Judentum in Deutschland

  • Na dann schreib das doch auch; genau die meinte ich nämlich auch.

    Was nämlich arabische Verbände mit deutschem Antisemitismus zu tun haben sollten, genau das war meine Frage.

    Es gibt leider tradierten Antisemitismus, tief verwurzelt im Denken nicht weniger Deutscher. Seit einigen Jahren importieren Einwanderer aus der muslimischen Welt jedoch eine neue Art von Antisemitismus in diese Gefilde. Wenn ich der Berichterstattung folge, äußert sich dieser Hass deutlich gewaltbereiter.


    In meinen Augen sind nun besonders die muslimischen Verbände gefordert, qua ihrer Bedeutung für viele Menschen, ein Zeichen gegen den Terror zu setzen. Wenn da nichts kommt, ist diese Passivität nichts weiter als stillschweigende Zustimmung.


    Die Kirchen in Deutschland werden heute für ihre Performance zwischen 1933-1945 kritisiert. Vielleicht lernen wir ja endlich mal daraus.

  • Hey, das glaub ich Dir.

    30-35% stramm rechts- bis rechtskonservativ durch alle Gesellschaftsschichten, riesige Zustimmungsgewinne für die AfD und große Anstrengungen seitens Russland, das ganze noch zu verstärken.

    Ich denke aber auch, daß die wenigsten bei uns zwischen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus unterscheiden können ( und wollen ).

  • Ich rede eigentlich gar nicht von Verbänden; ich wollte eigentlich nur Johnnys Zusammenhang zwischen den arabischen Verbänden hier in Deutschland und dem Antisemitismus innerhalb der deutschen Bevölkerung verstehen.

    Wenn sich ein türkischer Verband wie DITIB nicht äussert, hat das per se ja nichts mit mir oder anderen Bürgern zu tun.

    Aber vielleicht reden wir auch völlig aneinander vorbei.

  • Hey, das glaub ich Dir.

    30-35% stramm rechts- bis rechtskonservativ durch alle Gesellschaftsschichten, riesige Zustimmungsgewinne für die AfD und große Anstrengungen seitens Russland, das ganze noch zu verstärken.

    Ich denke aber auch, daß die wenigsten bei uns zwischen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus unterscheiden können ( und wollen ).

    Antisemitismus findet sich bei Rechten und Linken gleichermaßen. Ist insgesamt sehr verbreitet und wird häufig auch unter dem Deckmantel der Solidarität mit Palästina formuliert.


    Ich rede eigentlich gar nicht von Verbänden; ich wollte eigentlich nur Johnnys Zusammenhang zwischen den arabischen Verbänden hier in Deutschland und dem Antisemitismus innerhalb der deutschen Bevölkerung verstehen.

    Das sind zwei unterschiedliche Phänomene. Die sich aber in ähnlicher Weise äußern.


    Scholz kündigt Betätigungsverbot für Hamas in Deutschland an | tagesschau.de


    Samidoun und Hamas in Deutschland zukünftig verboten. Unterstützung beider Organisationen zukünftig strafbar. Das war ja mal überfällig! :thumbup:

  • Antisemitismus findet sich bei Rechten und Linken gleichermaßen.

    Laut dem Bericht des Verfassungsschutzes eher nicht.


    Eine antisemitische Motivation im Sinne von expliziter Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden lässt sich jedoch nicht belegen. Die antiimperialistische Szene sieht Israel nicht primär

    als jüdischen, sondern als – wie dargelegt – imperialistischen und kapitalistischen Staat. Auf dieser Grundlage gedeihen immer wieder antizionistische Positionen, die zu teilweise grundsätzlicher Kritik am Staat Israel bis hin zum Negieren von dessen Existenzrecht führen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass antiimperialistische Orientierungen, allein schon aufgrund ihres ideologischen Hintergrunds, grundsätzlich eine Anschlussfähigkeit beziehungsweise Anfälligkeit gegenüber israelbezogenem Antisemitismus aufweisen können.


    2022-04-lagebild-antisemitismus.pdf?__blob=publicationFile&v=3


    Es handelt sich eher um Antiimperialismuskritik seitens der USA und seinem Verbündeten Israel und bezieht sich deutich mehr auf die kapitalistische Machtpolitik als auf den Glauben oder gar die Menschen.

    Antisemitismus von rechts ist da deutlich ausgeprägter; was auch irgendwie "Sinn" macht, wenn man beide Idiologien betrachtet.

  • Ich denke, dass der Antisemitismus bei Linken zwar vorkommt, aber mehr vom politischen Gegner angedichtet wird, als er tatsächlich vorkommt. Wenn man Israel genauso kritisiert wie z.B. die USA, ist das kein Antisemitismus. Wichtig ist, dass man alle Staaten gleich beurteilt und nicht Israel in besonderem Maße kritisiert.


    Ich empfehle das hier:


    Geschichte des Antisemitismus seit 1945 – Wikipedia


    1990 war quasi die ganze CDU-Fraktion antisemitisch

    1998 20% aller Deutschen


    Gerade in der Mitte macht man es sich bequem und schiebt das Problem nach Links und Rechts und jetzt gerne zu den Muslimen (die in den 90ern nun wirklich keine große Gruppe hier waren).


    Ich denke AfD, Querdenken etc. zeigen gut, das Verschwörungstheorien allgemein fest auch in der Mitte verankert sind. In meiner Wahrnehmung ist gefühlt jeder 2-3 Deutsche ein Querdenker.

  • Wichtig ist, dass man alle Staaten gleich beurteilt und nicht Israel in besonderem Maße kritisiert

    Genau das ist der Punkt. Es gibt verdammt viele Staaten auf diesen Planeten. Eine dreistellige Zahl davon ist definitiv schlechter zu ihrer eigenen Bevölkerung inklusive Minderheiten.

    Über wie viele davon sprechen wir regelmäßig? Für wie viele andere gibt es eine Boykott-Kampagne, die ihre Anhänger bis weit in den kulturellen und "intellektuellen" Mainstream hinein findet?


    Man hat BDS-Leute die Documenta machen lassen. Völlig überraschend haben diese Antisemiten da antisemitischen Kram ausgestellt. Zu Belohnung gab es dann eine Gastprofessur an der Uni Hamburg. Jetzt drücken die Ruangupa-Leute auf Social-Media ihre Solidarität mit dem "Widerstand" aus.

  • Es ist aber auch ein Unterschied, ob ich als Staat Probleme habe oder mir aktiv Probleme ins Haus hole. Der Judenhass, den es seit allen Zeiten in der deutschen Bevölkerung gibt, der ist leider nun mal da. Und so, wie ich verpflichtet bin, mich um meine eigenen missratenen Kinder zu kümmern, muss sich der Staat halt auch um seine schlechten Bürger kümmern. Die sind leider so.


    Dem gegenüber steht eine Gruppe von zugewanderten Menschen, die rechtlich betrachtet eigentlich gar nicht hier sein dürften, geduldet und als vorrübergehende Gäste hier sind, oder sich dazu entschlossen haben, hier ihren neuen Lebensmittelpunkt zu setzen.


    Wenn wir uns als Gesellschaft den Kampf gegen Antisemitismus auf die Fahnen geschrieben haben, dann können wir bei der eigenen Bevölkerung dagegen ankämpfen und haben auch die Pflicht, dafür Steuergelder und Manpower aufzuwenden. Aber es kann doch nicht, dass horrende Kosten durch Menschen verursacht werden, die eigentlich gar nicht hier sein sollten. Oder noch schlimmer, dass Polizisten, Lehrer und Ordungskräfte täglich ihre Gesundheit dafür hin halten müssen und als Dank auch noch verprügelt werden.

  • Über wie viele davon sprechen wir regelmäßig?


    Gut aber das liegt einfach an der Nachrichtenlage und an der "Betroffenheitsskala". Bestes Beispiel ist hier Charlie Hebdo da wurden in Frankreich 12 Menschen ermordet und am selben Tag von der Boko Haram 2.000 Menschen, hat keiner hier was von mitbekommen. Jetzt 1.200 in Israel, das ist mit 9/11 für die USA vergleichbar und Israel oder allgemein der Nahen Osten ist in den Nachrichten immer sehr präsent. Wären am Samstag irgendwo in Afrika, Südamerika oder irgendeinem unbekannteren Ostasiatischen Land irgendwas krasses passiert, hätte das hier auch wieder keiner mitbekommen. Einfach zu weit weg auf der Betroffenheitsskala.

    Selbst die omnipräsente Ukraine muss jetzt bangen, dass wegen dem Hamas-Angriff auf Israel ihr Konflikt in der Aufmerksamkeit ins Hintertreffen gerät.


    Und natürlich gibt es Probleme, aber dass z.B. Hamas in Deutschland jetzt erst verboten wird, ist nicht irgendwelchen Linken zu verdanken, die in der Vergangenheit mal Israel für irgendwas kritisiert haben.

  • Es handelt sich eher um Antiimperialismuskritik seitens der USA und seinem Verbündeten Israel und bezieht sich deutich mehr auf die kapitalistische Machtpolitik als auf den Glauben oder gar die Menschen.

    Antisemitismus von rechts ist da deutlich ausgeprägter; was auch irgendwie "Sinn" macht, wenn man beide Idiologien betrachtet.

    Kevin Kühnert hat kürzlich bei Lanz einwandfrei erklärt, warum es antisemitsch ist, den Staat Israel abschaffen zu wollen. Israel ist die einzige wirkliche staatliche Zuflucht für Juden in der Welt. Der einzige sichere Ort. Wenn man Israel angreift oder auslöschen will, nimmt man den Juden den einzigen wirklich uneingeschränkten Schutzraum weltweit. Muslime, Christen usw. Können im Prinzip in zig Ländern sicher sein. Juden haben nur Israel, dieses eine kleine Land mitten in der Wüste. Selbst wenn sie das zehnmal als antiimperialistisch bezeichnen. Es bleibt dennoch antisemitisch. Es ist so, als wolltest du den amerikanischen Ureinwohnern ihre letzten Reservate nehmen.

    Wenn der Verfassungsschutz das nicht begreift, dann macht er etwas falsch.

  • Zwischen z.B. den Stopp des Siedlungsbau im Westjordanland zu fordern und der Vernichtung Israels gibt es meines Erachtens nach noch Zwischentöne. Einfach jeden der einmal Piep Israel sagt als Antisemiten zu bezeichnen ist bestimmt die Lösung.

  • Fairas, ich meinte gar nicht die aktuelle Berichterstattung, sondern die gesamte Nahost-Diskussion. Israel wird ständig kritisiert.

    Die Palästinenser bekommen ständig Aufmerksamkeit. Es ist einfach völlig absurd. Alle anderen Staaten in der Region sind einfach autoritäre Regime, aber wie oft redet irgendwer darüber.

  • Aber ist das deine Wahrnehmung oder ist das tatsächlich so?


    Als der Krieg in Syrien noch aktiver war, wurde darüber geredet, über den Arabischen Frühling wurde geredet, als es jetzt um ein Abkommen mit Tunesien gehen sollte, wurde groß darüber berichtet, auch wie schrecklich die da mit den Migranten umgehen (ohne Wasser in der Wüste ausgesetzt).


    Aber in Israel ist halt ständig Rambazamba, folglich auch häufig in den Nachrichten. Über die Justizreform wurde sehr sachlich berichtet, auch, dass das die Sicherheit Israels gefährden könnte und ist genau das jetzt eingetreten. Sich wegen der Justizreform Sorgen um Israel zu machen, ist Pro-Israel Berichterstattung.

  • Umgekehrt gibt es auch Nicht-Juden die bekennende Zionisten sind, kennst du viele Fürsprecher für das Christentum die nicht selbst christlich sind?


    Ich denke das ist eher verzerrte Wahrnehmung deinerseits und allgemein die Berichterstattung. Syrien war doch in der internationalen Welt komplett isoliert, weiß nicht was da das Problem sein soll.

    Generell arbeiten wir mit jedem Schurken zusammen der uns gerade wichtig erscheint, Ägypten wollen wir jetzt, dass die sich um die Palästinenser kümmern, bzw. für die Freilassung der Geiseln verhandeln, falscher Zeitpunkt denen ans Bein zu pissen.


    Aber wenn die Anti-Israel-Gruppen deiner Meinung nach immer Antisemitisch sind, dann wäre PEGIDA als Anti-Islam-Gruppe ja irgendwie auch Anti-Jordanien. Macht nicht viel Sinn, merkste?


    Wo es eine tatsächliche Verzerrung gibt ist in der UN, da gibts halt viele muslimische Staaten, aber nur einen jüdischen. Logisch, dass da dann öfter mal was Anti-Israel bei rumkommt. Aber gäbe es mehr jüdische Staaten, aber den selben gegenseitigen Hass, wärs einfach andersrum.

  • Aber wenn die Anti-Israel-Gruppen deiner Meinung nach immer Antisemitisch sind, dann wäre PEGIDA als Anti-Islam-Gruppe ja irgendwie auch Anti-Jordanien. Macht nicht viel Sinn, merkste?

    Die beiden Sachen sind nicht miteinander vergleichbar. Pegida richtet sich gegen Migranten im eigenen Land, während sich Israelfreindliche Gruppen gegen den Staat Israel und dessen Volk richten. Letztere sprechen zudem dem israelischen Staat häufig das Existenzrecht ab. Pegida ist scheißegal was Muslime in Jordanien machen, sie wollen sie nur nicht vor der eigenen Haustür haben. Zudem wird von Anti Israel Gruppen gerne mal ignoriert, dass Palästinensergruppen wie die Hamas nicht nur das Ende des israelischen Staates sondern auch die Vernichtung aller Juden als Ziel haben.

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    - Albert Einstein


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    -Werner Gruber

  • BDS will Israel vernichten.

    Das geht rein logisch und gemäß der Charta der Hamas, die letztlich zusammen mit ein paar anderen Terrorgruppen hinter BDS steht nur mit der Vernichtung möglichst vieler Juden.

    Und BDS ist weit in unserem Mainstream drin. Diverse Professoren und Möchtegern Intellektuelle stehen dahinter. Man schaue sich an, wer diese dummen offenen Brief gegen den BDS-Beschluss des Bundestages unterschrieben hat.

    Auf fast jeder linken Demo schreit irgendein Idiot "From the river to the sea" oder "From Lützerath bis Gaza, Yallah Intifada". Beides Parolen die direkt die Vernichtung Israels und das Töten von Juden fordern.

  • Okay, da bin ich bei dir, wenn jemand so Sprüche rauskloppt ist das natürlich bedauerlich. BDS wird (laut Wiki) auch von der CDU und Grünen Stiftung unterstützt, das würde mich mal genauer interessieren warum.

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