Beiträge von John

    Es gibt Vermutungen, dass Russland hinter einem gestrigen Militärputsch in Burkina Faso steckt, um auch dort, wie zuvor schon in Mali, Frankreich aus dem Land zu drängen.


    Burkina Faso: Militärputsch in Ouagadougou – Präsident Damiba abgesetzt - DER SPIEGEL


    Die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen befürworten offizielle eine Aufnahme der Ukraine in die NATO.


    Die Berliner Morgenpost berichtet, dass eine israelische Firma für Satelitenaufklärung jüngst darauf hingewiesen habe, dass sie irreguläre Verlegungen strategischer Bomber in Russland auf die Kola-Halbinsel beobachtet habe. Die Bomber stammten von einem Flugplatz in der Ukraine. Auf dem Stützpunkt auf der Kola-Halbinsel lagere Russland atomare Sprengköpfe. Es sei daher denkbar, dass die Bomber dort bestückt würden.


    Putin verlegt Atombomber - Besorgniserregende Beobachtungen - Berliner Morgenpost


    Ukrainer am Stadtrand von Lyman:



    Und hier noch etwas ernsthafter:



    Und noch mehr Videos von Ortseinnahmen:




    Der gute Johannes Varwick wurde daraufhin von Carlo Masala, ebenfalls Professor, auf Twitter zu dieser Aussage gestellt. Varwick meinte dann, den Begriff Revisionismus würde er selbst anders auslegen - frei interpretiert…

    Ich habe mir die Aussagen von Varwick angehört. Sie sind ausgewogener, als es der „Revisionismus“-Vorwurf von Masala erscheinen lässt. Eins vorne weg, ich bin nicht Varwicks Meinung und halte sie für falsch. Ich möchte aber mal seine Aussage so zusammenfassen, wie ich sie verstanden habe.


    1. Varwick sieht keine realistische Möglichkeit, dass die Ukraine die besetzten Gebiete zurückerobern kann, ohne dass die NATO dabei über kurz oder lang mit Russland selbst in den Krieg gerät und ein Atomkrieg droht.


    2. Weil Varwick davon ausgeht, dass der Versuch einer erfolgreichen Rückeroberung der Gebiete in einem Atomkrieg münden würde, hält er gewissermaßen das „Kosten-Nutzen-Ergebnis“ nicht mehr für gegeben.


    3. Varwick plädiert deshalb dafür, so schlimm dies auch sei, „zähneknirschend“ die Eroberungen Russlands hinzunehmen, ohne sie zu akzeptieren. Er spricht von einem „Einfrieren“ des Konfliktes. Die Klärung des Status dieser Gebiete müssten spätere Generationen übernehmen. Jetzt unmittelbar gelte es, einen direkten Krieg zwischen der NATO und Russland, was er gleichsetzt mit einem Atomkrieg, unter allen Umständen zu vermeiden und die Ukraine dafür notfalls auch von einer Rückeroberung der Gebiete durch Einstellung der Waffenlieferungen abzuhalten.


    Zusammengefasst ist Varwicks Punkt also vor allem, eine direkte Konfrontation zwischen Russland und der NATO zu verhindern, die er zwangsläufig kommen sieht, wenn die NATO die Ukraine dabei erfolgreich unterstützt, ihre Gebiete zurückzuerobern. Er plädiert dafür den Konflikt einfrieren zu lassen und darauf zu hoffen, dass spätere Generationen einen Ausgleich erzielen.


    Das ist ein Standpunkt, den man vertreten kann.


    Ich hingegen befürchte, wenn man jetzt Putin nachgibt, führt das nur noch zu einem noch aggressiverem Vorgehen Putins. Es würde ihn abermals ermutigen. Warum dann nicht doch die ganze Ukraine? Warum nicht auch das Baltikum? Man würde dann nuklearer Erpressung nachgeben. Daraus ergäben sich international schlimme weitere Konsequenzen. Warum sollte China das dann nicht auch in Sachen Taiwan versuchen? Wie wird Nordkorea das sehen? Warum sollte der Iran oder irgendein Land noch auf Atomwaffen verzichten? Ich denke, der Westen kann hier nicht mehr nachgeben ohne als kompletter Verlierer dazustehen. Putin kann aber seinerseits auch nicht mehr nachgeben, ohne alles zu verlieren. Konventionell wird sich der Westen zweifellos durchsetzen. Hat er im Grunde schon. Man kann dann darauf hoffen, dass Putin im Zuge dessen irgendwann gestürzt wird. Er hat in Syrien allerdings bereits bewiesen, mit welchen Mitteln er bereit ist, Macht und Herrschaft abzusichern. Im Zweifel wird eher alles zerstören, als die Macht abzugeben. Auf das Ansehen in der Welt wird von ihm geschissen. Auch vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen (in Syrien Giftgas) schreckt er dabei nicht zurück. Eins steht demnach fest: Ein Sturz Putins, so er denn überhaupt erfolgt, wird sehr, sehr brutal werden. Stürzt er aber nicht, wird er seine Eroberungen mit allen Mitteln, auch mit seinen Massenvernichtungswaffen verteidigen. Davon bin ich fest überzeugt. Denn er muss das tun, um an der Macht bleiben zu können. Sonst verliert er seine eigentlichen Anhänger. Das heißt, wir müssen uns konkret mit der Frage auseinandersetzen, wie wir einen direkten Krieg mit Russland führen werden, und ob wir, konkret gesprochen, bereit sind, notfalls Berlin, Köln oder Hamburg für Kiew, Odessa oder Donezk zu opfern. Denn vor diese Wahl wird Putin uns womöglich früher oder später stellen. Werden wir dann mit der Zerstörung von St. Petersburg, Moskau und Minsk drohen und es ggf. auch durchziehen? Oder knicken wir ein und geben am Ende doch der Erpressung Putins nach? Sind wir bereit notfalls den höchsten Preis (die Vernichtung unserer Zivilisation im atomaren Feuer) zu zahlen und auch unsere Kinder zahlen zu lassen, um Putins Erpressung dauerhaft nicht nachzugeben? Wie reagieren wir auf einen Einsatz von Nuklearwaffen durch Putin? Es reicht nicht, diese Frage wegzuschieben mit der bequemen Verdrängung, das würde schon nicht passieren. Ich habe für mich meine Antwort darauf. Ich glaube, man darf hier aus Prinzip nicht nachgeben, sonst leben wir in einer Welt, die von Menschen wie Putin dauerhaft bestimmt wird. Und in der nur noch Atomwaffen vor einer Eroberung schützen. Aber ich verstehe auch jeden, der zu einem anderen Ergebnis kommt.

    Gestern von General Hodges vernommen, das er in einem Natoversus Rußland Szenario den Russen 96 Std gibt bis Sie konventionell vernichtet sind, die Bereitstellung der NATO Truppen dauere Länger.

    Spielst du hierauf an?



    Falls jemand die Annexionsfeierlichkeiten mal live sehen will… :kotz:



    Derweil hat die Ukraine heute größere russische Militärverbände bei der Stadt Lyman erfolgreich eingekesselt. :thumbup:


    Interessant. Die neue italienische Rechts-außen Ministerpräsidentin Miloni sagte, die Annexionen hätten keinen Wert. Putin verfolge seinen neo-imperialistischen Weg, der ganz Europa gefährde. Sie forderte, der Westen müsse hier geschlossen zusammenhalten.


    Immerhin etwas. Hatte schon befürchtet, Italien würde sich nun schlimmstenfalls noch Putin annähern.


    Und hier noch weitere Eindrücke aus Putins Russland. Wieviel Wodka hat der schon intus?



    Interessant auch, wie sich der Akzent von Putins Propaganda derzeit verschiebt. Bisher die letzten Monate der „kollektive Westen“. Seit den Nordstream-Explosionen nun „die Angelsachsen“. Gab wohl ne kleine Strategie-Änderung in Sachen: Wie spalten wir den Westen?

