Beiträge von Twilight

    Das Eine schließt ja das Andere nicht unbedingt nicht aus.

    Wohnungsrückkauf für eine möglichst schnelle Abdeckung des Mangels und zusätzlicher Neubau und dabei die pirvate Investoren in die Verantwortung nehmen auch für ausreichend bezahlbarem Wohnraum zu sorgen, denn Baugenehmigungen bekommt man hier auch nicht wirklich kurzfristig.


    Bzgl. den Zahlen, die sind nicht ideal, keine Frage, aber die letzten vollständigen Zahlen sahen auch nicht so viel besser aus.


    Was mir noch aufgefallen ist in der Erklärung, obwohl SPD und Grüne es im Parteiprogramm hatten, steht dort nichts von steuerlichen Entlastungen für Bürger*innen.

    Zitat von N-TV

    Solche Entlastungsversprechen seien nach den Sondierungsgesprächen nicht vorgesehen, sagte Grünen-Chef Robert Habeck in Berlin. "Das ist halt der Preis, den wir zahlen, weil die FDP sich an der Stelle durchgesetzt hat." Solche Entlastungen wären nur zu stemmen, wenn man die Steuern für Spitzenverdiener anheben würde - und das hätten die Liberalen abgelehnt.

    Der Tag: Ampelparteien planen keine Steuer-Entlastung für Geringverdiener - n-tv.de


    Yikes.

    OK, wir haben noch keinen Koaliationsvertrag und wirklich abrechnen kann man auch erst nach den 4 Jahren, aber bislang ist das im Großen und Ganzen alles nur mehr als ernüchternd...

    Es tut mir leid aber das ist eine Urban Legend das in Großstädten in großer Zahl bewusst Wohnraum leer steht.

    Aha.

    Zitat von TAZ

    Das Bündnis spricht in seiner Pressemeldung sogar von 150.000 leer stehenden Wohnungen, bezieht sich damit allerdings auf Schätzungen auf Basis des Mikrozensus von 2018, laut dem 6,8 Prozent der Berliner Wohnungen unbewohnt gewesen sein sollen.

    Spekulativer Leerstand in Berlin: Leer ist lukrativer - taz.de

    Im übrigen braucht doch niemand ernsthaft glauben das überteuert zurückgekaufte Wohnungen hinterher zu Spottpreisen vermietet werden, vom Thema Sanierungen usw. gar nicht erst zu reden.

    Aufjedenfall wären die Mietpreise bei Objekten im Besitz einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft deutlich erschwinglicher, als wenn das Objekt in privater Hand ist. Die Kommunen wissen das dies Langzeitinvestitionen sind und nicht sofort wieder das Geld durch hohe Mieten reingeholt werden muss.

    Häh ? Neubau ist ein Tropfen auf den heißen Stein, weil zu teuer aber Enteignungen schaffen neuen Wohnraum ???

    Klar, weil bewusst leerstehend gelassener Wohnraum eben kein Wohnraum ist, wenn ihn sich kaum eine*r leisten kann.

    Es ist halt nur potentieller Wohnraum, welcher durch den Rückkauf erst nutzbar gemacht wird. Das ist schaffen von neuem Wohnraum, denn das andere existiert de facto nur auf dem Papier.


    Und mit "teuer" meinte ich nicht einmal die Kosten für den Neubau, sondern das diese Neubauten Aufgrund der dafür vorgesehenen Mietpreise halt nicht für die gedacht sind, die am meisten vom mangelndem, bezahlbarem Wohnraum betroffen sind: Alleinerziehende, Geringverdienende, Studierende und Auszubildende.

    Unsere noch aktuelle Regierung hat sich ja für die hunderttausende Neubauten auf die Schultern geklopft, nur wurde den damit genannten Gruppen so gut wie gar nicht geholfen, denn die hatten noch immer keine bezahlbare Wohnung. Die Losung der Union und FDP im Wahlkampf war ja, dann müssen wir halt noch mehr bauen. Wozu, wenn es nicht zur Problemösung beiträgt, da der nur auf dem Papier existierende Wohnraum weitesgehend in der Hand von Investoren und Spekulanten bleibt?


