Die neue Situation in Afghanistan bzw. Pakistan...

  • Wenn die USA dem pakistanischen Geheimdienst keine Waffen zum Verteilen an die Mudschahedin geliefert hätten, hätten die Sowjets wahrscheinlich etwas weniger Verluste gehabt, spätestens 1991 wären sie dann aber dennoch abgezogen, mit identem Resultat.

    Bezüglich des Interviews: reichlich bizarr, in der Tat. Wobei er zu dem Zeitpunkt bereits ein erklärter Feind der USA war, er war außer sich, dass die saudische Regierung im Zuge der irakischen Invasion Kuwaits US-Truppen ins Land geholt hat, weshalb er auch in den Sudan geflüchtet ist, wo das Interview entstand.

  • Den Einsatz muss man leider als Niederlage bewerten. Die Taliban sind nicht besiegt und erobern das Land zurück. Ursächlich waren falsche Zielsetzungen und eine inkonsequente Kriegsführung. Wobei ohnehin die Frage nun bleibt, was das alles eigentlich sollte.

    Das es so kommen würde war schon damals jedem klar der sich mit diesem Land und seiner Geschichte nur ein bisschen befasst hatte, aber wie immer wollte das in der Politik keiner hören. Man ist lieber in blindem gehorsam den "Freunden" in dieses Abenteuer gefolgt. Noch unerträglicher macht die Sache eigentlich nur das spätestens als es selbst für den dümmsten und faktenresistentesten Politiker offensichtlich war das diese Mission gescheitert ist (spätestens 2010) man trotzdem stur daran festhielt nur um nicht eingestehen zu müssen das es ein Fehlschlag war. Es ist eine Schande wieviele Bundeswehrsoldaten für die Profilierungssucht der Politik ihr Leben lassen mussten, von den abermilliarden an Steuergeldern die dort sinnlos verpulvert wurden gar nicht erst zu reden.


    "Telling an atheist they're going to hell is as scary as a child telling an adult they're not getting any presents from Santa"

    -Ricky Gervais-


    "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • Und der Kreis schließt sich: Kriegstreiber Donald Rumsfeld ist heute / gestern gestorben.

    Fehlen nur noch Cheney und Dabbeljuh.........

    Geschmacklos.


    Abgesehen davon waren Osama bin Laden und Saddam Hussein die eigentlichen Kriegstreiber. Aber klar, dass das bei deinem fanatischen Antiamerikanismus nicht ins Bild passt.

  • Abgesehen davon waren Osama bin Laden und Saddam Hussein die eigentlichen Kriegstreiber.

    Saddam Hussein war nach dem zweiten Golfkrieg 1991 militärisch am Ende und keinerlei Gefahr mehr für seine Nachbarn. Der Angriff durch die USA 2003 mit gefälschten "Beweisen" war komplett überflüssig und hat die komplette Region destabilisiert mit katastrophalen Auswirkungen bis heute. Der IS zB. wurde dadurch überhaupt erst ermöglicht.

    Was Osama bin Laden angeht hast du recht, aber der Einsatz in Afghanistan hatte daran nichts geändert zumal sich Osama ja überwiegend in Pakistan versteckt hielt.


    Aber klar, dass das bei deinem fanatischen Antiamerikanismus nicht ins Bild passt.

    Gäääääähhhn...

    Ist das jetzt das billige Bildzeitungsniveau mit dem du diskutieren willst ? Jeder der die USA kritisiert bekommt Antiamerikanismus unterstellt und jeder der Israel kritisiert ist ein Nazi ? Wie wäre es mal mit Fakten die deine Aussage stützen. Rumsfeld, Cheney, Wolfowitz usw. waren ganz klar Kriegstreiber in Sachen Irak und Bush jr. war ihre ahnungslose und daher willfährige Marionette die den ganzen Mist dann befohlen hat. Für wirklich jeden der es sehen wollte war das verlogene Schmierentheater damals offensichtlich. Es ist damals so wie heute mit Trump, Fakten zählen nicht einfach die anderen bepöbeln und mit Dreck bewerfen gibt ja genügend Dumme die den Schwachsinn nur zu gerne mitmachen/glauben.


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  • Und da ist es mir ehrlich gesagt scheißegal, ob das geschmacksvoll oder -los ist.

    Wäre ich vorsichtig mit. Sowas geht schnell in beide Richtungen.


    Abgesehen davon erzählst du Stuss. Der Irak wurde von Saddam aufs schlimmste drangsaliert und brutal unterdrückt. Saddam war nichts anderes als ein Mafiosi, der ein ganzes Land brutal mit Giftgas und unvorstellbarer Grausamkeit kontrollierte und eine Region permanent destabilisierte. Es war notwendig und richtig, dass man ihn gestürzt hat und versucht hat den Irak zu demokratisieren. Heute hat der Irak eine demokratisch gewählte Regierung und alle Minderheiten werden an Wahlen usw. beteiligt. Die Ziele waren somit richtig und moralisch gerechtfertigt.

  • Der Irak wurde von Saddam aufs schlimmste drangsaliert und brutal unterdrückt. Saddam war nichts anderes als ein Mafiosi, der ein ganzes Land brutal mit Giftgas und unvorstellbarer Grausamkeit kontrollierte

    Das stimmt

    und eine Region permanent destabilisierte.

    Es war notwendig und richtig, dass man ihn gestürzt hat und versucht hat den Irak zu demokratisieren. Heute hat der Irak eine demokratisch gewählte Regierung und alle Minderheiten werden an Wahlen usw. beteiligt


    Das dagegen stimmt eben absolut nicht, die Region wurde erst durch den Sturz von Saddam und die anschließend vergeigte Irakpolitik der USA (hatte hierzu im Forum vor ner Weile eine sehr aufschlußreiche Arte Reportage gepostet) völlig destabilisiert. Der IS und auch der Bürgerkrieg in Syrien wurden hierdurch direkt oder indirekt ermöglicht. Auch das sich jetzt Minderheiten per Wahlen an der Demokratie beteiligen können usw. ist eine reine Propagandalüge. Es herrscht im Irak eine gnadenlose Religions "Apartheit", es geht nur noch darum ob do Schiit, Sunit, Christ oder sonst was bist, Frauenrechte wurden um Jahrhunderte zurück geworfen, Minderheiten genießen keinerlei Schutz. Das alles wird und wurde auch gezielt so aus Machtkalkül von irakischen Politikern befeuert, von einer Demokratie ist man hier weiter entfernt als du denkst. Also nimm mal dieine Rosarote Brille ab und sehe der Realität ins Auge.


    Es war einmal im Irak (1/3) - (1): Invasion - Die ganze Doku | ARTE

    . Die Ziele waren somit richtig und moralisch gerechtfertigt.

    Ob das die Hunderttausenden Toten und Millionen immer noch leidenden Menschen auch so sehen wage ich zu bezweifeln.


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  • Es herrscht im Irak eine gnadenlose Religions "Apartheit", es geht nur noch darum ob do Schiit, Sunit, Christ oder sonst was bist, Frauenrechte wurden um Jahrhunderte zurück geworfen, Minderheiten genießen keinerlei Schutz. Das alles wird und wurde auch gezielt so aus Machtkalkül von irakischen Politikern befeuert, von einer Demokratie ist man hier weiter entfernt als du denkst.

    Daran sind nicht die USA schuld sondern das Regime im Iran, dass krampfhaft versucht, die Schiiten auf seine fundamentalistische Seite zu ziehen.

  • Es herrscht im Irak eine gnadenlose Religions "Apartheit", es geht nur noch darum ob do Schiit, Sunit, Christ oder sonst was bist, Frauenrechte wurden um Jahrhunderte zurück geworfen, Minderheiten genießen keinerlei Schutz. Das alles wird und wurde auch gezielt so aus Machtkalkül von irakischen Politikern befeuert, von einer Demokratie ist man hier weiter entfernt als du denkst.

    Daran sind nicht die USA schuld sondern das Regime im Iran, dass krampfhaft versucht, die Schiiten auf seine fundamentalistische Seite zu ziehen.

    Ich gebs auf John wenn du dich weigerst dich mal mit dem Thema ernsthaft zu beschäftigen und lieber in deiner Schwarz/Weiß Denke aus dem kalten Krieg ala. wir/USA gut alle anderen Böse/schuld usw. verharrst.

    Schau dir zB. mal die von mir verlinkte Arte Reportage an über die aktuellen Zustände dort. Das Thema ist deutlich vielschichtiger als ein simples der Iran ist schuld.


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  • Schau dir zB. mal die von mir verlinkte Arte Reportage an über die aktuellen Zustände dort. Das Thema ist deutlich vielschichtiger als ein simples der Iran ist schuld.

    Genau. Die USA sind schuld ist natürlich viel vielschichtiger.

    Das habe ich nie gesagt aber vergiss es einfach John, bleib in deiner netten und simplen schwarz/weiß gut/böse Welt dann musst du dich nicht mit lästigen Details und Hintergründen beschäftigen, daran hast du ja sowieso kein Interesse wie man hier deutlich sieht. Ich bin hier jedenfalls raus.


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    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • Und der Kreis schließt sich: Kriegstreiber Donald Rumsfeld ist heute / gestern gestorben.

    Fehlen nur noch Cheney und Dabbeljuh.........

    Wir erinnern uns, wie differenziert diese Diskussion anfing.


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    Offenbar ist es den Taliban gelungen, seit dem Beginn des Abzugs der internationalen Truppen hunderte Sturmgewehre, militärische Fahrzeuge und schweres Gerät zu erbeuten. Demnach seien die afghanischen Streitkräfte durch den Abzug völlig demoralisiert und hätten schon 25% des Landes an die Taliban verloren. - Und das nach 20 Jahren intensiver Militärausbildung und Aufrüstung der afghanischen Streitkräfte. Wenn das stimmt, ist es ein Desaster.


    Afghanistan: Nato-Soldaten ziehen ab – schon melden sich die Taliban - DER SPIEGEL


    Zitat: "Das bedeutet aber nicht, dass der militärische Vormarsch der Taliban in Washington keine Sorgen auslöst. Im Gegenteil: Angesichts der Entwicklungen sollen die US-Geheimdienste laut »Washington Post« ihre Afghanistan-Prognosen revidiert haben. Demnach könnte die afghanische Regierung bereits in sechs bis zwölf Monaten fallen."


    Unfassbar.

  • Deutschland lässt die Afghanischen Hilfskräfte vor Ort zurück. Die Hürden für die Ausreise nach Deutschland, sind von den Verantwortlichen sehr bewusst so hoch gesetzt worden, dass nur ein Bruchteil der berechtigten diese auch tatsächlich in Anspruch nehmen können. Ein paar werden es schaffen, aber die meisten werden wohl in den nächsten Monaten von den vorrückenden Taliban/Warlords wegen Verrat am Afghanischen Volk hingerichtet werden.


    Nach Abzug der Bundeswehr: Afghanische Ortskräfte auf sich gestellt | tagesschau.de


    Tja, niemals auf Militär vertrauen, die lassen dich immer im Stich.

  • Wenn das so stimmt, ist es eine Sauerei und extrem kurzsichtig. Man wird in zukünftigen Einsätzen dann womöglich keine Freiwilligen mehr finden. Übersetzer und festangestellte Hilfskräfte gehören definitiv ausgeflogen. Ob das jetzt für jeden Hilfselektriker gelten muss, ist die andere Frage. Es muss ja Personal- und Soldlisten gegeben haben.


    Tja, niemals auf Militär vertrauen, die lassen dich immer im Stich.

    Dämliche Bemerkung und sachlich falsch. Das geht auf die Bundesregierung, namentlich das Verteigungs- und Innenministerium, und nicht auf die Bundeswehr.


    P.S. Habe ich mir schon gedacht. Die Info stimmt so nicht. Es gab seit 2013 etwa 5000 Hilfskräfte inklusive Familienangehörige. Knapp 3000 von denen sind bereits in Deutschland. Die Verbleibenden 400 Hilfskräfte mit Angehörigen haben schon eine Berechtigung, sind aber bisher nicht selbstständig ausgereist. Die Bundesregierung geht von ca. 2000-2500 Personen aus, die noch nach Deutschland ausreisen dürften.


    Hunderte Afghanen dürfen nach Deutschland kommen | MDR.DE

  • Wie dem auch jetzt letzlich sei, sofern man sich nicht um diese kümmert ist das eine große Sauerrei die ich nicht wirklich verstehen kann wo das Problem ist diese paar tausend aufzunehmen.


    Vorallem, wie in beiden Artikeln hervorgeht, wird der Flug nicht bezahlt der scheinbar eine hohe finanzielle Belastung darstellen kann für die betroffenen. Da frage ich mich dann wieso man dafür nicht das Geld übrig hat, was im Vergleich zu den gesamten Kosten des Einsatzes doch nur Peanuts sein sollten.


    Das ist aufjedenfall eine ziemliche Drecksache von wem auch immer der dafür gesorgt hat. (Oder, wenn wir positiver sind wer daran nicht gedacht hat und jetzt unfähig ist eine vernünftige Lösung zu finden). Diesen Leuten zu helfen, die durch Hilfe für die Bundeswehr sich nun direkt in Gefahr befinden, sollte eine wichtige Stellung zukommen.

  • Ja, man sollte wirklich alles tun, um die afghanischen Helfer rüberzuholen. Die dürfen nicht im Stich gelassen werden. Wenn die Bundesregierung da versagt, wäre das ein krasser Vertrauensbruch, sehr unanständig und vor allem auch schädlich für die Bundeswehreinsätze der Zukunft. Die Presseberichte dazu widersprechen sich leider. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass man in Berlin dafür keinen Plan in der Schublade hat.


    Bundeswehr-Abzug aus Afghanistan: Bringt unsere afghanischen Helfer in Sicherheit! - DER SPIEGEL

  • Es war einmal im Irak (1/3) - (1): Invasion - Die ganze Doku | ARTE

    Ziemlich beeindruckende Reportage.

    Die Invasion, die Anschläge und der al Qaida Widerstand, das Entstehen des IS und "was bleibt" aus der Sicht beteiligter Personen geschildert, sehr eindrucksvoll. Amerikanische Marines, embedded Journalisten, Zivilisten.

    Menschen, die Verwandte verloren haben durch amerikanische Granaten und Marines, die den Einsatz anzweifeln.

    Ich hätte mir ein wenig mehr Hintergrund über die Folterungen in Abu Ghraib gewünscht, aber das hätte wahrscheinlich den Rahmen gesprengt.

    Die USA hatten drei ganz große Fehler begangen und so den Weg bereitet für den IS:


    - Maliki konnte tun und lassen, was er wollte

    - das Land wurde entbaathisiert

    - das Militär wurde +/- aufgelöst

  • Kam zufällig auch drin vor, was Saddam so alles vorher mit der Bevölkerung angestellt hat? Leute von Tigern zerfleischen lassen, zum Privatvergnügen? Glaube Giftgas-Angriffe auf kurdische Städte gibt es heute nicht mehr oder? Und dass die Schiiten systematisch im Irak unterdrückt würden kann man heute auch nicht mehr sagen. Zudem werden im Irak alle vier Jahre relativ freie Wahlen abgehalten. Und der Irak stellt keine Gefahr mehr für seine Nachbarstaaten dar. Stichwort Scud-Raketen. Zudem muss der Irak nicht mehr unter UN-Embargo stehen und bedroht auch nicht mehr Israel.




    Ich erspare uns die Videos von YouTube, auf denen zu sehen ist, wie Saddams Schergen u.a. junge Männer mit Sprengstoff hinrichten.


    Ja, die USA haben viele Fehler im Nachgang der Invasion gemacht. Aber diesen Bastard zu stürzen war das einzig Richtige. Hätte schon Bush Senior machen müssen. Den Gedanken, dass Saddam heute noch sein Land knechten könnte finde ich unerträglich.

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