Polizei - Dein Freund und Helfer?

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    • Polizei - Dein Freund und Helfer?

      Was sind eure Erfahrungen und Meinungen?

      Persönlich kann ich eigentlich nur positives aus bisherigen eigene Erlebnissen berichten. Der Umgang war immer Respektvoll und professionell.

      In meiner gesamten Zeit hatte ich nur ein einziges Mal ein echtes Schockerlebnis dafür war es für mich umso einprägsamer. Das war als ich im Fernsehen gesehen habe wie brutal gegen die Demonstranten von Stuttgart 21 vorgegangen war und einem dort mittels Wasserkanone das Augenlicht genommen wurde! Ich war zutiefst Schockiert, ich sagte wir sind hier in Deutschland. So etwas passiert hier nicht! Natürlich kommt es immer mal wieder zu „Handfesten“ bis „brutalen“ Szenen in denen auch Polizisten verwickelt sind. Das war aus meiner Sicht aber immer nur dann der Fall wenn Gewaltbereite Demonstranten und Holligans auf die Polizei trafen. Das war für mich sage ich mal salopp selbstverschuldet, wer Gewalt sät wird Sie auch Ernten. Aber in diesem Fall wurden Senioren, friedliche Demonstranten niedergemacht mit einer für nicht für möglich gehaltener Brutalität ausgehend von der Polizei und damit konnte und kann ich bis heute nicht umgehen das beschäftigt mich bis heute. Ich habe inzwischen das Gefühl das zwischen der Art und Weise des Auftretens, des Gewaltpotenzials der Polizeikräfte ein Nord- Südgefälle existiert. West- Ost konnte ich bisher nicht feststellen, in Sachen Gewaltpotenzial. Jedenfalls je weiter in den Norden je ruhiger sind die Polizeikräfte und je weiter in den Süden der Republik insbesondere Bayern und BaWü scheint es mir das dort als sei die Hand und Schlagstock durchaus lockerer Hängen. Eure Erfahrungen?

      Respekt vor dem Beamten, dafür wofür er steht?!

      Ich habe durchaus Respekt vor den Beamten, weil Sie mir bisher immer respektvoll begegnet sind und ich hier mit dem Motto „Polizei - Dein Freund und Helfer“ aufgewachsen bin. Natürlich bin ich auch Fan von Kriminalserien. Am meisten hatte mich früher das „Großstadtrevier“ geprägt. War erstaunt als ich vor kurzem sah, dass die Serie immer noch läuft mit dem ollen Matthies (ganz schön in die Jahre gekommen der gute). Dort wurden und werden die Polizisten wie ich finde immer als Menschen wie du und ich gezeigt, während in anderen Serien die Kommissare, Detektivs nicht wirklich, für mich, auf einer eben mit dem Normalbürger stehen. Sondern ein Stückweit drüber. Das kommt insbesondere in den US-amerikanischen Serien so noch stärker rüber. Im Bereich der Kriminalserien sollten die sich einiges vom Großstadtrevier abschauen. Worauf ich aber hinaus will ist das ich das Gefühl habe das die gesellschaftliche Bindung zwischen dem Normalbürger und der Polizei rückläufig ist. Wenn man sich die Kriminalserien, Filme usw. ansieht geht es doch doch nur noch nach dem Mord und seiner Ermittlung. Die normale alltäglich Polizeiarbeit die Arbeit mit dem Bürger das auch die Beamten "Probleme" haben wie "Du und ich" wie sie im wieder von mir zitierten „GR“ gezeigt wird, die Bürgernähe ist doch kaum noch zu sehen. In den Serien geht es nur um Action, das mag ok sein bei dem ein oder anderen Serie / Film. Aber es ist nicht der ein oder andere es ist die klare Mehrheit. Die meisten Bürger in Deutschland werden doch durch das Fernsehen „gebildet“. Etwas das schon allein für sich besorgniserregend ist. Wenn dann noch kaum etwas in den Medien dazu beiträgt die Arbeit der Polizei Bürgernah menschlich näher zubringen. Ist das eine besorgniserregende Entwicklung.

      Das Verhalten von Ausländern und Migranten vor der Polizei.