    Nur so als Anmerkung, müssen wir hier nicht von Enteignungen sprechen, wenn der Staat und seine Kommunen über den Marktpreis Wohnungen zurückkauft. Hier gibt es keinen staatlichen Zwang, noch verschafft dieser sich Vorteile in der Anschaffung, im Gegenteil.

    Auch die zuletzt 20.000 Wohnungen, oder wieveiele es auch waren, welche die Stadt Berlin zurückkaufte, sowie die noch ausstehende Umsetzung des Volksentscheides "DW enteignen" sind keine Enteignungen.

    Mogges hat es auf den Punkt gebracht, der Mangel ist auch viel künstlich erzeugt durch Spekulationen mit leerstehendem Wohnraum.

    Klar ist es bitter, dass der Staat und die Kommunen massivst in die Tasche greifen müssen für den Rückkauf von überteuerten Wohnungen und Grundstücken, aber Wohnungsneubau ist halt mehr Tropfen auf den heißen Stein, da damit wieder hauptsächliche teure Wohnungen entstehen und Sozialwohnungen auch immer zu Gentrifizierungen und Milieubildungen führen.


    Interessant zu dem Thema ist auch die heutige Räumung des Berliner Köpi Platzes.

    Man kann ja von autonomen Räumen halt was man möchte, aber die Verschleierungen und Machenschaften der Immobilienspekulanten im Hintergrund sind schon sehr obskur. Die TAZ hat das Ganze einmal sehr gut recherchiert:

    Köpi-Wagenplatz vor Räumung: Kein Risiko fürs Kapital - taz.de

    Sneak Peak aus den Sondierungsgesprächen für eine mögliche Ampelkoaliation:


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    Die vollständige 12-seitige Erklärung gibt es hier:

    sondierungspapier-15-10-21.pdf


    Die Abschaffung von HartzIV liest sich darin eher wie eine Umbennung mit weniger Bürokratie.

    Offen bleibt für mich auch, wie die ganzen Vorhaben bzgl. Digitalisierung, Sicherung der Renten, Energiewende etc.pp finanziert werden soll ohne dem Wegfall der Schuldenbremse, keiner Vermögens- und Einnahmesteuer und keiner Anpassung der Unternehmenssteuer.

    Keine Aufhebung des 2. Klassensystems in den Versicherungen, nichts zur Deckelung der steigenden Mietpreise.


    Die FDP hat sich ihre Rolle als Königsmacher gut vergüten gelassen.


    Edit: Achja, die Grenze der Arbeitszeit nach Oben soll durch Tarif- und Betriebsvereinbarungen nun bestimmt werden, ergo der Arbeitstag kann dann mal länger als 8 Stunden sein. Sehr zukunftsorientiert :rolleyes:

    Naja, Tagesthemen und heute-Nachrichten sind auch nicht der richtige Ort für eine hier notwendigermaßen tiefergehende Berichterstattung.

    Ein Polit-Magazin wäre da eher angebracht, nur muss die Sendung auch ersteinmal produziert werden, jetzt, wo die Wahl durch ist. Diese Politstiftungsförderung in Deutschland bietet sicherlich genügend Aspekte, um einmal voll durchleuchtet zu werden.

    Klar, ist ein schwieriges Thema, weil man sich ins eigene Bein schießen muss um die Nazis zu treffen. Aber gar nicht schießen ist auch keine Option mMn, bzw. die eindeutig schlechtere.

    Unterschätze nicht den parlamentarischen Willen den status quo aufrechtzuerhalten, solange man mehrheitlich davon profitiert :D

    Waren es nicht die Grünen, welche in den 80er zuletzt versucht habe ernsthaft dagegen vorzugehen, bevor sie ihre eigene Stiftung gegründet haben?

