stärkste Zuwächse AfD und Union:


    Ja auf dem Papier ist das so. Thema abgehakt.


    Dass die Realität eine andere ist, ist dir klar?

    Und du glaubst, die Leute würden toleranter, wenn man ihnen Regebogenfahnen und Gendersternchen per Dekret vorschreibt?

    2 Mal editiert, zuletzt von John () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von John mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich denke das entspringt eher deiner persönlichen Wahrnehmung.

    Natürlich tut es das, und deine Meinung und Wahrnehmung ist auch subjektiv, und eben konträr zu meiner.

    Es sei denn, Du zitierst von nun an nur noch soziologische Abhandlungen.


    Ich kenne niemanden, der von toxischen Männern spricht und auch in meinem Umfeld wird niemand dafür kritisiert, daß er "traditionell" oder sonstwie altomodisch ist.

    Ich wohne in der bayerischen Provinz, Du irgendwo in Brandenburg; natürlich gibt es da große gesellschaftliche Unterschiede. Der Rest könnte angelesen sein oder einfach nur "gehört".

  • Was mich am meisten ins Grübeln bringt bei den Zuwächsen der AFD, wo kommen die her?

    Vor 2 Jahren waren es Wähler der Union die wanderten, aber jetzt ist die Union seit Monaten recht stabil bei etwa 30%, je nach Umfrageinstitut. Das jetzige hoch der AFD kommt ergo von eher linken Parteien wie SPD und Grüne, und etwas FDP liberal angehaucht.

    Spricht das nicht eher dafür, das die Wähler, egal wie Sie vor 2021 abgestimmt haben, mit der momentanen Situation vollkommen unzufrieden sind?

  • Ich kenne niemanden, der von toxischen Männern spricht und auch in meinem Umfeld wird niemand dafür kritisiert, daß er "traditionell" oder sonstwie altomodisch ist.

    Ich wohne in der bayerischen Provinz, Du irgendwo in Brandenburg; natürlich gibt es da große gesellschaftliche Unterschiede. Der Rest könnte angelesen sein oder einfach nur "gehört".

    Na eben, sage ich doch. Das sind rein mediale Diskussionen und Begrifflichkeiten, die du zwar ständig im Netz und in den Medien findest, davon quasi zugeballert wirst, aber nahezu nie im Alltag der Menschen.


    Was mich am meisten ins Grübeln bringt bei den Zuwächsen der AFD, wo kommen die her?

    Vor 2 Jahren waren es Wähler der Union die wanderten, aber jetzt ist die Union seit Monaten recht stabil bei etwa 30%, je nach Umfrageinstitut. Das jetzige hoch der AFD kommt ergo von eher linken Parteien wie SPD und Grüne, und etwas FDP liberal angehaucht.

    Spricht das nicht eher dafür, das die Wähler, egal wie Sie vor 2021 abgestimmt haben, mit der momentanen Situation vollkommen unzufrieden sind?

    Die LINKE hat im Osten auch extrem viele Stimmen eingebüßt. Und schau dir mal die bisherigen Nicht-Wähler an. -1,3 % zur letzten Umfrage. Die haben auch Heizungen… Aber das führt uns vom Thema des Threads ab.

    2 Mal editiert, zuletzt von John () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von John mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Na eben, sage ich doch. Das sind rein mediale Diskussionen und Begrifflichkeiten, die du zwar ständig im Netz und in den Medien findest, davon quasi zugeballert wirst, aber nahezu nie im Alltag der Menschen.

    Na dann verstehe ich Dein Problem nicht.

    Der überwiegende Großteil der Bevölkerung lebt vor sich hin und läßt sich da auch nicht groß reinreden.

    Also: wo hängst´s denn?

  • Schätzungsweise, dass diese Mehrheit zum Ziel eines shitstorms wird, wenn sie sich öffentlich äußert, inklusive Ausladungen von Veranstaltungen, Ärger mit Vorgesetzten oder Sponsoren etc.

    Ist bei uns zwar weit harmloser als in Teilen der USA, wo sowas tatsächlich die wirtschaftliche Existenz bedrohen kann, aber es gibt durchaus Fälle, wo man Nachteile erleidet, wenn man sich politisch inkorrekt äußert.


    Aber auch so gibt es die mediale Suggestion: "Ihr müsst euch ändern", und das geht vielen Leuten auf die Nerven, genauso wie es mir auf die Nerven geht, wenn irgendeine christliche Sekte vor mir steht und mit mir über Jesus reden will.


    Was jetzt nicht heißt, dass in gewissen Bereichen keine Änderung notwendig ist, es gibt Ansichten aus den 60ern, die sich ändern sollten:
    Frauen schlagen sollte definitiv gesellschaftlich geächtet sein, hier sollte man die Leute dazu erziehen, dass das nicht ok ist.


    Aber wenn ein Mann seine Rolle als Brotverdiener sieht, und seine Frau gerne zu Hause bei den Kindern bleiben möchte, oder nur halbtags arbeiten will, sollte man das genauso akzeptieren, wie wenn eine Frau das Geld verdient und der Mann zu Hause bei den Kindern bleibt. Wenn der Mann seiner Frau verbietet, arbeiten zu gehen, ist das was anderes, aber solange beide Seiten mit dem Arrangement einverstanden sind, halte ich es für wenig sinnvoll dieses Lebensmodell zu diffamieren.


    Was die Pride-Flagge angeht: Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn auf einem öffentlichen Gebäude die Pride-Flagge gehisst wird, um z.B. auf in Teilen der Gesellschaft immer noch vorhandene Diskriminierung hinzuweisen.

    Ist jetzt nicht komplett ohne Beispiel, so wurden etwas nach dem Erdbeben in der Türkei in vielen Ländern öffentliche Gebäude in den Nationalfarben der Türkei bestrahlt, nach Terroranschlägen wird mitunter die Flagge des betroffenen Landes gehisst etc.


    Ok, die Pride Flagge wird im Vergleich zu der in Westeuropa noch vorhandenen Diskriminierung doch ziemlich häufig gehisst. Ok, dass Teile der linken Hälfte des politischen Spektrums in Reden zu dem Theme gerne die in der eigenen Gesellschaft noch vorhandene Diskriminierung groß herausstreicht, während man beharrlich darüber schweigt, dass in anderen Staaten auf Homosexualität nach wie vor die Todesstrafe steht, ist ziemlich scheinheilig, aber ganz erhlich es gibt Dinge, die sind weit problematischer als das Hissen der Regenbogenfahne.

    (Wofür steht eigentlich das Dreieck? Habe keine Ahnung.

    Transsexuelle, Intersexuelle und Afroamerikaner.

    Teilen der Trans- und Inter Community hat es scheinbar nicht gereicht, dass die Regenbogenfahne bereits alle sexuellen Minderheiten repräsentiert, also hat man sich einen eigenen Zusatz dazu gebastelt, um zu zeigen, wie besonders man doch ist.

    Warum man Menschen mit dunkler Hautfarbe auch gleich dazugenommen hat, obwohl das ja mit sexueller Orientierung genau nichts zu tun hat? Eventuell als Statement, dass man allgemein für alles steht, was amerikanische Linke vertreten.

    Kann sein, dass dies in den USA, wo es in signifikanten Teilen der Gesellschaft immer noch strukturellen Rassismus gibt, Sinn macht. Warum man dieselbe Flagge auch in Ländern hisst, die diesbezüglich eine komplett andere Geschichte und auch keine nennenswerte schwarze Minderheit haben, keine Ahnung, vermutlich weil man blind allem folgt, was so aus den USA kommt (wobei das jetzt kein Alleinstellungsmerkmal der europäischen Linken ist, gibt auch rechts Leute, die von den USA regelrecht besessen sind).

    Edit:
    Ok, Rassismus gegen Dunkelhäutige gibt es bei uns auch, aber wir reden hier von anderen Dimensionen und mir erschließt sich immer noch nicht, wieso man das mit der sexuellen Orientierung in einen Topf werfen muss. Wenn man Gruppen, die von Teilen der Gesellschaft diskriminiert werden, durch 2 eigene Streifen repräsentieren wollte, müsste man auch noch Streifen für Polen, Rumänien, Türken, Schluchtenscheißer, Piefkes, Juden, Muslime, Rollstuhlfahrer, Radfahrer, Analphapeten, Personen mit leicht zu veralbernden Nachnamen, Landbewohner, Stadtbewohner, Radfahrer, Linkshänder, Blondinen, Rothaarige, Reinigungskräfte, Soldaten, Angehörige des ältesten Gewerbes, Alte, Junge, Personen mit Uni-Abschluss, Personen ohne Uni-Abschluss etc. hinzufügen, bis man irgendwann die Flagge vor lauter Streifen nicht mehr sieht.


    Edit 2: Gibt natürlich auch shitstorms und Druck zu den eigenen Lebensentwürfen von Rechts, die Möchtegern-Missionare habe ich bereits kurz erwähnt, die haben in den meisten Medien aber nicht die Präsenz wie die linke Seite, und Firmen, Eventveranstalter, Unis etc. gehen, zumindest in Europa seltener auf deren Forderungen ein.

    13 Mal editiert, zuletzt von IWST () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler, einige Aussagen, die in der Hitze des Gefechts recht stark gegen die eine Seite argumentiert haben, insofern spezifiziert, als es gewisse Phänomene am linken wie am rechten Rand gibt.

  • Edit 2: Gibt natürlich auch shitstorms und Druck zu den eigenen Lebensentwürfen von Rechts, die Möchtegern-Missionare habe ich bereits kurz erwähnt, die haben in den meisten Medien aber nicht die Präsenz wie die linke Seite, und Firmen, Eventveranstalter, Unis etc. gehen, zumindest in Europa seltener auf deren Forderungen ein.


    Abtreibungsgegner sind überall auf dem Vormarsch, die Flüchtlingspolitik wird immer restriktiver, eigentlich kommen die Rechten recht gut durch mit ihren Ideen.

  • Transsexuelle, Intersexuelle und Afroamerikaner.

    Bei Afroamerikanern bin ich mir nicht so sicher. Ich dachte immer, die Braun-Schwarzen-Streifen stünden zum einen für die "Bären"-Community (Schwule die besonders behaarte und maskuline Männer mögen) und der schwarze Streifen sollte glaube ich für AIDS-Kranke bzw. Opfer der AIDS-Pandemie stehen. Meiner Ansicht nach würde das eher in das Schema sexueller Minderheiten passen. Aber hey, ich gebe es langsam auch auf, bei den ganzen Schubladen noch mitzuzählen.

  • Ich glaube, vor 50 Jahren als man das Wahlrecht für Frauen eingeführt hatte, Prügeln in der Schule verboten wurde und die Anschnallpflicht beim Autofahren Gesetz wurde, haben viele genauso reagiert und debattiert.

    Viele Menschen haben eben Schwierigkeiten, wenn sich die Zeiten, Gepflogenheiten, Rechte und Pflichten ändern; vielleicht sind bei uns mehr konservativ als man meinen könnte.


    Ich dachte immer, die Braun-Schwarzen-Streifen stünden zum einen für die "Bären"-Community (Schwule die besonders behaarte und maskuline Männer mögen)

    Ein ehemaliger Arbeitskollege ist auch schwul; er hat mir mal die Farben anhand von Sexualpraktiken und einem aus der Hosentasche hängenden Tuch erläutert........sehr interessant.

  • Ich glaube, vor 50 Jahren als man das Wahlrecht für Frauen eingeführt hatte, Prügeln in der Schule verboten wurde und die Anschnallpflicht beim Autofahren Gesetz wurde, haben viele genauso reagiert und debattiert.

    Das Wahlrecht für Frauen wurde am 12. November 1918 eingeführt. Und die Anti-Baby-Pille kam Ende der 1960er in Mode.

    Die Atomenergie wurde vor allem unter der SPD eingeführt.

    Viele Menschen haben eben Schwierigkeiten, wenn sich die Zeiten, Gepflogenheiten, Rechte und Pflichten ändern; vielleicht sind bei uns mehr konservativ als man meinen könnte.

    Davon kannst du definitiv mal ausgehen. Insbesondere, wenn man ihren Lebensstandard reduziert. Das war damals nämlich eher umgekehrt.

    Ein ehemaliger Arbeitskollege ist auch schwul; er hat mir mal die Farben anhand von Sexualpraktiken und einem aus der Hosentasche hängenden Tuch erläutert........sehr interessant.

    Das ist nicht nur interessant sondern verdammt 1980er. Bin übrigens ganz dankbar, dass ich das heutzutage nicht von jedem wissen muss. Da ist mir der Ehering schwuler Paare deutlich lieber.

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