Beiträge von Mder1.

    Mir war bis eben gar nicht bewusst, das man ab drei gewonnenen Direktmandaten in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen darf.

    Wahlergebnis unter fünf Prozent: Warum die Linke doch im Bundestag bleibt | tagesschau.de

    Frustriert mich immer wieder in Artikeln lesen zu müssen wie über ein mögliches Verfehlen des Wiedereinzugs in den Bundestag der Linken diskutiert wird, aber nicht an die Direktmandate gedacht wird. Von Politikjournalisten erwarte ich schon das sie die 'Basics' des Wahlrechts verstanden haben.


    Mir war bis eben gar nicht bewusst, das man ab drei gewonnenen Direktmandaten in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen darf.

    Wahlergebnis unter fünf Prozent: Warum die Linke doch im Bundestag bleibt | tagesschau.de

    Sonst wäre die CSU sehr wahrscheinlich auch aus dem Bundestag geflogen ;)

    Sind bei 5,2%, reichte also allemal.

    Eben per Briefwahl die PARTEI gewählt, beim Wahlomat ist zwar die Linke mit 94% deutlich oben, aber wie sich die Linke aktuell präsentiert ist sie für mich nicht wählbar (so wie alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien).

    Ich bin entsetzt. Ich sehe mich jetzt schon fast gezwungen, die Linke zu wählen. Nicht, weil die mich ansprechen, aber die stehen nur knapp über der 5% Marke und ein Rausfall aus dem Bundestag würde schwarz-gelb voll in die Karten spielen. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wie man als links gesinnter Mensch da jetzt umschwenken kann.

    Die Linke hat drei recht sichere Direktwahlmandate in Berlin, plus gute Chancen auf ein viertes Mandat in Berlin oder Leipzig. Damit sind die Chancen das die Linke nicht in den Bundestag einzieht recht gering. Gleiches gilt für die CSU die auch gerade gefährlich nahe an den 5% herumdümpelt aber locker genügend Direktmandate in Bayern gewinnen können sollte.


    Das die SPD so profitieren würde von der Schwäche der CDU hatte ich im übrigen nicht erwartet, wobei Frau Baerbock und der Grüne Wahlkampf (wiedermal) sich nicht sonderlich gut angestellt haben.

    Bin da irgendwie voll bei ihm. Dieter Hallervorden: Das Gendern ist eine Vergewaltigung der Sprache (msn.com)

    Hab sonen Kollegen auf der Arbeit der ständig versucht alles korrekt zu gendern. Das nervt mit der Zeit.

    'Vergewaltigen' kann man Menschen, eine Sprache jedoch nicht. Jetzt ist so ein Kategorienfehler nicht ungewöhnlich in der Alltagssprache, aber doch ironisch wenn er gemacht wird während man die heutige Nutzung von Sprache kritisieren möchte.

    Der deutsche Bundestag hatte in der letzten Legislaturperiode 709 Sitze. 23 Sitze davon entfielen auf Sachsen-Anhalt. 124 Sitze entfielen auf den gesamten Osten minus Berlin. Sprich Ostdeutschland ist in etwa soviel Wert wie NRW. Tun sich die Grünen im Osten schwer? Klar, typische GrünenwählerInnen sind in der Regel eine Mischung aus höherer Bildung, höherem Einkommen und kosmopolitischer Weltanschauung. Diese Mileumischung ist im Osten deutlich weniger verbreitet. Wahlen dort sind aber dementsprechend auch wenig aussagekräftig für den Bund. Niemand erwartet für die kommende Bundestagswahl 22% der Stimmen für die AfD. Und genauso wenig werden die Grünen so schlecht abschneiden wie sie es im Regel im Osten tun.


    Überraschend war nur die Stärke der CDU, nicht die Schwäche der Grünen. Da jetzt groß was auf Bundesebene übertragen zu wollen halte ich für Augenwischerei.

    Prio 3 ist soweit gefasst, dass jeder der will, Prio 3 ist. Wer nicht Prio 3 sein will, selber Schuld. Jeder kennt jemanden mit Pflegerad,etc.