    Was ja das skurrile auch war, dass Putin sich nicht entblödet hat, den „Angelsachsen“ vorzuwerfen, sie hätten im Zweiten Weltkrieg Deutschland und Japan bombardiert, ohne dabei darauf einzugehen, was Deutschland und Japan zuvor getan haben. Und das als PRÄSIDENT RUSSLANDS. Also des Landes, das am meisten unter dem Angriff Deutschlands gelitten hat und ohne Amerikanische Hilfe vermutlich von den Nazis überrannt worden wäre. Auch die Chinesen dürften diese einseitige Betrachtung zu Gunsten Japans nicht witzig gefunden haben. Er versucht hier sehr durchsichtig und plump einen Keil zwischen Deutschland, Japan und die USA zu treiben. Vermutlich ist das auch der Grund für die Nordstream-Explosionen. Er will einen Keil zwischen Europa und die USA treiben. Grotesk.


    Die Ukraine hat gerade eben offiziell einen Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO gestellt, scheint die indirekte Antwort auf Putins "Friedensangebot" während seiner Rede zu sein.

    Das wäre ja ein raffinierter Schachzug, auf den ich noch gar nicht gekommen bin. Wenn Russland also die besetzten Gebiete unter seinen Atomwaffenschirm nimmt, nähme die NATO nun die Ukraine unter ihren Atomwaffenschild? Klingt nach: Wie du mir, so ich dir. Was hieße das dann bezüglich Artikel 5? Kriegsdrohung bei weiteren Angriffen Russlands auf ukrainisches Staatsgebiet? Unbegrenzte Waffenhilfe der NATO-Staaten? Abschreckung Putins vor dem Einsatz taktischer Atomwaffen, indem die NATO dann sagen würde, sie lege das als Bündnisfall aus?


    NATO-Generalsekretär Stoltenberg hat wohl eine Rede angekündigt.

    John

    Du hast wirklich die Nerven und das Durchhaltevermögen das du dir eine solche verlogene und selbstgerechte Show antust. Ganz ehrlich, Respekt.

    Mein Puls wäre inzwischen im vierstelligen Bereich, da kratzt er schon wenn ich den Typ sehe. So etwas anhören könnte ich nicht.

    Historische Ereignisse interessieren mich immer.


    Putin ist aus meiner Sicht geistig gestört. Die Frage die im Raum steht ist, wie viele Russen wirklich bereit sind ihm zu folgen.


    Eins ist jedenfalls klar. Putin reißt alle verbliebenen noch denkbaren Brücken zwischen Russland und dem Westen ein.


    Wäre vielleicht nun der Zeitpunkt Panzer zu liefern.

    Mal ne Frage an die Untergangsapologeten hier: Ihr glaubt also nicht daß Xi Putin nicht schon mehrmals gedrückt hat: "Hey Kollege, wenn Du es wagen solltest, wegen ein paar Bauernhöfen im Donbass und einem Streifen verbranntes Landes Atombomben werfen zu müssen, kannste Dir alles, was noch zwischen China und Russland besteht, vergessen und Dein Öl an Länder wie Nordossetien, Transnistrien und Tschetschenien verkloppen. Dann sind sämtlich wirtschaftlichen Verbindungen zwischen unseren Staaten Geschichte. Ich hab Dir mehrmals die Grenzen aufgezeigt."

    Glaubt Ihr wirklich, daß Putin völlig isoliert vom Rest der Welt, seinen Beratern innerhalb des Militärs, Generalstab und natürlich China, völlig irrational alleine agiert und damit auch durchkommt?

    Echt jetzt?

    Mit ziemlicher Sicherheit hat Xi dem Putin schon mehrfach gesteckt, dass er das Ganze inzwischen nicht mehr witzig findet. Ganz am Anfang wird er Putin aber eher ermuntert haben, schlichtweg, weil Russland sich damit in die Hände Chinas begeben hat. Was zwischen den Beiden abläuft, kann man nicht wissen. Aber China hat sich nun schon mehrfach öffentlich von Russland deutlich distanziert. Auch vor der Uno hat man bspw. mit den USA zusammen die Annexionen verurteilt. Mehr Klatsche für Putin geht eigentlich kaum noch.

