Beiträge von John

    Oder ist sie schlicht nur Content den Streamingdienst irgendwie zu füllen?

    Würde sagen das. Jedenfalls bei Obi Wan. Gut, die Inquisitoren wurden eingeführt. Wobei die in den späteren Filmen ja keine Rolle spielen.


    Man sieht Luke und Lea als Kinder.


    Ich habe mir ein paar YouTube-Videos zu den Comics usw. angesehen. Die Obi-Wan Serie hält sich wohl an die Comic-Vorlage. Insofern erfährt man bspw. dass der Imperator unzufrieden ist mit Vader, weil dieser sich zu sehr auf die Verfolgung der Jedi konzentriert.


    Vader hat offenbar auch einen eigenen Palast. Wohl auf diesem Lava-Planeten, wo er sich seine Verbrennungen holte.

    Ja, das liegt aber mMn vor allem daran, dass die Grattler in einem bestimmten Ministerium nicht rechnen können. Die haben ihre ominöse Lehrerbedarfsprognose und sagen immer wieder mal "Studiert Lehramt! Wir brauchen Lehrer!" Also studieren das alle und wenn die fertig sind, dann trifft die Prognose nicht mehr zu. Und die Leute stehen dann auf der Straße. Und das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass die schlecht sind. Wenn der Schnitt passen muss, dann kann man den auch entsprechend hinprüfen, zum Schlechteren versteht sich.

    Ich weiß aktuell wird auf Grund des verheerenden Mangels JEDER eingestellt der seine Staatsexamen irgendwie bestanden hat selbst mit 4,0. Mir graust davor was da jetzt teilweise für Knalltüten auf die Kinder losgelassen werden.

    Du brauchst kein Examen mehr.


    Wir hatten vor zwei Jahren mal einen Witz:


    Was sind die neuen Einstellungsbedingungen für einen Lehrer?

    Heute:


    Habe gerade die letzte Folge gesehen und genau das selbe gedacht wie du Fairas.


    Du warst im Osten verortet oder? 58k Brutto finde ich für einen Lehrer mit deiner Berufserfahrung und inoffiziellen Zusatz-Stunden extrem wenig.

    Ost-West-Gehälter sind angeglichen. Habe gerade mal geguckt. In NRW würde es exakt genauso aussehen. Mehr als 4K ist übrigens in Steuerklasse I selbst in der höchsten Gehaltsstufe am Ende deiner Laufbahn nicht drin. Allerdings gibt es für Verheiratete mit Kindern ja dann noch Kinderzuschläge usw. Das können dann schon noch einmal 0,5k sein. Aber interessant das mal zu hören, sonst spricht man ja über sowas kaum.


    Immerhin hast du halt ne Job-Garantie und somit Schutz vor Arbeitslosigkeit, was dir bspw. auch leicht verbesserte Kreditoptionen bietet. Und die oft erwähnten Ferien eben. Pension statt Rente. Aber mein subjektiver Eindruck ist schon auch, dass mein nicht-pädagogischer Freundeskreis finanziell derzeit deutlich besser dasteht.

    Du bist doch schon locker mehr als 10-15 Jahre dabei oder nicht?

    Ja, das kommt ziemlich genau hin.

    Ich habe über meinen Schwiegerpapa zwei Berufsschullehrer(ein Pärchen) kennengelernt, Mitte 30 und die waren Netto bei 4k pro Kopf in BW.

    Bayern und BW sind auch die Bundesländer die am besten bezahlen. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten (Miete/Hauskauf usw.) dort natürlich auch deutlich höher als bspw. in Brandenburg. Wenn ich da so an die Preise in Stuttgart denke…

    Na ja, die Ex-Kollegen aus dem Lager haben natürlich auch Schichtarbeit(steuerfrei an Sonntagen) gemacht aber dafür in der Regel maximal 40 Stunden gearbeitet pro Woche.

    40 Stunden, so wie im Gesetz festgelegt, wäre traumhaft, aber absolut illusorisch. Ich kenne keinen Vollzeitlehrer mit Klasse, der da nicht deutlich drüber liegt. Geht auch gar nicht anders. Gut, einige Sport- und Kunstlehrer schaffen das vielleicht. Ich bin manchmal schon froh, wenn ich noch den Abwasch in der Küche erledigt kriege. Wobei der anstrengendste Teil halt wirklich die Vertretungsarbeiten sind. Wenn bspw. aus 24 Facharbeiten plötzlich 46 werden und du mehrere Nachschichten einlegen darfst und morgens dann noch irgendwie vor den Klassen klarkommen musst. Ich denke mit dann immer, Überstunden werden andere ja nun auch haben. Frage mich dann schon, bei wie vielen eine 40 Stundenwoche wirklich die Regel ist. Oder ob das überall so ist, wie bei uns. 40 steht offiziell als Vorgabe auf dem Papier, aber defacto klotzt man viel mehr.

    Du findest, dass 100k im Jahr wenig für einen Akademiker sind? Ok, ich habe echt den falschen Job.

    Nein, wenig auf keinen Fall. Aber als normaler Angestellter sind das mit Steuerklasse 1, Netto rund 4,5k. Das ist definitiv kein schlechtes Gehalt aber die Freunde die das verdienen, mussten lange studieren oder/und gut in den Arsch kriechen. Meine Freude aus der Realschule, die machen einfach ihren Job und verdienen Netto, natürlich durch Schichtzulagen etc. weit mehr. Als ich bei Fedex am Flughafen einen Nebenjob zum Studium hatte, musste ich mich echt fragen ob ich nicht abbreche und dort anfangen sollte. Da ist ein gut gedienter Lagermitarbeiter mit 15 Jahren Berufserfahrung, auf der untersten Stufe schon mit 50k im Jahr nach Hause gegangen, die hatten meistens einen Hauptschulabschluss. Kollegen die dort 20 Jahre dabei waren, hatten die sogenannten "Tiger-Verträge", die kannten den Laden und waren alle über 100k. Die waren schon zu teuer eigentlich aber die rauszukaufen war enorm teuer. Da war nicht ein studierte dabei, ich erinnere mich nur an einen der Jura abgebrochen hat. Der war auch mein Chef, sehr sympathischer Chef. Woher kenne ich die Zahlen, mein Bruder arbeitet heute noch im Betriebsrat beim Mitbewerber ;) Da spricht sich schnell herum, wer was verdient.


