Israels Zukunft

  • London sieht auch nicht viel anders aus als der Yemen. Wenn sie damit Sympathien erzeugen wollen, erreichen sie eher das Gegenteil. Das ist eindeutige bedrohlich. Und das soll es wohl auch sein.


    Kann die Israelis schon verstehen, dass sie notfalls auf Atomwaffen setzen.



    Washington

  • Wo sind eigentlich die Gegenbewegungen, die mir beweisen, dass die Muslime sich durchaus auch für die Toten des Massakers kümmern?


    Ich vernehme auf Twitter/Nachrichten oder in Großstädten fast gar keine Gegenstimmen. Ich sehe nicht die große muslimische Mehrheit, die diesen Akt des Terrors aufs Schärfste verurteilt!?


    Für mich jedenfalls ist der Islam gescheitert. Er ist dahin gehend gescheitert, dass er nicht integrierbar ist in unserer westlichen Welt. Das wurde mir jetzt so oft bewiesen, dass ich für mich persönlich nicht mehr sagen kann "naja, waren bestimmt nur eine kleine Anzahl an Leuten, der Rest denkt bestimmt ganz anders".

  • Sehe ich auch so. Der Islam und der Westen das passt nicht zusammen. Entweder es kommt jemand hier hin, weil er sich vom Islam verabschiedet hat oder es wäre besser er käme nicht. Seit 2001 und im Grunde auch schon davor geht das so.

    Ich glaube das beste wäre, man zieht ne klare Grenze. Wir mischen uns möglichst wenig bei denen ein und dafür bleiben die unter sich und lassen uns in Ruhe. Ich sehe nicht mehr, wie es anders noch gehen soll. Man sollte auch nicht mehr versuchen, arabische Länder zu demokratisieren oder sonst was. Stattdessen einfach knallhart Interessen formulieren und fertig. Wir wollen, dass Israel und unsere Länder sicher sind. Wir wollen keine Masseneinwanderung. Haltet euch daran, sonst gibt es kräftig auf die Nuss. Ansonsten wollen wir Waren und Rohstoffe handeln und den Suezkanal sicher nutzen. Alles andere ist alleine deren Angelegenheit und geht uns nichts mehr an.


    Ich denke darauf wird es über kurz oder lang ohnehin hinauslaufen. Dem Westen fehlt letztlich die Macht und der Wille, sein Lebensmodell irgendwo anders durchzusetzen. Regimechange im Iran sollte man genauso wenig anstreben, wie in Afghanistan. Hilfsgelder an irgendwen würde ich allerdings auch nicht mehr schicken. Nur noch gegen erwünschte Gegenleistung. Und Waffen würde ich in den gesamten muslimischen Raum nicht mehr verkaufen. Irgendwann werden die ohnehin nur wieder gegen uns selbst eingesetzt. Sollen das doch Russland und China tun.


    Langsam muss man auch mal was zur UNO sagen. Guterres und die UN versagen (mal wieder) aus meiner Sicht gerade VÖLLIG in dieser Krise. Kann man nicht mehr ernst nehmen. Völlig einseitige Positionierung zu Gunsten der Arabischen Seite.


    Und wenn man sich mal anschaut, was an deutschen und us-amerikanischen Universitäten so für Gedankenmodelle herrschen in Sachen Israel, dann kann es einen nur gruseln. Das sind die Eliten von morgen.


    Boah… gerade noch das hier gelesen:


    Das kommt dann nämlich dabei raus. Was ist denn bitte los mit den Leuten?

    Ehrlich gesagt, die Einzigen, die ich gerade erlebe, die sich wirklich uneingeschränkt solidarisch hinter Israel stellen, sind die Unionsparteien und Springer.


    „Nie wieder.“ ist jetzt. Aber das raffen offenbar viele nicht.

  • Ehrlich gesagt, die Einzigen, die ich gerade erlebe, die sich wirklich uneingeschränkt solidarisch hinter Israel stellen, sind die Unionsparteien und Springer.

    Genau das ist aber auch nicht richtig und blendet Tatsachen aus.

    Das der Angriff der Hamas vor knapp 2 Wochen menschenverachtend und mit nichts zu begründen ist, da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren. Wer das feiert, dem ist nicht mehr zu helfen und darf gerne Deutschland verlassen.


