"Höllenmarsch" TOAW 3.2 Fire in the East Szenario

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    • "Höllenmarsch" TOAW 3.2 Fire in the East Szenario

      Einführung: Die Waffen, legt an...
      Video entfernt. John
      "Hellmarch" wurde von Frank Klepacki für Westwood´s/EA´s Command and Conquer Reihe komponiert.
      An der Stelle sei gesagt, ich überlass es der Zensur von Gevatter Staat pro-nationalsozialistisches Material auf Youtube für deutsche Nutzer zu sperren.


      Mich hat mal wieder das Berichterstatterfieber gepackt und da wohl auch dieser AAR irgendwann abruppt stoppt, so möge man mir dies im Vorraus verzeihen, aber diesmal bin ich nicht ganz alleine verantwortlich, denn an dieser Partie wirken nämlich noch 4 weitere Bürostuhl Gröfaze mit: Grimbold, Alex_of_Newski, Mder1 und drache.

      Gespielt wird Fite, das unglaublich riesige Ostfrontszenario, welches den kompletten Krieg vom Juni 1941 bis zum bitteren Ende im Mai 1945 behandelt. Wir greifen diesmal auf die ältere Version 3.2 zurück, da dass Szenario nie für die neueren Patches angepasst wurde und die angreifende Fraktion einen frustrierenden Nachteil sonst hätte.

      Butter bei die Fische, kommen wir zur Sache. Die Übersichtskarte:

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      Über 3 Millionen deutscher Soldaten stehen in der Nacht zum 22. Juni für den Überfa.., äähh pardon, Präventivkrieg, gegen die Sowjetunion bereit. Wir müssen ja hier bei der propagandistischen Wahrheit bleiben. Hierfür gibt es die offizielle Version von höchster Ebene:

      Video entfernt. John


      Hört ihr irgendwo eine andere Erklärung, so gilt diese als Feindpropaganda und Wehrkraftzersetzung zu interpretieren.

      Die Verbände der Wehrmacht wurden für das "Unternehmen Barbarossa" in drei Armeegruppen unterteilt:
      Die Heeresgruppe Nord unter Generalfeldmarschall Zwielicht, bestehend aus der 16 und 18. Armee, sowie der Panzergruppe 4 (insgesamt 20 Infanterie Divisionen, 3 Panzerdivisionen, 2. Panzergrenadierdivisionen und der kampfschwächsten Verbrechereinheit "Totenkopf), hat die ehrenvolle Aufgabe mit wenig Material das komplette Baltikum, sowie die Sümpfe und Wälder nördlich von Smolensk, entlang des Peipus-See´s, der Narva und die Finnlandfront zu sichern, um dann letztendlich auf Leningrad zu marschieren.
      Die Heeresgruppe Mitte, unter Generalfeldmarschall von Beck wird zügig auf die Metropolen Mins, Smolensk und schlussendlich das Herz des bolschewistischen Ungeheuers, Moskau vorrücken.
      Die Heeresgruppe Süd, kommandiert von Generalfeldmarschall zu Grimm, hat die Verantwortung die Ukraine und letztendlich Stalingrad zu erobern.

      Geheimdienstberichten zufolge, kommandiert der für sein Versagen im finnischen Winterkrieg in Ungnade gefallene Mderowitsch die nördlichen Armeen der Bolschewisten, während der erfahrene Stratege Drachikovsky den Oberbefehl über den Großteil der Streitkräfte verfügt. Und dabei propagieren die Roten doch immer für eine gleichberechtigte Verteilung von allen möglichen Sachen. Pah! Da sind wir ja die besseren Kommunisten!

      Beginn der 2. Kriegswoche (Runde 3)

      Ab hier dürfen die Spione des KGB´s aufhören zu lesen.
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      Nach anfänglichen Startschwerigkeiten ist die HG Nord nun im brachialen Vormarsch. Unsere vorgeschobenen motorisierten Verbände können bereits die Außenbezirke unseres ersten Etappenziels ausmachen: Riga

      Die allem Anschein nach nur schwach verteidigte Hafenstadt soll in einer gemeinsamen Aktion der Panzerstreitkräfte und Infanteriewaffe genommen werden.

      "Operation Rheinfischer"

      Die 1., 6., und 8. Panzer Division werden im Laufe der nächsten Tage mit Hilfe unserer glorreichen Pioniere über die Dvina übersetzen und so den Feind vom Osten her abschneiden, während die 18. Armee die Stadt vom Westen her umstellen wird. Derzeit wird im OKH noch diskutiert ob auch Fallschirmjäger sich an dieser Aktion beteiligen sollen. Gen.-Fm. Zwielicht ist sich aber sicher, "[...]dass das schon so laufenwird."
      Glorreich, kann man da nur sagen!

      Wie auf dem Kartenmaterial auch zu erkennen ist, sind auch bereits Kaunas und Vilnius fast in deutscher Hand. Vor Kaunas machen sich unsere Soldaten bereit die letzten sowjetischen Widerstandsnester auszuräuchern.
      In diesen Stunden wird der Kessel um die Metropole Vlnius von herangeführten Kräften der HG Mitte geschlossen.
      Hand in Hand arbeiten sie da, unsere Männer. Die schwere sowjetische Panzerdivision, welche im Stadtkern ausharrt, wird sich bald ergeben müssen.

      Desweiteren erhalten wir noch einen Ausblick auf die darauffolgenden Tagen:


      Rot eingezeichnet, vermuten unsere Aufklärer einen stümperhaften Versuch zum Aufbau einer Verteidigungslinie. Die Flüsse Narva und Velikaja und das Gewässer des peipus-See´s mit dem sumpfigen und waldigem Gelände eignen sich hervorragend dafür.
      Aber wir sind zuversichtlich, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen die HG Nord mit ihrer kompletten Schlagkraft an dieser Linie eintrifft.
      Das ist kein Hindernis für einen deutschen Landser!


      In den nächsten Tagen erwarten wir hier an dieser Stelle die Berichte der anderen Heeresgruppen über den Verlauf des Feldzuges. Genauere Zahlen über die katastrophalen Verluste des Feindes werden dann von Gen.-Fm. zu Grimm erläutert.

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    • Ende der 2. Woche (Runde 4)

      Video entfernt. John


      Kurzfristig erreichte uns die Nachricht über eine Kommandoaktion hinter den feindlichen Frontlinien bei Minsk.
      In einer milden Julinacht landeten das Fallschirmjägerbatallion der "Brandenburger" an wichtigen Knotenpunkte jenseits der weißrussischen Metropole, um den Rotarmisten den Rückzug aus den sich zu bildenden Kessel zu verwehren.
      In dieser Nacht- und Nebelaktion wurde die wichtige Brücke über den Berezina in der Ortschaft Borisov den völlig verschlafenen Sowjetsoldaten entrissen. Auch die wichtigen anderen Verkehrsverbindungen bei Marina Gorka und Berizino fielen unseren wagemutigen Spezialkräften in die Hände.
      Die Reaktion der Sowjets ließ jedoch nicht lange auf sich warten und in den darauffolgenden Tagen waren die Brandenburger in harter Abwehrkämpfe verwickelt. Selbst die Verteidiger von Minsk verließen stellenweise ihre Posten, um diese Teufelskerle zu schlagen. Bis auf die Rückeroberung von Borisov waren diese kläglichen Versuche vergeblich!
      Nun liegt es an den regulären Truppen der Heeresgruppe Mitte das Momentum zu nutzen und unsere Jungs sicher nach Hause zu bringen.
      Spoiler anzeigen



      Im Norden ist unterdessen "Operation Rheinfischer angelaufen und obwohl die Bolschewisten noch eilig Stellungen an der Dvina ausheben konnten, setzten unsere Panzerdivisionen über.
      Die Truppen der 1. Panzerdivision konnte ein Flugfeld direkt östlich der Stadt mitsamt zweier Flak Abteilungen aufgreifen.