    Mal abgesehen von IT, fällt mir nicht ein gut bezahltes Berufsumfeld ein, welches auch maximal 40 Stunden anbietet. Rechne einfach mal dein Netto/Brutto pro Stunde aus, du bist als Lehrer wahrscheinlich sehr oft mit 50-60 Stunden pro Woche dabei. Als selbstständiger Handwerker bist du wahrscheinlich weit drüber ohne Schwarzarbeit.

    Na das Gehalt von Lehrern kannst du ja überall nachlesen. Ich bin bspw. A13 seit zehn Jahren dabei mit etwas mehr als 44k netto im Jahr, was ca. 58k brutto sind. Arbeitszeit würde ich sagen 55-65 Stunden im Durchschnitt. (Offiziell sind übrigens 40 im Gesetz festgeschrieben.) Aber klar, dafür halt mehr „Ferien“ bzw. „Unterrichtsfreie Zeit.“ 4,5k netto würde ich derzeit nicht einmal in der höchsten Gehaltsstufe erreichen.


    Naja. Dann weiß ich ja nun endlich, warum so viele ne dicke Karre fahren und ich nicht. :D


    Oder sind bei denen die steuerlichen Abzüge soviel höher? Soviel verdienen Lagerarbeiter mit Hauptschulabschluss?


    Hier mal der Spiegel. Netto Haushaltseinkommen von Akademikern und Gesamtbevölkerung.


    Und da sind wir auch wieder beim Auswendiglernen, was hier sogar noch verteidigt wird. Alles auswendig lernen fürs Abitur, aber nicht wirklich was können. Toll (nicht).

    Stopp. Ich schrieb nicht von Abiturienten, sondern von Sekundarschülern, die in Klasse zehn noch nicht fehlerfrei lesen, schreiben und rechnen können und so in den Beruf entlassen werden.

    Ist der Lehrermangel insgesamt oder einfach nur in manchen Fächern und Schulen? Beispielsweise ein Physiklehrermangel, der freie Wahl hat, während ein Deutsch/Geschichte lehrer schon mehr suchen muss und ggf. an schwierige Schulen gehen muss.

    Also ich arbeite an einer Schule im ländlichen Raum. Hier ist es extrem. Wir haben eine Unterdeckung an Lehrerstellen von derzeit knapp 16%, was in etwa 175 Wochenstunden Unterricht entspricht. Diese offenen Stellen können wir schon seit Jahren nicht füllen. Von den Kollegen, die uns offiziell zur Verfügung stehen, fallen dann noch durchschnittlich 20-25% krankheitsbedingt zusätzlich aus. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Diese werden nahezu zu 100% durch Vertretungen aufgefangen, was dauerhafte Mehrarbeit bedeutet. Vertretungsstunde machen offiziell etwa 30% aus. Durch Stundenverschiebungen usw. vermute ich aber, dass die Statistik da geschönt ist. Bei mir vergeht im Grunde schon seit Jahren kaum ein Tag so, wie er auf dem Stundenplan steht. Der Lehrermangel betrifft an den Sekundarschulen inzwischen alle Fächer. Absolut extrem ist es aber in Physik, Chemie und teils Mathematik. Dort werden fast nur noch Seiteneinsteiger eingestellt, die in der Regel nach wenigen Wochen oder Monaten das Handtuch schmeißen oder deren Vertrag nicht verlängert wird, weil sie sich als untauglich erweisen. Meistens finden sie keinen Zugang zu den Schülern. Wir haben viele verhaltensauffällige Schüler und wenn die Unsicherheit und Unerfahrenheit wittern, dann machen sie sich einen Sport daraus, zu schauen, wie lange „der Neue“ ihre Spielchen aushält. Meistens nicht lange. Aber auch der Markt an Seiteneinsteigern ist inzwischen leergefegt.

    Die Schulsozialpädagogen reichen sich auch die Klinke in die Hand, was ich absolut nachvollziehen kann. Sie müssen sich um das schwierigste Schülerklientel kümmern und sind quasi die Feuerwehr, wenn es irgendwo eskaliert. Sie stehen aber bei privaten Anbietern unter Vertrag, die sich alle paar Jahre per Ausschreibung um die Stellen neu bewerben müssen. Dafür kriegen sie als Angestellte nur einen Bruchteil des Lohnes, den die Lehrkräfte verdienen. Man muss Idealist sein, um sich das anzutun. Die meisten haben dann auch irgendwann die Schnauze voll.