    Wir dürfen aber dennoch nicht vergessen, dass es den Konflikt Israel vs Palästina (arabische Staaten) nicht erst seit gestern gibt und die Darstellung Israel = gut und Palästina =böse sehr einseitig ist. Auch diese Medaille hat zwei Seiten und Israel hat in der Vergangenheit einiges getan, dass der Konflikt nicht gerade deeskaliert wurde. Zum Bespiel wurden immer wieder UN-Resolutionen missachtet und das eigene Ding durchgezogen.

    Des Weiteren bin ich kein Freund von Verschwörungstheorien, der aktuelle Konflikt spielt Benjamin Netanjahu (nicht gerade ein lupenreiner Demokrat) aber sehr gut in die Karten und lenkt von innenpolitischen Problemen ab.


    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Angriff auf Israel mit nichts zu entschuldigen ist, Israel sich dennoch die Frage stellen muss, ob man wirklich alles machbare in der Vergangenheit gemacht hat, um den Konflikt zu entschärfen. Hier habe ich große Fragezeichen.

  • Ja, Benjamin Netanjahu profitiert natürlich gewaltig davon das unter seiner Führung diese gewaltigen Patzer passierten, die sogar zum Teil auf direkten Entscheidungen von ihn beruhten. Ich glaube nicht das er das ganze überlebt - politisch.

    Ein guter Vergleich dazu bietet doch der Jom-Kippur-Krieg wo die Ministerpräsidentin danach auch für immer im politischen Loch verschwand weil sie verantwortlich für das ganze gemacht wurde. Das man in der Krise selbst nicht alles versucht umzustürzen macht hier ja noch viel sind.

    Bezüglich des Friedensprozesse, dazu braucht es ja immer Zwei und...naja, man sieht ja wer idr irgendwelche Sachen ablehnt

  • Wir dürfen aber dennoch nicht vergessen, dass es den Konflikt Israel vs Palästina (arabische Staaten) nicht erst seit gestern gibt und die Darstellung Israel = gut und Palästina =böse sehr einseitig ist. Auch diese Medaille hat zwei Seiten und Israel hat in der Vergangenheit einiges getan, dass der Konflikt nicht gerade deeskaliert wurde. Zum Bespiel wurden immer wieder UN-Resolutionen missachtet und das eigene Ding durchgezogen.

    Des Weiteren bin ich kein Freund von Verschwörungstheorien, der aktuelle Konflikt spielt Benjamin Netanjahu (nicht gerade ein lupenreiner Demokrat) aber sehr gut in die Karten und lenkt von innenpolitischen Problemen ab.


    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Angriff auf Israel mit nichts zu entschuldigen ist, Israel sich dennoch die Frage stellen muss, ob man wirklich alles machbare in der Vergangenheit gemacht hat, um den Konflikt zu entschärfen. Hier habe ich große Fragezeichen.

    Ne. Hier gibt es für mich kein „ja, aber“. Nicht mehr. Mein Verständnis ist restlos aufgebraucht. Die arabischen Staaten hätten schon seit Jahrzehnten den Konflikt entschärfen können, indem sie ihr Land und ihre Milliarden nutzen, um den Palästinensern eine realistische Perspektive und Zukunft bspw. im Sinai zu verschaffen. Stattdessen haben sie immer nur den Terror finanziert und Kriege geführt.

    Die Palästinenser haben Unsummen an Geld erhalten. Hätten sie das in ihre Wirtschaft und Infrastruktur gesteckt, könnten sie im Paradies leben. Aber sie finanzieren nur ihren kranken Terror und Islamismus. Dann noch rumzuheulen über Apartheid usw. ist der Gipfel der Verlogenheit.


    Zu Netanjahu das was Georgios schreibt.


    P.S. Und mit dem Libanon ist es dasselbe. Ein Land das mal als Schweiz des Nahen Ostens galt. Heute nur noch Raketenabschussrampe für die Hizbollah und ein gescheiterter Staat. Aber DAS interessiert die Araber einen feuchten Dreck.


    Anstatt dem hier:


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/The_Line_(Saudi-Arabien)


    Neue Hauptstadt Ägyptens – Wikipedia


    Fußball-Weltmeisterschaft 2022 – Wikipedia


    Dreier-Bewerbung geplant: Saudi-Arabien will die WM 2030


    Vielleicht mal stattdessen den Palästinensern eine neue Heimat aufbauen.

  • Andragoras

    Was genau hätte Israel denn anders machen sollen?

