"Store Exclusive Releases" - Der Kampf der Großen Vertriebsplattformen um den Kunden

  • Für viele Spieler war es früher schon ein Graus, wenn spannende Spiele, die grafisch oder inhaltlich zum Besten gehörten, das der Spielemarkt zu bieten hatte, für lange Zeit - oder sogar für immer - ausschließlich auf Konsolen erschienen. Nicht nur, dass man die Entscheidung treffen musste, ob man sich für nur dieses eine Spiel eine Konsole zulegen sollte (und wenn ja welche), auch die Frage, ob denn ein Spiel fehlerfrei war, konnten einen in den Wahnsinn treiben. Ich denke, auch hier im Forum dürfte es einige Leute geben, die sich mit diesen Fragen herumgeschlagen haben - und es heute noch tun, siehe dazu die jüngsten Beiträge zu "The Last of Us".


    Eine ähnliche Frage ergab sich 2018, als mit dem EPIC Store ein selbsternannter Feind von Valve anfing namhafte Spieleentwickler "abzuwerben", indem man ihnen bessere Konditionen versprach, sofern sie denn einem ganz bestimmten Punkt in den Vertragsverhandlungen zustimmten: Der Exklusivität des Spiels für mindestens 12 Monate. Im Folgenden möchte ich kurz das Geschäftsmodell erläutern, das hinter der aggressiven Vorgehensweise des EPIC Stores steckt und die damit einhergehenden Konsequenzen für die "besten Menschen auf der Welt": Dem zahlenden Kunden.


    Wer oder Was ist EPIC


    Zunächst einmal, EPIC ist in erster Linie ein Unternehmen, das sich mit der Entwicklung von Software einen Namen gemacht hat. Die bekannte Unreal Engine stammt aus den Entwicklungsstudios von EPIC und dürfte den meisten hier bekannt sein. Sein Geld verdiente EPIC also nicht von Anfang an mit seinem Store, sondern mit dem Vertrieb von Lizenzen seiner Software. Des Weiteren ist EPIC der Entwickler des Spiels "Fortnite", das sich vor einigen Jahren größter Beliebtheit erfreute (und es offenbar noch immer tut) und das EPIC eine Unmenge an Geld in die Kassen gespült hat bzw. spült. Im Grunde ist EPIC also mit Valve durchaus vergleichbar - zumindest was das zur Verfügung stehende Kapital angeht.


    Das Geschäftsmodel des EPIC Store


    Für uns Spieler stellt der EPIC Store so etwas wie das Paradies dar, denn wie die allermeisten bestimmt wissen werden dort in aller Regelmäßigkeit neue Spiele verschenkt, zumeist am Tag der allgemeinen Veröffentlichung. Ein Beispiel dafür ist der neue TW-Titel, den sich einige Leute hier ja auch "unbedingt holen wollen". Die Frage die man sich stellen muss ist hier aber: Wieso gibt es das Spiel im EPIC Store umsonst und auf Steam nicht? Die Antwort darauf ist einfach: Den Entwicklern würden auf Steam Verluste entstehen, würden sie es dort verschenken, im EPIC Store bekommen sie hingegen Geld dafür.


    Der Vertrag, den ein Entwickler mit dem EPIC Store abschließt, unterscheidet sich - abgesehen vom Aspekt der Exklusivität - in zwei wesentlichen Punkten von dem Vertrag, den Valve (Steam) anbietet. Zum einen erhält der Entwickler im EPIC Store 85% des Umsatzes (15% gehen an EPIC als Vertriebsplattform), bei Valve erhält der Entwickler nur 70% des Umsatzes (30% gehen an Valve). Dieser gravierende Unterschied allein wäre ein guter Grund sein Produkt in den EPIC Store zu verschieben, der zweite Grund ist aber noch sehr viel besser. Der EPIC Store stellt dem Entwickler eine garantierte Summe in Aussicht, sollte er sein Spiel für 12 Monate exklusiv im EPIC Store veröffentlichen. Diese Summe ist im Grunde nichts anderes als eine garantierte Anzahl Verkäufe, die durch den EPIC Store selbst getätigt werden. Das heißt, EPIC kauft eine definierte Anzahl an Lizenzen (Aktivierungscodes, wenn man so will) und der Entwickler erhält am Releasetag die entsprechende Summe auf sein Konto. Wie hoch die Anzahl der garantierten Verkäufe ist, ist eines der bestgehüteten Geheimnisse bei EPIC, Statistiken, die durch Spieleentwickler aus rechtlichen Gründen veröffentlicht werden müssen (manche sind schließlich Aktiengesellschaften) legen aber den Schluss nahe, dass es sich bei manchen Spielen um mehrere 100.000 Kopien handeln muss.


    Im Grunde passiert also Folgendes: Der EPIC Store kauft, nehmen wir mal Creative Assembly bzw. SEGA als aktuelles Beispiel, 300.000 Kopien des neuen Total War Titels. Die Entwickler erhalten dafür rund 15 Millionen Euro, EPIC erhält 300.000 Lizenzen, die sie am Tag der Veröffentlichung an Leute wie Euch verschenken. Die Strategie dahinter ist, dass mit solchen Aktionen Kunden in den EPIC Store gelockt werden, die dann hoffentlich neben den vielen Gratisspielen auch das eine oder andere kostenpflichtige Spiel kaufen. Gleichzeitig erhofft sich EPIC davon einen Kundenrückgang bei Valve (Steam), dem Branchenprimus und erklärten Feind des EPIC Stores. Die Frage, die sich an dieser Stelle stellt ist: Geht die Rechnung auf - und wenn ja, für wen - und wenn nein, für wen nicht?


    Die Folgen des EPIC-Plans


    In diesem Machtkampf gibt es keinen klaren Gewinner und keinen klaren Verlierer. Valve als Betreiber von Steam hat das Problem, dass viele namhafte Entwickler ihre Titel zuletzt - auch kurzfristig, und das heißt nur Tage vor dem geplanten Veröffentlichungstermin, in den EPIC Store ausgelagert haben, und das in Teilen für bis zu 12 Monaten. Der damit einhergehende Einnahmenverlust war und ist erheblich, denn gerade Titel wie "METRO Exodus", "Borderlands 3" oder der neue TW-Titel sind vorhersehbare Verkaufsschlager. Allerdings: Anstatt dem Entwickler zu EPIC zu folgen wartet scheinbar die große Mehrheit der Spieler lieber die 12 Monate ab, um das Spiel dann eben erst ein Jahr später zu deutlich geringeren Kosten zu kaufen. Für Valve werden so zwar die Verluste letztlich doch noch begrenzt (schließlich erzielen die meisten Spiele ihre größten Umsätze in einem Sale), es fehlen aber die Umsätze aus der Release-Woche. Und das merkt auch Valve. Außerdem, mit jedem Spiel, das dem Ruf des EPIC Stores folgt, steigt die Zahl der Spieler, die sich dann doch ein EPIC Konto anlegen, langfristig könnte der Plan von EPIC also aufgehen.


    Bei EPIC sieht das Ergebnis vollkommen anders aus. Mit den garantierten Ankäufen von Lizenzen macht EPIC zunächst einen gigantischen Verlust, der sich aufgrund der geringeren Beteiligung an den regulären Verkäufen nicht ohne weiteres auffangen lässt. Wirtschaftlich stellt das für EPIC kein Problem dar, schließlich kommt das große Geld ohnehin aus anderen Quellen, allerdings hat sich gezeigt, dass die regulären Verkaufszahlen weit hinter den garantierten Ankäufen durch EPIC zurückbleiben. In anderen Worten, viele Spieler kaufen ihr Spiele eben doch bei Valve (zumindest jetzt noch), sobald dort ein angemessener Rabatt angeboten wird. Die Gründe dafür sind übrigens ganz interessant. Der EPIC Store bieten nur wenige der auf Steam bekannten Features, was den meisten Spielern bitter aufstößt. So fehlt unter anderem der auf Steam für jedes Spiel angelegte Community Hub, wo sich die Spieler austauschen oder technische Hilfe erfragen können. Das gipfelte in mehr als nur einem Fall darin, dass Leute ein Spiel über EPIC spielten, im betreffenden Community Hub auf Steam aber die Diskussionen dazu geführt wurden. Ein anderes Problem ist zudem, dass die Konten im EPIC Store nicht sicher sind, was unzählige Berichte belegen. Manchen Spielern wurde ein und das selbe Konto bis zu 5 Mal in einem Monat gestohlen (gehackt). Wieso EPIC hier nicht das Niveau von Steam erreicht ist nicht nur mir schleierhaft, schließlich ist die Kontosicherheit inzwischen in allen Bereichen des Lebens ein essenzielles Thema.


    Für die Entwickler ist der Deal mit EPIC wohl am schwierigsten zu bewerten. Zum einen erhalten sie bei EPIC einen garantierten Umsatz, auf der anderen Seite werden sie nicht nur auf Steam massiv angefeindet. Letzteres hat übrigens dazu geführt, dass Entwickler auf Steam inzwischen die Möglichkeit haben Reviews aus den Bewertungen herausrechnen zu lassen, sollten diese sich nicht objektiv auf ein Spiel beziehen. Anlass dafür war der "Puputsturm" gegen Deep Silver, die bekanntlich die ersten waren, die mit ihrem spontan geschlossenen Vertrag mit EPIC die Spieler gegen sich aufbrachten (METRO EXODUS). Der damit verbundene Image-Schaden war enorm und dürfte Deep Silver auch zukünftig einige Probleme einbringen, denn wenn man sich die Hubs auf Steam ansieht, wird noch immer gegen dieses Unternehmen Stimmung gemacht. Und sie sind nicht die Einzigen, denen es so geht. Man muss daher hier feststellen, dass zumindest im Moment die Entscheidung "Geld" oder "Ansehen" heißt, wobei beide Optionen den Schlüssel zum Untergang in sich tragen können.


    Abschließend die Frage: Was ist mit uns, den Spielern? Profitieren wir von Unternehmen wie EPIC? Die Antwort ist wohl auch hier "Ja" und "Nein". Denn während mancher dem Lockruf des kostenlosen Angebots folgt, sind andere eher (etwas) verstimmt über solche Vorgänge, wollen sie sich doch nicht vorschreiben lassen, wo sie ihre Spiele kaufen (die Frage, wieviele Launcher man sich installieren muss, ist bekanntlich auch hier im Forum ein wiederkehrendes Thema und zeigt eines der entscheiden Probleme auf). Beide Standpunkte bzw. Sichtweisen sind legitim, allerdings muss hier bedacht werden, was langfristig aus dem beschriebenen Konflikt resultieren könnte. Einerseits könnte es nämlich passieren, dass ganze Spieleserien bzw. Veröffentlichungen eines Entwicklers nur noch über einen Store vertrieben werden, eine Strategie die EPIC vor einigen Wochen als mögliche Option in den Raum gestellt hat, anderseits könnte es aber auch dazu führen, dass Spiele über Aktionen - wie jene im EPIC Store - grundsätzlich kostenlos sind, zumindest wenn man schnell genug ist und am entscheidenden Tag seinen Computer hochfahren kann. Beides hat nicht nur Vorteile.


    Der Hoffnungsschimmer


    Dass EPIC nicht der einzige Store ist, der Titel exklusiv vertreibt, ist hoffentlich bekannt. Andere Beispiele sind Google Stadia oder der Origin Store von EA. Letzterer hat, wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, neulich sein gesamtes Sortiment an Spielen in den Steam Shop übertragen. Zwar gibt es noch immer die Notwendigkeit sich den Origin Launcher zu installieren, aber immerhin kann man seinen Einkauf dort tätigen wo man es persönlich bevorzugt - verbunden mit allen Vor- und Nachteilen (Community Hub, Rabatte in einem Sale, etc.). Das ist grundsätzlich also ein guter Schritt, schließlich muss man davon ausgehen, dass ein regelrechter Krieg zwischen den Vertriebsplattformen zu einem Problem für uns Spieler werden kann, sollte eine dieser Plattform Konkurs gehen. In einem solchen Fall wären nämlich alle Spiele weg, und das wäre für manche von uns wohl eine größere Katastrophe, als ein Rohrbruch in der Abwasserleitung im Keller. Umso erfreulicher ist es da, dass selbst der unsägliche CEO von EPIC (Tim Sweeney - den Namen sollte man mal Googlen, und auch seine Tweets sind echte Offenbarungen) angekündigt hat, das Konzept der Exklusivität neu überdenken zu wollen. Sollte er seine jüngste Bekanntmachung ernst machen, und nicht wieder wie der Zwillingsbruder des Ronald Dumb auftreten und alles leugnen, sobald jemand nachhakt, könnte es schon bald wieder (fast) alle Spiele am selben Tag in allen Stores zu kaufen geben. Wir Spieler erhielten so unsere Mündigkeit zurück, sofern wir uns diese haben abnehmen lassen.


    Meine persönliche Meinung


    Für mich ist diese ganze Geschichte um die Exklusivität ein problematisches Thema. Einerseits verstehe ich, dass Entwickler ein wirtschaftliches Interesse daran haben am Tax X eine definierte Summe zu erhalten, und ich verstehe auch, dass der sogenannte "Cut" von 85-15 (EPIC) zu 70-30 (Valve) mehr Geld für die Entwickler bedeutet, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sich das langfristig zu unseren Gunsten auswirkt. Wie sich zeigt haben es manche Hersteller mit Exklusivvertrag nämlich nicht mehr sehr eilig, wenn es darum geht ihr fehlerhaftes Produkt nachzubessern (z.B. Phoenix Point), da es bei EPIC zwar inzwischen ein rudimentäres Bewertungssystem gibt, allerdings können die negativen Reviews dort sehr viel einfacher unterdrückt werden, als es beispielsweise bei Steam der Fall ist. Auch die Erstattungen sollen im EPIC Store wohl nicht so einfach sein, wie auf Steam. Es besteht also das Risiko, dass langfristig die Qualität der Spiele sinken könnte, sollte sich die derzeit angewandte Praktik dauerhaft etablieren. Es scheint daher durchaus sinnvoll zu sein, sofern man der Qualität eines Spiels den entscheidenden Stellenwert beimisst bzw. die Qualität als entscheidendes Kriterium für einen Kauf anwendet, sich auf die Spiele im Steam Store zu beschränken. Und sofern sich an den Umständen nichts ändert, werde ich auch genau das tun.


    Übrigens: Ich habe hier irgendwo gelesen, dass man sich erhofft Valve könnte an seinem 70-30 Prinzip etwas ändern. DAS wird nicht geschehen. Valve hat bereits vor Monaten erklärt, dass der Betrieb des Steam Shops und der anderen Inhalte, die damit verbunden sind Kosten verursachen, die sich mit einem anderen Aufteilungsverhältnis nicht decken lassen. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen, daran zweifeln darf man aber wohl schon (allein der Community Markt ist eine Geldruckmaschine). Nichtsdestotrotz verstehe ich aber auch hier den Gedankengang: Solange man der Marktbeherrschende Anbieter ist, der dazu auch noch die größte, zuverlässigste und sicherste Plattform zur Verfügung stellt, und mit dem "Early Access" Programm gerade kleineren Studios eine existenzielle Option bietet, kann man es sich auch erlauben "kostendeckend" zu arbeiten. Die Schwierigkeiten bei EPIC Kunden dauerhaft an sich zu binden - und vor allem zu Käufen zu animieren - sprechen zudem ebenfalls für Steam. Langfristig wird die Marktbeherrschende Dominanz von Valve vermutlich aufgebrochen werden, aber ob Exklusivverträge da der richtige Weg sind, darf angemessen bezweifelt werden.


    Eine letzte Bemerkung noch: Auf Steam wurde vor 1 1/2 Jahren die Gruppe "Fuck EPIC" gegründet. Die Administration der Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht regelmäßig über Entwicklungen zu diesem Thema zu berichten, wobei man sich nicht nur auf EPIC beschränkt. Inzwischen erscheint an jedem Freitag ein "News Roundup", in dem mal mehr mal weniger relevante Online Beiträge von Spielezeitschriften, Entwicklern und Vertriebsplattformen gesammelt und aufgearbeitet werden. Sofern man sich nicht dazu verleiten lässt die häufig wenig qualifizierten Kommentare der Gruppenmitglieder zu lesen, erhält man hier doch einen guten Überblick zu Entwicklungen zu diesem Thema - manchmal sogar bevor Bob sie hier im Forum kund tut oder Valve eine entsprechende News platziert. In jedem Fall aber erfährt man, welche Spiele für wie lange Exklusiv in einem anderen Store veröffentlich werden, bzw. wann sie auch auf Steam zu erwarten sind. Wer sich also regelmäßig zu diesem Thema informieren möchte, kann das dort tun.

  • Schöne Zusammenfassung der Situation.


    Eine Frage: Ich hab den Typen jetzt mal gegoogelt, aber finde nix was wirklich gegen ihn sprechen würde. Ein rant gegen Lootboxen und die AppStore Politik von Google und Apple und dazu ein paar gehässige Twitterkommentare, um sein Produkt zu verteidigen, but thats about it.


    Ich hatte ihn auch mal bei Twitter, kann mich da aber auch an nix außergewöhnliches erinnern.

  • Epic bietet den Entwicklern sicherlich ein recht verlockendes Angebot, aus der Sicht, und aus der Sicht der Verhinderung von Monopolen die langfristig schlecht für die Kunden wäre es ja durchaus begrüßenswert das Steam endlich Konkurrenz hat.


    Das Problem ist, dass Epic zwar enorm viel Aufwand betreibt um Entwickler zu gewinnen, bei der Gewinnung von Spielern aber einigermaßen plump vorgeht. Klar spiele exklusiv anzubieten und teilweise zu verschenken kann doch einige anlocken. In zahlreichen anderen Punkten ist Epic für die Kunden aber einfach nur eine Katastrophe.
    Das sie keinen Comunity Hub haben wurde schon angesprochen, sie haben aber auch kein Äquivalent zum Steam Workshop, der die Verwendung von mods ungemein erleichtert. Ja lange Zeit hatte diese Zumutung eines Stores noch nicht einmal einen Warenkorb, da fragt man sich dann auch wie ein Unternehmen drauf sein muss um auf Benutzerfreundlichkeit derart zu sch****.


    Dann das Thema Sicherheit, die Häufigkeit von Hacks hat Brax schon angesprochen, aber auch hier gibt es noch mehr Probleme, namentlich dass das Teil relativ datenhungrig ist, was so richtig besorgniserregend wird, wenn man Epics Eigentümerstruktur kennt. Mehrheitseigentümer mit 40% ist nämlich die chinesische Firma Tencent, womit die Gefahr äußerst real ist, dass die rotchinesische Regierung:
    A: Nutzerdaten bekommen
    B: Potentiell Einfluss auf das Angebot nehmen kann (es gibt Spiele die Inhalte haben die der Regierung in Peking nicht gefallen, wenn Unternehmen nun nicht nur mit dem Risiko leben müssten dass ihr Spiel nicht in der VR-China verkauft werden kann, sondern eventuell auch nicht auf Epic, könnte dies zu mehr Zensur führen).


    Mir kommt das Teil jedenfalls nicht auf den PC.

  • Ich hatte tatsächlich einen EPIC Account und den Launcher, aber bevor es zu einer Spieleschleuder wurde, nämlich für die Unreal Engine. Aber da das kleine Unternehmen EPIC es nicht zuließ, dass man die E-Mail-Adresse, mit dem das Konto registriert war, ändern konnte (weiß nicht, ob da sich mittlerweile was getan hat), gehört mein EPIC Konto der Vergangenheit an, weil es auf meiner Uni-Adresse lief. Aber das Lustige daran ist, dass EPIC dadurch verhindert hat, dass im Nachgang eine meine anderen nichtgepwnten Adressen gepwnt wird. Wie schon angemerkt, mit Sicherheit hat es die Einrichtung nicht so.


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    Wenn ihr einen Account bei EPIC habt, könnt ihr ja mal eure dort angegebene E-Mail-Adresse hier eingeben: https://haveibeenpwned.com/ ;)

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  • Forum und Launcher liefen über einen single login? Gehackt wurde das Forum und die verschlüsselten Passworthashes waren immerhin gesalzen, sodass die damals nicht so ohne weiteres zu entschlüsseln waren.


    Zum Vergleich der deutsche Brillenonlineshop Mr Spex, der um den dreh auch gehackt wurde, hat die Kundenpasswörter damals noch in Klartext gespeichert ...



    Edit: Der Vergleich mit Mr Spex ist vielleicht ein bisschen ein Strohmann Argument, aber mein Punkt ist, dass die Daten zumindest nicht ungesichert waren.



    @IWST das mit Tencent als grossanteilseigner ist natürlich krass. Das kann denen aber auch noch auf die Füsse Fallen, wenn sich Anti Chinesische Stimmung in Gesetze niederschlägt, wie gerade in Indien geschehen. Auch die berechtige Angst, seine Daten an die chinesischen Regierung zu übergeben, und mit dem Launcher denen eventuell eine Hintertür auf den eigenen Computer zu geben, ist nicht gerade Verkaufsfördernd.

    "There is no need to die on the road. You can always do homeoffice."
    - Proverb in Bangladesh

    Einmal editiert, zuletzt von Bonny ()

  • Da müsste ich meine Erinnerung anstrengen, aber ich kann mich nicht entsinnen, einen extra Account für das Forum angelegt zu haben. Du kamst vom Launcher eigentlich mit einem (oder zwei) Klick ins Online-Forum.


    Aber kurz nochmal für die derzeitige Anmeldung geschaut:

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  • Versteht mich bitte nicht falsch, aber ihr debattiert hier schon jetzt am Thema vorbei. Sowohl Titel des Thread als auch der Text im Eingangspost stellen die Exklusiven Veröffentlichungen in den Mittelpunkt und nicht die Schwächen des EPIC Store. Wenn ihr über Sicherheitsfragen und Datenabgriff sprechen wollt, können wir das gern in einem gesonderten Thread tun, dazu hätte ich nämlich auch das eine oder andere zu sagen. Hier würde ich hingegen es gern beim benannten Schwerpunkt belassen (im Zweifel dient der Thread auch dazu Exklusive Titel aufzulisten).


    @Bonny
    Mr. Sweeny verteidigt nicht nur den Ansatz der Exklusivität, er greift jeden höchst aggressiv an, der seine Ansicht nicht teilt. Mitunter beleidigt er Journalisten, die kritische Fragen stellen und Spieler, die sich weigern auch nur in Erwägung zu ziehen sich einen Account zuzulegen. In einem Tweet stand sinngemäß, "wir wären es nicht wert, dass man uns nachtrauert, sollte uns etwas passieren, denn wir wären ohnehin nicht die schlauesten Leute." Leider finde ich diesen Tweet nicht mehr, vielleicht wurde er auch gelöscht. Das Niveau auf dem er argumentiert ist dem des amerikanischen Präsidenten mehr als nur ähnlich, man erkennt kaum Unterschiede. In seiner Welt ist EPIC gut und Valve böse.


    Was ich an dieser Stelle noch erwähnen will ist, dass sich auch die Medien eher auf die Seite von EPIC stellen. Bei diversen Awards wurde EPIC im vergangenen Jahr immer wieder für sein Engagement zugunsten der Hersteller gelobt. Welche Auswirkungen dieses Engagement für den Spieler hat, wurde da überhaupt nicht berücksichtigt oder erwähnt. Sicherlich, kostenlose Spiele sind immer "Super", aber dass die Souveränität des Kunden ignoriert und demontiert wird, indem man ihm einen Willen aufzwingt (und in Sweeneys Fall das Recht auf einen freien Willen abspricht), scheint bei der Fachpresse niemanden zu stören. Bei Spielen, die für eine Konsole entwickelt werden, mag es nachvollziehbar sein, dass ein Titel - hardwarebedingt - exklusiv veröffentlicht wird, wenn es aber um PCs geht, ist es das nicht.

  • Also, der Überblick zur aktuellen Lage hat mir gefallen. :thumbsup:
    Generell muss ich aber sagen: ich habe am liebsten alles an einem Fleck.
    Deshalb kaufe ich nichts was es nicht bei Steam gibt.
    Und das wird sich vermutlich auch in absehbarer Zeit nicht ändern.


    Mich ärgert schon wenn ein einzelnes Spiel einen eigenen Launcher benutzt.
    Der "Epic"-Store geht bislang komplett an mir vorbei, und da ich ohnehin
    nur selten ein PC-Spiel zum vollen Preis kaufe; nun, da kann ich auch mal
    ein Jahr warten bis es dann bei Steam erscheint :cool:

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    :lehrer: Wenn es heute nacht NULL GRAD sind, und morgen Nacht doppelt so kalt wird - wie kalt ist es dann?




    :weg: Wenn ich mich selbst ganz aufesse, bin ich dann ganz weg oder doppelt so schwer?


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  • Also, der Überblick zur aktuellen Lage hat mir gefallen.

    Stimme ich zu, habe auch diesbezüglich nichts hinzuzufügen oder zu widersprechen.


    Generell hätte ich auch gerne alles auf einer Plattform, aber wenn andere Launcher und Anbieter eben Attraktives für die Nutzer bieten (ohne großen Haken), hätte ich gar nichts dagegen weitere Taskleistenverknüpfungen hinzuzufügen.


    Vor allen Dingen gibt es schlicht und einfach kein Spiel, welches nicht auf Steam angeboten und gleichzeitig unwiderstehlich für mich wäre. Also komme ich gar nicht in die Situation eine andere Plattform zu erwägen. Der Schwellenwert wurde bisher einfach nicht überschritten. Ich habe eigentlich einen inaktiven Origin-Account, aber das ist schon ewig her und war für Spiele, die ich schon physisch hatte, z.B. durch Gamestar.


    Und was die Exklusiv-Titel angeht und deren kostenloses Angebot zu Release: Wie gesagt, kein Spiel bisher, das ich unbedingt haben wollte. Und dazu kommt noch, dass wenn ich ein Spiel für würdig erachte, bin ich auch bereit dafür zu zahlen. An Geld habert es nicht. Und solang es kein Gruppenzwang gibt (oder wie gesagt, das Spiel ungeduldige Gelüste hervorruft), kann ich warten.


    Ein was habe ich vergessen: Habe doch einen Wargaming Account. :D So schnell kann man was übersehen, aber das stecke ich nicht in die Schublade Steam, EPIC, ...

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  • Mehrheitseigentümer mit 40% ist nämlich die chinesische Firma Tencent

    Auch ein Grund warum Epic erstmal kein Geld mit dem Store verdienen muss, Tencent die haben ihre Finger in verdammt vielen Firmen drin und sind verdammt groß. 2019 hatten sie einen Umsatz von 47,5 Milliarden Euro und mit 491,3 Euro eine gigantische Marktkapitalisierung. Zum Vergleich, EA hatte 2019 einen Umsatz von 4,34 Milliarden Euro.


    Ansonsten, ich mag den EPIC Store nicht und die Exklusivität geht mir auf den Geist. Man sollte auch nicht unterschätzen, was die Strategie für eine junge Generation bedeutet. Wenn deine Gang aus 10jährigen ohnehin ständig bei Fortnite rumhängt und du dann auch noch ständig Spiele Geschenk bekommst, die du dir sonst nicht leisten könntest, dann bleiben da sicher einige auch sehr langfristig hängen.


    Ich finde es hingegen sehr charmant was GOG macht. Man kann die Spiele mit oder ohne Launcher spielen. Mit Launcher kann man auch auf die Spiele aus anderen Shops zugreifen. Und wenn man mag kann man diverse Spiele aus seiner Steam-Bibliothek kostenlos zu GOG übernehmen. Dazu gibts bei fast allen spielen ein nettes kleines Bonus-Bundle aus Wallpapern und z.B. Soundtrack. Von Anfang an hat der Shop seine Nische gehabt, an diese ausgebaut und hat einfach viele positive Aspekte.


    Bei EPIC hab ich einfach nur das Gefühl, dass ein großes Unternehmen alleine mit Geld auf den Markt drückt und zwar zu Ungunsten der Spielerschaft. Und wenn man weiter oben liest wer Tencent ist, dann ist das auch kein Kampf in dem EPIC als David gegen den großen Goliat Steam antritt. Eine marktbeherrschende Stellung durch die Hintertür durch Tencent wäre wesentlich schlimmer, als dass was wir aktuell mit Valve haben.


    Gibt auch gute Gründe warum Entwickler (unabhängig von möglichen Shitstorms) den EPIC-Store meiden:
    https://www.gamestar.de/artike…r-slitherine,3344564.html
    https://www.pcgames.de/Epic-Ga…kurrenz-exklusiv-1277499/

  • Da es in diesem Jahr keine E3 und keine Gamescom geben wird, fand gestern das erste von vermutlich zwei "Ubisoft Forward Recaps" statt, bei dem Ubisoft über einige seiner zukünftigen Projekte Auskunft erteilt hat. Neben der Ankündigung eines FarCry 6 wurde mitgeteilt, dass der Titel "Watchdogs Legion" ausschließlich auf UPlay und bei EPIC veröffentlicht wird, "Assassins Creed Valhalla" wird neben den beiden benannten Stores auch bei Google Stadia vertrieben werden. Ob die Spiele später irgendwann auch auf Steam erscheinen ist derzeit unbekannt.

  • Und einer von Google, und einer von GOG, und einer von ..... Wenn man davon absieht, dass man gefühlt für jedes Spiel einen eigenen Launcher braucht, die dann zum Teil mit Spyware und Dataloggern durchsetzt sind, deren Kontosicherheit nicht mit der von Steam vergleichbar ist und deren Funktionsumfang nicht dem entspricht, was man als Kunde erwartet .... es geht hier in erster Linie darum, dass dem Spieler (Kunden) vorgeschrieben wird wo er sein zukünftiges Lieblingsspiel kauft. Es geht darum, dass aggressive Unternehmenspolitik auf dem Rücken des Kunden ausgetragen wird, und das nur bedingt zum Vorteil des Kunden. Es geht darum, dass mancher CEO meint das eigentlich in der Freizeit angesiedelte Thema "Spiele" zu politisieren, indem man gezielt einen Keil in die Spielerschaft treibt, indem man im Multiplayerbereich Mauern errichtet anstatt "Crossplatform Multiplayer Gaming" zuzulasen.


    Ich denke, dass in den Posts oben genug Probleme benannt wurden. Wenn es für Dich kein Problem ist, die Platte mit zahlreichen Launcher vollzustopfen, dann ist dieser Thread hier nur insofern relevant, dass du hier nachlesen kannst, wo Du zukünftig welches Spiel kaufen kannst.

  • Hör mal, ich habe einfach nur eine Frage gestellt, ok?
    Viele sehen scheinbar in 3-5 Launchern auf dem Rechner ein Datenproblem, haben aber scheinbar keinerlei Probleme, ihre komplette Konversation, Kontakte oder sonst etwaige Daten auf dem Smartphone abzugeben wegen Apps, die man meint zu benötigen.


    Auch das war eine allgemeine Feststellung und mag zutreffen oder nicht, ist eben sehr subjektiv, wie man mit seinen Daten umgeht.



    es geht hier in erster Linie darum, dass dem Spieler (Kunden) vorgeschrieben wird wo er sein zukünftiges Lieblingsspiel kauft.

    Ja, und? Beim ALDI gibt´s auch keine Fishermen´s Friend.
    Entscheide Du als Kunde, was Du möchtest und ob Du bereit bist, dieses oder jenes dafür zu tun, nennt sich Marktwirtschaft.
    Wenn die Spieleplattform einen scheiß Job macht, wird sie nicht mehr genutzt werden, ganz einfach.

  • Ich habe die Legitimität deiner Frage nicht in Abrede gestellt, im Gegenteil, sie ist grundsätzlich berechtigt. Wären die Vertriebsplattformen, und damit die Launcher / Clients, weitestgehend gleichwertig, und das sowohl in Funktionalität als auch Betriebssicherheit, dann wäre es auch ein unbedeutendes Thema, dem man sich höchstens aus Trotz entgegenstellt. Leider ist dem aber nicht so, denn wie oben erwähnt ist gerade bei EPIC der Schutz des Kontos, und da geht es zumindest mir in erster Linie um den Schutz gegen Diebstahl, eine einzige Katastrophe. Das Thema Datensicherheit kommt erst an zweiter Stelle hinzu und stellt - ebenfalls bei EPIC - ein weiteres Problem dar, das mit der Veröffentlichung des Verfassungsschutzberichts sogar eine politische Tiefe bekommen hat - das Stichwort lautet hier "Tenscent".


    Aber wie ebenfalls oben erwähnt, das Thema Datenschutz und Datenabgriff sollte man eher in einem anderen Thread behandeln, denn hier geht es um den Versuch einiger Unternehmen mit der Exklusivität einzelner Spiele die Vormachtstellung von Valve (Steam) aufzubrechen. Und dieser Ansatz ist zumindest für mich (und auch viele andere) eine höchst fragwürdige Vorgehensweise. Sicherlich hast du auch hier Recht; wenn man sich nichts aufzwingen lassen will entscheidet man selbst ob und wo man seine Spiele kauft. Allerdings bleibt von der Freiwilligkeit nicht mehr viel übrig, wenn die angekündigte finale Episode einer von vornherein auf drei Teile ausgelegten Spieleserie plötzlich nicht mehr bei Steam zu haben ist, sondern bei Origin oder Google. Zum Glück ist es im Moment (noch) so, dass viele dieser Titel 12 Monate später auch auf Steam erscheinen, sollte aber EPIC ernst machen und jedes Spiel das die UE5 nutzt ausschließlich im EPIC Store erscheinen, dann wird aus der Vielfalt an Vertriebsplattformen ganz schnell ein neues Monopol, das an den derzeit vorherschenden Bedingungen nichts ändert. Lediglich der Name des Monopolisten wäre neu, wobei der "Neue" dann deutlich schlechter wäre als Valve (zumindest wenn die nicht ihren Laden auf den Stand der Technik bringen).


    Übrigens: Es mag sein, dass EA (Origin) erkannt hat, dass über die Exklusivität auf Dauer kein Kundenzuwachs generiert werden kann, leider gilt das aber nicht zwingend für andere. Ich glaube nämlich nicht, dass EPIC jemals seinen Shop schließen wird, wenn über "Fortnite" und die UE Software Milliarden in die Kasse gespült werden. Wie ebenfalls oben erwähnt steckt EPIC das mühelos weg, weshalb die sich es auch leisten können Spiele am Releasetag für mal eben 15 Millionen Euro zu verschenken. Ein Boykott des EPIC Store wird rein gar nichts bewirken, denn wäre dem so würden nicht ständig weitere Entwickler Verträge mit diesem Unternehmen abschließen.

  • Also ich habe Steam auf dem PC installiert, wie wahrscheinlich die meisten von uns hier auch.
    Grundsätzlich finde ich es nicht schlimm, wenn bestimmte Spiele exklusiv nur für eine Plattform bereitgestellt werden. Im Mercedes-Autohaus kann ich auch keinen Audi kaufen.
    Mehr als zwei oder drei Shops sollten es aber nicht sein. Ein vollgestofte Task-Leiste mit zig Symbolen braucht auch kein Mensch.


    Ganz am Anfang war ich Steam gegenüber eher kritisch eingestellt. Ähnlich wie bei DVDs vs. Streamingdienst überwiegen für mich die Vorteile von Steam:
    - Keine Scheiben im Schrank
    - Kaufen, laden und sofort zocken


    Mir reicht das und auf Steam findet man genug Spiele, die einen interessieren.

  • Flash-Meldung


    Wie soeben über die "EPIC GAMES SUCKS" Group (ehemals "Fuck EPIC") gemeldet wurde, wird das bislang auf Steam gelistete "Rocket League" ein EPIC Exclusive Titel werden. Grund dafür ist, dass EPIC das Spiel kürzlich erworben hat. Wer das Spiel auf Steam besitzt erhält (angeblich) auch weiterhin alle Updates. Ob die Spieler aber zukünftig für die Anmeldung auf den Servern einen EPIC-Account brauchen, quasi analog zum Origin-Konto bei Mass Effect, ist bislang unklar, ausgeschlossen ist das aber nicht. Wann genau die Umstellung erfolgt habe ich adhoc nicht gesehen, die Ankündigung des Entwicklers trägt jedoch das Datum "28.07.2020".


    Das "Gute" an der Meldung ist: RL wird F2P - zumindest auf EPIC.


    Ankündigung des (ehemaligen) Entwicklers: Klick

  • Also den Sinn dahinter kann ich jetzt richtig sehen. :blöd: Die potenziellen neuen User sind doch sehr gering. Die die Spiel bisher nicht hatten, werden jetzt bestimmt nicht auf Epic spielen, es hat ja schon drölftausend Möglichkeiten gegeben, es quasi umsonst zu bekommen.


    Wird es dann auch über die verschiednen Launcher möglich sein zu spielen oder muss man dann mehrere Freundeslisten haen?

  • Naja teilweise ist sowas schon doof. Habe mir damals Ghost Recon Wild Lands über Steam zugelegt. Wenn Du das Game das erste mal startest wird der UPlay Launcher installiert. Durch diesen wird dann auch das Game selbst gestartet. Sprich ich hab über Steam eigentlich nichts als den Code gekauft. Gestartet wird durch Uplay. Soweit so gut. Einige Wochen später gibt es einen DLC über den Uplay Launcher im Angebot. Irgendwie 90% günstiger. Also ein absolutes Schnäppchen. Da greift man natürlich zu. Aber ich kann den DLC dann nicht installieren, da der Uplay Launcher das Game gar nicht findet. Kurzerhand angefragt, antwort lautet: Steamacc. gebunden. Ich bekam zumindest mein Geld zurück. Man sagte mir weiterhin, dass ich warten müssen bis der DLC bei Steam im Angebot erscheint. Warte ich glaub heut noch drauf. Der Support-Mann fragte mich allerdings weshalb ich ein Spiel von ihnen über Steam kaufen würde? Es sei doch mit sowas zu rechnen. Fand ich irgendwie gar nicht damals. Dachte das sei eben übergreifend. Hin und wieder ist es das glaube ich sogar. Alles in allem kaufe ich heute Ubisoft Games über den Uplay Launcher.

    _____________________________
    Solange du dich bemühst, andere zu beeindrucken, bist Du von dir selbst nicht überzeugt. Solange Du danach strebst, besser als andere zu sein, zweifelst Du an deinem eigenen Wert. Solange Du versuchst, dich größer zu machen, indem du andere kleiner machst, hegst Du Zweifel an deiner eigenen Größe. Wer in sich ruht, braucht niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt anderen die ihre.
    -Verfasser unbekannt

  • Mal allgemein zum Thema Exklusivität.


    Ich persönlich verabscheue sowas vollkommen. Egal ob nun im Spielebereich, Fernsehen oder sonst was. Es mag ja irgendwo legitim sein, aber Unternehmen die sich solcher Methoden bedienen, sind bei mir schnell unten durch. Das ist einfach nur mieser Stil. Sowas muss/sollte und darf man nicht honorieren, indem man dem nachgibt.


    Als Sony sich die Exklusivrechte für Formel-1-Spiele gesichert hatte, habe ich die ins Leere laufen lassen. Ich kauf mir doch deswegen keine PlayStation und habe lieber das altehrwürdige Grand Prix 3 gemodet. Am Ende hatte ich zwar eine reine Fantasie-Saison. War aber dennoch ganz nett. Trotzdem ging und geht es mir gehörig gegen den Strich, das irgendeine Firma mir mein Handeln diktieren will. Demzufolge kann mich auch Sky kreuzweise. Der Trottelverein fällt mir schon seit Jahren negativ auf. Zu schade, das weit mehr Menschen auf die Masche eingehen, wodurch damit die Rechnung solcher Firmen natürlich stets aufgeht.


    Deswegen stört mich auch das Gebaren von EPIC. Das Problem ist nicht, vielleicht fünf, sechs oder sieben Game-Launcher auf der Platte zu haben, aber nicht mithilfe von Zwang und Exklusivität. Es soll meine eigene Entscheidung sein und nicht die, von einer geldgeilen Firma.


    Mit dem Film Greyhound ist leider das gleiche passiert. Mag zwar nur ein Film sein, aber Tom Hanks geht halt immer. Und das Thema um einen Handelskonvoi, der im 2. Weltkrieg von einem Wolfsrudel attackiert wird, klang schon interessant. Die Masche ist aber leider die altbekannte. Apple kann mich mal, die können mit solchen Methoden ihren Streamingschrott dahin schieben wo ewige Finsternis herrscht. Nunja, hoffentlich kommt der Film bald auf BluRay raus.

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