    Man weiß aber, dass Putin diesen Konflikt auf keinen Fall verlieren darf, wenn er in Russland überleben will. Und darauf hat Xi aus Peking keinen Einfluss. Putin muss die Russen überzeugen. Und momentan läuft es halt richtig scheiße für Russland. Ein Sieg ist nicht einmal annährend in Sicht. Die eigenen Ziele müssen immer weiter reduziert werden. Die Mobilmachung lässt die Stimmung im Land kippen. Und wenn der Westen erst einmal richtig Waffen liefert, hat Russland vermutlich gar keine Chance mehr, den Konflikt für sich zu entscheiden. Das wäre eine deutliche Niederlage, die Putin nicht überleben würde. Und Letzteres ist physisch zu verstehen, nicht nur politisch. Das weiß Putin alles. Er steht also mit dem Rücken zur Wand. Und da hilft ihm auch Xi nicht bei raus. Aber er hat noch einen Joker in der Tasche. Seine Atomwaffen und die Drohung, damit die Welt in einen Abgrund zu stürzen und alle mit ihm untergehen zu lassen. Die Leute um ihn rum sind da auch nicht besser. Denn im Falle einer Niederlage wird es nicht nur Putin treffen. Auch Lawrow, Medwedew, die Militärspitze, im Grunde alle, die das mitgemacht haben, könnten sich dann die Kugel geben, bzw. müssen damit rechnen als Kriegsverbrecher vor Gericht zu landen. Ihre Familien eingeschlossen. Mal ganz zu schweigen von all den Verbrechen, die sie lange vor dem Krieg begangen haben. Korruption usw. usf.. Die haben also alle überhaupt kein Interesse, diesen Krieg zu verlieren und die Macht damit auch. Ergo werden sie Putin bis zum Schluss folgen, weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt. Wie Goebbels im Berliner Bunker. Denen ist es also scheißegal, ob Putin Atomwaffen einsetzt, wenn es ihnen und ihren Familien den Hals rettet. Und wenn man davon ausgeht, dass der Konflikt konventionell für Russland nicht mehr zu gewinnen ist, dann bleibt ja nur noch diese Variante als denkbarer Ausweg. Die Hoffnung wird sein, dass man einige taktische Nuklearwaffen einsetzt, damit womöglich die Führung der Ukraine ausschaltet und die Folgen derart verheerend sind, dass im Westen Panik ausbricht, Unruhen entstehen usw. und sich die westlichen Regierungen letztlich auf einen Verhandlungsfrieden einlassen, um den Konflikt einzufrieren. China und Indien könnten dann ebenfalls massiv Druck auf beide Seiten ausüben, um den Konflikt sofort zu stoppen und einzufrieren. Eine Rückeroberung der besetzten Gebiete wäre dann passé und Putin hätte formal erst einmal seinen Arsch in Russland kurzfristig gerettet. So die Hoffnung. Ich bin inzwischen fast sicher, dass er diesen Weg versuchen wird. Die Annexionen dienen dafür als juristisches Feigenblatt. Möglicherweise ja auch der Anschlag auf die Pipelines. Von wegen, Mütterchen Russland müsse verteidigt werden... blabla. Putin ist nicht der Typ, der klein beigibt. Das hat er nie gelernt. Und letztlich hatte er damit bisher immer Erfolg. Bspw. auch in Syrien. Er hat Assad dabei geholfen an der Macht zu bleiben, koste es, was es wolle. Dafür hat er mal eben ganz Syrien in Schutt und Asche gelegt, Giftgas gegen Zivilisten einsetzen lassen und Syrien zu einem Paria-Staat gemacht. Aber: Assad und sein Clan sind noch an der Macht und haben überlebt. Was wird Putin wohl daraus gelernt haben? Im Gegenteil, seine ganze Philosophie, seine historische Theorie baut nur auf dem Gedanken auf, dass Russland alleine deshalb heute so schwach dastehe, weil Führer wie Lenin, Gorbatschow, Chruschtschow, Jelzin, Honecker usw. zu schwach gewesen seien, im falschen Moment nachgegeben und gezögert hätten und damit "dem kollektiven Westen" immer wieder zu Siegen verholfen hätten. Nach Putins Philosophie ist Nachgeben gleichbedeutend mit Niederlage und nationaler Schmach. Er glaubt hingegen, wenn man nur hart und unerschrocken genug agiert, wird der Westen am Ende einknicken, weil er der Überzeugung ist, dass die eigentlichen Feiglinge im verweichlichten Westen säßen. Ergo muss er nach dieser Logik die Gewaltspirale einfach so hoch drehen, schön langsam dosiert, bis es dem Westen zu viel würde und dessen eigenes Überlebensinteresse überwöge. Dann glaubt er könne er den Konflikt für sich entscheiden. Und hier irrt er. Was aber nichts daran ändert, dass er es zweifellos versuchen wird. Ich persönlich rechne leider durchaus damit, dass wir in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten, spätestens beim nächsten massiven ukrainischen Durchbruch, den russischen Einsatz von Atomwaffen gegen Ziele in der Ukraine erleben werden. Und ich glaube ebenfalls, dass darauf eine massive konventionelle Vergeltung der USA und der NATO erfolgen wird. Wie es dann weitergehen wird kann kein Mensch vorhersagen. Das kann dann innerhalb von Stunden in einem nuklearen Schlagabtausch enden oder in Verhandlungen und Waffenstillstand. Ich befürchte, wenn wir den nuklearen Schlagabtausch durch beide Seiten verhindern wollen, werden wir irgendwann mit Putin verhandeln müssen. Ob uns das gefällt oder nicht. Das ließe sich nur verhindern, wenn Putin in Russland durch friedenswillige Kräfte gestürzt würde. Aber das halte ich für eine westliche Wunschvorstellung. Man sieht ja, dass die Russen lieber fliehen, als zu revoltieren. Den Glauben, Putin würde schon am Ende nur bluffen, weil die Folgen so unvorstellbar wären, halte ich übrigens ebenfalls für eine Wunschvorstellung, geboren aus der Angst vor den Konsequenzen. Was Putins Strategie in gewisser Weise sogar bestätigen würde.