    Egal was Israel macht. Die arabische "Verhandlungsposition" ist seit 48 "die Juden ins Meer". Man hat sich 2005 aus dem Gaza Streifen zurückgezogen und sämtliche Siedlungen geräumt. Mit welchem Ergebnis?

    Man hat nach dem Sechstagekrieg den sofortigen Rückzug aus allen eroberten Gebieten angeboten, einzige Bedingung, Frieden.

    Die Antwort waren die berühmten drei Nein der arabischen Liga. Nein zum Frieden, Nein zu Verhandlungen, Nein zur Existenz Israels.

    Die palästinensische Autonomiebehörde zahlt monatlich an die Hinterbliebenen von Terroristen Renten aus. Da ist unsere Entwicklungshilfe doch gut investiert.

    Die Araber lügen ohne Rot zu werden. Behaupten Israel nehme ihnen das Wasser weg und "vergessen" das die Wasserversorgung "Palästinas" bereits seit den 70ern in der Verantwortung der Palästinenser liegt. Deren Führung ist nur leider korrupt und unfähig.

    Was genau willst du Israel vorwerfen? Das man auf vor Jahrzehnten gewonnenen Gebiet Menschen ansiedelt? Auf Land, dass in der Regel den arabischen Vorbesitzern legal abgekauft wurde? Und das ist jetzt eine Rechtfertigung für ein Massaker an Zivilisten?

    Davon abgesehen, noch bei den CampDavid Verhandlungen in den 90ern war Israel bereit auf den Großteil der Siedlungen zu verzichten. Man wollte nur eine Handvoll Städte erhalten und hat im Gegenzug einen Landtausch angeboten. Die Palästinenser haben dann lieber eine Intifada gestartet.


    Sorry, aber hier ist "aber beide Seiten" völlig unangemessen. Israel ist sicher nicht perfekt. Aber es mit seinen Gegnern auf eine Stufe zu stellen ist unangebracht.

  • Genau genommen gibt es gar kein Palästina. Und auch keine Palästinenser.


    Die Levante war über Jahrhunderte osmanische Provinz 🇹🇷 . Nach dem arabischen Aufstand britisches Mandatsgebiet, in dem Juden, Christen und Araber lebten. Die Briten brauchten einen Namen, also haben sie es Palästina genannt. 🇬🇧 Die einzigen, die dort wirklich seit Jahrtausenden ihre Herkunft haben, sind die Juden. 🇮🇱 Eben auch erkennbar am jüdischen Tempel in Jerusalem und der Klagemauer. 🇮🇱

    Dass sich jemand 1964 die jordanische Flagge 🇯🇴 schnappt, den Stern entfernt und schwups die tausendjährige Geschichte der Palästinenser 🇵🇸 erfindet, ist im Grunde ein Treppenwitz der Geschichte.

  • Die arabischen Staaten hätten schon seit Jahrzehnten den Konflikt entschärfen können, indem sie ihr Land und ihre Milliarden nutzen, um den Palästinensern eine realistische Perspektive und Zukunft bspw. im Sinai zu verschaffen. Stattdessen haben sie immer nur den Terror finanziert und Kriege geführt.

    Wer sind denn diese "arabischen Staaten" und warum sind nur diese für die Palästinenser verantwortlich? Einfach auf Grund der Tatsache, weil es Moslems sind? Sind alle Moslems gleich, gibt es keine unterschiedlichen Strömungen im Islam?

    Müssen wir dann unsere Unterstützung für die Ukraine aufgeben? Sind doch schließlich "nur" orthodoxe Christen.

    Ägypten und Jordanien haben ja auch halbwegs normale Beziehungen zu Israel.

    Sorry, das ist mir zu simpel. In welchem Jahr leben wir denn denn, dass wir Verantwortung auf Basis der Religion übernehmen.

    Man hat sich 2005 aus dem Gaza Streifen zurückgezogen und sämtliche Siedlungen geräumt.

    Ja, UN-Resolution 446. Was ist mit dem Westjordanland, mit Ost-Jerusalem und was mit den Golanhöhen?

    Und zum Thema Gaza, Zitat aus Wikipedia: "es behielt sich jedoch das Recht umfassender Kontrolle über den Gaza-Streifen und die Lebensverhältnisse seiner Bevölkerung vor." (Klick mich)


    Kann man sowas wirklich als "Rückzug" werten, wenn man selbst sagt, dass man die umfassende Kontrolle jederzeit wieder übernehmen kann?