      Derzeit wird die Stadt von unserer nachfolgenden Infanterie umstellt und teilweise dringt man bereits auf den Stadtkern vor.
      Aber das Wort Pause kennen unsere tapferen Soldaten nicht und die 1. Pnz.-Div. ist bereits entland der malerischen Küstenstraße weiter auf dem Vormarsch in Richtung Estland, von dessen Grenze man nur noch etwas mehr als 50km entfernt ist!



      Weitere Information zur Schlacht um Riga und bewegte Bilder werden in Kürze nachgereicht.

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    • Anfang Juli ´41 (Runde 5)

      Video entfernt. John

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      Ein kleiner Kurzüberblick über die Gesamtlage im Osten, zwecks Unterhaltung der Heimatfront.



      "Rheinfischer" gilt nun als abgeschlossen. Der Angriffsbefehl für Riga steht bereit und die Truppen der HG Nord haben den Dvina auf breiter Front zum Großteil überschritten. Der Russe hat hier m Baltikum den Rückwärtsgang eingelegt und gräbt sich weiter in seinen Stellungen ein, welche wir wohl in den kommenden Tagen so langsam erreichen werden.
      Dann müssen sich unsere Männer auch dort beweisen, wie sie es bereits während der sich anbahnenden Kesselschlacht von Minsk...



      ... und der Stalinlinie, an der äußerst schwere Kämpfe toben.

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    • 10. Juli 1941 (Runde 6)

      Video entfernt. John


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      Riga ist befreit! Die geschlagenen Rotarmisten hinterlassen eine fast vollständig zerstörte Stadt.
      Spoiler anzeigen


      Helden von Riga

      Die ostpreußischen Infanteriedivisionen der 291. und der 1., auch "Friedrich der Große" genannt, zeichneten sich glorreich beim Sturm auf die alte Hansestadt aus, um sie vor weiteren Zerstörungen und sowjetischen Mordbanden zu schützen!




      Mit den restlichen Verbänden der 18. Armee marschieren sie nun durch Estland. Talinn ist nun kaum mehr als 180km entfernt, unsere 1. Panzerdivision hat sich bereits auf 80km vor der Stadt herangekämpft.
      Da 41. Panzerkorps mit der 6. und 8. Panzerdivision erreicht nun die Stellung der Bolschewisten am Welikaja. Dort, von Pskov aus, sind es nurnoch 300km bis Leningrad.
      Im Süden vor Nevel erreichen unsere motoisierten Verbände ebenfalls die Stellungen der Rotarmisten. Das Nachrücken der Infanterie wird hier allerdings durch versprengte Sowjetsoldaten stark behindert, aber von Nevel aus sind es lediglich 200km bis nach Smolensk.



      Die Rote Armee und Mderowitsch versucht verzweifelt weitere Truppen in Stellung zu bringen, sogar die Admiralität der roten Ostseeflotte wurde gesichtet. Ju 87 Sturzkampfbomber und zweimotorige Ju 88 treiben die Rotarmisten aus ihren anrollenden Zügen!


      Bild entfernt. John

      Zuletzt noch eine Gesamtübersicht nach 3 Wochen Kampf

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    • Keine Ahnung ob hier gepostet werden kann, ich tus einfach mal ^^

      Nette Berichte, mit gewohnt humoristischem, historischem, und bescheuertem Touch :D
      Da sollten sich mal die Mitstreiter eine Scheibe abschneiden!

      Twilight schrieb:

      In den nächsten Tagen erwarten wir hier an dieser Stelle die Berichte der anderen Heeresgruppen über den Verlauf des Feldzuges. Genauere Zahlen über die katastrophalen Verluste des Feindes werden dann von Gen.-Fm. zu Grimm erläutert.
    • @Wolfi:
      HG Süd hatte in Form der Stalinlinie die erste Hürde gen Osten zu nehmen und verzichtete deshalb bis zu Überwindung dieser auf Berichterstattung (spionagetechnische Gründe). Bei unseren Gegenspielern ist leider mit allem zu rechnen und ich bin mir sicher, dass sie diese Zeilen innerhalb kürzester Zeit lesen werden.

      Zum Geleit:
      Meine Sicht auf dieses Szenario ist folgende: Es geht nicht darum den Deutschen Vernichtungskrieg 41-45 nachzuspielen, in irgendeiner Weise zu verherrlichen oder revisionieren, sondern lediglich darum sich mit dem militärhistorisch äußerst spannenden und vielseitigen Szenario zu beschäftigen. Dies sehe ich dank der bemerkenswert historisch akkuraten Ausgangslage beider Streitkräfte ähnlich einem kleineren Fachbuch zum Thema oder einer Dokumentation.

      Frontbericht der Heeresgruppe Süd 22. Juni - 9. Juli 1941

      Die Heeresgrupe Süd besteht aus 3 Armeen, einer
      Panzergruppe (Kleist) und einer Luftflotte. Sie verfügt über 5 Pz.Div., 27
      Inf.Div. und einigen Spezialverbänden wie Jägerdiv., Gebirgsjägerdiv. und zwei
      motorisierte Div. der Waffen-SS, namentlich Leibstandarte und Wiking. Dazu wird
      sie von der rumänischen Armee, sowie des ungarischen, slowakischen und
      italienischen Expeditionskorps unterstützt, welche vor allem im Süden des
      Heeresabschnitts eingesetzt werden. Trotz dieser beachtlichen Schlagkraft
      stehen auch der HG Süd große Herausforderungen bevor. Der ihr zugeteilte
      Abschnitt ist der mit Abstand Größte der Ostfront. Die sowj. Armee verfügt in
      den Steppen Südrusslands über ausgesprochen viele Panzer- und Motorisierte-Divisionen,
      auch wenn uns über genaue Angaben ihrer Stärke und ihrer Schwerpunkte
      Informationen fehlen.

      Im Gegensatz zu HG Nord und Mitte ist das uns vorliegende Gelände für
      motorisierten Vormarsch gut geeignet. Lediglich im Norden unseres Abschnitts
      ist die Bewegungsfreiheit durch den unteren Teil der Pripjetsümpfe begrenzt.
      Vor uns liegen wichtige Städte wie Lvov, Tarnopol, Zhitomir, Odessa, Kiev,
      Tscherkassy, Dnipropretowsk, Saporischschja, Sevastopol (Krim), Kharkov, Rostov
      am Don, Voronezh und Stalingrad. Riesige Flüsse wie der Bug, der Dnjepr, der
      Don und die Wolga müssen überquert werden und die für unseren Gegenspieler per
      See zu versorgende Halbinsel Krim erobert werden.


      Am 22. Juni wird der Bug überschritten, die Rote Armee überrumpelt. Schnell
      fallen Grenzstädte wie Kovel, Brody, Lutsk und auch das enorm wichtige Lvov
      wird eingekesselt und gestürmt. Auf folgendem Bild sind die Angriffsrichtungen
      der ersten Tage zu erkennen. Durch kühnes Vorgehen wird Lvov schon nach 2 Tagen
      in Teilen umstellt. Die nahe der Grenze stehenden Divisionen der Roten Armee
      haben keine Chance und gehen zum allergrößten Teil in Gefangenschaft,
      vereinzelt ist der Widerstand heftig. Besonders hartnäckig zeigen sich die
      NKWD-Einheiten. Dadurch das einige Divisionen durch die Pripjetsümpfe vorstoßen
      versuchen wir den Feind zu überraschen.

