Politik in Großbritannien

  • Zitat

    Should Scotland be an independent country?




    Am 18. September diesen Jahres stimmen die Schotten über die Unabhängigkeit Schottlands ab. Wählen darf jeder Bürger des Vereinigten Königreichs, der Europäischen Union und des Commonwealths über 16 Jahren, der in Schottland wohnt.


    Während in den letzten Monaten die Umfragen eher die pro-britischen Stimmen in der Mehrheit sahen, dreht sich die Lage nun langsam zu Gunsten der Befürworter. So sagten zuletzt 48 % sie würden sich für die schottische Unabhängigkeit entscheiden und 52 % dagegen. Dabei sind die weiß nicht Angaben heraus gerechnet, die bei 16 % liegen. Den letzten Umfrageaufschwung hat die SNP diversen Regierungsmitgliedern in London zu verdanken, die sich mit nicht sehr durchdachten Äußerungen den allgemeinen Unmut auf sich gezogen haben. Auch leidet die Kontrawerbekampagne jetzt schon an einem schlechten Image (Project Fear), die zu viel auf die negativen Effekte der Unabhängigkeit zielt als auf die Vorteile zusammen zu bleiben. Und die englische Labourparty argumentiert damit, dass ohne Schottland die Tories für lange Zeit in England im Sattel sitzen würden. Wobei man bei den vergangenen Wahlen mit rausgerechneten schottischen Stimmen keinen Unterschied sieht.


    Was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angeht, wird viel diskutiert. Ob Schottland am Ende alleine finanziell besser dastehen wird, wird man vermutlich erst nach einer Unabhängigkeit sehen. Aber wirtschaftlicher Erfolg war noch nie eine Notwendigkeit für einen eigenständigen Staat. Der BIP und die Einwohnerzahl Schottlands ist hoch genug, verglichen mit anderen EU Ländern um zu prosperieren.


    Anyway, ich denke das Thema verdient ein eigenes Thema, sind übrigens noch genau 150 Tage bis zum Referendum.

  • Mder vielen Dank für dieses Thema, du hast recht, diese Abstimmung verdient ein eigenes Thema!


    Ich bin bedingungslos für einen eigenen Schottischen Staat und hoffe, daß sie unabhängig werden. Nur wird es sehr schwer, den Engländer das Öl, was die klauen, abzunehmen! Ein eigener neuer König oder eine Republik. Alles ist für Schottland besser, als unter
    der englischen Knute! :klopp:


    Noch eine andere FRage, wer vom Schottischen Adel könnte denn König werden? Wer wäre der Nachfolger von Bonni Prinz Charly? :grübel:

  • Die steigende Unterstützung für eine Unabhängigkeit ist ganz klar auf die Agitation ausländischer Mächte zurückzufühen, welche versuchen das United Kingdom zu destabilisieren.
    Wahrscheinlich tümmeln sich in Glasgow und Co. Soldaten und Propagandaspezialisten in zivil...


    Ansich ist es doch letztendlich nur eine Entscheidung auf poliischer Ebene. Schottland genießt eh schon freie Hand, aber wirtschaftlich kann ich mir ein unabhängiges Schottland nur schwer vorstellen. Dieser Staat wäre zukünftig weiterhin wirtschaftlich eng mit London und dem rest des Commonwealth verflochten und das englische Königshaus würde wohl weiter Staatsoberhaupt bleiben.


    Eine kleinere Version von Australien, Neuseeland und Kanada letztendlich. Das jeder Eu Bürger wählen darf, welcher sich gerade in Schottland befindet, zeigt eigentlich schon welche Bedeutung dieser Volksentscheid hat.

  • moin moin,


    Rainald


    Anne
    (* 6. Februar 1665; † 1. August 1714) 1702–1707 Tochter Jakobs II. Letzte Stuartkönigin. Unter ihrer Regentschaft stand England im spanischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich. Wurde 1707 die erste Königin von Großbritannien.


    Gute Frage wer wäre heute König von Schottland -> dat Lisbeth dachte ich :lol5:


    aber es kommt noch besser :


    Thronfolge der Jakobiten


    Franz von Bayern ist ein Nachfahre der Stuarts. Er wird deshalb von den Jakobiten seit dem Tod seines Vaters Albrecht als Prätendent auf den britischen Thron angesehen und von ihnen als „Francis II., König von England, Schottland, Irland und Frankreich“ bezeichnet. Er hat diesen Titel jedoch niemals öffentlich beansprucht.


    Muhaha ein Bayer auf dem Thron von Schottland :thefinger:

  • Kann mir mal jemand erklären, was wir auf einmal für ein Problem mit England haben? Mir ist persönlich ja egal, wie es ausgeht. Aber andererseits finde ich diese klein-nationalistischen Tendenzen in vielen Regionen Europas ziemlich anachronistisch.


    Was kommt als Nächstes? Flandern sagt sich von Belgien los? Katalonien von Spanien? Norditalien von Süditalien? Bayern von Deutschland? Hauptsache man muss für die armen Brüdern und Schwestern nicht mehr zahlen...

  • Hauptsache man muss für die armen Brüdern und Schwestern nicht mehr zahlen...

    Richtig, endlich geht die Saat der neoliberalen Egoisten äh Kapitalisten auf :ironie:


    "Telling an atheist they're going to hell is as scary as a child telling an adult they're not getting any presents from Santa"

    -Ricky Gervais-


    "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • Zitat

    aber es würde die Engländer ärgern und alleine dafür lohnt es sich


    Eben Bob, das ist es wert!


    Zitat

    Was kommt als Nächstes? Flandern sagt sich von Belgien los? Katalonien von Spanien? Norditalien von Süditalien?


    Ja John, dafür wäre ich!


    Zitat

    Hauptsache man muss für die armen Brüdern und Schwestern nicht mehr zahlen...


    Wieso für die armen Brüder? Wenn die Schotten nicht ihr Öl bekommen, sind die so arm wie die Iren! Aber darum geht es nicht, es geht um die Freiheit,,,Schottland wurde Jahrhundertejahre von England unterdrückt, genau wie die Iren, deshalb bin ich für die Schotten, oder die Flandern, Katalonen, Basken usw.


    DAnke Hotte für die Infos, aber haben die Schotten nicht heute noch eine andere Adelsfamilie die den Job machen könnten?
    Einen Bayern haben die wirklich nicht verdient.... ;) , es reicht schon König Horst.....schauder :heul:

  • Kann mir mal jemand erklären, was wir auf einmal für ein Problem mit England haben? Mir ist persönlich ja egal, wie es ausgeht. Aber andererseits finde ich diese klein-nationalistischen Tendenzen in vielen Regionen Europas ziemlich anachronistisch.


    Was kommt als Nächstes? Flandern sagt sich von Belgien los? Katalonien von Spanien? Norditalien von Süditalien? Bayern von Deutschland? Hauptsache man muss für die armen Brüdern und Schwestern nicht mehr zahlen...


    Ehrlich gesagt sehe Ichs genau anders herum. Ich finde die Nationalstaaten in aktueller Form absolut unzeitgemäß und ineffektiv.
    Wozu brauch Ich Spanien, wenn 9/10 der Gesetze vom EU-Recht verändert werden, wozu Deutschland oder England, Frankreich oder Belgien? Ein Europa der Regionen würde in meinen Augen viel mehr Sinn machen, und aus der EU austreten will eigentlich keins der Gebiete die Unabhängigkeit anstreben.


    Gruß

  • Bin hier mal ausnahmsweise auf Johns Seite. Ich halte die Zersplitterung in immer mehr Einzelstaaten für kontraproduktiv. Wie weit soll das noch gehen? Am Ende hätte man vermutlich hunderte kleinststaaten. Die eu soll zusammenwachsen, es soll ein EUbewusstsein heranwachsen und kein Nationaldenken.


    Ich sage nicht das die einzelnen Völker ihre traditionen aufgeben sollen, aber das was stattfindet halte ich für unnötig. Wird dort jemand brutal unterdrückt? Ist die Sprache / Kultur verboten? Nein man lebt in Frieden miteinander.


    Bob, wie sehr liebst du den britischen Humor? Ihre Serien und Filme? Und dann das? Zeigst den Inselaffen?!

  • Zitat

    Wozu brauch Ich Spanien, wenn 9/10 der Gesetze vom EU-Recht verändert werden, wozu Deutschland oder England, Frankreich oder Belgien? Ein Europa der Regionen würde in meinen Augen viel mehr Sinn machen, und aus der EU austreten will eigentlich keins der Gebiete die Unabhängigkeit anstreben.


    Azaghal :hallo: ,
    das sehe ich ähnlich wie du. Wenn es zu organisieren wäre, würde ich mich für die Vereinigten Regionen/ Bundesländer/ Provinzen von Europa einsetzen, aber das wären ca 110 Gebiete und dürfte organisatorisch kaum zu händeln sein.


    Noch mal auf Britannien zurück zukommen, auf der einen Seite mag ich Britannien und bedaure sehr, daß es zwischen dem Deutschen Reich und dem United Kingdom zwei idiotische Kriege gegeben hat, wenn ich an die große Kriminallitaeratur von Doyle, Christie, Sawers, Durbrigde, Heyer denke geht einem das Herz auf, aber dann gibt es die schwarzen Flecken aus der Weste von England sehe...wie sie sich besonders den Schotten und den Iren verhalten haben, dann werden meine Gefühle deutlich getrübt. Es erfüllt mich immer mit großer nicht mehr klammheimlicher Freude, wenn diese beiden Völker den Engländer eins auswischen können. Genauso geht es mir mit dem England der M.Thatcher, die assaozialste und wiederlichste :teufel2: Premierministerin die England seit Oliver Cromwell hervorgebracht hat!

  • Kann mir mal jemand erklären, was wir auf einmal für ein Problem mit England haben? Mir ist persönlich ja egal, wie es ausgeht. Aber andererseits finde ich diese klein-nationalistischen Tendenzen in vielen Regionen Europas ziemlich anachronistisch.

    Gegen England als solches hab ich nichts, gegen die englische Politik allerdings schon. Da wären zum einen der völlige Überwachungswahn im eigenen Land, welchen sie auch auf den Kontinent ausdehnen und zum anderen ihre Haltung zur EU, bei welcher sie immer nur von den Vorteilen profitieren, von Nachteilen aber nichts wissen wollen und Ihren Versuchen die EU durch Ihre Drohungen von einem Austritt zu erpressen. Von daher kommt meine Ablehnung weniger aus einer nationalistischen Denkweise heraus als aus einer pro europäischen. Ein unabhängiges Schottland welches sich näher an die EU bindet und damit auch England unter Druck setzt wäre mir zumindest lieber als ein ewig unentschlossenes und bockiges England.

    Bob, wie sehr liebst du den britischen Humor? Ihre Serien und Filme? Und dann das? Zeigst den Inselaffen?!

    Wie geschrieben, die Haltung hat wohl kaum was mit den Kulturprodukten von der Insel zu tun.


    Wobei, ich hab da eine Inseläffin als Kollegin, vielleicht kann ich die mit der schottischen Unabhängigkeit etwas aufziehen, dann ist das ein guter Bonus :P

  • Ich seh die zunehmenden Unabhängigkeiten als Chance an eine Verwaltungsebene in Europa abzuschaffen, allerdings geht das viel zu schnell, denn man bräuchte dafür endlich mal eine Anständige Demokratische Legitimierung Europas.


    Nebenbei haben Kleine Staaten den Vorteil, dass die Regierung mehr auf Zustimmung der Bevölkerung angewiesen ist, da es keine Verschiedenen Regionen giebt die man gegeneinander ausspielen kann. Sieht man ja an den USA die ihre Umstrittenen Projekte eben in denen Gebieten abziehen in denen sie die größte Zustimmung dafür haben. Wenns an einer Ecke unmut giebt hat man ja noch paar 100 andere Ecken um Unmut über den Unmut zu schüren.


    Aber letzten endes Ist das mit Schottland ja wie gesagt eine Verwaltungssache, ein eigenes Parlament und die quasi Unabhängigkeit haben sie ja schon, also warum nicht auch Offiziell?

  • Zitat

    Bob, wie sehr liebst du den britischen Humor? Ihre Serien und Filme? Und dann das? Zeigst den Inselaffen?!


    Hallo Salah, :hallo:
    nun ich heiße zwar nicht Bob, aber ich finde es gibt guten Humor..wenn ich z.B. an Marty Feldman denke, das war allererste Sahne, aber dann gibt es die engl.Urserie von ein Herz und Seele von Johnny Speight "Till Death Us Do Part" ist primitiv und erbärmlich. Wir können froh sein, was der große Wolfgang Menge aus dem engl. Vorbild gemacht hat! ;)

  • Zur Ausgangsfrage: warum soll es nicht?
    Wenn über ein ordentliches und demokratisches Referendum so entschieden wird, bitteschön. Schottland ist ein mehr oder weniger eigenständiger Teil Großbritaniens, mit eigener Kultur, Geschichte und Sprache; und das über hunderte von Jahren. Was man sich seitens der Schotten von einer Selbstständigkeit verspricht, weiß ich allerdings auch nicht, bin da nicht so tief drin. London geht es sicherlich um die Ölvorkommen in der Nordsee und die Stationierung ihrer Atomflotten vor Glasgow, nachvollziehbar, warum man die nicht ziehen lassen möchte.
    Schottland wäre sicherlich "reich" genug, um es alleine zu schaffen. Das sehe ich bei Zwergstaaten wie Katalonien, Wallonien oder dem Kosovo nicht so. Ich denke aber auch, daß man, bevor mal ein Europa der souveränen Kleinstaaten schafft, erst einmal an der Europäisierung Europas arbeiten sollte. Und da sind wir noch meilenweit von einer Einigung entfernt.

  • Das ist die andere Hälfte. Ich hatte zumindest den Eindruck das sich Putin immer einen Ast abfreut wenn er den Amis auf die Füße treten kann, gerade im Fall Snowden hat Putin da die ein oder andere Äußerung von sich gegeben wo einfach nur nach "HAHA ich bohr mal ein bisschen in eurer Wunde" klangen :pfeif:
    Und die Ukraine, hm, bisher scheint es nicht danach auszusehen als ob sich die Krim wirtschaftlich auszahlen wird und an Einfluss hat Russland dadurch eher verloren, der Zeitpunkt den er gewählt hat war sicherlich genial, aber hatte dennoch etwas von einer Trotz-Reaktion.

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