    Dann hoffen wir mal lieber das der Russe die Ventile auf seiner Seite der Pipline zulässt. Momentan fackelt er das Gas ja nur ab, theoretisch könnte er es auch in die Pipline pumpen.

    Wozu der Aufwand. Weil es so schön blubbert? Er kann das Gas ja auch vor Ort in die Atmosphäre blasen. Nur wozu? An den Klimawandel glaubt Putin ja auch nicht.


    Es gibt wohl ein viertes Leck an der Pipeline.


    Zudem hat Moskau angekündigt, morgen eine große Feier zu geben, in der vier ukrainische Provinzen eingegliedert werden sollen. Putin werde dann eine „umfassende“ Rede halten.

    Nach der letzten Annektion und Rede begann der Großangriff auf die Ukraine.

    Und leider weiterhin keine Kampfpanzer. Worauf wartet man hier? Glaubt man wirklich, dass Putin dann auf den Knopf drückt? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, aber irgendeinen Grund muss es geben.

    Vielleicht glaubt man auch, dass Putin auf den Knopf drückt oder die Annektionen verkündet und möchte erst dann die Panzer liefern, quasi als direkte Reaktion auf die russische Eskalation. Der Westen wird sich auch Dinge in der Hinterhand halten, um ggf. noch Eskalationspotential zu haben. Ich denke das sind bisher die Panzer. Würde mich nicht wundern, dass man erklären würde, man liefere nun auch westliche Kampfpanzer als Reaktion auf die russischen Annektionen.


