Field of Glory II - Multiplayerschlachten AAR

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    • Field of Glory II - Multiplayerschlachten AAR

      Im Folgenden möchte ich einige Onlineschlachten, die ich in den letzten Wochen ausgetragen habe, vorstellen. Das Spiel bietet ein Matchmaking- System, mit dem man sehr einfach Partien hosten kann. Wenn sich ein Gegner findet (meist innerhalb weniger Minuten oder Stunden) machen die Spieler abwechselnd ihre Züge, unabhängig voneinander, wann immer sie Zeit und Lust haben. Derjenige gewinnt, der 60% der feindlichen Armee durch Flucht kampfunfähig macht, wobei die eigenen Verluste irrelevant sind, oder aber 40%, sofern er 25% weniger Verluste erleidet als der Gegner.

      Die erste Schlacht wurde von mir gehostet, in einem Modus, in dem der Host eine Fraktion wählen kann, jedoch eine zufällige Armee-Zusammenstellung vorgesetzt bekommt und der Gegner eine Armee zugeteilt bekommt, die einigermaßen zur anderen Fraktion und der Geographie der Karte passt. Die Karten sind zufallsgeneriert und immer einzigartig, auch wenn der Host einige Parameter (Region, Ausmaße) vorgeben kann.

      In diesem Fall wählte ich Pontus, da ich mich mit diesem Königreich bereits an der Kampagne versucht hatte. Ein hellenistisches Zentrum aus Phalangiten, seitlich geschützt durch moderne Hopliten (Thureophoroi), einem Schwarm aus Plänklern (Bogenschützen, Speerwerfer, Schleuderer) folgend. Mein Gegner kommandierte eine Sarmatisch-Roxolanische-Allianz, ich rechnete deshalb mit vielen berittenen Bogenschützen und leichten Truppen. Folglich suchte ich die Flanken möglichst stark zu machen, um eine Flankierung durch Kavallerie zu verhindern. Meine gepanzerten, adeligen Reiter wurden deshalb durch leichte Infanterie, die, erst zum Feldzug ausgehoben, wenig gedrillt und mit Speeren und kleinen Holzschilden ausgerüstet waren, begleitet, um der erwarteten gegnerischen Kavallerie-Überlegenheit zu begegnen. Einige Sichelstreitwagen sollten in einem günstigen Moment beim Gegner Chaos auf meiner linken Flanke stiften. Das Schlachtfeld, ein Landstrich im nördlichen Anatolien, war größtenteils eben.

      Die gegnerische Aufstellung verwunderte wenig:



      Das feindliche Zentrum war sehr schwach. Leichte Truppen im ersten Treffen, dahinter sogar schlecht bewaffnete Heerhaufen aus zwangesrekrutierten Bauern. Meine im hellenistischen Stil ausgerüstete Infanterie sollte diese im Handumdrehen vom Feld fegen. Die Schwierigkeit würde werden, die Flanken zu halten. Seiner Kavallerie eilten Plänkler voraus, die meine Reihen beschäftigen und für den Angriff seiner Reiter vorbereiten sollten. Diese selbst waren furchterregende Krieger - geübte Reiter, sowohl fähig meine Männer aus der Distanz mit Kompositbögen zu beharken, als auch sich im Nahkampf mit meiner Kavallerie zu messen.

      Die Kämpfe auf den Flanken entbrannen schnell, der Gegner ging offensiv vor:





      Mein Zentrum allerdings rückte ins Nichts vor, die feindliche Infanterie wich diesem einfach aus. Deshalb kommandierte ich den Flankenschutz meiner Phalanx, die Thueropoi ab, um die Flanken zu verstärken:



      Es gelang mir nicht meine Streitwagen nutzbringend einzusetzen. Es gelang meinen Reiter und den begleitenden Infanteristen nicht den offensiven Gegner lange genug zu binden, um einen vernichtenden Angriff der Wagen zu ermöglichen. Stattdessen flankierten Roxolanische Adelige meine unmobilen Streitwagen und vernichteten sie mit Pfeilen, Lanzen und Schwertern.

      Meine linke Flanke brach zunehend in sich zusammen, meine Rechte (im Hintergrund) behauptete sich gegen den Gegner und konnte diesen schließlich von dort vertreiben:



      Im Zentrum gelang es meiner schwerfälligen Phalanx selten, den Gegner in den gewünschten Nahkampf zu verwickeln. Wenn dies aber gelang, brachen die Sarissen die feindlichen Reihen, wie ein Messer durch Butter geht. Ein unglücklicher Zufall wollte es jedoch, das der Kommandeur meiner Phalangiten, in einem dieser Aufeinandertreffen von der Lanze eines Sarmaten durchbohrt wurde, als er seine Männer, exponiert, zur Eile mahnte. Diese rächten ihren Anführer, indem sie aus der Formation ausbrachen, 29 überraschte Reiter zu Fall brachten und die restlichen in Unordnung zurücktrieben:



      Die Verluste waren zu diesem Zeitpunkt prozentual relativ ausgeglichen. Ich hatte meine linke Flanke verloren, er seine Rechte. Ich wusste, dass ich keine Einheiten mehr durch Flucht verlieren durfte (meine Verluste standen bei bedrohlichen 59%) Die Entscheidung brachte ein Fehler von mir: Der kommandierende General meines verlorenen linken Flügels hatte mit seiner Leibwache überlebt, weil er lange Zeit unkontrolliert gegnerische Plänkler durch die Wüstenlandschaft gejagt hatte, nun galt es, ihn aus den Fängen des Gegners zu manövrieren, um nicht durch den Verlust seiner Einheit meine Niederlage zu besiegeln. Die Männer eilten meinen Linien zu, die Pferde bis zur Erschöpfung antreibend. Plötzlich zeigte sich eine dünne Reihe gegnerischer Plänkler vor ihnen, als letztes Hindernis. Ich stand nun vor der Wahl diese links zu umreiten, mich dabei aber den gegnerischen Fernkampfwaffen auszusetzen, oder gegen diese anzureiten, zu werfen und durchzubrechen. Ich entschied mich für Letzteres - der Angriff erlahmte schnell, es entspann sich ein zäher Nahkampf, der es dem Feind erlaubte meinen Reitern in den Rücken zu fallen und diese zu zerstreuen:



      Niederlage. Schlussendlich war die Schlacht relativ knapp und ich hätte Siegesaussichten gehabt, hätte ich meine verbliebenen Reiter meiner Linken extrahieren können. Gegenübergeständen hätten sich dann nämlich mein siegreiches Zentrum aus schwerer und mittlerer Infanterie, und seine Kavalleristen, unterstützt durch leichte Infanterie und Plänkler.



      Was würde ich anders machen? Ich würde meine gute Infanterie nicht exklusiv im Zentrum aufstellen, sondern aufsplitten und auch auf die Flanken bringen. Im Zentrum konnte meine besten Infanteristen kaum in die Kämpfe eingreifen, wich der Gegner ihnen doch geschickt aus und gewann den Kampf auf den Flanken. Ebenfalls wäre es von Vorteil gewesen, dem Gegner meine Flanken zu versagen, d.h. zurückzunehmen und so die Formation eines Dreiecks einzunehmen. So hätten sich seine Flanken weiter strecken müssen, ich hätte höhere Chancen gehabt mein Zentrum einzubringen und meine Flanken wären nicht so leicht überflügelt worden.

      Jedenfalls war es ein interessantes Aufeinandertreffen, zweier grundverschiedener Armeen.


      In der zweiten Schlacht wählte ich wiederum Pontus als Fraktion. Diesmal stand mir keine Phalanx zur Verfügung, sondern eine ausgewogene Streitmacht, deren Kern von imitierten Legionären (man denke an die seleukidischen Silberschild-Legionäre) gebildet wurde. Mein Gegner kommandierte Jüdische Aufständische. Ich wusste im Vorfeld nicht recht, was ich von seiner Armee erwarten sollte und stellte mich vor allem auf viel leichte Infanterie, insbesondere Schleuderer ein. Das bewaldete und hügelige Terrain erschwerte den Einsatz schwerer Infanterie (zu denen meine Legionäre gehörten), machte ihn aber längst nicht unmöglich. Die mittlere Infanterie, Thureophoroi und Thraker (deren Sichelklingen gut gegen gepanzerte Gegner wirken), würde ich besser einsetzen können, wobei in den Wäldern und steinigen Abschnitten lediglich leichte Infanterie ohne Einschränkungen operieren konnte. Berritene Bogenschützen an den Flanken sollten offensiv vorgehen und mögliche versteckte Gegner
      ausfindig machen. Zwei Sichelstreitwagen-Gruppen hielt ich wiederum hinter einem Hügel versteckt, um sie erst in einem entscheidenden Moment einzusetzen.

      Hier der erste Blick auf die gegnerische Streitmacht (rot) und das Gelände:



      Den steilen Hügel auf meiner Rechten identifizierte ich als wichtig für den Flankenschutz meiner Armee, weil eine feindliche Inbesitznahme den Vormarsch meines Zentrums behindert hätte. Meine berittenen Bogenschützen nahmen ihn, sahen sich aber schnell einer Überzahl gegnerischer Handwerksgenossen ausgesetzt. Meine Verstärkungen waren jedoch unterwegs (siehe oben rechts).

      Das feindliche Zentrum bestand immerhin aus mittlerer Infanterie - Thureophoroi - (wohl wohlhabende Bürger Jerusalems), gedeckt von einer großen Zahl Plänklern (vor allem Bogenschützen und Schleuderern):



      Mit diesen würden es meine Legionäre aufnehmen können, jedoch befürchtete ich eine unbestimmte Zahl an Feinden im großen Wald auf der linken Flanke und eventuell einige im Wäldchen auf der Rechten. Ein Blick auf die Verlustübersicht zeigte, dass hier rund 11 000 Pontier 17 000 Juden gegenüberstanden. Die "unbestimmte Zahl an Feinden" konnte ich so, an der Zahl an sichtbaren Gegnern abgeschätzt, auf mindestens 6000 Mann beziffern.

      Ich hatte zwar die Initiative, jedoch auch ein ungutes Gefühl. Es galt meine Angriffsrichtungen festzulegen und darauf zu warten, dass Gegner seine Falle zuschnappen lassen würde. Erst dann hätte ich den feindlichen Plan vor Augen und würde wissen, ob meine Manöver den neuen Tatsachen standhalten würden. Mein Plan sah vor, meine schwere Infanterie an den beiden Flanken seines Zentrums zu massieren (mit Übergewicht rechts). Dadurch bot ich eine Lücke, in die, so hoffte ich, der Feind hineinstoßen, damit seine Kampflinie aufgeben und meinen Streitwagen und Kavalleristen günstige Ziele bieten würde (im besten Fall seine Flanken). Der Gegner hatte nämlich lediglich eine Einheit Schlachtenkavallerie (in dieser hielt sich sein Oberbefehlshaber auf), ich eine Überzahl an Adeligen Reitern und sogar eine Einheit Kataphrakte. Eine konservative Flankierung war durch das Gelände (die Wälder) nicht möglich, das der Gegner geschickt ausnutzte. Jedoch hatte ich mich genötigt gesehen, meine Kavallerie aggressiv gegen seinen Plänkler-Schirm einzusetzen, um zu verhindern, dass meine Infanterie von diesem zu sehr geschwächt würde. Damit war diese größtenteils damit beschäftigt, hinter dem rechten Wäldchen Plänkler zu verfolgen. Um den erwarteten gegnerischen Hinterhalt im Wald links abzuriegeln, setzte ich einen Großteil meiner leichten und mittleren Truppen ein. Zusammenfassend basierte mein Vorgehen also darauf, zu hoffen, dass meine linke Flanke lang genug halten würde, bis ich das gegnerische Zentrum besiegt haben würde.

      Im Folgenden die Lage zu Beginn der ernsteren Kampfhandlungen:



      Der Gegner hatte tausende mittlere Infanteristen, die nach Bewaffnung und Ausrüstung Miliz-Charakter aufwiesen, für seinen Hinterhalt angesetzt. Im Wald konnten meine zahlenmäßig unterlegenen Plänkler seine Männer längere Zeit hinhalten. Jedoch verschlechterte sich die dortige Lage von Runde zu Runde, wie am folgenden Beispiel von Thueropoi offensichtlich wird (deren Organisation war durch Verluste und das Gelände mittlerweile "Fragmented", sodass sie jeden Moment in Panik geräten würden):



      Jedoch eröffnete sich im Zentrum die Möglichkeit, auf die ich spekuliert hatte: Einer Einheit Sichelstreitwagen zeigte sich die Flanke bereits in Unordnung geratener gegnerischer Infanteristen.



      Die Wagen krachten in die feindliche Flanke und stürzte damit sowohl die angeschlagenen Gegner, als auch deren Kameraden zur Rechten, in wilde Flucht. Plötzlich sahen sich hunderte Bogenschützen dem Angriff der Wagen, die weiter die Flanke aufrollten, ausgesetzt und ließen sich in den Rückraum der Kämpfe zurückfallen. Schließlich stieben die gefürchteten Sicheln noch in eine weitere Einheit feindlicher Infanterie und brachten diese in Unordnung. Erst hier wurde die Höllenfahrt zum Stehen gebracht.



      Die zweite Einheit Streitwagen hatte weniger Erfolg - sie wurde von der feindlichen Schlachtenkavallerie aufgerieben, ohne nennenswerte Gegenwehr leisten zu können. Trotzdem war mein Plan einigermaßen aufgegangen: Die linke Flanke des Gegners war vernichtet, noch ehe meine linke Flanke im Wald vollends zusammenbrach.

      Gleichzeitig vertrieben meine Reiter rechts des kleinen Wäldchens und im gegnerischen Rückraum zahlreiche Plänkler-Einheiten vom Schlachtfeld und nahmen hunderte Gefangene. Im Folgenden eines der Scharmützel, hier zwischen zwei berittenen Bogenschützen:



      Wie risikoreich mein Vorgehen gewesen war, zeigte die Statistik. Beide Seiten verloren 60% ihrer Männer, jedoch brach die feindliche Moral zu erst ein, sodass Pontus einen Sieg proklamierte und das Feld in der Nacht behauptete:








      Die Juden hatten 600 Mann mehr verloren, jedoch hatten wir prozentual höhere Verluste zu beklagen:



      So war dies kein vollständiger Sieg, auch wenn sich mein Gegner zurückgezogen hatte. Jedoch nehme ich einen solchen Phyrrussieg gerne. Die Pontier hatten Initiative gezeigt, den Feind aus seiner Defensivposition vertrieben und das Feld behauptet, obwohl dieser, in Anbetracht seiner Armeezusammenstellung, das Gelände zu nutzen verstand.

      Zusammenfassend war mein Plan aufgegangen, jedoch wurde die Lage auf meiner Linken schneller prekär als erwartet, was die Schlacht zu einem "damn close-run thing" machte, frei nach Wellington. Im Nachinein hätte ich meine Kavallerie bedachter einsetzen können, jedoch war deren Arbeit gegen die Plänkler für den Sieg mitentscheidend.

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    • Na ich schließe mich auch mal an, großartige Präsentation und Bilder, hat bei mir zumindest so viel Interesse geschürt, dass ich bei Sales nach dem Spiel Ausschau halten werde :thumbup:
      „The Wheel of Time turns, and Ages come and pass, leaving memories that become legend. Legend fades to myth, and even myth is long forgotten when the Age that gave it birth comes again."
    • Vielen Dank für das tolle Feedback, motiviert ungemein, weiter zu schreiben.

      In der dritten Schlacht ließ ich beide Seiten+Karte durch "Pot Luck" (den Zufall/Algorythmus des Spiels) entscheiden. Mir wurden die Griechen zugelost, dem Gegner Karthago, das Szenario könnte also ein Aufeinandertreffen beider Parteien, auf einem fruchtbaren Stück sizilianischer Erde darstellen.

      Beide Seiten verfügten über ähnliche Truppen: Mit Speeren ausgerüstete mittlere und schwere Infanterie, jeweils einige Katapulte und wenig Kavallerie. Meine besten Truppen waren schwere Hopliten, denen eine ähnliche Zahl gegnerischer Hopliten gegenüberstand. Meine Masse an Thureophoroi würde seinen ähnlich ausgestatteten Lybiern Paroli bieten können. Glücklicherweise führte mein Gegner keine gallischen Kriegshaufen ins Feld, aber immerhin verließ er sich auf italische und hispanische Verbündete. Beide waren mit Kurzschwertern ausgerüstet, was sie im frontalen Aufeinandertreffen mit meinem Speerwald benachteiligte, jedoch die Gefahr gefährlicher Flankenangriffe bot. Besonders seine lusitanischen Scutarii waren in der Lage, einen vernichtenden Ansturm auszuführen. Eine weitere Gefahr stellte seine leichte Kavallerieüberlegenheit (nordafrikanische leichte und gallische schwere Reiterei) dar, verfügte ich doch, abgesehen von meinen leichten Truppen, nur über behäbige Speerkämpfer.

      Um seiner Kavallerie wenig Angriffsfläche zu bieten, positionierte ich meine Infanterie an beiden Flanken tiefer gestaffelt, während mein Gegner (gelb) seine Reserven gleichmäßig in einer zweiten Reihe formierte:



      Schnell wurde klar, dass das Gelände eine wichtige Rolle spielen würde. Die Hauptlinie des Feindes war auf einem sanften Hügelkamm positioniert. An beiden Flanken erhoben sich steile Höhen, links sogar felsiger Natur, was sie für alle, außer leichte Truppen, schier unpassierbar machte. Ich entschloss mich, den rechten Hügel offensiv anzugehen und ihn nach Möglichkeit zu besetzen. Deshalb operierten mehr Truppen auf dem rechten Flügel, wobei ich aber meine Hopliten im Zentrum beließ, wo sie meine Linie stabilisieren sollten. Auch den linken Hügel suchte ich nach Möglichkeit zu besetzen, wozu ich Plänkler entstandte.

      Mein Gegner bemerkte meinen Fokus auf die rechte Flanke, jedoch war es zu spät. Plänkler banden seine Kavallerie und schreckten seine Infanterie ab, den Hügel ebenfalls zu stürmen, wie dies meine Thureophoroi taten:



      Mein gleichzeitig vorrückendes Zentrum kam bald darauf mit den feindlichen Infanteristen in Kontakt, die mein Gegner Richtung Hügel geschickt hatte, welche zu spät gekommen waren. Er entschied sich, seine Hauptlinie gegen meine zu führen und damit seine Hügelposition zu verlassen, würde sonst ein nennenswerter Teil seiner Männer, vor den Augen ihrer Kameraden auf den Hügel, vernichtend geschlagen werden. Meine Hauptlinie würde ohne Reserven seinem Angriff widerstehen müssen, während ich die Entscheidung auf dem rechten Flügel suchte, wo ich den Vorteil der erhöhten Position genoss.

      Aus der Vogelperspektive ist die neue Situation zu erkennen. Der linke Flügel ist dabei nicht zu sehen, dort rieben sich mittlerweile unser beider leichten Truppen auf, waren sie doch zahlenmäßig ungefähr gleichstark und hatten gleichzeitig den Hügelkamm erklommen.



      Am heftigsten waren die Kämpfe auf meiner rechten Flanke. Dort drückten die Griechen vom Hügel hinab, in die feindlichen Reihen. Diese wehrten sich verbissen, lag doch die Schlachtentscheidung hier in der Luft (Bild aus der Perspektive der rechten Flanke):



      Mein Glück war es, dass der Gegner hier seine unzuverlässigsten Männer an entscheidender Stelle einsetzte - die italischen Verbündeten. Mit ihren kurzen Speeren und Schwertern konnten sie den Thuerophoroi nicht lange widerstehen (Bild aus Perspektive des gegnerischen Zentrums, eine der beiden gebrochenen italischen Einheiten ist im Fokus - man sieht, wie diese in kurzer Zeit 150 von 460 Männer verloren, genug um eine Panik auszulösen):


      Ihre Flucht brachte die gegnerische linke Flanke in Unordnung. Meine Männer drückten diese im weiter ein:



      Im oberen Bild, ganz links oben, ist meine einzige Einheit Schlachtenkavallerie zu sehen, wie sie sich gegen die Flanke einer gegnerischen Hopliten-Einheit wendet. Diese tapferen griechischen Söldner in karthagischen Diensten hatten eine Einheit Thureophoroi geworfen und drohten nun meinem Zentrum in die Flanke zu fallen. Aber zu wenig, zu spät. Mein Gegner sah keinen Ausweg, als sich zurückzuziehen.

      Blauer Pfeil - Richtung des entscheidenden Angriffs über den Hügel.
      Roter Kreis - gegnerische Hopliten, die durchbrachen, vorläufig abgeriegelt durch meine Reiter.
      Schwarzes Kreuz - der felsige Hügel auf meiner Linken, auf dem sich unsere leichten Truppen neutralisierten.



      Die Verluste waren noch recht ähnlich, da der Gegner in dem Moment kapitulierte, als sich der griechische Sieg erst anfing zu entwickeln.



      Zusammenfassend eine Schlacht ähnlicher Voraussetzungen. Die gegnerische Kavallerieüberlegenheit konnte sich durch das Gelände nicht recht auswirken. Anders wäre die Schlacht verlaufen, wenn mein Gegner keine Truppen in Richtung des rechten Hügels geschickt hätte, sondern seine Ausgansstellung behauptet hätte. Die Wälder hätten mir keine Möglichkeit gelassen den Gegner zu flankieren, seine Kavallerie wäre so aber vollends zur Untätigkeit verbannt worden. Der maßgebliche Fehler meines Kontrahenten war es wohl, dass er nicht genügend, aber vor allem nicht seine besten Männer, auf seine gefährdete linke Flanke dirigierte.

      Es ist schon bemerkenswert, dass in alle drei bisherigen Schlachten meine rechte Flanke siegte und die linke zusammenbrach oder in Gefahr geriet (wie hier), beziehungsweise aus gegnerischer Sicht umgekehrt. Wie allgemein bekannt war es in Antike und Mittelalter verbreitet, den rechten Flügel zu stärken und über diesen die Schlachtentscheidung zu suchen. Zwei historische Erklärungen kommen mir spontan in den Sinn: Eine Marschkolonne, die sich zur Schlachtlinie entfaltete, entwickelte sich von seiner Spitze aus nach links. Die ersten Truppen der Marschkolonne fanden sich also auf der rechten Flanke wieder. Lässt sich daraus folgern, dass häufig die besten Truppen die Spitze einer Marschkolonne bildeten? Außerdem hatte der Angriff auf den gegnerischen linken Flügel den Vorteil, dass die individuellen Kämpfer des Gegners ihre Schildseite den Flankierenden zuwanden und damit ihre ungedeckte Seite dem Zentrum ihres Gegners zuwendeten.
      In FoG 2 folgte ich diesem "historischen Vorbild" nicht bewusst. Meine These zur Erklärung dieses Spielerverhaltens ist, dass die meisten "Sesselstrategen", wie alle Menschen, Rechtshänder sind und in solchen Spielen "von rechts aus" denken. Ähnlich wie Rechsthänder in Flugsimulatoren meist nach links eindrehen, drehen Spieler in Strategiespielen also häufig ebenso über die rechte Flanke ein, in Form einer Flankierung. Ich wäre interessiert an eurer Meinung und Beobachtungen dazu, ist ja nur eine These :mampf:
    • Naja zumindest in den letzten beiden Schlachten war das Gelände auf deiner rechten Flanke immer besser geeignet, um dort agieren zu können. Zudem hattest du dort auch immer deine besseren Flankierungstruppen positioniert.

      In der ersten Schlacht konnetest du deine Streitwaagen auf der linken Flanke nicht optimal einsetzen, aber hier sehe ich sowieso den Vorteil beim Gegner, das das Gelände seine Armeekomposition eh bevorteilt hatte.
    • Folgend meine Eindrücke zum Matchup von Persern und Griechen aus der Zeit der Perserkriege (frühes 5. Jh. v.Chr.) im ersten DLC zu FoG II "Immortal Fire", anhand zweier Multiplayerschlachten. In beiden kommandierte ich persische Armeen. Diese wählte ich, weil die griechische Seite der damaligen Kriegsführung allgemein bekannt ist und auch ihr euch sicherlich schon häufig mit dieser, aber nicht mit jener der Perser beschäftigt habt. Zudem unterlagen persische Armeen in Aufeinandertreffen mit hellenischen Streitkräften regelmäßig, bis zum Untergang des Persischen Reiches durch Alexanders Makedonen, so reizte mich auch die Herausforderung. Um die Spannung gleich herauszunehmen - ich gewann eine Schlacht und verlor die andere. Ich möchte den Hergang hier nicht detailliert schildern, sondern meine taktischen Eindrücke schildern, falls es unter euch Interessierte an dieser geschichtsträchtigen Konfrontation gibt.

      Zur Armeezusammenstellung und Aufstellung: Die Perser setzten auf Flexibilität. Ihr Rückrat bestand aus Infanterie, die durch ihre Bewaffnung mit Bögen, Speeren und großen Schilden sowohl für den Fern- als auch den Nahkampf geeignet war. Eine Schwerpunktbildung wird dem Spieler durch die Existenz einer stehenden Haustruppe der Großkönige erlaubt, der von den Griechen sogenannten Unsterblichen. Sie kämpfen auf dieselbe Weise wie die Masse der persischen Infanterie, sind jedoch besser ausgebildet und ausgerüstet. Griechische Söldnerhopliten sind rar, aber sehr wertvoll. Als Plänkler fungierten große Gruppen von Bogenschützen. Aus dem Adel rekrutierte sich der Kern der Kavallerie - gut geschützte berittene Bogenschützen, die sich im Nahkampf gegen jede Kavallerie halten konnten. So hat man eine erhebliche Feuerkraft zur Verfügung, die gegnerische Fußtruppen noch vor dem Nahkampf aufreiben kann und gegnerische berittene Bogenschützen unschädlich macht. Eine hervorragende Ausgangslage gegen die früheren Feinde der Perser. Die Kriegsführung der Griechen jedoch bot den idealen Konter. Deren leichte Plänkler konnten viel Feuer der Perser absorbieren, während die Hopliten durch ihre Ausrüstung gegen dieses vergleichsweise gut geschützt sind. Im Nahkampf war diese schwere griechische Infanterie den Perser überlegen. Im Spiel können sich lediglich die Unsterblichen gegen die meisten Hopliten (diese existieren in verschiedenen Klassen) behaupten (Siegchance ca. 50%). So ist der persische Kommandeur darauf angewiesen, den Nahkampf so lange wie möglich zu vermeiden und den Gegner abzunutzen. Dazu ist die Ausnutzung von Gelände von elementarer Bedeutung.

      Folgend die Aufstellungen aus der ersten Schlacht. Die Unsterblichen in Reserve, Söldnerhopliten rechts des Zentrums, die Adelskavallerie auf der rechten Flanke, in Richtung des offenen Geländes. Die Griechen (hellblau) rückten mit den besten Hopliten in der ersten Linie, hinter einem Plänkler-Schirm, vor, dahinter Hopliten in Reserve. Ich wollte den Hügelkamm voraus besetzen, links durch einen Fluss und rechts durch ein Gehöft begrenzt.



      Doch der leichte Höhenvorteil des Hügelkamms erwies sich als zu gering, um die mörderischen Hopliten aufzuhalten, die sich durch die persische Infanterie hindurchstritten, nachdem sie von mehreren Pfeilhageln überschüttet worden waren. Am Besten hielten sich noch unsere Söldnerhopliten. Der Kampf war innerhalb von nur 30 Minuten entschieden. Die überlegene persische Kavallerie hatte aufgrund dieser kurzen Zeit keine Rolle spielen können.



      Die Unsterblichen konnten vorerst noch einige Löcher stopfen, wurden schließlich jedoch von der Flucht des Zentrums mitgerissen.



      Ungefähr gleich viele Männer auf beiden Seiten waren getötet oder verwundet worden. Während jedoch nur 105 Griechen vom Feld geflüchtet waren, flüchteten 3101 Perser, aus einer Streitmacht von knapp über 10 000 Mann. Sie hatten dem Ansturm der Hopliten nicht standhalten können. Eventuell hätte eine breitere und weniger tiefe Aufstellung ein besseres Ergebnis für die Perser erbracht, denn die Unsterblichen hatten den Zusammenbruch als Reserve nur um wenige Minuten verzögern können. Allerdings standen hier rund 14 000 Griechen 10 000 Persern gegenüber, was ein Flankieren der Hopliten unmöglich gemacht hätte. Tatsächlich glaube ich, dass ein persischer Sieg hier nur mit großem Kriegsglück (quasi Würfelglück) möglich gewesen wäre. Vielmehr hätte ich wohl auf viel Kavallerie verzichten sollen, um meine Hauptlinie zu stärken. Die Kavallerie erschien mir allerdings ein einziger persischer Vorteil. Das Gelände war optimal ausgenutzt worden und trotzdem hatten die Perser den Griechen nicht standhalten können. Der griechische Strategos hatte seine Männer bestmöglich eingesetzt, indem er so schnell wie möglich mit seinen Besten gegen mein Zentrum vorgerückt war und sich weder von Pfeilhageln, noch von persischer Kavallerie auf der linken Flanke hatte beirren lassen.


      Für den Sieg in der zweiten Schlacht war hauptsächlich mein Gegner verantwortlich, der mir mit seinem Manövrieren in die Karten spielte. Ich hatte meine Schlachtlinie wieder am geeignetsten Gelände ausgerichtet - unwegsames Terrain auf der Rechten, ein Hügelkamm auf der Linken. Mein Gegner splittete seine Truppe daraufhin in zwei große Schlachthaufen auf, das ungünstige Gelände dabei jeweils frontal nehmend. So konnte ich meine Feuerkraft ausspielen. In folgendem Bild ist das Ergebnis eines Kreuzfeuers gegen eine Einheit Hopliten zu erkennen (siehe Pfeile im Boden und Stärkeangabe der markierten Hopliten):



      Hier sieht man den Angriff der Griechen auf den Hügelkamm auf meiner Linken:



      Was folgte war ein Massaker. Meine Männer verschossen so viele Pfeile, dass sie diese während der Schlacht, die mehrer Stunden dauerte, auf dem Feld wieder aufsammelten, um an Munition zu kommen (wird von der Spielmechanik tatsächlich berücksichtigt). Obwohl einzelne griechische Abteilungen meine Linie hier und dort durchstießen, war der Sieg nie in Gefahr. Dafür sorgte die Flexibilität der persischen Truppen - während sich die Griechen nach einem Angriff schwerfällig neu ausrichten mussten, um erneut vorzustoßen, hielt die persische Infanterie ein dauerndes Feuer aufrecht.



      Von den 14 560 Griechen, die auf 11 566 Perser getroffen waren, waren 9496 getötet oder verwundet worden oder hatten das Feld frühzeitig verlassen. Die Perser verloren dagegen 2884 Mann, also ein Viertel ihrer Gesamtstärke. In der Schlacht konnte ich die Stärken der Perser, Flexibilität und Feuerkraft, ausspielen können.

      Insgesamt sehe ich jedoch die Griechen stark im Vorteil. Ein fähiger Strategos wird kaum gegen eine gleichfähigen persischen Kommandeur geschlagen werden. Er sollte auf die Stoßkraft seiner schweren Infanterie vertrauen und versuchen, das Gros der Perser so schnell wie möglich in Nahkämpfe zu verwickeln. Der Perser sollte das Gelände nutzen, sich so aufstellen, dass flankierendes Feuer möglich ist und jeden Fehler des Gegner sofort ausnutzen, um eine Chance zu haben. Außerdem könnte man vielleicht eine bessere Armeezusammensetzung wählen, als ich. Eine die möglicherweise eine zahlenmäßige Überlegenheit erlaubt und somit die eigenen taktischen Möglichkeiten erweitert. Mir war aber wichtig, der überlegenen griechischen Infanterie möglichst viel Qualität entgegenzusetzen, sodass meine Truppen im Nahkampf zumindest eine Chance haben würden. In der ersten Schlacht stellte sich heraus, dass dies nicht genug war, um eine Balance zu erreichen. In der zweiten Schlacht zahlte es sich aus, da der Gegner die falschen Schwerpunkte setzte und ungünstig manövrierte.
    • Danke für die gute Frage Draconarius. Das ist durch die gewählte Einheitenzusammenstellung verursacht. Ich investierte vergleichsweise viel in meine gepanzerten berittenen Bogenschützen (die kostspieligste Einheit der Perser), wohingegen die griechische Kavallerie nicht gut, aber günstig ist und meine Gegner davon nicht viel aufs Feld brachten. Bei der Infanterie sind die Kosten sehr ähnlich. Die Unsterblichen etwa bewegen sich auf einem Level mit den besten Hopliten und das reguläre persische Fußvolk kommt schlechteren Hopliten gleich (die etwa 1/3-1/2 der gegnerischen Armeen ausmachten). Die 3000 - 4000 Mann unterschied sind also auf meinen vergleichsweisen Fokus auf Kavallerie zurückzuführen. Im Rückblick war die Investition in die Reiter in der verlorenen Schlacht ein Fehler. Es bleibt mir ein kleines Rätsel, wie ich die Schlacht hätte führen sollen. Gerne hätte ich weitere ähnliche Gefechte, zum prüfen meiner Thesen.

      Mittlerweile haben beide Seiten noch ein, zwei Einheiten in die Roster hinzubekommen, dabei besonders interessant verschiedene Formen von Peltasten (also nicht einfache Speerwerfer, sondern nach thrakischem Vorbild ausgerüstete Infanterie). Dadurch würden die Gefechte nun etwas anders gespielt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Unsterblichen damals schon als "armoured" galten oder nur als "protected". Vielleicht wurden sie mittlerweile etwas gebufft, sodass sie besser standhalten.


      Karthager gegen Römer (drachee)

      Nun zu einer "freundschaftlichen" Schlacht zwischen Forenmitgliedern. Drache, nennen wir ihn der Einfachheit so, kommandierte eine römisch-republikanische Armee und ich eine Karthagische. Schauplatz war Nordafrika in der Zeit um 150 v. Chr. Ich wusste ich würde es mit überlegener Infanterie zu tun haben, weshalb ich durch meine Armeezusammenstellung eine zahlenmäßige Überlegenheit schaffen wollte. So rekrutierte ich ganze zehn Einheiten karthagischer Bürgersoldaten, die zwar günstig aber unzuverlässig im Kampf sind. Ich postierte sie hauptsächlich in den hinteren Linien, meiner schachbrettartigen Aufstellung, durch fähigere spanische, gallische und lybische Infanterie unterstützt. Vier Kriegselefanten sollten die linke Flanke meines Gegners bedrohen, während ihn meine linke Flanke umfassend packen sollte, um die Entscheidung herbeizuführen.



      Drache hatte seine besten Legionäre, seine Veteranen, auf den rechten Flügel gestellt (gelb markiert). Sie könnten meine Überflügelung verhindern. Seine enge Aufstellung in zwei Reihen spielte mir jedoch in die Hände. Sie begünstigte eine Umfassung.



      Folgend sieht man Draches Reaktion den Umfassungsversuch - er zieht seine Flanke in die Länge, sodass seine Veteranenlegionäre meine, den kleinen Abhang hinunterstürmenden, Spanier und Karthager aufzuhalten. Dadurch dünnt er jedoch seine Linie aus.



      Meine gallischen Söldner durchbrachen im Sturmangriff den Schwachpunkt seiner ersten Linie im Zentrum (rote Pfeile zeigen den Durchbruch an), jüngst eingezogene und schlecht ausgebildete Legionäre ("Raw Legionaries"). Dadurch, dass Drache seine Veteranen nach rechts verlagert hatte, klafften nun Lücken in seinem Zentrum. Das ungestüme Vordringen der Gallier bereitete mir vorerst Sorgen, sie könnten dadurch in der Flanke gefasst werden, jedoch waren diese unberechtigt, da Draches zweite Linie zu ausgedünnt war. Währenddessen hielt meine rechte Flanke, die sich stark auf den Einsatz der Kriegselefanten stützte, den Römern lange genug stand. Hierbei tat sich besonders eine Einheit leichter nubischer Reiterei (lila Kreis) hervor.



      Der Kampf auf der Rechten war äußerst verbittert und neigte sich langsam den Römern zu. Er gewann mir aber ausreichend Zeit und band genügend römische Einheiten, um auf der Linke und im Zentrum zu siegen.

      Der Kampf um die linke Flanke:



      Der Kampf war extrem heftig, jedoch nicht allzu lang. Die Legionäre waren allen meinen Infanteristen im direkten Kampf überlegen, aber die Zahl meiner Einheiten und die Überflügelung erlaubte regelmäßig Flankierungen, die auch nötig waren um die Römer zu bezwingen. Schließlich begegneten sich im Zentrum der Kämpfe der römische und der karthagische Kommandeur. Abimilki, Sohn des Sirom, befehligte seiner Männer einen Sturmangriff in den Rücken der Veteranen um Clodius Galvisius, der einem Wurfspeer zum Opfer fiel. Die Schlachtentscheidung war ohnehin bereits gefallen, vielleicht hatte der Senator den Tod in der Schlacht gesucht, um die Niederlage nicht verantworten zu müssen.



      Die verbliebenen römischen Truppen, die auf ihrer linken Flanke gesiegt hatten, zogen sich hastig zurück, um einen totalen Zusammenbruch zu verhindern. Das Schlachtfeld bot einen grausigen Anblick.



      Für Karthago war die Schlacht trotzdem sehr günstig ausgegangen - bei 18% eigenen Verlusten waren mehr als die Hälfte der römischen Streitmacht aufgerieben worden. Karthago war noch einmal von einer Invasion gerettet worden!



      Das war eine der ersten Partien von Drache, er hat sich gut geschlagen und ich freue mich auf weitere Aufeinandertreffen. Übrigens auch mit TxTwilight, der FoG mittlerweile auch spielt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grimbold ()

    • Grimbold schrieb:

      Das ist durch die gewählte Einheitenzusammenstellung verursacht. Ich investierte vergleichsweise viel in meine gepanzerten berittenen Bogenschützen (die kostspieligste Einheit der Perser), wohingegen die griechische Kavallerie nicht gut, aber günstig ist und meine Gegner davon nicht viel aufs Feld brachten. Bei der Infanterie sind die Kosten sehr ähnlich. Die Unsterblichen etwa bewegen sich auf einem Level mit den besten Hopliten und das reguläre persische Fußvolk kommt schlechteren Hopliten gleich (die etwa 1/3-1/2 der gegnerischen Armeen ausmachten).
      Achso, in Ordnung, danke für die Info.

      Ich hatte angenommen, dass die Formationen im Spiel unterschiedlich groß sind. Z.b. bei Pike & Shot vom selben Publisher haben die unterschiedlichen Kavallerie- und Infanterieformationen je nach befolgter Doktrin bzw. Taktik auch unterschiedliche Truppenstärken.
      Also z.B. Schweizer Gewalthaufen und spanische Tercios alten Typs haben z.B. eine größere Truppenstärke als die Einheiten des 17. Jahrhunderts, die wieder stärker vom niederländischen und schwedischen Brigadesystem geprägt sind, etc.
      ___ ___ ___ ___ ___
      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
    • Draconarius schrieb:

      Grimbold schrieb:

      Das ist durch die gewählte Einheitenzusammenstellung verursacht. Ich investierte vergleichsweise viel in meine gepanzerten berittenen Bogenschützen (die kostspieligste Einheit der Perser), wohingegen die griechische Kavallerie nicht gut, aber günstig ist und meine Gegner davon nicht viel aufs Feld brachten. Bei der Infanterie sind die Kosten sehr ähnlich. Die Unsterblichen etwa bewegen sich auf einem Level mit den besten Hopliten und das reguläre persische Fußvolk kommt schlechteren Hopliten gleich (die etwa 1/3-1/2 der gegnerischen Armeen ausmachten).
      Achso, in Ordnung, danke für die Info.
      Ich hatte angenommen, dass die Formationen im Spiel unterschiedlich groß sind. Z.b. bei Pike & Shot vom selben Publisher haben die unterschiedlichen Kavallerie- und Infanterieformationen je nach befolgter Doktrin bzw. Taktik auch unterschiedliche Truppenstärken.
      Also z.B. Schweizer Gewalthaufen und spanische Tercios alten Typs haben z.B. eine größere Truppenstärke als die Einheiten des 17. Jahrhunderts, die wieder stärker vom niederländischen und schwedischen Brigadesystem geprägt sind, etc.
      Das ist auch in FoG II so. Nur eben nicht in Bezug auf die verschiedenen Hopliten und die persischen Infanterietypen.
    • Gefechte gegen die Forenmitglieder drachee und Twilight

      Die Schlacht mit Drache war ein Aufeinandertreffen zwischen einer ostgermanischen Streitmacht mit einem weströmischen Heer ca. 400 n. Chr. Erstere operierten zu dieser Zeit häufig mit einem Schwerpunkt auf Reiterei und nur vergleichsweise wenige, Fußvolk (bspw. die Vandalen). So sollte man mit ihnen ihre Manövrierfähigkeit und Mobilität ausnutzen. Die Schlachtentscheidung kann nur die Kavallerie herbeiführen. Mit nur sechs Kriegsscharen hatte ich das Maximum an mittlerer und schwerer Infanterie gebracht, die zur Verfügung stand. Die Flexibilität der damaligen römischen Armeen erlaubte es Drache dagegen ebenfalls starke berittene Kräfte ins Feld zu führen, jedoch musste sein Schwerpunkt die Infanterie bleiben. Hier gönnte sich mein Gegner Klasse statt Masse - Legio Comitatensis, unterstützt von leichteren Auxilia Palatina sowie elitären Legio Palatina und nur wenige Limitanei. Das Gelände machte die gegnerische Aufstellung unvorhersehbar. So entschieden wir uns beide für eine breite Aufstellung, das gesamte Areal umfassend, das immer wieder von Wäldern durchsetzt war. Es war wohl ein Fehler meine Warbands in zwei Blöcken, getrennt voneinander, aufzustellen (rot markiert). Ich versprach mir davon mehr Möglichkeiten zur Schwerpunktbildung, im Endeffekt brachte ich die Männer dadurch aber in Unterzahlsituationen gegen die Legionäre. Drache hatte seine Kavallerie vollständig auf seinem rechten Flügel massiert, was meinen schlechter gepanzerten, aber wendigeren und zahlenmäßig überlegenen Reiterscharen erlaubte, sie früh aus dem Feld zu schlagen.



      Die gegnerische Infanterie zu bekämpfen, erwies sich dagegen als weitaus größere Herausforderung. Idealerweise sollten einige hundert Reiter isolierte Einheiten frontal binden, während andere diese in der Flanke nehmen und aufreiben sollten (wie im Bild).



      Dies gelang jedoch nur selten, da das Gelände weiträumige Umgehungen verhinderte und die Römer meist ihre Formationen hielten, womit sie ihre Flanken gegenseitig schützten.



      Ihnen standen aber nicht länger undisziplinierte Heerhaufen wilder Krieger gegenüber, die enigermaßen berechenbar waren, wie noch einige hundert Jahre zuvor (es sei denn man marschierte durch deren Wald ..), sondern gut geführte, mobile taktische Einheiten zu Pferde. Manchmal ließen sich die römischen Formationen in ihrer Angriffswut gegen die ausweichende Kavallerie isolieren und niederkämpfen.



      So sollte der Sieg schlussendlich den durchs Land ziehenden Germanen gehören, nach erbittertem und unvorhersehbarem Kampf. Auffällig war, dass Drache fast ebenso viele Männer durch Tod wie durch Verwundung verlor (rot markiert) - ein Zeichen unerbittlicher Nahkämpfe.




      Der Kontext der Schlacht mit Twilight war ein wahrer Klassiker - Ptolemäer gegen Seleukiden im späten 3. Jahrhundert v. Chr. Wir beide konnten auf das bewährte Arsenal der Diadochenreiche zurückgreifen, wobei er eine furchterregende Truppe von rund 1500 Kataphrakten ins Feld führte und ich dagegen Kriegselefanten und Katapulte. Dominiert sollte die Schlacht durch einen Fluss werden, auf den die beiden Zentren unserer Armeen gleichmäßig zumarschierten. Keine der beiden Seiten wollte als Erste ihre schwerfälligen Phalanx-Formationen über den Fluss senden, wo sie zwangsläufig im Nachteil gegen ihre ebenbürtigen Gegner am erhöhten Ufer sein würden.



      Die Schlacht sollte sich an den Flanken entscheiden. Mir war klar, dass ich Twilights Kataphrakte so gut wie möglich abriegeln musste, sodass sie die Schlacht nicht entscheiden können würden. Dazu versammelte ich eine Kampfgruppe aus Elefanten, Kamelreitern und kaum ausgebildeter Phalanx. Die beiden Ersteren brachten seine schweren Reiter in Unordnung und setzten ihnen im Nahkampf zu, während sich die Phalangiten ihre Gegner mit ihren Piken vom Leibe hielten.



      Im Zentrum herrschte stundenlang verbissene Spannung, als sich beide schimmernden Phalanxblöcke gegenüberstanden und verfluchten. Lediglich an den Flanken der Formationen wagten es einzelne Einheiten leichter Infanterie den Fluss zu überqueren und den Phalangiten des Gegners zuzusetzen. Es dämmerte schon, als es auf ganzer Linie zum 'Clash of Pikes' kam - dem Aufeinandertreffen der Phalangiten. Die Lage der Seleukiden wurde plötzlich hoffnungslos, als Teile meiner Kriegselefanten, von der erfolgreichen Abwehr der Kataphrakten zurückkehrend, durch einen Schirm an gegnerischen Bogenschützend brechend, in die Flanke von Twilights Silberschilde stieben, Tod und Verderben bringend.



      Schließlich war es der Einbruch der Nacht, der dem Kampf ein Ende bereitete.



      Twilight gelang es in der Dunkelheit seine Einheiten zu lösen und sich mit einigermaßen ausgeglichenen Verlusten zurückzuziehen. Der Sieg gehörte den Ptolemäern, aber der Kampf um Syrien war nicht entschieden worden!

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    • Sehe ich das richtig: Hätte Twilight angegriffen, hätte er wahrscheinlich verloren. Aber dadurch, dass er weitestgehend stillstand, konnte er auch nicht gewinnen. Kann es sein, dass er eigentlich von Anfang an keine echte Chance hatte, weil diese Dickhäuter einfach zu dominant waren? :grübel:

      In jedem Fall finde ich diese Reviews sehr spannend. Ihr könnt daher gern weiter Eure Freizeit miteinander verbringen, wenn das da oben dabei rauskommt. ^^
    • Freut mich, dass es gefällt.

      Twilight hätte durchaus gewinnen können, im Falle unserer inaktiven Zentren. Entscheidend war, was die Kataphrakte vermögen würden. Ich maße mir hier keine Kritik an seinen Manövern an, denn es ist recht umständlich diese 'Panzer' effektiv übers Feld zu bewegen. Allerdings stand keineswegs fest, dass ich seine Reiter fast vollständig würde abfangen können. Er hätte vermeiden können, dass meine Kamelreiter einen flankierenden Sturmangriff auf eine seiner Einheiten ansetzen konnten (siehe Bild). Sein Weg war aber durch felsiges Terrain limitiert und ich hatte die innere Linie, somit hatte er einiges gegen sein Manöver stehen. An anderer Stelle hätte er aber wiederum vermeiden können, in einen Kampf mit meinen Phalangiten verwickelt zu werden. Im Nachhinein lässt sich das aber natürlich einfach sagen. Gleichzeitig spielt bei der Berechnung von Kämpfen in FoG II der Zufallsfaktor eine Rolle. Es wäre interessant was er selbst zu der Situation sagt, ich jedoch würde resümieren, dass sein Manöver die Kataphrakte in meinen Rücken zu bekommen schwierig war, aber erfolgreicher hätte durchgeführt werden können.



      In meinem obigen Schlachtnarrativ bin ich nicht auf meine rechte Flanke eingegangen. Sie stellte auch einen Faktor für meinen Sieg dar, allerdings weniger konkret wie ein flankierender Elefantenangriff. (aber was könnte auch ähnlich konkret sein? :D ) Folgend ein Bild, auf dem man erkennt, dass es mir noch vor Eintreffen der Elefanten gelungen war, Twilight auf seiner Linken zu überflügeln. Genug um die Schlacht auf längere Sicht (wäre die Nacht später gekommen) zu gewinnen, aber tatsächlich nicht genug um eine schnelle Entscheidung auch ohne Elefanten herbeiführen zu können. Dafür sorgte eine Einheit seiner Thraker, die meine Flankierung teilweise abriegelten (rechts im Bild).



      Twilight und ich waren uns einig, dass wir lieber ohne Fluss gekämpft hätten. So hätte vermutlich das Zentrum die Schlacht entschieden, bevor Kataphrakte oder Elefanten hätten eingreifen können. Aber wer weiß das schon, Clausewitz hat ja mal etwas sehr Wahres über Schlachtpläne und ihre Dauerhaftigkeit geschrieben.
    • Grimbold schrieb:

      Es wäre interessant was er selbst zu der Situation sagt,
      Der Versuch mit den Kataphrakten zu flankieren war im Nachhinein ein Fehler.
      Das Terrain war nicht offen genug, so dass du mit Elefanten, Kamelreitern und Phalanx die Lücke im felsigen Terrain gut abdecken konntest.
      Durch die zone of control (ZoC) blieb ich da zu sehr stecken und deine arabischen Kamelriter kämpften auch überraschend verbissend.
      Zwar sind am Ende zwei Kontigente Kataphrakte durchgbrochen, aber sie kamen zu spät und konnten lediglich deine Balliste ausnehmen, aber nicht mehr entscheidend im Phalanxkampf eingreifen.
      Mit leichterer Kavallerie wäre ich da wohl besser bedient gewesen, vorallem da die Kataphrakte auch die teuersten Einheiten sind und generell gab mir unser Gefecht einen Denkanstoß zur taktischen Nutzung der Panzerreiterei.

      Dann hau ich auch mal zwei Schlachtberichte gegen drache raus:

      Sassaniden gegen Oströmer


      Nach zwei aufeinanderfolgen Bürgerkriegen nutzte Shah Khosrau II den Sturz seines Schwiegervaters, Kaiser Mauricius, als Anlass ins römische Reich einzufallen.
      Im Jahre 613 n. Chr. trafen vor den Toren Antiochs 11.000 Römer auf 12.000 Perser.





      Da der Großteil der persischen Truppen aus eingezogene Bauern mit nur einfachen Speeren bestand versuchten wir das höher gelegene Plateau zu sichern und die schwere römische Infanterie im hinderlichen Terrain dort zu stellen.
      Auf unserer Rechten versammelten wir das Gros unserer gepanzerten Bognschützen mit einem Kontigent Kataphrakte, während auf der Linken hauptsächlich leichte nomadische Reiterei und ein Trupp indischer Kriegselefanten positioniert war.



      Überraschenderweise stellte sich der Feind mit seiner Hauptstreitmacht direkt am Ofer des Orontes auf und begann mit seiner schweren Kavallerie den Sturm auf unsere rechte Flanke.

      Entsprechend verlegte wir eiligst einen Teil unserer Kavallerie über die Hauptstraße auf unsere Rechte.

      Das Zentrum teilten wir auf, um die Schnittstelle zwischen den beiden Abschnitten zu schützen.


      Während sich unsere Infanterie so langsam positionierte und die Verstärkung die Farmen am Flussufer erreichten, entwickelte sich ein verbissener Nahkampf zwischen der persischen und römischen Reiterei.




      Auf der linken Flanke konnten wir unsere Überzahl ausspielen und begannen das kleine römische Kontingent zu umzingeln. Im Zentrum hatten wir unsere Schlachtreihe aufgebaut und der Feind schien sich auf einen Angriff auf die Anhöhe vorzubreiten.



      Unsere leichten Speerkämpfer taten sich gegen die römischen Limitaniis sehr schwer und erst mit Unterstützung der schweren sassanidischen Infanterie und Kavallerie brach die rechte Flanke der Römer



      Mit dem Sieg auf der Linken Flanke wurden mehr und mehr Truppen für das Zentrum frei, wo der Kampf nun begonnen hatte. In vorderste Front kämpfte dort ein römischer General. Das Schicksal war ihm nicht hold und er fiel in den ersten Minuten des Gefechtes gegen unsere gefürchte Dailami Garde.
      Im Hintergrund bricht die römische Kavallerie durch unsere rechte Flanke, aber unsere Verstärkung fiel der geschwächten römischen Reiterei in die Flanke.
      Hervorzuheben ist unsere zweite Einheit der Dailami Garde, welche in einem Waldstück den Ansturm von schwerer Reiterei und Infanterie des Feindes mehrfach standhield (lila Kreis).



      Durch den Tod Ihres Generals war die Moral der römischen Infanterie erschüttert.



      Schlussendlich brach das römische Zentrum fast vollständig und auf unserer Rechten machten die Kriegselefanten kurzen Prozess mit der verbliebenen römischen Kavallerie.



      Ein deutlicher Sieg der Sassaniden ermöglicht nun den weiteren Vorstoß persischer Truppen nach Anatolien und Palästina.





      Baktrien gegen Yavanna



      Nachdem der baktrische König Demetrius I bis 180 v.Chr. weite Teile des Indus/Punjab Gebietes bis runter nach Ghandara eroberte, konnte sich Aufgrund von politischen Unruhen und Bürgerkriegen ein eigenständiges Indo-Hellenisches Königreich auf dem Subkontinent etablieren.

      Zwanzig Jahre später begann der baktrische König Eucratides seine Kampagne gegen die Indo-Griechen.

      Zwischen Dschungel und Farmen trafen 154 v.Chr. nahe der Stadt Alexandria am Indus 13.600 Baktrier und 16.800 Indo-Hellenen aufeinander.







      Bereits im Vorfeld war klar, dass der Gegner auf eine immense Masse an indische Kriegern, vornehmlich Bogenschützen und leichter Reiterei, zurückgreifen konnte.

      Statt auf eine mobile Reserve zu setzen, brachten wir eine große Anzahl an afghanischen und sogdanischen Plänklern, welche sich im Verbund mit persischen und griechischen Bogenschützen vor unserer Phalanx bewegten und die leichten indischen Einheiten binden solten. Eine Taktik die aufgehen sollte.

      Unser Zentrum bestand aus vier Phalangiten, flankiert von jeweils zwei Thurophoroi und jeweils einem Kataphrakt Kontingent, welches den Durchbruch gegen die feindliche Infanterie erzielen sollte. Zusätzlich brachten wir drei Kriegselefanten, da die Indo-Hellener sicherlich selbst solche Monster aufs Feld bringen würden.

      Unsere Flanken bestanden hauptsächlich aus makedonischer und thessalischer Lanzenkavallerie (Xystophoroi), welche sich schon in Alexanders Kampagnen einen Ruf erarbeitet hatten. Ihnen vorraus eilten skythische Bogenschützen Kavallerie.





      Unser Gegner (blau) brachte gleich vier Elefanten ins Gefecht. Seine Phalangiten waren mit Thurephoroi durchsetzt und verbreiterten so geschickt das indo-hellenische Zentrum. Viele der indischen Krieger waren zum Beginn der Schlacht noch im Dschungel versteckt, aber die Überzahl auf unserer linken Flanke lässt sich bereits erahnen (unterer Bildrand).
      Hier hatten wir unsere Reiterei wiederum im Wald versteckt und die Fernkampfkavallerie auf einem massiven Hügel positioniert.
      Die Finte ging auf und der Gegner konzentrierte sich mit seiner Veteranen Kavellerie gegen unsere berittenen Plänkler, sodass nun unsere Lanzenreiter vorstoßen konnten.



      Der starke Fokus des Feindes auf unsere Linke ermöglichte es uns wiederum schnell auf seiner Linken zu siegen.
      Die indo-hellenischen Fußtruppen und Reiter waren den erfahrenen Xystophoroi dort nicht gewachsen.



      Im linken Teil des Zentrum stießen unsere Schocktruppen auf die indischen Hilfstruppen, die dort tapfer versuchten die Stellung zu halten.



      Inzwischen war auf breiter Linie die Schlacht nun entbrannt.
      Die Indo-Hellenen schickten zwei Ihrer Kriegselefanten Kontingente gegen den linken Teil unseres Zentrums, während von unserer äußersten Rechten unsere siegreichen Makdonen und Thessalier ins Herz der Schlacht ritten.
      Hervorzuheben ist an dieser Stelle unser Strategos Kleon, Sohn des Kleons. Er und seine Gefährten hielten hier stundenlang umzingelten und in vierfacher Unterzahl die Stellung am Fuß des Hügels (lila Kreis).



      Währenddessen erlahmte unser Flankendurchbruch rechts etwas. Unsere afghanischen Stammeskrieger konnten den Dauerbeschuss der Inder kaum noch was entgegensetzen und so mussten unsere Schockeinheiten mit den feindlichen Fernkämpfern aufräumen.

      Aber immer wieder täuschten sie Rückzüge an, nur um sich dann im Dschungel zu sammeln und aus dem Hinterhalt einen tödlichen Pfeilhagel auf unsere erschöpften Truppen zu geben.




      Im linken Teil des Zentrums gelang unseren Kataphrakten nun der Durchbruch. Das Zentrum des Feindes war dort nun entblößt und unsere Truppen brachten sich in Position, um die gegenerischen Elefanten zu umstellen. Die Schlacht war nun so sicher gewonnen.




      Kurz darauf fiel auch der gegnerische Strategos Elpis gegen Kleons Skythen auf dem Hügel. Kleon selbst musste nun aber seine Niederlage eingestehen und zog sich mit seinen verbliebenden 83 Mann zurück und dann geschah das Unvorhersehbare.

      Plötzlich traten unsere beiden Kontigente Kriegslefanten auf der linken Seite den Rückzug an und entblößte nun unsere Flanke!




      Auf dem Schlachtfeld brach nun das komplette Chaos aus. Während wir noch versuchten über Rechts ins Zentrum vorzudringen, verloren unsere Phalangiten ihr Herz und wichen langsam zurück.




      Selbst der oberste Strategos der Indo-Hellener warf sich mit seinem reich geschmückten Kriegselefanten frontal in unseren Phalanxwall und bezahlte dies mit seinem Leben.




      Und obwohl unsere Elefanten noch die Kriegstiere des Olympos in die Flucht schlugen und die Indo-Hellener damit de facto völlig ohne Befehlshaber waren reichte es nicht.





      Zu erschöpft und abgekämpft waren unsere Truppen, zu desorganisiert um weiter Widerstand leisten zu können.

      Tyche war Baktrien nicht wohlgesonnen an diesem Tag und so musste Eucratides seinen Feldzug gegen die Indo-Hellenen beenden.


    • Eine Schlacht hat Twilight euch noch unterschlagen in der Kaiser Aurelian während der Reichskrise des dritten Jahrhunderts (in meiner Person) die Verräter Königin Zenobia und Ihr Königreich von Palymria in der Person von Twilight bekämpfte.



      Die Reichskrise des dritten Jahrhunderts, Das Römische Reich unter Kaiser Aurelian gegen die Verräter von Palmyria zur Zeit Ihrer größten Ausdehnung nach der gewaltsamen Annektierung Ägyptens.




      Kaiser Aurelian stellte die Truppen der Verräter in der syrischen Ebene, vor den Toren Emesas kam es zum Gefecht.



      Die Armee des Kaisers bestand aus einem starken infanteristischen Zentrum angeführt von 3 Einheiten der Prätorianergarde und mehreren gut organisierten Legionskohorten, insgesamt zählte die Streitmacht des Kaisers 13.384 Mann.

      Die Verräterin Zenobia entschied sich dazu einen Schwerpunkt auf Ihre Reiterei zu setzen und füllte beide Flanken mit einer massierten Ansammlung an Kataphrakten. Diese Massierung von schwerer Kavallerie führte aber gleichzeitig dazu, dass Zenobia sowohl ein zahlenmäßig schwächeres als auch qualitativ schlechteres Infanterie Zentrum aufs Feld führen konnte.

      Die Streitkräfte Zenobias betrugen insgesamt 12.485 Mann, wodurch die Streitkräfte des Kaisers eine leichte nummerische Überzahl von 900 Mann hatten.

      Aufgrund dieser Umstände gab es für Kaiser Aurelian und seine Feldherren keine langen Überlegungen und es wurde ein relativ simpler Feldplan beschlossen der selbst für die krudesten Strategen offensichtlich erschien.

      Die Kaiserliche Reiterei auf den Flanken bekam den Auftrag den feindlichen Kataphrakten solange wie möglich auszuweichen und sie in vereinzelte und zerstreute Gefechte zu locken und Sie damit solange wie möglich zu binden.

      Währenddessen würde das Kaiserliche Infanterie Zentrum aufgrund seiner qualitativen Überlegenheit eine schnelle Entscheidung mit dem Zentrum Zenobias suchen und es in einem schnellen Ansturm brechen.


      Die Taktik des Kaisers ging nahezu perfekt auf, als es nach kurzer Annäherung zum Gefecht der beiden infanteristischen Zentren kam, begannen die leichten Bogenschützen Palmyrias Ihr Feuer auf unsere Prätorianer zu konzentrieren, dies dauerte allerdings nicht lange da die Bogenschützen kurz darauf selbst in einem Ansturm von kaiserlichen Legionären im kurzen Nahkampf zur Flucht getrieben wurden.

      Zenobias Zentrum wurde dadurch gezwungen Ihren Bogenschützen zur Hilfe zu eilen, was eine direkte Konfrontation der Legionäre unausweichlich machte.

      Die Auxiliar Hilfstruppen und gerade erst frisch eingezogenen Legionäre konnten unserer Infanterie nicht standhalten. Nach kurzem Gefecht befand sich bereits über die Hälfte von Zenobias Zentrum auf der Flucht.


      Auch auf den Flanken schlug sich die kaiserliche Kavallerie bravourös, Ihren Auftrag die feindlichen Kataphrakte zu binden und deren Schwenk ins Zentrum zu unterbinden erfüllten Sie ohne Fehler.


      Viele Kataphrakte ließen sich auch wie geplant, in voneinander getrennte Einzelgefechte locken oder versuchten unsere mobilere und schnellere Kavallerie zu verfolgen und entblößten dabei Ihre eigene Flanke.

      Zenobia sah, dass die Lage aussichtslos wurde und bat Kaiser Aurelian um einen Waffenstillstand, dieser wurde gewährt.


      Zenobias Truppen wurde fast vollständig zerschlagen, ein großer Tag für Rom und seinen ehrwürdigen Kaiser Aurelian, dem wahrlich gesegneten Champion des Sonnengottes Sol.


      Zenobia selbst die im Anschluss an die Schlacht gefangen genommen wurde, wurde von Kaiser Aurelian für einen großen Triumphzug nach Rom gebracht.



      Ihren Lebensabend durfte sie dank der Gnade von Kaiser Aurelian in einer Villa in Italien verbringen.
      Remembering happiness amidst one's misery is the greatest suffering.

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    • Rom gegen Karthago (Twilight)

      In einer neuerlichen Schlacht zwischen Twilight und mir, trafen Armeen aus der Zeit des Ersten Punischen Krieges aufeinander. Der Zeitpunkt bedeutete für die Römer kaum fremde Hilfstruppen zur Verfügung zu haben sowie auf Velites verzichten zu müssen. Letztere wurden laut Livius erst im Zweiten Punischen Krieg eingeführt, als sie die bisherige leichte Truppengattung, sogenannte Rorarii, ablösten. Im Kampf der Plänkler waren die Karthager, mit ihren balearischen Steinschleuderern, also leicht überlegen. Überhaupt scheint dieses Matchup für die Römer vielleicht das Schwierigste gegen Karthago zu sein, dass, auf meinen ersten Blick, keine (oder kaum?) Einschränkungen seines Einheiten-Rosters hinnehmen muss. Hier wäre interessant, wie Twilight das Matchup empfand.

      Meine Streitmacht war folgerichtig klassisch römisch-republikanisch, der ersten Hälfte des 3. Jh. v. Chr. - leichte Truppen in Front, um die Legionäre vor den gegnerischen Leichten abzuschirmen, dann eine schachbrettartige, tiefe Formation meiner Hoffnungsträger, der schweren Bürgersoldaten. In der ersten Reihe gut ausgerüstete Männer im besten Alter, an den Flanken unsere Veteranen (Dunkelrot), in der vorletzten Reihe die Unerfahrenen (Weiß), schließlich eine dünne Linie Triarier. Zwischen den Kohorten postierte ich wiederum einige leichte Truppen. Diese sollten ihre Munition möglichst nicht an den gegnerischen Leichten verschwenden, sondern den gefürchteten, unvermeidbaren Trumpf der Karthager aufs Korn nehmen - die Kriegselefanten. Lediglich rund 300 Reiter der Oberschicht bildeten meine Kavallerie. Sie sollten vornehmlich aufklären und ihr Pendant so lange wie möglich beschäftigen. Viele von ihnen sollten in Erfüllung dieser Aufgabe ein recht unrühmliches Ende gegen Twilights numidische Reiter finden.



      Der Anmarsch zum Feind erfolgte über malerische Felder und Wege eines sizilianischen Tals. Die Karthager hatten auf einem Höhenzug und weiter links einem Hügel Aufstellung genommen (Orange). Twilights Position erschien aussichtsreich. Über keine Artillerie verfügend würde ich ihn wohl kaum von seinen Anhöhen herunterbekommen. Seine Aufstellung ließ folgenden Plan erahnen: Sein Zentrum aus griechischen Söldner-Hopliten und karthagischen Bürgermiliz sollte die römischen Legionäre schwächen, bevor seine aus angriffsstarken lusitanischen Schwertkämpfern (Scutarii) bestehende zweite Linie meine Männer den Hang hinabtreiben sollte. Die gallischen Söldner an den Flanken, unterstützt durch rund 60 Kriegselefanten, sollten womöglich meine Flanken bedrohen. Twilights mittlere und schwere Kavallerie (rote Kreise) würde ihre Mobilität zur vollen Entfaltung bringen können, hatte ich ihnen schließlich nichts entgegenzusetzen.



      Was also tun? Ich musste alles daran setzten, seine Kavallerie davon abzuhalten, in meinem Rücken in die Kämpfe eingreifen zu können und zugleich meine Flanken so zu besetzen, dass sie dieser standhalten würde können, aber dabei nicht zu viele Truppen zu binden. Gleichzeitig erlaubte die ähnliche Zahl an Männern auf beiden Seiten keine Angriff auf breiter Front. Bei ausgeglichenem Zahlenverhältnis wäre ein Angriff auf einen höher positionierten Gegner zum Scheitern verurteilt worden, da seine Kriegselefanten Löcher in meine gedehnte Linie trampeln würden. So musste ich eine Schwerpunktbildung vornehmen. Der Angriff sollte auf den Hügel halblinks gerichtet sein (grüner Pfeil), dort isolierten die Geländebedingungen einen Teil seiner Armee. Gleichzeitig sollten meine Truppen an allen anderen Frontabschnitten defensiv agieren (rote Kreise). Sie sollten Zeit gewinnen und sich dabei nicht überflügeln lassen.



      Ein mörderisches Schauspiel auf jenem Hügel begann seinen Lauf. Die Kämpfe waren erbittert. Gerade als meine Legionäre die Oberhand zu gewinnen schienen, krachten 40 Kriegselefanten in die Kohorten. Twilight schien dem Kampf um den Hügel, von ihm bald als "Mörderhügel" bezeichnet, eine ebenso große Bedeutung wie ich zuzumessen - er entsandte seine hispanische Reserve (roter Pfeil). Doch die entschlossen kämpfenden und taktisch günstig manövrierenden Legionäre fegten schließlich alle Karthager vom Hügel. Der karthagische Oberbefehlshaber sowie der Befehlshaber über die rechte Flanke wurden mitsamt ihren Elefanten in die Flucht geschlagen.

      Durch Twilights Einsatz seiner Reserven sah ich nun die Chance für einen Angriff auf sein Zentrum gekommen. Wie auf dem Exerzierplatz rückten die Kohorten vor. Gladius kreuzte sich mit Dory, Scutum traf auf Hoplon.



      Der Zusammenprall war kurz und eindeutig - die Hopliten gerieten in Unordnung und wurden Schritt für Schritt zurückgedrängt, den Hang hinauf. Welch Beweis römischer Schlagkraft!



      Die griechisch-karthagischen Reihen brachen. Auch unerfahrene römische Einheiten zeichneten sich hierbei aus.



      Twilights Kavallerie konnte auf meiner Linken wichtige Einheiten binden, beide Kräfte neutralisierten sich dadurch. Auf meiner rechten hingegen nutzen meine Truppen ein großes Geröllfeld geschickt aus, um ihre rechte Flanke gegen die gegnerischen Reiter zu sichern.



      Hier setze der Gegner seine verbliebenen 20 Elefanten mit gutem Effekt ein. Jedoch zahlte sich nun aus, einige Plänkler zurückgehalten zu haben. Noch über viel Munition verfügend (roter Kreis) brachte ein Schwarm Speerwerfer mehrere Elefanten zu Fall, wonach die anderen panisch wurden und nur noch über wenig Kampfwert verfügten.



      Mittlerweile war das gesamte karthagische Zentrum in eine heillose Flucht geraten.



      Durch das nun existierende diskrepante Kräfteverhältnis von der Hoffnungslosigkeit der Situation überzeugt, zogen sich auch die Reste der einst stolzen karthagischen Armee zurück. Es waren die Siegbedingungen aktiviert worden, mindestens 40% der gegnerischen Streitmacht in die Flucht zu schlagen und dabei mindestens 25% weniger Verluste erlitten zu haben (roter Kreis).



      So blieb der Sieg für Rom verlustarm. Roma victrix!




      Entscheidend war sicherlich, dass Twilights Kavallerie nicht entscheidend eingreifen konnte und ich die Initiative (der Angriff auf den Hügel) an mich riss. Mein Wagnis auf Kavallerie fast gänzlich zu verzichten hatte sich ausgezahlt. Ich denke insgesamt ein faires Matchup. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Twilight der Sieg der römischen Infanterie trotz seines Geländevorteils zu einfach vorgekommen ist.
    • Grimbold schrieb:

      Überhaupt scheint dieses Matchup für die Römer vielleicht das Schwierigste gegen Karthago zu sein, dass, auf meinen ersten Blick, keine (oder kaum?) Einschränkungen seines Einheiten-Rosters hinnehmen muss. Hier wäre interessant, wie Twilight das Matchup empfand.
      Sicherlich ist Karthagos Flexibilität seine große Stärke, aber gegen eine spezialisierte Armee wie der Roms, sind die Nachteile dann doch drastisch.
      Bis auf die Elefanten verfügt man über keine richtigen Schockeinheiten, die Kavallerie reicht gegen Plänkler und zur Flankierung von bereits sich im Nahkampf befinden Einheiten, kann aber frontal selbst gegen schwache main line Infanterie nicht durchbrechen und meine besten Fußsoldaten konnten es lediglich mit deinen unerfahrenen Rekruten aufnehmen. Selbst deine regulären Hastati musste ich mit zwei eigenen Infanterie Einheiten attackieren und dann war es noch immer ein Glückspiel, ob sie überhaupt nach zwei bis drei Kampfrunden fliehen.
      Währenddessen haben sich deine republikanischen Soldaten durch meine Schlachtlinie regelrecht geschnetzelt. Selbst mit Geländevorteil verloren meine Truppen oft in der Kampfberechnung eine Moralstufe. Römische Infanterie regierte absolut auf dem Schlachtfeld.

      Ich habe auch genug Fehler gemacht, keine Frage, gleichzeitig kann ich mir aber auch nicht wirklich ausmalen, wie ich diese Schlacht hätte gewinnen können. Dahr würde ich mich über Tipps freuen :pfeif:

      Immerhin konnte ich zwei Drittel deiner bester Bürger, sprich Triarii zur Flucht bringen und verbuche das mal als Erfolg.

      So, genug Mimimi. Danke fürs Gefecht und die schöne Aufbereitung. Möge Baal dich im Schlaf heimsuchen :P

      PS:

      Grimbold schrieb:

      Mein Wagnis auf Kavallerie fast gänzlich zu verzichten hatte sich ausgezahlt.
      Deine Armeeliste erlaubte nur eine einzige Kavallerie Einheit, du oller Tacitus ;)
    • Twilight schrieb:

      Deine Armeeliste erlaubte nur eine einzige Kavallerie Einheit, du oller Tacitus
      Der war gut! ;)
      Allerdings stimmt das nicht. Ich hätte immerhin drei Einheiten reinholen können. Aber habe die Punkte lieber in die infanteristische Stärke der Römer investiert.


      Twilight schrieb:

      Ich habe auch genug Fehler gemacht, keine Frage, gleichzeitig kann ich mir aber auch nicht wirklich ausmalen, wie ich diese Schlacht hätte gewinnen können. Dahr würde ich mich über Tipps freuen
      Ich mache mir bald darüber Gedanken. Können gerne mal Skypen deshalb und unsere Erkenntnisse hier teilen.

      Edit:
      Unser Fazit war, dass Twilight vielleicht besser damit gefahren wäre, seine Armee einen klaren Schwerpunkt zu geben, bspw. durch seine Elefanten und/oder mehr Infanterie aufs Feld gebracht hätte, wie günstigere Bürgermiliz (siehe meine Schlacht als Karthago gegen Drache) oder er die Kavallerie anders (massiert?) eingesetzt hätte.

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