    Solange die Erasmus Stiftung keinen richtigen Bock schießt, der für nationales Aufregen sorgt, habe ich da wenig Hoffnung, dass da etwas in die Gänge kommt.

    Sorry aber für mich sind die einfach alle durch die Reihe rechts.

    Klar, aber Meuthen war ja immer die Galleonsfigur für die Narrative einer "gemäßigten AfD", der nun weggefallen ist und damit hört dann auch hoffentlich endlich diese Darstellung auf. Trotz aller Bemühungen von Chrupalla und Weidel seriös zu wirken, hat die Mehrheit das denen nicht abgekauft und nun fehlt halt die Ausflucht, dass die AfD ja "nicht komplett aus strammen Nazis besteht".

    Inwiefern sich das wiederum in der Warnehmung der Wähler*innen spiegelt wird sich noch zeigen.

    Hab da eher Sorge vor der CDU in der Opposition die sich dann in 4-8 Jahren für "Es ist besser mit Nazis zu regieren, als gar nicht zu regieren" entscheiden könnte. Ganz nach dem Modell Kurz aus Österreich. Korruption ist man ja schon auf einem Level.

    Well, Amthor meinte ja mal, wenn er nicht in der CDU wäre, ist die AfD eine interessante Option. Ob er dazu heute noch so steht ist wiederum was anderes.

    Aus heutiger Sicht bedarf es einer ganzen Menge an Diskursverschiebungen, um diese Möglichkeit zu eröffnen. Die personale Neuaufstellung der CDU und die eigene Außendarstellung der AfD in den kommenden Jahren werden weitere entscheidende Variabeln sein.

    Die Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt in drei Jahren könnten Aufschluss geben, ob so etwas wie Bahamas Koaliation, oder gleich Schwarz-Blau im Bund realistisch ist.

    Hatte sich nach der parteiinternen Kritik bereits abgezeichnet, aber Jörg Meuthen wird sich nicht mehr zur Wahl als Parteivorsitzender stellen.


    Rückzug von der Parteispitze: AfD-Chef Jörg Meuthen tritt nicht noch einmal an - Politik - Tagesspiegel


    Damit fällt auch der letzte Schleier einer sogenannten "gemäßigten" AfD und der Weg zur weiteren Radikalisierung steht nun frei.

    Bereits jetzt gelten mehr als die Hälfte der Bundestagsabgeordneten der AfD dem "Flügel" zugehörig, oder sehr nahe.

    Nö, aber vielleicht Journalisten?

    Du meinst die von heise, der TAZ und vom Deutschlandfunk?

    Eine Berichterstattung gab es schon in der Presse zu dem Thema vor der Sendung von Böhmermann, oder was stellst du dir vor?

    Leider ändert man sich dann im Alter doch von links zu konservativ, bzw. machen eben diese dann scheinbar eher Karriere in der Politik.

    Letzteres ist die richtige Kausalitätskette. Ein transparenteres Lobbyismusgesetz, bzw. gar eine Unterbindung einer solchen Einflussnahme würde da viel helfen.

    Mobilfunkmasten können hochvolatil in ihren Leistungen sein.

    Jeder Mast hat eine fixe Anzahl an Zellen und kann damit eine bestimmte Anzahl an Geräte bedienen.

    Seit 2019 nutzt die Bahn nicht nur Telekom Infrastruktur, sondern auch die von Vodafone und Telefonica/o2, trotzdem schützt dies nicht vor Netzausfällen und da spielen verschiedene Faktoren rein, von der Anzahl der Fahrgäste bis hin zu angrenzenden Gemeinden entlang der Strecke, welche über die gleichen Funkmasten versorgt werden. Zudem gibt es auch eine Datenvolumen Beschränkungen und eine entsprechende Drosselung beim Überschreiten dieses, für 2. Klasse anscheinend 200mb.


