Beiträge von Mder1.

    Die Reichsbürger züchten sich schon selbst heran, das liegt in ihrer Verantwortung, welche Überzeugungen sie haben und wie sie dann danach handeln. Das ist weder die Schuld „der Politik“ noch der Presse.


    Und natürlich sind die Festgenommenen allesamt „Rechts“. Einen Putsch zu planen, in der dann auch das Volk sich der Konterrevolution anschließen soll, um die Monarchie wieder einzuführen, reaktionärer geht ja gar nicht.


    Die Relativierung, die du hier betreibst und versucht, die Schuld von den Tätern auf die üblichen Sündenböcke (DIE POLITIKER UND DIE JOURNAILLE) zu schieben verwundert mich doch. Die Mischung aus reaktionärer (Wir wollen den Kaiser wieder haben!), verschwörerischer (Great Reset) und antisemitischer Weltanschauung (George Soros!) ist nichts Neues und der übliche Cocktail aus der Ecke. Die politische Einstellung der Putschisten ist glasklar. Wir sind nur gewohnt, es in der Regel mit Nazis und/oder Faschisten zu tun zu haben, der ideologische Mantel ist diesmal etwas anders geformt, aber im Kern größtenteils derselbe.


    Die wollen halt nicht „nur“ die Monarchie zurück, sondern lehnen den kompletten Staat in seiner momentanen Form ab:

    „Es wird sich alles drehen: die bisherigen Staatsanwälte und Richter sowie zuständigen Leiter der Gesundheitsämter samt Vorgesetzten werden sich bald auf der Anklagebank in Nürnberg 2.0 wiederfinden ..."(Sic)

    Deren Ziel ging weit über den Wunsch heraus, einen Grüßaugust auf den Balkon zu stellen und es dann gut sein zu lassen. Deren kleine Chance auf Erfolg sagt nichts über ihre Radikalität bei Erfolg aus.




    Wieso verweigert die Polizei (z.B. in Baden Württemberg) Studien wo man eventuell herausfinden könnte wie viele da was denken?

    Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Das Bärenfell war meiner Erinnerung nach eines der legendären Tiere, die man sammeln, kann, analog den seltenen Pflanzen.?

    Ja genau. War so nen Bär mit Krone. Meine erste Mission in Kapitel 2.

    Es gibt einen Trapper der in der Regel seine Lager irgendwo in einem Wald hat, dort kannst du mit dem Fell Kleidungsstücke produzieren.


    Der Verletzte war wohl teil eines "Radiant" Events. Wird sich früher oder später wieder ereignen und hat keinen Einfluss auf weiter Quests. etc.

    Nein, bei Paradox spielen braucht es eh ein paar Jahre bis ein Spiel tatsächlich gut wird. Und dann kaufe ich es mir im Angebot.


    Zitat

    Russia’s energy flows to Europe have fallen since the country invaded Ukraine in February, weighing down on government finances.

    In May, China increased crude oil purchases from Russia by an annual rate of 55 per cent and India is also reportedly buying more Russian oil. However, Moscow has had to offer a significant discount on the prevailing global price.

    Olga Bychkova, economist at Moody’s Analytics, expects Russia’s deficit to widen to 9 per cent of gross domestic product next year “as a result of limited growth, imports, and the op­portunity to spend oil and gas revenues”.

    On Tuesday, the International Monetary Fund estimated that Russia’s economy will contract 2.3 per cent next year, the third worst performance in the world after Sri Lanka and Equatorial Guinea.

    It also forecast that Russia’s public finances would remain in deficit until 2026.


    Quelle:


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    Wird Charles also doch noch König.

    Hoffe, er hält sich zurück und nutzt seine Stellung nicht um Geschwurbel aufzuwerten (der gute ist Impfgegner, Homöopath und Rudolf-Steiner-Anhänger).

    Ich hoffe er dreht voll auf und teilt sowohl der Öffentlichkeit regelmäßig seine Ansichten über das politische Tagesgeschäft mit, als schickt auch wieder seine "Black Spider memos" an Minister und Abgeordnete. Einen besseren Dienst kann er den Befürwortern einer Republik gar nicht erweisen.

    Bei Diskussionen um den öffentlich rechtlichen Rundfunk wird gerne eine Teilmenge genommen und dann erörtert ob diese Teilmenge "Funk", "Fussball", "ZDF Fernsehgarten", "Arte" oder auch "Tatort" gut sind und den Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen erfüllen. Schaut man sich das Fernsehprogramm der großen ÖR an, scheint Unterhaltung die Primäraufgabe zu sein, legt man den gleichen Massstab an die "Funk" Programme an, tanzen sie nicht aus der Reihe sondern entsprechen dem Modus Operandi der ÖR.



    Der andere Punkt ist die "politische Ausrichtung" der Kanäle, wo es von rechter Seite ein Unbehagen gibt mit den Themen und Themengebieten die die Funkkanäle benutzen um jüngere Zuschauerschichten anzusprechen. Die übliche Kritik ist dann, das ja nicht alle junge Menschen daran Interesse haben. Ein guter Punkt, aber es gibt auch Ü60 Menschen ( Mogges) die kein Interesse am ZDF Fernsehgarten haben. Möchte man diese Kritik also zu Ende denken und vermeiden müssten alle Sendungen auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner geschrumpft werden, mehr noch als schon gerade im ÖR üblich. Konsequent bleibt da vielleicht die Tagesschau übrig und sonst nicht viel. Unsere moderne Gesellschaft ist zu heterogen um anderweitig auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, wenn man nichts zulassen möchte was man selbst nicht gut findet. Wer nicht zur Kerngruppe der ÖR Zuschauer, eher älter und mit einer Neigung zu seichter Unterhaltung, findet vielleicht irgendwo noch eine Nische die er ansprechend findet. Der Sportfan bei Fußball- und Olympiaübertragungen, der Oper-Interessierte bei Übertragungen auf 3Sat und einige junge Menschen eben auf Funk Kanälen.


    Sprich wer "sein" Steckenpferd behalten will, muss auch damit Leben das andere ihr Steckenpferd haben. Aber kein Steckenpferd haben und die der anderen bezahlen das sehe ich nicht ein. Entweder ist für (fast) jeden was dabei oder es muss halt weg.


    Prinzipiell bin ich einer Abschaffung der öffentlich rechtlichen Medien offen gegenüber. Das sind fast 20€ die ich auch für andere Sachen ausgeben könnte. ÖR Fernsehen schaue ich nicht, die Mediatheken wurden absichtlich so schlecht gemacht und über Jahre gehandikapt, dass Sie keine ernsthafte Konkurrenz

    zu privaten Angeboten sind und auch meine Zeitung zahle ich selbst statt auf Tagesschau.de die Nachrichten zu lesen. Die paar Funk Kanäle (Kurzgesagt, Bohemian Browser Ballet) die ich mir im Gegenzug dafür anschaue sind keine 20€ im Monat wert. Ich finanziere also die Leute die sich den ZDF Fernsehgarten gerne anschauen und sich auch sonst die volle ÖR Dröhnung geben. Die können es dann selber zahlen oder auch nicht.


    Die Korruption und die generelle verkalkte Organisationsform der ÖR ist dann nochmal ein anderes Blatt. Sprich wenn sich mittelfristig bei Beibehaltung der ÖR bleibt, dann ist eine massive Reform notwendig.


    Aber unterm Strich ist Funk seriöser als BILD oder FAZ würde ich mal behaupten.


    Die FAZ ist vieles, aber bestimmt nicht unseriös.

    Ich finde das 9€-Ticket so wie es jetzt läuft reichlich Mist. Ich habe mir dieses Jahr ne teure Bahncard 1. Klasse gegönnt, weil ich beim Bahnfahren entspannt und vor allem ruhig reisen möchte. Effekt aufgrund des 9 € Tickets: Du kriegst die Anschlusszüge wegen Überfüllung nicht, kommst also mit der Regionalbahn oft nicht mehr rechtzeitig zum Hauptbahnhof, um deinen ICE zu kriegen, musst also auf noch teurere Tickets ohne Zugbindung ausweichen.

    Bei Verspätung von mehr als 20 Minuten oder/und wenn du einen Anschlusszug verpasst entfällt die Zugbindung vollständig. Entfällt auch schon bei einer erwartbaren Verspätung von mehr als 20 Minuten vor Reisebeginn.


    Was bedeutet Zugbindung?


    Auch ohne 9€ Ticket habe ich der Regel etwa 40% meiner geplanten Verbindungen nicht bekommen. Es unterstreicht nur noch mal den desolaten Zustand der Bahn, um den zu ändern müsste man Geld in die Hand nehmen und das gefällt Lindner halt nicht, da subventioniert man lieber mal die Mineralölkonzerne die eh schon seit Jahren am Hungertuch nagen. Wobei bei 9€ die Einnahmen so gering sind, da kann man den Regionalverkehr auch komplett kostenfrei gestalten und sich damit immerhin Teil der Kosten sparen.


    Durch das 9€ Ticket können sich natürlich auch gerade Hinz und Kunz auch eine Bahnreise leisten, weshalb die gesellschaftliche Durchmischung im Regionalverkehr gerade stärker ist als sonst. Aber in drei Wochen sollte sich das ja dann wieder erledigt haben.


    Ziel sollte dann auch sein, dass sich das Ganze finanziell selbst dauerhaft trägt.

    Wird es nicht und muss es auch nicht. Und solange die ganzen Blechkolonnen steuer finanziert werden seh ich es auch nicht ein, dass ich dann als umweltbewusster Verkehrsteilnehmer auch noch das voll bezahlen soll während der Autoindustrie das Geld in den Hintern geschoben wird. Die "Abwräckprämie" ist mir noch in zu guter Erinnerung.


    Die Firmen die das Versuchen, sind ja in der Regel auch die, die sich deutlich erfolgreicher auf dem Arbeitsmarkt positionieren. Ordentlicher Lohn, gescheite Arbeitszeiten, Firmenkultur nicht aus den 1960er Jahren. Die, die das aber nicht tun schauen eben aus der Röhre und das ist halt eigen verschuldet. Wer kein Geschäftsmodell hat das auch ohne Lohndrückerei und Niedriglohnsektor funktioniert wird in Zukunft dicht machen müssen.


    Und bei körperlich anstrengenden Berufen wird gerne ausgeblendet wie schädlich die für die Gesundheit sind. Da kann der Arbeitgeber noch so nett, die Arbeit noch so erfüllend sein, wenn man dann mit Anfang sechzig körperlich platt ist, werden es sich viele überlegen ob es das Wert ist. Und über den Lohn kann man da viel Regeln. Eine ordentliche Berufsunfähigkeitsversicherung ist nämlich in Risikoberufen nicht preiswert. Da ist mal eine Marktanpassung schwer überfällig, viele Geschäftsmodelle funktionieren mit den momentanen Preisen nur weil Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer nicht ein preisen müssen. Momentan werden die Kosten die durch Gesundheitsschäden entstehen nicht durch die Verursacher. I.e. die Gesundheitsschäden die im Bau entstehen bei Maurern, Fliesenlegern, etc. werden durch die Allgemeinheit gezahlt was dazu führt das die nötige Motivation fehlt um am Bau die Arbeit weniger Gesundheitsschädlich durch Innovationen und Arbeitsschutz zu gestalten.


    Um die Wertschöpfung zu halten muss das verfügbare Humankapital effizienter nutzen. Der Niedriglohnsektor muss weg. Und die Leute dort qualifizierter werden. Kostet das? Klar, aber man hat jetzt Jahrzehnte von den Billiglöhnern profitiert, das ist jetzt die Rechnung. Und Firmen die sich da weigern, die verschwinden halt.


    Und sonst Automatisieren was geht. Japan macht schon vor was man alles automatisieren kann bei einer alternden Bevölkerung mit Arbeitskräftemangel. Corona hat auch schon Wege eröffnet die bislang nicht wirklich verfolgt wurden. Automaten für Lebensmittel, Drohnennlieferungen und wenn die KI mal soweit ist auch Berufe wie Rechtsanwaltsfachangestellter, Pfleger, Lehrer, Codemonkeys, LKW und Busfahrer.

    Diese Innovationen kosten aber erstmal Geld, McDonalds stellt keine Burgerbradmaschine für 150k € in den Laden wenn es zwei Leute mit Mindestlohn auch tun.


    Deswegen jetzt zu versuchen diesem Preisdruck entgegen zu wirken setzt die falschen Signale und führt nur zu einer Fehlallokation von Ressourcen; Mensch wie Material. Der Markt funktioniert, man muss ihn halt nur mal lassen.

    Ich erlebe das Anspruchsverhalten von jungen heranwachsenden immer kritischer. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, ich denke das dieses Sprichwort einigen hier bekannt sein dürfte. Sie besitzen kein Demutsverhalten, erstmal lernen, zuhören und wachsen. Nach der Ausbildung 2-3 Berufserfahrung sammeln und auch an das ausbildenden Unternehmen damit zurückzahlen das einem die Chance gegeben hat. Aber nein, entweder bekomme ich unverzüglich das Maximum oder ich gehe! Mit welchem Anspruch? Es wurde noch nichts wirklich geleistet es wurde in einen Investiert! Das auch als anzuerkennen fehlt völlig.


    Es herrscht Mangel an der Ressource Arbeitskraft. Unternehmen die "Demut" (lol) erwarten können schon mal dicht machen. Entweder man macht ein attraktives Angebot als Arbeitgeber oder man muss halt damit leben das die Konkurrenz sich die Arbeitskräfte an den Nagel reißt. Es ist ein Arbeitsmarkt. Und wenn die angebotene Arbeit nicht attraktive genug ist, kann man natürlich sich über die selbstsüchtigen Jugendlichen aufregen oder sich fragen warum die lieber woanders hingehen und daraus Schlüsse ziehen.


    Das gerade ein paar Mittelständler mit ihren Gutsherrenattitüden auf die Nase fallen werden, kann gut sein. Aber dann müssen die sich halt anpassen wenn sie am Markt überleben wollen. Und sonst wird es andere Firmen geben die in die Lücke springen.

    Gibt’s das auch für Stellaris? Wenn man das einfach wieder kündigen kann, fände ich es genial. Wäre genau richtig für mich. In Ferienmonaten buchen. Und danach wieder kündigen. Das wäre langfristig für mich dann bei einigen Titeln durchaus günstiger. Sehe aber nirgendwo, wie das mit dem Kündigen gehen soll. Einfach per Klick oder aufwändig per Email.

    Für fünf Euro kannst es ja mal ausprobieren und uns dann berichten wie schwierig oder einfach der Kündigungsprozess ist.

    Edit: Aus meiner Sicht. Raushalten aus der Ukraine, innerrussischer Konflikt wie Georgien und Tschetschenien. Oder es muss zukünftig auch für miliärische Eingriffe /Kriege der Amerikaner ebenso gelten wie das was jetzt den Russen vorgehalten wird. Aber wer glaubt....

    Was ist besser?


    Nachbar wird ausgeraubt. Ich tue nichts.


    Nächster Nachbar wird ausgeraubt. Tue wieder nichts.


    Oder:


    Nachbar wird ausgeraubt. Ich tue nichts.


    Nächster Nachbar wird ausgeraubt. Ich helfe ihm.


    Idealerweise sollte immer in diesen Beispielen immer den Nachbarn geholfen werden. Aber in welcher Weltanschauung ist denn nie helfen besser als manchmal helfen?


    "Scheinheiligkeit" (im Sinne einer Doppelmoral) an sich ist kein überzeugendes Argument dafür das wir nicht handeln. Sollten die USA morgen in Chile einmarschieren, weshalb auch immer und die europäischen Regierungen würden nichts unternehmen wäre es trotzdem besser heute der Ukraine zu helfen statt keinen der beiden zu unterstützen. Auch wenn dann der Vorwurf der Doppelmoral kommt.


    Zu sagen wir sollten auch in dem anderen Fall handeln, ist ein legitimes Argument, aber zu fordern lieber beide im Stich zu lassen entschließt sich meinem Verständnis.


    Und deswegen ist es gut, dass wir sowohl finanziell, humanitär und militärisch der Ukraine helfen. Denn eine siegreiche Ukraine hat sowohl eine für sich bessere Zukunft im Westen vor sich und stoppt hoffentlich russische imperiale Ambitionen, zumindest für eine Zeit, in Europa. Ja rückblickend hätte man schon Georgien deutlich besser unterstützen müssen. Russische Großmachtfantasien wurden zulange nicht entschieden entgegen getreten aus einer Mischung aus wirtschaftlichem Kalkül (billiges Gas) und einer Weltanschauung in der die Russische Föderation in seinen Nachbarländern wüten darf wie sie will.


    Weshalb der Vorwurf der böse Westen hätten der Russischen Föderation nie eine Chance gegeben auch, vorsichtig formuliert, fehl platziert ist. Es gab sowohl Anstrengungen einer wirtschaftlichen Integration, sonst hätten wir das ganze Gasproblem ja gar nicht, als auch von politischer Zusammenarbeit z.B. G8, Europarat, OSZE. Es gab auch mal Überlegungen sowohl von NATO als auch russischer Seite über einen Beitritt Russlands in die NATO. Aber zuerst wollte die NATO nicht (hier insbesondere die USA) und später hatte die russische Föderation (aka Putin) kein Interesse mehr daran. Wäre ein NATO Beitritt auch schwer mit den von Putin ausformulierten imperialen Ambitionen vereinbar. Annektion/Erschaffung von Satellitenstaaten in der Ukraine, den zentral asiatischen Republiken dem Kaukasus, Moldau, den baltischen Staaten, Finnland und Polen.

    Du scheinst Russland diese Länder aus zwei Gründen zuzugestehen. Der erste weil es andere aka die USA auch machen würden und dann darf man das ja auch. Weshalb ich das für unsinnig halte habe ich oben geschrieben.

    Und zweitens weil Russland 'mächtig' sei, der Dritte von drei großen Spielern der Weltpolitik neben den USA und der PRC. Woraus zehrt sich denn dieser real politische Anspruch Russlands genau?


    Wirtschaftlicher Stärke? Weder das Bruttosozialprodukt im Gesamten noch pro Kopf ist gut. Wirtschaftlicher Einfluss generiert die RF primär durch den Verkauf von Ressourcen ins Ausland. Das ist aber ein zweischneidiges Schwert, denn umgekehrt ist die RF auch stark von dem erwirtschafteten Geld durch diese Ressourcen angewiesen und fallen Märkte weg schwächt es sie selbst auch, womöglich stärker als die anderen Länder.


    Konventionelle militärische Stärke? Da war die russische Propaganda zwar immer sehr fleißig, aber die Performance in der Ukraine zeigt das die Bedrohung durch konventionelle russische Streitkräfte stand heute begrenzt ist. Heißt nicht das sie keine Gefahr sind, ein Estland ohne NATO wäre trotzdem in einer fast ausweglosen Lage, aber stark genug um damit eine Einordnung als Großmacht zu rechtfertigen? Nein. Die USA können konventionelle Kriege tausende Kilometer von ihrem Heimatland entfernt führen und gewinnen. Die RF scheint schon an einem konventionellen Krieg beim direkten Nachbarn zu scheitern und die Söldnertruppen die im nahen Osten und in Afrika unterwegs sind scheinen sich auch nur im Kampf gegen die Zivilbevölkerung gut zu schlagen oder örtliche Milizen mit geringem Kampfwert.


    Also was bleibt übrig, die russischen Nuklearstreitkräfte. Die sowohl groß sind als auch wo ein erheblicher Teil des Militärbudgets hin fließt. Ob die dann tatsächlich so top sind ist eine andere Diskussion, aber auch sekundär, denn das 'tolle' an Nuklearwaffen ist, dass schon auch wenige effektive Systeme massiven Schaden anrichten können. Das ist der Grund warum Russland überhaupt noch 'bei den Großen' mitspielt. Deswegen droht Putin auch so oft mit atomarer Vergeltung, weil mit viel anderem kann er nicht drohen. Aber Atomwaffen haben als Machtwerkzeug nur begrenztes Potenzial. Kommt es zum nuklearen Schlagabtausch ist die RF genau so erledigt wie wir. Bei Ländern ohne ihre eigene Atomare Abschreckung funktioniert das zwar deutlich besser. Die Ukraine könnte bei einem nuklearen Angriff nicht in gleicherweise zurück schlagen. Aber es führt dazu das bisher 'neutrale' Länder schnell Teil eines Nukleareinabschreckungsschirms werden wollen. Finnland z.B. ist sich recht sicher es könnte einem konventionellen Angriff der RF standhalten, wäre aber einem nuklearen Angriff ausgeliefert.
    "Lass mich dich annektieren oder ich werfe Atombomben", "Werde mein Satellitenstaat oder ich werfe Atombomben", "Kauf Gas oder ich werfe Atombomben" funktioniert wenn überhaupt nur einmal und danach wird jedes Land das kann sich eine eigene atomare Abschreckung suchen. Entweder durch einen Beitritt in ein Bündnis oder die Beschaffung von eigenen Atomwaffen.


    Russland ist also ein wirtschaftlicher Zwerg mit mittelmäßigem Militär und vielen Atomwaffen das gerne von sich behauptet es wäre der USA ebenbürtig oder zumindest fast ebenbürtig. Wenn man dann einer zynischen Realpolitik folgt, dann versucht zwar Russland hier seine Einflusssphäre zu etablieren aber schafft es nicht. Es konnte die Ukraine nicht durch wirtschaftliche Anreize locken und jetzt scheitert es militärisch daran. Und warum sollte sich die Ukraine in dieser zynischen Logik freiwillig hergeben? Wenn der Westen eine doch viel attraktivere Alternative darstellt? Warum sollte der Westen diesem feindlichen imperialen Projekt tatenlos zu schauen wenn es gegen unsere eigene Interessen geht? Selbst unter einer chauvinistischen Perspektive macht es also Sinn der Ukraine zu helfen. Denn in dieser Logik gilt das Recht des Stärkeren und Russland ist nun mal schwach. Wenn die Ukraine gewonnen hat bleibt nur noch die Drohung mit dem nuklearen Holocaust: Vernichtung oder Unterwerfung.


    Die RF wird einsehen müssen das es seine imperialen Ambitionen aufgeben muss. Alleine kann es dem Westen nicht widerstehen, weder wirtschaftlich noch militärisch. Es kann also wählen zwischen der Vernichtung seiner 'Feinde' und seiner eigenen, der Integration in den Westen oder die Integration in die chinesische Einflusssphäre und dort sagt dann die PRC den Ton an und nicht die Russische Föderation. Oder ein zweites Nord Korea, die Option gibt es auch noch.