    Israel ist sicher nicht perfekt.

    Mehr wollte ich nicht sagen.

    Aber es mit seinen Gegnern auf eine Stufe zu stellen ist unangebracht.

    Dies habe ich an keiner Stelle so gesagt. Bitte keine unangebrachten Unterstellungen hier verbreiten.


    Schon in meinem Eingangspost habe ich klar gesagt, wie ich den Angriff auf Israel sehe. Keine Ahnung wie du darauf kommst, die Schuldfrage sei 50:50.

  • Andragoras

    Die arabischen Staaten am Golf gehören zu den reichsten Staaten dieser Erde dank ihrer Ölmilliarden. Die Scheichs wissen gar nicht wohin mit ihrem Geld. Aber für ihre „Brüder und Schwestern“ in „Palästina“ haben sie nur nen paar Wagenladungen Hilfsgüter übrig, abgesehen von Raketen und „Märtyrer-Prämien“ natürlich. Bejammern aber immer am lautesten den „Holocaust an den Palästinensern“. Komm, hör mir auf damit.


    Abgesehen davon, du bist doch Soldat. Dann informiere dich doch bitte über die Rolle der Golan-Höhen und warum Israel aus strategischen Gründen Teile des Westjordanlandes nicht aufgeben kann. Stichwort: 9 km bis zum Meer und Verteidigungsfähigkeit.


    Und zur UN und ihren Resolutionen… da sollte man sich mal ganz genau ansehen, wer die eingebracht und beschlossen hat.


    Israel ist hier einseitig im Nachteil. Es gibt weltweit knapp 1,8 Milliarden (2015) Muslime, aber nur knapp 9 Millionen Israelis bzw. 14,6 Millionen Juden weltweit. Es gibt knapp 57 islamische Staaten. Aber es gibt nur einen jüdischen Staat. Nicht ganz verwunderlich, wer da die UN und die Straße weltweit dominiert.

  • Wer sind denn diese "arabischen Staaten" und warum sind nur diese für die Palästinenser verantwortlich?

    Nun, die umliegenden arabischen Staaten haben 1948 angegriffen (mit dem Ziel territoriale Zugewinne zu erzielen und aus Angst vom antisemitischen Mob weggefegt zu werden) und sind damit für die nicht Umsetzung des Teilungsplans verantwortlich. Also, ohne die "arabischen Staaten" hätten wir das ganze Problem heute nicht.

    Man hat dann die, auf Anweisung ihrer eigenen Anführerm geflohnen Araber bewusst nicht integriert, sondern in Flüchtlingslager eingesperrt, um sie als Druckmittel und Verhandlungsmasse verweden zu können. Ethnisch handelt es sich bei den Menschen in der Region ganz überwiegend um Araber. Egal, ob die jetzt in Ägypten, Syrien, Jordanien oder Israel leben. Eine Integration wäre problemlos möglich gewesen. Also auch hier haben die Araber den Konflikt bewusst am leben gehalten.

    Ägypten und Joradnien haben halbwegs normale Beziehungen zu Israel. Aber zumindest verbal solidarisiert man sich immernoch ständig mit Palästina. Was angesichts der Realtpolitk dieser Staaten (Ägypten beteiligt sich ja sogar an der Blockade des Gaza-Streifens) einfach nur eine absurde Heuchelei ist.

    Was ist mit dem Westjordanland, mit Ost-Jerusalem und was mit den Golanhöhen?

    Ost-Jerusalem war bis 1967 illegal von jordanischen Truppen besetzt, die es 48 erobert hatten. Diese konnten im 6-Tage Krieg vertrieben werden. Israel hat noch in den 90ern eine geteilte Souveränität über die Hauptstadt angeboten. Aber, wie gesagt, die Palästinser wollen bis heute alles "from the river to the sea".

    Die Golan-Höhen sind militärisch enorm wichtig. Syrien hätte sie 67 wieder haben können, wollte aber nicht. Das Assad-Regime ist eng mit dem Iran verbündet. Hier ist eine Rückgabe völlig illusorisch. Was soll mit dem West-Jordanland sein? Das war bis 67 ebenfalls illegal von Joradnien besetzt. Heute steht es zum allergrößten Teil unter Kontrolle der palästinensichen Autonomienbehörde.