    Deutsche Bahn: wieso das WLAN in den Zügen so schlecht ist - WELT

    Bin grundsätzlich auch für junge Leute, was aber ansonsten noch fehlt ist eine Vertretung aller Bevölkerungsschichten.

    Hab einen Beitrag gesehen wo gefeiert wurde, dass 49 Jusos in den Bundestag einziehen, vorgestellt haben sie dann eine Unternehmerin, einen Abteilungsleiter und einen Unternehmensberater. Also nur Wirtschaftslobbyisten im Grunde. Und das bei der SPD, eigentlich nur noch traurig...

    Macht ja bei der Union wenig Unterschied, wenn man sich so anhört was Kuban, Amthor, Winter und Co. so von sich geben.

    Biologisch mag man sich mit solchen Leuten verjüngen, mental bleiben die meisten Positionen identisch.


    Bzgl. den Jusos, sollte es nicht erst einmal egal sein, welchen Hintergrund sie haben und eher an ihren politischen Aktivitäten gemessen werden? Ich kann auch als Abteilungsleitenden mich für eine gerechtere Sozialpolitik etc. einsetzen. Klar wäre ein repräsentativerer Bundestag wünschenswert, aber Leute gleich von Beginn eine Befangenheit zu unterstellen hat etwas von gatekeeping. Zudem habe ich in den Medien hauptsächlich Studierende vernommen, die dort nun einziehen.


    Was die Stiftungen angeht, die 600 Millionen ist der Gesamttopf der Förderung für alle parteinahen Stiftungen, welche im Parlament vertreten sind. Da hier alle von der Intransparenz und den Fördermitteln profitieren können wir wohl lange warten, bevor hier etwas passiert und es wird halt in Kauf genommen, dass die AfD Stiftung Revisionismus und rechte Propaganda betreibt.

    Glaube, den meisten ist die Existenz solcher Stiftungen und deren Arbeit kaum bekannt und daher ist das allgemeine Interesse auch dementsprechend nicht vorhanden.

    Sebastian Kurz ist heute Abend zurückgetreten.

    Scheint dann nur mal Kurz weg zu sein.

    In seiner Funktion als Parteichef bleibt er und wird jetzt Fraktionsvorsitzender im Nationalrat. Wird sicherlich nicht das letzte mal gewesen sein, dass wir von ihm hören.


    Der Chefredakteur Der Welt fängt schon einmal mit den Abschiedslobpreisungen an.

    Ja die Enthüllungen sind eigentlich im selben Ausmaß wie die des Ibiza Videos. Wobei man ja fast weinen könnte, dass die Leute nicht so sehr empört sind, weil Ibizia ein Video war was verbreitet wurde - jetzt muss man ja nen Artikel lesen.

    Höre aber auch recht häufig Ähnliches, wie drache es beschrieben hat: sollte sich die Anschuldigungen bestätigen, ist die Ibiza Affäre ein Witz dagegen.

    Klar, der impact des Videos war ein ganz anderer. Du hattest halt einen zugedröhnte Strache und seine Freunde in einen passenden Setting, die darüber fabulierten wie sie den Rechtsstaat und seine Kontrollmechanismen aushöhlen könnte. Alles medienwirksam in einen paar Minuten langen Video konzentriert.

    Jetzt werden ersteinmal Beweisschnipsel gesammelt und sortiert, bevor sie umfangreich präsentiert werden können.

    Ich gehe mal davon aus, dass der richtige Knall erst dann kommen wird, wenn die Untersuchungen der WKStA abgeschlossen sind und vorher die Grünen auch nicht reagieren werden.

    Passend dazu auch, was Untersuchungen des Algorithmus von Facebook von Außen schon länger feststellten, wurde jetzt von einer Whistleblowerin bestätigt: Facebook fokussiert gezielt negativen content für seine user, um die verbrachte Zeit auf der Plattform und damit auch die eigenen Einnahmen zu steigern.

