Beiträge von Mder1.

    Wird Charles also doch noch König.

    Hoffe, er hält sich zurück und nutzt seine Stellung nicht um Geschwurbel aufzuwerten (der gute ist Impfgegner, Homöopath und Rudolf-Steiner-Anhänger).

    Ich hoffe er dreht voll auf und teilt sowohl der Öffentlichkeit regelmäßig seine Ansichten über das politische Tagesgeschäft mit, als schickt auch wieder seine "Black Spider memos" an Minister und Abgeordnete. Einen besseren Dienst kann er den Befürwortern einer Republik gar nicht erweisen.

    Bei Diskussionen um den öffentlich rechtlichen Rundfunk wird gerne eine Teilmenge genommen und dann erörtert ob diese Teilmenge "Funk", "Fussball", "ZDF Fernsehgarten", "Arte" oder auch "Tatort" gut sind und den Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen erfüllen. Schaut man sich das Fernsehprogramm der großen ÖR an, scheint Unterhaltung die Primäraufgabe zu sein, legt man den gleichen Massstab an die "Funk" Programme an, tanzen sie nicht aus der Reihe sondern entsprechen dem Modus Operandi der ÖR.



    Der andere Punkt ist die "politische Ausrichtung" der Kanäle, wo es von rechter Seite ein Unbehagen gibt mit den Themen und Themengebieten die die Funkkanäle benutzen um jüngere Zuschauerschichten anzusprechen. Die übliche Kritik ist dann, das ja nicht alle junge Menschen daran Interesse haben. Ein guter Punkt, aber es gibt auch Ü60 Menschen ( Mogges) die kein Interesse am ZDF Fernsehgarten haben. Möchte man diese Kritik also zu Ende denken und vermeiden müssten alle Sendungen auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner geschrumpft werden, mehr noch als schon gerade im ÖR üblich. Konsequent bleibt da vielleicht die Tagesschau übrig und sonst nicht viel. Unsere moderne Gesellschaft ist zu heterogen um anderweitig auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, wenn man nichts zulassen möchte was man selbst nicht gut findet. Wer nicht zur Kerngruppe der ÖR Zuschauer, eher älter und mit einer Neigung zu seichter Unterhaltung, findet vielleicht irgendwo noch eine Nische die er ansprechend findet. Der Sportfan bei Fußball- und Olympiaübertragungen, der Oper-Interessierte bei Übertragungen auf 3Sat und einige junge Menschen eben auf Funk Kanälen.


    Sprich wer "sein" Steckenpferd behalten will, muss auch damit Leben das andere ihr Steckenpferd haben. Aber kein Steckenpferd haben und die der anderen bezahlen das sehe ich nicht ein. Entweder ist für (fast) jeden was dabei oder es muss halt weg.


    Prinzipiell bin ich einer Abschaffung der öffentlich rechtlichen Medien offen gegenüber. Das sind fast 20€ die ich auch für andere Sachen ausgeben könnte. ÖR Fernsehen schaue ich nicht, die Mediatheken wurden absichtlich so schlecht gemacht und über Jahre gehandikapt, dass Sie keine ernsthafte Konkurrenz

    zu privaten Angeboten sind und auch meine Zeitung zahle ich selbst statt auf Tagesschau.de die Nachrichten zu lesen. Die paar Funk Kanäle (Kurzgesagt, Bohemian Browser Ballet) die ich mir im Gegenzug dafür anschaue sind keine 20€ im Monat wert. Ich finanziere also die Leute die sich den ZDF Fernsehgarten gerne anschauen und sich auch sonst die volle ÖR Dröhnung geben. Die können es dann selber zahlen oder auch nicht.


    Die Korruption und die generelle verkalkte Organisationsform der ÖR ist dann nochmal ein anderes Blatt. Sprich wenn sich mittelfristig bei Beibehaltung der ÖR bleibt, dann ist eine massive Reform notwendig.


    Aber unterm Strich ist Funk seriöser als BILD oder FAZ würde ich mal behaupten.


    Die FAZ ist vieles, aber bestimmt nicht unseriös.

    Ich finde das 9€-Ticket so wie es jetzt läuft reichlich Mist. Ich habe mir dieses Jahr ne teure Bahncard 1. Klasse gegönnt, weil ich beim Bahnfahren entspannt und vor allem ruhig reisen möchte. Effekt aufgrund des 9 € Tickets: Du kriegst die Anschlusszüge wegen Überfüllung nicht, kommst also mit der Regionalbahn oft nicht mehr rechtzeitig zum Hauptbahnhof, um deinen ICE zu kriegen, musst also auf noch teurere Tickets ohne Zugbindung ausweichen.

    Bei Verspätung von mehr als 20 Minuten oder/und wenn du einen Anschlusszug verpasst entfällt die Zugbindung vollständig. Entfällt auch schon bei einer erwartbaren Verspätung von mehr als 20 Minuten vor Reisebeginn.


    Was bedeutet Zugbindung?


    Auch ohne 9€ Ticket habe ich der Regel etwa 40% meiner geplanten Verbindungen nicht bekommen. Es unterstreicht nur noch mal den desolaten Zustand der Bahn, um den zu ändern müsste man Geld in die Hand nehmen und das gefällt Lindner halt nicht, da subventioniert man lieber mal die Mineralölkonzerne die eh schon seit Jahren am Hungertuch nagen. Wobei bei 9€ die Einnahmen so gering sind, da kann man den Regionalverkehr auch komplett kostenfrei gestalten und sich damit immerhin Teil der Kosten sparen.


    Durch das 9€ Ticket können sich natürlich auch gerade Hinz und Kunz auch eine Bahnreise leisten, weshalb die gesellschaftliche Durchmischung im Regionalverkehr gerade stärker ist als sonst. Aber in drei Wochen sollte sich das ja dann wieder erledigt haben.


    Ziel sollte dann auch sein, dass sich das Ganze finanziell selbst dauerhaft trägt.

    Wird es nicht und muss es auch nicht. Und solange die ganzen Blechkolonnen steuer finanziert werden seh ich es auch nicht ein, dass ich dann als umweltbewusster Verkehrsteilnehmer auch noch das voll bezahlen soll während der Autoindustrie das Geld in den Hintern geschoben wird. Die "Abwräckprämie" ist mir noch in zu guter Erinnerung.


    Die Firmen die das Versuchen, sind ja in der Regel auch die, die sich deutlich erfolgreicher auf dem Arbeitsmarkt positionieren. Ordentlicher Lohn, gescheite Arbeitszeiten, Firmenkultur nicht aus den 1960er Jahren. Die, die das aber nicht tun schauen eben aus der Röhre und das ist halt eigen verschuldet. Wer kein Geschäftsmodell hat das auch ohne Lohndrückerei und Niedriglohnsektor funktioniert wird in Zukunft dicht machen müssen.


    Und bei körperlich anstrengenden Berufen wird gerne ausgeblendet wie schädlich die für die Gesundheit sind. Da kann der Arbeitgeber noch so nett, die Arbeit noch so erfüllend sein, wenn man dann mit Anfang sechzig körperlich platt ist, werden es sich viele überlegen ob es das Wert ist. Und über den Lohn kann man da viel Regeln. Eine ordentliche Berufsunfähigkeitsversicherung ist nämlich in Risikoberufen nicht preiswert. Da ist mal eine Marktanpassung schwer überfällig, viele Geschäftsmodelle funktionieren mit den momentanen Preisen nur weil Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer nicht ein preisen müssen. Momentan werden die Kosten die durch Gesundheitsschäden entstehen nicht durch die Verursacher. I.e. die Gesundheitsschäden die im Bau entstehen bei Maurern, Fliesenlegern, etc. werden durch die Allgemeinheit gezahlt was dazu führt das die nötige Motivation fehlt um am Bau die Arbeit weniger Gesundheitsschädlich durch Innovationen und Arbeitsschutz zu gestalten.


    Um die Wertschöpfung zu halten muss das verfügbare Humankapital effizienter nutzen. Der Niedriglohnsektor muss weg. Und die Leute dort qualifizierter werden. Kostet das? Klar, aber man hat jetzt Jahrzehnte von den Billiglöhnern profitiert, das ist jetzt die Rechnung. Und Firmen die sich da weigern, die verschwinden halt.


    Und sonst Automatisieren was geht. Japan macht schon vor was man alles automatisieren kann bei einer alternden Bevölkerung mit Arbeitskräftemangel. Corona hat auch schon Wege eröffnet die bislang nicht wirklich verfolgt wurden. Automaten für Lebensmittel, Drohnennlieferungen und wenn die KI mal soweit ist auch Berufe wie Rechtsanwaltsfachangestellter, Pfleger, Lehrer, Codemonkeys, LKW und Busfahrer.

    Diese Innovationen kosten aber erstmal Geld, McDonalds stellt keine Burgerbradmaschine für 150k € in den Laden wenn es zwei Leute mit Mindestlohn auch tun.


    Deswegen jetzt zu versuchen diesem Preisdruck entgegen zu wirken setzt die falschen Signale und führt nur zu einer Fehlallokation von Ressourcen; Mensch wie Material. Der Markt funktioniert, man muss ihn halt nur mal lassen.

    Ich erlebe das Anspruchsverhalten von jungen heranwachsenden immer kritischer. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, ich denke das dieses Sprichwort einigen hier bekannt sein dürfte. Sie besitzen kein Demutsverhalten, erstmal lernen, zuhören und wachsen. Nach der Ausbildung 2-3 Berufserfahrung sammeln und auch an das ausbildenden Unternehmen damit zurückzahlen das einem die Chance gegeben hat. Aber nein, entweder bekomme ich unverzüglich das Maximum oder ich gehe! Mit welchem Anspruch? Es wurde noch nichts wirklich geleistet es wurde in einen Investiert! Das auch als anzuerkennen fehlt völlig.


    Es herrscht Mangel an der Ressource Arbeitskraft. Unternehmen die "Demut" (lol) erwarten können schon mal dicht machen. Entweder man macht ein attraktives Angebot als Arbeitgeber oder man muss halt damit leben das die Konkurrenz sich die Arbeitskräfte an den Nagel reißt. Es ist ein Arbeitsmarkt. Und wenn die angebotene Arbeit nicht attraktive genug ist, kann man natürlich sich über die selbstsüchtigen Jugendlichen aufregen oder sich fragen warum die lieber woanders hingehen und daraus Schlüsse ziehen.


    Das gerade ein paar Mittelständler mit ihren Gutsherrenattitüden auf die Nase fallen werden, kann gut sein. Aber dann müssen die sich halt anpassen wenn sie am Markt überleben wollen. Und sonst wird es andere Firmen geben die in die Lücke springen.

    Gibt’s das auch für Stellaris? Wenn man das einfach wieder kündigen kann, fände ich es genial. Wäre genau richtig für mich. In Ferienmonaten buchen. Und danach wieder kündigen. Das wäre langfristig für mich dann bei einigen Titeln durchaus günstiger. Sehe aber nirgendwo, wie das mit dem Kündigen gehen soll. Einfach per Klick oder aufwändig per Email.

    Für fünf Euro kannst es ja mal ausprobieren und uns dann berichten wie schwierig oder einfach der Kündigungsprozess ist.

    Edit: Aus meiner Sicht. Raushalten aus der Ukraine, innerrussischer Konflikt wie Georgien und Tschetschenien. Oder es muss zukünftig auch für miliärische Eingriffe /Kriege der Amerikaner ebenso gelten wie das was jetzt den Russen vorgehalten wird. Aber wer glaubt....

    Was ist besser?


    Nachbar wird ausgeraubt. Ich tue nichts.


    Nächster Nachbar wird ausgeraubt. Tue wieder nichts.


    Oder:


    Nachbar wird ausgeraubt. Ich tue nichts.


    Nächster Nachbar wird ausgeraubt. Ich helfe ihm.


    Idealerweise sollte immer in diesen Beispielen immer den Nachbarn geholfen werden. Aber in welcher Weltanschauung ist denn nie helfen besser als manchmal helfen?


    "Scheinheiligkeit" (im Sinne einer Doppelmoral) an sich ist kein überzeugendes Argument dafür das wir nicht handeln. Sollten die USA morgen in Chile einmarschieren, weshalb auch immer und die europäischen Regierungen würden nichts unternehmen wäre es trotzdem besser heute der Ukraine zu helfen statt keinen der beiden zu unterstützen. Auch wenn dann der Vorwurf der Doppelmoral kommt.


    Zu sagen wir sollten auch in dem anderen Fall handeln, ist ein legitimes Argument, aber zu fordern lieber beide im Stich zu lassen entschließt sich meinem Verständnis.


    Und deswegen ist es gut, dass wir sowohl finanziell, humanitär und militärisch der Ukraine helfen. Denn eine siegreiche Ukraine hat sowohl eine für sich bessere Zukunft im Westen vor sich und stoppt hoffentlich russische imperiale Ambitionen, zumindest für eine Zeit, in Europa. Ja rückblickend hätte man schon Georgien deutlich besser unterstützen müssen. Russische Großmachtfantasien wurden zulange nicht entschieden entgegen getreten aus einer Mischung aus wirtschaftlichem Kalkül (billiges Gas) und einer Weltanschauung in der die Russische Föderation in seinen Nachbarländern wüten darf wie sie will.


    Weshalb der Vorwurf der böse Westen hätten der Russischen Föderation nie eine Chance gegeben auch, vorsichtig formuliert, fehl platziert ist. Es gab sowohl Anstrengungen einer wirtschaftlichen Integration, sonst hätten wir das ganze Gasproblem ja gar nicht, als auch von politischer Zusammenarbeit z.B. G8, Europarat, OSZE. Es gab auch mal Überlegungen sowohl von NATO als auch russischer Seite über einen Beitritt Russlands in die NATO. Aber zuerst wollte die NATO nicht (hier insbesondere die USA) und später hatte die russische Föderation (aka Putin) kein Interesse mehr daran. Wäre ein NATO Beitritt auch schwer mit den von Putin ausformulierten imperialen Ambitionen vereinbar. Annektion/Erschaffung von Satellitenstaaten in der Ukraine, den zentral asiatischen Republiken dem Kaukasus, Moldau, den baltischen Staaten, Finnland und Polen.

    Du scheinst Russland diese Länder aus zwei Gründen zuzugestehen. Der erste weil es andere aka die USA auch machen würden und dann darf man das ja auch. Weshalb ich das für unsinnig halte habe ich oben geschrieben.

    Und zweitens weil Russland 'mächtig' sei, der Dritte von drei großen Spielern der Weltpolitik neben den USA und der PRC. Woraus zehrt sich denn dieser real politische Anspruch Russlands genau?


    Wirtschaftlicher Stärke? Weder das Bruttosozialprodukt im Gesamten noch pro Kopf ist gut. Wirtschaftlicher Einfluss generiert die RF primär durch den Verkauf von Ressourcen ins Ausland. Das ist aber ein zweischneidiges Schwert, denn umgekehrt ist die RF auch stark von dem erwirtschafteten Geld durch diese Ressourcen angewiesen und fallen Märkte weg schwächt es sie selbst auch, womöglich stärker als die anderen Länder.


    Konventionelle militärische Stärke? Da war die russische Propaganda zwar immer sehr fleißig, aber die Performance in der Ukraine zeigt das die Bedrohung durch konventionelle russische Streitkräfte stand heute begrenzt ist. Heißt nicht das sie keine Gefahr sind, ein Estland ohne NATO wäre trotzdem in einer fast ausweglosen Lage, aber stark genug um damit eine Einordnung als Großmacht zu rechtfertigen? Nein. Die USA können konventionelle Kriege tausende Kilometer von ihrem Heimatland entfernt führen und gewinnen. Die RF scheint schon an einem konventionellen Krieg beim direkten Nachbarn zu scheitern und die Söldnertruppen die im nahen Osten und in Afrika unterwegs sind scheinen sich auch nur im Kampf gegen die Zivilbevölkerung gut zu schlagen oder örtliche Milizen mit geringem Kampfwert.


    Also was bleibt übrig, die russischen Nuklearstreitkräfte. Die sowohl groß sind als auch wo ein erheblicher Teil des Militärbudgets hin fließt. Ob die dann tatsächlich so top sind ist eine andere Diskussion, aber auch sekundär, denn das 'tolle' an Nuklearwaffen ist, dass schon auch wenige effektive Systeme massiven Schaden anrichten können. Das ist der Grund warum Russland überhaupt noch 'bei den Großen' mitspielt. Deswegen droht Putin auch so oft mit atomarer Vergeltung, weil mit viel anderem kann er nicht drohen. Aber Atomwaffen haben als Machtwerkzeug nur begrenztes Potenzial. Kommt es zum nuklearen Schlagabtausch ist die RF genau so erledigt wie wir. Bei Ländern ohne ihre eigene Atomare Abschreckung funktioniert das zwar deutlich besser. Die Ukraine könnte bei einem nuklearen Angriff nicht in gleicherweise zurück schlagen. Aber es führt dazu das bisher 'neutrale' Länder schnell Teil eines Nukleareinabschreckungsschirms werden wollen. Finnland z.B. ist sich recht sicher es könnte einem konventionellen Angriff der RF standhalten, wäre aber einem nuklearen Angriff ausgeliefert.
    "Lass mich dich annektieren oder ich werfe Atombomben", "Werde mein Satellitenstaat oder ich werfe Atombomben", "Kauf Gas oder ich werfe Atombomben" funktioniert wenn überhaupt nur einmal und danach wird jedes Land das kann sich eine eigene atomare Abschreckung suchen. Entweder durch einen Beitritt in ein Bündnis oder die Beschaffung von eigenen Atomwaffen.


    Russland ist also ein wirtschaftlicher Zwerg mit mittelmäßigem Militär und vielen Atomwaffen das gerne von sich behauptet es wäre der USA ebenbürtig oder zumindest fast ebenbürtig. Wenn man dann einer zynischen Realpolitik folgt, dann versucht zwar Russland hier seine Einflusssphäre zu etablieren aber schafft es nicht. Es konnte die Ukraine nicht durch wirtschaftliche Anreize locken und jetzt scheitert es militärisch daran. Und warum sollte sich die Ukraine in dieser zynischen Logik freiwillig hergeben? Wenn der Westen eine doch viel attraktivere Alternative darstellt? Warum sollte der Westen diesem feindlichen imperialen Projekt tatenlos zu schauen wenn es gegen unsere eigene Interessen geht? Selbst unter einer chauvinistischen Perspektive macht es also Sinn der Ukraine zu helfen. Denn in dieser Logik gilt das Recht des Stärkeren und Russland ist nun mal schwach. Wenn die Ukraine gewonnen hat bleibt nur noch die Drohung mit dem nuklearen Holocaust: Vernichtung oder Unterwerfung.


    Die RF wird einsehen müssen das es seine imperialen Ambitionen aufgeben muss. Alleine kann es dem Westen nicht widerstehen, weder wirtschaftlich noch militärisch. Es kann also wählen zwischen der Vernichtung seiner 'Feinde' und seiner eigenen, der Integration in den Westen oder die Integration in die chinesische Einflusssphäre und dort sagt dann die PRC den Ton an und nicht die Russische Föderation. Oder ein zweites Nord Korea, die Option gibt es auch noch.


    Schau dir das momentane Drama um die neuen Versorger der Marine an. Die sollten ursprünglich EU weit ausgeschrieben werden, da haben dann aber die deutschen Werften gejammert, wo wir denn hinkommen würden wenn es so was wie Wettbewerb gäbe. Wenn ich als Käufer einen möglichst geringen Preis haben will, dann verenge ich doch nicht absichtlich den Markt auf dem ich einkaufen kann. In diesem speziellen Fall sogar nur eine Werft die überhaupt ein Angebot gemacht hat, dann ist es nicht verwunderlich das sie bei der Preisgestaltung sich als defacto Monopolist auch so aufführen und die Kosten steigen. Hätten sie z.B. mit einer niederländischen Werft konkurrieren müssen wären die Preise deutlich realistischer ausgefallen.




    Verschiedene Rucksatzgrößen, Ersatz. Da jetzt auf den Mann genau einzukaufen bedeutet nur das man sehr schnell wieder am Material sparen muss.


    Das Verteidigungsministerium will alle Rucksäcke bis Ende des Jahres anscheinend geliefert haben. Also muss die Firma nicht nur den Rucksack anbieten nach den Vorstellungen der Bundeswehr sondern auch in der Lage sein innerhalb von kurzer Zeit große Mengen zu liefern. Und dann sollte die Beschaffung auch möglichst günstig sein, das Ziel ist ja Materialbeschaffung und nicht die Subventionierung der Industrie.

    Knete? Gaslieferungen? Wirtschaftliche Nachteile? Gibt ja keine offiziellen Stellungnahmen momentan dazu, nur der diplomatische Flurfunk. Zypern lebt ja davon Geld für russische Oligarchen zu parken/waschen, für Italien ist das Gas so wichtig wie für uns und Ungarn will sich vielleicht Russland warm halten, wird ja gerade einigem Druck aus der EU ausgesetzt.

    Das glaube ich in Bezug auf Deutschland und Italien im Leben nicht. Wäre völlig widersprüchlich. Jetzt müsste doch ALLES gemacht werden was geht in Sachen Sanktionen.


    The EU is undecided on whether to cut Russia from a vital global payment network


    Zitat

    However, EU nations are split on whether to take this step or not. Senior EU sources have told CNN that there is a divide in the member states between countries like Poland, Estonia, Latvia and Lithuania who want SWIFT as part of the sanctions package that will be announced later today, and the likes of Germany, Italy, Hungary and Cyprus, who have stronger economic ties to Russia and do not want SWIFT included in the new sanctions.

    A senior EU diplomat said “there is a conversation happening” but believes it is “likely” the economic interests will win the argument and Brussels will not cut Russia from SWIFT.


    Wir werden ja sehen wie es sich entwickelt aber leider habe ich kein so großes Vertrauen in die deutsche Politik wenn es um Außen- und Sicherheitspolitik geht.

    Mit welcher Begründung?!

    Knete? Gaslieferungen? Wirtschaftliche Nachteile? Gibt ja keine offiziellen Stellungnahmen momentan dazu, nur der diplomatische Flurfunk. Zypern lebt ja davon Geld für russische Oligarchen zu parken/waschen, für Italien ist das Gas so wichtig wie für uns und Ungarn will sich vielleicht Russland warm halten, wird ja gerade einigem Druck aus der EU ausgesetzt.

    Kann man nur hoffen, dass Russland dermaßen geächtet wird. Militärisch ist der Drops ja anscheinend bald gelutscht.

    Ungarn, Zypern, Italien und Deutschland scheinen sich gegen einen Auschluss der Russischen Förderation aus Swift auszusprechen. Vielleicht lassen sie sich noch weich klopfen, aber optimistisch bin ich da nicht. Am Ende gibt es dann ein paar Sanktionchen gegen die Eliten, aber mehr traut man der eigenen Wählerschaft nicht zu.



    Die russische Propagandamaschine scheint diesmal deutlich schlechter zu laufen als noch 2014. Deutlich weniger Trolle und Bots, und die die es gibt sind qualitativ eher in der unteren Schublade einzuordnen.


    Nachtrag:


    Wieder ein Schnäppchen, diesmal wohl für die Strategen, erneut hier bei Humblebundle.

    Rome ist inzwischen richtig gut, auch wenn es erstmal an der Weiterentwicklung mangelt. Weiß jemand ob Empire of Sin inzwischen auch gut gepatched wurde?


    EDIT: Bei Prime Gaming bekommt man als Amazon Prime Kunde aktuell Dragon Age Inquisition (Origin), Control Ultimate Edition (GOG) und Rise of the Tomb Raider (Epic) gratis. Dafür waren die letzten beiden Humble Choice Bundles für mich persönlich eher mau.

    Habe Empire of Sin im Humble Bundle bekommen und muss leider sagen es ist keiner gutes Spiel.


    Die generelle Spielloop ist folgende:


    Erkunde die Regionen von anderen Banden/Mafias, etc. Erobere deren Spelunken, Kasinos und Bordelle (oder plündere sie) um an mehr Einnahmen zu kommen und das Hauptversteck der anderen Bosse heraus zu finden. Wenn du das Versteck lokalisiert hast, gehst du hin es gibt einen Bosskampf, nachdem du einen Boss besiegt hast bekommst du seine ganzen Gebäude. Wenn alle Bosse besiegt sind hast du gewonnen.


    Es gibt aber einige Probleme mit dieser Loop und allgemeiner mit vielen Spielmechaniken:


    Du brauchst nicht wirklich viel Geld. Interessantes Equipment bekommt man mit wenigen Ausnahmen nur durch das besiegen von Bossen und das Standardequipment unterscheidet sich so wenig das es sich in der Regel nicht lohnt was anderes zu kaufen und die Ganoven die man anheuert kommen oft auch schon mit speziellen Waffen, die besser sind als die 08/15 Waffen vom Schwarzmarkt.

    Es reicht also genügend Geld zu verdienen um deine Kerntruppe an Gangstern bezahlen zu können. Du kannst zwar auch Geld in deine Betriebe investieren damit sie mehr Geld bringen, bessere Wachen haben und weniger oft von der Polizei kontrolliert werden, aber der Sinn da das ganze Geld reinzuhauen fehlt. Da Geld keine große Relevanz hat und einem es auch deswegen egal sein kann wenn die Polizei einen Laden mal für eine Zeit dicht macht. Und Wachen sind auch nicht wichtig, denn selbst wenn man in einem Bandenkrieg Geschäfte verliert, man bekommt sie spätestens alle zurück wenn man den Boss der Bande besiegt.


    Der Wirtschaftsaspekt soll anscheinend verbessert werden mit nächsten DLC/Patch, aber ob das die Kernprobleme löst, da habe ich meine Zweifel.


    Die Kämpfe selbst sind nicht sonderlich überragend, wenn man sie z.b. mit XCOM vergleicht. Zwar gibt es einige nützliche Fähigkeiten, aber viel zu oft ist die optimale Strategie in Kämpfen sich am Spawn in Deckung zu begeben und dann den Rest des Kampfes einfach zu schießen. Manövrieren und Flankieren wird dagegen kaum belohnt und durch die engen und kleinen Karten auch sehr erschwert. Selbst bei Kämpfen auf der Straße sind in der Regel alle Gegner direkt in Reichweite, so das kaum manövriert werden muss.


    Zu den Fähigkeiten: Das Erlernen von Fähigkeiten, zumindest die Stärkeren, dauern sehr lange im Spiel. Mein Hauptcharakter z.B. hat seinen letzte Fähigkeit gerade ein paar Tage im Spiel erlernt bevor die Kampagne zu Ende war. Gerade die Fähigkeiten die man mit hohem Level freischaltet würden mehr Abwechslung in die Kämpfe bringen aber die kommen viel zu spät um überhaupt noch einen Einfluss auf die Kampagne zu haben. Weswegen es generell besser ist sich neue Handlanger zu kaufen wenn man mehr Infamie (Ressource die Grob den Spielfortschritt festhält) angesammelt hat statt seine alten Kameraden mühselig hoch zu leveln.


    Zu den Bandenkriegen: Die anderen Banden attackieren einen im Krieg von Zeit zu Zeit und versuchen einen Laden zu übernehmen. Da die Verteidiger von den Gebäuden aber generisch sind und man sich deshalb keine Sorgen machen muss ob sie sterben oder nicht sind die Kämpfe ironischerweise oft recht leicht, da man seine Leute in den Tod schicken kann solange man am Ende siegt. Theoretisch kann man (habe es nicht getestet) seine Läden auch mit Handlangern verteidigen, aber bei dutzenden von Läden weiß man nie wo die KI zu schlägt (es sei denn man scrollt die ganze Zeit über die acht verschiedenen Karten und beobachtet alles, aber das war mir zu viel Mikro und wie gesagt so richtig wert war es sowieso nicht die Sachen zu verteidigen).

    Denke das könnte man relativ leicht verbessern indem man die Verteidigung nicht einzelnen Gebäuden zuweist sondern Vierteln. Sprich würde man einem Viertel ein Squad zu teilen können das für die Verteidigung zuständig ist der von einem oder zwei Handlangern angeführt wird. Was zudem Helfen würde einige der Rollen einen tatsächlichen Sinn zu geben. Man kann theoretisch jedem Viertel einen 'Leutnant' zuweisen, der verschiedene Buffs gibt, aber durch die oben aufgeführten Probleme gibt es nur wenig Motivation dazu. Wenn er zumindest bei der Verteidigung helfen würde wäre er mehr als nur 'Schreibtischtäter' und es würde zumindest etwas Strategie Einzug halten.


    Auch sollte man generische Handlanger rekrutieren können um dann Squads zu erstellen, die man los ziehen lassen kann um den Gegner anzugreifen. Wobei hierfür müsste natürlich auch die spielerische Motivation geschaffen zu werden. Momentan gibt es keinen Grund das feindliche Hauptquartier nicht anzugreifen sobald man es gefunden hat. Würde dessen Stärke, etc. davon abhängen wie groß, gesund, stark sein gesamtes kriminelles Imperium ist, würde man vielleicht zuerst versuchen ihn zu schwächen durch Angriffe und Übernahmen von anderen Gebäuden. So läuft man einfach hin und legt ihn (oder sie) um und zieht zum nächsten Gegner weiter.


    Diplomatie: Wurst. Handel ist egal, weil wie gesagt Geld egal ist. Man kann zu allem ja sagen oder auch nicht um die anderen Bosse glücklich zu halten bis man mit seinem aktuellen Ziel fertig ist. Manchmal verrät ein Boss wo ein anderer Boss sich versteckt, was einem Arbeit erspart, aber das kann man nicht mal erfragen/erhandeln, sondern nur über den Zufallsgenerator zu ergattern.


    Hab es einmal durchgespielt und wenig spricht dafür es nochmal zu tun.

    Mir war bis eben gar nicht bewusst, das man ab drei gewonnenen Direktmandaten in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen darf.

    Wahlergebnis unter fünf Prozent: Warum die Linke doch im Bundestag bleibt | tagesschau.de

    Frustriert mich immer wieder in Artikeln lesen zu müssen wie über ein mögliches Verfehlen des Wiedereinzugs in den Bundestag der Linken diskutiert wird, aber nicht an die Direktmandate gedacht wird. Von Politikjournalisten erwarte ich schon das sie die 'Basics' des Wahlrechts verstanden haben.


    Mir war bis eben gar nicht bewusst, das man ab drei gewonnenen Direktmandaten in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen darf.

    Wahlergebnis unter fünf Prozent: Warum die Linke doch im Bundestag bleibt | tagesschau.de

    Sonst wäre die CSU sehr wahrscheinlich auch aus dem Bundestag geflogen ;)

    Sind bei 5,2%, reichte also allemal.

    Eben per Briefwahl die PARTEI gewählt, beim Wahlomat ist zwar die Linke mit 94% deutlich oben, aber wie sich die Linke aktuell präsentiert ist sie für mich nicht wählbar (so wie alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien).

    Ich bin entsetzt. Ich sehe mich jetzt schon fast gezwungen, die Linke zu wählen. Nicht, weil die mich ansprechen, aber die stehen nur knapp über der 5% Marke und ein Rausfall aus dem Bundestag würde schwarz-gelb voll in die Karten spielen. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wie man als links gesinnter Mensch da jetzt umschwenken kann.

    Die Linke hat drei recht sichere Direktwahlmandate in Berlin, plus gute Chancen auf ein viertes Mandat in Berlin oder Leipzig. Damit sind die Chancen das die Linke nicht in den Bundestag einzieht recht gering. Gleiches gilt für die CSU die auch gerade gefährlich nahe an den 5% herumdümpelt aber locker genügend Direktmandate in Bayern gewinnen können sollte.


    Das die SPD so profitieren würde von der Schwäche der CDU hatte ich im übrigen nicht erwartet, wobei Frau Baerbock und der Grüne Wahlkampf (wiedermal) sich nicht sonderlich gut angestellt haben.