Pathfinder: Kingmaker

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    • Pathfinder: Kingmaker


      In der Welt der PC Rollenspiele gibt es viele Spiele die OK sind, manche sind zu kurz, zu simpel, zu hässlich; einige die gut sind. Einige die so gut sind das sie auch nach Jahren noch gespielt werden und es gibt... die Legenden. Baldurs Gate, Planescape Torment, Fallout. Nun hat ein bisher unbekanntes Entwicklerstudio, Owlcat Games, vor knapp einer Woche ein neues Spiel released, der etwas sperrige Name: Pathfinder: Kingmaker. Nun stellt sich die Frage: Gebührt Owlcat die Krone einer der besten RPG Schmieden? Ist Pathfinder OK? Gut? Sehr gut? Oder erleben wir hier den Beginn einer... Legende?

      Hintergrund:

      Der Hintergrund von Pathfinder ist großes Politik, große Reiche streiten sich und versuchen den entscheidenden Vorteil für einen kommenden Krieg zu erlangen. Der Vorteil nachdem alle gieren sind die verheerten Lande, eine Ansammlung von unregierten und unregierbaren Regionen in der Wildnis. In dieser Gegend sind schon mehrere Staatengründungen gescheitert. Der Held (oder die Heldin) wird nun von einer der um Macht und Einfluss ringenden Parteien, dem Haus Aldori, beauftragt die verheerten Lande urbar zu machen. Der Clou dabei: Ihr seit unabhängig! Alles was ihr erobert könnt ihr behalten. Kein anderer Staat kann sich direkt einmischen, ihr seit kein Vassal, niemand steht über euch. Zu schön um wahr zu sein? Stimmt...

      Und so brecht ihr mit 4 Gefährten die ihr auf der Burg der Aldoris kennen gelernt (und die je nach Entscheidungen die ihr dort getroffen habt andere sind) habt, auf um den Hirschkönig, einen Banditenfürsten in den verheerten Landen zu stellen und den Grundstein für eure künftige Baronie zu legen.
      Und bedenkt... das Spiel heißt nicht Baronmaker, es heißt Kingmaker...

      Charaktergeneriergung:

      Allein die Erstellung eines Charakteres dauert länger und ist komplexer als die meisten Spiele. Die Macher haben nämlich die Regeln des zugrunde liegenden Rollenspiels und Tabletops Pathfinder im Detail umgesetzt. Die Regeln sind dennen von D&D 3.5 (also NWN, NWN 2, eingeschränkt BG2) sehr ähnlich - aber nicht gleich. Die Auswahl ist erdrückend. 8 unterschiedliche Rassen, Menschen, Elfen, Halbling, Gnom, Zwerg, Halbork, Assimar (ein Mensch mit göttlichem Blutanteil), Halbelf. 14 am Start wählbare Klassen, vom Alchimisten über Kleriker, Krieger, Magier, Hexenmeister, Barden, Schurken usw. wovon JEDE Klasse noch einmal mindestens drei Unterklassen hat. Diese Unterklassen sind nicht nur im Detail von der Hauptklasse zu unterschieden sondern sind zum Teil auf ganz andere Aspekte spezialisiert. So ist der Schwertheilige, eine Unterklasse des Kampfmagiers, einer der am besten spezialisierten Nahkämpfer des Spiels der seine Magie vor allem der Verbesserung seiner Kampffähigkeiten unterordnet - aber keine Rüstung tragen kann. Als wenn dies nicht genug wäre kommen noch 6 weitere, im späteren Spielverlauf wählbare Spezialklassen dazu. Da es KEINE Möglichkeit gibt den Charakter im späteren Spielverlauf zu ändern oder zurückzusetzen, ist eine überlegte Charaktergenerierung hier Pflicht.
      Dabei gibt es noch einiges mehr zu beachten: Soll mein Charakter Links oder Rechtshänder sein? Soll er am Anfang eine Rechtschaffen Gute Gesinnung haben? Chaotisch Böse sein? Irgendetwas dazwischen? Das Spiel bietet 10 unterschiedliche Moraleinstellungen an. Natürlich muss man sich im späteren Spielverlauf nicht daran halten.

      Impressionen aus der Charaktererstellung



      Freunde fürs Leben...

      Ein wichtiger Aspekt von Kingmaker sind die Gefährten mit dennen ihr reist, kämpft und ggf. auch liebt. Es gibt 11 Gefährten, jede(r) mit eigener Hintergrundgeschichte, Sidequest, Moral und Dialogen. Es gibt sowohl für einen männlichen als auch einen weiblichen Hauptcharakter jeweils 3 Romanzen, 2 hetero und 1 homosexuelle.

      Die Gefährten sind eines der Herz und Glanzstücke von Kingmaker. Sie mischen sich häufig mit Kommentaren in die Unterhaltung des Hauptcharakters mit anderen NPCs ein, unterhalten sich am Lagerfeuer (komme ich noch zu) über den Tag und ihre Einstellung zum Leben und Tod (oder über Rüstungspolitur, die nächsten Ausflug in die Taverne... oder das Bordell) und gerade sind auch wenn ihr im Kern der Baronie seit als Ratgeber, Auftraggeber und sogar Antagonisten ( ! ) immer im Blick.

      Dabei sind die Gefährten vielschichtig - und im Gegensatz zu Pillars of Eternity z.B. liebenswert.

      Eine Auswahl:

      - Linzi, die Bardin die sich als erste eurem Tross anschließt und so grün hinter den Ohren ist das diese erst nass werden müssen um trocken zu werden. Ein Energiebündel das noch an Heldentaten und Ritter in glänzender Rüstung glaubt.
      - Vallerie, eine von der Göttin der Schönheit gesegnete Kriegerin die als Atheistin alle Götter ablehnt und vor einem Paladinorden auf der Flucht ist, der sie als Objekt der Bewunderrung, sucht.
      - Harrim, ein Zwerg der der seinem Gott abgeschworen und sich dem Gott des Untergangs, der Entrophie und es Verfalls verpflichtet hat.
      - Jubilost, ein Gnom und gefeierter Schriftsteller, selbsternannter klügster Mann der Welt und Weltklasseklugscheißer.
      - Nok-Nok, ein Goblin der... Spass haben will.
      ... und noch Sechs weitere!


      Wohl und Wehe einer Baronie und Kopfschmerzen für den Baron

      Wenn ihr einmal den Hirschkönig besiegt habt, dann kommt es zu einer Krönungszeremonie, ihr werdet zum Baron geschlagen. Wer denkt das dies Probleme löst, der täuscht sich. Ihr seit nun Besitzer eines Stück Landes irgendwo im Nirgendwo. Ihr habt wenig Bevölkerung, keine Wirtschaft, dafür viele Wegelagerer, Monster und zu zähmendes Land. Eure Baronie besteht aus mehreren Abschnitten die es erst zu erobern und dann zu integrieren gilt. In jedem dieser Abschnitte könnt ihr dann eine Siedlung errichten und diese mit Gebäuden ausbauen. Diese Gebäude stärken dann die 10 Grundwerte eurer Baronie. Loyalität, Wirtschaft, Religion usw. Fällt einer dieser Werte auf 0, dann ist das Spiel für euch als Baron vorbei.

      Die Werte können schnell fallen wenn ihr eure Gefährten nicht klug einsetzt. Es gibt Am Start der Baronie 5 Posten im Rat, Kämmerer, Rechte Hand, General, Priester und eine Art "Stimme des Volkes", diese Posten können mit euren Gefährten oder (wenigen) NPCs besetzt werden. Jeder hat andere Herangehensweisen an ein Problem. Ein Beispiel: Ein kätzerischer Priester kommt in die Baronie und predigt Dinge die eurer Herrschaft schaden können. Aber wenn schickt ihr? Vallerie die immer im Rahmen der Gesetze Handelt? Jubilost der Probleme mit Gold löst? Linzi die immer versucht eine Übereinkunft zu erzielen? Oder Nok-Nok der... entgültige Lösungen gut findet? Selbst wenn ihr eine Wahl getroffen habt heißt es nicht das das Ereignis von Erfolg gekrönt ist. Sollte es scheitern hat es unterschiedliche Konsequenzen. So mag Nok-Noks Methode zwar radikal sein, die Belohnung bei Erfolg ist aber größer, natürlich auch die Strafe bei Misserfolg.

      Die Baronie generiert kein Gold sondern Baupunkte (BP) mit dennen ihr nach und nach Landstriche dazugewinnt und Gebäude baut. Ihr habt dankbarerweise die Möglichkeit Gold das ihr durch Monstertöten und Gegenstände verkaufen erwerbt in BP umzutauschen um die Entwicklung der Baronie zu vorran zu treiben.

      Aber was bringt einem das in einem Rollenspiel?

      Zum einen Atmosphäre, Kingsmaker spielt sich nicht wie ein Friedefreudeeierkuchen Simulator sondern jedes angegliederte Gebiet, jede gelöste Kriese, jeder gewonnener Kampf ist ein Erfolg, ist ein kleines Puzzleteil auf dem Weg zum mächtigen Königreicht - oder einfach ein weiterer Tag den ihr überlebt habt.

      Zum anderen... Gegenstände - siehe nächster Punkt.


      Ein paar Impressionen aus den dem Baroniemodus, bedenkt das die Bilder zu verschiedenen Zeiten gemacht wurden. Mehr in den Bildunterschriften.

      Spoiler anzeigen

      Kurz vor der Krönung zum Baron.



      Die Karten in der linken Hand sind Projekte, Dinge die der Baronie helfen, aber erst gekauft werden müssen. Ereignisse sind hingegen "kostenlos", müssen aber gelöst werden damit sie keine Nachteile nach sich ziehen (wobei es dort noch die Untergruppe der Chancen gibt, Ereignisse mit Chancen, ohne Risiken).




      Diablo 3.5?

      Nein! Wer dies hofft sollte lieber Grim Dawn spielen. Alle Gegenstände sind per Hand in der Spielwelt plaziert worden. Zufälligen Loot gibt es nur bei Zufallsbegegnungen, dieser ist aber immer minderwertig. Wie versprochen: Wertet ihr eure Baronie auf, dann werden nach und nach, pro Gebiet einer, Handwerker bei euch vorstellig die euch ein besonderes Einzelstück fertigen können - was immer mit Aufwand, Kosten und Mühen verbunden ist aber sich lohnt. Sind diese Items doch wiederrum auf einen von euren Charakteren zugeschnitten.
      Eine Sonderrolle nimmt ein alter elfischer Seher in eurem Thronsaal ein. Der unglaublich alte Mann tauchte einfach auf und ging nicht wieder, kurz nachdem der Thronsaal fertig gestellt war. Glück für euch! Er kann nämlich zerbrochene, überall in der Spielwelt verstreute Gegenstände wieder zu einem einzelnen, extrem mächtigen Gegenstand zusammensetzen.
      So sind die mächtigsten Gegenstände im Spiel nicht dem besten Monstertöter (wobei Bosse oft auch mächtige Waffen und anderen Tand fallen lassen) sondern dem umsichtigen Baronieverwalter zugänglich.



      Grafik

      Für die Grafik ist die Unity Engine zuständig. Im Vergleich zum Konkurrenten Pillars of Eternity 2, sieht das Spiel oft weniger gut aus. Die Grafiken sind Gröber, die Texturen wirken wie LowResVarianten. Die Karte ist wie bei Poe2 und im Gegensatz zu z.B. Blades of the Shogun, nicht drehbar. Dafür ist der Hardwarehunger des Spiels sehr bescheiden. Solange eine SSD vorhanden ist, kommen auch ältere Systeme mit dem Spiel gut zurecht. Ohne es groß zu betonen bringt Kingmaker zwei Grafikfeatures mit das seine Konkurrenten deklassiert: Wetter und Tag und Nacht, Regen bei Nacht, Unwetter gar? Kein Problem. Sonnenschein und etwas Wind? Gern. Das wohl überraschenste für mich war: Jahreszeiten! Gerade Sommer und Winter sehen komplett unterschiedlich aus und auch den Frühling erkennt man (Herbst wirkt wie Sommer). Das gab es bis jetzt nur in sehr wenigen Rollenspielen.


      Mittlere Grafikeinstellungen, man beachte das die Macher ziemlich viel Wert auf die inneren Werte gelegt haben, hier sind die inneren Werte eines erlegten Rochs (eine Art gigantischen Adlers)... Geflügel.



      Musik

      Die Musik ist einer der großen Schwachpunkte von Kingmaker, keine treibender Soundtrack wie bei Tyranny, keine Chantys wie in Pillars of Eternity 2, nicht mal die leise aber tragende Epik des (für damalige Verhältnisse fantastischen) Soundtracks von Baldus Gate. Nur selten spielt Kingmaker hier die stärken einer schönen Soundkulisse aus. Ganz im Gegenteil. Die (Kampf)Geräusche die eure Gefährten machen klingen oft blechern und sind eintönig. Einzig die Wettereffekte und die Gespräche am Lagerfeuer sind sehr gut vertont und tragen viel zur Atmosphäre bei.


      Kampfsystem

      Das Spiel basiert, wie der Name schon sagt, Pathfinder. Pathfinder basiert auf D&D 3.5. D&D arbeitet mit einem W20. Also einem zwanzigseitigen Würfel. Dieser entscheidet im Spiel über Wohl und Wehe. Ein Beispiel: Vallerie schlägt einen Angriff gegen einen Feind mit einer Parade von 15. Sie hat keine Ahnung von dem Knüppel den sie benutzen muss und benutzt ein Turmschild. Das bedeutet einen Malus von -3. Sie hat also einen Würfel W20-3 zur Verfügung. Sie trifft also nur bei einer 20 (20 ist die Glückszahl und immer ein Treffer) und einer 19. 9 von 10 Schlägen gehen vorbei. Im Gegensatz dazu: Vallerie benutzt ihr geliebtes verbessertes Bastardschwert: +1 vom Schwert, sie ist erfahren damit +1. Das Turmschild gibt einen Malus von -2. Somit hat Vallerie einen W20 zur Verfügung, trifft also von 16-20, in 25% der Fälle.

      So spielen schon kleine Boni von 1 oder 2 Punkten durchaus eine große Rolle. Sämliche Würfe, auch Würfe auf Diplomatie, Schleichen usw. werden auf einen W20 geprobt.
      Gerade am Anfang ist der Frustfaktor hoch, da viele Proben ein reines Glücksspiel sind. F5 und F8 (Schnellspeichern und Laden) sind die wohl am häuftigsten gedrückten Tasten im Spiel (zumindest bei mir). Die Situation wird im späteren Spielverlauf, wenn sich über Gegenstände und Fähigkeiten Boni ansammeln (mein Dieb hat einen Fallenerkennenwert von W20+38 z.B.) entspannt sich die Lage deutlich.


      Das Rasten

      Im Gegensatz zu anderen Spielen wie PoE2 z.B. regenerieren sich die Fähigkeiten eurer Gruppenmitglieder (wie Zauber, Sonderangriffe wie Kampfrausch usw.) nicht nach dem Kampf sondern nur beim Rasten. Auch eure Lebenspunkte können zwar von einem Priester oder Barden geheilt werden - aber nicht unendlich. Daher ist das taktisch kluge Rasten ein Kernelement im Spiel. Ihr braucht dafür Proviant der zwar günstig aber auch sehr schwer ist. Zwar könnt ihr in wilden Gegenden jagen gehen um eure Reserven zu schonen - nur kostet dies wieder Zeit (bis zu einem Tag!) und in Dungeons ist dies natürlich nicht möglich.

      Bei eurer Rast könnt ihr eure Gruppenmitglieder einteilen: Ihr braucht Jäger, jemanden der euer Lager tarnt, einen Koch, Wachen und wenn noch jemand Zeit hat kann dieser noch eine jedem Gefährten einzigartige Fähigkeit einbringen. Jubilost z.B. organisiert die Gruppe so effizient das ihr eine Stunde weniger braucht, Vallerie hingegen reduziert die Rüstungsmali für den nächsten Kampf um einen Punkt. Das alles wird abgerundet von insgesamt 12 verschiedenen Rezepten. Einem generischen und 11 einzigartigen, für jeden Gefährten Eins. Wenn ihr dies kocht und diesen in eurer Partie habt, bekommt dieser einen großen Bonus auf seine Fertigkeiten.

      Ihr könnt beim Rasten übrigens jederzeit überfallen werden - wobei die Chance bei einem gut getarnten Lager natürlich viel niedriger ist als bei einem Fehlschlag im Tarnungswurf.

      Ein Glanzstück beim Rasten sind die Unterhaltungen eurer Gefährten. Ich habe mitlerweile über 100 mal gerastet und bis jetzt noch keine einzige Unterhaltung zwei mal gehört. Wohlgemerkt: Gehört, die Unterhaltungen sind komplett vertont.



      Schauts euch an. ;)




      Ein Spiel gegen die Uhr

      Einen Aspekt den man lieben oder hassen kann, schon das erste Quest. Das besiegen des Hirschkönigs, ist an ein Zeitlimit gebunden. Auch später werdet ihr immer wieder Quests erleben die zeitlich begrenzt sind. Bei manchen ist dies mit einem Timer kenntlich gemacht, bei anderen erfahrt ihr von dem Fehlschlag erst durch das Questlog. Aber es ist auch nicht ganz unlogisch, der Stamm der das entführte Kind hat wartet kein Jahr darauf das der Baron zurück kommt und ihnen das Lösegeld zahlt. So bekommt die Mutter am Ende nur noch die Leiche ihres kleinen Jungen. Dabei kostetet alles Zeit. Das reisen durch das mittelalterliche Hinterland kann Tage, z.T. Wochen dauern. Reisen durch Wald und Gebirge dauern naturgemäß länger als das gemütliche Wandern durch Gras und Hügelland. Dabei kostet auch das Rasten nicht wenig Zeit. Je nach Verletzungen und Leere im Zauberbuch des Priesters sowie dem Geschick des oder der Jäger, kann eine Rast schon einmal zwei Tage verschlingen.


      Schwierigkeit und Bossgegner

      Der Hauptpunkt warum das Spiel bei Steam bis jetzt nur 65% begeistern konnte ist der gesalzne Schwierigkeitsgrad. Vorweg: Normal ist hier wirklich schwer. Kein Kampf kann damit gewonnen werden das man seine Gruppe den Feind niederknüppeln lässt und sich einen Kaffee machen geht. Jeder Kampf kann in einer Niederlage enden wenn man nicht aufpasst. Gerade Bosskämpfe wollen mit den richtigen Verstärkungszaubern vorbereitet werden und wenn möglich muss das passende Gebiet für den Kampf gewählt werden. Dann ist es immer machbar. Sollte es das nicht sein, der Schwierigkeitsgrad ist detailiert und dynamisch im Spiel anpassbar. Ein anderer Aspekt ist Grips, ein Beispiel: Viele Spieler finden den Kampf gegen den ersten Großen "Boss", den Hirschkönig zu schwer. Er selbst ist ein extrem starker Gegner und hat noch ein Dutzend Helfer dabei. Diesen Kampf verliert man auf jedem Schwierigkeitsgrad. Wenn man aber die Schwester der Wirtin eurer Ausgangsbasis am Leben lässt, dann hat man schon mal 8 Kämpfer mehr auf der eigenen Seite. Wenn man dann noch vorsichtig durch das Lager des Hirschkönigs schleicht und die Unterführer seiner Räuberbande erledigt (mit List, Geld oder Gewalt) dann hat er nur ein halbes Dutzend schwache Schergen auf seiner Seite. Ohne Probleme schaffbar. Wichtig ist hier das der Spieler die Lösungen finden muss. Das Questlog presentiert sie nicht um auch den dümmsten darauf zu stoßen.
      Einen niedrigen Schwierigkeitsgrad zu wählen lässt übrigens (fast) keine Erfolge bei Steam ungültig werden. Das einzige was hier verletzt wird ist der eigene Stolz.

      Ein Beispiel für einen Bossgegner (ohne große Spoiler) und den Detailreichtum des Spiels im Spoiler.
      Spoiler anzeigen


      Ein riesiger Eulenbär (und seine Kumpels) zerstören eines der Dörfer der Baronie, der Baron und seine Gefährten, ziemlich leergezaubert und z.T. schwer verwundet stellen sich zum finalen Kampf.



      Die Helden, unterstützt von einigen überlebenden Wachen (die auch schon tot sein könnten, je nachdem wie umsichtig man vorher war und wie man seine Baronie regiert) bieten alles gegen den Hausgroßen Eulenbär auf was sie haben.


      Nach einem erfolgreichen Kampf, hat es auch sein gutes. Die Baronie besitzt in der örtlichen Taverne nun den größten Kaminvorleger der Welt!


      Lachen und Weinen

      Das Spiel bietet viel. Vor allem viel Emotion den man dem Titel erst nicht zutraut. Gerade der hohe Schwierigkeitsgrad und die Komplexität der Welt und Charaktere, verbunden mit einem (gefühlten) ständigen Überlebenskampf in der Wildnis trägt dazu bei das sich Erfolge nicht nur wie Wegmarken zum "nächsten großen Ding" sondern wie ein Erfolg anfühlt. Nach dem Sieg über den im spoiler abgebildeten Eulenbären bin ich erst einmal aufgestanden und habe verschnauft (und habe zugegebenermaßen eine Faust in die Luft gereckt). Sieg! Im Nachgang untersützt das Spiel dies auch, nicht mit großartigen Belohnungen sondern mit Kommentaren einiger NPCs die das zerstörte Dorf wieder aufbauen, dem Eulenbärenpelz im Gasthaus usw.
      Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Soviele Menschen ihr rettet, soweit ihr euer Reich auch auf und ausbaut, ihr errichtet es immer auf den Knochen und Tränen derer die dafür ihr Leben lassen mussten. Vertreibt ihr den Goblinstamm, schlachtet ihn ab? Oder verzichtet ihr auf die Uralte Zwergenfestung die ihr sonst als neues Gebiet eingliedern könnt und im Notfall vielen eurer Untertanen das Leben retten könnte? Lasst ihr Gerbereien einige euer Flüsse verseuchen, was vielen Tieren und einigen Menschen das Leben kosten wird, euch aber das dringend benötigte Kapital bringt um eure Siedlungen aufzubauen?
      Und da gibt es die Begleiterquests. (Wohlgemerkt, ich bin bis jetzt noch bei keinem am Ende angekommen) Jeder Begleiter erzählt eine mehr oder weniger tragische Geschichte. Wie auch im wahren Leben geht es hier nicht unbedingt um das Siegen - machmal muss man überleben und intakt bleiben um es einen anderen Tag besser machen zu können.
      Auch die Romanzen sind insofern aussergewöhnlich als das das Objekt der Begierde nicht einfach nur mit Geschenken und flotten Sprüchen erobert werden will. Es gibt auch nur selten eine direkte Rückmeldung. Z.B. mag ein leichtfertiges Kompliment mehr schaden als nutzen, man muss sich in den "gegenüber" hineindenken.

      Humor

      Das Spiel zeichnet sich durch einen mehr oder weniger trockenen, zum Teil skuriellen aber immer verständlichen Rollenspielerhumor aus. Im Spoiler gibt es einige zusammengewürfelte Beispiele ohne weitere Erklärungen - um nicht zu Spoilern.

      Spoiler anzeigen


      Ups?


      Wozu Drachen töten (viel wahrscheinlicher: sich töten lassen) wenn man sie auch einfach bestehlen kann?


      Jubilost im "Ichbingeilmodus".


      Quatschcomedyclub auf Winzlingisch, wer hat gesagt das die keine Kultur haben?


      Umfang

      Mein Sozialleben liegt seit dem 25.09. total brach. Ich habe gerade 60 Spielstunden auf der Uhr, bin Level 10 von 20 und habe knapp 40% des Spielgebiets gesehen. 100 Stunden sind locker drin. Der Umfang ist schon allein was die Quantität angeht riesig. Die Qualität hat in den 60 Stunden nicht abgenommen. Einzig der Einstieg bis zum besiegen des Hirschkönigs war etwas zäh, ein Manko das viele Reviews ankreiden und was mit Hotfix 3 schon angegangen wurde.

      Owlcat und Bugs

      Owlcat Games, das russische Entwicklerstudio, das seit zwei Jahren an dem Spiel arbeitet, ich muss es nochmal betonen, hat kein perfektes Spiel abgeliefert. Ich habe selbst einige Zeit pausieren müssen weil ein Bug das Weiterspielen unmöglich gemacht hat. Aber nur kurz. Nach meiner Übersicht sind sämtliche großen Bugs innerhalb von 4 Tagen in 3 Hotfixes beseitigt worden und es wird schon an einem regulären Patch zur Spielqualitätsverbesserung gearbeitet. Auch waren Communitymanager und sogar Entwickler fast rund um die Uhr im Steamforum und im Firmenforum aktiv.
      Absolut vorbildlich.

      Pro und Contra:

      Pro
      -Spieltiefe
      -Spielzeit
      -Charaktere
      -Charaktererstellung
      -"Hybridmodus" aus klassischem RPG und Aufbausimulation
      -Geschichte(n)
      -an den ersten drei Contrapunkten arbeitet der Entwickler mit Hochdruck

      Contra
      -viele viele viele Ladebildschirme
      -unbeständiger, teilweise Knüppelharter Schwierigkeitsgrad - selbst auf Leicht, Schwierigkeitsspitzen
      -einige (nicht mehr Spielzerstörende aber nerfende) Bugs
      -fehlende Vertonung
      -Soundkulisse ist sehr dünn

      Mein Fazit:

      Ich bin natürlich noch nicht durch. Und um es vorweg zu nehmen: Ich bin als klassischer Pen and Paper Rollen- und alter BG(2 und bigWorld) Spieler einiges gewöhnt und kenne die Mechanismen. Aber ich bin kein "Fanboy" von Owlcat oder Pathfinder, im Gegenteil. Bis vor 10 Tagen kannte ich sie nicht.
      Wenn ich es in einem Satz sagen müsste: Willkommen zurück Baldurs Gate 2! Willkommen zurück. Es hat 15 Jahre gedauert aber da bist du wieder. Für mich ist Pathfinder: Kingmaker das beste Spiel seit The Witcher 3. Quantität und Qualität sind bestechend (wobei mir sowas wie Grafik nicht so wichtig ist wie manch anderen hier). In allen Aspekten außer dem Sound und mit Einschränkungen schlägt Kingmaker Branchengrößen wie PoE2 und Co. um Längen. Viel mehr kann man dazu auch nicht sagen. Spielt selbst!

      Wertung: für mich: 94% (Jemand der kein Rollenspieler ist sollte 10% abziehen. Jemand der Autowin bevorzugt nochmal 10%. Jemand der das Spiel absolut Bugfrei haben will kann ein Jahr warten oder 5% abziehen)

      3333 Wörter. Reicht, selbst für mich.

      Beste Grüße

      TauPandur

      P.S.: Wenn jemand Fragen hat, raus damit!
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
    • Vielen Dank für 3333 interessante wie spannende Wörter, werter TauPandur. Pathfinder: Kingmaker habe ich auch seit geraumer Zeit beobachtet, ein wesentlicher Zeitmangel hat mich vom Kauf aufgehalten. Anhand deiner Schilderung zum Suchtpotential, aber auch vereinzelte anfängliche Fehler, fühle ich mich in meinem Interesse und auch in der Geduld bestätigt. Ich werde es zu gegebener Zeit ausprobieren.

      1) In der Presse wird das Zeitlimit kritisiert, welches du ebenfalls bereits thematisiert hast. Fällt es wirklich so stark in Gewicht? Auf Steam habe ich von großzügigen Zeitspannen gelesen? Von Tyranny oder Expedition kenne ich bereits solche Vorgaben.

      2) Der Schwierigkeitsgrad wird als zu hart beschrieben. Wie hast du auf zufällig generierte Räuberüberfälle reagiert, die fünf Level über deinem Party-Durchschnitt liegen? Der erste Bosskampf bietet Alternativen, wie sieht es hier aus?
      :bischof: Anhänger der Bewegung zum Verbleib von Lucius Vantarius und Gegner von Waschmitteln namens Brax :bischof:
    • Ich habe gelesen man hat 90 Ingametage und der Durchschnitt schafft es in 30-60 Tagen.

      Bin persönlich ja nicht so der Fan von Rollenspielen in Iso-Perspektive. Komplexität und Tiefgang finde ich aber gut, da mangelt es dann bei Spielen wie Gothic, TES, Witcher oder auch KCD leider immer etwas :(

      Die ganze Beschreibung von oben in Ego-Perspektive und mit Echtzeitkämpfen und ich wäre defintiv der erste Käufer :cool:
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Danke für den ausführlichen Bericht, ich hab das Spiel jetzt auch schon eine Weile im Auge. Hab bis jetzt aber noch vom Kauf abgesehen wegen den wohl noch vorhandenen Bugs und dem unausgewogenen Schwierigkeitsgrad was häufig kritisiert wird. Werde es mir aber sicher noch holen, hoffentlich finde ich dann aber auch die Zeit zum spielen :wacko:
    • Nonsensification schrieb:

      1) In der Presse wird das Zeitlimit kritisiert, welches du ebenfalls bereits thematisiert hast. Fällt es wirklich so stark in Gewicht? Auf Steam habe ich von großzügigen Zeitspannen gelesen? Von Tyranny oder Expedition kenne ich bereits solche Vorgaben.
      Das Problem hier, die Presse spielt Spiele ja zum testen oft nur an. Das erste Zeitlimit ist in der Tat nicht kritisch. Man hat 90 Tage, wenn man sich beeilt schafft man es in 30, wenn man jeden Ort der im ersten Akt zugänglich ist besucht, dann hat man noch ca. 30 Tage bis zum Ende des Zeitlimits. Problematisch sind die Zeitlimits die danach kommen. Gerade die die man nicht sieht.
      Es gibt nach Akt I noch mehrere Zeitlimits. Angefangen mit einem verfluchten Berg, sein Zeitlimit kündigt (mehr oder weniger genau) den Anfang des nächsten "Desasters" an. Einer großen Storyline die einen guten Teil der Hauptgeschichte erzählt. Auch dieses Zeitlimit ist recht großzügig (in der Regel ca. die doppelte Zeit die man benötigt). Allerdings - je länger ein "Desaster" läuft, desto mehr Katastrophenkarten bekommt man in der Baronie ausgereicht. Ein paar davon sind nicht schlimm, allerdings kommen sie irgendwann in so einem Takt das man entweder das Problem löst oder das Spiel verliert.
      Auch das für sich wäre noch kein Problem.
      Aber nahezu JEDES Gefährtenquest hat einen Timer. Der ist im Gegensatz zu den Hauptquests nicht offensichtlich, aber Personen die z.B. gekommen sind um Vallerie zu suchen warten nicht ewig auf sie, man hat dann in etwa einen Monat.
      Gerade wenn man gerade ein halbes Dutzend dieser Quests hat wird es ggf. kritisch.

      Ich finde das bei einem Rollenspiel wobei ich mich eigentlich gern entspanne etwas entnerfend, gerade da es mir die Freiheit nimmt die Gegend zu erkunden sondern ich eher das Gefühl habe das ich dauernd Kindermädchen spiele. Das Ganze wird dann in Akt III (nicht wundern, das Spiel hat 7 Akte, Akt 2 ist aber z.B. von der Spielzeit her länger als das komplette PoE2) rapide besser, dann hat man Grundlagen gelegt, die Baronie ist größer und man muss nicht mehr jede Woche in die Hauptstadt zurück damit einem keinen Karten entgehen (in eroberten Gebiet hat man Zugriff auf die Baronieverwaltung).

      Nonsensification schrieb:

      2) Der Schwierigkeitsgrad wird als zu hart beschrieben. Wie hast du auf zufällig generierte Räuberüberfälle reagiert, die fünf Level über deinem Party-Durchschnitt liegen? Der erste Bosskampf bietet Alternativen, wie sieht es hier aus?
      Ich habe das erst ein einziges Mal erlebt. Nämlich als ich in einem Gebiet rumgelaufen bin in dem ich von der Stufe her noch nichts zu suchen hatte. Hab jetzt so um die 70 Stunden auf der Uhr, 60 Zufallsbegegnungen und bis auf die Eine waren sie alle absolut problemlos machbar.
      Der Schwierigkeitsgrad ist aus meiner Sicht nicht (mehr) so hart. Die Macher haben in einem der letzten Patches die Verteidigung der Gegner deutlich gesenkt und sie ist jetzt "nur" noch ein ca. Drittel höher als in der Pen and Paper Vorlage. Mit einer Party aus 6 Personen ist das realistisch.
      Ein Rollenspiel (gerade wenn es eigentlich aus einem Tabletop kommt) davon das die Kämpfe hart sind und man ggf. mal in die Tischkante beißt. Die Macher haben nicht umsonst sowas wie den Storymodus eingebaut. Aber ich gebe zu das es 2-3 Kämpfe gab die selbst auf Normal... richtig richtig hart waren. Die ich 4-5 Mal starten musste. Ich denke aber mal an dennen wird noch gefeilt werden. Diese Kämpfe liegen am Ende von Akt II und in Akt III, also über 50 Spielstunden vom Start entfernt.

      Imperator Bob schrieb:

      Danke für den ausführlichen Bericht, ich hab das Spiel jetzt auch schon eine Weile im Auge. Hab bis jetzt aber noch vom Kauf abgesehen wegen den wohl noch vorhandenen Bugs und dem unausgewogenen Schwierigkeitsgrad was häufig kritisiert wird. Werde es mir aber sicher noch holen, hoffentlich finde ich dann aber auch die Zeit zum spielen
      Die Bugs stellen, zumindest aus meiner Sicht, keinerlei Problem mehr dar. Es gibt noch einige kleinere Questbugs. Aber die Macher haben in der letzten Woche mehr Bugs gefixt als die meisten Studios in 3 Monaten. Jetzt sind sie mitlerweile dabei den Schwierigkeitsgrad auszubalancieren und einige Items anzupassen. Die Steambewertung steigt auch langsam wieder.
      Ein Tip wenn du keine Zeit oder Lust hast es konstant zu spielen. Mach dir wie auch in einer Pen and Paper Runde ein paar Notizen. Das Questlog ist zwar vorhanden, spart aber mit Details. Und nach einer Woche kann ich mir gut vorstellen das man nicht mehr weiss, "was wollte ich als nächstes machen".

      ---

      Kleine (Spoilerfreie) Hinweise für diejenigen die es sich irgendwann mal kaufen:
      - Habt immer mindestens 200 BP in der Hinterhand, es gibt manchmal Events im Thronsaal die vorteilhaft sind aber BPs kosten. Wenn die BPs auch nur eine Minute unter 0 fallen löst das Unruhe in der Baronie aus, die zu beseitigen kostet 1000 BP. Das verrät einem das Spiel nicht und hat mir Gestern meine 70 Spielstunden ruiniert.
      - Hauptquests immer direkt angehen, sie sind oft leichter als die Sidequests und geben (wie schon geschrieben) schlechte Karten wenn ihr sie nicht erledigt.
      - Nimmervolle Beutel sind teuer, lohnen sich aber. Es gibt insgesamt 4 in Akt I und Akt II zu kaufen.
      - Gold bekommt man (im Gegensatz zu BP) sehr schnell. BP kann man beim Händler in der Hauptstadt kaufen.
      - Ein Händler in der Hauptstadt bietet teure Dinge an die für einen Fallenentschärfer oder eine Kriegerin in eurem Gefolge unglaublich nützlich sein könnten und euch einige harte Kämpfe erleichtern.
      - Wenn euch Gerbereien angeboten werden, nehmt sie. Sind die einzigen Gebäude die GP generieren.
      - Wenn ihr einen Kämmerer sucht, dann schaut an die Furt Flussaufwärts von eurer Hauptsiedlung.
      - Schaltet die Namensanzeige für Orte an. So seht ihr am roten Ausrufezeichen ob es in dem Gebiet etwas Neues gibt. Gerade nach großen Ereignissen lohnt es sich ggf. die Karte mal zu überfliegen.

      Beste Grüße

      TauPandur
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
    • Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Eine weitere Fragen hat sich beim Betrachten eines Let's Play gestern Abend ergeben.

      3) Du sprachst in deiner Vorstellung zu P:K von einer Vertonung der Dialoge, zumindest während der Rast im Lager. Ich habe nur stichprobenmäßig via YT Aufnahmen zu P:K gesucht, dabei waren die Dialoge mit NPCs leider nicht vertont. Wie hoch ist der Umsetzungsgrad der Vertonung im Spiel?

      Für eine bessere Immersion/Atmosphäre schätze ich eine Vertonung sehr.
      :bischof: Anhänger der Bewegung zum Verbleib von Lucius Vantarius und Gegner von Waschmitteln namens Brax :bischof:
    • Moin Tau,

      herzlichen Dank für dies ausführliche Review. :thumbup:
      Das Spiel ist also endlich. Den letzten Gegner niedergerungen und fertig.
      Der Wiederspielwert scheint mir aufgrund der vielen Klassen und Spezialisierungen hoch zu sein.
      Kann man den Hero nach dem Abenteuer erneut spielen mit all seinen Werten oder zumindest in der Heldenhalle aufstellen? Ich finde es immer schade, wenn man ein Abenteuer abschließt und es kein Highscore-Bord oder einen Erinnerungsraum gibt.

      Farvel - Like
      Militem aut monachum facit desperatio

      Guds hjælp, Folkets kærlighed, Danmarks styrke
    • Wie habe ich mir diesen Erinnerungsraum vorzustellen? Ich denke grade an eine „Hall of Fame“, die ich über das Hauptmenü aufrufe. Interessant wäre es, eine solche Heldenhalle direkt im nächsten Durchgang zu entdecken.
      :bischof: Anhänger der Bewegung zum Verbleib von Lucius Vantarius und Gegner von Waschmitteln namens Brax :bischof:
    • Nonsensification schrieb:

      3) Du sprachst in deiner Vorstellung zu P:K von einer Vertonung der Dialoge, zumindest während der Rast im Lager. Ich habe nur stichprobenmäßig via YT Aufnahmen zu P:K gesucht, dabei waren die Dialoge mit NPCs leider nicht vertont. Wie hoch ist der Umsetzungsgrad der Vertonung im Spiel?
      Nur wenige Dialoge sind vertont. Wenn du eine Stelle hast an dennen es Sprecher gibt, dann ist es entweder am Lagerfeuer, während des Hauptquests oder an einer sonstigen sehr wichtigen Stelle. Dabei ist es wie auch bei Tyranny sehr schade das die Sprecher nicht weiter zum Zug gekommen sind, ich finde die englische Vertonung soweit super.


      Likedeeler schrieb:

      Der Wiederspielwert scheint mir aufgrund der vielen Klassen und Spezialisierungen hoch zu sein.
      Nunja, der Wiederspielwert entsteht eher nicht aus den verschiedenen Klassen. Es gibt ja immerhin neben dem Hauptchar 11 weitere Charaktere und die Möglichkeit sich Customchars zu basteln die einen begleiten. Leider gibt es (wie in BG2) kein "Klassenquest", das z.B. darauf eingeht das du Magier, Krieger oder Paladin bist. Was zählt ist deine Gesinnung. Einige wirklich wichtige Storyentscheidungen (die auch nach Stunden erst Auswirkungen haben können) werden durch besondere Auswahlmöglichkeiten gewährt die von der eigenen Gesinnung abhängen. Da man immer 2 Gesinnungen hat (von Rechtschaffen Gut bis Chaotisch Böse) führt das dazu das man, wenn man die Extreme spielt, andere Gefährten, Berater und Verbündete hat. Natürlich gibt es auch Mischformen wie z.B. Chaotisch Gut. Die Gesinnung wird durch verschiedene Dialogoptionen die man auswählen kann (oder eben auch nicht), nicht alibimässig wie in anderen Spielen berücksichtigt sondern in jedem zweiten Dialog gibt es die Option dazu. Aus meinem Neutral Chaotischen Magier ist am Ende von Kapitel 4 z.B. ein Neutral Guter Herrscher geworden.


      Likedeeler schrieb:

      Kann man den Hero nach dem Abenteuer erneut spielen mit all seinen Werten oder zumindest in der Heldenhalle aufstellen? Ich finde es immer schade, wenn man ein Abenteuer abschließt und es kein Highscore-Bord oder einen Erinnerungsraum gibt.
      Kann ich dir nicht sagen, ich hab das Ende noch nicht gesehen und es wird wohl noch eine ganze Weile dauern bis ich dafür Zeit finde. IMO überlege ich auch das Spiel erstmal bis zum 22.10. zur Seite zu legen, an dem Tag soll der erste große Patch kommen (bisher kommen fast täglich Hotfixes). Aber ich denke nicht das es eine "Bestenliste" gibt, immerhin ist es ein klassisches RPG der alten Schule. Es gibt aber soweit ich weiss 7 Enden (6 reguläres und ein supergeheimes Sonderende) und einen Falloutähnlichen Abspann der erzählt was aus deinen Kameraden wird (hab ich gehört, war ja selbst noch nie da).

      Gamestar hat Heute einen Test veröffentlich, LINK zu meiner nicht geringen Überraschung haben stimmen sie im Großen und Ganzen mit meiner Meinung überein, allerdings war die Abwertung von nur 3 Punkten für die Bugs und Hotfixes... äußerst gnädig.

      Beste Grüße

      TauPandur
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
    • Moin Tau,

      besten Dank für Deine Antworten!

      TauPandur schrieb:

      Aber ich denke nicht das es eine "Bestenliste" gibt, immerhin ist es ein klassisches RPG der alten Schule
      Ja, die gibt es ja meist nicht.
      Umso intensiver muss man das Ende auf sich wirken lassen und auch den Abspann voll genießen- Wie im Kino halt und hoffen, daß da noch eine witziges Gimmick kommt. Assasin's Creed hat das sehr gut gemacht!
      Ich denke bei "meiner Bestenliste" an Diablo für den Heromodus (hieß der so?) - der wo man bei Tod auch tot ist :) Da gab es immerhin eine "Heldenhalle", wo man sich seine Heroen noch anschauen konnte, samt Ausrüstung, Klasse und erreichtem Level. Das wäre cool, auch bei einem normal erreichtem Ende:

      Spieldauer (ingame und RL), gespielte Klasse, getötete Gegner, gesammelte Items, etc.

      Gibt es einen Iron-Man-Modus, also Permadeath?

      Farvel -Like

      p.S. Das Spiel wandert auf meine Winterliste
      Fast die 90Punkte erreicht :hallo:
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    • Imperator Bob schrieb:

      Danke für den ausführlichen Bericht, ich hab das Spiel jetzt auch schon eine Weile im Auge. Hab bis jetzt aber noch vom Kauf abgesehen wegen den wohl noch vorhandenen Bugs und dem unausgewogenen Schwierigkeitsgrad was häufig kritisiert wird. Werde es mir aber sicher noch holen, hoffentlich finde ich dann aber auch die Zeit zum spielen

      Ich habs jetzt seit einiger Zeit und das Spiel ist echt ein Zeitfresser, aber nach 74 Spielstunden schreibe ich auch mal eine Kleinigkeit dazu, tatsächlich hat Tau hier das meiste schon vorweg genommen ^^

      TauPandur schrieb:

      Ich bin natürlich noch nicht durch. Und um es vorweg zu nehmen: Ich bin als klassischer Pen and Paper Rollen- und alter BG(2 und bigWorld) Spieler einiges gewöhnt und kenne die Mechanismen. Aber ich bin kein "Fanboy" von Owlcat oder Pathfinder, im Gegenteil. Bis vor 10 Tagen kannte ich sie nicht.
      Wenn ich es in einem Satz sagen müsste: Willkommen zurück Baldurs Gate 2! Willkommen zurück. Es hat 15 Jahre gedauert aber da bist du wieder. Für mich ist Pathfinder: Kingmaker das beste Spiel seit The Witcher 3. Quantität und Qualität sind bestechend (wobei mir sowas wie Grafik nicht so wichtig ist wie manch anderen hier). In allen Aspekten außer dem Sound und mit Einschränkungen schlägt Kingmaker Branchengrößen wie PoE2 und Co. um Längen. Viel mehr kann man dazu auch nicht sagen. Spielt selbst!
      Ich kann dem Fazit größtenteils zustimmen, ein tolles Spiel und es gefällt nur sehr, dass man nicht einfach ein namenloser Held ist der von einer Quest in die nächste stolpert, sondern ein Baron der sein Land erst erwirbt und dann aufbaut und beschützt. Das einzige was ich bisher gespielt habe was sehr in diese Richtung geht ist Expeditions Viking, vielleicht magst du da ja auch mal reinschauen :)

      Allerdings, wenn ich wählen müsste welches das beste Rollenspiel der letzten Jahre wahr, dann würde ich nach wie vor Divinity Original Sin 2 wählen, wegen dem Humor, den vielen Sachen die sie im Kampfsystem richtig gemacht haben und dem Koop. Dennoch, wie gesagt ein sehr gutes Spiel und in vielen Dingen näher an Baldurs Gate als es Divinity ist. Also wer explizit danach sucht, wird noch zufriedener mit Pathfinder sein.

      Nur etwas schade, dass es kein Diebstahlsystem gibt, in Spielen die so was haben kommt eine wohl tief verborgene kleptomanische Ader zum Vorschein und ich verbringe viele Stunden damit jedes einzelne Haus und jeden einzelnen NPC auszurauben.

      Man hat aber auch so jede Menge Freiheiten, auch Sachen die man in den heutigen Spielen eher selten hat, z.B. das verkaufen von Questgegenständen (kann man in der Regel zurückkaufen) oder das töten von relevanten Personen bzw. standesgemäß als Baron teilweise hinrichten lassen. Solche Sachen dürfen einen zumindest nicht stören wenn man das Spiel spielt.

      TauPandur schrieb:

      -unbeständiger, teilweise Knüppelharter Schwierigkeitsgrad - selbst auf Leicht, Schwierigkeitsspitzen
      Das Spiel ist tatsächlich nicht immer fair, hier ein Beispiel welches mich wirklich zum verzweifeln gebracht hat, ich glaube das letzte mal das ich laut fluchend vor einem Spiel saß ist wirklich Ewigkeiten her, wer absolut keinen Spoiler möchte der muss nicht weiterlesen, aber ich versuche es so gering wie möglich zu halten:

      Spoiler anzeigen
      Im späteren Verlauf einer Hauptquest muss man eine untote Kreatur jagen, bevor man sich in das uralte Grab dieser Kreatur begibt, taucht einer der Begleiter auf und bittet einen mitkommen zu dürfen. Da das manchmal recht wichtig ist, hab ich also meine bestehende, funktionierende Gruppe umgebaut und ihn mitgenommen. Erster Nachteil für mich, da neue Gruppe nicht ganz so effektiv. Zweiter Nachteil: Die Gegner in dem Dungeon sind verdammt hart und der Dungeon verdammt groß, einmal drin gibt es kein zurück mehr. Hätte ich gewusst wie groß das Ding ist, hätte ich noch mehr Vorräte eingepackt, denn im Dungeon kann man zwar rasten um seine Zauber und Leben wieder aufzufüllen, aber man braucht dafür Vorräte. Okay, Fehler von mir, aber wenn man erst halb durch ist und schon aus dem letzten Loch pfeift möchte man auch nicht neu laden, hat ja schon jede Menge Zeit versenkt.


      3. Nachteil und hier fängt es an unfair zu werden: Im verlauf des Dungeons stellt einem der Diener der untoten Kreatur 2 Fragen nach den Gefährten. relativ spät im Dungeon tauchen dann 3 Seelenfresser auf, je einer jagt den Hauptcharakter und die zwei anderen fokussieren jeweils einen Charakter der sich aus der Frage des Dieners ergibt. Die anderen Begleiter können einem nicht helfen, nur die jeweils anvisierten Charaktere können sich gegen ihren Seelenfresser wehren. Wird der Charakter durch so einen Seelenfresser besiegt, dann ist er tot, auch nicht wiederbelebbar, einfach komplett erledigt. Stirbt der Hauptcharakter, ist das Spiel vorbei. Charakter 1 der anvisiert wurde: Untote Inquisitorin, kein Problem, hat den Seelenfresser mit Ihrer Sense erledigt. Charakter 2: Bardin, schwache Verteidigung, vergleichsweise schwacher Angriff. Scheiße. Charakter 3: Hauptcharakter, Nekromant praktisch ohne Verteidigung und normalen Angriff, kann zwar jede Menge Kreaturen beschwören, die stehen gegen die Seelenfresser aber nur dumm rum. 1 kritischer Treffer = sofortiger Tod. Schafft man es nach unzähligen Anläufen trotzdem, Spawnen überall im Raum rund herum noch stärkere Seelenfresser (6 oder 7 Stück glaub ich) die dann aber alle angreifen können. Steht die Gruppe da nicht schon wieder zusammen = Tod. Diese Stelle hat mich so verdammt viele Nerven gekostet.

      Schafft man es dann wirklich bis zum Endgegner, dann hat dieser recht mächtige Nekromantie-Zauber. Damit fokussiert er sich (auch gemäß der gegebenen Antworten) sofort auf meine Bardin, Zauber 1 besiegt sie, Zauber zwei bringt sie wieder endgültig um. Nachdem ich das kapiert und sie vor der Tür hab stehen lassen, verrät mich nach dem halben Kampf der Charakter der extra mitkommen wollte, der Rest des Kampfes ist dann quasi zu 3 auszutragen gewesen :pinch:


      Ich hab so verdammt oft neu geladen in diesem Dungeon, wollte aber nicht komplett von vorne anfangen und zum Leveln der Charakter hätte ich wegen der Zeitbegrenzung der Quest auch nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit gehabt.

      Im Grunde ist der Dungeon relativ gut machbar, wenn man vorher weiß was kommt, ähnliche Stellen gibts im Spiel leider ein paar, ist in meinen Augen dann kein gutes Questdesign. Natürlich sollten die Auswirkungen haben und einen überraschen, gerne auch längerfristige, aber einen nicht derart in die Scheiße reiten.

      Allerdings, es gibt (inzwischen) auch sehr viele Einstellungsmöglichkeiten zum Schwierigkeitsgrad. Ich spiele aktuell auf normal und ja, es gibt da, wie oben beschrieben, immer wieder Stellen die knüppelhart sind, endet dann manchmal in Quicksave, Quickload-Orgien. Aber theoretisch kann man den Schwierigkeitsgrad auch im laufenden Spiel jederzeit ändern, dazu kann man auch individuelle Anpassungen vornehmen, z.B. wie stark die Gegner auf die man trifft in Relation zur Gruppe sein können, wie stark der Schadensmultiplikator an der Gruppe ist und ob die Gegner generell gestärkte oder geschwächte Attributwerte bekommen. Wenn die Kaufentscheidung am Schwierigkeitsgrad bzw. der Frustgefahr liegt, dann sollte man sich deshalb keine Sorgen machen, man kann es wirklich so einstellen, dass man in jedem Fall durchkommt. Ich wollte das aber nicht, sondern in dem Schwierigkeitsgrad den ich gewählt habe schaffen.

      Die allermeiste Zeit machen die Kämpfe und die Herausforderung dabei auch Spaß, von daher würde ich den Schwierigkeitsgrad auch gar nicht nicht zu sehr senken.
    • Imperator Bob schrieb:

      Allerdings, wenn ich wählen müsste welches das beste Rollenspiel der letzten Jahre wahr, dann würde ich nach wie vor Divinity Original Sin 2 wählen, wegen dem Humor, den vielen Sachen die sie im Kampfsystem richtig gemacht haben und dem Koop. Dennoch, wie gesagt ein sehr gutes Spiel und in vielen Dingen näher an Baldurs Gate als es Divinity ist. Also wer explizit danach sucht, wird noch zufriedener mit Pathfinder sein.
      Deswegen schrieb ich ja auch, "für mich". ;) Bei DOS2 haben mir einfach die rollenspielerischen Möglichkeiten gefehlt. In Summe war es für mich ein Rundenkampfspiel bei dem ich mir für jeden Kampf die optimalen Chars zusammenbauen musste. Klar, einige Geschichten waren interessant aber auch das Szenario (von Anfang an mit Göttern etc.) und das dauernde Itemsammeln/vergleichen Leveln, hat für mich wenig mit RPGs zutun.
      Pathfinder ist eben ein eher klassisches Rollenspiel Marke Baldurs Gate, wo man schon am Anfang Ausrüstung finden kann die man beim Endkampf noch dabei hat.
      Aber wie schon gesagt: Geschmackssache.

      Die Entwickler haben noch sehr stark gewerkelt und den Schwierigkeitsgrad massiv nach unten korrigiert, du hast das polierte Produkt Bob! :D Die Womb of Lamatasu war in der ursprungsversion des Spiels so stark das man auf Normal fast keine Chance hatte. Da wurde schon ordentlich nach unten gedreht. Nach der empfand ich Vodakai eher als entspannte Episode. Wobei der Dungeon sehr gut gemacht war. Ich hab den später für eine Tischrollenspielrunde adaptiert weil er mir so gefallen hat, auch da hat er gut funktioniert.


      Imperator Bob schrieb:

      Die allermeiste Zeit machen die Kämpfe und die Herausforderung dabei auch Spaß, von daher würde ich den Schwierigkeitsgrad auch gar nicht nicht zu sehr senken.
      Absolut richtig. Sonst hat man keine Erfolgserlebnisse. Das Spiel zerrt davon das man sich Erfolge erarbeiten muss, um so mehr bleiben diese dann auch im Gedächtnis.

      Persönlich freue ich mich schon auf das nächste Spiel von Owlcat Games und hoffe das es nicht zu sehr an den Mainstreammarkt angepasst wird.

      Beste Grüße

      TauPandur
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
    • TauPandur schrieb:

      Bei DOS2 haben mir einfach die rollenspielerischen Möglichkeiten gefehlt. In Summe war es für mich ein Rundenkampfspiel bei dem ich mir für jeden Kampf die optimalen Chars zusammenbauen musste. Klar, einige Geschichten waren interessant aber auch das Szenario (von Anfang an mit Göttern etc.) und das dauernde Itemsammeln/vergleichen Leveln, hat für mich wenig mit RPGs zutun.
      Danke für die Bestätigung. Ich hatte mir DOS2 zum einen noch nicht zugelegt, weil Koop zu gewissen Zeiten schwierig wäre bzw. nicht unbedingt Mitspieler in unmittelbarer Nähe gesehen hatte. Zum anderen hatte ich mal bei einem Stream geschaut und da kam mir das Spiel auch sehr auf Kampf fokussiert und die Optimierung von diesem vor. Und das reizt mich auch weniger. Gute Kämpfe sind zwar wichtig, aber das sollte nicht dominant im Vordergrund stehen, zumindest für mich. Das war auch der Fehler von dem Seeker, Slayer, Survivor-DLC von Pillars of Eternity 2. Das waren ja nur, teils viel zu harte Arena-Kämpfe. Zu der Insel dort abzubiegen hatte auch überhaupt nicht ins Gesamtbild der Handlung gepasst.

      Pathfinder ist jedenfalls auf der Steam-Wunschliste und auch das Expeditions:Vikings, was Bob erwähnt hat, habe ich mal drauf gesetzt. Aber im Moment brauche ich nicht noch ein Kurzzeit-Sucht-erweckendes Spiel. ^^
      Steam-Profil

      "...verantwortungslose Verwaltungsfachangestellte mit Kontrollzwang, also das was wir in Verkennung der Wirklichkeit Regierungen nennen..." - Jochen Malmsheimer
    • Klar ist der Fokus bei DOS2 ein anderer und man verbringt viel Zeit mit kämpfen, ich finde auch das System mit den unterschiedlichen Elementen ist auch einfach sehr gelungen, da zieh ich mehr Spaß aus den kämpfen als bei Pathfinder. Du hast aber auch die Story und die sehr interessanten Charakter.

      Bei Pathfinder kämpft man auch viel, finde da den Kampf als solchen nicht so motivierend, eher das überleben von diesem ^^
      Dafür hat man noch mehr drum rum, gerade durch den Aufbau des eigenen Reichs.

      Nur weil man viel kämpft würde ich keins der beiden Spiele links liegen lassen, die meisten hier dürften mit beiden Spaß haben. Welches mehr gefällt ist dann in der Tat Geschmacksache, wie bei so vielem :)

      TauPandur schrieb:

      Die Entwickler haben noch sehr stark gewerkelt und den Schwierigkeitsgrad massiv nach unten korrigiert, du hast das polierte Produkt Bob!
      Tatsächlich hatte ich das Spiel schon eine Weile auf der Platte, aber da ich eh nicht so wahnsinnig viel Zeit zum spielen unterschiedlicher Titel habe, hab ich auch wegen den anfänglichen Problemen etwas gewartet bevor ich angefangen habe, hat sich denke ich durchaus gelohnt ^^
    • Imperator Bob schrieb:

      Das einzige was ich bisher gespielt habe was sehr in diese Richtung geht ist Expeditions Viking, vielleicht magst du da ja auch mal reinschauen
      Ich habe beide Produkte gespielt. Expeditions Viking empfand ich weitaus schwieriger, denn...

      Imperator Bob schrieb:

      Im Grunde ist der Dungeon relativ gut machbar, wenn man vorher weiß was kommt, ähnliche Stellen gibts im Spiel leider ein paar, ist in meinen Augen dann kein gutes Questdesign. Natürlich sollten die Auswirkungen haben und einen überraschen, gerne auch längerfristige, aber einen nicht derart in die Scheiße reiten.
      Im besagten Level konnte ich am Ende nur eine Reaktion mit mir selbst vereinbaren, den Schwierigkeitsgrad herabsetzen. Ich emfpand ich das Kapitel als spannend und den Endgegner am interessantesten im Spiel, aber auf den Dungeon war ich sehr schlecht vorbereitet und ein zurück gab es nicht. Entweder hätte ich über 80 Spielstunden für ein klares Ende geopfert oder ich passe mich und den Schwierigkeitsgrad an. Vor dem Endkampf habe ich fast mein ganzes Pulver bereits "verschossen".

      Ein Zeitfresser war es in jedem Fall. :D
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    • Ja stimmt schon, bei Expeditions Viking kann man weniger anpassen, führt teilweise zu bösen Situationen. Prinzipiell gäbe es für diejenigen die den Zeitfaktor nicht mögen aber zumindest Mods die den deaktivieren, dann hat man in beiden Spielen Zeit sich hochzuleveln und ist dann sicher auch insgesamt entspannter. Geht halt ein Faktor des Spiels verloren der nicht ganz unwichtig ist. Aber wäre auch noch eine Option für alle die Sagen: Klingt super, aber Zeitdruck in nem Rollenspiel mag ich nicht.

      Davon abgesehen sieht es bei Modding für Pathfinder leider nicht so gut aus, hab mal geschaut, bis auf ein paar Portraits, Klassen und Mods mit denen man diverse zusätzliche Werte anpassen kann (ja, manches davon kann man cheaten nennen) hab ich nichts gefunden, dabei wäre da doch einiges an Potential ;(
      Aber zumindest die Portraits kann ich empfehlen, da gibts ingame irgendwie zu wenige und eventuell die Mod fürs Gewicht, wenn Ihr schlimme Item-Kleptomanen wie ich seid und 3 mal zu ner Karte reist um wirklich alles abzugrasen, dann hilft die Mod sehr das Spiel mehr zu genießen :rolleyes:
    • Imperator Bob schrieb:

      Aber zumindest die Portraits kann ich empfehlen, da gibts ingame irgendwie zu wenige
      Da gab es tatsächlich Potential. Es kam recht oft zu Dopplungen. Es bedeutet natürlich keinen Weltuntergang, aber für eine bessere Immersion schön zu lesen.

      Imperator Bob schrieb:

      Mod fürs Gewicht, wenn Ihr schlimme Item-Kleptomanen wie ich seid und 3 mal zu ner Karte reist um wirklich alles abzugrasen
      Hattest du da grade am Ende Probleme? Ich konnte in den letzten Kapiteln durch verschiedene Buffs alles von Wert mitnehmen. Minderwertige Waffen und Bekleidungen habe ich andernfalls gezielt an Hotspots gesammelt und bei Gelegenheit mitgenommen, aber wirklich lohnenswert war es nicht.

      Mal eine Frage an dich und Tau:

      Spoiler anzeigen
      Unterhalb der eigenen Hauptstadt befindet sich in einem Keller ein verschlossenes Portal zu einem unbekannten Zauberer (?). Es öffnet sich sobald eine gewisse Zahl an mittleren Bossgegnern besiegt wurde. Am Ende fehlte mir genau ein weiterer Gegner. Hat Jm von euch die Quest lösen können?
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    • Spoiler anzeigen
      Ja hab ich, die Belohnung ist eher mau. Aber es gibt einen Erfolg, daher hab ich mich dahinter geklemmt. Du musst übrigens nicht mal alle Gegnergruppen ausschalten, es gibt 2-3 zuviel. Aber in Summe muss man die Karte schon fast 100% sauber haben, kann man erst erreichen wenn man nach Pitax kann. Funktioniert also.


      Beste Grüße

      TauPandur
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
    • Nonsensification schrieb:

      Hattest du da grade am Ende Probleme?
      Quasi ab einer der ersten Quests bei der man auf Goblins trifft, also ganz am Anfang. Irgendwie 50 Dolche die jeweils 1 Gold bringen + 50 Lederrüstungen die 2 oder 3 Gold einbringen, aber doppelt und dreifach so viel wiegen, mitzunehmen ist echt sinnlos. Grade wenn hochwertige Items tausende Goldstücke einbringen. Aber ich musste. Da bringen auch die Beutel und Modifikatoren nix.