      Zumindest für die jugendlichen, jungen heranwachsenden aus dem arabischen Raum, kann ich was sagen. Dort herrscht kein Respekt vor der Polizei, dort herrscht Angst vor der Polizei. Wenn Sie dich verhaften (in den Herkunftsländern) weist du oftmals nicht wann kommst du wieder raus? Kommst du ohne Schläge raus? Werden Sie dich Misshandeln, Foltern?

      Jetzt kommen Sie hier an und spüren wie wenig die Polizei, die Justiz handhabe hier hat. Oftmals werden Sie schneller wieder entlassen als Sie brauchten um reinzukommen. Dann sehen Sie weibliche Polizistinnen die relativ klein und zierlich gebaut sind. Selbst ich habe da oft meine Zweifel wie so eine Frau sich Respekt verschaffen möchte im Außendienst einzig mit dem Kollegen vor Ort. Das heißt nicht das ich Frauen nicht im Außendienst gutheiße nur sollten Sie doch zu mindestens gewisse körperliche Attribute (Statur) haben die vom blosen Erscheinungsbild her Eindruck schinden können. Ansonsten bringt das nur Sie und Ihren Kollegen in Gefahr weil Sie durch Ihr Äußeres unterschätzt werden.

      Heute im Radio, beschweren sich Justizangestellte, insbesondere das weibliches Personal, das Ihnen keinerlei Respekt entgegengebracht wird und Sie sich dort nicht durchsetzen können. Sprich der deutsche Staat ist in seinem Auftreten nicht konsequent genug. Dies führt dazu das die vorherige Angst vor der Polizei in Überheblichkeit und auch Gewalteinsatz gegen die Polizei ausufern kann.

      Sie sollen keine Angst vor der deutschen Polizei haben, aber Respekt vor dem Menschen dahinter und wofür er steht. Hier sehe ich die Gesetzgebung in Handlungsnot. Dass kriminelle Ausländer (inzwischen) abgeschoben werden finde ich gut und richtig, nur sind Sie leider schneller wieder da als man möchte, da besteht Verbesserungsbedarf. Bei Migranten die nicht abgeschoben werden können ebenso wie auch bei den „deutschen“ kriminellen bedarf es einerseits härterer Strafen (ich rede nicht von körperlicher Gewalt sondern von der Knastzeit) aber auch eine bessere Resozialisierung und Integration in die Gesellschaft. Denn die meisten Migranten geraten auf die schiefe Bahn weil Sie es nicht schafften integriert zu werden. Sowohl von sich als auch von der Gesellschaft aus. Es ist für sie um ein vielfaches Schwere einen guten Schulabschluss zu bekommen, einen Ausbildungsstelle zu erhalten oder einen Job. Dann erklär einem warum er sich zu einer 40 stunden Woche aufmachen soll. Montags bis freitags / samstags morgens bis abends malochen. Insbesondere wenn Ihnen aufgrund ihre schlechten Bildung nur körperlich Anstrengende und kaum angesehene Arbeit übrigbleibt. Viel einfacher ist es doch Drogen zu verkaufen, Hehlerei, Einbruch, Diebstahl. Dazu ist das Einkommen vermutlich wesentlich viel versprechender. Ihnen mag es zwar hier besser gehen was der Lebensstandard und die allgemeinen Aussichten angeht, als in Ihren Herkunftsländern, das Zählt aber nicht wenn Sie hier keinen Perspektiven für sich sehen und so genauso wie in den Herkunftsländern einzig in den Tag hineinleben, weil Ihnen die Perspektive fehlt. Sprich für viele Migranten ist das Leben in Deutschland ein Leben wie im goldenen Käfig ohne Ausweg. Dann legt man sich mit der Polizei an, wird kriminell. Mit den derzeitigen Gesetzten ist nun mal so, dass zumindest kein Respekt vor der ausführenden Gewalt erzeugt werden kann.
    • Saladin schrieb:

      und einem dort mittels Wasserkanone das Augenlicht genommen wurde!

      Der Mann war kein Unschuldiger, es gibt ein Video wo er Minuten vorher über eine Absperrung klettert und auf Polizisten einprügelt.

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      Insgesamt bin ich mit der Polizei hier sehr zufrieden. Wir haben hier wirklich hervorragende Standards. Ich lebe an der Grenze zu Frankreich und habe selbst einige Jahre drüben gelebt. Die Polizei in Frankreich ist viel härter, besonders gegen Migranten. Also selbst für europäische Standards haben wir es hier in Deutschland sehr gut erwischt.

      Natürlich gibt es immer Einzelfälle, es gab wohl schon auch Folter bzw. die Androhung von Folter gegen einen mutmaßlichen Entführer (das Opfer war noch nicht gefunden). Oder in meinem Heimatort gab es korrupte Polizisten. Ironischerweise war die ganze Sache schon über Jahre am Stammtisch "bekannt" nur bis mal richtige Ermittlungen losgingen hat es gedauert. Die Polizei ermittelt wohl nicht gerne im eigenen Haus.

      Respekt gegenüber der Polizei ist so eine Sache, wenn man in einem Milieu aufwächst in dem die Polizei der Feind ist, kann ich verstehen wenn jemand wenig Respekt vor der Polizei hat.

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      Um nochmal das Thema Demonstrationen aufzugreifen: Wer sich in die erste Reihe zum Schwarzen Block stellt braucht sich nicht wundern wenn er mal einen Schlagstock in die Fresse bekommt. Beim G8-Gipfel im Heiligendamm sollten die Polizisten zur Deeskalation die Helme ausziehen, einer wurde dann von einem Pflasterstein am Kopf getroffen und ist gestorben. Hätte der den Helm mal aufgehabt.
      Ich war selbst als Schüler und Student auf friedlichen Demos, wenn von den Demonstranten keine Aggression ausgeht, bleibt auch die Polizei gelassen.

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      Fazit: Wer mit der Polizei aneinandergerät ist in der Regel selbst schuld.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Mir ist nicht ganz klar, was jetzt genau die Frage oder das Anliegen von Saladin ist. Da war soviel inhaltlich durcheinander, wo soll man da anfangen?

      Kurz und knapp:
      Ich bin zufrieden mit der Polizei. Die Beamten mit denen ich bisher zu tun hatte waren alle sehr sachlich, höflich und korrekt. Außerdem habe ich großen Respekt vor ihrer Arbeit, gerade bei den Streifenpolizisten und der Bereitschaftspolizei.

      Insgesamt würde ich mir mehr Polizisten wünschen, die auch bitte gutes Gehalt und Beamtenstatus nach sorgfältiger Ausbildung bekommen. Von halben Hilfspolizisten, wie sie jetzt Sachsen einführt, halte ich hingegen nichts.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Saladin schrieb:

      bedarf es einerseits härterer Strafen (ich rede nicht von körperlicher Gewalt sondern von der Knastzeit) aber auch eine bessere Resozialisierung und Integration in die Gesellschaft.

      Ich denke das ist ein Widerspruch in sich selbst. Mein Gerechtigkeitsgefühl sagt zwar oft die haben eine längere Haftstrafe verdient (habe ich in einem anderen Thread geschrieben, muss hier nicht neu diskutiert werden) aber für eine bessere Resozialisierung braucht es was anderes als lange und harte Strafen. Manche kann man nicht resozialisieren aber für die gibt es (sollte es geben) Sicherheitsverwahrung.
      Ansonsten sehe ich den pädagogischen Ansatz sinnvoll (viele beschimpfen das als Blümchentheater "die haben es im Knast besser als draußen" "leben wie im Hotel" etc.). Also große moderne Gefängenisse, hoher Personalschlüssel auch an Psychologen und Sozialarbeitern, eine sinnvolle Tagebeschäftigung innerhalb der Knastmauern mit anständiger Bezahlung und nach der Entlassung eine intensive Nachbetreuung und weniger Ächtung/Diskriminierung durch die Gesellschaft.
      Die paar Serienmörder und Kinderschänder die durch so ein Raster fallen, sind nicht das Problem, sondern die vielen Kleinkriminellen die für immer kleinkriminell bleiben.

      Auch stimme ich John zu, die Polizei braucht mehr Personal aber auch Ausrüstung, wenn ich höre dass es in Berlin Polizeiautos mit Oldtimerkennzeichen gibt und manche Polizeiwachen keine Schutzwesten oder nicht mal ein Pistolenmagazin pro Mann (Frau) haben, dann bekomme ich Bauchschmerzen.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Saladin schrieb:

      Jetzt kommen Sie hier an und spüren wie wenig die Polizei, die Justiz handhabe hier hat. Oftmals werden Sie schneller wieder entlassen als Sie brauchten um reinzukommen.
      Nun, das liegt auf der Hand. Da Deutschland kein Polizeistaat mit Justizwillkür ist, muß einem das zwangsweise so vorkommen.
      Grenzen ausloten und einfach mal prüfen, wie weit man gehen kann.....