    Es gibt mitterweile in Samaria und Judäa einige Gegenden, die mehrheitlich von Juden bewohnt werden. Und die werden da bleiben, Ist die Macht des faktischen. Deutschland hat nach seinen verlorenen Kriegen auch Territorien abgeben müssen. Selbst Schuld.


    Die UN hat Israel häufiger verurteilt, als jeden anderen Staat auf diesem Planeten. Das sollte alles sagen.

  • Israel sich dennoch die Frage stellen muss, ob man wirklich alles machbare in der Vergangenheit gemacht hat, um den Konflikt zu entschärfen.

    Ich kenne den Konflikt nicht in Gänze bzw. die ganzen Details. Aber was am 07.10 passiert ist, war eine Kriegserklärung. Dazu noch die unmenschlichste Art und Weise. Nichts anderes. Also was erwartet man jetzt von Israel? Ich finde die geben sich sogar noch Mühe da gezielt nur wichtige Stellen auszuradieren.


    Wenn ich der oberste Befehlshaber wäre, ich müsste mich wirklich zusammen reißen, da nicht eine ganz große Bombe drauf zu werfen. Dann würde ich mit dem Iran direkt weiter machen. Da bin ich leider genau so emotionalisiert wie Flo.


    Auf einen offenen Krieg gegen Israel haben sie alle nicht die Eier.

  • Die arabischen Staaten am Golf gehören zu den reichsten Staaten dieser Erde dank ihrer Ölmilliarden. Die Scheichs wissen gar nicht wohin mit ihrem Geld. Aber für ihre „Brüder und Schwestern“ in „Palästina“ haben sie nur nen paar Wagenladungen Hilfsgüter übrig. Bejammern aber immer am lautesten den „Holocaust an den Palästinensern“. Komm, hör mir auf damit.


    Abgesehen davon, du bist doch Soldat. Dann informiere dich doch bitte über die Rolle der Golan-Höhen und warum Israel aus strategischen Gründen Teile des Westjordanlandes nicht aufgeben kann. Stichwort: 9 km bis zum Meer und Verteidigungsfähigkeit.


    Und zur UN und ihren Resolutionen… da sollte man sich mal ganz genau ansehen, wer die eingebracht und beschlossen hat.


    Israel ist hier einseitig im Nachteil. Es gibt weltweit knapp 1,8 Milliarden (2015) Muslime, aber nur knapp 9 Millionen Israelis bzw. 14,6 Millionen Juden weltweit. Nicht ganz verwunderlich, wer da die UN und die Straße weltweit dominiert.

    Ist mir neu, dass ich Soldat bin. :ka:


    Über die strategische Bedeutung zb der Golanhöhen brauchen wir nicht zu sprechen.

    Ändert aber dennoch nichts an der Tatsache, dass es sich um eine nicht rechtmäßige und nicht anerkannte Besatzung handelt.


    Kannst mir glauben, ich stehe dem Islam und zb Saudi-Arabien oder Katar sehr kritisch gegenüber. Das bedeutet aber nicht, dass ich blind für andere Dinge bin.

    Und dazu zählt, dass auch Israel sich nicht korrekt verhalten hat in den letzten Jahrzehnten und damit eine Teilschuld an dem ganzen Konflikt seit Ende des 2. Weltkriegs hat.

    Ob das jetzt 5, 10 oder 25% sind, da sollen andere drüber streiten.


    Ich habe das Bild von einem durchschnittlichen Palästinenser im Kopf, der nichts anders kennt als Gaza, enge sowie prekäre Verhältnisse, kaum Perspektive, schlechte Bildung und eine "Besatzungsmacht", die mehr oder weniger willkürlich den Strom abschalten kann oder die Grenze für lebenswichtige Güter schließen kann. Ja, der ist nicht gut auf Israel zu sprechen, rechtfertigt natürlich dennoch keinen Terrorismus oder Angriffe auf Zivilisten.


    Mir erschließt sich nicht, warum Saudi-Arabien mehr für diese Menschen verantwortlich sein soll als die USA oder die EU. Nur weil es Moslems sind?

    Geld kann nicht das Argument sein, auch wenn es hier besser angelegt wäre als in Christiano Ronaldo oder eine Fußball-WM.


    Ich wiederhole, was ich vor einigen Tagen schon mal schrieb: Den Konflikt gibt es schon so lange, er hat so viele direkte und indirekte Akteure, mir fehlt die Fantasie, wie dieser mittelfristig auf politischer Ebene gelöst werden soll.