    Russland behauptet nun, die USA hätten die Pipeline sabotiert. Biden habe seine Drohung zur Pipeline wahr gemacht. Die USA bezeichnen das als lächerlich und gehen davon aus, dass Putin die Pipelines schon beim Bau eventuell vermint haben könnte. Ich denke die Wahrheit werden wir nie erfahren. Die deutsche Umwelthilfe spricht von einem „Superemitter“-Event, da derzeit 300.000 Tonnen Methan in die Atmosphäre entwichen. Etwa 1% des deutschen Jahresausstosses an CO2. (Warum ist das dann ein Superemitterevent?)

    drache

    Ich kann dir nur sagen, wie ich den Typen damals das erste Mal wahrgenommen habe, als ich ihn im TV als Nachfolger Jelzins zum ersten Mal gesehen habe. Daran erinnere ich mich noch genau. Putin hat mir schon damals Angst gemacht. Und mein Eindruck war damals sofort, aber wirklich sofort: „Der Typ ist gefährlich.“ Da hatte ich noch keinen Satz von ihm gehört. Ich bleibe dabei. Ich behaupte manchen Typen kann man ihre mörderische Brutalität ansehen. Putin gehört dazu. Der war immer schon ein Typ, der über Leichen geht und Gewalt einsetzt. Und das steht ihm ins Gesicht geschrieben. Putins Lächeln wirkt auf mich z.B. eher listig als sympathisch. Habe den noch nie „nett“ lächeln sehen oder mal witzig gefunden. Schau dir doch mal seine Teenager-Fotos und seinen Lebenslauf an. Oder wie er seine Frau behandelt hat.

    Als KGB-Offizier hat er übrigens mal geblufft, wenn die DDR-Demonstranten die KGB-Zentrale betreten würden, würde scharf geschossen. In Wirklichkeit hatte er nur eine Pistole mit 7 Schuss. Die Hunderten Demonstranten zogen ab.

    Oder schau dir an, wie er die Mütter der Kursk behandelt hat. Oder wie er mit Schlägereien aus seiner Jugend angegeben hat.


    Wie gesagt, es gibt auch dutzende Bilder von 2000er Putin wo er lächelt und da würde jeder sagen "Ach ein super freundlicher Kerl dieser Putin".

    Das glaube ich nicht. Habe so ein Bild noch nie von ihm gesehen. Ehrlich, an was für Fotos denkst du da?


    P.S. Aber ich gebe zu, dass der Eindruck manchmal auch täuschen kann. Medwedew z.B. habe ich komplett falsch eingeschätzt. Hätte nie geglaubt, dass der mal zu so einem Fanatiker wird. Oder dass jemand mit Lawrows Intellekt bei sowas so führend mitmacht.


    Das würde mich jetzt wirklich mal interessieren wie ihr hier die Sabotage der Pipelines einschätzt.

    Ich sehe das als eine Botschaft Russlands an den Westen:


    Wir können eure Gasversorgung von heute auf morgen komplett lahm legen, ohne dass ihr es mitbekommt. Wir zeigen euch mal bspw. wie süß dann aussieht.

    Putin war für mich schon immer so ein eiskalter Typ, der die Welt im Zweifel mit sich in den Abgrund reist, wenn es ihm selbst an den Kragen geht. Einfach weil er es kann. Psychopathisch und Narzistisch. Wenn schon nicht größter Zar aller Zeiten, dann doch wenigstens der Zerstörer der Welt. Vielleicht findet er Letzteres klammheimlich sogar am geilsten. Ich glaube er ist schlichtweg unfähig Mitleid zu empfinden. Irgendeinen psychischen Defekt hat der.

    Sorry aber das ist Schwachsinn, dass sagst du jetzt mit deiner "Hindsight"

    Ne, habe ich damals auch gedacht. Schon als ich den Typen das erste mal gesehen habe. Aber ja, beweisen kann ich das natürlich nicht.

    Vielleicht kann ich’s doch beweisen, zumindest annähernd. ;)



    2010:

    Putin singt.


    Komisch, irgendwie kann ich diesen Mann nicht einordnen. Wenn ich ehrlich bin wirkt er auf mich wie ein Wolf im Schafspelz. Ich finde er ist unheimlich. Wobei, wenn er Deutsch spricht, wie hier ab 2:40 dann wirkt er gleich viel harmloser. Weiß der Teuel wieso.


    Ja das stimmt schon. Putin bringt bisher Stabilität. Aber wer weiß schon, was noch alles auf seiner Agenda steht. Wenn er jetzt wieder Präsident wird, dann hat er eine verlängerte Amtszeit von 6 anstatt vier Jahren. Und wiedergewählt werden kann er auch. Das heißt er regiert dann vermutlich die kommenden 12 Jahre Russland. Dann hätten wir 2024 und Putin wäre 71 Jahre alt. Wer weiß, wie es dann weiter geht. Putin wird dann auf jeden Fall einer der bedeutendsten Führer Russlands sein. Er hätte Russland dann vierundzwanzig Jahre lang regiert. Und wer weiß, ob er dann nicht einfach die Verfassung ändert.ü


    Was ich hingegen wirklich für eine Gefahr halte, sind die Rachegelüste anderer mächtiger Männer, die durch die Veröffentlichungen ebenfalls bloßgestellt wurden. Ich denke da an Putin, oder die arabischen und chinesischen Herrscher. Denen würde ich in der Tat zutrauen, dass sie mit Absicht der Bestrafung klamheimlich die Messer wetzen. Wäre ja nicht das erste Mal und entspräche auch ihrer Mentalität.


    Ich bin wirklich kein Freund von Bush und Konsorten. Aber lag er denn wirklich sooo falsch mit seiner "Achse des Bösen" in Bezug auf Nordkorea und Iran? Also vielleicht bin ich ja total indoktriniert durch die westlichen Medien, aber mir sind ehrlich gesagt die Regierungen beider Länder ziemlich unheimlich. Und ja, ich finde sie auch böse. Das mag zwar anachronistisch anmuten, aber so denke ich nun mal. Ich finde in gewisser Weise sogar Putin "böse" und auch Lukaschenko aus Weißrussland. Möglicherweise sogar Orban aus Ungarn. Vielleicht ist diese Schwarz-Weiß Sicht naiv. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie so falsch nicht ist. Bei China zum Beispiel sagt mir mein Bauch etwas anderes. Wenn ich mir diese Jungs ansehe, dann erscheinen die mir rein Instinktmäßig jedenfalls als recht vernünftig und berechenbar.


    Auf der anderen Seite steht, zumindest bei mir, immer noch das sehr unangenehme Gefühl, dass mir dieser Mann irgendwie unheimlich und undurchschaubar ist. Ich kann kein rechtes Vertrauen zu ihm fassen. Jelzin war beängstigend, weil er ein Trinker war, der sich nicht unter Kontrolle hatte. Aber er war prinzipiell ein gutmütiger Mensch. Putin hingegen wirkt auf mich äußerst kontrolliert und diszipliniert, macht aber nicht gerade den Eindruck eines gutmütigen Menschen. Er wirkt kalt, berechnend und mitleidslos. Das können natürlich auch Vorurteile meinerseits sein, die ich kaum belegen kann. Aber ich kann mich dieses Eindrucks nicht ganz erwehren. Und die dramatischen und misteriösen Todesfälle von Journalisten und Kritikern lassen meiner Ansicht nach nichts Gutes ahnen.


    @ Twilihgt: Meine Sorge besteht darin, dass ich nicht einschätzen kann, wie Putin reagieren wird, wenn es mal nicht mehr nach seinen Planungen läuft. Was macht er dann? Angenommen er hat diese Kritiker wirklich mundtot machen lassen, wie einige ja vermuten, würde er dieses Prinzip dann womöglich auch auf die große Politik übertragen?