      Die Luftwaffe kann an der gesamten Ostfront 1384 feindliche Flugzeuge am Boden
      und in der Luft vernichten. Diese Zahlen sind als zuverlässig zu betrachten, da
      sie aus dem Nachrichtenverkehr der Roten Armee stammen. Ein Erfolg, wenn auch
      eine etwas ernüchternde Zahl nach den ersten Meldungen von über 3600 zerstörten
      feindlichen Maschinen.




      Die 11. Panzerdivision, die 1940
      von französischen Truppen den Spitznamen "Gespensterdivision"
      erhielt, zeichnet sich durch das Werfen mehrer feindlicher Panzer- und
      Mot.-Div. vor der Stadt Brody aus.

      Die Rote Armee erleidet in diesen ersten Tagen an der gesamten Front (Zahlen
      beziehen sich auf die gesamte Ostfront) große Verluste. Neben zehntausenden
      Gefangenen, fallen auch fast 4000 Artillerie- und Infanteriegeschütze aller
      Kaliber in unsere Hand, dazu um die 1500 LKW. Die für den Feind wichtigsten
      Kampfpanzer vom Typ KVI, KVII und T-34 können ihre technische Überlegenheit
      über unsere Panzerwaffe (Pzkpfw. II und III führen zu geringes Kaliber und sind
      zu schwach gepanzert. Auch die Pz. IV A-E, unsere modernsten Panzermodelle,
      sind nur mit Mühe konkurrenzfähig. Lediglich das neu eingeführte, eigentlich
      zur Infanterieunterstützung erdachte, Sturmgeschütz ("StuG") III A
      stellt sich als angenehme Überraschung heraus. Das Fahrzeug ist dank der
      niedrigen Silhouette nur schwer zu treffen, allerdings noch nicht stark genug
      bewaffnet. ) und dank des Überraschungseffekts nicht ausspielen. Dazu sind
      unsere Panzerbesatzungen sehr gut ausgebildet und können sich dank modernem
      Einsatz von Funkgeräten perfekt koordinieren, was die technischen Nachteile
      manchmal mehr als ausgleicht. 273 KVI, 26 KVII und die stolze Zahl von 611 T-34
      werden zerstört oder müssen aufgegeben werden. Unsere Panzerverluste betragen
      50 Stück. Lediglich die Wirkungslosigkeit unserer Panzerabwehrkanonen gegen
      feindliche Panzerung zeigt sich: 70 Geschütze gehen in wenigen Tagen verloren.
      Das weit verbreitete "Heeresanklopfgerät 36" mit Kaliber 3,7 cm
      versagt hoffnungslos. Nicht viel besser ist es um die Penetrationsmöglichkeiten
      der PaK 38 mit Kaliber 5,0 cm bestellt. Diese Erkentnisse müssen unbedingt
      Auswirkungen auf unsere Rüstungspolitik haben.


      Pak 36:


      Die Führung der Roten Armee beschließt nach wenigen Tagen die Besetzung der Stalinlinie ("S-Linie"). Einer schon
      vor dem Krieg errichteten Verteidigungsstellung gegen Invasoren. Ein ernstzunehmendes Hindernis.

      Währenddessen arbeiten unsere Pioniere und Gleisarbeiter ohne Unterlass. Vom
      sich Richtung S-Linie zurückziehenden Gegner gesprengte Brücken müssen
      repariert, beim Vormarsch beschädigte Gleise instandgesetzt werden. Dies ist
      umso wichtiger, da vor kurzem beschlossen wurde (als Reaktion auf die Bemannung
      der Stalinlinie) zwei unserer kampfstärksten Divisionen, Leibstandarte und
      Wiking (erstere mit einigen 8,8 cm FlaK bestückt, letztere mit rund 90 StuG III
      ausgestattet) in Reserve zu halten und per Zugtransport im entscheidenden
      Moment an die Front zu führen.

      Die Aufklärungseinheiten unserer Panzerdivisionen stoßen kühn in die Weite des
      Raumes vor und versuchen wichtige Positionen zu besetzen und den feindlichen
      Rückzug abzuschneiden oder zu behindern. Die nachrückenden Panzerregimenter und
      mot.Div. attackieren feindliche Verbände, die sich zu Widerstand sammeln
      wollen. Die größtenteils per pedes avancierende Infanterie schließt Kessel.

      Durch dieses Vorgehen geraten einzelne Aufklärungsabteilungen oft in prekäre
      Situationen, so auch die viele Kilometer (ca. 100) südlich von ihrer Stammdivision operierende Aufkl.Abt. der 11. PzD. Sie gerät in Folge einer lokalen Gegenoffensive mehrer feindlicher Pz.-, Mot. und Gebirgsjägerdivisionen in einen Kessel, ist damit von der rückwärtigen Versorgung abgeschnitten. Sofort schwenkt die 11. Panzerdivisionen nach ihrem Erfolg bei Brody gen Süden, schneidet die feindlichen Verbände ab und befreit ihre Aufklärungsabteilung. Wiederum haben sich "die Gespenster" bewährt. Diesem sichelschnittartigem Manöver fallen unter anderem zwei feindliche Armeehauptquartiere zum Opfer.

      Durch dieses und andere Manöver verlieren die allein in unserem Abschnitt vor der Stalinlinie gestellten feindlichen Panzervebände 600 Maschinen. Bis in die erste Juliwoche hinein hat unsere Seite auf breiter Front keine 100 Panzer verloren.

      Lage nach dem Südschwenk der 11. Pz.D. (zu sehen ist das Divisionwappen der angesprochenen Division, blau eingekreist die in Gefahr geratene Aufklärungsabt.) :



      Auf diesem Bild ist ein moderner Pzkpfw.IV der 11.Pz.D. zu sehen:



      Auf dem nächsten Bild ist die geplante grobe Angriffsplanung gegen die S-Linie zu sehen. Grün markiert ist die "Rollbahn" (Vormarschstraße) über das Planungszentrum Lvov (gelb).


      Zum Zeitpunkt des Angriffs auf dieses Verteidigungsbollwerk hatte die VVS 1738 Flugzeuge verloren, die Luftwaffe dagegen 112. Letztere war bis dato größtenteils gegen feindliche Flugplätze und zur Abriegelung feindlicher Bewegungen eingesetzt. Mit dem Angriff änderte sich dies. Vor allem Ju-87 flogen Kampfunterstützung an den Durchbruchsstellen.

      An der gesamten Front waren 53000 deutsche Infanteristen gefallen, 347 Geschütze verloren worden, ebenso wie 183 LKW. Die Rote Armee hatte mehr als 150000 Soldaten und über 10000 Geschütze aller Art verloren. Durch die kommenden harten Gefechte (Minsk - HG Mitte, S-Linie - HG Süd) sollten sich die Verlustzahlen multiplizieren.

      Im Bild die Situation in den ersten Minuten:



      Der Angriff begann. Als Name für die Operation an der Stalinlinie wurde "Amboss" gewählt. An den für Durchbrüche vorgesehenen Stellen stürmten Pioniere und Stoßtruppen nach vorne und versuchten durch Handgranaten- und Flammenwerfereinsatz Breschen zu erzwingen. Die russischen Verteidiger wehrten sich erbittert in ihren gut ausgebauten und befestigten Stellungen (der Feind setzte über 60 Divisionen zur Verteidigung der Linie ein, davon 16 Pz.- oder mot.Div.). Sturzkampfbomber und die Divisionsartillerie unterstützten die Angreifer.

