Sexualität in unserer heutigen Gesellschaft

  • Vor allem bräuchten diese Ermittler mehr Zugriffsrechte beim Online-Datenschutz.


    Für sowas sollte man vielleicht mal beim BND anfragen. Die haben sicherlich Ideen, wie man derartige Netzwerke auffliegen lässt.


    Eigentlich bräuchte es neben Landes- und Bundespolizei auch eine Spezialbehörde für Internetkriminalität. Richtig groß aufgezogen mit ner Milliarden-Ausstattung und ordentlichen Zugriffsrechten zum schnellen agieren. Quasi einen Polizeibehörde nur fürs Internet.

  • Vor allem bräuchten diese Ermittler mehr Zugriffsrechte beim Online-Datenschutz.


    und ordentlichen Zugriffsrechten zum schnellen agieren.

    Komisch, Ermittler bekommen seit Jahren immer mehr und mehr Berechtigungen und technische Möglichkeiten zum überwachen von verdächtigen, ohne dass es in der Sache wirklich viel bewirkt, außer eine Erosion der Grundrechte. Wenn aber die Anzahl der Ermittler erhöht wird (siehe Beitrag von Fairas) gibt es plötzlich Erfolge. Und deine Schlussfolgerung daraus ist noch mehr Rechte für die Behörden? :wacko:


    Ja Kindesmissbrauch ist ein schweres Verbrechen, bei dem aktuellen Fall bekommt man auch wieder das kotzen und man kann sicher über die Strafen, Ausstattung der Behörden etc. streiten, aber da das Thema emotional aufgeladen ist, wird es auch sehr gerne politisch missbraucht um irgendeinen Schwachsinn durchzusetzen :pinch:

  • Komisch, Ermittler bekommen seit Jahren immer mehr und mehr Berechtigungen und technische Möglichkeiten zum überwachen von verdächtigen, ohne dass es in der Sache wirklich viel bewirkt, außer eine Erosion der Grundrechte. Wenn aber die Anzahl der Ermittler erhöht wird (siehe Beitrag von Fairas) gibt es plötzlich Erfolge. Und deine Schlussfolgerung daraus ist noch mehr Rechte für die Behörden? :wacko:
    Ja Kindesmissbrauch ist ein schweres Verbrechen, bei dem aktuellen Fall bekommt man auch wieder das kotzen und man kann sicher über die Strafen, Ausstattung der Behörden etc. streiten, aber da das Thema emotional aufgeladen ist, wird es auch sehr gerne politisch missbraucht um irgendeinen Schwachsinn durchzusetzen :pinch:

    Ich würde da doch einfach mal darauf hören, was dir die Ermittler selbst sagen, was sie dringend bräuchten. Und die sagen neben Manpower, technischer Ausstattung usw. vor allem die digitalen Zugriffsrechte bzw. die gesetzlichen Grundlagen für die Ermittlungen. Denn genau daran hapert es ganz oft. War gestern noch in einem Interview dazu zu hören.

  • Was ich auch so erschreckend finde, dass die Täter sich ja sehr häufig an ihren eigenen Kindern vergreifen. Manchmal hat man fast den Eindruck, da werden Kinder nur zu diesem Zweck in die Welt gesetzt

    Solche Fälle sind tatsächlich dokumentiert. War gestern auch Thema bei Markus Lanz. Und wir sprechen hier lediglich vom sexuellen Missbrauch, es gibt natürlich Kindesmissbrauch in allen Variationen. Es gibt natürlich viele Menschen, die Kinder nur aus egoistischen Motiven gezeugt haben. Kindergeld ist immer beliebt oder auch als Kitt für eine bereits gescheiterte Beziehung.

    Da tun sich Abgründe auf, dass man nur noch verzweifeln kann. Wieviele Kinder müssen da betroffen sein? Es ist so ekelhaft.

    Jeder von uns hat warscheinlich unbemerkt Kontakt zu Opfern oder Tätern. Darüber sollte man sich bewusst sein. Wenn so ein Fall öffentlich wird, bricht für alle Kontaktperson eine Welt zusammen, aber rein von der Häufigkeit her ist es eben nicht unwahrscheinlich, dass so etwas passiert.

  • Ich würde da doch einfach mal darauf hören, was dir die Ermittler selbst sagen, was sie dringend bräuchten. Und die sagen neben Manpower, technischer Ausstattung usw. vor allem die digitalen Zugriffsrechte bzw. die gesetzlichen Grundlagen für die Ermittlungen. Denn genau daran hapert es ganz oft. War gestern noch in einem Interview dazu zu hören.

    Zum Glück dürfen sich in einem Rechtsstaat die Behörden nicht einfach aussuchen was sie tun dürfen, wo so was hinführt sieht man doch schon am BND. Ich meine wenn Leute die wegen sexuellem Kindesmissbrauch schon mal verurteilt wurden JAHRE weiter Kontakt mit Kindern haben und tonnenweise Kinderpornos horten können, dann hat das doch nichts mit mangelnden Berechtigungen zu tun. Die Behörden sollen Ihre vorhandenen Befugnisse erst mal ausschöpfen bevor sie mehr wollen und das tun sie bisher einfach nicht, was auch am fehlenden Personal, fehlender Ausrüstung und fehlender Fachkompetenz liegt.


    Gut, dass mit dem fehlenden Personal kann ich ihnen nicht mal verdenken, mit was man da konfrontiert wird geht mit Sicherheit ziemlich auf die Psyche, da muss man erstmal Leute für finden.

  • Zum Glück dürfen sich in einem Rechtsstaat die Behörden nicht einfach aussuchen was sie tun dürfen, wo so was hinführt sieht man doch schon am BND. Ich meine wenn Leute die wegen sexuellem Kindesmissbrauch schon mal verurteilt wurden JAHRE weiter Kontakt mit Kindern haben und tonnenweise Kinderpornos horten können, dann hat das doch nichts mit mangelnden Berechtigungen zu tun. Die Behörden sollen Ihre vorhandenen Befugnisse erst mal ausschöpfen bevor sie mehr wollen und das tun sie bisher einfach nicht, was auch am fehlenden Personal, fehlender Ausrüstung und fehlender Fachkompetenz liegt.


    Gut, dass mit dem fehlenden Personal kann ich ihnen nicht mal verdenken, mit was man da konfrontiert wird geht mit Sicherheit ziemlich auf die Psyche, da muss man erstmal Leute für finden.

    Bevor BND und Polizei eingreifen sind häufig erstmal die Jugendämter an der Reihe und da könnte man mit zuzsätzlichem Personal schon einiges erreichen. Zudem sollten die Befugnisse überdacht werden.


    Um das nochmal in Erinnerung zu rufen: Der Hauptfaktor, weshalb der Haupttäter im Fall Campingplatz Lügde-Elbrinxen trotz zahlreicher Vorwarnungen beim Jugendamt lange Zeit ungestört agieren konnte, war die fehlende Zusammenarbeit der Jugendämter vor Ort. Lügde und Pyrmont sind zusammengewachsene Städte, man fährt über die Hauptstraße und schwupp ist man in der anderen Stadt. Da die Stadtgrenze aber gleichzeitig die Landesgrenze zwischen NRW und Niedersachsen darstellt, fühlte sich das Jugendamt des Kreises Pyrmont trotz verschiedener Meldungen nicht zuständig und informierte die Kollegen auf der anderen Seite nicht darüber.

  • Es gibt wohl Missbrauchsvorwürfe mehrerer Frauen gegenüber Marilyn Manson, weswegen die Plattenfirma jetzt die Zusammenarbeit mit ihm beendet hat.


    https://www.spiegel.de/kultur/…77-4476-844c-ed0510b7b244

  • Interessant, dass die Plattenfirma sofort ihre Kontakte abbricht, ohne das Verfahren vor Gericht abzuwarten. Der Weg zum Rufmord ist dieser Tage sehr kurz. Niemand scheint sich um die Stellungnahme von Manson zu scheren. Er ist sicherlich ein äußerst kontroverser Charakter, ob hier sexuelle Neigungen nicht absichtlich falsch dargestellt werden? Ich habe nichts bin Bild- oder Tonaufnahmen gelesen. Hier werden Aussage gegen Aussage stehen und letztlich wird damit. niemanden geholfen sein.

  • Nein, Partnerschaft und Karriereplanung sind nach meiner Ansicht keine validen Gründe für eine Abtreibung. Die Sexualaufklärung und wie man ungewollte Schwangerschaften verhindert setzt heute in den Schulen bereits sehr früh an. Es gibt zudem zahlreiche Methoden der Schwangerschaftsverhütung, die sich auch ergänzend verwenden lassen. Es gibt die Pille davor und es gibt die Pille danach. Es gibt Kondome. Es gibt Spiralen. usw. usf. Wirklich niemand kann mir erzählen, dass man bei einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Sexualität eine unerwünschte Schwangerschaft nicht verhindern könnte. Ich würde ggf. bei Teenagern eine gewisse Nachsicht walten lassen. Aber nicht mehr bei Erwachsenen.


    Um das klarzustellen ich rede hier jetzt ausschließlich über die rechtliche Situation in Deutschland. Es geht mir alleine um die Frage ob der § 218 seine Berechtigung hat und bleiben sollte oder nicht. Um nichts anderes diskutiere ich hier. Demnach möchte ich auf die Situation in den USA oder auf die Ansichten in der katholischen Kirche auch nur allenfalls am Rande eingehen, da diese dafür im Grunde nicht relevant sind. Und ja, ich setze auch und gerade an gläubige Katholiken denselben Maßstab in Deutschland. Ich halte das Verhütungsverbot der katholischen Kirche für Schwachsinn und schlecht durchdacht. Nichtsdestotrotz, wenn Katholiken sagen, dass sie sich daran halten wollen, dann müssen sie eben auch die anderen Gebote einhalten und auf Sex vor der Ehe usw. verzichten, bzw. eben nur dann Sex haben, wenn er in der klaren Absicht geschieht Kinder zu zeugen. Die rechtliche Regelung des § 218 würde ich deswegen jedenfalls nicht aufheben wollen.


    Du tust geradezu so, als läge die Entscheidung in Deutschland nicht bei der Frau. Das stimmt ja so nicht. Es gibt ja eine Ausnahmeregelung in Deutschland, die jeder Frau Abtreibungen bis zur 12 Schwangerschaftswoche erlauben. Ich habe ja gezeigt, wie weit ein Fötus dann bereits entwickelt ist. Er sieht schon komplett menschlich aus. Hat Hände die er zu Fäusten balt. Ein Mund den er öffnet. Beine mit denen er strampelt. In medizinisch gebotenen Fällen kann eine Frau in Deutschland sogar bis zur 24 Schwangerschaftswoche abtreiben, also bis zum 6. Monat. Und das ist auch alles in Ordnung so.

    Das einzige was in Deutschland im Grunde gefordert wird ist, dass die Frau innerhalb der drei Tage vor der Abtreibung eine Schwangerschaftsberatung zum Thema Abtreibung nachweisen kann. Die Frau soll also nicht ohne ein vorheriges Beratungsgespräch ein Kind abtreiben. Bei der Forderung nach der Abschaffung des § 218 geht es also lediglich darum, dieses Beratungsgespräch nun auch noch "nicht erforderlich" zu machen. Die Frau soll sich keiner eigenen Gewissensprüfung mehr aussetzen müssen. Und dagegen bin ich schon. Ich möchte nicht, dass Abtreibungen und die Tötung eines Fötus quasi wie ein Friseur-Besuch gehandhabt werden.


    Einen menschlichen Fötus als einen Alien-Parasiten zu betrachten und als parasitär zu bezeichnen halte ich für dekadent. Sorry, dass ich da so deutlich werde. Ich verstehe zwar irgendwo die Entstehung dieses Gedankens, aber ich finde diese Gleichsetzung wirklich abstoßend. Kann ich nicht anders ausdrücken, wenn ich ehrlich bleiben will.


    Dass Frauen ggf. psychische Probleme in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder bei der Kindeserziehung entwickeln ist bekannt. Das gehört zu ihren allgemeinen Lebensrisiken und da wäre auch die verantwortungsvolle Unterstützung der Väter und es gesamten Umfeldes gefragt, die es leider nicht immer gibt. Nichts desto trotz sind das alles keine Gründe, die bestehende Regelung des § 218 in Deutschland aufzuheben. Über so etwas muss man sich vor einer Schwangerschaft Gedanken machen. Ich sehe nicht, warum man bspw. beim Umgang mit Geld mehr Selbstverantwortung erwarten sollte, als bei einer Schwangerschaft. Wenn jemand unverantwortlich mit Geld umgeht, muss er ja trotzdem noch seine Schulden abzahlen, also mit den Folgen leben. So ist das nun mal. Leben heißt Verantwortung. Eltern haben Verantwortung.


    Zur Religion. (Ausdrücklich NICHT mein Punkt hier! Für die Diskussion um den § 218 letztlich nicht ausschlaggebend.) Vielleicht sollte man sich einmal verdeutlichen, woher das christliche Abtreibungsverbot eigentlich stammt. In antiken Gesellschaften, insbesondere im alten Rom war die sogenannte Kindstötung weit verbreitet. Was heißt das? Das hieß, dass der pater familias, der Hausherr, das Recht hatte, ohne Angabe von Gründen, einen frisch geborenen Säugling zu töten, wenn er mit dessen Geburt nicht einverstanden war. Er konnte also den schreienden Säugling an der Wand totschlagen, nur weil er Zweifel hatte, ob dieser wirklich von ihm sei. Er konnte ihn töten, weil er nicht die Familienplanung hineinpasste oder weil er ein weiterer Esser gewesen wäre, oder weil er lieber einen Jungen wollte und kein Mädchen. Man ist da mit neugeborenen Säuglingen nicht anders umgegangen, als mit jungen Katzen, die man für gewöhnlich in einen Sack schnürte und ertränkte. Auch Prostituierte brachten so ihre ungewollten Kinder als neugeborenen Säugling häufig um. Woher weiß man das? Weil man zahlreiche Säuglingsüberreste in der Cloaka Maxima, der römischen Kanalisation, nachweisen konnte. Offenbar wurden die gerade geborenen Säuglinge nicht selten einfach in die Kanalisation geworfen. Die Möglichkeiten zu Abtreibungen waren eben in der Antike nur sehr eingeschränkt. Und warum sollte man sich auch um neugeborene Säuglinge einen Kopf machen, wenn man am Tage zum Vergnügen im Zirkus dabei zusah, wie Menschen von wilden Tieren zerfleischt wurden. Erst das Christentum wandte sich dann gegen diese weit verbreitete Praxis der Kindstötungen bzw. Kindsmordes und erkannte diese als falsch, wie übrigens auch die Sklaverei und die Gladiatorenspiele. Das Christentum maß auch den Säuglingen einen menschlichen Wert bei und bezeichnete sie als "Kinder Gottes". Nach christlicher Lehre war damit die gedankenlose Tötung eines Säuglings nicht mehr in Ordnung sondern eine schwere Sünde. Es musste andere Wege geben, um dieses menschliche Leid zu beenden. Die Christen kamen auf die Idee des eigenen verantwortlichen Handelns in Bezug auf die Zeugung von Kindern. Sexualität sollte nur noch in der Ehe stattfinden, dann wenn also sichergestellt war, dass Kinder vermutlich versorgt werden könnten und erwünscht wären. Die Christen wandten sich aus unterschiedlichsten gründen, aber nicht zuletzt wohl wegen der Kindstötungen gegen die Prostitution. Die Abtreibungen sind dann aus christlicher Sicht im Grunde nur noch eine vorverlagerte Kindstötungsdebatte, die an den grds. Regelungen nichts ändern.


    Quelle u.a.: Kindstötung: Bekannt seit der Antike | ZEIT ONLINE


    Nur um das klarzustellen. Ich bin nicht grds. gegen Abtreibungen. Ich finde nur, dass die gegenwärtige Regelung §§ 218, 218 a, dass Abtreibungen grds. verboten sind und nur nach nachgewiesener Beratung innerhalb von drei Tagen vor der Abtreibung bis zu 12. Woche ausnahmsweise erlaubt werden richtig und würde diese so auch beibehalten wollen.

  • Bezüglich der praktischen Handhabung sind wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander.


    Ich finde es seltsam, dass es im Strafgesetzbuch geregelt wird.

    Diese es ist verboten, wird aber nicht bestraft Regelung lässt das ganze etwas zwielichtig da stehen.

    Auch ist der 219a der eigentliche Knackpunkt der Debatte. Niemand will Reklame-Tafeln für Abtreibungen, aber auch nach den erfolgten Änderungen können Ärzte immer noch nicht öffentlich darauf hinweisen, dass sie den Eingriff vornehmen. Was meiner Meinung nach problematisch ist.


    Auch die Beratungspflicht lehne ich ab. Du sagst selbst, die Menschen sollen Verantwortung übernehmen. Warum können sie dann nicht selbst und eigenverantwortlich entscheiden die Schwangerschaft zu beenden? Kannst du dir nicht vorstellen, dass es extrem belastend ist, einen Seelen-Striptease vor irgendeiner fremden Person hinzuzulegen? Je nachdem wo du wohnst, hast du nicht viel Auswahl und am Ende wird versucht dich zu überreden. Oder noch schlimmer, du gerätst an eine Fake-Beratung wie "ProFemina".


    Am besten wäre meiner Meinung nach eine einfache Fristenlösung. Aber (nur) mit einer Abschaffung des 219a könnte ich auch Leben.


    Ich würde eine solche frühe Vorstufe des Lebens (15g) auch einfach nicht als Menschen betrachten, glaubst du, ein ähnlich weit entwickelter anderer Säugetierfötus würde sich irgendwie relevant unterscheiden? Und selbst wenn, sehe ich einfach nicht, was genau der Gesellschaft das Recht gibt so tief in das Recht auf körperliche Selbstbestimmung einer dritten Person einzugreifen.

    Ist wahrscheinlich ein Punkt, andem wir einfach diametral unterschiedlicher Meinung sind, ist ja ok.


    Natürlich kannst du sagen, niemand muss schwanger werden (wobei, schau dir deine Schüler an und sei ehrlich, glaubst du die kriegen es alle hin sicher zu verhüten)?. Es muss sich aber auch niemand mit HIV anstecken. (Hat mein katholischer Religionslehrer übrigens für eine Strafe Gottes gehalten.) Selbiges gilt für alle STIs und viele andere Erkrankungen.

    Oder auch nach Suizidversuchen. Trotzdem wird all diesen Personen selbstverständlich geholfen.

    Du wirst jetzt sagen, Schwangerschaft ist keine Krankheit, und da hast du natürlich Recht. Trotzdem wollte ich diese Perspektive aufzeigen.


    Der Alien Vergleich ist durchaus geschmacklos.

    Aber eben auch nicht ganz unwahr. Evolutionär hat sich her ein Gleichgewicht eingestellt zwischen den Möglichkeiten des Embryos Ressourcen zu extrahieren und der Fähigkeit des mütterlichen Organismus diese zurückzuhalten. Hier muss das Risiko eines Todes der Mutter gegen die Chancen des Nachwuchs abgewogen werden.

    7 Mal editiert, zuletzt von Norkzlam () aus folgendem Grund: Habe den Beitrag in der Straßenbahn am Handy geschrieben, hoffe er ist jetzt in einen halbwegs lesbaren Zustand.

  • Ich bin für ein liberales Abtreibungsrecht, aber nicht aus moralischen Gründen, sondern weil jeder Mensch weniger auf der Welt natürlich auch eine Erleichterung bedeutet. Trotzdem muss man die Dinge beim Namen nennen dürfen und natürlich findet dabei eine Tötung statt. Den Begriff "Mord" verwende ich hier nicht, da dieser in der deutschen Rechtsprechung völlig verfremdet verwendet wird.

    (Selbst wenn eindeutig Mord vorliegt, sieht das deutsche Recht dies anders)


    Nach meinem Empfinden ist Abtreibung auch kein Mord. Die Entscheidung kann allein nur bei der Schwangeren liegen, sie sollte dann jedoch auch alle Konsequenzen tragen müssen, auch die Finanziellen. Wenn der Vater das Kind nicht möchte, sollte er von allen väterlichen Rechten entbunden werden und auch keinen Unterhalt zahlen dürfen. Wer sich alleine dafür entscheidet, ein Kind zu bekommen, obwohl niemand in Deutschland unfreiwillig in diese Situation kommen kann (wenige Ausnahmen ausgenommen), sollte natürlich auch die finanzielle Verwantwortung dafür tragen und nicht der Staat.

  • Wofür steht IA? Verliere da langsam den Überblick.

    Intersexuell und Asexuell.



    Ein Begriff den ich letztens neu gelernt habe:

    FLINT*-Person: Frauen, Lesben, Inter-, Non-Binary- und Trans-Personen.

    Ist die Bezeichnung der österreichischen Grünen Hochschulfraktion für die Personen die das Recht haben, bei den ÖH-Wahlen Spitzenkandidatin werden zu dürfen, und die nicht ohne Angabe von Gründen des Raums verwiesen werden dürfen.

    Safe Spaces und Nachteile für Cis-Männer: Junos empören sich über Gras - Bildung - derStandard.at › Inland


  • Dass es viele miese Arschlöcher gibt, war mir schon klar. Am meisten schockiert haben mich hier Frauen die Täter verteidigen (Mütter, Ehefrauen, Richterinnen).


    Hab auch darüber nachgedacht ob ich selbst vielleicht schon mal Frauen beispielsweise in der Bahn oder auf der Straße so angeschaut habe, dass es für sie belästigend war. Ich hoffe nicht, aber sicher bin ich mir da nicht.

    Hatte ne Zeitlang mal regelmäßige Termine bei einer jungen Sozialarbeiterin, die hatte immer mega den Ausschnitt. War echt schwer da nicht hinzuschauen und hat definitiv auch nicht immer geklappt.


    Mit meiner Freundin habe ich auch über das Thema geredet, sie wurde auch schon belästigt, paar Sachen wusste ich schon. Aber es haben sich auch schon Fremde neben sie in der Bahn gesetzt und sie angefasst. Echt schlimm...


    Und mir ist noch eingefallen, dass ich selbst schon sexuell belästigt wurde. Früher als ich mit dem Zug zur Schule gefahren bin hat mich paarmal so ein Mann angesprochen. Irgendwann hat es sich zu mir gesetzt und meine Hose angefasst und gefragt was das für ein Stoff sei. Danach habe ich mich immer fern von ihm gehalten und bin ihm so zum Glück losgeworden. Echt krass, ich war damals so zwischen 12 und 15 Jahre alt.

  • Hab auch darüber nachgedacht ob ich selbst vielleicht schon mal Frauen beispielsweise in der Bahn oder auf der Straße so angeschaut habe, dass es für sie belästigend war. Ich hoffe nicht, aber sicher bin ich mir da nicht.

    Hatte ne Zeitlang mal regelmäßige Termine bei einer jungen Sozialarbeiterin, die hatte immer mega den Ausschnitt. War echt schwer da nicht hinzuschauen und hat definitiv auch nicht immer geklappt.

    Man kann es auch übertreiben oder? Also zwischen einen Blick erhaschen und starren sind Welten. Frauen glotzen uns auch auf den Arsch oder fassen ganz gerne Mal an den Armen herum. Nicht alles muss direkt als sexuelle Belästigung gedeutet werden. Also ich schäme mich nicht dafür einer Frau unbewusst in den Ausschnitt zu schauen oder Mal den Hintern zu begutachten. Solange ich eine gewisse Distanz wahre und nicht aufdringlich werde.

  • Jup, sehe ich auch so. :thumbup:

    Ohne sexuelles Interesse am anderen Geschlecht wäre die Menschheit schon ausgestorben.

    Es gibt natürlich auch sexuelles Interesse am eigenen Geschlecht, das hilft bei der Vermehrung aber auch nicht so richtig weiter. :P


    Ohne jetzt die Reportage oben gesehen zu haben, denke ich schon, mal solle mal die Kirche im Dorf lassen. Zwischen Hintern und Ausschnitt gucken und sexueller Nötigung oder Belästigung liegen Welten.

  • Ich weiß nicht in wie weit die Blicke tatsächlich das Problem sind. Ich denke dass dadurch dann oft halt auch die höhere Stufe, also dumm anlabern, antatschen oder schlimmeres damit assoziiert wird, einfach weil es leider zum Alltag vieler Frauen gehören zu scheint.


    Und durch die Schwierigkeit solchen Taten zu beweisen (klappt ja oft sogar bei richtigen Vergewaltigungen nicht) haben die Täter quasi komplett freies Spielfeld und die Opfer sind nahezu schutzlos. Vermutlich mit der einzige Grund der für einen totalen Überwachungsstaat sprechen würde.

    Wobei das Problem ja noch viel tiefgreifender in der Gesellschaft verankert ist. In Indien werden teilweise dutzende Männer für Vergewaltigungen hingerichtet, das schreckt aber offenbar auch nicht davor ab, dass weiterhin solche Taten begangen werden.


    Deshalb denke ich, dass Aufklärung der beste Weg ist, auch besser als Abschreckung. Solche Dokus können zu Aufklärung beitragen.

  • Ich würde das Problem noch nicht mal allein an sexueller Belästigung fest machen. Einen Teil der Menschen fehlt jegliches Einfühlvermögen und die sozialen Fähigkeiten sind kaum ausgeprägt. Die Leute, die im Erwachsenenalter andere belästigen sind häufig auch die, welche bereits im Kindesalter in der Schule planlos herum geschrien, Mitschüler bestohlen, geschlagen und bespuckt haben. Sie kennen keine Grenzen, weil sie diese nie erfahren haben. Kommt dann noch ein Teil Veranlagung und mangelnde Erziehung hinzu, entwickelt sich ein gestörtes Verhaltensbild.


    Das fängt im Kindesalter an und zieht sich fort. Ich habe darüber häufiger mit den zuständigen Stellen der Kriminalpolizei gesprochen. Man müsste viel eher anfangen solche Vorfälle ernst zu nehmen und gegenzusteuern, es fehlen aber die finanziellen Mittel sowie auch die rechtlichen Vorraussetzungen.

  • Ufff, da reflektiert sich mal jemand und die erste Reaktion sind Relativierungen.

    Wenn fast jede Frau von sexueller Übergriffigkeit berichten kann, gibt es nunmal ein strukturelles Problem in unserer Gesellschaft und Bedarf einer Betrachtung und eines Umdenkens.


    Um einmal an Fairas persönl. Erfahrungen anzuknüpfen, im Kindesalter fasste mir mein Sportlehrer und mein Onkel mal mit entsprechenden Hintergedanken in den Schritt, Letzter versuchte dann Jahre später ein mir nahestehendes Familienmitglied zu sexuellen Handlungen zu nötigen, in der Pubertät sind mir drei Lehrer in Erinnerung geblieben, bei denen ich aktiv mitbekommen habe, dass sie sich gegenüber Mitschülerinnen absolut unangemessen verhalten hatten.

    Die Liste der mir direkt bekannten Fälle ließe sich noch um einige Einträge fortsetzen bis in die aktuelle Zeit.

    Viele der Vorfälle wurden gemeldet, Konsequenzen gab es nie. Einsicht bei den Tätern fehlt, man relativiert und macht weiter.

    Manche Frauen gewöhnen sich daran und arrangieren sich mit der Situation und bei manchen reichen schon Blicke im Alltag aus, um ein Unwohlsein und fehlende Sicherheit auszulösen.

    Daher sollten wir uns schon fragen, ob es "normal" ist, dass sich einige Menschen in unserer Gesellschaft damit abfinden müssen und sich einfach nicht sicher fühlen in ihrem Alltag. Die Antwort darauf sollte ein klares "Nein" sein, meiner Meinung nach und ich bin froh mit so einem Mist nich regelmäßig selbst konfrontiert sein zu müssen.

    Ich mein, wir behandeln doch auch Personen, die wir nicht als attraktiv empfinden, mit dem nötigen Anstand und Respekt, warum sollte es bei den anderen nicht auch möglich sein?

    Es gibt für alles einen Zeit und Raum, eine öffentliche "Begutachtung" gehört nicht in den Alltag.


    Kurzum, erzieht eure Kinder, denkt einmal über eure eigenen Handlungen nach und wenn es mal drückt, schmeißt halt Pornhub an, oder geht auf eure dafür zuständige Vertrauensperson zu :P

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