Alte Männer und ihre Gebrechen - der Gesundheitsthread

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    • Laut wiki waren es 2016 24000 Hebammen davon 1776 freiberuflich. Was ca. 12 Mio. an Beiträgen gewesen wären.
      Keine Ahnung wie genau die Zahlen sind. Hab leider auch keine Zahlen gefunden wie hoch die Kosten 2016 waren.
      Da Kosten aber immer weiter steigen und wenn es durchschnittlich 100 Fälle pro Jahr sind kann das recht schnell sehr teuer werden und das bei einer doch sehr überschaubaren Gruppe die betroffen ist.
      Meister des Schokimods


    • Die 1776 bezieht sich auf Belegehebammen (was auch immer das ist) Wikipedia drückt sich da etwas unklar aus, aber wenn man deren Quelle anschaut versteht man es.

      Ansonsten empfehle ich die Zahlen des Deutschen Hebammen Verbandes:

      hebammen-bw.de/wp-content/uplo…HV_Zahlenspiegel_2016.pdf
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Mal ein Thema das ich so gar nicht auf dem Schirm hatte:



      Viele Geburten verlaufen für die Mütter äußerst brutal. Dabei erleiden sie Schmerzen die mit Folter gleichzusetzen sind und/oder erleiden Trauma die mit Vergewaltigung gleichzusetzen sind.

      Im Verlauf der Doku werden verschiedene Zahlen genannt, aber grob würde ich sagen es betrifft rund 20-30% aller Geburten. Bei Geburten kommen häufig Gerätschaften und Methoden zur Anwendung die noch aus dem 17. Jahrhundert stammen und für deren Sinn es keine medizinische/wissenschaftliche Belege gibt, sondern die einfach der Tradition halber verwendet werden. Es geschehen zudem viele Eingriffe ohne Betäubung und ohne Einwilligung der Patientinnen.
      Eine Untersuchung vieler Fälle hat ergeben, dass zu 95% keine Gefahr für Kind oder Mutter bestand. Dies wird aber häufig von Seiten des Personals als Rechtfertigung für solche Maßnahmen angeführt.

      Das sind die Fakten, ansonsten enthält die Doku noch einige Schockbilder und viele Zeugen-/Opferberichte.

      Ziemlich übel, beim Doku schauen denkt man echt man ist irgendwo in Timbuktu vor 200 Jahren und nicht im Europa des 21. Jahrhunderts :rolleyes:
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Fairas schrieb:

      Mal ein Thema das ich so gar nicht auf dem Schirm hatte:



      Viele Geburten verlaufen für die Mütter äußerst brutal. Dabei erleiden sie Schmerzen die mit Folter gleichzusetzen sind und/oder erleiden Trauma die mit Vergewaltigung gleichzusetzen sind.

      Im Verlauf der Doku werden verschiedene Zahlen genannt, aber grob würde ich sagen es betrifft rund 20-30% aller Geburten. Bei Geburten kommen häufig Gerätschaften und Methoden zur Anwendung die noch aus dem 17. Jahrhundert stammen und für deren Sinn es keine medizinische/wissenschaftliche Belege gibt, sondern die einfach der Tradition halber verwendet werden. Es geschehen zudem viele Eingriffe ohne Betäubung und ohne Einwilligung der Patientinnen.
      Eine Untersuchung vieler Fälle hat ergeben, dass zu 95% keine Gefahr für Kind oder Mutter bestand. Dies wird aber häufig von Seiten des Personals als Rechtfertigung für solche Maßnahmen angeführt.

      Das sind die Fakten, ansonsten enthält die Doku noch einige Schockbilder und viele Zeugen-/Opferberichte.

      Ziemlich übel, beim Doku schauen denkt man echt man ist irgendwo in Timbuktu vor 200 Jahren und nicht im Europa des 21. Jahrhunderts :rolleyes:
      Sehr heikles Thema.Das Problem an der Sache, es müssen oft einfach sehr schnell Entscheidungen getroffen werden,bei denen es oft um das Wohl um Mutter und Kind geht. Mit Wohl ist nicht der Geburtsvorgang selber gemeint sondern das sie danach wohlauf sind.Der Frauenarzt meiner Frau sagte mal" Jede Geburt wo Mutter und Kind gesund( sprich ohne bleibende Schäden) aus der Sache rauskommen,ist eine gute Geburt", womit er ,so schlimm der Vorgang selber auch sein mag und damit hat er wohl recht.
      Man braucht natürlich auch das Glück eine gute Hebamme zu erwischen.Der Vorgang selber dauerte bei unseren ersten Kind fast eine Stunde ,nach ca. bereits 9 Stunden brutalster Dauerwehen und bereits über 20h im Krankenhaus ,die Hebamme hat trotzdem die Ruhe bewahrt,meine Frau immer wieder beruhigt und auf Sachen wie Glocke oder Zange verzichtet,dafür sind wir heute noch dankbar.Beim zweiten Kind ging alles viel schneller um vier früh im Krankenhaus um 5.50Uhr war das Kind da,auch hier die Hebamme absolut top und treffsicher in ihren Aussagen und Entscheidungen.
      Ich kann nur immer wieder höchsten Respekt vor diesem Job aussprechen.
    • Brocas Helm schrieb:

      Das Problem an der Sache, es müssen oft einfach sehr schnell Entscheidungen getroffen werden,bei denen es oft um das Wohl um Mutter und Kind geht. Mit Wohl ist nicht der Geburtsvorgang selber gemeint sondern das sie danach wohlauf sind.Der Frauenarzt meiner Frau sagte mal" Jede Geburt wo Mutter und Kind gesund( sprich ohne bleibende Schäden) aus der Sache rauskommen,ist eine gute Geburt", womit er ,so schlimm der Vorgang selber auch sein mag und damit hat er wohl recht.

      Aus Sicht der Doku ist das so eher nicht richtig. Sowas wie ein Trauma ist ein Schaden der für den Arzt ja so erstmal nicht sichtbar ist. Die Zahl der betroffenen Frauen scheint hoch zu sein, das Thema nach wie vor ein Tabu. Welche die in der Doku zu Wort kamen, konnten drüber auch nicht mit ihren Partnern sprechen.

      Wenn jetzt auch nicht Teil der Doku, ist davon auszugehen, dass eine traumatisierte Mutter auch negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit des Kindes haben kann.

      Und zumindest mal fragen ob eine Frau mit der und der Behandlung einverstanden ist sollte in den meisten Fällen wohl noch drin sein (scheinbar aber eben oft nicht).

      Wir haben hier auch keine hohe Kindersterblichkeitsrate oder ähnliches, die eventuelle regelmäßige drastische Maßnahmen bei Geburten vielleicht rechtfertigen würden.

      Brocas Helm schrieb:

      nach ca. bereits 9 Stunden brutalster Dauerwehen und bereits über 20h im Krankenhaus ,die Hebamme hat trotzdem die Ruhe bewahrt,meine Frau immer wieder beruhigt

      Da gab es in der Doku mehrere Fälle wo die Frauen alleine mehrere Stunden irgendwo im Krankenhaus rumlagen und überhaupt niemand für sie da war.

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      Ich war ja vor kurzem selbst für eine OP mehrere Tage im Krankenhaus (ist natürlich was völlig anderes wie eine Geburt) und kann einige Punkte in der Doku durchaus nachvollziehen. Auch wenn ich meinen Aufenthalt insgesamt als positiv empfunden habe, hier mal ein paar negative Punkte die sich in ähnlicher Form auch in der Doku wiederspiegeln:

      Mir wurde relativ wenig erklärt. Oft wurde ich von einer Untersuchung zur nächsten geschickt. Die Reihenfolge erschien mir teilweise willkürlich, der der gerade vor mir stand schien nicht immer genau zu wissen was ich jetzt schon alles hinter mir hatte. Auf eigene Fragen bekam ich einmal den Spruch "Wenn ich Ihnen das jetzt alles erklären würde, könnten sie auch gleich Medizin studieren." zu hören. Allgemein habe ich Informationen teilweise nicht aus Gesprächen MIT mir, sondern aus Gesprächen vom Personal ÜBER mich erfahren (herausgehört).
      Und in mindestens einem Fall hatte ich mitbekommen, wie in meiner Patientenakte eingetragen war, das ich irgendwas genommen hatte, was ich nicht bekommen hatte.

      -----

      Die Gründe für viele Probleme sind übrigens neben der traditionellen Denkweise auch (wie hätte es auch anders sein sollen) häufig Zeit- und Personalmangel sowie Kostendruck. Sprich die Probleme sind durch unser Gesundheitssystem stellenweise hausgemacht.

      Es gibt passend dazu übrigens einen ganz aktuellen Appell von der Ärztekammer:

      "Es ist fahrlässig, Krankenhäuser und damit das Schicksal von Patientinnen und Patienten den Gesetzen des freien Marktes zu überlassen. Niemand würde fordern, dass die Polizei oder Feuerwehr schwarze Nullen oder Profite erwirtschaften müssen. Warum also Krankenhäuser?"

      aerztekammer-berlin.de/40press…000022_Aerzte-Appell.html

      Besser kann man es eigentlich nicht auf den Punkt bringen :lehrer:
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Ohne die Doku gesehen zu haben stimme ich dir in beiden Punkten zu.Das Krankenhäuser Gewinn erwirtschaften müssen ist in meinem persönlichen Weltbild ein NoGo,das sollte in einer sozialen Gesellschaft von Steuern getragen werden können.
      Das Thema Geburt ist für die meisten,trotz aufgeklärten Gesellschaft,immer noch absolutes Tabu,was wiederum auch daran liegt das es für Frauen sehr intim ist und nicht der Wahrheit entsprechend darauf vorbereitet wird.Deswegen haben Frauen oft nach der Geburt ein Trauma, obwohl aus Ärztesicht die Geburt gut verlief.Die meisten Mütter antworten ihren Töchtern auf die Frage" Warum hast du mir vorher nicht gesagt wie es wirklich ist ein Kind zu bekommen?" nur " Dann wäre ich nie Oma geworden "...!
      Ich würde jeder werdenden Mutter raten( habe zwei Geburten miterlebt), spart euch den Hechelkurs ,der erzeugt nur falsche Illusionen ,sondern redet unter vier Augen offen darüber mit einer Frau die das durch hat.Wenn man vorbereitet ist erwischt es einen nicht so hart.Meine Frau hat sich geschworen das sie unserer Tochter die Realität einer Geburt nicht verschweigen wird ,was ich ziemlich gut finde.
    • Neu

      Fairas schrieb:


      Es gibt passend dazu übrigens einen ganz aktuellen Appell von der Ärztekammer:

      "Es ist fahrlässig, Krankenhäuser und damit das Schicksal von Patientinnen und Patienten den Gesetzen des freien Marktes zu überlassen. Niemand würde fordern, dass die Polizei oder Feuerwehr schwarze Nullen oder Profite erwirtschaften müssen. Warum also Krankenhäuser?"

      aerztekammer-berlin.de/40press…000022_Aerzte-Appell.html

      Besser kann man es eigentlich nicht auf den Punkt bringen :lehrer:
      Das kann ich ebenfalls durchaus bestätigen. Kam einmal mit einer Platzwunde am linken Auge in die Notaufnahme. Wurde dort von 2 Ärzten unabhängig voneinander untersucht. Im Abstand von mehreren Stunden. Die Platzwunde habe ich mir selbst geschlossen, vorm Spiegel und mit vielen Tüchern. Mein Kollege hat alles besorgt was nötig war und ich hab mich übers Waschbecken gestellt und mich selbst verarztet damals. Irgendwann war das Ding dann zu. Bis dahin war immer die Hoffnung da, dass ein Arzt rein kommt und übernimmt, kurz tackert oder näht und ich gehen kann. Fehlanzeige. Der erste Arzt nahm mich damals nur kurz auf, wobei da nur so das Blut floss bei mir. Dann diese Selbstheilungsaktion und irgendwann kam dann ein anderer Arzt rein und fragte mich wie es meiner Hand denn so ginge. Ich sagte ihm der ginge es gut. Dann schaute er mich komisch an und fragte mich was mein Problem sei. Das habe ich ihm dann kurz mal gezeigt indem ich auf mein Auge deutete. Er musste schon näher kommen, und als ich mich dann nochmal selbst im Spiegel betrachtete, war da tatsächlich nicht mehr viel zu sehen. Das war ein sauberer Cut und genauso sauber ist er nach der langen Zeit wieder zusammen gewachsen. Nur ein leicht bläulicher Rand, der am nächsten Tag noch wesentlich dunkler wurde war zu sehen. Ich fragte den Doc dann wie er auf meine Hand gekommen wäre und es stellte sich heraus, dass laut seinen Unterlagen in diesem Raum jemand sitzen müsse, welcher sich 2 Finger der Rechten Hand gebrochen habe. Wir sprachen dann noch kurz weiter und er erzählte was von 47 Stunden Diensten, mit viel zu kurzen Unterbrechungen. Ich war dem Mann nicht mal mehr sauer am Ende, sonder finde das System an sich wie es läuft einfach sch....
      quod sumus hoc eritis

      Refugees welcome!!!
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      Durfte selbst schon mal Notaufnahme erleben und kenne es auch aus Erzählungen meiner Mutter und anderer Schwestern. Da ist Krieg. Zu wenig Personal, das vorhandene überarbeitet und dazwischen irgendwelche Idioten die wegen Kleinigkeiten kommen, für die normale Menschen nicht mal zum Hausarzt gehen würden, dann aber z.t. Aggressiv werden wenn sie ignoriert werden, weil z.B. der offene Bruch Vorrang hat. Hab so einen selbst miterlebt, zumindest so am Rande, ich war blau angelaufen und kam ziemlich schnell dran :rolleyes:
      Das System ist wirklich kaputt. Wird durch immer dümmer werdende Menschen aber auch noch weiter beschädigt.
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      Imperator Bob schrieb:



      Das System ist wirklich kaputt. Wird durch immer dümmer werdende Menschen aber auch noch weiter beschädigt.
      Also Bob wie sprichst du denn hier über unsere Politiker, wenn John das liest... :pfeif: :D


      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
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      Imperator Bob schrieb:

      Da ist Krieg. Zu wenig Personal, das vorhandene überarbeitet und dazwischen irgendwelche Idioten die wegen Kleinigkeiten kommen, für die normale Menschen nicht mal zum Hausarzt gehen würden, dann aber z.t. Aggressiv werden wenn sie ignoriert werden, weil z.B. der offene Bruch Vorrang hat.
      Hat sich das mit den ärztlichen Bereitschaftspraxen in den Krankenhäusern (so eine Art Notaufnahme für allgemeinmedizinische Fälle) eigentlich geändert?
      ___ ___ ___ ___ ___
      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
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      Also ich musste mal zum Kassenärztlichen Notdienst, der ist ja auch im Krankenhaus, weil mein Arbeitgeber damals Krankmeldung ab dem ersten Tag verlangt hat und ich an dem Sonntag hätte arbeiten müssen. Also bin ich mit Halsschmerzen und etwas Fieber dahin gegangen, was ich völlig schwachsinnig fand. Es war absolut brechend voll, ich habe Stunden gewartet.

      Ich wurde dann von einer Anästhesistin untersucht, die mir direkt Antibiotika verschrieben hat. Ich Depp hab es dann auch ohne nachzudenken genommen. Später hat sich herausgestellt, dass es eigentlich ein Reserveantibiotika ist, welches nicht so leichtfertig verschrieben werden sollte, zum einen weil Reserve, zum anderen wegen den teilweise schweren Nebenwirkungen.

      Das war übrigens auch der Grund fürs blaue anlaufen, wobei es wohl weniger eine Nebenwirkung als eine allergische Reaktion + Kreislauf war, haben weder sie noch ich wissen können. Aber dennoch völlig unverantwortlich das nach 2 Minuten Untersuchung zu verschreiben. Erst kürzlich kam das Antibiotika sogar in irgend ner Sendung vor, wenn man Pech hat können dadurch die Sehnen brüchig werden und reißen, wenn man es nicht schnell genug bemerkt hat man dann sein Leben lang etwas davon. In dem Sinne hat es mich noch gut erwischt, ich durfte nach 3 Tagen wieder gehen.
    • Neu

      Lord Wolhynia schrieb:

      Leider kriegt man Ärzte für solch ein Verhalten nicht dran wegen gefährlicher Körperverletzung. Fieber und Halsschmerzen gleich mit Antibiotika nach einer Schnelldiagnose zu bekämpfen......einfach nur krank. Da braucht es echt kein Medizinstudium dafür. :wall:
      Ja aber sind wir doch mal ehrlich so werden 90% aller (Kassen)Patienten abgefertigt.
      Der Hausarzt kommt rein, mann sagt wo es weh tut, er höhrt oder tastet einen kurz ab, dann verschreibt er ein paar Pillen und das wars.
      Ist die Geschichte danach erledigt ist alles gut, wenn nicht kommt mann nach ner Woche wieder und dann wird vielleicht ein bisschen genauer nachgeschaut oder mann wird zum Facharzt weiterüberwiesen.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Neu

      Flo78 schrieb:

      Lord Wolhynia schrieb:

      Leider kriegt man Ärzte für solch ein Verhalten nicht dran wegen gefährlicher Körperverletzung. Fieber und Halsschmerzen gleich mit Antibiotika nach einer Schnelldiagnose zu bekämpfen......einfach nur krank. Da braucht es echt kein Medizinstudium dafür. :wall:
      Ja aber sind wir doch mal ehrlich so werden 90% aller (Kassen)Patienten abgefertigt.Der Hausarzt kommt rein, mann sagt wo es weh tut, er höhrt oder tastet einen kurz ab, dann verschreibt er ein paar Pillen und das wars.
      Ist die Geschichte danach erledigt ist alles gut, wenn nicht kommt mann nach ner Woche wieder und dann wird vielleicht ein bisschen genauer nachgeschaut oder mann wird zum Facharzt weiterüberwiesen.

      Dann hab ich es gut erwischt, der eine am Land bei meinen Eltern macht immer nen Test, ob ich Bakterien im Blut hab und je nachdem verschreibt er mir ein AB oder halt nichts. Dasselbe in Grün in Wien bei meiner Hausärztin - die fragt nur nach, ob ich was bestimmtes brauch und wenn mein Fieber nicht allzu hoch ist, spart die sich auch den Test und das wars.
      Steam Name: Patata68
    • Neu

      Lord Wolhynia schrieb:

      Fieber und Halsschmerzen gleich mit Antibiotika nach einer Schnelldiagnose zu bekämpfen......einfach nur krank. Da braucht es echt kein Medizinstudium dafür.
      Vor allem mit einem das eigentlich dazu gedacht ist es zu geben wenn andere nicht mehr wirken. Mein ehemaliger Hausarzt in Karlsruhe hat sich nur an den Kopf gefasst als er davon gehört hat, meine Eltern kennen den noch als er noch Student war ^^
      Zumal es in dem Fall auch mit nem anderen Antibiotika die falsche Behandlung gewesen wäre, war ein Virus, keine Bakterien. Ohne Gabe des Antibiotikas wäre ich nach ner Woche wieder fit gewesen, so waren es 3 Wochen mit kleinem Krankenhausaufenthalt inklusive :pffft:

      Ansonsten, mit richtigen Hausärzten kann man halt Glück oder Pech haben. Ich hab hier ne Weile suchen müssen, bevor ich meine Hausärztin gefunden habe, viele Ärzte hier nehmen keine neuen Patienten mehr auf. Sie ist auch in Ordnung, macht auch mal nen Abstrich, verschreibt nicht gleich irgendwelche Totschläger und ihre Diagnosen waren bisher immer ziemlich zutreffend.

      Nachteil: Sie ist jedes zweite mal im Urlaub oder selbst krank wenn ich sie ausnahmsweise mal brauche. Mit etwas Glück stehts auf der Homepage, aber ich stand jetzt schon 3 mal vor verschlossener Türe mit Zettel dran, dass der und der Arzt die vertritt und schaut man dann bei dem auf die Homepage, dann hat der quasi die entgegengesetzten Öffnungszeiten und schon zu oder macht erst Stunden später auf. Also schleppt man sich stattdessen ins nächste Ärztehaus, in dem ist es egal wer der Hausarzt ist, die nehmen jeden dran. Dafür muss man entsprechend warten und die schreiben nach 15 Sekunden Untersuchung grundsätzlich auch nur für 3 Tage krank. Ich glaube man muss mit der Beulenpest auftauchen damit die was anderen machen. In der Regel weiß man aber selbst schon, dass die Zeit nicht reicht und man in 3 Tagen wieder los muss. Wenn der Tag wegen krank schon so richtig kacke angefangen hat, danach ist er schlimmer :rolleyes:
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      Einer meiner Onkel wurde von meiner Familie an einem Punkt ins Altersheim geliefert, weil er kaum noch Kontrolle über irgendwas hatte. Er (er)kannte kaum noch irgendwelche Bekannte und kam ohne Hilfe durch keine alltägliche Tätigkeit. Das ging bis zu dem Punkt, wo wir dachten, dass er jeden Moment sterben könnte.

      Das war vor keine Ahnung wie vielen Jahren und er ist geistig oben auf, weil die Medikamente, die er verschrieben bekam, abgesetzt wurden. Sein Erinnerungsvermögen ist laut meiner Mutter auch besser als ihres und er erlaubt sich viele kecke Späße.
      Ist nicht der einzige Fall in der Verwandtschaft, wo die verschriebenen Medikamente (und deren Kombination) zu Verschlimmbesserungen geführt haben.
      Steam-Profil

      "...verantwortungslose Verwaltungsfachangestellte mit Kontrollzwang, also das was wir in Verkennung der Wirklichkeit Regierungen nennen..." - Jochen Malmsheimer
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      DarthFrankiboy schrieb:

      Ist nicht der einzige Fall in der Verwandtschaft, wo die verschriebenen Medikamente (und deren Kombination) zu Verschlimmbesserungen geführt haben.
      Gerade das ist ein Punkt, der sehr einfach zu vermeiden wäre. Ärzte stellen häufig die richtigen Diagnosen, was sehr schwierig ist und für den Laien beinahe unmöglich, behandeln dann jedoch völlig falsch, weil sie nicht das Mittel der ersten Wahl einsetzen, sondern die zweite oder gar dritte Wahl auswählen. Nicht mutwillig, sondern weil sie häufig auf einem Stand von vor 20 oder gar 30 Jahren behandeln. Viele Ärzte stehen mit ihren Verordnungen noch in den 90er Jahren.

      Dabei ist es eigentlich nicht schwer, die richtige Reihenfolge auszuwählen, man muss nur in die aktuelle Fachliteratur schauen.
      Deswegen rate ich jedem, der in der Lage ist so etwas zu lesen, sich eine Diagnose vom Facharzt stellen zu lassen (denn das kann man nur, wenn man vom Fach ist) und anschließend, wenn diese gesichert ist, selbst nachzuschlagen, wie der aktuelle Stand ist.

      Besonders Antibiotika stehen bei vielen Erkrankungen erst an zweiter oder sogar dritter Stelle der Behandlungsreihenfolge und sehr viele Ärzte verschreiben diese jedoch als Erstes. Gleiches gilt für Cortison.