      Die meisten Deutschen haben vor der Uniform Respekt und nicht vor der Muskelmasse und der Physis, die dahintersteckt.
      Vokale sind schwul!
    • Was ich damit ausdrücken wollte ist.


      Einwanderer egal ob jetzt aus Nordafrika, Nahost oder auch Süd- & Osteuropa haben ein komplett anderes Polizeibild als es die deutschen haben. Hier zumindest im Norden und Westen Deutschlands bin ich mit dem bereits zitierten Polizei dein Freund und Helfer Image aufgewachsen. Diese positive Bild der Staatsmacht auf den Straßen haben oben besagte oftmals nicht. Dort ist er ein „Feind“, jemand der seine Macht zu seinem Wohl nicht zum Wohl des Staates ausübt. Der Gewalt als Allheilmittel ansieht und die Würde des Menschen als ein unbekanntes ja gefährliches Konstrukt interpretiert. Diese Bild eines Beamten haben die Einwanderer (vielleicht auch linksextreme?) vor Augen. Nun mich hat interessiert ob diese Bild das ich vor Augen habe da wir hier im Forum ja ziemlich verstreut aus allen Ecken Deutschlands sind auch bei euch so ist oder ob ihr den Beamten anders wahrnehmt? Sein Auftreten sein Verhalten?


      Stichwort Amtsautorität. Ja solange man nicht mit der Polizei zu tun hatte ist diese vorhanden. Sobald man es jedoch hat und merkt wie wenig sie oftmals bewirken können. Ist es damit Essig und ab diesem Zweitpunkt sind für mich Beamten die körperlichen Auseinandersetzungen nicht gewachsen sind oder aufgrund ihres „schwächlichen“ Aussehens sich, Kollegen und zwangsläufig die Übeltäter selbst in Gefahr bringen für zumindest Diskussionswürdig.


      P.S. ich weiß meinen Gedankengängen und Sprüngen im Text, ist nicht immer leicht zu folgen :D
    • Ok, das verstehe ich. Ich denke Deutschland hat einfach eine extrem professionelle Ausbildung für Polizisten. Daran mangelt es in Entwicklungsländern oder Schwellenländern häufig.
      Amtsautorität meint ja gerade, dass man der Person nicht Respekt schuldet, aufgrund der Tatsache was sie tut oder kann, sondern allein aufgrund der Tatsache, dass sie ein amtlicher Vertreter des Staates ist. Leider nimmt das Bewusstsein für Antsautorität in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen ab. Das macht vieles schwieriger, insbesondere für Polizisten. Hat man keine Amtsautorität (übrigens auch eine Form der Höflichkeit und des gesellschaftlichen Benehmens) muss man diese durch physische Autorität zwangsläufig ersetzen, was dann häufig für alle Beteiligten unangenehm ist. Die Amtsautorität respektieren heißt auch die Erfordernis von Polizeigewalt verhindern.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Na ja, sowas mußt Du ja sagen als angehender Möchtegern-Beamter. :P
      Aber einem Beamten muß ich jetzt mal primär nicht mehr Respekt entgegenbringen als einem Bäcker oder einer Prostituierten, zumindest meinem Berufsverständnis nach.
      Ich verstehe zwar Deine Argumentation, teile sie jedoch nicht.

      Es gibt auch nicht wenige Beamte, die sich auf ihrem Berufsstatus ausruhen; insofern sollte man das meiner Meinung nach nicht verallgemeinern.

      Zur Polizei: na ja, machen halt ihren Job.....sicherlich größtenteils deutlich besser als die Polizisten, die ich auch schon im Ausland kennenlernen durfte und mußte.
      Ich kenne aber auch einige Polizisten persönlich, und was die während ihres Dienstes so alles treiben, wollt Ihr gar nicht wissen......
      Vokale sind schwul!
    • Ich habe auch Kollegen die Polizisten sind und ich frage mich ehrlich je länger je mehr, wie die den psychischen Stress bewältigen... die bekommen fast tagtäglich Tragödien mit... mir schleierhaft wie man das über Jahre aushalten kann. Wobei es natürlich auch ankommt, in welcher Polizei-Einheit man tätig ist. Wahrscheinlich werde die nicht ständig den gleichen Job machen. Hoff ich mal für sie.

      Generell denke ich, dass es wohl wie überall ist. Du wirst vom Vorzeige-Polizist bis zum Arschloch-Polizist alles finden. Grundsätzlich sind die "normalen" Strassenpolizist wirklich freundlich und hilfsbereit, so hab ich's jedenfalls bis jetzt erlebt :)
      Und da denke ich, kommt auch das Sprichwort wieder zum zuge "wie Du in den Wald rufst, so tönt es heraus".
    • Jup, so in der Art sehe ich das auch.
      Eierkraulende Dorfpolizisten, die die 2 gr Gras, das sie gerade nem Teenager abgenommen haben, selber rauchen, sind ein anderes "Kaliber" als andere, die auf der Autobahn Streife fahren, und Motorradfahrer von der Mittelleitplanke kratzen.
      Bereitschaftspolizei bei Großdemos wieder eine völlig andere Welt als Falschparker-Notierer.
      Ist auch nicht leicht, das Ganze als "Polizei im Allgememeinen" abzutun.....
      Vokale sind schwul!
    • Saladin schrieb:

      einem dort mittels Wasserkanone das Augenlicht genommen wurde!
      Das waren in der Tat schockierende Bilder und mit Hochdruck verspritztes Wasser kann extrem zerstörerische Wirkung haben. Da es aber bei Wasserwerfereinsatz fast nie zu derartigen Verletzungen kommt würde ich da von einem Unfall ausgehen.

      Saladin schrieb:

      Jedenfalls je weiter in den Norden je ruhiger sind die Polizeikräfte und je weiter in den Süden der Republik insbesondere Bayern und BaWü scheint es mir das dort als sei die Hand und Schlagstock durchaus lockerer Hängen.
      In Bayern gab es um 2010 3 bis 4 Fälle von Polizeigewalt, die es auch überregional in die Medien geschafft haben und dem USK wird bei Großeinsätzen immer wieder übermäßige Härte vorgeworfen.
      Ob das bundeslandspezifisch ist, kA. Scheinen keine vergleichenden Statistiken zu existieren.


      Schwertbruder schrieb:

      Generell denke ich, dass es wohl wie überall ist. Du wirst vom Vorzeige-Polizist bis zum Arschloch-Polizist alles finden.
      Davon gehe ich grundsätzlich auch aus, aber der Arschloch-Polizist wird mehr wahrgenommen und macht dann mit seinem Verhalten die ganze Truppe zu Deppen.
      Was mir immer wieder vor allem bei mittealten und älteren Polizisten aufgefallen ist, ist so eine Art bräsige Selbstgefälligkeit, die man häufig bei Beamten beobachten kann. D.h. sind sich ihrer Macht bewusst, lassen sich diese raushängen und haben einen Umgangston unter aller Sau.
      Dieses Jahr habe ich das erst bei einer Zugfahrt erlebt, als ein verdeckter Ermittler einen registrierten Asylanten aus dem Zug befördert hat. Vom Auftreten hat der sich kaum von den Fahrkartenkontrolleuren eines lokalen Verkehrsbetriebs unterschieden, mit dem Betroffenen in einem "du-müssen-mitkommen-weil-du-nicht-dürfen-verlassen-Aufenthaltsort"-Deutsch geredet und auf Nachfragen bzw. Versuche der Mitfahrenden, dem Flüchtling das einigermaßen ruhig und sachlich zu kommunizieren ziemlich arrogant reagiert.
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      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
    • Das hat zwei Seite. Ja es sind weniger Beamte, diese haben aber deutlich weitreichendere Befugnisse.

      Ein Zollbeamter braucht z.B. keinen Durchsuchungsbeschluss. Der kann einfach so in dein Haus gehen und das auf den Kopf stellen, und du kannst nichts dagegen tun. Es reicht eine blosse Vermutung aus.

      Ein Polizist braucht dafür Beweise die Stichhaltig genug sind einen Richter davon zu überzeugen einen Durchsuchungsbeschluss zu unterschreiben.
      "Wenn es dir auf den Kopf fällt, ist es eine Stein."
    • Bonny schrieb:

      Ein Zollbeamter braucht z.B. keinen Durchsuchungsbeschluss. Der kann einfach so in dein Haus gehen und das auf den Kopf stellen, und du kannst nichts dagegen tun. Es reicht eine blosse Vermutung aus.

      Äh ernsthaft, hast du dafür ne Quelle ?

      Mal ganz davon abgesehen das auch jeder Polizist ganz ohne Durchsuchungsbefehl bei die in die Bude kann. Das Zauberwort heißt "Gefahr in Verzug" welches auch gerne mal sehr großzügig ausgelegt wird.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Flo78 schrieb:

      Bonny schrieb:

      Ein Zollbeamter braucht z.B. keinen Durchsuchungsbeschluss. Der kann einfach so in dein Haus gehen und das auf den Kopf stellen, und du kannst nichts dagegen tun. Es reicht eine blosse Vermutung aus.
      Äh ernsthaft, hast du dafür ne Quelle ?

      Mal ganz davon abgesehen das auch jeder Polizist ganz ohne Durchsuchungsbefehl bei die in die Bude kann. Das Zauberwort heißt "Gefahr in Verzug" welches auch gerne mal sehr großzügig ausgelegt wird.

      Meine Quelle sind 2 Zollbeamte die uns damals 2003 in der elften Klasse vom Beruf des Zöllners erzählt haben.

      Es muss schon so etwas wie ein Verdacht bestehen, aber das reicht aus.

      Gefahr in Verzug klappt super als Vorgeschobenes Argument, wo es in irgendeiner Form um Gewalt geht. Bei Wirtschaftskriminalität ist das traditionell eher nicht so der Fal. Von daher bezweifle mal, ich das man mit so einer vorgehensweise Gerichtsfeste Beweise erhält.
      "Wenn es dir auf den Kopf fällt, ist es eine Stein."
    • Bonny schrieb:

      Gefahr in Verzug klappt super als Vorgeschobenes Argument, wo es in irgendeiner Form um Gewalt geht. Bei Wirtschaftskriminalität ist das traditionell eher nicht so der Fal. Von daher bezweifle mal, ich das man mit so einer vorgehensweise Gerichtsfeste Beweise erhält.
      Ach lass dich mal in Bayern mitten in der Nacht mit ein paar Gramm Gras in der Tasche von der Polizei erwischen. Da stellen die dir ohne richterlichen Beschluß deine Bude auf den Kopf, weil Gefahr in Verzug und so. ;)

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    • Flo78 schrieb:

      Da stellen die dir ohne richterlichen Beschluß deine Bude auf den Kopf, weil Gefahr in Verzug und so.
      Ja, du könntest immerhin ein gewerblicher Dealer mit Plantage in der Badewanne sein. :grübel:
      Ich hab jetzt wieder an das ein oder andere Lied von Hans Söllner im Kopf... :D
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    • Nochmal zurück zum Thema Friendly Fire:
      Würde es denn hier wirklich jemanden von uns überraschen, wenn ein nicht kleiner Teil der verletzten Polizisten auf FF zurück zu führen sei?

      Davon gehe ich eigentlich als Grundannahme aus, denn das steht schließlich nicht umsonst in jedem Waffengeschäft zur Debatte, dass man mit Pfefferspray hauptsächlich sich selbst und nicht den Aggressor trifft.

      Deswegen rät jeder seriöse Waffenhändler von Pfefferspray als Mittel zur Selbstverteidigung ab, es ist ungeeignet. Warum nutzt die Polizei so ein Mittel massenhaft gegen die Einschätzungen von Experten? Diese Frage sollte man sich jetzt mal dringend stellen.

      Auch in dem herforder Fall von willkürlicher Polizeigewalt ist auf dem Video der massive Einsatz von Pfefferspray zu sehen, ebenfalls erfolglos und völlig planlos.
      Falls jemand das Video nicht kennen sollte, beim Westfalen Blatt findet man alle drei Teile:
    • Gaius Bonus schrieb:

      ist auf dem Video der massive Einsatz von Pfefferspray zu sehen, ebenfalls erfolglos und völlig planlos.

      Planlos gestehe ich noch zu, erfolglos scheint es in dem Fall aber nicht zu sein, der "Täter" gibt am Ende (soweit zu sehen ist) auf. Ansonsten ist der Ausschnitt sehr kurz, hat nicht mal Ton, kenne den Fall nicht, weiß daher nicht warum die sich da prügeln.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda