Beiträge von IWST

    Wobei hier der "Unterschied" ist, dass es eine private (aber staatlich nahe) Firma war, während hier "tatsächlich" Steuergeld zweckentfremdet wurde, was die Sache illegaler macht. Dass die Politiker sich Inserate einkaufen könenn war insofern schon bekannt, mir war das aber auch schoin immer ein Dorn im Auge, dass man sich tatsächlich so sehr einkaufen kann.

    ÖBB und ASFINAG befinden sich zu 100% im Besitz der Republik Österreich, die Führungsebene wird vom zuständigen Minister eingesetzt oder eben auch gefeuert, wen sie nicht machen, was er will, und die ÖBB wird großteils aus Steuergeld finanziert. Also eher ein marginaler Unterschied.

    Wobei natürlich die Schmid-Chats erstmals sehr eindeutig offen legen, wie dreist das da teilweise abläuft, die Gruppe um Kurz war da wirklich sehr unverschämt.

    Der einzige Unterschied zu Rußland oder der Türkei ist der, daß Erdogan und Putin den Service umsonst bekommen und man in Österreich dafür bezahlt.

    Das ist nix anderes als Staatspropaganda, jetzt auch auf Steuerzahlkosten.

    Mit dem Unterschied, dass der Fellner (Herausgeber von "Österreich") kein Problem damit hat, auch das Geld der Opposition zu nehmen.

    + der Hoffnung, dass nicht alle Medien so sind, "Österreich/OE-24" Heute und Krone haben nicht umsonst einen schlechten Ruf.

    Edit: Böse Zungen würden im Falle Fellner sogar sagen: Es ist nicht nur so, dass er sich kaufen lässt, man könnte behaupten, dass er Schutzgeld verlangt damit er keine Kampagne gegen bestimmte Parteien startet. Alles schon mal da gewesen. Christian Kern, der Kanzler zwischen Faymann und Kurz hatte versucht die Inserate bei ihm zu beenden. Die Folge war eine massive Schmutzkampagne gegen ihn, er war dann nicht sonderlich lange Kanzler.

    Man ist ja doch einiges gewohnt an österreichischer Politik, aber die Nummer hier ist dann doch schon höchst kriminell. Wenn sich das wirklich als nachgewiesen herausstellen sollte, daß Kurz und engste Vertraute Steuergelder dafür verwendet haben, Medien zu schmieren, die dann höchst positiv über die ÖVP und seinen Vorsitzenden berichten und ihn so möglicherweise in´s höchste Staats- und Regierungsamt gehievt haben, gehören die eingeknastet, alle.

    Also ich als Österreicher bin das leider gewohnt.
    2011 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Bundeskanzler Faymann und engste Vertraute weil er in seiner Zeit als Verkehrsminister Steuergeld (in dem Fall von ÖBB und Asfinag) dafür verwendet hatte, Medien zu schmieren die dann positiv über ihn berichteten. Eine der geschmierten Zeitungen hat ihm dann geholfen seinen Vorgänger abzusägen und ihn zum Kanzler zu machen.
    Das Verfahren wurde eingestellt. Nicht weil es nicht genau so passiert wäre, ist es, sondern weil das zum damaligen Zeitpunkt schlicht und einfach nicht illegal war.

    Wird spannend, scheinbar hat sich in den letzten 10 Jahren die öffentliche Meinung gedreht (das wäre die optimistische Sicht, die zynische wäre, dass der Unterschied die Farbe des Parteibuchs wäre), und es besteht Hoffnung, das derartige Praktiken nicht mehr einfach so akzeptiert werden. Rechtlich wirds spannend, kommt wohl darauf an, ob die beschlagnahmten Handys genug hergeben um eine Anklage und Verurteilung zu erreichen.


    Unterdessen stellt die ÖVP geschlossen hinter Kurz, während die Grünen mit SPÖ, FPÖ und Neos über eine neue Regierung ohne Kurz/ÖVP verhandeln.

    Was "interessant" werden könnte. Die FPÖ will scheinbar eine direkte Regierungsbeteiligung, was insofern spannend ist, als SPÖ Grüne und Neos bisher eine Koalition mit der FPÖ ausgeschlossen haben.

    Es wird spannend, ob es jetzt endlich gelingt in diesem Land neue Maßstäbe für politische Hygiene zu etablieren, und die systematische Inseraten-Korruption zu beenden.

    Ich persönlich bin mit dem Optimismus allerdings noch vorsichtig, das Bild, dass sich da mit den Chats zwischen Thomas Schmid (Finanzministerium) und den Fellners (Boulevardzeitung "Österreich") ergibt, wirft zwar ein ziemlich schlechtes Licht auf Kurz, aber die Frage ist, ob das in einer Bananenrepublik wie Österreich ausreicht.

    Ich erinnere mich noch gut an die Inseraten-Affäre von Kurz's Vor-Vorgänger im Kanzleramt, Werner Faymann, der wollte als er noch Infrastrukturminister war ebenfalls Kanzler werden, und hat zu diesem Zweck fleißig Inserate in diversen Boulevard-Medien geschalten, allen voran der Kronen-Zeitung, finanzieren "durften" das ÖBB (staatliche Eisenbahn) und ASFINAG (Autobahnverwaltung). Obwohl die Inserate eindeutig Faymann dienten, und denen die die Rechnung bezahlen mussten teils sogar schadeten kam es weder zu einer Anklage, noch zu einem Bruch der Koalition. Und dass die Stadt Wien in den meisten Jahren mehr Geld für Inserate bei Krone Österreich und Heute ausgibt als die gesamte Bundesregierung, hat den Bürgermeistern auch nicht geschadet.

    Wäre natürlich dennoch wünschenswert, wenn diese Aktionen nun endlich einmal Konsequenzen hätten, eventuell klappt es ja bei Kurz, sein Kumpane Schmid war in seinen Whats-App Chats ja extrem plump.

    Frustriert mich immer wieder in Artikeln lesen zu müssen wie über ein mögliches Verfehlen des Wiedereinzugs in den Bundestag der Linken diskutiert wird, aber nicht an die Direktmandate gedacht wird. Von Politikjournalisten erwarte ich schon das sie die 'Basics' des Wahlrechts verstanden haben.

    Die Linke hatte exakt 3 Direktmandate gewonnen. Wenn auch nur einer der Mandatare sich vor der Wahl einen Skandal geliefert hätte, oder die Umfragen für den Wahlkreis daneben gelegen wären, wäre es sich nicht ausgegangen und die Linke wäre aus dem Bundestag geflogen (als Fraktion, die 2 Abgeordneten wären dennoch drinnen gewesen). Aus der Hinsicht war ein Wiedereinzug keinesfalls sicher.


    Ist er womöglich immer noch nicht, in Berlin gab es scheinbar massive Unregelmäßigkeiten bei der Wahl, teils gab es Wahllokale mit 150% Wahlbeteiligung, teils wurden Ergebnisse geschätzt, vielfach mussten die Wahlberechtigten 3-4 Stunden anstehen, teils konnten sie sogar gar nicht wählen etc. Wenn Deutschland nicht zur Bananenrepublik verkommen will, wird in Berlin neu gewählt werden müssen!
    Die beiden Linken Direktmandate haben zwar 5% bzw. 20% Vorsprung, aber wenn dafür die Unregelmäßigkeiten verantwortlich gewesen sein sollten, die Linken durch das schlechte Ergebnis Wähler verlieren sollten, oder im Wahlkreis 86 AFD, FDP oder CDU zur Wahl der SPD-Kandidatin aufrufen würden/ihre Kandidatur zurückziehen würden, wären die Linken draußen.

    Die CSU hat übrigens 45 Direktmandate (Bayern hat 46 Wahlkreise, die CSU hat alle bis auf München Süd gewonnen).

    Sicherheitsregeln sind üblicherweise in Blut geschrieben. Und wenn etwas mehrere Tage dauert, stellen viele Werkstätten einen Ersatz zur Verfügung, kA wie das bei deiner ist.

    Die Fregatte Bayern ist übrigens gerade auf einer Ausbildungs- und Flagge-zeigen Mission im Pazifik.
    Die Taiwanstraße und die umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer sollen zwar weiträumig umschifft werden, auch ein Freundschaftsbesuch in Schanghai war geplant, allerdings ist es den Machthabern in Peking sauer aufgestoßen, dass das Verteidigungsministerium gesagt hat, die Mission diene auch der "Einhaltung das Völkerrechts in der Region".
    Nun wurde der Bundesmarine mitgeteilt, dass die Bayern in Schanghai nicht willkommen ist.

    Ich war der (irrigen) Annahme, dass wenn ich ein Spiel von 2009(!!!!!) flüssig spielen möchte automatisch sich die Technik soweit mit entwickelt hat das die heutigen günstigen PC Systeme diese Anforderungen automatisch erfüllen. Aber das scheint bei PC´s nicht der Fall zu sein.

    Wie geschrieben, die Hardware, die in diesen PC verbaut ist, ist teilweise von 2009, und zwischen 2009 und 2009 hat sich die Computertechnik halt nicht so weit entwickelt. Wobei der Prozessor eigentlich dennoch in der Lage sein müsste ETW zu schaffen (eigentlich, laut Leistungsangaben ist er ca. 10-30% schwächer als mein alter i5 von 2012 mit dem ich bei ETW keinerlei Probleme hatte, das sollte normalerweise ausreichen, wobei ich jetzt nicht weiß wie viel anspruchsvoller die Darthmod ist).

    Was mich an dem Teil irritiert ist die Grafikkarte: Die ist nämlich für Gaming (Ausnahme -> die paar online-Shooter für die sie optimiert ist) nur sehr eingeschränkt brauchbar. Da hättest du um 50-100€ mehr vom selben Verkäufer einen fast identen PC bekommen, dessen Grafikkarte mehr als 3-mal leistungsfähiger ist.

    Was das Tauschen von Teilen angeht: (falls du die Grafikkarte aus deinem alten PC noch hast und sie besser ist als die "neue")
    Ich kann es vollkommen navollziehen, wenn man sich nicht zutraut ein Mainboard, einen Prozessor, ein Netzteil oder einen CPU-Kühler selbst zu tauschen, wenn man von PCs nichts versteht, als ich bei meinem Netzteil und Kühler getauscht habe bin ich ziemlich lange daran gesessen und beim Kühlertausch habe ich ziemlich geschwitzt.
    Aber der Tausch einer Grafikkarte ist üblicherweise extrem simpel: -> PC aufschrauben, alte Grafikkarte herausziehen, neue Grafikkarte hineinstecken, PC zuschrauben, fertig. Schlimmstenfalls ist die Grafikkarte mit 2 Schrauben oder Klammern befestigt, die man vorher lösen muss. Im absoluten Notfall fragst du in deinem Verwandten- oder Bekanntenkreis nach.
    --> Wenn du die alte Grafikkarte noch hast oder sonst wie an eine besser kommst.

    Schaun wir mal:

    CPU: Anfang 2009 war das ein durchaus guter Prozessor, der auch heute noch nicht komplett deklassiert wird. In einen neuen PC, den man für Spiele verwenden will, würde ich persönlich sowas zwar nicht einbauen (außer er kostet <90€ und ich habe ein derart limitiertes Budget), für Daumenkino bei ETW sollte er allerdings nicht sorgen, wenn er noch ordentlich funktioniert.

    Mainboard: Ebenfalls von Anfang 2009. Kenne mich mit Motherboards nicht sonderlich gut aus, aber prinzipiell scheint es nach kurzer Recherche, relativ zum Rest der Hardware, nicht der Flaschenhals zu sein.

    RAM: 16GB sollten völlig ausreichend sein, mehr braucht man auch bei neuen PCs (abseits der High-End Klasse) nicht.

    Grafikkarte: Deutlich neuer (2017) als CPU und co, aber Leistungs- mäßig eher für Laptops geeignet.
    Womit wir aber beim Problem des derzeitigen Chip-Mangels sind (der auch Autos und Smartphones betrifft, bei Grafikkarten aber stärker ausgeprägt ist).
    Ich an deiner Stelle würde vermutlich als Erstes sehen, was du in deinem alten PC für eine Grafikkarte hattest, wenn ETW auf dem funktioniert hat, dürfte die alte Grafikkarte besser sein als die neue.
    Alternativ würde ich nachsehen, ob bei einem seriösen Händler eine brauchbare Grafikkarte zu bekommen ist, wenn du ein paar Wochen auf die Lieferung warten kannst, könntest du für ~200-300€ eine brauchbare bekommen (z.B. eine GTX 1650, gibt aber wohl auch andere alternativen, das war jetzt nur das erste was ich gefunden habe).
    -> die Grafikkarte kannst du übrigens selbst tauschen, das sind üblicherweise nur 2-4 simple Handgriffe.

    Dann wäre noch die Frage nach der Festplatte. SSD braucht man für ETW keine (auch wenn die mittlerweile durchaus erschwinglich sind) aber auch HDDs können sich bei der Zugriffsgeschwindigkeit stark unterscheiden.

    Und dann wären wir bei der Software. Wie voll ist die Festplatte? Ist sie defragmentiert? Sind die Treiber aktuell? Läuft etwas im Hintergrund das Leistung frisst (--> Virenscann)? Wurde er komplett neu aufgesetzt als du ihn gekauft hast?


    Interessehalber: Was waren die Spezifikationen deines alten PCs und wie viel hast du für den neuen bezahlt.

    Gibt es dazu irgendwelche Quellen? Ich finde nichts darüber das die Amis Material gesprengt haben, dafür nur das Talibs da Explosionen verursacht haben.

    "Bei einer weiteren schweren Explosion, die Stunden nach dem Anschlag zu hören war, hätten US-Truppen Munition gesprengt"

    Zerstören US-Truppen Ausrüstung?: Taliban: Erneute Explosion war kontrollierte Sprengung - n-tv.de

    Gibt es dazu genauere Infos wie sie das angeblich gemacht haben? Ein Fahrzeug mit Sand im Tank ist zwar erstmal unbrauchbar aber nichts was sich nicht reparieren lassen würde.

    Einen Hinweis dürfte die Verwirrung am Tag des IS Anschlags liefern. Da gab es ja Gerüchte es hätte mehrere Anschläge gegeben, das es eine ganze Reihe von Explosionen gab. Stellte sich heraus, die anderen Explosionen waren die Amerikaner die ihr Equipment gesprengt haben.

    Schade, ich habe deine Beiträge immer gerne gelesen, und dich als User (meistens) sehr geschätzt.


    Vielleicht ändert sich die Situation bezüglich der Gemüter wieder, wenn endlich diese Pandemie vorbei und die Frustrationstoleranz der Leute nicht mehr dadurch belastet wird, und du probierst es noch mal. Oder nicht, deine Entscheidung.

    Wie dem auch sein, ich möchte mich an dieser Stelle für deine jahrelange Aktivität und deine oft ziemlich interessanten Beiträge bedanken, und dir auf deinem Lebensweg weiterhinn alles Gute wünschen.

    Mit den Flugzeugen werden sie (noch) nicht viel anfangen können.

    Die afghanische Luftwaffe scheint sich mit dem Großteil der einsatzfähigen Fluggeräte nach Usbekistan abgesetzt zu haben, wo 22 Flugzeuge und 24 Helikopter landeten, 2 weitere Flugzeuge sind in Tadjikistan gelandet.
    Etliche Hubschrauber (Mindestens 9 Mi-17, 1 Mi-35, 4 Blackhawks und ein MD 530F Little Bird) wurden von den Taliban erobert, wobei sich die Frage stellt ob es sich, da sie von den afghanischen Streitkräften nicht zur Flucht genutzt wurden, dabei nicht großteils um nicht flugfähige Geräte handelt.
    Wenn sich es schaffen, dass ihnen die Geräte niemand wegbombt, sie aus Pakistan Techniker holen und einen Teil der Maschinen kannibalisieren können sie eventuell eine Hand voll verwenden, wobei da wohl nur die Cessnas und die Mi-17 mittelfristig flugtüchtig bleiben würden, für den Rest bräuchten sie direkte Hilfe aus dem Ausland.

    Wenn Russland Derartiges mit seinen begrenzten Mitteln in Tschetschenien und Syrien hinbekommt, dann soll der gesamte Westen das mit seinen Mitteln nicht können?


    Ich rede nicht von einem Hort der Demokratie. Ich rede von einem Sieg über die Taliban mit allen nötigen Mitteln und einem stabilen pro-westlichen Regime.

    Kann er nicht wirklich.
    Tschetschenien hat 1,4 Millionen Einwohner und grenzt direkt an Russland/ ist Teil Russlands. Afghanistan hat 38 Millionen Einwohner ist am anderen Ende der Welt und hat noch nicht einmal eine Küste, die damit einhergehende logistische Herausforderung führt dazu, dass man im Vergleich zu einem direkt angrenzenden Staat nur einen Bruchteil der Truppen einsetzen kann, zu deutlich höheren Kosten. Dazu kommt, dass Tschetschenien seit über 100 Jahren von Moskau aus regiert wurde, während Afghanistan als Friedhof der Imperien bekannt ist.
    --> Zur Erinnerung, die Sowjetunion mit ihrer gewaltigen Armee und ihren eher begrenzten Skrupeln musste sich in Afghanistan nach 9 Jahren geschlagen geben.

    Und damit wären wir beim nächsten Problem: Die USA und die europäischen NATO-Staaten sind Demokratien mit Pressefreiheit. Eine amerikanische oder deutsche Regierung kann nicht so brutal vorgehen wie Russland in Tschetschenien. Würde sie das tun würden die Medien Sturm-laufen und die Regierung abgewählt werden, man sehe sich nur mal an was los war als Deutschland damals einen Luftschlag auf einen von Taliban entführten Tanklaster anforderte, oder als eine US-Drohne versehentlich eine Hochzeit pulverisierte.

    Die dort involvierten NATO Staaten müssten für ein Vorgehen á la Tschetschenien oder Xinjiang also entweder selbst zu Diktaturen werden, oder in der Bevölkerung einen geradezu genozidalen Hass auf die Afghanen schüren. Das kann auch nicht das Ziel sein.

    Und dann wäre das noch ein Punkt: Die Kosten. Tote Soldaten, Geld, und militärische Kapazitäten die für lange Zeit gebunden sind. Das war 2001 kein so großes Problem, aber die Welt hat sich verändert. Afghanistan ist nicht mehr die top-Priorität.
    Es gibt mittlerweile auch genügend andere Rückzugsorte für Terroristen, sei es Syrien, sei es der Jemen, sei es Somalia oder sei es Pakistan.
    Dazu kommen Sicherheitsherausforderungen durch andere Staaten, etwas Russland (für Europa) oder die Volksrepublik China (für die USA).
    Diese beiden Staaten würden nichts lieber sehen, als ein Westen der in Afghanistan über Jahrzehnte seine militärischen und finanziellen Kräfte bindet und dessen Militärs über Counterinsurgency statt Panzer nachdenken, womit der Westen seinen konventionellen Gegner deutlich weniger entgegenzusetzen hat.

    Das Bittere an dieser Niederlage ist vor allem, dass sie vollkommen selbstverschuldet ist. Der Westen wurde nicht besiegt. Es ist viel schlimmer. Er hat schlichtweg aufgegeben. Defätismus. Kein Durchhaltewillen. Kein Machtmotiv. Keine wirkliche Opferbereitschaft.

    Der Westen war mehr als doppelt so lange in Afghanistan wie die Sowjetunion. Biden ist der 4te US-Präsident, der sich mit diesem Krieg rumschlagen musste.
    Und dass sich nach derart langer Zeit Kriegsmüdigkeit einstellt ist jetzt nicht sonderlich verwunderlich, vor allem bei einem Einsatz fernab des eigenen Landes wo es im Grunde genommen keine strategischen Interessen mehr gibt.


    - Bin-Laden ist tot, der ursprüngliche Grund für den Einmarsch hat sich also erledigt.

    - Die Zeiten als Afghanistan so ziemlich der einzige nennenswerte Rückzugsort für Terroristen war, ist ebenfalls vorbei. Hier ist das Beispiel Bin Laden ebenfalls erhellend, der Mann wurde 500m südlich der pakistanischen Militärakademie gefunden. Dan gibt es noch den Jemen, Syrien und Teile Nordwestafrikas.
    - Für die USA wichtige Handelswege gibt es nicht (für die neue Seidenstraße wäre das Land evtl. interessant, aber seit die VR China einen außenpolitisch aggressiven Kurs fährt sehen die Amerikaner und auch Teile Europas dieses Projekt eher skeptisch), nennenswerte Rohstoffvorkommen ebenfalls nicht.
    - Auch die Zeiten als islamische Terroristen das größte globale Sicherheitsproblem waren, sind vorbei. Russlands Einmarsch in der Ukraine und die erwähnte aggressive chinesische Außenpolitik hat dazu geführt, dass sich die USA viel stärker auf den Pazifik konzentrieren, und Europa auf seine Ostgrenze, da sind die Taliban dann halt eher sekundär.
    - Bleibt noch ein moralischer Auftrag den Menschen in Afghanistan zu helfen. Allerdings demonstriert die afghanische Armee gerade eindrucksvoll, dass es hier auf afghanischer Seite am Willen fehlt eine Taliban-Herrschaft zu verhindern. Man kann scheinbar niemanden zu seinem Glück zwingen.

    Das ich ja echt Not und Elend bei euch.

    Die Union will unbedingt einen CDU-ler als Spitzenkandidaten und stellt das Fettnäpfchen-Talent Laschet auf, der es prompt hinbekommt als Ministerpräsident bei einer Flutkatastrophe ein schlechtes Bild abzugeben.

    Die Grünen wollen unbedingt nur Frauen an der Spitze und stellen erst Fettnäpfchen-Talent Nr. 2 Baerböck auf. Und lassen dann in einem Bundesland so lange Wählen bis das Ergebnis passt, notfalls schließt man halt einen Teil der Delegierten von der Wahl aus, eine ziemlich besorgniserregende Einstellung zur Demokratie.
    Die SPD kommt sowieso nicht vom Fleck.

    Die FDP hat zwar einen kompetenten Spitzenkandidaten, ist aber mit ihrer Wirtschaftspolitik nur für einen Teil der Wähler interessant.
    Die Linken zerfleischen sich gegenseitig.

    Und die AFD ist sowieso....

    Nicht dass es in Österreich keine problematischen Parteichefs gäbe, aber die meisten haben zumindest politische Talent und treten nicht in jedes Fettnäpfchen.

    Also es gibt ja durchaus Threads, bei denen ich es nicht so dramatisch finde, wenn ein wenig Themenübergreifend diskutiert wird, aber eine Diskussion, ob man als Lehrer Schülern das Zitieren aus Wikipedia erlauben soll gehört ziemlich sicher nicht ins Thema "Funktionalität des Forums". Zumal "Funktionalität des Forums" in meinen Augen kein normaler Thread ist, sondern ein "kritischer" der besondere Aufmerksamkeit genießen und daher nicht zweckentfremdet werden solle.

    Diskussion wird in diesen Thread hier verschoben, nachdem ja sogar schon ein Teil von euch dort diskutiert.
    Ich habe mir des Weiteren erlaubt Hade's post relativ am Beginn der Diskussion einen Satz hinzuzufügen der erklärt, dass die Diskussion von hier verschoben wurde, um den Lesefluss aufrechtzuerhalten.

    Unglaublich dass jemand der so korrupt ist, und derart mit gestohlenem Staatseigentum geprotzt hat immer noch Anhänger hat.
    Dass seine Anhänger sich Dinge illegal aneignen verwundert mich hingegen weniger, hat er ja vorgemacht.