Burschenschaften - heute noch zeitgemäß?

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    • Fairas schrieb:

      @Black Templar95

      Gewalt ist natürlich nie gut. Allerdings lässt sich nicht von der Hand weißen, dass viele Burschenschaften rechts angehaucht sind oder zumindest keine Mühen geben sich davon zu distanzieren.
      Burschenschaften ist halt in Deutschland ein Begriff der vieles einschließt.
      Viele Sachsen sind ja auch rechts angehaucht, deshalb ist es aber nicht ok, Autos mit sächsischem Kennzeichen prinzipiell anzuzünden.

      In Deutschland (und Österreich) fallen unter das Label Burschenschaft einerseits zwar die rechts-außen stehenden schlagenden, auf der anderen Seite aber, heutzutage klar von diesen abgegrenzt, die konservativen und liberalen, die mit AFD und co. genau gar nichts am Hut haben.
      In Österreich bezeichnen sie sich auch öffentlich meist nicht mehr als Burschenschaften, sondern nennen ihr Dachorganisation "Cartellverband der katholischen österreichischen Studentenverbindungen".
    • Fairas schrieb:

      Konservativ sehe ich ein aber liberal? Haben Burschenschaften nicht oft strenge Regeln? Das passt so mal gar nicht zu liberal.
      Was genau meinst du mit strenge Regeln? Es gibt bei offiziellen und/oder formellen Veranstaltungen Kleiderordnungen und festgeschrieben Abläufe und Verhaltensregeln, im Alltag aber nicht wirklich. Im Prinzip verhält man sich respektvoll gegenüber seinen Bundesbrüdern und wenn man ein Amt in der Verbindung hat führt man dieses aus, ansonsten ist man ziemlich frei. Wobei die Zahl und Art der Veranstaltungen zwischen Verbindungen ziemlich stark variiert.
      "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
      aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
      - Albert Einstein

      "Kirche und Naturwissenschaften haben soviel miteinander zu tun wie Gruppensex und Bratkartofflen"
      -Werner Gruber
    • Die meisten (der nicht rechtsextremen) sind überwiegend konservativ.
      Es gibt aber durchaus auch Verbände und Mitglieder die man eher nicht als streng konservativ bezeichnen kann. Auch waren die Burschenschaften bei ihrer Gründung im 19ten Jahrhundert im damaligen politischen Spektrum sehr liberal.
      Der Gründer der SPÖ war Burschenschaftler.
      Auch heute gibt es SPDler dort.
    • Hab nochmal in eine Reportage, die ich schon vor einiger Zeit gesehen habe, nochmal reingeschaut:

      Die ARD musste erstmal zwei Jahre suchen um überhaupt eine Verbindung zu finden, die Dreharbeiten zugelassen hat. Alleine dieser Umstand wirkt für eine offene und plurale Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß. Das sind doch nur ein paar Studenten und kein Geheimdienst. :rolleyes:



      Direkt am Anfang beschwört man in einem Lied Treue bis zum Tod gegenüber der Burschenschaft. Fand ich schon sehr erschreckend. Ich war Ministrant und Pfadfinder, Treue bis zum Tod musste ich nirgends schwören :cursing:

      Kleiderordnung im Haus (Alltag wie oben angesprochen)

      Die gezeigt Burschenschaft hat das zwar nicht aber es gibt welche wo Mitglieder einen Ariernachweis abliefern müssen. Die würde ich nicht nur rechts nennen, die müssten verboten werden und die Führungsleute wegen Volksverhetzung in den Knast!
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Fairas schrieb:

      Die gezeigt Burschenschaft hat das zwar nicht aber es gibt welche wo Mitglieder einen Ariernachweis abliefern müssen. Die würde ich nicht nur rechts nennen, die müssten verboten werden und die Führungsleute wegen Volksverhetzung in den Knast!
      Das ist der Grund weswegen wir nicht mehr in der Deutschen Burschenschaft sind und der Verfassungsschutz ein paar Burschenschaften beobachtet. Es gab 2011 den Antrag einen Bund aus der DB auszuschließen, weil einer der Mitglieder nicht deutsche Eltern hatte. Der Antrag ist zwar gescheitert, aber als man in Folge dessen versucht hat die rechtsradikalen Bünde aus der DB rauszuschmeißen ist dies wegen des Widerstands der Erzkonservativen Bünde gescheitert.
      Es gab noch Versuche (unter anderem von meinem Bund) dagegen Vorzugehen, als es nicht gelang kam es zu einer Austrittswelle von fast der Hälfte der Mitgliedsbünde.

      Wir haben jetzt in 2016 mit der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft auch einen neuen liberalen Dachverband gegründet um uns von der mittlerweile sehr rechten DB abzugrenzen.
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    • @John

      - Networking
      Über die Burschenschaft hat man einen Kontakt zu den alten, mitlerweile eventuell erfolgreichen Mitgliedern, die einem nach dem Studium Jobs und Positionen ermöglichen.
      Das hast du mit einem normalen Freundeskreis eher nicht.

      - Folklore / Gemeinschaft / Vereinswesen / Verkleiden usw.
      Eine bekannte vom paddeln hat in den den 80ern (?) eine neue reinen Frauen Studentenverbindung mitgegründet.
      Die mag das komplette Programm, und ist da immer noch aktiv. Man erhält so auch eine Verbindung zur Uni und zum Studentenleben, auch wenn man keinen Wissenschaftlichen Beruf ausübt.
      Ausserde wird dein Freundeskreis ja nicht ersetzt sondern erweitet, ähnlich wie die Mitgliedschat in einem Sportverein.

      - Unterstützung im Studium
      Ein ehemaliger Mitschüler von mir hat in seinem ersten Semester so eine Art Stipendium bei einer Verbindung erhalten, die ein Wohnhaus zur Verfügung gestellt haben.
      Im Haus war eine wissenschaftliche Bibliothek, die von den alten Herren finanziert wurde, und die man als Mitglied nutzen konnte.
      Er war ca. Ein Jahr Mitglied auf Probe, aber ist danach ausgetreten.


      - du bist ein schlechter Student
      Wenn du in einer schlagenden Verbindung bist, und gut fechten und saufen kannst, sorgen die alten Herren dafür, dass du dein Studium schaffst.
      "There is no need to die on the road. You can always do homeoffice."
      - Proverb in Bangladesh
    • Wer es mag. Mir ist das ziemlich suspekt. Hab früher mal auf Einladung einige katholische Verbindungen besucht. Die wollten für sich werben. Ganz merkwürdige Stimmung dort. Gespielt pathetisch. Stockkonservativ. Gar nicht meins.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Bonny schrieb:

      - du bist ein schlechter Student
      Wenn du in einer schlagenden Verbindung bist, und gut fechten und saufen kannst, sorgen die alten Herren dafür, dass du dein Studium schaffst.
      Das stimmt nicht unbedingt, durch die verbindung hat man eher zeitlichen Mehraufwand, wobei die Möglichkeit ältere Bundesbrüder um Hilfe zu bitten schon große Vorteile mit sich bringt. Zudem hat man auch Zugriff auf die Lernamterialien von Bundesbrüdern die ihr Studium abgeschlossen haben


      John schrieb:

      Wer es mag. Mir ist das ziemlich suspekt. Hab früher mal auf Einladung einige katholische Verbindungen besucht. Die wollten für sich werben. Ganz merkwürdige Stimmung dort. Gespielt pathetisch. Stockkonservativ. Gar nicht meins.
      In dem Punkt muss ich dir sogar zustimmen, meine eigenen Erfahrungen mit katholischen Verbindungen waren bisher auch nicht gerade berauschend. Ein recht interessantes Phänomen bei christlichen Verbindungen (vor allem ökumenischen) ist, dass der Alkoholkonsum bei ihnen weitaus höher ist als bei den meisten anderen Verbindungstypen. Beim Wingolf wird auch mal gern aus Gießkannen oder Karaffen getrunken, wenn man sich also mal komplett abschießen möchte ist man da an der richtigen Adresse.
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    • Fairas schrieb:

      um überhaupt eine Verbindung zu finden, die Dreharbeiten zugelassen hat. Alleine dieser Umstand wirkt für eine offene und plurale Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß. Das sind doch nur ein paar Studenten und kein Geheimdienst.
      Das ist doch das gute Recht eines jeden Menschen in Deutschland. Man muss nicht alles der Öffentlichkeit preisgeben. Gerade im Bereich von Vereinen, Parteien, Verwaltungen, etc. wird sehr genau darauf geachtet, was nach außen kommt und was nicht.

      Ich kann es auch durchaus verstehen, wenn man sich Zeitungen / Sender / etc. nicht in Haus holen will. Da besteht immer die Möglichkeit, dass etwas durch die Perspektive des Berichtenden verzerrt wird.
      Außerdem wird es wohl so sein, dass man bei solchen Fällen erst mal intern die Frage klären wird, ob Presse zugelassen wird, oder nicht.

      Bevor die Frage aufkommt: War weder in einer Burschenschaft (als KDVler damals sowieso nicht möglich; dazu Heinrich Mann gelesen), noch in einer Studentenverbindung, noch in einer anderen, obskuren hochschulpolitischen Gruppe.
      ___ ___ ___ ___ ___
      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
    • Fairas schrieb:

      Konservativ sehe ich ein aber liberal? Haben Burschenschaften nicht oft strenge Regeln? Das passt so mal gar nicht zu liberal.

      Also erstmal müssen wir zwischen den Einzelnen Arten von Studentenverbindungen unterscheiden, denn Burschenschaften sind nur eine Unterart davon. Daneben gibt es noch Landsmannschaften (Philip Rösler ist Landsmannschafter), die besonderen Wert auf Sport legen, Sängerschaften, die Wert auf musizieren legen und bei Korps dreht es sich meistens um den altbekannten Korpsgeist. Dann unterscheiden sich diese Bünde noch ob sie gemischt, nur Männer oder nur Frauen aufnehmen, schlagen/nicht schlagend oder fakultativ sind. Also ob sie Fechten, nicht Fechten oder den Mitgliedern die Entscheidung überlassen.

      Was Regulierungen angeht sind Verbindungen ebenso divers wie in ihren Fokussierungen. Manche sind praktisch locker wie z.B. ein Fußballverein, und auf der anderen Seite gibt es Bünde die dann an Jungeininternate von vor dreißig Jahren erinnern.


      Bei Interesse kann ich das noch ausführen.

      Politisch kann man fast alles finden (keine Antifa :rolleyes: ), wobei liberale/konservative/Afd/Rechtsextreme Strömungen* die relevanten sind. So kenne ich sowohl Kommunisten, Libertäre als auch ein Verbindungsstudent mit dem Spitznamen 'Volkssturm', der gerne bei Veranstaltungen versteckt wird um die Rechtsextreme Strömung nicht gleich heraus hängen zu lassen.

      *Die Ösis sind da immer eine Spur krasser, werden halt von der FPÖ auch als Rekrutierungspools verwendet.

      Fairas schrieb:

      Hab nochmal in eine Reportage, die ich schon vor einiger Zeit gesehen habe, nochmal reingeschaut:

      Die ARD musste erstmal zwei Jahre suchen um überhaupt eine Verbindung zu finden, die Dreharbeiten zugelassen hat. Alleine dieser Umstand wirkt für eine offene und plurale Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß. Das sind doch nur ein paar Studenten und kein Geheimdienst. :rolleyes:



      Direkt am Anfang beschwört man in einem Lied Treue bis zum Tod gegenüber der Burschenschaft. Fand ich schon sehr erschreckend. Ich war Ministrant und Pfadfinder, Treue bis zum Tod musste ich nirgends schwören :cursing:

      Kleiderordnung im Haus (Alltag wie oben angesprochen)

      Die gezeigt Burschenschaft hat das zwar nicht aber es gibt welche wo Mitglieder einen Ariernachweis abliefern müssen. Die würde ich nicht nur rechts nennen, die müssten verboten werden und die Führungsleute wegen Volksverhetzung in den Knast!

      Also das da ist ein Korps und haben mit Burschenschaften nur weniges gemein. Korps sind meisten deutlich konservativer, strenger & egalitärer als Burschenschaften. Und ich fand diese Doku allgemein eher unrepräsentativ für eine durchschnittliche Verbindung. Als würde das Konzept von Parteien anhand 'der Republikaner' erklären. Zum Beispiel ist nicht überall üblich nur noch mit dem Nachnamen angesprochen zu werden und vor allem heißt das dann nicht 'Fuchs Müller', sondern eher 'Lieber Bundesbruder Müller'. Dann ist das gezeigte Korps auch noch steil (das denken die zumindest vermutlich selber) pflichtschlagend, will also mehrere Mensuren (Fechtkämpfe) bevor man vollständiges Mitglied werden kann. Studentisches Fechten ist übrigens der bescheuerteste Sport den man sich vor stellen kann. Vollkommen unnatürliche und ungesunde Haltungen, die da von einem abverlangt werden.

      Auch die Antwort, dass nie 'Schlabberlook' getragen werden würde ist Bullshit oder soll ich sagen verwunderlich*. Wenn da kein Kamerateam da ist und am Vortag gesoffen wurde rennen die garantiert in Jogginghose herum.

      Das viele Verbindungen keine Lust haben ein Kamerateam ins Haus zu lassen liegt daran dass in der Vergangenheit bei solchen Reportagen die Ausgewogenheit der Berichterstattung oft mangelhaft war. Trotzdem finde ich es schwer zu glauben, dass sie zwei Jahre gebraucht haben um Jemanden zu finden der bereit war sie rein zulassen. Ich hätte da ad hoc ein paar im Kopf die dem bestimmt nicht abgeneigt wären.

      Und sich von 'Füchsen' bedienen lassen während man selbst auf dem Arsch sitzt ist auch super schäbig, aber bei Korps üblich. Wer es noch nicht bemerkt hat, ich bin kein Freund von Korps oder korpstudentischem Verhalten.

      Bonny schrieb:

      - du bist ein schlechter StudentWenn du in einer schlagenden Verbindung bist, und gut fechten und saufen kannst, sorgen die alten Herren dafür, dass du dein Studium schaffst.

      Ne sorry Bonny aber so das läuft, wenn überhaupt, nur bei den wenigsten schlagenden Verbindungen. Außnahmen gibt es sicherlich.

      John schrieb:

      Wer es mag. Mir ist das ziemlich suspekt. Hab früher mal auf Einladung einige katholische Verbindungen besucht. Die wollten für sich werben. Ganz merkwürdige Stimmung dort. Gespielt pathetisch. Stockkonservativ. Gar nicht meins.
      Bibelschmeißer sind auch sehr merkwürdig (und oft Stock schwul, vorne den Katholik rauslassen und hinten herum (hihi) jede Buxe flachlegen die nicht bei zehn auf den Bäumen ist). Ich glaube die ziehen einen gewissen Typ Mensch an, aber so richtig daraus einen Reim machen konnte ich mir nie.


      Imperator Bob schrieb:

      Mder1. du oller National-konservativer, wie war denn deine Burschenschaft? Da bist du doch auch raus oder nicht?
      Ich bin weder 'National' noch konservativ! Ich identifiziere mich als Sozial Liberaler. Und auch schon seit Jahren ausgetreten, wobei ich in ein paar Wochen wohl wieder ein Band (einer neu gegründeten Verbindung) aufnehmen werde. Ohne alte Herren (der Muff von Tausend Jahren) gefällt mir das nämlich schon mal viel besser.


      *Verbindungslingo, das den gegenüber der glatten Lüge bezichtigt und führt (inoffiziell) in der Regel zu einer Karte: Also einer Aufforderung zum Ehrenduell. (Das es offiziell auch nicht gibt).

      John schrieb:

      Ich habe nie verstanden, wozu man überhaupt eine "Burschenschaft" braucht. Warum
      reicht nicht ein eigener Freundeskreis?

      Nun zum einen ist das ein Freundeskreis, der aber nicht ausschließt das man auch zivile Freundeskreise hat und oder diese mischt. Versuch es wie Vereine zu betrachten, die nur statt die Leute mit Sport zusammen bringen das mit einem überhöhten Ideal von Brüderlichkeit und Freundschaft tun, zumindest bei Burschenschaften.


      War übrigens letzte Woche zufällig bei einer Verbindung in Marburg, aber nicht um buxige Dinge zu tun sondern um Pen & Paper zu spielen.
      Topping from the bottom.
    • Mder1. schrieb:

      Zum Beispiel ist nicht überall üblich nur noch mit dem Nachnamen angesprochen zu werden und vor allem heißt das dann nicht 'Fuchs Müller', sondern eher 'Lieber Bundesbruder Müller'.
      In Darmstadt wird es so gehandhabt, dass sich alle verbindungsstudenten untereinander duzen, dass schwankt halt von Stadt zu Stadt. Die einzige Ausnahme sind die Corps, welche sich selbst als elitär betrachten und immer gesiezt werden wollen.

      Zum Fechten, mein Bund ist Pflichtschlagend, d.h. in unserem Fall müssen 2 mensuren gefochten werden ( wobei es auch da Ausnahmen gibt). Ich selbst habe jetzt im letzten Semester meine erste Partie gefochten.
      Ich stimme dir voll und ganz zu, dass das ein seltsamer und eigentlich unnützer Sport ist, bei dem man Beweungen macht die sonst alles andere als üblich ist, aber es macht Spaß. Vor allem bei der eigentlichen Mensur bekommst du noch einen ordentlichen Adrenalinkick und ich muss ehrlich gesagt sagen, dass ich mich schon auf meine zweite Partie freue.
      Wobei beim fechten auch die Menge der Schutzausrüstung variiert, so haben wir in Darmsatdt Ohrenleder die die Ohren schützen sowie auch Wangenleder, damit das Gesicht nicht verletzt wird, ohne diese würde ich nicht fechten. Zudem fechten soweit ich weiß ein paar österreichische Verbindungen ohne Nasenblech, d.h. wenn beide Paukanten gleichzeitig nen Fehler machen, kann einer der beiden die Nase verlieren, was m.M.n. einfach idiotisch ist.

      Wobei ich auch einige Leute kennen die das Fechten im Allgemeinen idiotisch finden, das ist halt Geschmackssache.
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      aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
      - Albert Einstein

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      -Werner Gruber
    • Ich verstehe halt nicht wozu man das ganze drumherum Gedöns braucht. Warum nicht einfach ein Studierenden-Förderverein, mit einer Art Generationenvertrag. Als Student werde ich gefördert, bekomme eine günstige Unterkunft, Untersützung beim Lernen, bei der Praktika-Suche, bei sonstigen Lebensfragen. Im Gegenzug verpflichtet man sich nach dem Ende des Studium und dem Eintritt in die Arbeitswelt für sagen wir 25 Jahre 1% des Einkommens an den Verein abzutreten. Fertig.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Fairas schrieb:

      Ich verstehe halt nicht wozu man das ganze drumherum Gedöns braucht. Warum nicht einfach ein Studierenden-Förderverein, mit einer Art Generationenvertrag. Als Student werde ich gefördert, bekomme eine günstige Unterkunft, Untersützung beim Lernen, bei der Praktika-Suche, bei sonstigen Lebensfragen. Im Gegenzug verpflichtet man sich nach dem Ende des Studium und dem Eintritt in die Arbeitswelt für sagen wir 25 Jahre 1% des Einkommens an den Verein abzutreten. Fertig.
      Weils Spaß macht? Kneipen sind immer wieder recht lustige Veranstaltungen, dann gibt es bei uns noch Burschenschaftliche Abende wo Vorträge zu meist politischen Themen gehalten werde (dieses Semester ist das Thema "der gäserne Bürger", im Semester davor war es "Aufstieg und Untergang vergangener Zivilisationen.
      Ansonsten ist es auch meistens ganz nett bei anderen Verbindungen auf Couleurbesuch zu gehen.
      Das Fechten als gemeinsamer Sport hilft dabei die Mitglieder zusammenzuschweißen, da jeder gemeinsam mit seinen Bundesbrüdern eine neue Sportart erlernt, die vorher noch niemand betrieben hat.
      Ansonsten weiß ich nicht was genau du mit sonst noch mit "drumherum Gedöns" konkret meinst.

      Sowas wie du es beschreibt gibt es ja auch, nur ist das halt auch etwas langweilig und etwas seltener.
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      aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
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    • Fairas schrieb:

      Ich verstehe halt nicht wozu man das ganze drumherum Gedöns braucht. Warum nicht einfach ein Studierenden-Förderverein, mit einer Art Generationenvertrag. Als Student werde ich gefördert, bekomme eine günstige Unterkunft, Untersützung beim Lernen, bei der Praktika-Suche, bei sonstigen Lebensfragen. Im Gegenzug verpflichtet man sich nach dem Ende des Studium und dem Eintritt in die Arbeitswelt für sagen wir 25 Jahre 1% des Einkommens an den Verein abzutreten. Fertig.
      Das hört sich ehrlich gesagt wirklich langweilig an. Nach dieser Argumentation könnte man ja sämtliches lebendiges Vereinsleben durch "Papiervereine" ersetzen. Kein Schützenverein mehr, kein Karnevalverein mehr, wozu Umzüge und Feuerwerk? Ist doch alles Gedöns.