      Schließlich stießen motorisierte Verbände in die Lücken. Als Hauptdurchbruchsstelle wurde der Bereich südlich von Proskurov gewählt. Hier stieß die münsteranische 16. Panzerdivision in die Bresche. Die erste Phase des Angriffs war erfolgreich abgeschlossen, zwar teilweise unter horrenden Verlusten (so verloren zwei Inf.Div. jeweils fast 2/3 ihrer an den Kämpfen beteiligten Truppen, davon ungefähr 1/3 an Toten), doch insgesamt mit geringeren Verlusten als erwartet.
      Das sowjetische Oberkommando griff zum Mittel des lokalen Gegenangriffs und versuchte durch Einsatz aller Reserven (größtenteils Panzer- oder motrorisierte Divisionen) südlich Proskurov die 16. Pz.D. zurückzuwerfen, was teilweise gelang, jedoch keinen wirklichen Erfolg zeitigen konnte. Mit einer ähnlichen Situation hatte man beim Oberkommando der HG Süd gerechnet und nun lief die zweite Phase von "Amboss" an: Die vortreffliche Arbeit der Gleisarbeiter ermöglichte, dass die für den entgültigen Durchbruch vorgesehene motorisierte Reserve (Leibstandarte und Wiking) auf wenige Kilometer an die Front herangebracht werden konnte und in voller Stärke und mit bestem Nachschub durch die Bresche stoßen konnte. Schnell war die zum Gegenangriff auserkorene sowjetische Kampfgruppe zerschlagen und dem schnellen Aufrollen der Linie stand nichts mehr im Weg.

      Im Südabschnitt der S-Linie war es gleichzeitig deutschen aber vorallem rumänischen Divisionen gelungen über den reißenden Strom des Dnjestr überzusetzen und mit dem Flankenstoß aus Richtung Proskurov die gesamte südliche Hälfte der Stalinlinie einzukesseln und gefangen zu nehmen. Insgesamt sollten in dieser blutigen Woche im Bereich der HG Süd mehr als eine halbe Millionen Rotarmisten in Gefangenschaft gehen.

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    • 20. Juli 1941 Runde 9

      Video entfernt. John



      Fast ein Monat ist vergangen seitdem der größte Feldzug der Geschichte gestartet ist und die letzten Tage waren vergleichsweise ruhig, was man vorallem daran festmachen kann, dass wir uns bereits mit unseren Schienenverleger beschäftigen, welche bereits Riga ans Netz in die deutsche Heimat angeschlossen haben und die Strecke Kaunas-Wilnius-Daugapils fast wiederherstellten.
      Teile der 18. Armee unter dem I Korps sind weiterhin mit der Befreiung Estlands beschäftigt, welche bis auf Talinn ungestört verläuft und man vertreibt sich bei schönem Wetter die Langeweile.

      Spoiler anzeigen




      Aber die intensivität der Kämpfe nimmt nun immer weiter zu und dem Russen gelingt es immer bessere Vertedigungsstellungen auszuheben. Trotzdem wird jede neue Stellung der Rotarmisten von unseren tapferen Soldaten überrollt, wie etwa im entfernten Karelien, wo unserer 20. Gebirgsarmee ein entscheidender Durchbruch südlich von Murmansk gelang!




      Landser im Sturmangriff in den finnischen Nadelwäldern

      Drei russische Divisionen, darunter eine gut besetzte Panzerdivision, drohen hier von unseren Soldaten gekesselt zu werden. Sollte die Sowjetmilitärs die bedrohliche Lage verkennen, wäre binnen weniger Wochen die Südfflanke vom wichtigen Hafen Murmansk frei!

      Die kommenden Tage werden nicht nur dort von äußerst hart geführten Kämpfen geprägt sein, sondern entlang der komplette Frontlinie. Jede Heeresgruppe trifft nun auf den ersten ernstzunehmenden Widerstand.
      Feldmarschall von Beck und seine Männer holten sich bereits eine blutige Nase, als die 20. sowjetische Amree vor Smolensk überraschend einen gegenangriff aus ihren Stellungen



      Die HG Mitte reagierte jedoch schnell und holte zum Gegenschlag aus, in dem vier feindliche Divisionen gekesselt wurden und der 12. Panzer Division es gelang es über den Dnjepr überzusetzen und auch Orscha wurde einige Stunden später erobert. Eine Vorentscheidung in der Schlacht um Smolensk!




      Die Zwölfte setzt über!


      HG Süd steht mit der Festung Ukraine und der Frontstadt Kiew ebenfalls vor einer noch größeren Herausforderung als mt der Stalinlinie. Zu Grimm wird sicherlich auch alsbald wieder von seiner Sicht der Dinge berichten.

      Fehlt nur noch die Heeresgruppe Nord, welche nun die Aufgabe hat, den Weilikaja zu passieren und die russischen Stellungen dort, stehen dehnen am Dnjepr in der Ukraine in Nichts nach. In ganzer Breite stehen dort unsere Soldaten. Der Angriffsplan ist bereits erarbeitet, die Marschbefehele ausgegeben. Das wird ein heißer Husarenritt!



      Desweiteren haben die Kämpfe in Minsk voerst ein Ende genommen. Unsere Truppen sicherten die Stadt nach über einer Woche hin und her vollständig, lediglich ein paar unverbesserliche weilen Kilometer vor der Stadt noch im Kessel aus.




      Unsere Soldaten sichern das Stadtzentrum der weißrussischen Metropole



      Keine Ahnung ob hier gepostet werden kann, ich tus einfach mal ^^

      Nette Berichte, mit gewohnt humoristischem, historischem, und bescheuertem Touch :D

      Na klar, immer her mit sowas.
      Lob nehme ich nur allzugerne mit ^^
      Und Grimmi, wenn du schon immer in bester Google manier Statistiken sammelst, setz sie hier auch ruhig mal ein :P

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    • 23. Juli 1941 Runde 10
      Operation "Jungfernfahrt"

      Video entfernt. John


      Unsere Armeegruppen erreichen auf breiter Front, vom baltischen Peipussee bis hinunter nach Kiew und weiter stromabwärts dem Dnjepr entlang, die bolschewistischen Verteidigungsanlagen.
      Nach nun einem Monat stupiden Vormarsches dürfen sich nun unsere Truppen für das Beweisen, wofür sie hier sind: Den Kampf gegen die Rote Armee!

      Das Hauptangriffsiel für die Heeresgruppe Nord ist das Gebiet rund um Oposchka, am Velikaya

      Spoiler anzeigen


      Das 41. Panzer Korps mit ihrer 6. und 8. Panzerdivision hat die ungewöhnliche Aufgabe selbst die Lücke zu reißen. Durch Wald und Sumpf sollen sie die Zufahrtsstraße nach Loknya sichern. Kein gutes Gelände für unsere Panzer, aber hier geht es leider nicht anders.
      Im Süden führt die 3. Panzergrenadierdivision den Vorstoß nördlich von Pustoschka an und die 12. Infanterie südlich der Stadt
      Beide Hauptangriffe werden mit schwerem Feuer unserer Nebelwerferbatterien unterstützt!

      Video entfernt. John
      Dies sind Nebelwerfer. Sie werfen nicht nur Nebel.


      Nach fast über zwei Tagen zäher und harter Kämpfe, die relativ wenig Verluste gekostet haben, zeigen sich erste Ergebnisse unserer Angriffe.

      Im Süden, rum um Pustoschka, wurden die gewünschten Einbrüche erzeugt und die Reserven rücken nun heran, die demnächst den Durchstoß ausführen werden. Selbst wenn der Russe hier noch neue Verbände heranschaffen sollte, so können diese einfach überwalzt werden!
      Glorreich schlug sicher hier die mecklenburgische Division aus Schwerin, die ihrem Wappen, dem wütenden Stier alle Ehre macht!
      Der Angriff der beiden Panzerdivisionen ließ einen leichten Nachgeschmack zurück. unsere gepanzerten Verbämnde quälen sich hier verbissen durch das schwere Gelände und der Bolschewik verteidigt hartnäckig. Ungewohnt!
      Lediglich 10km breit ist hier der Einbruch, dies wird kommende Angriffe erschweren.

