Aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit Covid-19

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    • Ok, da haben wir uns falsch verstanden. Pläne machen, vorsorgen usw. ist absolut SINNVOLL. Mir geht es keineswegs darum die Augen vor den Problemen zu verschließen, im Gegenteil. Mir geht es um den EMOTIONALEN Umgang damit. Ich halte es für absolut kontraproduktiv mit Gefühlen wie Angst oder Furcht jetzt quasi in einem Dauerzustand zu leben. Das lähmt eher, als dass es zu sinnvollen Handlungen führt. So meine ich das. Angst und Furcht sind sinnvoll, wenn sie einen schützenden Effekt haben. Aber wenn sie sich gegen etwas richten, was unabänderlich ist, dann werden sie zu geistig-emotionalem Gift. So meine ich das.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • John schrieb:

      Ok, da haben wir uns falsch verstanden. Pläne machen, vorsorgen usw. ist absolut SINNVOLL. Mir geht es keineswegs darum die Augen vor den Problemen zu verschließen, im Gegenteil. Mir geht es um den EMOTIONALEN Umgang damit. Ich halte es für absolut kontraproduktiv mit Gefühlen wie Angst oder Furcht jetzt quasi in einem Dauerzustand zu leben. Das lähmt eher, als dass es zu sinnvollen Handlungen führt. So meine ich das. Angst und Furcht sind sinnvoll, wenn sie einen schützenden Effekt haben. Aber wenn sie sich gegen etwas richten, was unabänderlich ist, dann werden sie zu geistig-emotionalem Gift. So meine ich das.
      Gut, das versteh ich - es bringt nichts, sich wegen negativen Ereignissen fertig zu machen, an denen man teils nichts ändern kann --> man sollte dann lieber nach vorne schauen und das Beste draus machen. Sagt sich halt leichter als getan, aber letztendlich ist das der richtige Weg.
      Steam Name: Patata68
      Origin Name: Patata964
    • Hier auch mal ein Tipp zum Umgang mit den aktuellen Nachrichtenmeldungen vom Chef des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Sinnvolle Anmerkungen, die gerade gut in diese Diskussion passen, wie ich finde:

      welt.de/politik/deutschland/ar…ckerung-nachzudenken.html
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • John schrieb:

      Ansonsten würde uns allen deutlich mehr Stoizismus oder Zen-Mentalität gut tun.
      Hab vorhin Bilder aus einem Einkaufszentrum auf den Philippinen gesehen, wie die Leute stoisch ohne irgend welche Boden-Markierungen in langen Schlangen vor den Läden stehen, alle schön mit 1-2 Meter Abstand. So was bekommen wir hier nicht hin :rolleyes:

      Flavius Jolius schrieb:

      Würde mir jetzt noch Zahlen von vor unserer Haustüre wünschen.
      experience.arcgis.com/experien…4c454480e823b17327b2bf1d4

      Die Statistik, gerade zu den toten ist da aber in der Tat noch nicht so genau, obwohl es die Datengrundlage sicher gibt. Ich hab nur mal gelesen, dass lt. RKI das Durchschnittsalter der verstorbenen in Deutschland auch bei circa 80 Jahren liegt. Würde sich dann auch mit den Daten anderer Länder decken, aber genaue Aufschlüsselung wie für China oder Italien hab ich auch nicht gefunden.

      Danke @Twilight, dann mal viel Erfolg :)
    • Wie kann es sein, dass jetzt in einem Wolfsburger Pflegeheim 12 Menschen an Covid-19 sterben? Bei einer Inkubationszeit von ca. 6-12 Tagen? Also, schon klar wie das sein kann...es dürfte nur nicht sein. Wir haben Kontaktregelungen und eigentlich sollten Pflegekräfte doch mittlerweile den sensiblen Umgang mit dem Virus beherrschen - zumindest die Risiken und die möglichen Ansteckungswege, um genau da anzusetzen.

      Gabs da wirklich noch Besucher oder hat eben eine Pflegekraft den Virus eingeschleppt?

      In einem Würzburger Altenheim gabs letzte Woche auch neun Tote.

      Gerade bei den Menschen die den größten Schutz brauchen wird versagt. Das macht mich sehr traurig. Irgendwie bin ich aber auch froh, dass meine Großeltern diese Scheiße (ja, richtig!) nicht mehr miterleben müssen. Die zusätzliche Sorge und Angst um eine 91-jährige Oma würde mich im Quadrat rotieren lassen...im Wissen nichts für sie tun zu können.



      Ich gehe nicht euren Weg - ihr seid mir keine Brücken.
      - Friedrich Nietzsche -
    • Hier ein bisschen was zu Symptomen und Inkubationszeit: merkur.de/leben/gesundheit/sym…rs-cov-2-zr-13452874.html

      Macht es halt so problematisch, weil Personen viele Tage ohne jede Symptome rumlaufen können und dabei schon ansteckend sind. Und was will man in einem Altersheim machen? Man hat kaum die Ressourcen um alle Einwohner rund um die Uhr zu isolieren und die komplette Belegschaft in Quarantäne Ausrüstung rumrennen zu lassen, ohne dass es einen Verdachtsfall gibt. Und wenn es einen gibt, dann ist im Grunde schon zu spät. Ist nicht schön, aber wird wahrscheinlich noch in mehr als einem Altenheim ankommen, bevor wir die Geschichte durch haben.

      Scheinbar gibt's außerdem die ersten Fälle von erkrankten Hunden und Katzen: sueddeutsche.de/gesundheit/cor…schung-newsblog-1.4788734
      Sind aber wohl Einzelfälle.
    • Flavius Jolius schrieb:

      Bei einer Inkubationszeit von ca. 6-12 Tagen?
      Ja, sorry. War etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meine damit das eben die Ausgangsregelungen seit eben länger als die 10-12 Tage bestehen. Der Virus ja aber eben von Außen eingeschleppt wurde.

      Mit den Tieren ist eigentlich schon bekannt, seit sich ein Hund in China angesteckt hat. Glaub das Bild mit dem Mops mit Maske...das war schon im Februar. Coronaviren sind ja nicht unüblich bei Hunden und Katzen. Wie sich jetzt dieser Virenstamm auswirkt auf die Tiere ist noch relativ unbekannt. Ich tippe nach wie vor auf Katze oder Ratte vom Fischmarkt in Wuhan als Überträger des -dann mutierten- Covid-19 und den dann stattgefundenen Übergang auf den Menschen. Muss nichtmal ein Biss gewesen sein - Gesicht zu Schnauze-Kontakt beim Schmusen reicht aus. Also dann eher Katze als Ratte. :)

      Machts jetzt bei meinen neugierigen gestromten Stubenstreunern auch kompliziert erstmal alles was von Draußen kommt sicher wegzustellen für ein paar Stunden.

      Aber die Forschung auf Basis an den Tieren könnte auch die Suche nach einem Impfstoff beschleunigen.



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    • Flavius Jolius schrieb:

      Wir haben Kontaktregelungen und eigentlich sollten Pflegekräfte doch mittlerweile den sensiblen Umgang mit dem Virus beherrschen - zumindest die Risiken und die möglichen Ansteckungswege, um genau da anzusetzen.
      Frau X ist Pflegekraft im Altenheim; kommt um 22.00 Uhr vom Dienst nach Hause, wo ihr Mann Y schon mit dem Essen wartet. Er hat Kurzarbeit, ist daheim und erledigt die Einkäufe. Im Supermarkt hat er sich angesteckt und an seine Frau übertragen, fertig ist die Infektionskette.
      On top kommt ja noch die Tatsache, daß es für Pflegekräfte ( auch für meine Frau nicht ) Schutzkleidung, Masken etc. gibt. Unmöglich zu bekommen.......Jeder Besuch bei alten Menschen ist Hochrisiko für die Patienten.


    • Mogges schrieb:

      Flavius Jolius schrieb:

      Wir haben Kontaktregelungen und eigentlich sollten Pflegekräfte doch mittlerweile den sensiblen Umgang mit dem Virus beherrschen - zumindest die Risiken und die möglichen Ansteckungswege, um genau da anzusetzen.
      Frau X ist Pflegekraft im Altenheim; kommt um 22.00 Uhr vom Dienst nach Hause, wo ihr Mann Y schon mit dem Essen wartet. Er hat Kurzarbeit, ist daheim und erledigt die Einkäufe. Im Supermarkt hat er sich angesteckt und an seine Frau übertragen, fetig ist die Infektionskette.
      Ja, leider. Das meinte ich mit "Risiko" und bekannten Ansteckungswegen. Leider halt nicht zu vermeiden. Macht das ganze dann noch tragischer als es eh schon ist, wenn jemand der eigentlich helfen sollte den Tod bringt. Aber Besuche von Familien schließe ich auch nicht aus.



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    • Eine Maske, die man für 0,69 € bekommt wird momentan für 45,- € gehandelt.
      Komplettes Versagen der Politik und der Wirtschaft. Befürchte aber, daß man sich nach der Krise wieder nur von einem Anbieter abhängig macht und das ganze wieder von vorne los geht.
      Interview mit einer Oberärztin an einem Klinikum: "China benötigt keine Atomwaffen oder massiv konventionelle Waffen, um dem Westen den Krieg zu erklären. Man liefert einfach keine Antibiotika mehr und der Konflikt ist sofort beendet".


    • Was ich nicht verstehe:
      Es gibt doch auch mehrfach verwendbare Atemmasken mit wechselbaren Filtersystemen. Richtig aus Gummi und Wechselfiltern. Warum stattet man die Ärzte der Krankenhäuser nicht mit sowas aus, anstatt Millionen von Wegwerfmasken zu ordern? Lassen die sich nicht sterilisieren oder woran liegt das? Nur die jetzigen FFP3 Wegwerfmasken werden ja auch schon mehrfach benutzt.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • John schrieb:

      Nur die jetzigen FFP3 Wegwerfmasken werden ja auch schon mehrfach benutzt.
      Wobei die Masken nicht dafür ausgelegt sind, dass ist ne absolute Notfallmaßnahme.

      Der Grund warum man Wegwerfmasken nimmt, dürfte einerseits der Preis im Vergleich zu den Filtern sein und andererseits die Geschwindigkeit. Normalfall ist ja, dass du vielleicht 1-2 isolierte Patienten hast, wenn überhaupt. Schwester/Arzt zieht sich seine Ausrüstung an, geht rein, tut was dort getan werden muss, geht raus und wirft alles in die Tonne. Erledigt. Keiner hat Zeit regelmäßig eine wiederverwertbare Maske zu desinfizieren, grade bei der dünnen Personaldecke, Zivis gibt's ja auch keine mehr. Ob es hingegen in so einer Krise Sinn macht auch solche Systeme vorzuhalten, ja müsste man vielleicht neu bewerten.

      Gerade Nachricht bekommen, dass für Thailand auch eine Rückholaktion mit Condor gestartet ist. Man muss 99 Euro anzahlen und eine Einverständniserklärung ausfüllen, dass man später einen noch zu ermittelnden Betrag X bezahlt, der sich an normalen Economy-Flügen orientiert. Da ist die Preisspanne für Thailand allerdings irgendwo zwischen 150 und 1000 Euro :grübel:


    • Unser Wirtschaftsminister von den Freien Wählern setzt sich publikumswirksam in Szene, indem er die von ihm persönlich beschaften Vliesstoffe für Masken präsentiert, mit dem Aufruf "An die Nähmaschinen, wer nähen kann!"
      Im Grunde genommen eine gute Idee, nur von der Wirtschaft und Politik mangels Profitoptimierung und Sparzwang unnötig verschuldet.
      Es ist ein politisches Armutszeugnis, daß unser Gesundheitssystem so dermaßen von anderen, hier von einem diktatorischen Polizeistaat, abhängig ist.


    • Das Problem haben doch alle Länder und Nationen zur Zeit.

      Es wundert mich nur, dass es offenbar so schwierig ist, weltweit die Produktion hochzusetzen.

      Ich finde es wird auch schleunigst Zeit, Paupläne für einfach zu produzierende Beatmungsgeräte Open Source zu stellen. Verstehe nicht, dass da alle Betriebe noch selbst dran rumbasteln und -probieren müssen. Sollen sie meinetwegen alte Baupläne aus den 80ern nehmen.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Davon wird´s ja nicht richtig oder entschuldbar.
      Open source? Da stecken Patente und eine ganze Menge Kohle dahinter. Dräger wird einen Teufel tun und die Baupläne samt Softwaresteuerung in´s Internet zu stellen. Wenn die Krise vorbei ist, haben die Milliarden auf dem Konto und sind für die nächsten 100 Jahre saniert.
      Steril zu produzieren ist auch gar nicht so einfach, da gibt es ganz bestimmte Vorgaben und maschinelle Abläufe.

      Die medizinische Versorgung, Energie und Grundnahrungsmittel samt Wasser gehören in staatlich kontrollierte Hände und nicht auf den freien Markt zur Profitoptimierung. Das hat nichts mit Kommunismus zu tun, es ist eine Selbstverständlichkeit, dem Bürger das Minimum an Versorgung zu bieten. Werden die Amerikaner ganz schnell am eigenen Leib und furchtbar schmerzlich erfahren in den nächsten Wochen und Monaten.


    • Wir werden es alle merken. Es wird auch hier dramatische Engpässe geben. Das ist schon jetzt leider absehbar.

      Open Source Projekte gibt es ja schon. Es sollen ja nicht die neusten Gerätetypen Open source werden. Meinetwegen alte Modelle aus den 80ern. Möglichst einfach herstellbar. Ich würde mal schauen, womit der Ostblock früher beatmet hat. Medizinisch waren die gar nicht schlecht aufgestellt. Und generell wurde dort einfach und ressourcenschonend aber funktionell produziert. Warum nicht sowas als notfalllösung nachbauen. Wir brauchen ohnehin günstige Massenlösungen für Länder wie Indien oder in Afrika. Möglichst analog und nicht digital. Digital ist zu kompliziert.

      Hier findet man Beispiele. Kriegt man sowas nicht vielleicht schneller nachgebaut?

      drk-ddr.de/page.php?v=1170714
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Das wird so oder so kommen; wenn die Briten schon einen Staubsaugerhersteller anhauen und die USA General Motors, es wird eine Menge improvisiert werden; besser als nichts, das ist schon wahr.
      Und nein: in Deutschland wird nicht die Hölle hereinbrechen wie in den USA; so viel ist sicher.

      Ich hoffe ja inständig, daß diese Krise zum Umdenken führt. Es darf einfach nicht sein, daß wir nach der Seuche weitermachen, als wäre nichts passiert. Befürchte jedoch, daß wie von Jo schon angemerkt, gerade nach den horrenden wirtschaftlichen Verlusten, der günstigste Anbieter erste Wahl sein wird. In 2 Jahren ist alles schon wieder Vergangenheit und nach der Wahl ist vor der Wahl.


    • Mogges schrieb:

      Steril zu produzieren ist auch gar nicht so einfach, da gibt es ganz bestimmte Vorgaben und maschinelle Abläufe.
      Das stelle ich mir auch nicht einfach vor, so im Vergleich zu Autoteilen muss man da bestimmt deutlich andere Bedingungen schaffen.

      Jetzt noch die Zeitumstellung durchzuführen ist allerdings ziemlich fahrlässig. Danach steigen die Krankenzahlen ja immer enorm an, weil das Immunsystem durch den Schlafmangel geschwächt wird und der Körper zusätzlich unter Stress steht. Das wird sich sicher auch auf die Infiziertenzahlen niederschlagen.
    • Das mit der Zeitumstellung halte ich für übertrieben. Es ist Sonntag. Jeder kann so lange pennen, wie er will.

      Auch in Deutschland sollen VW und Daimler an Beatmungstechnik basteln. Kann aber auch sein, dass es da um Zubehörteile aus dem 3-D-Drucker gehen soll.
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      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Auch interessant, daß die Umstellung von Jägermeister auf Desinfektionsmittel eine Zeitungsmeldung wert wahr.
      Können nicht Chemieriesen wie Bayer oder BASF mal so eben 50 Mio Liter Desinfektionsmittel herstellen?
      Scheinbar ist das gar nicht mal so trivial und mit Kosten verbunden. Staatlich anordnen darf man es wohl nicht, hilft nur "bitten" oder "bestechen".
      Da haben es Diktaturen deutlich einfacher oder Staaten, die sich auf das Kriegsrecht berufen können.


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