    Und zum Termin: Sonntag im Portal registriert, Montag Termin bekommen. Außerdem habe ich noch am Montag und Dienstag zwei weitere Termine bekommen, ohne Probleme. Dabei habe ich mich nur halbherzig drum gekümmert. Daher habe ich null Mitleid, mit Leuten, die es nicht hinbekommen, einen Termin zu bekommen.


    Und außerdem hat die Regierung den krieg eröffnetet. Also daher viel Glück im Krieg.

    Ja leck mich am Arsch. Impfen ist momentan ein Nullsummenspiel. Klar kann ich irgendeinen Bullshit finden um irgendwie in der Priorität hochgestuft werden oder bei Ebay einen Attest kaufen. Tue ich aber nicht weil ich wohl naiver weise davon ausgehe das zuerst die geimpft werden die es brauchen. Und die Impfpriorität kein Bullshitkartenhaus ist, wo es nur drum geht wer sich besser durch eiert. Und selbst wenn das der Fall wäre muss man dann da nicht auch noch mitmachen wie im Aldi am Wühltisch.


    Sich in der Impfpriorität hoch zu stufen, nur weil man es kann, ist einfach unsolidarisch ohne Ende.

    Das die CDU/CSU ein Korruptionsproblem hat ist weder neu noch überraschend. Nun leiden Regierungsparteien immer etwas mehr darunter, aber da die CDU seit Jahrzehnten kein Interesse daran hat effektive Mechanismen gegen Korruption einzuführen wie z.B. die Offenlegung der Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten oder ein 'Lobbyregister' kann die CDU/CSU hier sich nicht die Hände in Unschuld waschen und es als Einzelfälle deklarieren. Die Korruption wird zumindest geduldet und erst wenn der Wagen gegen die Wand gefahren wurde sprich man erwischt wurde wird Schadensbegrenzung eingeleitet.


    Verlieren die Wähler damit das Vertrauen in die Parteien kann das entweder zu einer signifikanten Schwächung führen wie bei den französischen Republikanern oder gar zu einer existenziellen Gefahr für die Parteien werden wie in Italien in den frühen 90ern.

    Als Elfenfraktionen geh ich generell auf Lothern Seaguard plus reguläre Bogenschützen. Sobald man Sisters of Avelorn hat, kann man damit Stacks bauen die in der Regel alles weg putzen. In den Schlachten immer erst gegnerische Einheiten fokussieren die viel Schaden machen und ihren General und Magier. Als Avelorn kann man die von (fast?) Runde eins an bauen. Helden und General auf Fernkampf Boni und Verstärkung (reinforcement) skillen. "Blitzangriff" ist eine der wichtigsten Fähigkeiten.

    Damit kannst du gegnerische Armeenbündel auseinander nehmen. Schwächste Armee im Verbund mit deiner besten Angreifen. KI zieht sich nicht zurück, da die Berechnung dafür geschieht bevor man den Haken setzt. Falls schwach genug Autoschlacht, sonst selber schlagen.

    Wie Filusi sagt Fullstacks bündeln für die offensive. An offenen Flanken wo Gegner angreifen könnten eine halbe Armee positionieren die in die Siedlungen marschiert die gefährdet sind.

    Generell überall Mauern bzw. Mauerupgrades bauen, die Garnisonen und Türme erleichtern die Verteidigung erheblich.


    Als Elf Bündnisse mit ein paar anderen Elfen schließen um bei Gengelegenheit sie zu konföderieren. Musst danach aber die Regel die Armeen auflösen die du von der KI erbst, da man sich es nicht leisten kann.


    Anfangs sind Militärgebäude sekundär, man hat nicht genügend Slots und Kohle für mehr Einheiten ist wichtiger. Als Elfen reichen Bogenschützen (nicht die berittenen oder fliegenden) plus ein paar Speerkämpfer um die Front zu halten während die Bogenschützen den schaden machen.Lothern Sea Guard kann beides und die Sisters of Avelorn machen so viel Schaden und haben auch gute Nahkampfwerte das es sich erübrigt.


    Halte die Zwerge für eine sehr Anfänger freundliche Fraktion. Armeen aus ~8 Dwarfwarriors plus ~10 Quarellers und einer Artillerie, später schadet ein Helikopter auch nicht wenn man gegnerische Artillerie oder andere Glaskanonen ausnehmen will. funktioniert sehr lange gegen fast alle Gegner. Später einfach die Front mit besserer Infanterie ersetzen und die Mischung bringt einen durch das ganze Spiel. Zwerge haben auch eine solide Wirtschaft und wenige spezielle Mechaniken um die man sich kümmern muss.