      Entlang des gesamten Abschnittes der Armeegruppe wurden auch Störangriffe durchgeführt, wie etwa hier unterhalb des Peipussees


      Frontwechsel nach Karelien.
      Die 20. Gebirgsarmee hat den Kessel um die vormals sehr kampfstarken russischen Divisionen fast geschlossen. In diesem Teil der Front ist dies eins chwerer Schlag für den Feind!


      Beglückwünschen dürfen wir auch die Heeresgruppe Mitte, die nun alsbald die sowjetischen Stellungen vor Smolensk ausgehoben hat.

      Vitibesk und Orscha sind fest in unserer Hand. Ein massiver Brückenkopf wurde am östlichen Dnjeprufer etabliert und im Zentrum erreichten von beck´s Truppe die letzte russische Fertigungslinie mit ihren schweren Artiellerieansammlungen, in die sich auch die völlig erschöpften und abgekämpften Feindverbände noch haben retten können.
      Die Tür zu Smolensk steht weit offen!

      Video entfernt. John

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    • 28. Juni 1941
      Ein zweites Verdun

      Video entfernt. John


      Stalin hat nun an fast allen Fronten den Befehl für wahnwitzige Gegenoffensive gegeben. Die Verluste sind in der letzten Woche unglaublich in die Höhe geschossen , auf beide Seiten. Besonders vor Smolensk entwickelt sich eine ungeplante Abnutzungsschlacht, die ihre Opfer fordert und niemand ist davon verschont.
      Im Morgengrauen des 25. Julis ging Generalfeldmarschall von Beck wie gewöhnlich mit seinen Plänen auf den Abort. Eine verirrte russische Granate traf das kleine Holzhäuschen. Wir gedenken dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte, dessen Ableben das OKH vor einer Herrausforderung stellt.
      Nach eingängiger Beratung entschied man sich die HG Mitte aufzulösen und nun zwei große Armeegruppen zu bilden.
      Heeresgruppe A unter Gen.-Fm. Zwielicht besteht nun aus der alten HG Nord und großer Teile von Mitte. Ihr Operationsgebiet reicht nun von Murmansk bis zu den nördlichen Ausläufern des Pripyat Sumpfes.
      Heeresgruppe B unter Gen.-Fm. zu Grimm ist nun die HG Süd und erhält kontrolle über die Verbände der alten Mitte, welche in den Sümpfen operieren.

      Die Lage


      Insbesondere im Süden gibt es ein gewaltige Offensive der Roten Armee, als Reaktion auf die im Handstreich genommene Metropole Kiew.

      Ein Blick in den hohen Norden nach Karellien zeigt den weiteren Erfolg der 20. Gebirgsarmee.

      Spoiler anzeigen




      Eine kampfstarke Infanterie Division wurde hier bereits aufgelöst, eine weitere befindet sich im Kessel, ebenso wie die die vormals mit 30-20 Werten ausgestatte Panzerdivision. Neben einigen hundert kleinere Panzer, BT-7, usw verfügt sie auch über 70 T 34 und 20 schwere Panzer des Typs KV-1.
      Der Bolschewik versucht nun die stark bewaldete Seenlandschaft südlich des wichtigen Hafens Murmansk zu seinem Gunsten auszunutzen

      Operation "Jungfernfahrt" musste leider mittendrin abgebrochen werden, da kurzfristig die Heeresgruppen Süd und Mitte uns den dringend benötigten Nachschub abgezweigt haben, was immerhin zur schnellen Einnahme Kiews geführt hat.
      Nichtsdestotrotz werden die Angriffe fortgeführt und die meisten feindlichen Stellungen am Welikaja sind überrant.



      Der Russe scheint nun eine sehr weit vorgeschobe zweite Linie aufbauen zu wollen, von Pskov bis nach Staraja Russa.
      Derweilen brach die die 6. Pnz.-Div. etwas weiter südlich über den Fluss und zwang eine motorosierte Divisiond es gefürchteten NKVDs zu einem überhasteten Rückzug


      Panzer der 6. auf dem Vormarsch am östlichen Welikaja Ufer


      Weiter südlich konnte Pustoschka eiligst genommen werden. Der Einbruch ist hier 40 km breit und die Bolschewisten können ihn derzeit nur behelfsmäßig abdecken. Der endgültige Durchbruch in diesem gebiet ist zum Greifen nahe!

      Smolensk hat sich in den letzten anderthalb Wochen zu einer Abnutzungsschlacht entwickelt. Leider nahm von Beck seine stratgischen Planungen mit in den Tod und nach stundenlangen Grübeln über den Karten ist uns noch immer nicht ganz klar, was unser gefallener Kamerad hier geplant hatte, um dieses sinnlose Abschlachten zu beenden.
      Kurzerhand entwerfen wir deshalb einen neuen Plan.


      Für Operation "Spaziergang" ist der Vorstoß der 3. Panzerarmee unter Generaloberst Hoth mit Unterstützung von Kräften der 9. Armee unter Blaskowitz über den bereits errichteten Dnjeprbrückenkopf geplant.
      Grobe 40-50km müssen unsere Truppen hier nach Osten vorstoßen um dann nach Norden abzuschwenken und erneut über den Dnjepr überzusetzen und weiter nach Norden zu marshieren in Richtung Vitibesk.
      Der Russe scheint allerdings was zu riechen oder schmeißt einfach aus Prinzip weitere 10 Divisionen per Bahn an das nördliche Dnjepr Ufer.

      Der Bericht über die Einnahme Kiews und der Situation im Süden sollte alsbald folgen.

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    • Frontbericht der Heeresgruppe Süd 10. Juli - 23. Juli 1941

      Nach dem erfolgreichen Durchstoßen der südlichen Stalinlinie, lag die nächste Herausforderung für unsere Heeresgruppe darin möglichst viele feindliche Divisionen einzukesseln, möglichst verlustarm gefangen zu nehmen und gleichzeitig mit unseren schnellen Truppen die Verfolgung der sich absetzenden Feinde in Richtung Dnjepr aufzunehmen.


      Auf oben stehendem Bild lassen sich unsere Kessel- und Vormarschbewegungen nachvollziehen. Richtung Nordosten heften sich einige unserer Aufklärungsabteilungen an die Fersen sowjetischer Artillerieeinheiten (ca. 150 - 200 Geschütze), welche sich Richtung Kiew absetzen.


      Durchbruch der 14. Panzerdivision südlich Proskurov


      Abschließend ist über den Ausgang der "Operation Amboss" folgendes zu sagen: Ein voller Erfolg! Laut vertrauenswürdigen Geheimdienstinformationen überraschte die Geschwindigkeit und Entschlossenheit unseres Durchbruchs das feindliche Oberkommando. Unsere Verluste sind äußerst gering und kaum eine volle russische Division konnte sich absetzen. Wir sind unserem zwangsläufig straffen Zeitplan voraus.

      Die Kämpfe an der ganzen Ostfront sind inzwischen mit neuer Härte entbrannt. Die deutschen Infanterieverluste der letzen Tage sind ähnlich hoch wie die der ersten zwei Wochen des Feldzugs zusammen, die des Gegners seit Kriegsbeginn drei bis viermal so hoch. Außerdem hat der Feind 6328 Panzer (davon 765 gefährliche T-34; wir 220), 15455 Geschütze aller Kaliber (wir 680), 2741 LKW (wir 364) und 2052 Flugzeuge (wir 218) verloren.


