• Vielleicht hat ihn der eine oder andere schon gesehen, ein Film über einen Erstbesteigungsversuch der Eiger Nordwand (Berner Oberland) im Jahr 1936 mit tragischem Ausgang. Zu der Zeit als die Nationalsozialisten die Geschicke des Deutschen Reiches steuerten, bestand eines ihrer Propagandaziele darin, dass der deutsche Pioniergeist das "letzte große Problem" der Alpen überwinden sollte, nämlich die Eiger Nordwand. Die Erstbesteigung sollte von einem Berchtesgadener (Anton Kurz) und einem Bad Reichenhaller (Andreas Hinterstoisser) vollführt werden. Nun ja, der Versuch misslang und beide kamen um ihr Leben. Vor allen Dingen erstgenannter kam "tragisch" ums Leben, als er einige Meter von den Rettern entfernt der Erschöpfung erlag.


    Ein Film, mit beeindruckenden Bildern bezüglich Alpengebirgsmassiven und Fehlbesetzungen. Damit möchte ich sagen, dass es zwar für "waschechte" Österreicher, nicht jedoch für wirkliche Oberbayern gereicht hat...


    Insgesamt fällt mein Urteil dürftig aus, wie gesagt ist im Bezug auf die Darsteller einfach keine Authenzität zu verzeichnen und auch viele andere Aspekte des Films, wie etwa der dargestellte Charakter einer österreichischen Seilschaft im Film erscheint mir unglaubhaft und fragwürdig... Eine Frechheit ist besonders der letztgenannte Punkt, denn wer kann ein Bild von jemandem zeichnen, den man persönlich nie kennengelernt hat und von dem meines Wissens keine aussagekräftigen Dokumente bzw. Zeugenaussagen existieren.


    Wenn jemand diesen Film bereits gesehen hat, darf er gerne seine Meinung dazu äußern.

    Dort wo man zu dumm und zu borniert ist euch zuzuhören - Haltet euch nicht auf, geht weiter.


    (Klaus Kinski) Jesus Christus Erlöser

  • Ich habe den Film gesehen, fand ihn aber durchaus gut.


    Störend fand ich nur die Rolle der Freundin und deren "Rettungsversuche", insbesondere als er am Ende im Seil hängt. All die erfahrenen schweizer Bergretter trauen sich nicht hoch, aber sie sprinted mal eben den Berg hoch und kann ihn fast greifen. Ärgerlich. Dass Benno Führmann nicht mundart spricht ist evtl. zwar nicht authentisch, dient aber der Verständlichkeit. Bei einem Film über den Mossad erwarte ich ja auch deutschsprechende Schauspieler und kein hebräisch.


    Besonders gut fand ich, dass der Film sehr hochwertig erscheint und Hollywood-Qualität hat, auch wenn das Hollywood-Ende natürlich fehlt. ;(

    Altgedientes Forumsmitglied (GUN-, Activision-, XTW-, totalwar-Forum). Alle TW-Spiele seit Shogun.

  • Das mit der Freundin war natürlich alberner Quatsch, aber so etwas muss einfach eingebaut werden um einer Geschichte weitere unsinnige Tragik zu verleihen. Vielleicht darf auch die Frau heutzutage nicht mehr zu kurz kommen und muss sozusagen ihren Mann stehen. Du hast insofern recht, dass Benno Fürmann und Komparsen dafür sorgen, dass man auch tatsächlich versteht was gesagt wird. Man hätte aber auch einen Kompromiss schließen können, wie es etwa Michael "Bully" Herbig in Der Schuh des Manitu seinerzeit machte. Ein Hauch von Bayerisch würde zumindest für etwas Authenzität sorgen. Bayerisch kann man außerdem noch lange nicht mit Fremdsprachen assozieren (hast du auch nicht gemacht) es ist eben ein prägnanter deutscher Dialekt, genauso wie es Plattdeutsch in all seinen Abstufungen ist...

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