    Die Priotirisierung von Hass, Hetze und anderen polarisierenden Inhalte hat laut internen Studien einen negativen Einfluss auf die Nutzerschaft, wird aber wissentlich für das Wachstum des Unternehmens ignoriert.

    Oh, und Instagramm fördert psychische Erkrankungen bei jungen Menschen, insbesondere bei jungen Frauen.


    Ich springe ja nicht direkt auf den Zug auf, wenn Social Media verteufelt wird. Gesunder Menschenverstand gehört aber dazu. Hier fehlen mir aber fast schon die Worte.

    Wer schaut sowas und warum schaut er das? Sind in der Gruppe der 8-40 jährigen ja nicht so wenige.

    Kann jetzt nicht für die Zuschauenden bei KuchenTV sprechen, das bisschen was ich von ihm gehört habe reichte aus um festzustellen, dass es nicht meine Zielgruppe ist, aber ich schalte des öfteren mal polikfokussierten Streams rein, die oftmals nach ähnlichen Schematas ablaufen, wie die hier genannten.

    Von HasanAbi, Vaush über David Pakman, The Majority Report bis hin zu Daily Wire und Lowder with Crowder.

    Es ist halt leichte Unterhaltung, welche man nebenher konsumieren kann, während man den Haushalt macht, kocht oder irgendetwas anderes tut, in etwa so wie die Nachmittags Talkshows im Privatfernsehen. Es ist leicht zu konsumieren und auch leicht zu produzieren.

    Anders als Video Essays, Reportagen, Nachrichtensendungen usw. ist die Informationsdichte pro Minute geringer und ich muss keine starre Struktur verfolgen, um nicht den Faden zu verlieren. Ich kann auch einfach mal den Raum verlassen und ein paar Minuten später wiederkommen ohne großartig das Gefühl zu haben was zu verpassen und leicht wieder einsteigen. Das macht diese Formate flexibel und da es weniger zeitliche Beschränkungen gibt, ist zudem eine spezifischere Auseinandersetzung zu einen Thema auch möglich, die in einen anderen Format zeitlich gar keinen Platz hätte, oder aber auch einfach zu nischig wäre.


    I.d.R. interessieren sich die meisten Menschen für die Meinung von anderen, da es einem hilft sich zum einen selbst besser in die Gesellschaft einzuordnen und zum anderen auch um andere Positionen kennenzulernen und zu verstehen.

    Aus denselben Grund halten wir in unserem Alltag Smalltalk über alle möglichen Themen, lesen Kolumnen in den Tageszeitungen und schalten Abends bei Maischbergen, Lanz und Co rein.

    Manche sind einfach am besprochenen Thema interessiert, manche suchen neue Blickwinkel, oder Argumente für ihre Position und manche sind auch einfach nur an der Bestätigung ihrer bereits gefestigten Meinung interessiert. Gerade die Validierung von Letzterem ist ein starker psychologischer Hebel, da es ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft auslöst.

    Man denke hier nur an Abenden auf der Couch mit Freund*innen, schaut eine Serie, Film etc. und diskutiert währendessen über das Geschehen an das man gemeinsam gerade teilnimmt. Social Media nimmt dieses Erlebnis und macht es möglich dies global zu teilen mit einer exorbitanten Anzahl an anderen Menschen. Klar, die Art und Weise ist eine andere, aber die psychologische Grundmechanik dahinter ist sehr, sehr ähnlich.


    Und dann sind da natürlich auch die Beefs, welche durch reaction videos zwischen den Parteien entstehen.

    Ich empfinde diese als eine ähnliche guilty pleassures wie bspw. eskalierende Talkshows, oder sogenannte reality tv shows, nur das sie halt weniger gestellt wirken.

    Um einmal in der Poltikblase zu bleiben ein Beispiel aus dem Sommer diesen Jahres.