    Der hohe Krankenstand erklärt sich auch dadurch, dass viele Lehrer irgendwann einfach ausgebrannt sind. Wenn du dich täglich mit extrem verhaltensauffälligen Schülern auseinandersetzen musst und dabei immer wieder die Erfahrung machen musst, dass die vorgesehenen Auffangsysteme dafür nicht zuverlässig funktionieren und du die Situationen irgendwie dann doch alleine lösen musst, dann musst du eine sehr gefestigte Persönlichkeit sein, um das dauerhaft auszuhalten. Schüchterne oder leisere Persönlichkeiten haben da oft sehr schlechte Karten. Stellt euch zierliche Lehrerinnen vor, die vor ner johlenden Meute stehen und mit „Was willst du dumme F****?“ angeschrien werden, aber die Schulleitung ist auf Tagung und die Sozialpädagogin krank. Stellt Euch einen jungen schüchternen Chemielehrer vor, der gesagt bekommt, er wäre so hässlich, dass er garantiert noch nie ge***** habe. Er sei so ein Clown, dass man sich von ihm eh nichts sagen ließe. usw. usf. Und das sind ja nur die verbalen Ausfälle. Wenn du solchen „Störern“ dann nicht schnell, selbstbewusst und glaubhaft verbal „den Stecker ziehen“ kannst, dann gehst du unter. Die rennen dann zu fünft aus dem Klassenraum. Ignorieren dich. Lachen dich aus. Bauen irgendeinen Scheiß im Gebäude, damit du ggf. wegen Aufsichtspflichtverletzung Probleme bekommst. Usw. Usf. Oder es werden Drogen auf den Toiletten vertickt. Heimlich auf dem Klo geraucht. Handtuchautomaten beim Toilettengang in Brand gesteckt. Alle Siphons von allen Waschbecken abgetreten. Bewusst neben die Klos gekackt. Die Tür zur Lehrertoilette eingetreten. Die Wände mit Hakenkreuzen beschmiert. usw.. Alles so Ereignisse der letzten zwei Jahre. Jedesmal heißt das dann Konferenzen. Gespräche mit Polizei, Eltern, Erziehern, Psychologen usw. usf.. Das macht man dann alles noch nebenbei. Neben Noten, Klassenfahrtsplanungen, Lehrplanentwicklung. Ach ja, Fachunterricht gibt es ja auch noch. Immer wieder macht man auch die Erfahrung, dass zwar die Notwendigkeit einer psychologischen Behandlung diagnostiziert wird. Teilweise sogar zur stationären Behandlung geraten wird, aber schlichtweg einfach keine Plätze in den Kliniken oder Wohngruppen frei sind. Zur Schule gehen diese Schüler natürlich trotzdem weiterhin. Nun stell dir 2-3 pro Klasse davon vor und du bekommst eine Ahnung davon, was los ist. Eltern sind häufig selbst völlig überfordert oder Ursache des Problems, fallen als Ansprechpartner aus usw.. Ich sage mal so 55-65 Wochenstunden Arbeit ist da eher der Normalfall für Vollzeitlehrkräfte. Das halten viele auf Dauer aber nicht durch. Weil es auch psychisch sehr kräftezehrend sein kann. Eine Erleichterung würde nur viel mehr Personal bringen. Eine deutlich höhere Vertretungsreserve, abgespeckte Lehrpläne, deutlich kleinere Lerngruppen, eine gute digitale Ausstattung für Lehrer und Schüler, Klassenräume mit digitaler Technik, mehr Sport, mehr Sprachunterricht und vor allem mehr Sozialpädagogen und Psychologen. Eigentlich bräuchte man pro Schule mindestens jeweils 1-2. Denn auch die werden ja mal krank. Schulpsychologen gibt’s glaube ich derzeit auf Kreisebene, wenn ich richtig informiert bin. Die Vertretungsreserve müsste mindestens mit 10% geplant werden. Vorgeschrieben sind derzeit 3%. Aber bei einer Unterdeckung von knapp 16%…


    Immerhin, an den Gymnasien sieht es deutlich besser aus. Die haben wohl keine Personalprobleme. Aber sind ja auch Studienräte und nicht Lehrer.


    Ein "Hauptschullehrer" (sprich Sekundarschule/Oberschule) unterrichtet übrigens in der Regel sowieso noch drei bis fünf weitere Fächer fachfremd in seiner Klasse.

    Das kann ich glücklicherweise so noch nicht bestätigen. Aber ein bis zwei fachfremde Fächer können es schon sein. Das stimmt.


    P.S. Ich habe jetzt natürlich die Extremsituationen aufgezählt. Nicht jeder Tag verläuft so. Aber eben doch sehr viele. Es vergeht kaum eine Woche ohne irgendwelche Vorkommnisse. 90-95% der Schüler ticken ganz normal. Die leiden unter sowas genauso wie die Lehrer. Es sind meist 2-3% der Schüler, die solche Probleme verursachen. Und inzwischen, solange keine personellen Strukturen für die geschaffen werden, die sie auffangen, sage ich, dann eben raus mit ihnen. Zum Schutz aller anderen, damit wenigsten die restlichen 97% ordentlich lernen und arbeiten können. Damit wäre schon viel gewonnen. Aber klar, das ist weder integrierend noch inklusiv.

    Das zeigt eigentlich was falsch läuft. Man versucht immer mehr Schüler Richtung Abitur zu drängen, der Hauptschulabschluss wird immer weiter entwertet und alles wird erreicht, weil man die Hürde senken lässt.

    Das fängt aber schon ganz unten an. Die politische Forderung lautet ja: „Jeder bekommt einen Schulabschluss, keiner darf mehr durchs System fallen.“ Naiv könnte man jetzt denken, das würde dadurch erreicht, dass soviel gefördert wird und solange unterrichtet wird, bis auch der Letzte das geforderte Prüfungsniveau erreicht hat. Da man dafür aber gar nicht das Personal, die Räumlichkeiten und das Geld hat, wird eine andere Lösung notgedrungen gewählt. Die Prüfungsvorgaben werden so angepasst und nach unten hin erweitert, dass möglichst noch der Letzte sie erreichen kann und somit (auf dem Papier) einen Abschluss hat. Defacto weiß und kann er aber nicht mehr als früher. Wodurch die Abschlüsse letztlich nach und nach entwertet werden. Schlimmer noch, eigentlich bessere Schüler passen sich nun nach unten hin an, weil sie schnell mitbekommen, dass man ja auch mit deutlich weniger Anstrengung und Mühe ebenfalls seinen Abschluss bekommen kann. Spätestens hier dreht sich dann die Spirale nach unten.


    Ich sehe eine Lösung nur darin, fester Leistungskriterien zu setzen, die man immer für einen Abschluss erreichen muss und dann auch keine Abstriche davon zu machen. Heißt dann defacto, es werden Schüler durchfallen und keinen Abschluss bekommen. Nur das führt langfristig dazu, dass in der gesamten Gesellschaft wieder die Erkenntnis reift, dass einem Abschlüsse nicht mehr nachgeworfen werden, und man sich anstrengen und bemühen muss, wenn man nicht beruflich vor dem Nichts stehen will. Ich denke das ist der einzige Weg, um wieder eine Leistungsorientierung in der breiten Gesellschaft und vor allem in den bildungsfernen Schichten nach und nach zu erzeugen. Solange das „Durchwinken“ so gut funktioniert, wird sich nichts ändern und der Leistungswille nach und nach weiter abnehmen.

    Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und nach und nach, schrittweise, die Leistungsvorgaben der Prüfungen lange angekündigt zu erhöhen. Das würde dazu führen, dass das Leistungsniveau nach und nach steigen sollte und die Anstrengungsbereitschaft wieder zunimmt.

    So wie du es beschreibst, scheint vor allem der Wille zur Bildung zu fehlen.

    Definitiv. Wenn nicht sogar das Hauptproblem an den Sekundarschulen.

    Wer die Möglichkeiten hat, schafft es also.

    Aus meiner Sicht, wer den Willen hat. Die Möglichkeiten haben im Prinzip alle.

    Meiner Ansicht nach, gab es früher überhaupt keine Pädagogik, die Lehrer waren Fachidioten. Das bessert sich in der Theorie, da bei der Ausbildung von Lehrern jetzt mehr auf Pädagogik gesetzt wird. Allerdings verpufft dieser Effekt immer dann, wenn Quereinsteiger als Lehrer eingesetzt werden (müssen).

    Pädagogik ist nicht unwichtig, das stimmt. Sie wird aber heute missverstanden als die Befähigung „jeden durchzubringen“ und zu „motivieren“, anstatt als Instrument der „Erziehung“ und des Vermittelns von Verhaltensweisen, die förderlich für erfolgreiches Lernen sind. Außerdem wird sie überbetont. Die Pädagogik ist kein Selbstzweck, sondern lediglich ein Hilfsmittel um Bildungsinhalte erfolgreich vermitteln zu können. Davon sind wir aber leider abgekommen. Heute steht oft die Methode über dem Inhalt. Das ist ein Fehler.

    Zum einen eben daran, dass ein Teil von Schülern die früher auf die Realschule gekommen wären, eben jetzt aufs Gymnasium gehen. Das ist an sich auch okay, jeder der es schafft sich für ein Studium zu qualifizieren dem gönne ich das. Allerdings sinkt dann natürlich die durchschnittliche Leistung in den Realschulen.

    Das mag einer der Gründe sein. Realschulen gibt es zudem gar nicht mehr. Denn Haupt- und Realschulen wurden ja zu Sekundar- bzw. Oberschulen zusammengelegt. Zudem wurden die spezialisierten Förderschulen zurückgebaut. Diese sollten ebenfalls in den Sekundarschulen aufgehen. Eine entsprechende Qualität der Förderung konnte aber dort bisher fast nirgends erreicht werden. Personalmangel spielt auch hier eine große Rolle. Kleingruppen funktionieren zudem ganz anders als Standardklassen. Letztere sind für Förderschüler sehr oft eine entmutigende Erfahrung, weil sie ständig damit konfrontiert werden, was andere können und sie nicht. Zudem können Schüler seelisch auch grausam sein. Zudem ist die individuelle Betreuung oft personell gar nicht möglich und die Befähigung zur Sonderpädagogik fehlt ebenfalls sehr häufig.

    Die Frage hier wäre dann ob die schlechten/verhaltensauffälligen Schüler die guten/braven eher runterziehen oder ob sie umgekehrt aufgefangen werden.

    Ersteres. Eindeutig. Es reichen zwei/drei Schüler, um jede Unterrichtsstunde derart zu zerschießen, dass die gesamte Lerngruppe dadurch extrem leidet, weil sie die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen und die guten Schüler notgedrungen alleine klarkommen müssen. Ich habe noch nie erlebt, dass ein guter/„braver“ Schüler dazu in der Lage gewesen wäre, einen verhaltensauffälligen Störer positiv zu beeinflussen. Eher das Gegenteil tritt ein. Aus Angst ebenfalls zum „Ziel“ zu werden, passen sich viele verhaltensmäßig nach unten hin an oder gehen in die innere Immigration. Überforderte Schüler tendieren zudem verstärkt zu Unterrichtsstörungen, weil sie damit verhindern wollen, dass ihre Leistungsschwächen, für die sie sich eigentlich schämen, den anderen (besseren) Mitschülern auffallen. Dann lieber die Stunde zerschießen und den Lehrer hilflos aussehen lassen.

    Das stupide Auswendiglernen ist allerdings verpönt, damit scheitert man dann auch spätestens an der Uni.

    Sehe ich anders. Auswendiglernen legt für alles Weitere zunächst das Fundament. Wenn du das Einmaleins nicht beherrschst, wirst du nie einen wirklichen Zugang zur Mathematik finden. Gewisse Grundlagen müssen einfach gepaukt und beherrscht werden. Fragst du heute Neuntklässler an Sekundarschulen wo Sibirien liegt, sagt dir die Hälfte „Afrika“. Das kann’s doch nicht sein.

    Bei den Handwerksberufen klagen die Betriebe ebenfalls dass die Schüler nichts können. Da wäre mehr praxisorientierter Unterricht wie man ihn in Technik und Hauswirtschaft etc. erlernt vermutlich auch sinnvoller.

    Sie beklagen vor allem, dass sie nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen können. Zudem, dass sie häufig unpünktlich und unzuverlässig sind und viele sich nicht gerne „körperlich anstrengen“. Auch eine generelle Interessenlosigkeit am Betrieb wird immer wieder bemängelt. Glaub mir, ich stehe jedes Jahr mit dutzenden Betrieben dazu bei Praktika etc. in Kontakt.

    Lernen ohne Begeisterung halte ich für ein überholtes Konzept.

    Alles nur „mit Begeisterung“ machen zu wollen halte ich für weltfremd und naiv. Ein Beruf mag Berufung sein, er ist aber immer auch Arbeit und nicht nur Vergnügen.

    Naja ist wieder so ein Elternding. In bildungsnahen Familien wird noch gelesen. Dafür können die Schüler besser mir Medien umgehen wie die Lehrer.

    Ersteres kann ich bestätigen, letzteres nicht.

    Warum wurden die abgeschafft?

    Diktate usw. wurden abgeschafft, weil es in den Reformjahren Bildungspolitiker gab, die glaubten die Rechtschreibung sei ein überholtes Konzept vormundlicher Pädagogik alter Zeiten. Demnach wurde Rechtschreibung nicht mehr benotet und somit musste sie auch nicht mehr in Diktaten geübt und überprüft werden. Ein weiterer Grund war, dass die Rechtschreibfähigkeiten mit den neuen pädagogischen Methoden immer mehr abgenommen haben und man dies verschleiern wollte, indem man deren Bewertung einfach ausgesetzt hat. Rote Fehlerkorrekturen wurden bspw. als „unmotivierend“ und „entmutigend“ hingestellt. Inzwischen weiß man wohl, dass das alles ein Fehler war. Aber man ist noch lange nicht soweit, dass Rechtschreibung wirklich eine nennenswert große Rolle bei der Benotung spielen würde.

    Wer macht denn die Aufgaben? Im Grunde doch Lehrer?