  • Ist mir neu, dass ich Soldat bin.

    Das hatte ich dann falsch in Erinnerung. Entschuldige.


    Bei dem Rest haben wir unterschiedliche Ansichten.

    Ich wiederhole, was ich vor einigen Tagen schon mal schrieb: Den Konflikt gibt es schon so lange, er hat so viele direkte und indirekte Akteure, mir fehlt die Fantasie, wie dieser mittelfristig auf politischer Ebene gelöst werden soll.

    Gibt es auch nicht. Trennung ist die einzige Lösung.

  • Norkzlam

    Ich finde den Begriff "Araber" hier nicht passend.

    Araber leben in so vielen unterschiedlichen Ländern. Tunesien ist nicht Marokko oder Saudi-Arabien.

    Auch sprachlich gibt es Unterschiede, hat mir zumindest mal ein ehemaliger Arbeitskollege aus Tunesien erklärt.


    Der durchschnittliche Palästinenser ist in Gaza geboren. Der kennt weder Saudi-Arabien noch Marokko. Nochmal: Warum ist Saudi-Arabien primär für diese Personen primär verantwortlich? Nur weil seine Urgroßeltern "reine" Araber waren?


    Deutschland hat nach seinen verlorenen Kriegen auch Territorien abgeben müssen. Selbst Schuld.

    Genau, dies ist völkerrechtlich sogar sauber abgesichert, im Gegensatz zu den besetzen Gebieten Israels.


    Heute steht es zum allergrößten Teil unter Kontrolle der palästinensichen Autonomienbehörde.

    Es gibt mitterweile in Samaria und Judäa einige Gegenden, die mehrheitlich von Juden bewohnt werden. Und die werden da bleiben, Ist die Macht des faktischen.

    Juup, und die Russen sind jetzt auf der Krim und in der Ostukraine.

    Was interessieren Grenzen oder ähnliches. Ist halt die Macht des faktischen.


    Das hatte ich dann falsch in Erinnerung. Entschuldige.

    Sollte das eine Anspielung auf Brux sein?

    Nein, ich bin immer noch nicht Brux oder TauPandur.

  • Mir erschließt sich nicht, warum Saudi-Arabien mehr für diese Menschen verantwortlich sein soll als die USA oder die EU. Nur weil es Moslems sind?

    Geld kann nicht das Argument sein, auch wenn es hier besser angelegt wäre als in Christiano Ronaldo oder eine Fußball-WM.

    Weil es nahezu die direkten Nachbarn sind?


    Norkzlam

    Juup, und die Russen sind jetzt auf der Krim und in der Ostukraine.

    Was interessieren Grenzen oder ähnliches. Ist halt die Macht des faktischen.

    Die Ukraine hat aber nicht zuvor gegen Russland einen Krieg angefangen und mit der Vernichtung gedroht.

    Einmal editiert, zuletzt von Hades () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Hades mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Juup, und die Russen sind jetzt auf der Krim und in der Ostukraine.

    Was interessieren Grenzen oder ähnliches. Ist halt die Macht des faktischen.

    Sind wir mal ehrlich, hätte Putin sich nicht mit der desaströsen "Spezialoperation" verzockt, dann wäre es genauso gelaufen. Jetzt hängt das künftige Schicksal der Ukraine an den Entwicklungen auf dem Schlachtfeld.

    Und es gibt den kleinen aber feinen Unterschied, dass Putin hier der Aggressor ist. Israel hat die Territorien in Verteidigungskriegen gewonnen. Und wie gesagt sogar deren Rückgabe zu sehr vernünftigen Bedingungen angeboten. Das ganze ist also nicht wirklich vergleichbar.


    Warum die Araber verantwortlich sind, habe ich weiter oben bereits dargestellt.

  • Weil es nahezu die direkten Nachbarn sind?

    Das ist für mich kein Argument.

    Wieso? Die geografische Nähe ist für dich kein Argument? Also wenn dein Haus brennt, erwartest du vom Nachbarn aus dem anderen Ort auch, dass er mit dem Feuerlöscher vorbei kommt?


    Kulturell/Sprachlich sind die auch viel näher zusammen als der Palästiner mit dem Bayer.


    Die Frage muss doch ganz anders lauten, warum nehmen die anderen Länder nicht die Flüchtlinge aus Gaza auf?

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