Aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit Covid-19

  • Und ansonsten konnte ich heute live erleben wie komisch die Impfpriorisierung in Deutschland funktioniert. War heute bei meiner Hausärztin und die hat mich mit großen Augen angeschaut als ich ihr von meiner Impfung erzählt habe. Gleichzeitig höre ich an der Anmeldung einen Mann ca. 60 mit Vorerkrankungen der seinen ersten Termin im Juni hat. Ich 35 ohne Vorerkrankungen habe meine erste Impfung bereits. Bin aber auf Grund meiner Umstände gleich zweimal in Prio-Gruppe 2 und damit bereits seit Anfang März impfberechtig. Aus meiner Sicht ist Ende April also sogar eher spät.


    Komisch :grübel:


    Die Kritik an AZ ist aus meiner Sicht ebenfalls völlig übertrieben.


    Pharmakonzerne haben sowieso kein hohes Ansehen und wenn sie dann noch so dreist lügen wie AstraZeneca, wars das halt mit dem Vertrauen (von dem hin und her unserer Politik, ebenfalls eine Berufsgruppe mit eher niedriger Vertrauenswürdigkeit, mal abgesehen). Mag keine Auswirkung auf die Qualität ihres Impfstoffes haben, spielt dann aber auch keine Rolle mehr...

  • Komisch? Bei dem Chaos vorher war doch das nachfolgende Chaos vorprogrammiert. Die Priorisierung kann man doch mittlerweile in die Tonne kloppen. Wird doch auch querbeet nochmal ausgenutzt von Klientel das über "andere" Mittel verfügt. Versteht der Otto-normal-Bürger eh nicht mehr mittlerweile - zumindest Viele.

  • Wenn man keine Aktien hat oder mit gutem Gehalt bei einem angestellt ist, mag man die nicht. Kannst jeden fragen auf den das zutrifft. Beamten mal ausgenommen...


    Zumal ich mich ja mit AstraZeneca hätte impfen lassen, ich habe nur Verständnis für die (teilweise berechtigte) Skepsis.

  • Bei Astra ist aber doch das Problem nicht die Anzahl der Nebenwirkungen auf die Gesamtmenge der Impfungen gerechnet, sondern die Anzahl der Nebenwirkungen auf die Zielgruppe der gebärfahigen Frauen gesehen und dort ist das Risiko deutlich zu hoch.


    Dann hatte man in Deutschland den unfassbaren Fehler gemacht, Astra gerade fast ausschließlich für die am schlechtesten geeignete Gruppe zu verwenden. Daher stammt nun der schlechte Ruf. Hätte man von Anfang an den Impfstoff so eingesetzt, wie es empfohlen wurde, wäre das Problem gar nicht aufgetreten.

  • sondern die Anzahl der Nebenwirkungen auf die Zielgruppe der gebärfahigen Frauen gesehen und dort ist das Risiko deutlich zu hoch.


    Bei Biontech und Pfizer erleiden 1 von 20.000 jungen Männern eine Herzmuskelentzündung. Das ist fucking oft.


    Die Wahrscheinlichkeit schwerer Corona-Schäden bei jungen Männern ist wahrscheinlich um ein zigfaches geringer.

  • Genau das meinte ich ja, man hat den falschen Impfstoff für die falsche Personengruppe eingesetzt.


    Bei Biontech und Pfizer erleiden 1 von 20.000 jungen Männern eine Herzmuskelentzündung. Das ist fucking oft.


    Die Wahrscheinlichkeit schwerer Corona-Schäden bei jungen Männern ist wahrscheinlich um ein zigfaches geringer.

    Bei der richtigen Verteilung hätten die Männer den Astra bekommen, also auch dieses Problem wäre nicht aufgetreten.

  • Bei Biontech und Pfizer erleiden 1 von 20.000 jungen Männern eine Herzmuskelentzündung. Das ist fucking oft.


    Die Wahrscheinlichkeit schwerer Corona-Schäden bei jungen Männern ist wahrscheinlich um ein zigfaches geringer.

    Sagt wer? Woher stammt das. Ich habe Folgendes gelesen:

    "Wir haben keine Rate von Myokarditis beobachtet, die höher wäre, als man es in der allgemeinen Bevölkerung erwarten würde", hieß es in der Mitteilung. "Ein kausaler Zusammenhang mit der Impfung wurde nicht festgestellt. Es gibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Beweis dafür, dass in Verbindung mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff ein Risiko von Myokarditis besteht."

  • Dann hatte man in Deutschland den unfassbaren Fehler gemacht, Astra gerade fast ausschließlich für die am schlechtesten geeignete Gruppe zu verwenden

    Stimmt einfach nicht. Es wurden etwas mehr Frauen als Männer mit AZ geimpft, aber der Frauenanteil lag unter 60%. (Genaue Zahlen habe ich irgendwann schonmal hier verlinkt, bin gerade zu faul zum suchen). Und von denen dürfte ein Teil wiederum älter gewesen sein.

    Generell reden wir hier von sehr seltenen Nebenwirkungen, die entsprechend beim Start der Kampagne überhaupt nicht bekannt waren. Die EMA empfiehlt AZ weiterhin ohne Einschränkungen. Die Briten ziehen das auch durch.


    Herzmuskelentzündungen bei jungen Leuten sind auch eine Folge einer realen Coronainfektion. Mal abwarten, was die Untersuchungen ergeben. Soweit ich weiß, sind die Zahlen aus Israel aber nichtmal auffällig. Also die Anzahl der registrierten Herzmuskelentzündungen liegt nicht oberhalb der Rate, die bei einem kollektiv dieser Größe statistisch nunmal zu erwarten war.

  • Und wo ist der Unterschied zu einem AstraZeneca? Die statistische Gefahr ist da vermutlich auch nicht höher als bei Biontech. Trotzdem genießt der eine Vertrauen und der andere nicht. Ich verstehe es sogar und rechne es der miesen Firmenpolitik zu.

    Die Anzahl der Israelis mit Herzmuskelentzündung scheint sich nach bisherigen Berichten im selben Bereich bewegt zu haben wie zu Zeiten in denen sie nicht geimpft wurden.

    Beim derzeitigen Stand der Untersuchung ist ein Zusammenhang zwar noch nicht ganz auszuschließen, konkreten Hinweise gibt es aber auch nicht, wenn dann dürfte die Zahl der zusätzlichen Fälle die ohne Impfung keine Entzündung bekommen hätten ziemlich klein sein.


    Bei Astra-Zeneca ist es so, dass zwar Thrombosen im Allgemeinen bei Geimpften nicht wesentlich häufiger sind als bei Ungeimpften,

    Hirnvenen-Thrombosen allerdings sind signifikant häufiger aufgetreten als bei Nicht-Geimpften, und es gibt mittlerweile auch Studien die einen kausalen Zusammenhang andeuten.

    Wobei auch bei Astra-Zeneca die Zahlen in pro-Million gemessen werden, eine Impfung ist immer noch bei weitem sicherer, als weiterhin der Gefahr einer Covid-Infektion ausgesetzt zu sein.

    Das in dem Fall der Ruf so schlecht ist, liegt wohl auch an den massiven Lieferausfällen und der dreisten Reaktion der Geschäftsführung auf diese.

  • Stimmt einfach nicht. Es wurden etwas mehr Frauen als Männer mit AZ geimpft, aber der Frauenanteil lag unter 60%. (Genaue Zahlen habe ich irgendwann schonmal hier verlinkt, bin gerade zu faul zum suchen). Und von denen dürfte ein Teil wiederum älter gewesen sein.

    Generell reden wir hier von sehr seltenen Nebenwirkungen, die entsprechend beim Start der Kampagne überhaupt nicht bekannt waren. Die EMA empfiehlt AZ weiterhin ohne Einschränkungen. Die Briten ziehen das auch durch.

    Aber das sind doch Ausreden, um im Nachhinein zu verschleiern, dass man sich nicht an die Empfehlungen gehalten hat. Biontech war von Anfang an für die Menschen gedacht, welche die meisten Risikokontakte haben, also Lehrer und Erzieher. Diese hätten so schnell es geht priorisiert damit geimpft werden müssen.


    Das hat man bewusst nicht getan, weil diese Berufsgruppen bei unseren Politikern anscheinend keine Wertschätzung genießen und auch keine Lobby haben. Damit hätte man auch den Kindern einiges an Leid ersparen können. Zu der Zeit war bereits lange bekannt, dass Astra besonders für ältere Menschen geeignet ist. Auch wenn die vorhandene Menge nicht ausgereicht hat, hätte man ohne Not zumindest die Zuweisung ändern könnern.

  • Nun, Biontech war deutlich eher auf dem Markt und anders als junge Erzieherinnen neigen alte multimorbide Pat. daran an Corona zu sterben. Und auch die typischen Nebenwirkungen des Biontech treten bei alten Leuten kaum auf. Den Erzieherinnen wäre geholfen gewesen, wenn sie Masken getragen hätten (keine Ahnung, ob das ein regionales Ding war, aber teilweise hieß es, dass ginge nicht, weil es Kinder verstören könne :facepalm: ).

    Und die besondere Eignung des AZ für Alte ging soweit, dass die STIKO zu Beginn (mangels vorliegender Zahlen) keine Evidenz für eine Wirkung sah.


    Natürlich weiß man hinterher auch Sachen besser, aber ganz ehrlich. Kinder die nicht in die Kita gehen (also für einen gewissen Zeitraum, dass Kindergarten per se wichtig ist streite ich gar nicht ab) sind erstmal ein "Convenience-Problem" für die Eltern. Alte Leute sterben halt.

  • Sagt wer?


    Habs am Freitag vergessen einzfügen und war dann weg...


    Fälle von Herzmuskelentzündungen nach Biontech-Impfungen - SWR Wissen

    Zitat


    Laut israelischen Medienberichten dokumentiert die Studie allerdings eine fünffach erhöhte Inzidenz unter jungen Männern. Im Allgemeinen sei nach der zweiten Impfdosis eine Person von 100.000 Geimpften von einer Herzmuskelentzündung betroffen gewesen. Bei jungen Männern war es angeblich jeder 20.000ste


    Einen Zusammenhang muss es noch nicht geben, trotzdem finde ich "jeder 20.000ste" irgendwie hoch, zumindest höher als bei anderen seltenen Nebenwirkungen, wo die Risiken irgendwo im Millionenbereich liegen.

  • 1:20.000 ist ziemlich genau die Wahrscheinlichkeit, dafür dass ein junger Mann innerhalb eines Jahres eine Herzmuskelentzündung erleidet. Also junge Männer sind allgemein die Risikogruppe dafür, wenn man das nicht berücksichtigt und deren Zahlen gegen die Allgemeinheit stellt, hat man eben seine Überschrift zusammen.

  • Das tut mir sehr Leid, Tau!



    Vielleicht kennen sich hier ein paar von euch mit Demenz aus und wie sie vorran schreitet wenn man Personen mit solchen Symtomatiken von bekannten Reizen isoliert.

    Es ist a) generell schlecht Demente von Reizen, und Ansprache fernzuhalten. Durch mangelnde Beschäftigung und Ansprache schreitet die Demenz nur noch rapider voran.

    Hier müssen Gespräche, Gedächtnis- und SIngspiele, Gartenspaziergänge mit Abfragerunden zu den Pflanzen im Beet her,

    B) sind fremde Umgebungen, erst recht wenn man in diese fremdbestimmt gekommen ist, sehr beängstigend und verwirrend und sorgen dafür, dass sich Demente noch mehr zurückziehen, da sie Angst haben falsch zu handeln und zu versagen: falsch abzubiegen, die Toilette nicht zu finden, fremde Möbel falsch zu benennen...


    Nee, alles andere als gut ihn fern der Heimat und der Familie "aufzubewahren".

  • Isolation ist für demente nicht gut. Wobei ich die "Schuld" im geschilderten Fall auch eher bei den Bekannten sehen würde.

    Angehörigenbesuche bei kritisch kranken Personen sind in meiner Gegend möglich, keine Ahnung wie das woanders aussieht.


    Ein plötzlicher Wechsel der Umgebung und sich verändernde Bezugspersonen triggern auch gerne mal ein Delir, welches dann häufig als fortgeschrittene Demenz fehlinterpretiert wird. Ein "plötzlicher" Beginn ist für eine Demenz untypisch. Es geht hierbei um eine schleichende und, wichtig, kontinuierliche Verschlechterung der intellektuellen Fähigkeiten. Um eine Demenz überhaupt zu diagnostizieren müssen Symptome seit mindestens sechs Monaten bestehen.


    Ich wünsche TauPandur natürlich ebenfalls alles gute. Versuch deinen Vater wenn irgendmöglich auf eine spezialisierte geriatrische Station zu bekommen, die kennen sich mit sowas aus und erklären nicht gleich jeden verwirrten Senior als hoffnungslos.

  • Die USA wollen den Patentschutz für Covid-19 Impfstoffe für die Zeit der Krise aufheben. Sie unterstützen seit wenigen Stunden offiziell eine entsprechende Initiative innerhalb der WTO.


    Die Aktien der Hersteller sind daraufhin eingebrochen.

  • Bin gerade mit Biontech geimpft worden. Die Bundeswehr und das DRK haben das richtig gut durchgezogen. War sehr stabsmännisch organisiert. Hat mir richtig gut gefallen! Ich sollte eigentlich erst am späten Nachmittag dran sein, aber das ging alles viel schneller als geplant.

    Der junge Stabsarzt war auch lustig drauf. Er meinte zu mir: "Die gute Nachricht, sie kriegen nicht Sputnik, sondern was Gescheites. Die schlechte Nachricht für sie! Sie trinken bitte die nächsten Tage keinen Alkohol, auch wenn gerade Abi-Phase ist!" :D:rofl:

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