    Nein. Im Grunde die Prüfungskommissionen der zentralen Prüfungsstellen. Und auf deren Aufgabenformate wird dann der Unterricht ausgerichtet. Individuelle Aufsätze kommen bspw. in den zentralen Abschlussprüfungen nicht vor. Deswegen übt man die auch gar nicht mehr. Stattdessen werden Erörterungen geübt, weil man diese schematisch wunderbar (Sanduhr-Modell) in sich immer ähnelnde „Textbausteine“ zergliedern kann. Eben statistisch leicht auswertbar. Hat aber ironischerweise dann eher was mit stupidem Auswendiglernen von Formulierungen und Satzanfängen zu tun, als mit der Fähigkeit gedanklich ein Thema tief zu durchdringen und frei formulierend kreativ zu verschriftlichen.

    Hausaufgaben sind wissenschaftlich überholt, rangieren bei Kriterien für schulischen Erfolg irgendwo auf Platz 80. Mit dem Drang zur Ganztagsschule auch Bums, wer um 16 Uhr nach Hause kommt soll noch Hausaufgaben machen, haben Kinder nicht auch ein Recht auf Freizeit?

    Und war auch schon früher Quatsch, jeder Lehrer meinte bei seinem Fach muss man schon täglich 1-2 Stunden machen. Lol, soll man jeden Tag zehn Stunden Hausaufgaben machen oder was?

    Wenn du ein Fach gründlich beherrschen willst, kommst du nicht umhin, dafür mehr Zeit zu investieren, als dir in der Schule zur Verfügung steht. Mit 45 Minuten Geschichtsunterricht in der Woche kannst du kein Geschichtsexperte werden. Für ne 4 mag es aber reichen.

    Das Ganztagskonzept scheitert ohnehin zunehmend am Personalmangel.

    Wieder ein Elternding. Und auch Gesellschaftlich gewollt. Früher war ja die Mutter den ganzen Tag Zuhause. Heute arbeiten beide Elternteile, haben mehrere Jobs und sind immer öfter auch noch alleinerziehend.

    Einmal in der Woche Bücher und Hefte der eigenen Kinder zu kontrollieren kann jeder schaffen, der es will.

    Ist wieder ein Personalproblem (bei Ämtern etc.) nicht?

    Ja, das auch.

    Unterm Strich sehe ich immer dasselbe:


    - Es fehl Geld und Personal

    - Die Strukturen sind veraltet

    - Veränderungen haben es schwer, weil die bessergestellten gerne unter sich bleiben

    Stimmt. Aber das ist nur die eine Hälfte des Problems. Es fehlt auch an der inneren Haltung gewisse Dinge unbedingt vermitteln zu wollen und auch Verweigerung entsprechend zu sanktionieren. Wer keine geforderte Leistung bringt, kann eben auch nicht versetzt werden. Aber auch das scheitert am Personal und fehlendem Geld. Schüler die eine Klasse wiederholen beanspruchen ja zusätzliche Lehrkapazitäten.

    Also wäre es vielleicht sinnvoll, wenn auch die Attraktivität von Ausbildungsberufen gesteigert wird.

    Definitiv auch ein Problem. Viele Schüler haben nicht auf dem Schirm, wie viel man inzwischen in Handwerksberufen verdienen kann.

    Ja, das ist richtig. Geld ist ein ganz entscheidender Faktor. Aber nicht nur. Es mangelt auch an simpler Erziehung. Meiner Ansicht nach läuft die heutige Pädagogik in eine falsche Richtung. Die Schüler in früheren Jahrzehnten konnten mit weniger Mitteln, größeren Klassen usw. wesentlich besser Lesen, Schreiben und Rechnen als heute. Zumindest im Bereich der Sekundarschulen hat das Leistungsniveau über die Jahrzehnte extrem abgenommen und zwar in allen Bereichen. Lesen. Schreiben. Rechnen. Textverständnis. Abstraktes Denken. Kreativität. Merkfähigkeiten. usw. usf.. Woran liegt das? Ich habe da so meine eigene Theorie.


    1. Es wird so gut wie gar nichts mehr „gepaukt“ oder auswendig gelernt. (Dieses „stupide“ erlernte und ständig wiederholte Wissen fehlt dann aber schlichtweg. Inklusive der Fähigkeit, sich mit als „langweilig“ empfundenen Tätigkeiten auseinanderzusetzen und Derartiges trotzdem zu bewältigen, sich da durchzubeißen. Stattdessen soll es immer „spannend, rätselhaft, bunt, verspielt und unterhaltsam“ sein.) Stille wird auch ganz schlecht vertragen. Warum man beim Lernen und im Unterricht keine Musikhörer im Ohr tragen soll, ruft immer wieder Unverständnis hervor.

    2. Es wird kaum noch gelesen. Die Lesefähigkeiten nehmen rapide ab. Schulbuchtexte werden immer kürzer und einfacher. Bildmaterial nimmt immer mehr Platz ein. Die Lesefähigkeiten von Zehntklässlern sind oft erschreckend.

    3. Es gibt keine Diktate mehr. Rechtschreibung und „Schönschrift“ (zutreffender wäre „Handschrift“) wird allenfalls in nicht ausschlaggebender Weise bewertet. Das führt dazu, dass sich auch gerade die bildungsfernen Schichten genau darum nicht mehr bemühen. Leserlich schreiben können viele dann bis zum Schulabschluss nicht. Von einem ansprechenden Schriftbild oder korrekter Orthographie mal ganz zu schweigen. Das wäre vor 50-60 Jahren undenkbar gewesen, weil man es schlichtweg nicht akzeptiert hätte. Heute ist es Usus. Dafür gibt’s ja Computer… (Nachtrag: Obwohl sehr viele Schüler mit Schreibprogrammen wie Word usw. auch nicht umgehen können, geschweige denn mit Rechtschreibprogrammen. Immerhin, Copy-Paste klappt noch.)

    4. Bei Nicht-Versetzung müssen Klassen nur noch in Ausnahmefällen wiederholt werden. Wozu sich also anstrengen? Spürbare Konsequenzen gibt es ja nur in seltensten Extremfällen.

    5. Aufsätze werden nicht mehr geschrieben. Kreativität beim Schreiben stellt heutzutage für etwa die Hälfte der Sekundarschüler eine völlige Überforderung dar. Es wird aber auch gar nicht mehr abverlangt. Genau aus diesem Grunde.

    6. Immer mehr Aufgaben werden durch Multiple-Choice oder Ein-Wort-Antworten ersetzt. Komplexe Antworten werden nicht mehr abverlangt, da statistisch schwerer auswertbar.

    7. Hausaufgaben gibt es defacto nicht mehr. Schon die Vorstellung, man müsse sich zuhause auf die Schule vor- und nachbereiten erscheint (sehr) vielen Schülern als nahezu „unvorstellbar“. Wie selbstverständlich kriegt man da als Lehrer gesagt, dass man da doch keine Zeit habe, da (im Idealfall) man im Fußballverein sei ect.. Dass die Schule Vorrang haben könnte, auf diese Idee kommt heutzutage nur noch eine Minderheit.

    8. Eltern überprüfen und kontrollieren die Hefter, Schulsachen und Hausaufgaben nur noch in Ausnahmefällen. Das gilt als Aufgabe des Lehrers.

    9. Wie sich das Kind in der Schule verhält ist Verantwortung der Schule. Glauben zumindest nicht wenige.

    10. Gegen schlechte Noten, Erziehungsmaßnahmen von Lehrern usw. wird erst einmal grds. Widerspruch eingelegt. Aussagen von Lehrern werden grds. infrage gestellt, sobald das eigene Kind etwas anderes erzählt.

    11. Es sollen „Fähigkeiten“ vermittelt werden und nicht (bloßes) „Wissen“. Dass „Fähigkeiten“ (Anwendung) aber auf zuvor verinnerlichtem „Wissen“ aufbauen, wird in der Pädagogik heute oft nicht ausreichend berücksichtigt. Die Fähigkeit Englisch zu sprechen basiert eben auch darauf, dass man (vorher) seine Vokabeln lernt und nicht nur darauf, dass man Spaß am Englischsprechen hat.

    12. Wenn jemand eine LRS hat, wird bei ihm ggf. die Benotung für Rechtschreibung ausgesetzt. Das Gegenteil sollte der Fall sein. Er bräuchte dann viel mehr Stunden zur Förderung, um nur Rechtschreibung zu trainieren. Die natürlich dann auch bewertet wird. Eine Aussetzung der Bewertung führt immer dazu, dass sich um einer richtige Schreibung gar nicht mehr bemüht wird, weil „man ja LRS hat“.

    13. Schülerinnen und Schüler haben heute vier Stunden Deutsch in der Woche. Ich habe mir von einer alten Kollegin (Ost) sagen lassen, dass in DDR-Zeiten bis zu acht Stunden Deutsch in der Woche üblich waren. Dort wurde Rechtschreibung und Grammatik solange geübt und trainiert, bis es bei wirklich jedem auch tatsächlich einwandfrei saß. Mit weniger gab man sich schlichtweg nicht zufrieden. In den naturwissenschaftlichen Fächern war es ähnlich. Davon profitierten aber dann auch andere Fächer, weil bspw. in Geschichte deutlich komplexere Texte und Themen behandelt werden konnten.

    14. Schule wird als „Pflicht“ verstanden, nicht als „Recht“. Dementsprechend sieht auch der Respekt vor der Institution Schule bei einigen aus.

    15. Schulschwänzer und ihre Eltern haben nicht viel mehr zu befürchten als langanhaltenden Briefverkehr. Davor, dass die Polizei zuhause vorfährt, um das wochenlang schwänzende Kind in die Schule zu bringen, braucht niemand Angst haben. Bevor Geldstrafen verhängt werden, ist das Schuljahr bereits rum. Zudem gibt es immer wieder Ärzte, die offenbar jeden krank schreiben, der dies wünscht. Wer will das widerlegen?

    16. Haltung und Benehmen ist auch noch so eine Frage. Dass man die Füße im Unterricht nicht auf den zufällig freien Nachbarstuhl legt ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Ebensowenig, dass man Toilettengänge, Essen, Trinken usw. „in der Regel“ in der Pause erledigt. Das Gegenteil wird leider immer wieder als „Selbstverständlichkeit“ angenommen. Fälschlicherweise. Bei einigen dauert es Jahre, bis sie es kapieren (wollen).

    17. Im Bereich Sport sieht es übrigens ganz ähnlich aus. Was früher als Selbstverständlichkeit galt, kannst du heute nicht einmal mehr andenken. Viel zu hohe Verletzungsgefahr. Haben sich früher die Mehrheit der Jungs über ein Fußballspiel gefreut, wird heute eher gestöhnt, weil das so anstrengend ist. Von Turnen usw. mal ganz zu schweigen. In Vereine geht auch nur noch eine Minderheit. Die Konsolen rauben dafür zu viel Freizeit. An sowas hier, kann man heute nicht mehr ansatzweise denken. Fünf Minuten Laufen zum Aufwärmen ist für sehr viele heutzutage leider schon zu viel.



    Wollen wir das alles wirklich so? Geben wir uns damit zufrieden, obwohl wir wissen, dass früher bereits deutlich bessere Ergebnisse nachweislich erzielt wurden, mit deutlich weniger finanziellen und technischen Mitteln?

    Ja, für die Maulkorbpolitik wäre das vielleicht angebracht.

    Die kommt vom Schulamt und Gesetzgeber sowie dem Datenschutzbeauftragten. In rechtlichen Streitfragen dürfen sich Schulen, im Gegensatz zu Eltern, leider nie öffentlich äußern.

    Ist doch schon geschehen.

    Es besteht also noch Hoffnung.

    Das Problem zurück an die Eltern geben wo es herkommt, was soll das bringen? Da kann man sich das ganze pädagogische Zeugs und auch die Sozialarbeiter und so ja sparen, sind ja sowieso die Eltern Schuld, also warum bemühen?

    Eltern werden heutzutage viel zu wenig in die Verantwortung genommen. An jeder Baustelle steht „Eltern haften für ihre Kinder.“ Wer sieht denn die Kinder von morgens bis abends? Glaub mir, wenn es ans Geld geht, dann dürften sehr viele Eltern sehr schnell einen Anreiz zur Erziehung bekommen. Denn das ist es, was hier und anderswo heutzutage fehlt. Erziehung zu Respekt und Anstand. Nicht Bildung. Zur Bildung kommt man heute oft gar nicht mehr, weil die fehlende Erziehung von Selbstverständlichkeiten die Zeit dafür in Beschlag nimmt, Dinge nachzuholen, die heute schlichtweg aus Bequemlichkeit vielfach nicht mehr durchgesetzt und vermittelt werden. Anstand und gutes Benehmen kommen aber nicht von selbst. Es wird auch gesellschaftlich noch viel zu wenig erkannt, dass diese die eigentlichen entscheidenden Grundvorraussetzungen für spätere gute Lernerfolge sind.


    Wenn du mich fragst, liegen mindesten 50% aller Förderfälle nicht darin begründet, dass es an den geistigen Kapazitäten fehlt, sondern darin, dass schlichtweg nicht ordentlich erzogen worden ist. In vielen Fällen hat man das inzwischen pathologisiert und zu einem „Sozial-Emotionalen-Förderstatus“ erklärt. Es gibt natürlich auch wirkliche solche Fälle. Opfer von Kindesmissbrauch bspw.. Aber die überwiegend wahrnehmbare Anzahl im Alltag geht meiner Ansicht nach darauf zurück, dass häufig in den Elternhäusern nicht der leiseste Hauch einer Vorstellung davon herrscht, wie man Kinder erzieht.


    Aber wovon rede ich. Heute in einer Klasse 8 erfahren, dass (wieder) einer der Schüler nun Vater wird. Es vergeht inzwischen kaum ein Jahrgang, indem es nicht mindestens einen solchen Fall gibt. Bei den Mädchen ist es dann noch gravierender, wenn sie in Klasse 9 dann neben der Vorbereitung auf ihren Schulabschluss noch die Frage klären müssen, wie und wo sie ihr bald auf die Welt kommendes Kind versorgen. Von späteren Erziehungsfragen braucht man da gar nicht mehr träumen. So erklärt sich dann auch, wenn manch älterer Kollege inzwischen die dritte Generation aus einer Familie vor sich als Schüler sitzen hat.


    P.S. In 90% der Elternhäusern läuft es auch heutzutage in Erziehungsfragen so, wie es sein sollte. Das Problem bereiten die restlichen 10%, die 0 Anreiz haben, sich in irgendeiner Form in Sachen Erziehung verbessern zu müssen.

    Nicht gegen der Schüler, der ist ja noch ein Kind. Aber z.B. mal den Direktor und andere in leitender Verantwortung feuern und Pensionsansprüche streichen.

    Genau das, was wir ihnen beibringen wollen. Du kannst deiner Lehrerin vor der Klasse das Kleid zerreißen und sie entblößen, aber das hat keine Konsequenzen für dich. Du bist ja noch ein Kind… Dafür kriegen Lehrer und Schulleitung noch zusätzlich ihr Fett weg.


    Kann man machen. Man sollte sich dann aber nicht wundern, wenn in der Gesellschaft „Respekt“, „Achtung“, „Benehmen“ nur noch veraltete Fremdwörter sind, die man im Duden nachlesen kann.


    Mein Vorschlag:

    Ein Schüler, der sich so verhält, wird umgehend dauerhaft und für die Klasse wahrnehmbar dieser Schule verwiesen. Die neue Schulunterbringung liegt in der Verantwortung der Eltern. Zukünftige Fahrtkosten für ggf. längere Schulwege sind vollständig durch die Eltern zu tragen. Zudem steht der Lehrerin ein Anspruch auf Schadenersatz für ihr Kleid zu und eine finanzielle Entschädigung seitens der Eltern für die öffentliche Demütigung durch deren Kind. (Man kann ja mal träumen.)

    Oh Gott, der ist wirklich gut. Und leider so zutreffend.


    Da haben wir also mal "eben so" 138.000 zusätzliche ukrainische Schülerinnen und Schüler in unser Schulsystem integriert. Und da sage noch einer die deutschen Schulen seien nicht leistungsfähig...

    Die BILD schreibt jedoch nicht, dass die Schüler integriert wurden, sondern es ist lediglich von „aufgenommen“ die Rede. Das ist ein großer Unterschied. Aufnehmen bedeutet bei uns in der Schule die Aufstellung zusätzlicher Stühle in die Klassenräume. Mehr nicht. Wir verstehen die Kinder nicht und die Kinder verstehen uns nicht. Die Sitzen halt jetzt dort von 8:00 bis 15:30 Uhr. Es ist auch bisher nicht eine zusätzliche Stelle deswegen geschaffen worden und laut Regierung ist das auch langfristig nicht geplant.


    Wie läuft sowas denn bei euch ab?

    Du hast es treffend beschrieben. Aktuell gibt es ein paar Lehrer in Rente, die zurückgeholt wurden und erst einmal mit denen Sprachunterricht machen. Alte Russisch-Lehrer usw.. Wir haben aber bisher auch nur 6 Ukrainer an der Schule. Läuft aber viel harmonischer, als damals mit den Syrern und Afghanen, was unsere Schüler angeht.

    Kaliningrad ist eine deutsche Stadt, dort lebt eine deutsche Minderheit, die von den Russen unterdrückt wird. Die Bundesrepublik sollte öffentlich Anspruch darauf erheben.

    Ich kenne nur Königsberg. Meinst du das? ;) :P


    Pfeifen die Spatzen nicht von den Dächern, dass Gorbatschow im Rahmen der deutschen Einheit 40 Milliarden Mark für Kaliningrad haben wollte, dies von der BRD aber dankend abgelehnt wurde?


    Aus strategischer Sicht vielleicht ein Fehler. Aber was sollte Deutschland mit einem mehrheitlich von Russen besiedelten Gebiet, ohne Landverbindung zum Bundesgebiet. Wäre ein Milliardengrab gewesen. Und die Zeiten, wo Deutschland territoriale Forderungen in Osteuropa durchsetzen will, sind hoffentlich vorbei.

    Höre ich zum ersten Mal. Das fände ich aber krass, wenn man das abgelehnt hätte. Kann ich mir nicht vorstellen, dass Gorbatchow das angeboten hätte. Das wäre in Russland als Landesverrat wahrgenommen worden.

    Da haben wir also mal "eben so" 138.000 zusätzliche ukrainische Schülerinnen und Schüler in unser Schulsystem integriert. Und da sage noch einer die deutschen Schulen seien nicht leistungsfähig...

    Die Zahl der ukrainischen Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen ist auf mehr als 138 000 gestiegen. Das teilte die Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag in Berlin mit. Demnach meldeten die Bundesländer für die am Sonntag zu Ende gegangene 24. Kalenderwoche 138 670 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine, die an ihren Schulen aufgenommen wurden. Im Vergleich zur Vorwoche war das Anstieg um etwa 3750.