      Der Vormarsch durch die Ukraine geht weiter. Das Bild verdeutlicht wie sehr die größten Teile unserer Armee auf Pferdegespanne angewiesen sind.

      Nun sind wir vor die Entscheidung gestellt wie wir uns der nächsten Herausforderung stellen: Das stark befestigte Dnjepr-Umland. Unsere Aufklärung lässt die Tiefe und den Umfang der feindlichen Verteidigungslinien hinter dem Ostufer des mächtigen Flusses (über 2000 km lang, oft mehrere Dutzend Meter breit) erahnen. Eins ist klar: der Schlüssel nennt sich Schwerpunktbildung. Aufgrund unserer zahlenmäßigen Unterlegenheit können wir nur einen begrenzten Abschnitt konzentriert angreifen, dafür bietet sich mit geschicktem Einsatz dort die Möglichkeit durchzubrechen. Der Gegner kann somit nur einen Teil seiner gigantischen Streitmacht gegen uns effektiv einsetzen, der Rest wird gemieden oder abgeriegelt.

      Ohne langes Zögern entschließen wir uns die Hauptmarschrichtung Kiew auszugeben. Diese können wir am schnellsten erreichen (bevor der Feind sich weiter eingraben kann), sie bietet im Hinterland gute Vormarschmöglichkeiten und lässt keine Lücke nach Norden zu HG Mitte entstehen. Desweiteren gilt es eine langwierige Belagerung Kiews zu vermeiden. 190 km südlich Kiew liegt mit Cherkassy ein wichtiger Dnjepr-Übergang. Hier sollen einige Divisionen die Sowjets beschäftigen, um das feindliche Oberkommando daran zu hindern Verstärkungen aus dem Süden nach Kiew zu verfrachten sobald es unsere Absichten erkennt. Jede Stunde zählt!

      Im Süden arbeiten sich vor allem rumänische Verbände langsam an Odessa heran. Da der Feind dort über eine beachtliche Anzahl an Divisionen verfügt ist unser Vormarsch dort nur langsam, um Verluste zu vermeiden. Zeit spielt hier keine so große Rolle.


      Gesamtüberblick. Erste Spitzen haben Kiew erreicht, noch sind große Kessel im Bereich der S-Linie aufzulösen. Zweite Vormarschrichtung Cherkassy ist ebenfalls zu erahnen.


      Aufgrund der riesigen Distanzen die zurückzulegen sind, ist der Verschleiß an Material aller Art hoch. Die Spitzen unseres Vormarsches sind in weiten Teilen unterversorgt und müssen doch weiter! Die feindliche Luftwaffe ist nun auch wieder in Erscheinung getreten, nachdem sie die letzten Tage von ihrer Führung geschont wurde. Sogleich steigen ihre Verluste rapide an: Innerhalb der nächsten 9 Tage verliert sie ca. 750 Maschinen.

      Am 21. Juli stehen wir in Stärke vor den Anfängen der Festung Kiew. Dutzende Kilometer im Vorfeld der ukrainischen Metropole erstrecken sich Festungsanlagen. Panzersperren, Minenfelder, Drahtverhaue, Bunkersysteme und Pak-Stellungen. Und doch: Noch hat sich der Feind hier noch nicht massiert, wir müssen stürmen!

      Den südwestlichen Abschnitt des Angriffs übernimmt die Division "Wiking". Zu ihrer Linken gehen einige frische Infanteriedivisionen vor:


      Der erste Angriff auf Kiew am 21. Juli 1941.

      2 motorisierte Regimenter von "Wiking" überrumpeln eine mechanisierte Division welche sich in einem Waldstück verschanzt hatte (durch welches der südwestlichste Weg nach Kiew führt) und nehmen ihre Reste gefangen. Auch die NKWD-Infanteriedivision nördlich davon hat gegen unsere Infanterie keine Chance und zieht sich nach Westen in einen Kessel zurück, der sich durch die erfolgreiche Zangenbewegung gebildet hat.
      Im Kessel befinden sich zwei Schützendivisionen, eine motorisierte Division (NKWD), eine Panzerdivision, zwei Fallschirmjägerbrigaden, eine Flakbrigade. Unter den Schützendivisionen ist auch die 175., welche sich das feindlichen Oberkommando als eine ihrer Vorzeigedivisionen ausgesucht hatte.
      Lediglich der nördlichste Angriff über einen Ausläufer des Dnjeprs bricht im Sperrfeuer der eingegrabenen russischen Divisionen und Flakgeschütze zusammen.

      Hier scheint angebracht zu bemerken: "Gäb es nur eine Krone..."

      Video entfernt. John
    • Frontbericht der Heeresgruppe Süd 24. Juli - 3. August 1941

      Die nächsten Tagen sind vom Kampf um Kiew geprägt. Am 27. Juli schließlich gelingt es alle Verteidiger Kiews westlich des Dnjeprs einzukesseln. Das Stadtzentrum wird vom 172. IR der 75. ID genommen, unterstützt von der 1. Gebirgsjägerdivision. Einziger Wermutstropfen: Über 20 Nebelwerfer werden bei einem Feuerüberfall der sowjetischen Artillerie vom anderen Ufer der Stadt zerstört oder schwer beschädigt. Gerade diese Waffe ist an Wichtigkeit für uns kaum zu überbieten.

      In Zwischenzeit hat der Russe am östlichen Ufer der Stadt eine viergliedrige Verteidigungsstellung gebildet. Laut Aufklärung handelt es sich hierbei um zwei sowjetische Gruppierungen, die 9. und 19. Armee. Ein Frontalangriff über den Dnjeprübergang in Kiew wäre zu verlustreich, unsere Divisionen müssen ersteinmal wieder durchschnaufen.

      Die Lösung ist schnell gefunden: Zwei Brückenköpfe sollen einige Kilometer südöstlich von Kiew geschlagen werden, um feindliche Truppen zu binden und den auf dem östlichen Dnjeprufer liegenden Teil Kiews (der kleinste Teil der Stadt) von Süden her anzugreifen. Schnell ist klar dass der Russe sich auch hier schon begonnen hat tief einzugraben.
      Verlustreiche Angriffe unserer frischen Divisionen wie der 339. ID, bei der diese ein ganzes Regiment verliert, sind die Folge. Die Heftigkeit der sowjetischen Gegenangriffe überrascht uns, auch "Wiking" verliert das Regiment "Westland".
      Den südlichen Brückenkopf schlägt das neueingetroffene ungarische Korps. Insbesondere die (ung.) 1. KD (Kavallerie-Division) zeichnet sich aus , indem sie mehrere feindliche Angriffe abschlägt.

      Die Verluste auf beiden Seiten erfahren in den letzten Tagen nochmal ungeahnte Steigerungen. Besonders die Abnutzungsschlacht vor Smolensk wirkt sich fatal auf unseren Nachschub an ausgebildeten Infanteristen aus. Auch die VVS ist immernoch gnadenlos im Einsatz und leidet schrecklich: 3521 zerstörte Flugzeuge (wir 608). Panzerverluste: 8681 (wir 442).

      Wenn wir hier durchstoßen besteht die Möglichkeit, das für motorisierten Vormarsch günstiges Hinterland von Kiew schnell zu durchqueren und tief in die südliche Sowjetunion einzudringen. Dabei würde eine Vormarschrichtung stark südöstlich liegen, um die Dnjeprlinie von der rückwärtigenVersorgung abzuschneiden und zu kesseln.

