Beiträge von John

    Ich glaube es gibt noch keinen Thread, indem man sich formell verabschieden kann. Deswegen erlaube ich mir als letzte Handlung diesen hiermit zu eröffnen.


    Ich bin, wenn ich das richtig nachgelesen habe, seit dem 6. Juli 2009 hier im Forum aktiv gewesen. Eine Zeit, die ich nicht missen möchte und die ich über lange Zeit auch sehr genossen habe. In zahllosen spannenden Diskussionen durfte ich mich an anderen Standpunkten reiben, meinen eigenen Horizont erweitern und das Vergnügen der rhetorischen Auseinandersetzung pflegen. Das hat mir lange Zeit große Freude gemacht und war auch vielfach sehr lehrreich. Die letzte qualitativ sehr hochwertige Diskussion die ich hier führen durfte war eine mit Twilight über die Aspekte von Gender usw., die von hoher Sachkenntnis und gegenseitiger Höflichkeit geprägt war, auch wenn wir inhaltlich nie ganz zusammenkamen, so konnte ich doch seinen Standpunkt gut verstehen und nachvollziehen. Das ist es doch, worum es in Diskussionen geht. Gegenseitiges Verständnis. Die Erweiterung des Horizonts.


    Leider hat aber in den letzten Jahren der raue Umgangston immer mehr zugenommen. Diskussionen werden immer häufiger ad personam geführt und immer weniger durch das gute Argument in der Sache. Emotion ersetz Ratio. Beschimpfungen ersetzen den Meinungsaustausch. Daraus ziehe ich für mich keinen persönlichen Nutzen mehr und es bereitet auch kein Vergnügen, ist vielfach eher persönlich enttäuschend und kränkend. Schon seit längerem trage ich mich daher mit Gedankengängen, die mich fragen lassen, ob das alles noch den Zeitaufwand rechtfertigt, den meine knappe Freizeit mit zugesteht und ob ich diese nicht angenehmer und nutzbringender verbringen kann. Leider komme ich seit geraumer Zeit zu dem Schluss, dass dem eigentlich nicht mehr so ist. Die jahrelange Gewohnheit hielt mich noch hier sowie einige nette Forenuser, die stets versuchten gegen diesen Strom anzuschwimmen. Inzwischen neigt sich aber meine „Leidensbereitschaft“ diesbezüglich dem Ende.


    Ich möchte mich ausdrücklich für all die schönen Momente in diesem Forum bedanken. Besonders hervorheben möchte ich dabei Lord Wolhynia den ich in den letzten Jahren als sehr angenehmen Forenuser kennenlernen durfte. Auch Imperator Bob und Nonsensification möchte ich ausdrücklich danken für die vergangenen Jahre und die Mühe, die sie immer wieder hier reingesteckt haben. Twilight, Filusi, Saladin und viele andere deren Namen mit gerade nicht einfallen und die aber sicherlich auch genannt werden müssten wären noch zu nennen. Ihr habt stets versucht die Forenkultur hochzuhalten. Meinen Dank dafür. Auch Mogges möchte ich für die vielen Jahre danken, in denen er dieses Forum leitete und am Laufen hielt, auch wenn mir in der letzten Zeit dein Verhalten häufig immer weniger gefallen hat, weil ich es zu aggressiv und zu undifferenziert empfand, sowohl Bob gegenüber, als auch mir gegenüber. Hoffe du kriegst das in Zukunft wieder besser hin.


    Mithin euch allen alles Gute. Dies wird mein letzter Post hier sein. Nach so vielen Jahren fand ich es nötig, mich in aller Form zu verabschieden. Auch mir fällt das noch immer nicht ganz leicht. Es war doch viel Zeit, die ich hier verbracht habe. Ich wünsche euch und dem Forum alles Gute und ein glückliches Händchen bei der Weiterentwicklung des Forums. Ich werde sicherlich lesend hier und da noch einmal reinschauen. Als aktives Mitglied werde ich ab nun aber nicht mehr teilnehmen.


    Alles Gute, bleibt gesund und danke für die vergangenen Jahre!


    Grüße John

    Einfach mal die Begriffe „Fischsterben“ oder „Algen“ googeln. Die folgenden Links sind ein Bruchteil dessen, was man dazu momentan findet. Meldungen aus ganz Deutschland und der ganzen Welt, insbesondere der August scheint krass gewesen zu sein.


