Wirtschaftssysteme und -zusammenhänge - Globalisierung

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    • Bezüglich der Näherinnen bringst du einen weiteren Faktor mit ins Spiel: Existenznot. Not macht fleißig. Immer und überall.

      Du wirst aber doch wohl einräumen, dass das Straßenbild in bspw. Kalkutta ein anderes ist, als in Yokohama oder Amsterdam.





      Das „Arbeitsethos“ einer Gesellschaft erkennt man aus meiner Sicht nicht nur daran, wieviel aus Notwendigkeit gearbeitet wird, sondern daran, wieviel über das Notwendige hinaus freiwillig gearbeitet wird. Ein guter Indikator ist aus meiner Sicht dabei der Umgang mit bspw. Müll und Fäkalien bzw. der Stellenwert von Hygiene und Sauberkeit. Schmutz und Unrat sind (für mich) doch meistens ein Indiz für eine allgemeine Nachlässigkeit, die sich eben auch auf ein Arbeitsethos über das Notwendige hinaus erstreckt.

      Daraus könnte man auch indirekt die Bedeutung des politischen Systems für das Arbeitsethos ableiten, wenn man bspw. an die katastrophalen Umweltbedingungen in der DDR oder in ganz Osteuropa zu Zeiten des Kommunismus denkt.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Dann widerleg es doch anhand von Fakten. Wie setzt du das zu den Unweltproblemen in Osteuropa zu Zeiten des realexistierenden Sozialismus (= niedriges Arbeitsethos) in Beziehung?
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Ich sehe das einfach anders als du. Du beurteilst stark den Istzustand. Ich gehe mehr von der Ausgangslage aus.

      Ich bin der Meinung, bei gleichen Voraussetzungen kann jeder alles erreichen.

      Stell dir doch einfach mal das heutige Deutschland/Europa ohne den Marshallplan vor.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Das bestreite ich doch gar nicht. Ich rechne aber das Arbeitsethos (beeinflusst u.a. durch Religion/Kultur, politisches System, klimatische Bedingungen, Existenznot usw.) eben als eine notwendige prägende Vorraussetzung dazu. Migration beeinflusst übrigens auch über Anpassungsverhalten dann das Arbeitsethos eines Individuums.

      Und ich habe ein Beispiel (Umgang mit Müll, Unrat) genannt, der aus meiner Sicht Rückschlüsse auf die Ausprägung des durchschnittlichen Arbeitsethos einer Gesellschaft (!) zulässt. Ich spreche hier gar nicht vom Individuum. Und du verfälschst auch etwas unfair meine Aussage, wenn du es auf eine vermeintlich rassistische Komponente isolierst. Denn Klimabedingungen, politisches System, Religion haben mit Rassismus ja zumindest in diesem
      Fall gerade nichts zu tun. Im Gegenteil. Es geht eher um die Frage, warum hat Fleiß einen SELBSTZWECK in einer Gesellschaft, oder eben nicht. Ordnung und Sauberkeit sind dafür meiner Ansicht nach gute Indikatoren, weil ohne Fleiß nur schwierig dauerhaft aufrechtzuerhalten.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Gut ich denke es gibt keine solchen unterschiedlichen Arbeitsehtos in den verschiedenen Gesellschaften. Ob es dazu Fakten gibt, müsste ich nachschauen. Studien zum Fleiß oder so. Es gibt Studien zur durchschnittlichen Arbeitszeit aber da schneidet Deutschland glaube ich gar nicht so gut ab. Aber ist auch nicht unbedingt das selbe.
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      Yoda
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