      Das gegnerische Oberkommando steht nun vor einer Reihe von Möglichkeiten um unserer Strategie zu begegnen: Zurücknehmen der Dnjepr-Linie auf eine neue Linie im Hinterland (Frontverkürzung, Gefahr des Kesselns gebannt, allerdings damit der allergrößte Teil der Dnjeprlinie nutzlos gewesen), Verlagern oder Ausdünnen des südlichsten (am wenigsten bedrohten Teiles der Linie) Teils der Dnjeperlinie nach Norden oder aber eine großangelegte Gegenoffensive ins Gebiet westlich des Dnjeprs (das in weiten Teilen noch unter sowj. Kontrolle ist, also leicht zu durchqueren).
      Es entscheidet sich für letztere Variante!



      Zu sehen sind die groben Richtungen des feindlichen Vorstoßes. Westlich von Cherkassy werden sofort zwei deutsche IR gekesselt. In grün ist unser taktischer Rückzug bei Cherkassy eingezeichnet.

      Obwohl wir es nur für unwahrscheinlich hielten dass der Feind sich für dieses Vorhaben entscheidet, ist die Stimmung im Generalstab optimistisch. Sofort werden Gegenmaßnahmen ergriffen, der Angriff bietet wiederum großartige Möglichkeiten für die HG Süd.
    • 10. August 1941
      Der Bär wankt




      Vom Finnland bis zum Schwarzen Meer bricht die russische Linie nun so langsam zusammen. Der Iwan kann inzwischen gar nicht mehr genügend Verstärkungen herankarren um die zahlreichen schwere Einbrüche abzudecken. Die Zeit für weitere große Kesselschlachten ist reif!

      Im äußersten Norden marschiert die 20. Gebirgsarmee weiter von Erfolg zu Erfolg. Auch die zweite Stellung des Feindes in der malerischen landschaft wurde bereits ausgenommen. Zwei Divisionen haben sich bereits abgespalten, um die südliche Flanke von murmansk zu bedrohen. Sollte sich auf der Halbinsel Kola keine komplette Arm der Russen verstecken, könnte der wichtige Eismeerhafen alsbald in deutscher Hand sein.
      Spoiler anzeigen




      Der 18. Armee ist nun südlich des Peipuss-Sees endlich der entscheidende Durchbruch entlang des Welikajas gelungen. In den kommenden Tagen werden hier noch 10 Divisionen des Feindes gekesselt werden. Das Gelände, was ihnen so stark geholfen hat, wendet sich nun gegen sie und ein Entkommen aus der Umfassung der 8. Pnz.-Div. und der 3. PnzGr.-Div ist nicht mehr abzuwenden.


      Panzergrenadiere rücken mit einem 38t vor


      Desweiteren hat bereits der Angriff auf die zweite Linie des Feindes begonnen und in einem glorreichen Sturmngriff konnte die 94. Inf.-Div., "Sachsenschwerter", Pskov direkt am Ufer des Peipuss-Sees erobern und gegen mehrfache schwere Angriffe frischer Rotarmisten halten!




      Die Kämpfe im mittleren Abschnitt vor Smolensk gehen weiterhin mit unglaublicher Härte fort, aber auch hier zeigt der Iwan immer mehr Auflösungserscheinungen. So konnten wir inzwischen das südliche Dwina Ufer bei Witebsk sichern und unsere Angriffszangen sind stellenweisen nur 30km voneinander entfernt.



      Derzeit verstärken wir auch unsere Angriffsbemühungen in südlicher Richtung und eroberten dort die Ortschaft Gorki. Operation "Spaziergang wird damit erweitert und hat nun nicht nur das Ziel den nördlichen russischen Frontbogen zu kesseln, sondern auch den südlichen.
      Hierfür wurden frische Truppen, welche die Kesselschlacht von Minsk beendet haben. herangeführt, die nun bei Mogilev, etwa 50 km südlich vom Smolensker Frontbogen, über den Dnjepr übersetzten und dort einen großflächigen Einbruch erzielen konnten mit Hilfe einer Luftlandeoperation der Brandenburger.
      Etwas weiter flussabwärts, nördlich der Pripyatsümpfe, setzten unsere Infanteristen ebenfalls über den mächtigen Strom über.

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    • Ledigleich drei Tage sind seit dem letzten Frontbericht vergangen und trotzdem hat sich viel getan und die russische HKL zeigt immer größere Auflösungserscheinungen.

      Die 18. Armee der Heeresgruppe Nord hat nun alle Kessel im Großraum des Welikajas geschlossen. Westlich des Städtchens Welikije Luki endete ein sowjetischer Gegenstoß in einem weiteren Kessel durch den wagemutigen Vorstoß der 36. PnzGr.-Div.
      Insgesamt sind in diesem Gebiet nun 13 Infanterie Divisionen, 1 Panzer, 1 motorisierte Division des NKVD und ein halbes Dutzend an unterstützenden Einheiten gekesselt. Das sind ca. 150.000 Rotarmisten, einige hundert leichte Panzer und zwei dutzend schwerer Kampffahrzeuge.



      Die Kämpfe in und um Pskov gehen währrenddessen weiter und trotz einer erdrückende Überlegenheit des Feindes bleibt die Stadt am Peipussee weiterhin in unserer Hand.

      An der Smolenskfront versucht der Iwan nun verzweifelt die zahlreichen Einbrüche abzudecken und konzentriert seine Verstärkungen in der Region. So wurde eine komplette Armee nach Krichev verlegt, die allerdings Ziel eines koordinierten Angriffes der Luftwaffe wurden. Noch bevor die frischen Rotarmisten aus den Zügen springen konnten, fielen Ju 87´s He 111´s über sie her. Das Ergebnis des Angriffes war so verheerend, dass diese als Verstärkung gedachten Truppen sich nun einige Tage sammeln müssen.



      Edit: Großteil der Bilder aus den älteren Berichten in Spoiler verpackt um ein schnelleres Laden des AARS zu gewährleisten
    • Heeresgruppe Süd 4. - 17. August 1941:

      Bevor das Oberkommando die sich aus der feindlichen Gegenoffensive ergebenden Möglichkeiten ausschöpfen konnte, mussten ersteinmal die Vorstöße des Feindes abgeriegelt werden.

      Für die nordl. Stoßrichtung des Gegners über Tscherkassy bot sich hierzu ein nach Westen verlaufender Nebenarm des Dnjeprs als Verteidigungslinie an, welcher durch die Kleinstadt Korsun-Schew. fließt. Außerdem sollte Vatutino als südl. Pfeiler der Stellung herhalten, der Roten Armee also der direkte Weg nach Westen Richtung Uman verwehrt werden und sie dazu gezwungen werden nach Süden Richtung Bessarabien abzudrehen, wo ihr Stoß ins Leere verlaufen würde. Hierzu wurden einige Regimenter aus der Angriffsreserve Kiew entzogen, hauptsächlich jedoch Infanteriedivisionen welche noch im Vormarsch standen. Die Entscheidung, als einzige motorisierte Einheit, die 13. Pz.D. hinter dem Vatutino-Verteidigungsbogen in Reserve zu halten, sollte einige Wochen später Früchte tragen.
      Auf untenstehendem Bild ist die Masse der eingesetzten feindl. Kräfte ersichtlich.



      Die mittlere sowj. Stoßrichtung drohte in den Weiten Bessarabiens zu verpuffen und orientierte sich schließlich ebenfalls nach Norden und teilweise Süden. Diese war praktisch der einzige Risikofaktor für die Deutsch-Rumänische Verteidigung gewesen, da eine auf breiter Front vorgetragene feindl. Offensive unsere Front überdehnt hätte, eine geschlossene Verteidigung wäre bei weitem nicht möglich gewesen. Das dieser Unsicherheitsfaktor nur gering war, hatte der Generalstab der HG Süd freilich antizipiert.

