Beiträge von John

    Ich weiß, dass die Mehrheit der Russen da offenbar indoktriniert ist. Wie auch nicht? Wenn es schon bei Trump in den USA klappt, dann klappt’s natürlich erst recht mit staatlich gelenkten Medien in Russland.


    Ich sehe das inzwischen so, dass dann halt irgendwann „diskutieren“ nicht mehr hilft. Dann muss man halt einfach für alle erkennbar den größeren Knüppel haben.


    Sollte Russland wirklich die Ukraine erobern, wäre ich für:

    - Ausweisen des Botschaftspersonals

    - Sanktionen gegen Putin und sein Umfeld

    - Sperrung des Luftraumes und der Seehäfen für russische Flugzeuge und Schiffe.

    - Kappung der Internetverbindungen nach Russland

    - Beendigung des SWIFT Abkommens mit Russland

    - Einfrieren sämtlichen russischen Auslandsvermögens

    - komplettes Handelsembargo bis hin zur letzten Schraube

    - Verbot von Technologietransfers nach Russland

    - Beendigung von wissenschaftlicher Kooperation

    - Ein- und Ausreiseverbote von und nach Russland in westliche Staaten

    - Beendingung der Zusammenarbeit und Sanktionierung der russischen Raumfahrt

    - Sperrung russischer Internetseiten und Nachrichtenkanäle

    - massive militärische Aufrüstung sämtlicher Staaten an der Ostgrenze der NATO zwecks überwältigender Abschreckung

    - Neuauflage der „Reagan-Doktrin“ und des „NATO-Doppelbeschlusses“

    - Wiedereinführung der Wehrpflicht in der Europäischen Union

    - Einbeziehen Finnlands und Schwedens in die NATO

    - Modernisierung und Ausbau der Streitkräfte inklusive der Atomstreitmächte


    Das wäre so das, was mir spontan einfällt. Ließe sich bestimmt noch ergänzen. Zielsetzung: Ein technologischer Vorsprung innerhalb der nächsten zwanzig Jahre, wie zuletzt 1989. Natürlich aber stets verbunden mit dem Angebot einer schrittweisen Wiederannäherung und Aufhebung aller Maßnahmen, bei Rückzug aus der Ukraine und glaubhafter Demokratisierung Russlands.


    Die große Achillesferse für den Westen sind allerdings die innenpolitischen Spaltungen derzeit. Trump bspw. stellt eine riesige Gefahr da. Das ist allerdings auch eine Folge russischer Einflussnahme über soziale Medien, die es dringend zu stoppen gilt. Wenn die USA als Schutzmacht zeitweise wegfallen, ist Europa derzeit am Arsch. Das könnte bspw. durch innenpolitische Konflikte in den USA passieren. Alleine kann die EU kaum militärstrategisch gegen Putins Russland bestehen und wäre sofort erpressbar.


    Wenn man die derzeitige Politik 🇷🇺 Russlands verstehen will, dann muss man wohl die Ideologie von Leuten wie Dugin kennen, um einordnen zu können, wie groß der Systemkonflikt eigentlich ist. Vor diesem Hintergrund scheint mir die Verständigungspolitik sozialdemokratischer Politiker noch verzweifelter.


    Alexander Geljewitsch Dugin – Wikipedia


    Offenbar kursieren Meldungen (New York Times / Reuters) nach denen Russland seit dem 5. Januar damit begonnen habe, nach und nach Familien und Angehörige von Botschafts- und Konsulatspersonal aus Kiew und Lemberg in der Ukraine auszufliegen. Russland reagierte auf die Meldungen mit der Aussage, die Botschaften „arbeiteten normal“.


    Russia says Kyiv embassy working normally after report on families leaving | Reuters


    Russia evacuating embassy in Ukraine – media — RT Russia & Former Soviet Union

    Was ist denn aus diesem ominösen Topf geworden, aus dem sich Schulen bedienen dürfen, aber kaum tun.

    Hat zwar mit Covid nur bedingt zu tun, aber irgendwie war da was mit Digitalpakt..... :grübel:

    Förderungsfähig sind nur Lüfter für Klassenräume mit Fenstern, die sich nicht öffnen lassen. Trifft bei uns auf keinen Raum zu. Also Fenster uff.


    Außerdem müssten auch Wartungsverträge abgeschlossen werden. Nächstes Problem.

    Die osteuropäischen Staaten waren ja auch nie Verbündete Russlands, sondern unfreiwillige Satellitenstaaten der Sowjetunion. Die Methode war stets, das Land militärisch zu besetzen und dann eigene „russlandtreue“ Regime zu installieren, die sich einzig und allein aufgrund der militärischen Zusicherungen Moskaus (Breschnew-Doktrin) im Amt halten konnten. Wurde ja auch mehrfach durchexerziert: 17. Juni in der DDR, Prager Frühling, Ungarischer Volksaufstand. In dem Moment, als klar wurde, es würden dank Gorbatschow wohl eher keine russischen Panzer mehr rollen, brach der Laden sofort auseinander und die gesamten Regime fielen wie Dominosteine.


    Ich weiß dabei gar nicht, was ich bedenklicher fände, wenn die Russen nur vorgäben das nicht auch selbst zu wissen oder wenn sie sie es inzwischen tatsächlich selber glauben.


    Ich glaube allerdings nicht, dass die russische Führungsschicht derartig naiv und weltfremd ist. Von daher halte ich das für gezielt gestreute Märchen, die dazu dienen sollen, vor der eigenen Bevölkerung zu verschleiern, dass man auf Kosten der Nachbarvölker eine imperialistische Hegemonialpolitik verfolgt, um sich mit den USA künstlich auf vermeintlicher Augenhöhe zu halten.


    Ich meine die russische Führung geht derartig dreist und offensichtlich über die Interessen der europäischen Staaten und Nachbarstaaten hinweg, dass die Botschaft dahinter ganz unmissverständlich ist: Ihr seid unbedeutend. Mit euch reden wir gar nicht. Allenfalls nur über euch, mit den USA und China auf Augenhöhe. Und das, obwohl Russland ein BIP aufweist, das sich auf dem Level von Italien befindet.

    Gescheiterte Appeasement Politik. Genau das trifft es.


    Hier sieht man Putin (vielleicht ein historisches Dokument), wie er seine Militärführung zu überzeugen sucht, bzw. wie der Öffentlichkeit Begründungen geliefert werden sollen. Wieder einmal wird von Putin völlig das Eigeninteresse der genannten osteuropäischen Staaten ignoriert und alles monokausal unter US-Imperialismus abgebucht. Bemerkenswert finde ich, dass die Mimik der Generalität alles andere als begeistert oder zuversichtlich aussieht. Auf mich wirkt die Stimmung dort eher bedrückt. (Englische Untertitel einschalten.)




    Und hier die Pressekonferenz von Lavrov:



    Unverhohlener kann man Kriegsdrohungen eigentlich kaum noch aussprechen.


    Das Schlimme ist, dass man bei Putin tatsächlich den Eindruck gewinnt, er glaubt das selber, was er da erzählt. Wenn man sich selbst oft genug die eigenen „Alternativen Wahrheiten“ erzählt, glaubt man am Ende vermutlich selber daran.

    Allerdings gibt es wohl eine Begrenzung, dass man mit roter app nur alle 5 tage einen pcr test kriegt, auch wenn es mehr risikokontakte in Abfolge gibt.

    Ich rede hier aber von Leuten, die einen oder mehrere positive Selbsttests hatten. Gerade Anruf einer Kollegin bekommen, mit der ich noch am Freitag zusammen Unterricht hatte. Sie ist auch positiv, wie auch ihre gesamte Familie. Sie liegt seit gestern mit 38,5 flach. Ist Anfang Dezember geboostert worden. Wie auch ihr Mann. Mein subjektiver Eindruck ist, dass das Boostern jedenfalls keine Ansteckung verhindert.

    Dann hilft aus meiner Sicht nur noch eine beständige Demonstration einer absolut erdrückenden Übermacht auf allen Gebieten. Bis auch der letzte Russe kapiert hat, dass es keine gute Idee ist, den Westen oder die Nachbarländer weiterhin bedrohen zu wollen. Dann muss man es halt machen wie bei Reagan und dem NATO-Doppelbeschluss damals. "Annäherung durch Wandel" hat offensichtlich ja zum unerfreulichen Gegenteil geführt.

    PCR-Tests dauern hier bei uns gerade 4-5 Tage.


    Oh man, wünsche deiner Familie gute Genesung. Bei uns zeichnet sich aber eine vergleichbare Entwicklung ab. Höre hier von den Kollegen ähnliches. Ich glaube nicht, dass die Schulen unter diesen Bedingungen den aktuellen Betrieb noch lange durchhalten können.

    Wir werden es abwarten müssen.

    Das wird nicht von Heute auf Morgen passieren, weshalb ich ja auch erwähnte, dass sich die Situation nur langsam abkühlen wird, wenn es zu diesem Patt kommt.

    In den ersten Monaten würden weitere Mannöver, Drohgebärden und Luftraumverletzung folgen, aber über einen längeren Zeitraum hinweg nimmt deren Intensität ab, bis das Konfliktpotential abgekühlt ist und erst dann kann man die Truppen Stück für Stück abziehen. Das öffentliche Interesse ist bis dahin verflogen und keiner verliert dabei sein Gesicht. Der perfekte Ausstieg für beide Seiten aus dieser Situation.

    Und Geld spielt bei sowas auch im eher knappen russischen Budget keine Rolle, kann zur Not in der Folge bei anderen Übungen wieder eingesparrt werden, genügend Drills gab es für die Truppe in der Zeit unter realistischeren Bedingungen.

    Das wäre aus meiner Sicht der "best case". Hoffe sehr es kommt so.


    Aber egal wie man es dreht und wendet, die gesamte Angelegenheit ergibt eigentlich keinen Sinn. Jedenfalls nicht, solange man davon ausgeht, dass die russische Führung nicht irgendeiner Fehlkalkulation unterliegt. Egal was dort angestrebt werden könnte, es ist immer für die russische Seite mit massiven Nachtteilen verbunden. Selbst der oben beschriebene schleichende Rückzug hätte dann ja nichts gebracht, außer Nachteilen. Der Westen wird dieses Verhalten trotzdem als Rechtfertigung nutzen an der Rüstungsspirale zu drehen. Für Russland ist das eher schlecht. Die Stimmung im Westen und in den Nachbarländern hat sich schon jetzt gegen Russland gewendet, das Misstrauen ist vergrößert worden und die ganze Sache hat viel Geld und Material beansprucht.

    Holt er sich die Ost-Ukraine hat er sogar noch mehr Probleme an der Backe. Ich glaube nicht, dass die Rechnung aufgeht, dass das im Inland seine Position stärken würde. Die Rest-Ukraine wäre dann trotzdem noch ein Stachel im Fleisch und würde dann dauerhaft feindlich eingestellt sein. Zudem würden alle Nachbarländer vollends in die Arme der NATO getrieben. Und die Sanktionen wären katastrophal und würden mittelfristig zu einer innenpolitischen Gefahr für Putin.

    Die Eroberung der gesamten Ukrainer brächte nahezu alle der genannten Probleme ebenfalls mit sich. Plus einen drohenden Guerilla-Krieg, gegen den Tschetschenien ein Witz war. Die dann drohenden Kriegsopfer würden auch in der russischen Zivilbevölkerung langfristig für Unmut sorgen.


    Aus rationaler Sicht ergibt also keine der genannten Varianten wirklich Sinn. Schon der jetzige Truppenaufmarsch ist demnach ein strategischer Fehler, weil er nicht das erreichen wird, was womöglich damit angestrebt wurde. Aber das gilt ja im Grunde auch für die Eroberung der Krim. Hat sich das, rational betrachtet, wirklich gelohnt für Russland? Stimmt die Kosten-Nutzen-Rechnung da? Doch auch nicht, wenn man ehrlich ist. Selbst wenn man die Marinebasis in Sewastopol miteinbezieht.


    Aber gerade die Krim zeigt, dass Putin entweder doch nicht so rational agiert, wie wir es eigentlich annehmen müssten, oder dass er Informationen und Kalkulationen zu Grunde legt, die grundlegend von dem abweichen, was wir hier für rational halten. Das macht ihn in gewisser Weise unberechenbar. Es besteht ja immerhin durchaus auch die Möglichkeit, dass Putin auf seine alten Tage ein "Zocker" ist, der schlichtweg va banque spielt. Wer weiß was für Motive dahinter stehen. Vielleicht möchte er als der nächste "Peter der Große" in die Geschichte eingehen. Vielleicht hat er verheimlichten Krebs und ohnehin daher persönlich nicht mehr viel zu fürchten.


    Wenn Russland und die russische Regierung rational agieren würden, dann müssten sie meiner Ansicht nach eine echte Demokratisierung des Landes durchführen, Korruptionsbekämpfung, Schaffung einer unabhängigen Justiz und dann müsste Russland selbst eine Annäherung an Europa anstreben. Was wäre denn so undenkbar daran, dass Russland ein demokratischer Staat sein könnte, der wirtschaftlich, politisch und sicherheitspolitisch langfristig ebenfalls ein Teil der europäischen Staatengemeinschaft, ja sogar der Europäischen Union würde? Ein Staat mit freien und geheimen Wahlen, mit der Achtung der Menschenrechte und letztlich offenen Grenzen und freiem Warenverkehr von Lissabon bis Wladiwostok. Schade, dass dieser Traum ersetzt wurde durch diese paranoide autokratisch-militaristische Chimäre, die der russische Staat aktuell darstellt. Putin hat sich persönlich in eine Lage manövriert, in der er gar nicht seine Macht abgeben kann, weil er dann fürchten muss, dass seine alten Rivalen mit ihm abrechnen. Und genau darin liegt wahrscheinlich der eigentliche Grundkonflikt mit dem Westen. Putin fühlt sich persönlich durch die Idee einer Demokratisierung Russlands bedroht. Und alles was er unternimmt, dient dem Ziel, genau das zu verhindern.


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    Jenseits des russischen Machtapparates gibt es ja noch andere Dinge, die man aus Russland berichten kann. Ich habe kürzlich einen sehr schönen Youtube-Kanal entdeckt, der auf sehr unterhaltsame Weise verschiedene Dinge des russischen Alltags und der Lebenswelt Russlands darstellt. Sehr kurzweilig.


    Setarko - YouTube






    Ich dachte damals, dass es das wirklich war (was die Sache umso trauriger gemacht hat). Kann aber verstehen, wenn man einfach mal ne (längere) Auszeit braucht und is auch gut so!

    Das dachte ich auch. Ich war wirklich an so einem Punkt, dass es nicht mehr geht. Aber da hatte ich auch noch nicht die netten Abschiedsreaktionen auf dem Schirm. Das macht ja auch was mit einem und hat mir auch gezeigt, dass ich in meiner Wahrnehmung einige Aspekte zu einseitig gewichtet habe. Und über die Monate habe ich dann, trotz zunehmender Pausen, in denen ich auch gar nicht hier reingelesen habe, doch immer wieder auch mal ans Forum denken müssen. Bspw. als ich die neue Übersetzung von "Der Wüstenplanet" angefangen habe usw.. Außerdem hat mir die Entwicklung des Forums gefallen. Es ist zwar etwas ruhiger geworden, dafür aber auch insgesamt entspannter. Mogges schreibt auch wieder häufiger. Von daher: :thumbup: :)

    Natürlich würde der Westen nicht offen in der Ukraine eingreifen. Verdeckt hingegen wohl schon. Waffenlieferungen ect.. Aber was würde die Besetzung der Ost-Ukraine bringen, außer einem diplomatischen Scherbenhaufen? Wofür? Gibt es da irgendwas, auf das Russland dauerhaft nicht verzichten kann? Kohle. Ok. Aber die gibt’s doch sicher auch noch woanders.

    Das ist durchaus in vielen Punkten überzeugend was du schreibst. Vor allem auch das mit den Medien. Ich hoffe, dass ihr recht behalten werdet damit.


    Ich frage mich allerdings, was Putin gewonnen haben sollte, wenn er sich nur mit der Ostukraine zufrieden gäbe. Die negativen Reaktionen wären gleichwohl extrem verheerend, er hätte noch immer das demokratische Gegenmodell „im eigenen Haus“ und sämtliche Nachbarn würden sich dann erst recht an die NATO binden. Zudem wäre er so oder so dauerhaft persona non grata. Zudem müsste er einen Dauerkonflikt mit der Ukraine durchstehen und würde strategisch langfristig zurückfallen. Würde ein solch begrenzter Konflikt dann nicht sogar eher kontraproduktiv aus Putins Sicht sein? Spräche das nicht dafür zu Zocken und all in zu gehen, in der Hoffnung durch Überrumpelung und Einschüchterung die eigene Ausgangslage dauerhafter zu stabilisieren? Eine Besetzung der Ost-Ukraine ergibt aus meiner Sicht halt irgendwie keinen rechten Sinn. Was wäre damit gewonnen?


    Und einen kompletten Rückzieher? Alle wieder in die Kasernen schicken? Das würde doch einen Gesichtsverlust entsprechen, weil es wie „Schwanz einziehen“ aussähe, zumal der bisherige Aufmarsch schon extrem teuer ist. Warum so viel Geld rausschmeißen für am Ende dann nichts? Ich halte da die offensichtlichere Absicht für plausibler. Wenn jemand massenhaft Truppen an der Grenze in Stellung bringt, dann will er sie auch benutzen. Gibt nicht all zu viele Fälle in der Geschichte, wo das nicht so gewesen wäre.


    Bei China bin ich mir auch nicht sicher. Es könnte auch abwartend agieren, um am Ende der lachende Dritte zu sein, wenn Russland und der Westen sich gegenseitig beharken. Wäre ich Chinese, würde ich wohl genau diese Variante wählen. Die Variante von Taiwan als nützlichem Gegner für die Innenpolitik finde ich ganz interessant. Wenngleich Taiwan dafür vielleicht keine ausreichende Bedrohung darstellt und als demokratisches chinesisches Gegenbeispiel auch sehr lästig sein dürfte.


    Es ist jedenfalls ein sehr aufgeheiztes Jahr. Kann mich an ein solches Säbelrasseln zwischen NATO und Russland höchstens noch aus den 1980ern erinnern.


    In den ZDF-heute-Nachrichten (?) meinte ein baltischer NATO-Stabsoffizier, dass zur Zeit eine Kriegsgefahr herrsche wie seit 1945 nicht mehr. Klang dramatisch. Sollte es wohl auch. Die Militärs äußern sich zur Zeit jedenfalls nicht sehr beruhigend.


    P.S. Afghanistan ist natürlich wirklich nicht mehr von so großer Bedeutung. Trotzdem zeigt es aus meiner Sicht eine deutliche Schwäche des Kampfwillens im Westen. Wenn die Taliban in Kabul sich nicht sorgen müssen, dann doch Pjöngjang, Teheran, Moskau oder Peking erst recht nicht. Ich befürchte so ist die Denke in diesen Hauptstädten. Zumal ich auch glaube, dass man die eigenen Schwächen dort auch gerne ignoriert oder ausblendet. Womöglich insbesondere gegenüber Putin und Xi. Weiß man wirklich so genau, was man sich traut ihnen zu berichten und was nicht? Potemkinsche Dörfer um Zar Putin zufrieden zu stellen halte ich nicht für ganz unwahrscheinlich.

    Das sind wichtige und sehr bedenkenswerte Punkte. Ich frage mich, inwiefern der Kreml und Peking noch realitätsbezogen agieren, bzw. dort Wunschdenken vorherrscht. Oder inwieweit wir uns in falscher Sicherheit wiegen, wie Frankreich 1939. Vielleicht ist man in beiden Staaten ja zu dem Schluss gekommen, dass der Westen keine Bereitschaft hätte, bei bspw. einer gleichzeitigen Besetzung der Ukraine und Taiwans wirklich Widerstand zu leisten, schon aufgrund der Opferzahlen. Es stellt sich für mich bspw. auch die Frage, in wie weit bspw. auch die russische Armee und Luftwaffe durch Omikron zur Zeit geschwächt sein könnte und ob die russische Führung darauf Rücksicht nehmen würde bzw. diesen Faktor mit einplant.


    Eine teilweise Besetzung der Ostukraine oder nur eine Strafexpedition halte ich für unwahrscheinlich. Eine demokratische Ukraine wäre nach wie vor der Stachel im Fleisch Russlands und das permanente russischsprachige Gegenbeispiel zur eigenen Autokratie. Ich denke daher, dass es Putin um einen vollständigen Regimechange in Kiew gehen wird. Nur das würde ihn innenpolitisch dauerhaft entlasten und in Russland als Erfolg gewertet werden. Auch wenn ich glaube, dass man sich das zu einfach in Moskau vorstellt.


    Die darüber hinausgehende Bedrohung des Baltikums könnte dann lediglich ein Faustpfand sein, falls sich die NATO zu sehr in die Geschehnisse in der Ukraine einmischen sollte. Ein Drohpotenzial gegen weitere Einmischung.


    Eine Invasion Taiwans durch China wäre natürlich extrem verlustreich. Aber Xi Jinping hat schon mehrfach erkennen lassen, dass er wohl bereit wäre diese Verluste in Kauf zu nehmen. Ob die chinesische Bevölkerung das ähnlich sieht, steht ja auf einem anderen Blatt. Ich sehe nicht, was die USA dagegen kurzfristig wirklich tun könnten, zumal sie dann ja parallel in Europa gebunden wären. Trägergruppen zu schicken wäre ein zu großes Risiko, da die chinesischen Boden-Schiff-Raketen ohne weiteres in der Lage sind, Taiwan abzuriegeln. Im Zweifel würde man eigene Träger mit enormen Verlusten verlieren, ohne darauf konventionell wirklich reagieren zu können, geschweige denn Taiwan zurückzuerobern.


    Wenn Moskau und Peking bspw. zu der Ansicht gekommen sein sollten, dass ein Konflikt mit dem Westen langfristig ohnehin unvermeidbar ist, dann würde es durchaus sinnvoll sein, lieber jetzt, in einem Moment westlicher Schwäche loszuschlagen, als später, wenn das Kräfteverhältnis noch stärker kippt. Aber das schriebst du ja schon. Allerdings weiß ich auch hier nicht, inwieweit man sich womöglich schlichtweg auf die Zahlen der eigenen Bevölkerungszahlen und Rohstoffquellen verlässt. Deutet sich nicht jetzt schon an, dass China zunehmend in der Lage ist, mit seiner Wirtschaftskraft den Westen zu überholen? Und verändert das nicht auch ganz wesentlich das strategische Gleichgewicht. Ich habe bspw. gelesen, dass China bei den Supercomputern schon jetzt eine höhere Kapazität besitzt, als die USA. Und dort geschieht mit KI-Entwicklung vermutlich der nächste große Technologiesprung.

    Stehen wir unmittelbar vor einem diplomatisch-militärischen Großkonflikt zwischen der NATO und einem Pakt zwischen Russland und China?


    Ich befürchte, dass wir in schon wenigen Tagen oder Wochen nicht mehr über Corona reden werden, sondern über die russischen Angriffsbewegungen in Osteuropa.


    Was man dazu aktuell in den Medien lesen muss ist wirklich besorgniserregend und verstärkt den Eindruck, dass sich die russische Führung wohl für die militärische Variante einer "Neuordnung" Osteuropas entschlossen haben könnte.


    Meine Vermutung lautet, dass Putin und seine Berater spätestens mit dem verheerenden Abzug der NATO aus Afghanistan den Eindruck gewonnen haben, dass die NATO in ihrem aktuellen Zustand kein ernstzunehmender Gegner mehr ist, weil im Westen der gesellschaftliche Wille fehlt, militärische Konflikte durchzustehen.

    Erste Hinweise darauf, wie sehr Putin seine Entscheidungen von der westlichen Handlungsfähigkeit abhängig macht, lieferten sein Vorgehen in Syrien und auf der Krim. Nachdem Obama seine "rote Linie" des Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien durch Assad ohne Konsequenzen hat übertreten lassen, war das letztlich für Putin das Zeichen, dass er in Syrien und auf der Krim nicht mehr mit dem Widerstand der USA rechnen muss.


    Der Umgang mit Afghanistan war auch ein Test der neuen US-Regierung unter Joe Biden und diese dürfte aus russischer und auch aus chinesischer Sicht krachend versagt haben, während man die europäischen Verbündeten ohnehin nicht für voll nimmt. Mit dem Scheitern des Westens in Afghanistan dürfte für Russland und China klargeworden sein, dass sich der Westen aktuell nicht in der Lage sieht, solche militärischen Konflikte durchzustehen und damit selbstverständlich erst recht keine militärischen Großkonflikte mit Russland oder China. Das dürfte u.a. auch der Grund sein, warum beide Länder sich aktuell massiv annähern. China mit dem erklärten Interesse Taiwan notfalls militärisch zurückzuerlangen und der unverhohlenen Abschaffung der Demokratie in Hongkong und Russland, das unter Putin von alter Größe träumt, und die vermeintliche "historische Katastrophe des Zusammenbruchs der Sowjetunion" rückgängig zu machen trachtet.


    Die Situation könnte aus Sicht beider Staaten dazu gerade nicht idealer sein und es erscheint nicht unwahrscheinlich, dass sich beide Länder in einem engen Zeitfenster sehen, indem es tatsächlich möglich erscheint, den Westen ein und für alle Mal auf globaler Ebene zurückzuwerfen, in seine Schranken zu verweisen und als globale Ordnungsmacht zu diskreditieren.


    Zeigte Afghanistan bereits den mangelnden Willen westlicher Gesellschaften einen militärischen Konflikt durchzustehen und die Bereitschaft dazu, das Land sogar den jahrzehntelang (zu Recht) dämonisierten Taliban plötzlich zu überlassen, so tut die weltweite Covid-Pandemie dazu nun ihr Übriges. Die westlichen Gesellschaften zeigten sich auch hier aus russisch-chinesischer Sicht vielfach unfähig in der Bekämpfung der Pandemie. In allen westlichen Staaten hat die Pandemie zu großen gesellschaftlichen Spaltungsprozessen und inneren Unruhen beigetragen, die sich aktuell eher weiter zu verschärfen scheinen. Zumal mit der Omikron-Variante in den kommenden 6-8 Wochen ein Infektions-Peak auftreten könnte, der schon für sich genommen für massive Instabilitäten in Form von Mängeln bei der Grundversorgung ect. aufgrund von massenhaften Erkrankungen des Personals sorgen könnte und damit eine massive staatliche Belastungsprobe darstellen dürfte. Nicht umsonst wurden Notfallpläne für Elektrizitäts- und Wasserwerke usw. entwickelt. Aber was ist mit der Transportlogistik, den Supermärkten usw. usf.? Hinzu kommt eine erdrückende Schuldenlasten westlicher Staaten in Folge der Pandemie.


    Würde nun dieser Zeitpunkt genutzt, um bspw. in einem massiven gleichzeitigen oder gestaffelten Angriff auf die Ukraine und Taiwan, sowie (möglicherweise) sogar noch anderer Ziele in Osteuropa und auf die Ost-Flanke der NATO, den Westen zu überrumpeln, dann sind die Aussichtschancen dafür aktuell aus russischer Sicht vermutlich so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Würde der Westen und würden die USA unter Joe Biden wirklich einen militärischen Großkonflikt für die Ukraine riskieren, wenn sie schon nicht bereit waren in Afghanistan noch länger zu investieren? Sind die europäischen Armeen momentan überhaupt in der Lage eine zeitnahe Antwort auf einen russischen Großangriff auf die Ukraine und ggf. das Baltikum geben zu können? Würden sie überhaupt bereit sein, die nukleare Karte zu spielen, wenn ihre konventionellen Mittel offensichtlich nicht ausreichen? Oder könnte es nicht sogar sein, dass ein überwältigender, schnell geführter Militärschlag gegen die Ukraine, das Baltikum und Taiwan, flankiert von massiven Cyberangriffen und Desinformationskampagnen im Westen die NATO derart überrumpel könnte, dass diese sich nach nur wenigen Wochen zähneknirschend mit der "neuen Lage" abfindet, und besagte Gebiete vorerst militärisch und politisch verloren gibt, wie Afghanistan, um keinen Atomkrieg zu riskieren? Und selbst wenn die NATO-Staaten hier nicht einheitlich agieren, würde nicht genau diese Option trotzdem eine politische Spaltung und damit defacto das Ende der NATO bedeuten? Ein Ziel, dass die Russen immer schon verfolgen?


    Und wie stünde der Westen dann weltpolitisch da, wenn China und Russland sich mit Gewalt gemeinsam Taiwan und mindestens die Ukraine holen und es wird offensichtlich für die ganze Welt, dass der Westen dagegen im Grunde nichts mehr tun kann? Wäre das nicht gleichbedeutend mit einem Sieg auf ganzer Linie? Und wichtiger noch, wären damit nicht ein und für alle Mal geklärt, welches "politische System" (östl. Autokratie vs. westl. Demokratie) das erfolgreichere ist? Zumindest für die eigene Bevölkerung? Und nur das zählt letztlich.


    Ich glaube es gibt leider sehr viele Anzeichen dafür, dass genau solche Überlegungen momentan das Denken Moskaus und Pekings bestimmen. Und ich glaube dass das eine extrem gefährliche Situation ist, weil sie mit einem solchen Denken einer Selbsttäuschung unterlägen. Eine solche Denkweise würde die Folgen eines solchen Vorgehens auf die westlichen Gesellschaften massiv unterschätzen. Selbst wenn es vermutlich kurzfristig erfolgreich wäre, müsste damit gerechnet werden, dass schlagartig im Westen ein "Burgfrieden" einsetzt. Das wäre gewissermaßen der "Pearl Harbor"-Moment des 21. Jahrhunderts, mit völlig unabsehbaren Folgeentwicklungen für beide Seiten. Ich vermute, dass man die daraus entstehenden langfristigen Gegenbewegungen und Ängste in Moskau und Peking massiv unterschätzt. Ähnlich wie Berlin, Rom und Tokio diese 1939/40 unterschätzten.


    Sollte Russland bspw. wirklich in die Ukraine einmarschieren, dann stellt sich sofort die Frage, wie langanhaltend der ukrainische Widerstand sein wird. Wird die Ukraine ein neues Afghanistan? Oder würde es eher dem Einmarsch in der Tschechoslowakei und in Ungarn ähneln? In Moskau setzt man wohl auf Letzteres. Sollte die NATO dann bspw. zu Waffenlieferungen an die Ukraine oder einen ukrainischen Widerstand übergehen, ist eine weitere direkte militärische Eskalation zwischen Russland und der NATO nicht mehr fern des Möglichen.


    Wie würde ein solcher europäischer militärischer Großkonflikt im Worst-Case dann aussehen? Ist überhaupt irgendeine Gesellschaft aktuell darauf auch nur annähernd vorbereitet, selbst wenn der Konflikt nur konventionell geführt würde? Ein solcher Konflikt würde mit Sicherheit einhergehen mit:


    - massiven Cyberangriffen auf die elektronische Infrastruktur beider Seiten schon unmittelbar nach Ausbruch der Feindseligkeiten

    - langanhaltende großflächige Ausfälle durch Beschädigungen von Kraftwerken, Brücken, Pipelines, Stromleitungen, Wasserwerken, Sendemasten, Funkstationen usw. usf.

    - vermutlich eine kopflose, weil völlig überrascht, reagierende "Politik" in westlichen Staaten

    - möglicherweise massive Luftkämpfe über Osteuropa in den ersten Tagen und Wochen, um die Luftherrschaft.

    - ggf. Ablenkungsangriffe an anderen Orten des Bündnisses

    - gesellschaftliche Unruhen und Panikreaktionen aufgrund von Kriegsängsten und dem plötzlichen Ausfall der Grundversorgung / Kommunikationsdienste

    - gesperrte Verkehrsverbindungen da Autobahnen und Gleise für Truppentransporte freigehalten werden müssten.

    - unklare Nachrichtenlage

    usw. usf.


    Die Probleme die daraus erwachsen würden gehen ins Unendliche. Von massiven Versorgungsengpässen aufgrund des völligen Zusammenbrechens des internationalen Luft- und Seehandels mal ganz abgesehen. Ich weiß, klingt momentan alles nach Panik pur. Aber dachten wir das bei den ersten Ausbrüchen von Covid in Wuhan nicht auch noch? Und gab es jemals in der Geschichte der Menschheit ein Jahrhundert ohne militärische Großkonflikte zwischen den Großmächten der jeweiligen Zeit? Sind wir wirklich soviel klüger, als die Generationen vor uns? Das Pandemie-Geschehen und die aktuellen Nachrichten lassen mich daran zweifeln.


    Aber selbst wenn Russland sich "nur" auf die Eroberung der Ukraine oder der östlichen Ukraine beschränken würde, wäre das trotzdem ein Moment, der wohl unwiderbringlich das Tischtuch zwischen dem Westen und Russland/(China) zerschneiden würde. Ein langandauernder Kalter Krieg wäre bestenfalls als Systemkonflikt denkbar. Inklusive Handelsverboten, Reiseverboten, gegenseitiger Abschottung und Spionage, Wettrüsten vermutlich nicht nur im militärischen Bereich, sondern auch im Bereich künstlicher Intelligenzen.


    Quellen:


    Ukraine-Konflikt: USA werfen Russland Sabotagepläne vor | tagesschau.de - Verdacht der Vorbereitung von false-flag-Aktionen durch Russland in der Ukraine.


    Operation in Ostukraine? Russland weist US-Vorwurf zurück - ZDFheute


    Russland und die USA: Misstrauen und Vorwürfe im Ukraine-Konflikt | tagesschau.de


    Ukraine-Konflikt mit Russland: USA erwägen offenbar Notfall-Gaslieferungen nach Europa - Politik - Tagesspiegel

    Ukraine-Konflikt mit Russland: USA planen offenbar Notfall-Gasversorgung für EU - n-tv.de


    Russland: Lawrow will schriftliche Antworten von Washington und NATO (faz.net) Russische Regierung betrachtet Verhandlungen mit OSZE aus dieser Woche als ergebnislos. Außenminister Lawrow erwartet schriftliche Antworten "innerhalb einer Woche". Man werde "nicht ewig warten". Das "Zeitfenster schließe sich". Russlands „Partner“ verständen, dass „wir nicht unendlich warten“. Alle Aussagen „über die Notwendigkeit, sich mit Verbündeten zu konsultieren, alle OSZE-Mitglieder in diesen Prozess einzubeziehen“, seien „Ausreden und Versuche, den Prozess hinzuziehen“.


    Russland und USA: Lawrow verlangt schriftliche Antworten (nzz.ch) Lawrow: «Wir sind sehr geduldig, aber jetzt ist auch unsere Geduld am Ende.»


    USA ist im Ukraine-Konflikt auf jede Eventualität vorbereitet (faz.net)


    Russlands Militäraufmarsch: OSZE-Vorsitz sieht große Kriegsgefahr (faz.net)


    Russland warnt die USA vor Sanktionen gegen Putin (yahoo.com) "Die Verhängung von Sanktionen gegen ein Staatsoberhaupt würde eine Grenze überschreiten, das käme einem Abbruch der Beziehungen gleich", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau.


    EU und NATO bieten Ukraine Hilfe nach Cyberangriff an (faz.net) Gestern gab es in der Ukraine bereits massive Cyberangriffe auf Infrastruktur und staatliche Behörden.


    Ukraine: Hackerangriff auf Regierungsseiten - ZDFheute s.o.


    Schweden zeigt Militärpräsenz nach russischen Ostsee-Aktivitäten (faz.net) Schweden zeigte sich gestern besorgt über zunehmende militärische Aktivitäten der russischen Marine in der Ostsee. So seien kürzlich drei russische Kriegsschiffe überraschend über den Großen Belt bei Dänemark in die Ostseeeingefahren. Schweden erhöhte daraufhin seine militärische Bereitschaft.


    Panzer auf Gotland - Schweden in Angst vor Russen-Angriff - International - Bild.de Laut der BILD-Zeitung handele es sich bei den drei russischen Schiffen um Landungsschiffe. Schweden sei besorgt, dass Russland beabsichtigen könnte, die schwedische Insel Gotland zu besetzen, um eine Eroberung des Baltikums zu erleichtern. Schweden verstärkt daher derzeit seine Truppen auf Gotland. Von Gotland aus könne der gesamte Luft- und Seeverkehr in die baltischen Staaten und damit in die Nordflanke der NATO kontrolliert werden.


    Hackerangriff: Die Schlagkraft der polnischen Armee – für alle sichtbar im Internet - WELT Gestern kam es in Polen dann ebenfalls zu einem massiven Datenleak unbekannten Ursprungs. So wurden 1,8 Millionen Datensätze auf offen zugängliche Server hochgeladen, die den Geräte- Versorgungsbestand der polnischen Streitkräfte "bis auf die letzte Schraube" abbilden.


    Separatisten forcieren Krieg: Bosnien steht vor der Spaltung - n-tv.de. Moskau ermutigt die bosnischen Serben aktuell erfolgreich zur Abspaltung von Bosnien-Herzegowina und schafft dort einen Unruheherd an der Südflanke der NATO, indem es die Gefahr eines zweiten bosnischen Bürgerkrieges schafft und die nationalistischen Serben an sich bindet.


    Putin presents a profound threat to peace in Europe as 'drumbeat of war' sounds on Russia-Ukraine border - CNNPolitics


    Opinion: Putin's big miscalculation - CNN


    NATO-Insider befürchten Angriff Russlands auf breiter Front: "Ein echtes Risiko" - FOCUS Online



    Zu Russland und China/Taiwan:

    Russland und China: Putin und Xi planen Gipfel Anfang Februar in Peking | ZEIT ONLINE


    China und Russland unterstützen Kasachstan bei der Bewältigung der Unruhen (chinatoday.com.cn)


    China warnt Taiwan vor „drastischen Maßnahmen“ (faz.net)


    China Can Attack Taiwan By 2020, Taipei Says – The Diplomat


    China warns that America risks paying 'an unbearable price' for its support of Taiwan | Daily Mail Online


    Taiwan says tension with China is the worst it's been in 40 years | Fox News


    Neujahrsrede: Taiwans Präsidentin warnt China vor „militärischem Abenteurertum“ (wiwo.de)


    Ukraine-Konflikt: Russland und China planen eigenes Finanzsystem | Nordkurier.de


    Russische Medien:

    US to train ‘Ukrainian insurgents’ in EU – media — RT Russia & Former Soviet Union


    This one-two punch from China and Russia marks the end of American adventurism — RT Op-ed


    US seeking ways to profit should Russia-Ukraine conflict break out – reports — RT Business News


    Russland macht ernst – und führt nach Punkten — RT DE


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    Lawrows Themen bei der großen Pressekonferenz: NATO, Ukraine, Kasachstan und Putins Reise nach China — RT DE


    Strategische Partnerschaft: Iranischer Außenminister besucht China — RT DE Auch sehr interessant.

    In Brandenburg ist es so, dass die Schüler Mo., Mi. und Fr. jeweils einen Zettel mitbringen müssen, auf dem steht, dass sie sich zuhause selbst getestet haben. Die Tests teilen wir dazu alle zwei Wochen in der Schule aus. Letztlich muss man sich darauf verlassen, dass die Unterschrift der Eltern korrekt ist. Nur Schüler ohne Unterschrift werden in der Schule nachgetestet, bevor sie das Gebäude betreten.


    Eigentlich haben wir schon seit den Sommerferien immer wieder eine mehr oder weniger schwankende Zahl von 5-10 Schülern, die jeweils in Quarantäne sind. Warum Schüler oder Kollegen fehlen erfährt man i.d.R. nicht. Man kann es höchstens in den digitalen Fehl-Listen nachsehen. Dort steht dann ob in Quarantäne oder weil positiv getestet ect.. 7er und 8er dürften theoretisch zuhause bleiben, bekommen dann aber nur Aufgaben mitgeteilt. Wird wie entschuldigtes "Krank sein" behandelt. Ein Homeschooling findet nicht statt und die Aufgaben werden auch nicht korrigiert. Wer also freiwillig zuhause bleibt, muss selber sehen, wie er klar kommt. Kommt er dann wieder, schreibt er die selben Arbeiten, wie alle anderen. 9er und 10er müssen sowieso in die Schule, weil sie Abschlussjahrgänge sind. Dementsprechend sind die Klassen nahezu voll. Die Inzidenz unter Jugendlichen liegt hier schwankend bei um die 1000 laut Tagesschau.


    Ansonsten halt Lüften und Maske. Wie schon seit nun Januar 2020. In diesem Frühjahr erkranken nun auch zunehmend Lehrer bei uns. Wir haben unter unseren Lehrern eine Impf- und Boosterquote von ca. 97% trotzdem erkranken auch immer wieder Kollegen. Bisher aber glücklicherweise dann immer nur leichte Verläufe. Die Impfquote bei den Schülern ist deutlich geringer und schwankt von Klasse zu Klasse zwischen 10%-50%. Wobei die meisten Klassen eher bei 10%-20% Impfquote liegen dürften. Wir hatten mehrfach einen Impfbus an der Schule. Aber viele Eltern wollten ihre Kinder nicht impfen lassen bzw. haben das Angebot ausgeschlagen.


    Eine Ansteckung mit Omikron halte ich inzwischen für nicht mehr vermeidbar. Ist nur eine Frage der Zeit. Ich hoffe dann einfach, dass der Booster auch wirklich so wirkt, wie angekündigt und dass die Variante wirklich milder ist. Ergebe mich da inzwischen auch in mein Schicksal. Uns hat man dreimal Biontech verpasst und den Booster gabs hier schon Anfang Dezember. Immerhin ging das recht flott.


    Die geboosterten und erkrankten Kollegen berichten bisher von grippeähnlichen Symptomen. Durchfälle. Fieber. Müdigkeit. Abgeschlagenheit. Niesen. Schnupfen. Trockener Husten. Alles dabei. Mal mehr, mal weniger. Trotz schon massiv vorhandener Symptome schlagen die Schnelltests aber sehr häufig erst am 2.-3. Tag an, also dann, wenn schon aus eigenem Antrieb nicht mehr zur Arbeit gehen würden. Andere hingegen sind zwar plötzlich positiv, aber merken gar nichts. Sehr uneinheitlich. Über Langzeitfolgen kann noch keiner was sagen. Die ersten Kollegen erkrankten bei uns Anfang Januar. Die erkrankten Schüler haben sich bisher gut erholt, meinten aber oft, es wäre heftig gewesen und sie wollten es nicht noch einmal haben. Ärgern tue ich mich darüber, dass das Land als Arbeitgeber den Lehrkräften keine FFP2-Masken zur Verfügung stellt. Wir bekommen nur OP-Masken gestellt. Was dazu führt, dass ich täglich selbst Geld für FFP2 Masken raushaue, da ich bei einem 6-9 Stunden-Tag ca. 1-2 davon verwende. Naja. So die Lage hier.


    Gute Genesung allen Erkrankten! Hoffe ihr seid bald wieder fit!

    Ich möchte mich bedanken für eure sehr freundlichen Posts damals. Mich hat das sehr berührt und gefreut. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet, weil ich den Eindruck hatte, nicht mehr erwünscht zu sein. Insofern war das eine sehr schöne Überraschung für mich. Antworten konnte und wollte ich damals aber nicht, weil ich auch mein Passwort bereits entsorgt hatte, um gar nicht mehr in Versuchung zu geraten und weil ich gespürt habe, dass mir eine Fortsetzung meiner Forentätigkeit damals nicht gut getan hätte. Wie man nun sieht, hat das mit der Passwortentsorgung dann auch nicht so hundertprozentig dauerhaft geklappt. Alle Dämme brachen damals bei mir, als Nappi noch "Niemals geht man so ganz" gepostet hat. Das hat mir dann endgültig die Schuhe ausgezogen. Vielen Dank dafür!


    Ich habe in den letzten fünf Monate immer wieder gerne ins Forum reingesehen und den ein oder anderen Thread lesend verfolgt. Mal in kurzen, mal in größeren Zeitabständen. Ich hatte den subjektiven Eindruck, dass die Stimmung im Forum wieder etwas friedlicher, wohlwollender und entspannter geworden ist, was ich prima finde.

    Inzwischen habe ich wieder Interesse und Lust, meinem alten Hobby zu frönen und mich hier einzubringen, wenn auch nicht mehr in der früheren Schlagzahl. Meine Idee ist , mich zukünftig auf weniger, dafür aber längere Meinungsbeiträge und Erfahrungsberichte zu verlegen, die dann für sich stehen. Ohne mich dabei zu sehr in das Hin und Her von Debatten und Diskussionen hineinziehen zu lassen, in denen dann doch immer wieder schnell im Gereiztheitspegel ein Wort das andere befeuert.


    Vielen Dank für eure freundlichen Worte von damals. Anscheinend kannten einige mich damals ja schon besser, als ich mich selbst. Am Ende geht man vielleicht wirklich niemals so ganz.

    Ich glaube es gibt noch keinen Thread, indem man sich formell verabschieden kann. Deswegen erlaube ich mir als letzte Handlung diesen hiermit zu eröffnen.


    Ich bin, wenn ich das richtig nachgelesen habe, seit dem 6. Juli 2009 hier im Forum aktiv gewesen. Eine Zeit, die ich nicht missen möchte und die ich über lange Zeit auch sehr genossen habe. In zahllosen spannenden Diskussionen durfte ich mich an anderen Standpunkten reiben, meinen eigenen Horizont erweitern und das Vergnügen der rhetorischen Auseinandersetzung pflegen. Das hat mir lange Zeit große Freude gemacht und war auch vielfach sehr lehrreich. Die letzte qualitativ sehr hochwertige Diskussion die ich hier führen durfte war eine mit Twilight über die Aspekte von Gender usw., die von hoher Sachkenntnis und gegenseitiger Höflichkeit geprägt war, auch wenn wir inhaltlich nie ganz zusammenkamen, so konnte ich doch seinen Standpunkt gut verstehen und nachvollziehen. Das ist es doch, worum es in Diskussionen geht. Gegenseitiges Verständnis. Die Erweiterung des Horizonts.


    Leider hat aber in den letzten Jahren der raue Umgangston immer mehr zugenommen. Diskussionen werden immer häufiger ad personam geführt und immer weniger durch das gute Argument in der Sache. Emotion ersetz Ratio. Beschimpfungen ersetzen den Meinungsaustausch. Daraus ziehe ich für mich keinen persönlichen Nutzen mehr und es bereitet auch kein Vergnügen, ist vielfach eher persönlich enttäuschend und kränkend. Schon seit längerem trage ich mich daher mit Gedankengängen, die mich fragen lassen, ob das alles noch den Zeitaufwand rechtfertigt, den meine knappe Freizeit mit zugesteht und ob ich diese nicht angenehmer und nutzbringender verbringen kann. Leider komme ich seit geraumer Zeit zu dem Schluss, dass dem eigentlich nicht mehr so ist. Die jahrelange Gewohnheit hielt mich noch hier sowie einige nette Forenuser, die stets versuchten gegen diesen Strom anzuschwimmen. Inzwischen neigt sich aber meine „Leidensbereitschaft“ diesbezüglich dem Ende.


    Ich möchte mich ausdrücklich für all die schönen Momente in diesem Forum bedanken. Besonders hervorheben möchte ich dabei Lord Wolhynia den ich in den letzten Jahren als sehr angenehmen Forenuser kennenlernen durfte. Auch Imperator Bob und Nonsensification möchte ich ausdrücklich danken für die vergangenen Jahre und die Mühe, die sie immer wieder hier reingesteckt haben. Twilight, Filusi, Saladin und viele andere deren Namen mit gerade nicht einfallen und die aber sicherlich auch genannt werden müssten wären noch zu nennen. Ihr habt stets versucht die Forenkultur hochzuhalten. Meinen Dank dafür. Auch Mogges möchte ich für die vielen Jahre danken, in denen er dieses Forum leitete und am Laufen hielt, auch wenn mir in der letzten Zeit dein Verhalten häufig immer weniger gefallen hat, weil ich es zu aggressiv und zu undifferenziert empfand, sowohl Bob gegenüber, als auch mir gegenüber. Hoffe du kriegst das in Zukunft wieder besser hin.


    Mithin euch allen alles Gute. Dies wird mein letzter Post hier sein. Nach so vielen Jahren fand ich es nötig, mich in aller Form zu verabschieden. Auch mir fällt das noch immer nicht ganz leicht. Es war doch viel Zeit, die ich hier verbracht habe. Ich wünsche euch und dem Forum alles Gute und ein glückliches Händchen bei der Weiterentwicklung des Forums. Ich werde sicherlich lesend hier und da noch einmal reinschauen. Als aktives Mitglied werde ich ab nun aber nicht mehr teilnehmen.


    Alles Gute, bleibt gesund und danke für die vergangenen Jahre!


    Grüße John

    Einfach mal die Begriffe „Fischsterben“ oder „Algen“ googeln. Die folgenden Links sind ein Bruchteil dessen, was man dazu momentan findet. Meldungen aus ganz Deutschland und der ganzen Welt, insbesondere der August scheint krass gewesen zu sein.


    März 2021 - Kroatien:

    Naturereignis an der Adria: Meer in Kroatien rot gefärbt – das steckt hinter dem Phänomen - Panorama - Stuttgarter Nachrichten


    April 2021 - global:

    UN schlagen Alarm: Mehr "Todeszonen" in den Weltmeeren | tagesschau.de


    Juli 2021 - Deutschland:

    Fischsterben nach Starkregen: Das steckt dahinter - [GEO]


    Juni 2021 - Marmarameer -Türkei:

    Türkei: Schleim verseucht Marmarameer | tagesschau.de


    Juli 2021 - Westküste der USA und Kanadas:

    USA und Kanada: Hitze tötet Meerestiere, gefährdet Fische - DER SPIEGEL


    Juli 2021 - Florida:

    Naturkatastrophe in Florida: Alge verursacht Massensterben von Meerestieren | tagesschau.de


    Juni 2020 - Nordsee:

    Fischsterben an der Nordsee - auf der Suche nach den Ursachen - Wissen - SZ.de


    Juni 2021 - Nordsee:

    Fischsterben an der Nordsee: Forscher rätseln über tote Heringe - Berliner Morgenpost


    Juni 2021 - Nordsee:

    Fischsterben an der Westküste geht weiter | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein


    Juli 2021:

    Forscher schlagen Alarm: Korallenriffe in verheerendem Zustand | tagesschau.de


    August 2021 - Bretagne - Frankreich:

    Algenpest in der Bretagne: Gefahr am Strand | tagesschau.de


    August 2021 - Züricher See:

    Blaualgen: Gefährliche Algen auch in Zürcher See gefunden


    August 2021 - Bielefeld - Obersee:

    Türkisblau: Der Obersee sieht plötzlich so giftig aus | nw.de


    August 2021 - Magdeburg - Salbker See:

    Umweltkatastrophe droht in Magdeburg: Erneutes Fischsterben im Salbker See


    August 2021 - Möhnetalsperre:

    Warum der Ruhrverband Sauerstoff in den Möhnesee pumpt - wp.de


    August 2021 - Mallorca:

    Strand in Paguera wegen Algen gesperrt


    Heute - Spanien:

    Lagune Mar Menor: Großes Fischsterben in Spanien | tagesschau.de

    Denn wie heißt es so schön "an ihren Taten sollst du sie messen", und da fällt das Urteil desaströs aus.

    Aha, hast du jetzt also den Eindruck, dass zwischen Bundesländern die von Grünen, Linken, Union oder SPD regiert werden bereits gravierende Unterschiede bestehen? Von wegen „an Taten messen“ usw.? Und die Kommunen mit Grünen OBs stehen jetzt so anders da, als die mit schwarzen oder roten? Komm schon. Kann nicht dein Ernst sein?


    Die großen Parteien fordern im wesentlichen das, von dem sie ausgehen können, dass es gesellschaftliche mehrheitsfähig ist. Wenn keine Partei mehr als 12-13 € Mindestlohn fordert, kannste mal davon ausgehen, dass gesamtgesellschaftlich auch nix anderes erwünscht ist. Nach unten gilt das Gleiche. Für sowas gibt es Befragungsinstitute die viel Geld von den Parteien bekommen, um sie zu beraten, welche Forderungen populär sein würden und welche Dinge man lieber nicht so laut sagt.

    Alter… das war jetzt aber ein heftiger Spoiler.

    WoOt? :confused:

    Der Film ist ca. 7925792 Jahre alt? Und wenn man Marvel so ein bisschen mitverfolgt, dann hat man immer mal wieder Gerüchte dazu gelesen in Bezug auf Robert Downey JR, der bislang offen lies ob er noch mal in den Anzug klettert. Irgendwann letzte Woche hat er es dann ausgeschlossen, egal wer demnächst Iron Man spielt - er ist damit durch.

    Irgendwie schade, ich mochte Stark.

    Naja, von 2019? Ich hatte den Tod von ihm schon verdrängt, bzw. hatte das Schlagen des Hammers nach den Credits als Hinweis gedeutet, dass er doch wieder auftaucht, da es mich an den Bau der ersten Iron Man Rüstung erinnerte.