Pegida und die Einwanderungspolitik

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  • Hallo liebes Forum. :) In den letzten Tagen wird ja eine neue Sau durchs Land getrieben. Pegida und die bösen Dresdner. Die Schreiberlinge der FAZ sagen zum Beispiel solche Sätze wie "Dresden, eine geistige Sonderzone". Und wenn keiner der Demonstranten dumm genug ist rechte Parolen ins Mikrofon zu gröhlen (eigentlich eigenartig, immerhin soll die Demo doch vollkommen von Nazis überlaufen sein), dann kommt schon mal ein RTL Angestellter dem NDR zur Hilfe und leistet mit markigen Sprüchen der medialen Flaute Abhilfe LINK, ob das die Glaubwürdigkeit der Presse in den Augen der Teilnehmer dieser Demonstrationen gesteigert hat? Aber das war sicher nur ein bedauerlicher Einzelfall.


    Als Mensch der in dieser Gegend aufgewachsen ist (wenn auch nicht direkt in Dresden) und Demonstranten auf beiden Seiten des Zauns kennt wirkt die mediale Hetzjagd ehrlich gesagt sehr sehr befremdlich. Noch befremdlicher wirkt allerdings das eigentlich recht objektive Leute auf beiden Seiten sofort anfangen zu geifern. Ohne das sie wissen (die Gegner von Pegida sind da besonders schlimm), was Pegida eigentlich will.


    Daher mal das von den Protestlern aufgestelltes Thesenpapier um Klarheit in einen Sachverhalt zu bringen der für die Deutsche Presse anscheinend schon seit einiger Zeit und bei vielen Themen nicht mehr von Belang zu sein scheint. Was wollen die Leute auf der anderen Seite des Gartenzauns? Ich finde es befremdlich das niemand mehr nach dem "was wollen Sie eigentlich" fragt, gerade bei dem Thema "Integration" ist dies doch die wichtigste Frage überhaupt!


    Nun liebes Forum. Das sind die Forderungen. Klingen sie den unvernünftig? Leider lehnen viele Politiker ja eine Debatte um diese Punkte ab. Wie Cem Özdemir. Lebt Politik nicht von Debatten? Oder ist seit Anfang 2000 nun wirklich ALLES alternativlos?


    Beste Grüße


    TauPandur

  • Ein Sammelbecken für rechtsextreme. Auch wenn man "gegen" rechtsexreme sind , diese sind trotzdem bei ihnen dabei.
    Auf andere rassitische(Bzw gegen Religion) Bilder von ihnen muss ich jetzt nicht eingehen.


    Die sind gefährlich , zumindest empfinde ich es so. Immerhin bin ich für sie Salafist , weil ich einen Bart habe.
    ich halte mich sehr fern von ihnen

  • Es wurden genug fremdenfeindlcihe Kommentare eingefangen.
    [url=http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/PEGIDA-ROH-2,panorama5344.html]Pegida: Die Interviews in voller Länge, Teil I | Das Erste - Panorama - Sendungen - 2014[/url]
    Die RTL Stimme war nur eine von vielen. Übrigens denkbar harmlos in den Äußerungen.
    Entsprechende Konsequenzen wurden gezogen.


    Die Forderungen sind....amüsant.
    Sie sind ein vorgeschobenes Feigenblatt um weiter auf die böse Presse einhauen zu können die sie ja angebliche so verunglimpft.


    Es steht einfach nun einmal fest, dass hier mit der Angst gearbeitet wird. MIt der Angst der Menschen vor dem Fremden.
    Dem Islam.
    Einer Islamisierung.
    Sieht man auch sehr schön am Namen: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung.
    Damit sagen sie "Islamisten mit Sharianspruch/Ehrenmorden und den ganzen Schreckgespenstern" und meinen Moslems.
    Wow. Sind jetzt auf einmal Moslems keine Europäer?
    Was ist eigentlich mit den ganzen Deutschen Konvertiten die häufig den Hardcorekern stellen? Was ist mit den ganzen Moslems die hier in gemischtkonfessionellen Ehen geboren wurden in dritter oder gar vierter Generation?