      So konnte von der Mündung des Bugs an eine fast 200 Km lange starke, geschlossene Verteidigungslinie hauptsächlich rumänischer Einheiten zusammengezogen werden, welche im Norden durch Bulgaren und später Italiener ergänzt wurde. Dazu befanden sich zwei deutsche Divisionen in Reserve (50. u. 73. ID). 20 Km nördlich der Bugmündung gelang es sowjetischen Pionieren Behilfsbrücken über den Strom zu schlagen und einigen Panzerdivisionen, Fallschirmjägern, Mot. Inf. und Flakeinheiten den Übergang ermöglichen. Durch schnelles Eingreifen der Reserve war ihr Schicksal schnell besiegelt, die Brücken erobert und die Masse der feindl. Kräfte auf der Westseite des Bugs gefangen.
      Das selbe Schicksal erlitten eine sowj. Panzer- und eine Gebirgsdivision beim Übergang bei Dubossary. Hier arbeiteten Bulgaren und Italiener zusammen.

      Im Ostrumänischen Küstenort Sulina startete die Rote Armee in Zusammenarbeit mit ihrer Schwarzmeerflotte eine Seelandung mit einigen Infanterieeinheiten (2 Div.+). Durch das beherzte Eingreifen der 46. ID konnte die Situation aber schnell bereinigt werden.



      Über die feindl. operative Gegenoffensive im Bereich des mittleren und südl. Abschnitts der HG Süd ist abschließend zu sagen:
      Wie vom Generalstab erhofft spielte sie uns in die Hände. Zwar zwang sie uns in diesen Bereichen erstmal zum Übergang in die Defensive, jedoch resultierte sie in der Vernichtung der größten Teile der Feindkräfte, die sie eröffnet hatten. Dies wird sich später in späteren Feldberichten zeigen. Sie ermöglichte uns schlussendlich einen Bewegungskrieg in der Südukraine führen zu können und ersparte uns die erwartbar hohen Verluste beim Antreten gegen die mittlere und südl. Dnjeprlinie, welche es von vornherein zu vermeiden galt (siehe Angriffsentscheidung auf Kiew).


      Im nördl. Bereich der HG Süd änderte sich die Situation folgendermaßen:
      Da der Feind das Hinterland des unsererseits eroberten (bis auf das Ostufer) Kiews enorm verstärkt hatte und es ein langsames, verlustreiches durchschlagen zu vermeiden galt, griffen wir zum Mittel eines Zangenangriffs (Operation "Kesselpauker", Beginn: Mitte August). Hierzu waren drei Schritte notwendig:

      1. Im Norden wurde die Kleinstadt Chernigov im Handstreich von der 1. Kavalleriedivision und der 132. ID. genommen und somit dem Feind die Möglichkeit genommen die nördl. Zangenbewegung welche zeitgleich verlief zu bedrohen (2.). Die sich anschließenden Angriffe der Roten Armee auf Chernigov und Umland scheiterten nicht zuletzt an der klugen Ausnutzung eines Nebenarms des Dnjeprs und des Waldgeländes. So war es 2 Divisionen und einiger Pioniere möglich dem Ansturm von ca. 10 sowj. Divisionen (darunter 2 PzD.) und Unterstützungseinheiten (darunter nach einigen Tagen schwere Art.) zu widerstehen. Auf deutscher Seite wurde die Stellung nach einer Woche vom Regiment "Grossdeutschland" verstärkt.



      2. Die 3. und 17. PzD., welche zuvor der HG Mitte unterstanden hatten (und sich leider mehr oder weniger nutzlos in den Pripjetsümpfen wiedergefunden hatten), warfen mit Pionieren die schwachen Verteidigungsstellungen 80 Km nördlich von Kiew, durchquerten das Sumpfgelände und riegelten den sich von Süden (3.) schließenden Kessel der gesamten Kiew-Verteidigung ab und konnten den Angriff gleichzeitig weiter Richtung Osten tragen.
      Im Rückblick zeigte sich die "Reservestellung" der zwei Panzerdivisionen in den Sümpfen also sogar als Strategischer Vorteil. Auch wenn sie total unterversorgt und in schlechtem Zustand waren, so rechnete unser Gegner doch nicht mit einer gepanzerten Offensive aus dieser Richtung.
      Allerdings: Natürlich hätten die Divisionen auch an anderer Stelle entscheidend wirken können.

      3. Die Masse der motorisierten Kräfte der HG Süd befand sich nun in unserer Hinterhand. Beim Angriff auf Kiew war mit Ausnahme der "Wiking" nur ID. eingesetzt worden. Dies ermöglichte uns die Bildung einer "gepanzerten Faust", welche mit ausreichend Pionierunterstützung 80 - 100 Km südl. Kiew an einer schwach verteidigten Stelle den Dnjepr querte. Dort ging sie zum Angriff mit Stoßrichtung Nord, Nordwest (Kessel Kiew) und schließlich Nordost über und kesselte nicht nur die gesamte Kiew-Verteidigung, sondern zwang den Feind auch eine hastig zusammengezogene zweite Verteidigungsstellung in schlechtem Gelände zu beziehen.

      Die motorisierten Bestandteile der "gepz. Faust" waren: 11., 9., 16. PzD., 25. PzGrD. und Leibstandarte.
      Bei der Bindung der Gegnerkräfte im Hinterland Kiews bewährte sich das ungarische Expeditionskorps.





      SdKfz. der 11. PzD.

      Der Vormarsch verlief wie zu erwarten günstig. Bei den sowj. Truppen waren eindeutig Abnutzungserscheinungen der letzten Kämpfe zu beobachten. Immerhin wurde einige Tage lang ein Großteil der Heeresart. der HG Süd eingesetzt.



      Wirkung massierter Artillerie aus der Perspektive unserer Linien

      Nach 6 Tagen war der Kessel geschlossen. Versuche des Feindes ca. 250 wertvolle Geschütze Heeresartillerie nach Osten zu retten, wurde durch die 25. PzGrD. vereitelt. Unsere Aufklärung ergab, dass uns allein im Gebiet östlich Kiew Truppenteile aus folgenden Armeen gegeüberstanden:
      5., 40., 54., 59., 21., 33., 37., 20., 26., 4., 16., 50., 6., 38., 39., 61., 31., 28., 49. Armee u. 5. Schock-Armee.



      Sofort begann das Stavka damit Truppen, die für seine Offensive auf Vatutino genutzt wurden, bei Tscherkassy ans östliche Dnjepr-Ufer zu bringen, um eine neue Verteidigungslinie zu errichten. Als Gegenmaßnahme begann das OkdHrG.Süd eine eigene lokale Offensive auf Tscherkassy (9., 111. und 170. ID., Heerespioniere und Teile der 3. rum.Armee) Damit sollten alle westlich des Dnjeprs stehenden feindlichen Kräfte vernichtet werden (Immerhin 20+ ID. u. 3 PzDiv.).

      Im äußersten Süden ging die 3., 4. u. 1. Res. Armee Ungarns und das italienische Expeditionskorps, unterstützt von 3 deutschen ID. zum Angriff über. Sofort konnten unter Anderem 5 sowj. Panzerdivisionen gekesselt werden. Ziel ist Odessa und Vormasch Richtung Halbinsel Krim.



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    • Nach Beanstandung durch ein Forenmitglied wurden zahlreiche Videos der NS-Wochenschau und von Wehrmachtsliedern aus dem Thread entfernt.

      Der Thread wird bis auf Weiteres geschlossen.

      John
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen