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  • Ich weiß leider nicht ob ein derartiger Thread bereits besteht... Wie dem auch sei, was halten die werten Herrschaften von deutschem Hip Hop egal aus welchem Genre, ob nun "Gangsta-Rap" oder gegesätzlich dazu eher tiefgründigerer Sprechgesang...


    Vielleicht kein gutes Thema unter all den "alten" Herren ;) , aber es würde mich eben doch interessieren, was ihr über die Bands und Lieder denkt.

    Dort wo man zu dumm und zu borniert ist euch zuzuhören - Haltet euch nicht auf, geht weiter.


    (Klaus Kinski) Jesus Christus Erlöser

  • Hip-Hop war noch nie so mein Fall. Obwohl einige Sachen schon ganz gut sind. Spontan fällt mir Fettes Brot ein, die in ihrer Karriere schon das eine oder andere gute Lied gemacht haben. Von Leuten wie Bushido oder Sido halte ich gar nichts. Das ist nur Volksver.....e. Die zocken Jugendlichen mit ihrem coolen Gehabe ihr Geld aus der Tasche, machen nach Außen einen auf dicke Hose und tragen wahrscheinlich in ihrem Haus Pantoffeln und zählen ihr Geld. Was ich sagen will: Sind mehr oder weniger normale Bürger, die nach außen ein Image verkörpern.

  • Finde ich nicht so schlecht.


    Ich höre vieles...bin da ber auch wie man so sagt mehr Mainstream.
    Wenn mir was gefällt dann höre ich es und egal woher es kommt.


    Konnte bis jetzt nur mit wenigen oder jeweils nur mit einem Lied was von Bushido oder Sido anfangen.
    Hab aber einen Freund der macht so deutschen Rap und finde ich sehr gut.....haben schon ihre zweite CD draußen und sind ein paar sehr gute Sachen dabei.


    Hier mal was, was mir auch gefällt . :rolleyes:

  • Als Hip-Hop-Oldie kann ich dem Deutschen Rap à la Bushido und Sido herzlich wenig abgewinnen. Zu aggressiv, zu marktschreierisch, zu realitätsfern. Alleine schon das blöde Gepose finde ich derart peinlich, dass ich wegzappen muss, wenn sowas im TV läuft.


    Hip-Hop war zu meiner Zeit etwas harmloses und vor allem kreatives. Wir haben als Teens ganze Samstage damit verbracht, unsere Graffitis vorzuzeichnen, Musik zu machen oder Breakdance zu üben. So richtig gut waren wir in keiner dieser Disziplinen, aber das war eigentlich egal. Wir übten uns darin, etwas zu erschaffen. Dieses Gangster-Gehabe hat mit dem Hip-Hop, den ich erlebt und als konstruktiv-kreativ empfunden habe, nichts zu tun. Dicke Schlitten, dicke Hosen und dicke T...., mehr haben die nicht zu bieten. Und Bushido wohnt noch bei Mama. :spy:

  • Dicke T......gab`s auch bei Punks, war nie ein Problem für mich. :D Ich muß ehrlich sagen, und dabei wird mir doch wieder bewußt, ich bin ein wenig älter, als diese Stilrichtung bakannter wurde, hab ich das irgendwie verpaßt. In Discotheken bin ich dann schon nicht mehr, wenn es im Radio lief, hab ich nen anderen Sender gesucht oder ne CD rein ( ne, damals noch Cassette!! ) und gehofft, das verläuft sich wieder. Ist das denn jetzt noch irgendwie aktuell oder war das ne Modeerscheinung? Hab letztens 8 Mile (?) mit / von Eminem gesehen, das fand ich richtig stark. Bin aber echt nicht der Fachmann, der jetzt deutschen Hip-Hop von amerikanischem oder Rap oder was auch immer unterscheiden kann.

  • Das Problem am Deutschen Rap der Marke Aggro Berlin etc. ist meiner Ansicht nach, dass er nichts neues, eigenes bietet. Es handelt sich um puren Abklatsch des US-Gangsterraps. Alles, einfach alles ist geklaut, von den Goldkettchen über die Beats bis hin zu den Posen. Auch das Ghetto-Getue ist purer Fake.


    Eminem ist zwar auch nicht mein Favorit, aber immerhin ist er unverkennbar. Eminem kopiert nicht andere – die Anderen kopieren ihn. Das macht Musik eben aus meiner Sicht zu grossen Teilen aus: Ein Künstler ist dann gut, wenn er seinen unverkennbaren Stil hat und nicht austauschbar wirkt. Eminem ist zwar mittlerweile ebenfalls Mainstream und ein Provokateur. Aber der Kerl ist daneben auch schlicht und ergreifend ein Genie. Die Battles im Film "8 Mile" sind zwar für den Film eingeübt. Eminem beherrscht das aber tatsächlich. Er hat in seiner Anfangszeit diverse solcher Battles gewonnen.

  • 8mile hab ich sogar auf DVD im Schrank stehen. Nachdem ich einige guten Kritiken über seine Leistung in dem Film gelesen habe, hab ich mir den Film für ein paar Euros besorgt. Ich fand seine Leistung als Schauspieler sehr gut. Hat alles überzeigend rüber gebracht. Sieht man ja eher selten, dass Musiker, Models usw. als Schauspieler gut abschneiden.

  • Zu 8 Mile: ich fand den Film und die Handlung erst einmal gut, dann Eminem als Schauspieler. Zwar nicht Oscar verdächtig, aber doch ganz ordentlich. Die Musik war jetzt nicht mein Ding, aber in Kombination mit dem Rest "erträglich". Mit der Rap und Hip-Hop Welle, die aus den USA hier rüber geschwappt ist, war es wohl nicht anders als in den 50ern, als so Nasen wie Peter Kraus einen auf Rocker gemacht haben, später dann so etwas wie die Toten Hosen, die sich als Punks bezeichnen, lächerlich. Entweder kreieren wir einen eigenen Musikstil, wie z.B. die Neue Deutsche Welle und den Synthisound aus den 80ern oder lassen es gleich. Alles andere ist dann doch nur ne billige Kopie aus England oder den USA.

  • Wobei es im übrigen sehr guten amerikanischen Hip-Hop gibt, der auch für Leute hörbar ist, die sonst mit dieser Stilrichtung nichts zu tun haben. Ich denke da an Gruppen wie The Roots, De La Soul oder Common. Speziell Common finde ich einfach nur genial. Das ist für Rap-Verhältnisse ungemein zurückhaltende, bereits in Richtung Soul gehende Musik. Jedenfalls habe ich bei Common die Erfahrung gemacht, dass man diese Musik eigentlich jedermann – auch älteren Semestern – präsentieren kann. Die meisten hören das gerne, weil es einfach gut gemachter Sound ist. Beim deutschen Hip-Hop fehlt mir das. Ich fand es noch wesentlich besser, als der deutsche Hip-Hop von den weniger auf Gepose, sondern mehr auf Musik ausgerichteten Szenen in Hamburg und Stuttgart dominiert wurde (Fanta4, Fettes Brot, etc.).

  • Das anstrengende bei dieser Art von Musik ist für meine Begriffe die fehlende Musik. :D Sprechgesang macht mich irgendwie nervös und ( ich geb´s zu ) irgendwie auch aggressiv; weiß auch nicht warum. Unterschiedliche Richtungen kann ich da kaum raushören, und ob man jetzt englisch oder deutsch singt, klingt für ich jetzt nicht anders. Die angesprochenen Combos sagen mir null; wahrscheinlich sollte ich mich aus diesem Thread raushalten und mal Fachleute zu Wort kommen lassen, bis da kein guter Diskussionsteilnehmer.

  • Mogges


    Wobei speziell beim Conscious-Rap, also dem eigentlichen Gegenstück des Gangsta-Rap, eben der musikalische Teil in der Regel wesentlich ausgeprägter ist. Viele der in diesem Bereich anzutreffenden Combos spielen zum Beispiel noch mit "richtigen" Instrumenten und produzieren ihre Beats nicht ausschliesslich auf synthetischem Weg.


    Der von mir erwähnte Common ist ein ziemlich typischer Vertreter des Conscious-Rap. Vielleicht kennst du Public Enemy? Die gehören zu den Vorreitern dieser Stilrichtung innerhalb des Hip-Hop (sehr sozialkritisch, sehr politisch, sehr musikalisch). Diese Ecke des Rap ist zwar kommerziell nicht so erfolgreich wie der Gangsta-Rap, speziell in den USA werden Gruppen wie The Roots aber stark beachtet. Innerhalb der Szene nehmen sie hervorgehobene Positionen ein. Sie stehen in gewissem Masse weit über dem Gangsta-Rap und repräsentieren eigentlich die künstlerische Legitimation des Hip-Hop. Gangsta-Rapper hüten sich davor, eine Combo wie The Roots in ihren Texten auch nur ansatzweise anzugreifen, weil sie viel zu grossen Respekt vor ihnen haben (und vermutlich auch schnallen, dass sie musikalisch auf einem tieferen Niveau liegen)

  • Public Enemy sagt mir sogar was, hey! Könnte Dir jetzt aber keinen Titel von denen nennen. Kennt jemand das Metal Special von Harald Schmidt? http://www.myvideo.de/watch/62303 So ähnlich fühl ich mich in dieser Sparte Hip-Hop auch. :D


    So wie Du das beschreibst, gibt`s ja anscheinend doch mehr als nur "Motherfucker-Brüller". Komisch ist auch, Public Enemy war ja irgendwie noch zu meiner Zeit, hat mich aber auch nicht gereizt, in diese Art von Musikstil tiefer zu gehen. Eigentlich bin ich gar nicht auf bestimmte Stile festgelegt, hab ne ziemlich unterschiedliche Musiksammlung, von Klassik bis AC / DC und Katie Malua ist es da ziemlich bunt. Ich habe sogar mal Fanta4 ( ja! ) auf nem Konzert gesehen; na ja, Uschi stand im Zelt und hat sich die angehört und ich stand davor und hab mir ein Bier getrunken, zu überhören war es ja ohnehin nicht.

  • Hip Hop, egal in welcher Sprache, ist nicht mein Ding. Ok, wenn das ein oder andere Lied kommt schalte ich nicht gleich weg, aber wenn was anderes käme, wäre es genauso gut. Fanta 4, Fettes Brot oder diese Rödelheimer gingen ja noch, aber dieses Aggro-Zeugs ist mir reißerisch und oberflächlich. Entspricht aber dem Zeitgeist.

  • Oh ho, da hab ich aber eine schöne Lawine losgetreten. ;)


    Ich persönlich bin auch kein typischer HIp-Hop Freund, es gibt nur wenige Lieder die mir wirklich gefallen, und das sind meist welche, die man nicht in das typische Schema des Hip-Hops einfügen kann. Teilweise Songs die mit "rockigen" Elementen ausgeschmückt sind.

    Dort wo man zu dumm und zu borniert ist euch zuzuhören - Haltet euch nicht auf, geht weiter.


    (Klaus Kinski) Jesus Christus Erlöser

  • In meiner (ach so weit entfernten) Jugend habe ich auch das eine oder ander Mal dem dt. Hip Hop gefröhnt, letzendlich höre ich dann aber doch lieber Musik...kleiner Scherz.


    Ich fand besonders die "Hamburger Schule", etwa Fettes Brot,5 Sterne und vorher den Tobi&das Bo,Fishmob etc. recht interessant,vor allem wegen der herrlichen Sprachgewandheit und unleugbaren Intelligenz auch die alten Fantas aus Stuttgart waren so schlecht nicht und da waren noch so einige andere.Auch heute gibt's noch so einiges, dass mich zumindest zum Schmunzeln veranlaßt (auch wenn dies hier eher Satire ist):


    http://de.youtube.com/watch?v=a0zwlds5JtM


    Im Großen und ganzen ist mir Hip Hop oder vielmehr ein Gros der Horden pubertierender Hip-Hoppeler ein Gräuel.

  • "Staub wegpusst"


    Krass wenig los in diesem thread.


    Ich hab grad meine erstes deutsches Hip Hop Album gekauft. "Die Zähmung der Hydra" von Shaban und Käptn Peng, ist wohl auch gleichzeitig deren erstes Album.


    KREISMUSIK - NEUES


    Statt unzureichender Beschreibungen, am besten selber anschauen und reinhören


    Für Leute ohne Zeit gibts einen genial gemachten Teaser mit allen Lieder des Albums im schnelldurchgang.



    Für Leute die Hip Hop und / oder intelligente, tiefgründige und absolut absurd wahnsinnige Texte mögen extremst zu empfehlen. :thumbsup:

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