    Stunk wird also gemacht mit dem Schreckgespennts der Islamisierung. Klar-. Ich bin auch gegen eine Islamisierung. Volle Zustimmung:
    Das Dumme ist nur:. Die Islamisierung fällt aus. Alleine schon Demographhisch. Wogegen demonstriert man also? Gerade in Dresden? Wo soll da eine Islamisierung stattfinden?
    Himmel nicht einmal die Dönermänner in Dresden sind Moslems, wie ich es bei einem Besuch in Dresden von dir erfahren durfte Tau.


    In Sachsen dürfte die Zahl die einen islamischen Gottesstaat errichten wollen nur ein Bruchteil von den ewig gestrigen betragen die das dritte Reich oder die DDR wiederhaben wollen.


    NIchtsdestotrotz sind es genau diese ewig gestrigen die hier mit dem Mittel eines populistischen Namens und einer Parole gegen einen anderen angenommenen "Feind" wieder in die gesellschaftliche MItte finden wollen.
    Und es verfängt. Viele Folgen ihnen.
    Das Lockmittel der Angst zieht.
    Rechtes Gedankengut wird über diese Parolen wieder gesellschaftsfähig, nachdem es mehr und mehr ins Abseits gedrängt wurde, u.a. durch die Mordserie an Moslems in der gerade Sachsen und seine BEhörden einen sehr unrühmlichen Platz einnehmen.
    Hier habe ich keine 10 000e auf den Straßen gesehen um dagegen zu demonstrieren.
    Bei den vielen brennenden Moscheen und weiteren schweren fremdenfeindlichen Straftaaten sehe ich die aufrechten Dresdner nicht auf die Straße gehen.


    Die Thesen sind dabei....Nunja. So gewählt und weichtgespült, dass der maximale Konsens mit dem Durchschnittsbürger erreicht wird und diese wie gesagt als Feigenblatt dienen können. Gratulation. Dumm sind sie ja nicht.
    Nur: Wenn dies die einzigen Forderungen von Pegida sind- Warum wir dann bitte demonstriert? Mit den meisten Forderungen sind die auf CDU oder gar GRünenkurs....etc. Die CSU wird links überholt.
    Man kann die ja durchaus so verstehen, dass Pegida für MEHR Zuwanderung ist.
    Und da möchte ich lachen.
    Die Köpfe hinter Pegida sind nun einmal Menschen aus der rechten Szene.

  • Mich nervt dieser ganze Pegida Quatsch tierisch und ich wünschte, die Medien würden es nicht so ausführlich hochschrauben. Ne Randnotiz dazu reicht völlig für diesen Popanz. Die Leute sollten Arbeiten gehen, Sport machen oder sonst irgendwas sinnvolles. Da tun sie mehr fürs Abendland als mit diesen "Rettet unsere Heimat" Demos. - Übrigens nerven mich die Salafistendemos nicht weniger. Sind alle anscheinend nicht ausreichend ausgelastet, diese Leute.

  • Muss ich mir eigentlich sorgen machen , dass jemand von denen glaubt den Helden spielen zukönnen ?
    Etwas sorgen mache ich mir schon. Zum Beispiel meide ich die Stadt , wenn sie wieder bei uns Unterwegs sind. Aber in NRW ist es doch recht sehr angenehm. Verstehe mich sogar mit den alten Leuten die noch als Jugendliche in der Armee Hittlers waren. Diese sind komischerweise kein stück ausländerfeindlich. Stattdessen sind sie sogar neugierig und reden gerne. Angst und Abneigung zu fremden haben die auch nicht gezeigt. Das ist leider nur in NRW bzw im Westen so.


    Jedoch sollte man sie wirklich nicht unterschätzen diese Leute von Pegida. Vorallem wenn sie wirklich Angst haben.
    Angst bringt die Menschen dazu , schlimme Dinge zutun.

  • Die Art und Weise wie TauPandur den Eingangspost verfasst hat, lässt für mich Raum zur Spekulation über seinen eigenen Standpunkt. Das ist insbesondere deshalb kurios, weil ich ihn eigentlich eher in die selbe Ecke wie andere, ganz bestimmte Charaktere dieses Forums gesteckt hatte, aber ganz bestimmt nicht in die der Ecke der "Patrioten". Oder stammt er einfach nur aus dem Raum Dresden und ist deshalb empört? Eigentlich egal, denn die Bewegung gibt es bundesweit, und das mit den selben Inhalten und sehr ähnlich gestalteten Führungspersönlichkeiten wie in Dresden (sprich: vorbestrafte Verbrecher, NPD-Aktivisten (Bonn), etc. etc. etc.).