    März 2021 - Kroatien:

    Naturereignis an der Adria: Meer in Kroatien rot gefärbt – das steckt hinter dem Phänomen - Panorama - Stuttgarter Nachrichten


    April 2021 - global:

    UN schlagen Alarm: Mehr "Todeszonen" in den Weltmeeren | tagesschau.de


    Juli 2021 - Deutschland:

    Fischsterben nach Starkregen: Das steckt dahinter - [GEO]


    Juni 2021 - Marmarameer -Türkei:

    Türkei: Schleim verseucht Marmarameer | tagesschau.de


    Juli 2021 - Westküste der USA und Kanadas:

    USA und Kanada: Hitze tötet Meerestiere, gefährdet Fische - DER SPIEGEL


    Juli 2021 - Florida:

    Naturkatastrophe in Florida: Alge verursacht Massensterben von Meerestieren | tagesschau.de


    Juni 2020 - Nordsee:

    Fischsterben an der Nordsee - auf der Suche nach den Ursachen - Wissen - SZ.de


    Juni 2021 - Nordsee:

    Fischsterben an der Nordsee: Forscher rätseln über tote Heringe - Berliner Morgenpost


    Juni 2021 - Nordsee:

    Fischsterben an der Westküste geht weiter | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein


    Juli 2021:

    Forscher schlagen Alarm: Korallenriffe in verheerendem Zustand | tagesschau.de


    August 2021 - Bretagne - Frankreich:

    Algenpest in der Bretagne: Gefahr am Strand | tagesschau.de


    August 2021 - Züricher See:

    Blaualgen: Gefährliche Algen auch in Zürcher See gefunden


    August 2021 - Bielefeld - Obersee:

    Türkisblau: Der Obersee sieht plötzlich so giftig aus | nw.de


    August 2021 - Magdeburg - Salbker See:

    Umweltkatastrophe droht in Magdeburg: Erneutes Fischsterben im Salbker See


    August 2021 - Möhnetalsperre:

    Warum der Ruhrverband Sauerstoff in den Möhnesee pumpt - wp.de


    August 2021 - Mallorca:

    Strand in Paguera wegen Algen gesperrt


    Heute - Spanien:

    Lagune Mar Menor: Großes Fischsterben in Spanien | tagesschau.de

    Denn wie heißt es so schön "an ihren Taten sollst du sie messen", und da fällt das Urteil desaströs aus.

    Aha, hast du jetzt also den Eindruck, dass zwischen Bundesländern die von Grünen, Linken, Union oder SPD regiert werden bereits gravierende Unterschiede bestehen? Von wegen „an Taten messen“ usw.? Und die Kommunen mit Grünen OBs stehen jetzt so anders da, als die mit schwarzen oder roten? Komm schon. Kann nicht dein Ernst sein?


    Die großen Parteien fordern im wesentlichen das, von dem sie ausgehen können, dass es gesellschaftliche mehrheitsfähig ist. Wenn keine Partei mehr als 12-13 € Mindestlohn fordert, kannste mal davon ausgehen, dass gesamtgesellschaftlich auch nix anderes erwünscht ist. Nach unten gilt das Gleiche. Für sowas gibt es Befragungsinstitute die viel Geld von den Parteien bekommen, um sie zu beraten, welche Forderungen populär sein würden und welche Dinge man lieber nicht so laut sagt.

    Alter… das war jetzt aber ein heftiger Spoiler.

    WoOt? :confused:

    Der Film ist ca. 7925792 Jahre alt? Und wenn man Marvel so ein bisschen mitverfolgt, dann hat man immer mal wieder Gerüchte dazu gelesen in Bezug auf Robert Downey JR, der bislang offen lies ob er noch mal in den Anzug klettert. Irgendwann letzte Woche hat er es dann ausgeschlossen, egal wer demnächst Iron Man spielt - er ist damit durch.

    Irgendwie schade, ich mochte Stark.

    Naja, von 2019? Ich hatte den Tod von ihm schon verdrängt, bzw. hatte das Schlagen des Hammers nach den Credits als Hinweis gedeutet, dass er doch wieder auftaucht, da es mich an den Bau der ersten Iron Man Rüstung erinnerte.