    Zwergeneinheiten sind auch generell so stark, dass voll ausgebaute Garnisonen gegnerische Fullstacks alleine besiegen können, zumindest wenn man selbst schlägt.

    Das Spiel muss bei der Mod übrigens auf Englisch gestellt werden.


    Zudem wäre es morgen schön von Manu und wer noch in der Mod etwas reingeschnüffelt hat, ein paar Takte erklären zu können. Bisher konnte ich mich noch nicht überwinden, den Singleplayer mal auszuprobieren. Die Karte macht für mich den Eindruck, dass man hier noch getrennter als in der Vanilla spielen kann.

    Ich werde morgen ab halb acht im Discord sein und Rede und Antwort stehen damit sich die gewillten Spieler einen Überblick verschaffen können.

    Weiß es nicht wie es beim Metzger beim Gehalt aussieht, aber ich habe mal mit dem Gedanken gespielt eine Ausbildung zum Bäcker zu machen. Das Ausschlusskriterium waren jedoch nicht die Arbeitszeiten sondern das Azubigehalt. Hab lange als Student gelebt und habe immer noch den Lebensstandard von einem, aber es sollte schon genügend anfallen, dass ich mir meine Miete und Lebensmittel leisten kann. Das funktioniert für Leute die direkt von der Schule kommen und noch in Hotel Mama wohnen vielleicht, aber für Quereinsteiger sind sehr geringe Gehälter definitiv eine Abschreckung.

    Meine Meinung:
    Reisen ins Ausland lassen sich im Fall der Fälle schlechter nachvollziehen. Wann hatte man mit wem Kontakt (Flughafentoilette usw. und von daraus nach USA, Australien, Finnland usw.).


    Hängt natürlich von dem Land ab, tendenziell ist das Risiko mMn abet definitiv höher, als bei Inlandsreisen, wo alles lokaler stattfindet und sich leichter eingrenzen lässt.
    Außerdem geht es nicht nur darum das Virus nach Deutschland einzuschleppen, sondern das Virus auch nicht von Deutschland nach z.B. Norwegen zu schleppen. Sollte eigentlich logisch sein.

    Das Virus ist schon in Norwegen und auch in Deutschland.

    Großbritannien hat ja ein Mehrheitswahlrecht, genauso wie die USA. Faktisch sind beide Länder bisher von einer Diktatur verschont geblieben und stabile Demokratien, selbst jetzt in den größten Krisen steht die Demokratie dort nicht grds. in Frage. Beide Staaten sind trotz knapper Mehrheiten gut regierbar. Die Repräsentation der Gesellschaftsgruppen findet innerhalb der Parteien und ihrer Flügel ausreichend Platz. Unser Parlament hingegen splittet sich immer mehr auf über die Jahre. Von ursprünglich drei Parteien haben wir nun bereits ein Sammelsurium aus sechs Parteien im Parlament. Das erschwert die Regierungsbildung ungemein, wie wir bei der letzten Wahl erleben mussten. Wir nähern uns italienischen Verhältnissen. In Österreich sieht es nicht viel besser aus. Die dauernde große Koalition ist eine direkte Folge dieses Verhältniswahlrechtes und verhindert so defacto den politischen Wechsel. Es geht mehr um Parteienproporz und Hinterzimmerabsprachen, als darum die Mehrheit der Stimmen im Wahlkreis auf sich zu vereinen.

    Beide haben ein Mehrheitswahlrecht, wie auch Burma auch. Muss also echt super funktionieren oder Korrelation ist nicht gleich Kausalität. 'Gut regierbar' ist ein Witz. Immer wenn Kongress und Senat verschiedene Mehrheiten haben steht geht die Legislative praktisch still. Und wenn man sich wieder mal gar nicht einigen kann, macht das Land halt den Laden dicht. Das VK steht da deutlich besser, hat aber auch eine parlamentarische Demokratie und ist in vielen Aspekten wie Gerrymandering, Wählerunterdrückung, etc. deutlich weniger dystopisch.


    Ein defacto drei Parteiensystem ist eher die Ausnahme als die Regel. Von 1957 bis 1983 gab es drei (vier) Parteien im Bundestag. Ursprünglich waren es mal vier wenn man denn 1949 als Gradmesser nehmen möchte. Ich denke langfristig wird es wieder ein paar Kontraktionsbewegungen geben, i.e. die Linke könnte langfristig wieder in den anderen Parteien aufgehen. Schwieriger wird es durchaus, aber das Hauptproblem ist hier ideologisch. Die Demokraten möchten nicht mit der AfD gemeine Sache machen und bei einigen Parteien gibt es große Vorbehalte gegen die Linke, können die Probleme überwunden werden kommt wieder mehr Spiel in die Sache. Generell sind die Parteien noch in einer Lernphase, was Koalitionsbildung mit mehreren Parteien angeht. Ich vermute z.B. das die FDP deutlich kompromissbereiter bei den nächsten Koalitionsverhandlungen sein wird. Da hat man sich beim letzten Mal zu viel auf die Ideologische Reinheit verlegt und zu wenig auf die Machtoption. Deutschland weißt generell ein paar Interessant parallelen auf, wobei in Italien der Populist nachdem Zerfall der klassischen Parteilandschaft an die Macht kam, während in Deutschland Schröder Kanzler wurde als es überwiegend noch eine traditionelle Parteienlandschaft war. Wobei "italienische Verhältnisse" im Bezug auf Anzahl von Parteien eher unwahrscheinlich sein dürfte. Die fünf Prozent Hürde und die CDU als Kanzlerwahlverein dürften das verhindern.


    Koalitionsgespräche sind wichtig zur Regierungsbildung aber nicht wichtiger als die Wahlen selbst. Wer nicht in den Bundestag einzieht kann nämlich gar nicht in irgendwelchen "Hinterzimmern" schauen ob man nicht vielleicht zusammen findet. In den USA sitzt man übrigens auch gern in solchen Räumen, aber dort beschäftigt man sich dann damit die Wahlkreise möglichst günstig zu ziehen und das in der Regel ohne das die andere Partei mit am Tisch sitzt.


    Die Parteien sind aber in den letzten Jahrzehnten viel offener geworden und gerade auch innerparteilich hat man Demokratiedefizite verringert. Gerade bei der CDU lief da früher deutlich mehr unter den




    Ein zwei Parteien Wahlsystem wie in den USA ist unter demokratischen Gesichtspunkten sogar wesentlich besser. Es garantiert stabile Regierungen, die aber auch regelmäßig abgewählt werden können.


    In den USA braucht man nicht mal die Mehrheit aller Stimmen um Präsident zu werden, ich rede hier nicht von der traurigen Wahlbeteiligung die meistens etwas über fünfzig Prozent herum dümpelt. Hillary Clinton hat mehr Stimmen 2016 bekommen als Trump, letzterer wurde aber Präsident. Die Bundesstaaten wählen den Präsidenten nicht "das amerikanische Volk". Zudem kommt man schnell mal in die Situation, dass man die Wahl hat zwischen Pest oder Cholera. Wer Hitler nicht will muss Mao wählen oder so.




    Die Probleme mit u.a. Trump liegen nicht am politischen System, sondern an einer Krise der Vernunft in der Gesellschaft mit grassierendem Populismus fern jeglicher Fakten insgesamt, welche zurückzuführen sind auf eine fehlende inhaltliche Qualitätskontrolle bei der Meinungsbildung, verursacht durch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter usw. sowie auf eine falsch verstandene Form der Toleranz bezüglich unwahrer und widerlegbarer Behauptungen und Lügen.


    Hier nur mal ein Beispiel von heute:


    spiegel.de/netzwelt/web/corona…97-46df-b7ee-e61d52f9a619

    Möglich. Aber ein politisches System muss damit umgehen können, sonst sind wir schnell im Bereich von "Kommunismus funktioniert ja, wenn die Leute nur nicht so egoistisch wären". US Präsidenten die auf einer populistischen Plattform gewählt werden sind kein neues Phänomen. Andrew Jackson wetterte schon gegen die Eliten in Washington die sich auf dem Rücken des gemeinen Volkes bereichern würden. Nichts neues unter der Sonne.



    Was ändert das? Kleine Parteien mit Wahlergebnissen von 5-7% haben so eine Macht, dass sie grds. einen Regierungswechsel verhindern können, um ihre Partikularinteressen durchzusetzen. So etwas gäbe es beim Mehrheitswahlrecht nicht. Da wäre sofort klar, wen man wählen muss, wenn man einen Wechsel möchte. Da weißt du vor der Wahl, was du nach der Wahl für deine Stimme kriegst, bspw. Biden oder Trump. Bei uns weißt du das letztlich nicht. Die Grünen könnten genauso unter Söder wie auch unter Scholz landen. Das entscheiden dann die Hinterzimmergespräche, aber nicht mehr der Wähler, wer dann tatsächlich Kanzler wird. Und das ist nicht gut.


    Wenn das dann auch tatsächlich ein Wechsel ist und man nicht zwischen Gork oder Mork unterscheiden muss. Und man natürlich im richtigen Bundesstaat lebt. Wer nicht gerade in einem Swingstate lebt kann auch einfach zu hause bleiben. Dann hat man nicht mal die Wahl. Und du bist Gork egal wenn du in einer Mork Hochburg lebst. Und auch wenn du in einer Gork Hochburg lebst. Denn deine Stimme braucht er nicht. Er muss sich nur um die Partikularinteressen der Wähler kümmern in den Staaten die sich auch mal für die andere Partei entscheiden. Und dank Gerrymandering geht es dann in den Einzelstaaten dann auch oft nur um bestimmte Wahlkreise.


    Generell ist am Ende die Wahl in den USA oft eine Anti Wahl. Anti Clinton, anti Trump. Will eigentlich beide nicht aber in meiner Wahl habe ich keine Wahl. Entweder oder. Das ist auch der Grund warum in den USA negativ Kampagnen so beliebt sind, der Effekt ist bei größerer Auswahl lange nicht so groß.



    Das interessante ist, wir haben in Deutschland im Kern das gleiche Problem wie in den USA trotz verschiedener Systeme. Die Legislative ist aus einer viel Zahl von Gründen zu schwach und vieles wird auf die Exekutive geschoben oder an die Legislative.


    Dem deutschen Wähler sollte es gar nicht so stark darum gehen wen er unbedingt als Kanzler haben möchte. So sind repräsentative Demokratien auch gar nicht konzipiert, leider hat sich aber die Exekutive immer stärker profiliert oft auch weil es politisch günstig wahr für Bundestagsabgeordnete die Arbeit der Regierung zu überlassen. Dadurch entsteht dann der Eindruck, nicht zu Unrecht, dass die Wurst in der Regierung gemacht wird. Eigentlich gedacht ist das die Wurst im Bundestag gemacht wird und die Regierung Sie dann kocht.


    In den USA geht das soweit das der Präsident im Alleingang kriege beginnen kann, weil der Kongress ihm immer mehr Rechte übertragen hat.


    Mir fällt es schwer deine Begeisterung für das amerikanische Regierungs- und Wahlsystem nachzuvollziehen. In der Politikwissenschaft nimmt man sich die USA in vielen Bereichen gern als negativ Beispiel vor was Wahlsysteme angeht, nicht als Positivbeispiel. Und die amerikanische Regierung selbst kopiert das System nicht ins Ausland wenn sie Nationbuilding betreibt. Einzig Afghanistan ist eine Präsidentialdemokratie, hat aber nicht FPTP sondern STV. Die deutsche Demokratie hat einige Schwächen aber die USA würde ich mir als letztes als Vorbild nehmen in der westlichen Welt.

    Die CSU ist zweimal mit einem Kandidaten auf die Schnauze gefallen; Söder geht nicht das Risiko ein und versucht, der dritte zu werden. Damit verbaut er sich 20 wundervolle Jahre als König von Bayern.
    Das traut er sich nicht.

    Die CSU kann im Endeffekt auch nur verlieren, selbst wenn Söder es schaffen würde. Die CSU funktioniert solange sie sich als Bayernpartei etablieren kann, wenn man aber plötzlich Kanzler ist und bundesdeutsche Politik machen muss, wird das deutlich schwerer oder man muss sich den Vorwurf machen lassen man würde Bayern bevorzugen. Die Frage ist also ob Herr Söder soviel Ambition hat. Er scheint zumindest das Wasser auszuloten, auch wenn er offiziell keine Kandidatur plant. MP von Bayern ist nett, aber Kanzler ist halt geiler.


    Die Union wird ziemlich sicher den Kanzler wieder stellen, die Frage wird nur sein wie stark sie sein wird und welchen Koalitionspartner sie hat. Dauert Corona noch länger, könnte die CDU tatsächlich um die vierzig Prozent bekommen. Sollte das ganze aber aus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten und eine neue Sau wird durchs Dorf getrieben, wird es weniger komfortabel. Und wer weiß was in einem Jahr passiert.

    Das ist doch ganz klar, diese halbstarken Rowdys wurden durch den sogenannten amerikanischen "Rock 'n Roll"
    Instagram aufgehetzt. Kein Wunder, den seit Aussetzung der Wehrpflicht, muss sich diese Energie ja irgendwo anders Bahn brechen und der Russe Feinde die die verfassungsgemäße Ordnung von außen bedrohen, fallen ja weg.

    Und Plünderungen helfen eher? Viel eher werden doch solche friedlichen Proteste, auch in der Vergangenheit, durch gewaltsame Randalierer diskreditiert. Dagegen ist der schwarze Block in Deutschland ja richtig lieb.

    Die Plünderungen die stattfanden und immer noch stattfinden strahlen eine enorme Menge an krimineller Energie aus. Die Plünderer kommen mit PKWs, konzentrieren sich auf Juweliere, Boutiquen und Elektronikmärkte, schleppen soviel sie können in den Kofferraum und fahren zum nächsten Ziel. Und wenn die Polizei auftaucht wird alles fallen gelassen und so getan als wäre man Teil des Protests. Die Dreistigkeit ist atemberaubend. In den letzten paar Tagen die Polizei schien in vielen amerikanischen Städten mit der Wucht und Größe der Protest überfordert gewesen zu sein, was dazu geführt hat, das kaum Ressourcen da waren um diesen Plünderungen Einhalt zu gebieten. Erst seit heute wird versucht die Leute im größeren Maße festzunehmen. Davor hat man sich begnügt die Leute zu verscheuchen um zumindest das Ausmaß des Ganzen zu verringern.


    Allgemein scheint sich zumindest in Minneapolis selbst die Lage deutlich beruhigt zu haben. Zusammen mit der Nationalgarde hat die Polizei heute deutlich besonnener agiert, es wurde praktisch kein Tränengas oder sonstige Reizstoffe verschossen, es wurde koordiniert vorgegangen und als die Ausgangssperre am Abend in Kraft trat sind die meisten Demonstranten nach hause gegangen. Und die die geblieben sind wurden verhaftet und müssen mit einer Geldstrafe wegen einer Ordnungswidrigkeit rechnen. Aber alles in einer deutlich besseren Atmosphäre als in den vergangenen Tagen.


    Sonst noch ein paar Eindrücke:


    Hier ein Video von Demonstranten die sich zwischen einem Geschäft stellen und Plünderer die versuchen die Tür einzuschlagen:


    https://www.foxla.com/news/pro…promenade-in-santa-monica


    Hier ein Elektronikladen der geplündert wird:



    Vor laufender Kamera schleppen die die Fernseher raus. Unglaublich.



    Der Sheriff von Flint unterhält sich mit Demonstranten und marschiert mit den Demonstranten:



    Du hast noch Russland vergessen, John! Dreschen jetzt auch auf Trumps Posse um die WHO ein. Unglaublich, dass man diesem Mann etwas Positives abgewinnen kann. Ich habe vorgestern in den Tagesthemen gesehen, wie Trump eine junge Journalistin "als Fake" abgebügelt hat, weil sie ihn zu Unrecht für sein Krisenmanagement kritisiert. Bester Satz von ihm: "I am the President of the United States and you are fake". :stimmt:


    https://www.spiegel.de/wissens…d0-4582-9843-9fa7d1778434


    Jens Spahn soll gerade in einer US-Nachrichtensendung ein ziemlich langes Inteerview gegeben haben, wo er und Deutschland sehr für das Gesundheitssystem bei uns gelobt werden. Leider finde ich es momentan nicht.


    Da. 2.3.4.5