    Eine der größten Kanäle auf Youtube H3H3, welche eher weniger politischen Inhalt macht, kritisierte in mehreren reaction videos die Sendung und die darüber verbreiteteten Meinungen von Steven Crowder. Als Anmerkung dazu, Crowder wurde übrigens bereits mehrfach von mehreren Social Media Plattformen temporär gebannt Aufgrund von hate speech und Desinformation. Das ist übrigens auch der Typ aus dem "change my mind" Meme, wo Crowder, ähnlich wie Ben Shapiro, mit einen zuvor ausgewählten Thema und einem rhetorischen Crashkurs dazu auf College Campussen Studierende "debattiert" und mit seinen rechts-konservativen Ansichten "Libtards zerstört".


    crowder.jpg


    Crowder bekommt ein Bigotterie Bingo schneller voll, als man blinzeln kann und vermeidet gerne echte Debatten mit gleichwertigen oder gar rhetorisch stärkeren Gegnern, u.a. sagte er kurzfristige eine Debatte mit Sam Seeder von der Majority Report Sendung ab.

    Die Kritik von H3H3 war im wohl aber zuviel und Crowder sah in ihm wohl ein leichtes Opfer und forderte ihn daher zu einer Debatte heraus betreffend den amerikanischen Covid Maßnahmen.

    Direkt zu Beginn der Sendung lies H3H3 dann eben jenen Sam Seeder zuschalten, um die Debatte gegen Crowder zu führen. Dieser und seine Crew hatten eine leicht hysterische Reaktion und gingen schnell dazu über Sam Seeder mit stark codierten antisemitischen Diffamierungen zu belegen, bevor sie die Unterhaltung abbrachen.



    Was folgte war tagelang eine content Flut von fast allen politikorientierten Streaming und Youtube Kanälen mit den unterschiedlichsten Meinungen zu diesem Vorfall. Manche waren interessant, informativ, lustig, aber auch stellenweise unnötig oder gar lächerlich, dazu gab es haufenweise Memes in den unterschiedlichsten Formen.



    Man kann davon halten was man möchte, aber es ist eine Form von Inhalt, den man so in den klassischen Medien nicht geboten bekommt und die Tatsache, dass es dafür ein Millionenpublikum gibt und einzelne Personen damit mehr als nur ihren Lebensunterhalt bestreiten können, zeigt, dass es dafür einen Markt gibt.

    Das einzig erfreuliche an diese Wahl, war das Scheitern der AFD.

    Scheitern? Nachdem man insbesondere in den letzten Jahren mehr und mehr die Maske fallen gelassen hat und jetz nur jämmerliche 2% verloren hat nennst du scheitern? Das sind für mich keine Protestwähler*innen mehr dort, sondern ein harter Kern, die offen rechtsradikal wählen und sich fix etablieren.

    Der Rest versteckt sich weiterhin hinter dem CDU Label der Mitte, oder gibt sich der Illusion hin, sie zählen zu den oberen 5% der Bevölkerung, anders kann ich mir diese Wahlentscheidung auch nicht mehr erklären.


    Blanker Hohn auch Wagenknecht, die nun nach Ursachen schauen möchte für die Schlappe der Linken in allen 3 Wahlen. Vielleicht sollte sie bei sich und ihrem schwurbelnden Ehegatten anfangen.


    Das werden anstrengende Koaliationsgeschachere in den nächsten Wochen. Ampel wäre noch das kleinste Übel.


    Immerhin ein gutes Wahlergebnis gab es bei unserem Nachbarn in Österreich für die Gemeinderatswahlen in Graz. Manchmal wird sozialdemokratische Politik auch belohnt :thumbsup:

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    Gestern in Würzburg;


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    Eine Prüfung der angemeldeten Aktion ergab es läge hier kein "strafrechtlicher Tatbestand" vor.


    Ansich sollte man diesen larpenden Kindergarten ja keine Bühne bieten, aber wenn wir dann wieder einen Fall wie bei Lübcke haben, sollte sich niemand wundern.