    Nein, das soll dir sagen, dass die CDU die Anhebung des Mindestlohns beschlossen hat. Über die Frage Mindestlohn oder nicht sind sich also alle einig. Und das er angehoben werden soll ebenfalls. Es geht lediglich noch darum, ob nen € mehr oder nicht. Aus meiner Sicht sind das keine gravierenden Unterschiede. Einigt man sich im Koalitionsvertrag auf 11,xx und gut ist. Ist doch jetzt schon absehbar. Muss man daraus jetzt nen Kulturkampf herbeireden?

    Das war damals eine heftige Zerreißprobe für die Partei. Ich sag nur Farbbeutel.

    Das war Jugoslawien, nicht Afghanistan.

    Alleine die Tatsache das du (und viele andere) die mögliche Abwahl der Union schon als "revolutionäre Umwälzung" furchtbaren Ausmaßes betrachten

    Hä? Ich habe das exakte Gegenteil geschrieben?

    Das stimmt ebenfalls nicht, gerade die Union oder die SPD behaupten zwar ständig alles das zu wollen aber in den letzten 16 Jahre haben sie sehr deutlich gezeigt das ihnen die von dir genannten Themen weitestgehend am Arsch vorbei gehen.

    Das ist deine persönliche Meinung. Ich sehe das anders und meine es auch belegen zu können. Die Richtung und Absichten sind bei allen großen Parteien ähnlich und unterscheiden sich allenfalls in Nuancen und Schwerpunktsetzung. Beispiel:


    Ökosteuer. Unterschiede marginal.

    Klarstellung von Brinkhaus: Benzin wird auch mit der Union teurer | tagesschau.de


    Beispiel:

    CDU will nen Mindestlohn von 10,45€ die SPD von 12 € und die Linke von 13 € und die Grünen von 12 €. Ergo alle wollen einen Mindestlohn. Die Unterschiede sind verhältnismäßig marginal.


    Das kannst du zu nahezu jedem Politikfeld machen. Ergo sind die tatsächlichen politischen Unterschiede bei Weitem nicht so gravierend, wie du sie darstellst. Glücklicherweise.


    Zu den Grünen:

    Ehrlicherweise finde ich ihre Position zu Afghanistan aktuell völlig gerechtfertigt, sachlich angemessen und überfällig. SPD und UNION haben dort massiv Scheiße gebaut. Ein Untersuchungsausschuss ist ein MUSS. Rücktritte ebenso.Die Grünen treffen mit ihrer Kritik in Sachen Afghanistan und dem ABSOLUT beschämenden „Im Stich lassen“ der Ortshelfer dort voll ins Schwarze. Damit sammeln die Grünen gerade mächtig Punkte bei mir, weil sie einfach zur richtigen Zeit die richtigen Vorschläge gemacht haben, die leider ignoriert wurden. Dass ich ausgerechnet in Verteidigungspolitischen Fragen den Grünen mal zustimmen würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

    Höre auf hier rumzutrollen und verziehe Dich in den Politikbereich.

    :blöd:

    XCOM hat absolut nichts mit den Charakteren von Marvel gemein, von daher ist der Zusammenschluss dieser beiden Szenarien nur der letzte Beleg dafür, dass Firaxis den Bezug zu den Fans verloren hat.

    Sehe ich anders. Im Marvel Universe spielen Außerirdische schon lange eine Rolle. Von daher ist XCOM eine logische Ergänzung und nichts anderes, als eine weitere Superhelden-Organisation.

    Wenn Du das nicht verstehst, schweig, Deine Anmerkung ist nichts anderes als eine plumpe Provokation.

    Du wirst schon damit leben müssen, dass es auch Fans des Marvel Universe und von XCOM gibt, die da anderer Meinung sind. Fände es sogar ne gute Idee, Civ6 um XCOM und Marvel Helden in einem Modus zu erweitern. Aber vielleicht ist es ja auch ein Vorspiel für eine Neuauflage von Alpha Centauri/ Beyond Earth inklusive XCOM. Ich sehe da durchaus Potential.


    Im Übrigen schreibe ich schon lange zur Civ-Reihe, sehe also nicht, warum ich nicht auch zu XCOM was schreiben dürfte, wie jeder andere auch.


    :keks


    Und: Hitler ist am 30.04.1945 in Berlin gestorben. Das ist die Realität. Wenn Du nicht weißt, ob er auch in "Wolfenstein: The New Order" oder in "Wolfenstein: The New Colossus" stirbt, setze Dich hin und spiele diese Spiele.

    Habe alle Teile mehrfach durch. Wir wissen daher beide, was mit ihm passiert.

    WAS soll sich denn ändern? Wie naiv kann man sein? Eine Demokratie funktioniert nicht, weil alle vier Jahre revolutionäre Umwälzungen erfolgen. Eine Demokratie funktioniert durch Beständigkeit und Verlässlichkeit. Veränderungen erfolgen EVOLUTIONÄR. Nach und nach. Langsam. Prozent für Prozent. Über Jahre und Jahrzehnte. Ggf. hier und da mal durch aktuelle Entwicklungen etwas beschleunigt. That’s it. Und ob es die Volksparteien nun gibt oder nicht ist dabei letztlich sogar auch egal. Die Wähler bleiben ja dieselben. Und deren Ansichten ändern sich glücklicherweise meistens nicht all zu grundlegend. Sieht man ja auch an den Wahlkampfvideos. Fast alle, mit wenigen Ausnahmen, wollen Umweltschutz, Familienförderung, Toleranz und Offenheit, Ordnung und Sicherheit, Soziale Gerechtigkeit usw.. Die Unterschiede sind letztlich eher marginal und nicht grundsätzlich. Und ja, ich finde das gut so. Es zeugt von einer stabilen demokratischen Gesinnung in der breiten Mehrheit der Bevölkerung.

    Außerdem: Es droht tatsächlich eine Ankündigung eines neuen XCOM-Titels - im Marvel Universum. Falls das so kommt, kaufe ich nie wieder einen XCOM-Titel, egal ob es dann in 10 Jahren ein XCOM 3 gibt oder nicht. Firaxis .... :kotz:

    :thumbup: Cool. Dann folgt bestimmt bald auch ein XCOM Film. Finde eigentlich XCOM passt tatsächlich ganz gut ins Marvel Universe.


    Und es gibt noch immer kein Anzeichen für Wolfenstein III. :pffft:

    Ist Hitler nicht auch tot? Und Totenkopf sowieso.

    Mittlerweile sind die durch den Brexit verursachten wirtschaftlichen Probleme übrigens auch in den britischen Supermärkten nicht mehr zu übersehen, durch mangelnden EU-Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und Logistik bleiben viele Regale leer, das betrifft vor allem frische Produkte, aber auch haltbare.
    Versorgungsengpass: Briten stehen immer öfter vor leeren Regalen - Wirtschaftspolitik - derStandard.at › Wirtschaft

    Mmh, allerdings steht dort auch, dass durch den Arbeitskräftemangel im Niedriglohnsektor die Löhne und Bonuszahlungen usw. rapide ansteigen. Also diejenigen die Jobs haben deutlich besser bezahlt werden, weil es kein Lohndumping mehr durch billige Arbeiter aus dem Ausland gibt. Dürfte auch die Position der Gewerkschaften stärken. Die Lieferengpässe werden sicherlich nicht dauerhaft sein. Wo eine anhaltende Nachfrage besteht, werden früher oder später auch Angebote geschaffen.

    Ich denke es wird sehr spannend zu sehen sein, wie die Situation dann in vier Jahren ist. Sieht doch so aus, als müsste GB viele Kapazitäten zur Selbstversorgung schaffen, was ja prinzipiell nicht schlecht sein muss langfristig.

    Das ist kein Kindergarten Wettkampf á la "Ätsch. bätsch, meine Partei hat 0,5% mehr und stellt jetzt den Kanzler".....diese Wahl zeigt endlich einmal offen und ehrlich woran es hakt, und hier v.a. bei den sogenannten Volksparteien.

    Meinst du ja?


    Ich persönlich vermute, dass diese Wahl Folgendes bringen wird:

    - Es verschieben sich hier und da ein paar Prozentpunkte.

    - Ein paar Ministerposten werden neu verteilt. Hier und da wechselt das Parteibuch.

    - Im Parlament werden nach der Wahl zu 75-90% dieselben Politiker sitzen, die auch vor der Wahl dort saßen.

    - Anschließend trifft man sich, verhandelt und koaliert.

    - Dann kommt der Koalitionsvertrag und die Sachzwänge.

    - Anschließend verschieben sich hier und da ein paar Prozentpunkte bei den Steuern im 1-2% Bereich, je nachdem, wer gerade mit 1-2% die Nase vorn hatte bei der Wahl.


    Und anschließend geht alles die nächsten vier Jahre, wie die Jahre davor auch schon. Und zwar unabhängig davon, wer am Ende den Kanzler stellt. Und soll ich dir was sagen? Das ist auch gut so. Im Grunde wollen nämlich alle dasselbe. Harmonie und Ruhe im Karton. Hier vielleicht dies und das ein bisschen früher. Dort ein bisschen später. Und das war es. Ob im Kanzleramt jetzt jemand mit schwarzem, roten, grünen oder gelben Parteibuch sitzt, wird da glücklicherweise nicht viel dran ändern. Und die Parteien, denen ein grds. anderer Staat vorschwebt, werden es vernünftigerweise auch definitiv nicht ins Kanzleramt schaffen.


    Die Berufspolitiker in Berlin betrachten sich ohnehin parteiübergreifend eher als Kollegen, parteiübergreifend höchstens als Konkurrenten, mit Ausnahmen in Bezug auf Radikale.


    Wahlkampf sind vor allem künstlich aufgebauschte Unterschiede, die man anpreist, so als könne man tatsächlich die „reine Lehre“ politisch umsetzen. Jeder aufmerksame Beobachter weiß, dass es dazu aktuell ohnehin nicht kommen kann.


    Letztlich ist das Ganze ein Sturm im Wasserglas. Und ob die Schwarz/Rot/Grün/Gelbe Regierung nun von Schwarz, von Rot oder von Grün geleitet wird, ist letztlich egal. Viel wichtiger ist, ob die Person, die die Regierung leitet, also der/die Kanzler/in was drauf hat oder nicht. Allerdings wird die Verwaltung zur Not wohl auch einen Deppen halbwegs unversehrt überstehen.

    SPD und Union haben beide komplett den Draht zur Bevölkerung verloren;

    Genau… deswegen gab es bisher auch kein einziges Jahr, in denen nicht mindestens (!) eine dieser beiden Parteien regiert hätte.


    Unfassbar, wie man sich so die Welt zurecht fabulieren kann, wie ihr beiden das gerade hier tut. Scheint wohl vor allem der Wunsch Vater des Gedanken zu sein.


    Am Ende zählen die Wahlergebnisse. Die Grünen liegen derzeit auf Platz 3 in den Umfragen. Tendenz fallend. Union und SPD liegen beide noch immer davor. Wenn die angeblich schon keinen Draht zur Bevölkerung haben, wie wenig Draht haben dann OFFENSICHTLICH erst alle anderen Parteien? Von der Linken braucht man ja im Grunde gar nicht mehr reden.

    Seitdem man immer und immer wieder die legendäre Mitte sucht, werden die Ränder vernachlässigt ( und die werden mehr und immer größer ) und alles trifft sich dort.

    Wie gesagt, die SPD stellte Kanzler unter Schmidt und Schröder und ist unter Scholz gerade ganz gut dabei. Alles keine Parteilinken soweit ich weiß. Lafontaine hingegen ist damals gescheitert. Krachend.

    Da wohnst Du; ich wohne da nicht.

    Ne, ich wohne da auch nicht. Aber einige Dinge wären erstrebenswert.

    Die versammelten Wahlwerbespots scheinen dir Recht zu geben Twilight.


    Gerade die jungen Wähler*innen wollen nach Klimaschutz vorallem eine sozialgerechte Politik von der die Mehrheit der Bevölkerung profitiert, statt nur Wenige.

    Gibts denn irgendjemanden, der von sich behauptet das nicht zu wollen? :confused:

    Komm, Du weißt so gut wie ich, daß Deutschland eine linke Partei braucht, und die Linke ist es nicht.

    Ist das so? Wozu? Wenn wir eine bräuchten, würden sie wohl gewählt werden. Am Angebot mangelt es ja nicht. Ernsthaft, wer denkt denn heute noch in diesen Links-Rechts-Schemata. Das wird doch immer überholter und passt vorne und hinten nicht mehr. Die Konflikte der Industriearbeiterschaft des letzten Jahrhunderts sind doch nicht die Konflikte und Themen von heute.

    Du bist mit keinem Wort darauf eingegangen, daß die SPD zum einen ihre Stammwählerschaft verloren und zum anderen einen Großteil ihrer Mitglieder vergrätzt hat; und das seit Schröder.

    Nein, seit Merkel. Schröder hat seine Wahlen gewonnen. Hat vor ihm seit Schmidt keiner mehr geschafft und nach ihm auch keiner. Erst Merkel hat Schröder (knapp) besiegt. Wie auch alle anderen. Hätte irgendjemand Zweifel, dass sie auch dieses Jahr gewonnen hätte?


    Die Stammwählerschaft der SPD ging verloren, weil sich das Klientel aufgelöst hat. Stell dir Bayern ohne Landwirte, Kirchgänger und Dorfbewohner vor. Wer wählt dann noch CSU? Genau das ist im Ruhrgebiet passiert. Nur eben mit Stahlarbeitern und Kohle-Kumpeln.


    Mal der Vollständigkeit halber:






















    Ok… ich gebe es auf. Es sind zu viele. Vielleicht findet ihr ja auch noch welche.


    Zusammengefasst sind wir im Großen und Ganzen wohl recht harmoniebedürftig… und das Zentrum lässt sich bereits am 1. August wählen.

    Soweit ich mich erinnern kann, wurden Eskens und NoWaBo gegen einen Kandidaten Scholz zu den Parteivorsitzenden gewählt.

    Der enorme Mitgliederschwund der SPD und die grottigen Wahlergebnisse der letzen 15 Jahren kommen Deiner Meinung nach woher?

    Du gewinnst Wahlen nicht, indem du die eigenen Parteimitglieder mehrheitlich überzeugst. Und selbst von denen wurden Esken und NoWaBo nur knapp gewählt.

    Die Ergebnisse erkläre ich mir dadurch, dass es letztlich nicht auf die Parteien ankommt. Merkel war extrem beliebt und wäre selbst bei dieser Wahl wohl wiedergewählt worden. Daran lags. Insgesamt hätten Esken, Kühnert und NoWaBo nicht den Hauch einer Chance bei Wahlen. Wenn du Wahlen gewinnen willst brauchst du schwache Gegenkandidaten und parteiübergreifend überzeugende Kandidaten. Steinmeier und Steinbrück waren solche Kandidaten. Schulz und Scholz ebenfalls. Scheiterten aber alle an Merkels Beliebtheit. Esken und Kühnert hingegen sind viel zu links um jenseits des linken Flügels der SPD jemals Wähler zu binden. Im Gegenteil, sie schaffen es noch nicht einmal die innerparteilichen Kritiker zu überzeugen.

    Wenn die ehemalige Klientel der Arbeiterpartei, also die Arbeiter,

    „Arbeiter“ :thumbsup: Scherzkeks. Der war gut. Wir haben nicht mehr 1970. Heute gibt’s doch überwiegend eher Angestellte oder Facharbeiter.


    Die Grünen entdecken das traditionelle Volkslied. :thumbsup: Erinnert etwas an Kirchentag, aber hey, ist mir trotzdem

    nicht unsympathisch.


    Dafür werden die zwar nicht gemocht, aber man erinnert sich an die alten Zeiten, als das "S" noch eine Bedeutung hatte.

    Ach Mogges , „man“ waren die letzten 14%… Die Leute wollen kein „S“ und ideologisches Gequatsche. Die wollen einen Macher, der sich durchsetzen kann und die nötigen Dinge anpackt. Und zwar mit wirtschaftlichem und finanzpolitischen Sachverstand und nicht mit sozialistischen Utopien. Oder anders ausgedrückt, Scholz gewinnt gerade nicht wegen dem „S“ Stimmen hinzu, sondern trotz dem „s“.

    Scholz liegt aber nicht vorne, weil er Scholz ist, sondern weil er weder Baerbock und Laschet ist.

    Stimmt. Und weil er nicht Esken und nicht Kühnert ist. Naja. Abgesehen davon sind 23% ohnehin auch noch immer nicht prickelnd. Scholz verkauft sich momentan halt am besten, weil er halbwegs seriös auftritt. Laschet und Baerbock kann, nein, will ich mir nicht in ner Konferenz mit Putin und Trump vorstellen. Scholz traue ich das eher zu. Er ist reichlich abgebrüht und ein perfekter Taktierer und Technokrat. Sein Pokerface hat er perfektioniert. Vielleicht gar nicht so schlecht momentan.


    P.S.

    An Söder mag ich seine Beharrlichkeit, seinen Instinkt, seinen Durchsetzungswillen und sein Händchen für die Medien. Außerdem traue ich ihm die nötige Durchtriebenheit für internationale Verhandlungen zu.