    Aus einigen Bundesländern wurden dabei etwa wegen Schulferien keine neuen wöchentlichen Zahlen gemeldet, dazu zählten Bayern und Baden-Württemberg. In den anderen Bundesländern lag der wöchentliche Zuwachs zwischen 20 im Saarland und 964 in Niedersachsen. Die von der KMK veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen. Etwa 10 150 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine sind an Berufsschulen aufgenommen.

    Die Bundesregierung hat eine genaue Liste mit an die Ukraine gelieferten Waffen veröffentlicht:


    Militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine | Bundesregierung


    Schwere Waffen sind wie erwartet nicht dabei. Würde sagen alle SPD-Politiker, die in den vergangen Wochen was anderes behauptet haben, treten erstmal zurück.

    Bin hin und her gerissen. Wenn man das so liest, sieht es auf den ersten Blick schon ganz ordentlich aus. Ist auf jeden Fall auch alles sicherlich sehr nützlich für die Ukraine, bloß Kriege gewinnt man damit eben noch nicht, wenn die Russen 10:1 bei der Artillerie überlegen sind und man nicht reagieren kann. Andererseits hat Deutschland ja gar nicht genügend schwere Waffen, um diese verschenken zu können. Von daher stelle ich mir viel eher die Frage, inwiefern man gerade auf Regierungsebene darum bemüht ist, die Produktion bei den Rüstungsbetrieben wie Rheinmetall usw. anzukurbeln.


    Litauen und der Transitverkehr nach Kaliningrad - Meinungsbild Russischer Zeitungen

    Ist ja immer wieder auch spannend, wie die russische Gegenseite "argumentiert". Hier in Bezug auf die jüngst eskalierende Krise um Litauen und den Transitverkehr nach Kaliningrad.


    In den größten russischen Tageszeitungen, der Moskovskaya Komsomolets und der Komsomolskaya Pravda wird mehr oder weniger offen darüber spekuliert, dass man Litauen schnellstmöglich durch harte Sanktionen und Maßnahmen zur Öffnung seiner Grenzen für den Transit nach Kaliningrad (Königsberg) bewegen müsse. Andernfalls sei es unausweichlich, dass man mit militärischen Maßnahmen gegenüber Litauen einen Korridor nach Kaliningrad freikämpfen werde, auch wenn dies das Risiko bedeuten würde, in der NATO den Artikel 5 auszulösen. Die Frage, OB ein solcher militärischer Konflikt sinnvoll, verhältnismäßig oder überhaupt für Russland gewinnbar wäre, wird offensichtlich als Selbstverständlichkeit von den Schreibern vorausgesetzt, da erst gar nicht diskutiert.


    Karte: Kaliningrad

    Quelle: tagesschau.de

    Dem Experten zufolge wird eine militärische Reaktion die letzte Maßnahme sein, die Russland anwenden muss, wenn diplomatische und wirtschaftliche Hebel in Bezug auf Litauen nicht funktionieren.


    "Und wir haben immer noch viele solcher wirtschaftlichen Hebel in Bezug auf Litauen", sagte Leonkov. "Und sie sollten nicht allmählich, sondern sofort angewendet werden, damit dieses Land einen Schock durch unsere Handlungen erleidet. Wenn dies nicht hilft, müssen natürlich militärische Maßnahmen ergriffen werden, die eine ungehinderte Passage in die russische Enklave gewährleisten.


    "Ich denke", sagt Leonkow, "dass Litauen, das diese Provokation auf Initiative Großbritanniens inszeniert hat, immer noch nachgeben wird, nachdem wir diplomatische und wirtschaftliche Hebel genutzt haben. Aber wenn sie nicht zu einem Ergebnis führen, dann werden Sie hier, wie sie sagen, wenn Sie nicht mit Lawrow sprechen wollen, mit Shoigu verhandeln. In der Ukraine wurde dies bereits verstanden...


    Deutsche Panzerhaubitzen 2000 nun laut ukrainischem Verteidigungsminister offenbar "endlich" in der Ukraine im Einsatz

    Quelle: Krieg gegen die Ukraine: ++ Erste deutsche Panzerhaubitzen in der Ukraine ++ | tagesschau.de


    Hier der Original-Tweet. Sogar der ukrainische Botschafter freut sich dieses Mal. ☺️



    Da haben sie aber schnell auf deinen Beitrag reagiert Fairas 🤣

    Er sagt ja an einer Stelle auch, dass er erst dort erkannt hätte, dass er eine Gemeinschaft braucht usw. und dass er nicht mehr so weiterleben wolle wie zuvor, also als Kopfgeldjäger.

    Ist nur leider inkonsitent geschrieben.

    Da dass Abknallen von Bib Fortuna nach dieser angeblichen Läuterung spielt. Es ihm da aber egal war.

    Wieso? Steht doch in keinem Widerspruch. Er wird ja kein Pazifist. Er will nur nicht mehr als Einzelkämpfer für andere ackern. Deswegen wird er noch kein Friedensengel.


    Er ist auch nicht wirklich geläutert. Er hatte in den Tusken eine Familie gefunden. Die hat man ihm genommen. Also wurde er zum Rächer. Und wollte sich anschließend seine eigene (kriminelle) Familie aufbauen. Quasi seinen eigenen Clan, geschmiedet aus Loyalität. Ein Waisenknabe ist er deswegen natürlich trotzdem nicht.

    Idee mit den Tusken fand ich auch ganz gut. Aber übrig bleibt eigentlich nur ein alter weißer Mann erklärt wie ein Motorrad funktioniert.

    Ist nicht umsonst ein Meme für die Serie geworden.

    Für mich war das eher ne Mischung aus "Der mit dem Wolf tanzt" und/oder "Lawrence von Arabien". Und der Zug ne Anspielung auf die Weißen, welche aus den Zügen auf die Büffelherden im Wilden Westen schossen, oder eine Reminiszenz an den Zugüberfall der Araber auf die Osmanen in "Lawrence von Arabien". Vielleicht eher Letzteres.


    Fand auch die Veränderung von Boba Fett im Laufe seiner Gefangenschaft bei den Tusken ganz glaubwürdig. Man merkt ja, wie seine Abneigung allmählich in Respekt und dann Zuneigung umschlägt. Er sagt ja an einer Stelle auch, dass er erst dort erkannt hätte, dass er eine Gemeinschaft braucht usw. und dass er nicht mehr so weiterleben wolle wie zuvor, also als Kopfgeldjäger.


    Die Vespa-Gang fand ich ehrlich gesagt ganz witzig.