    Man darf natürlich nicht vergessen, dass es in unserem Land erlaubt sein muss, auch Meinungen abseits des sogenannten "Mainstream" zu haben und zu äußern. Allerdings endet für mich die Freiheit in dieser Sache, wenn sich die Beteiligten nicht uneingeschränkt von Verfassungsfeindlichen Gruppierungen innerhalb der Interessengruppe abgrenzen. Oder wie will man erklären, dass sich Herr Ramelow in Thüringen öffentlich dazu nötigen lassen muss, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen, während es den Leuten in Dresden scheiß egal ist, dass in ihren Reihen die NPD mit offen gezeigten Symbolen und Fahnen mitmarschiert? Und von den von Hitler inspirierten "Schlachtrufen" mal ganz zu schweigen.


    Solange man keinen Unterschied zwischen den Nazis und den Leuten der PEGIDA (bzw. deren Ableger in anderen Städten) erkennen kann, muss man als neutraler Beobachter den Eindruck haben, dass es sich schlichtweg um ein und die selben Trottel handelt, die da mitmachen, also Nazis und .... andere Nazis. Und wenn ich damit jemandem auf die Füße trete, um so besser. Vielleicht regt das ja mal zum Nachdenken an. Politisch aktiv zu sein ist nicht nur löblich, sondern auch wünschenswert, nur sollte man bei seinem Handeln und Denken stets darauf bedacht sein, sich auf glaubwürdige Art und Weise von Leuten zu distanzieren, die sich offen gegen unseren Rechtsstaat stellen. Und das hat die Bewegung bisher "vergessen".

  • Zum Thema: Teilnehmerzahl in Dresden - Dank der Berichterstattung ist es wohl auch teilweise so, dass irgendwelche Spinner aus ganz Deutschland anreisen, um dort mal ein "Statement" zu setzen. Sind also nichtmal nur die Dresdener, von denen ein guter Teil ja auch dagegen demonstriert. Ist für die Pegida-Leute ja auch wohl ziemlich wichtig geworden, jeden Montag mehr Leute auf die Straße zu bringen. Alleine das verschafft ihnen ja die Aufmerksamkeit. Sobald dieser Trend in Dresden abbricht, wird es für die Medien wieder uninteressant.


    Für mich ist das eher ein Medienphänomen, denn einer ernstzunehmenden politischen Bewegung. Da waren die HartzIV Proteste beeindruckender. Und aus denen wurde auch nix. Obwohl das Thema sehr viel mehr Menschen wirklich konkret betroffen hat.

  • Ich finde den Zeit-Artikel ziemlich schlecht und durch die West-Brille gesehen. Dresden hat über 500000 Einwohner. Wie viele gehen davon jetzt für diesen Mist auf die Straße? Zum Teil kommen die sogar aus Bayern angefahren. Aber klar, man kann sofort daraus schließen, dass eine Mehrheit der Sachsen "extrem weit rechts" stünde. Blödsinn.


    Es mag sein, dass es im Osten prozentual mehr Nazis gibt, als im Westen, aber wäre es so wie beschrieben, dann wären die auch stärker in den Parlamenten vertreten. Und davon kann zur Zeit keine Rede sein. Das hat auch nichts mit Ost- oder West zu tun, sondern vielfach mit Armut, Chancen- und Arbeitslosigkeit. Glaube kaum, dass z.B. die Situation in Gelsenkirchen eine bessere wäre.

  • Das ist erst einmal nur die Ausgangsthese bzw. Zeitungsüberschrift die dann noch mit Fakten unterfüttert und ins Verhältnis gesetzt wird.
    Die Pegida Demonstrationen selber sind im übrigen auch ein Beleg für diese These.


    Nebenbei ist das eigentlich nur nen Allgemeinplatz dem man auf den Mensch an sich ausweiten könnte.

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