AfD

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      Jonas schrieb:

      Ich halte es nicht für den richtigen Weg, alle AFD Wähler generell als Rassisten und Faschisten zu bezeichnen.

      Ja richtig, es gibt noch die die mit Rassisten und Faschisten in einer Partei sind. Viele sind deshalb auch schon aus der AfD ausgetreten. Was sind jetzt die die wider besseren Wissens nicht austreten?

      Ansonsten mal schauen wer in der Partei dominant ist:

      Die Prominenten Wortführer:

      1. Leute die klar Faschisten und Rassisten sind
      2. Leute die die Grenzen des Sagbaren immer weiter Richtung Faschismus und Rassismus verschieben
      3. Jörg Meuthen

      Die Anhänger in der öffentlichen Wahrnehmung:

      1. Faschisten und Rassisten in Social Media Netzwerken
      2. "Merkel muss weg" und "Lügenpresse"-Schreier auf der Straße
      3. "Es gibt keine Nazis in der AfD"-Verharmloser
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
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      Fairas schrieb:

      Viele sind deshalb auch schon aus der AfD ausgetreten. Was sind jetzt die die wider besseren Wissens nicht austreten?
      Ich will im Politik-Bereich keine Likes mehr verteilen, daher auf die klassische Weise: Zustimmung zu dem Post.

      Bei der AfD besteht ja seit der Gründung ein Rechtsdrift, der kontinuierlich dazu führt, dass "Gemäßigte" die Partei verlassen. Das erste Mal war das nach dem Weggang Luckes im größeren Umfang der Fall und seitdem schreitet das zumindest meiner Wahrnehmung nach immer mehr voran. Jedes Mal, wenn Höcke und Co. einen Schmarrn raushauen, gibt es welche, denen es reicht und die dann austreten - selbst MdBs und Co. - Das geht so lange, bis nur noch der braune Bodensatz übrig ist.
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      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
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      Ich bin schon seit geraumer Zeit der Meinung, dass man kaum Anhänger dieser Partei sein kann, ohne sich BEWUSST mit Neonazis gemein zu machen. Dazu ist einfach schon viel zu viel eindeutig in dieser Hinsicht Stellung bezogen worden.

      Das Problem ist inzwischen nur, dass es leider nicht mehr reicht, diese Partei und ihre Anhänger als Nazis zu bezeichnen, weil es denen schlichtweg egal ist, bzw. sie ja auch noch stolz darauf sind und schaden tut es ihnen leider offensichtlich auch zunehmend nicht mehr. Insofern muss man sie auch unbedingt inhaltlich entzaubern.

      P.S. „Arschlöcher“ trifft es für mich übrigens schon viel eher. Über den Begriff braucht man dann auch nicht mehr diskutieren.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
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      Ist "Wähler" einer Partei zu sein gleichbedeutend mit "Anhänger" einer Partei zu sein?

      Ich bin nicht davon überzeugt, dass sich 100% aller AfD-Wähler wirklich bewusst damit auseinander setzen.


      Sacrum Romanum Imperium - für Kaiser und Reich

      "Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist gezwungen sie zu wiederholen."
      Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana


      "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." Friedrich Nietzsche
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      Kelti schrieb:

      Ist "Wähler" einer Partei zu sein gleichbedeutend mit "Anhänger" einer Partei zu sein?

      Ich bin nicht davon überzeugt, dass sich 100% aller AfD-Wähler wirklich bewusst damit auseinander setzen.
      Dann solltest "du" auch nicht wählen gehen. Ich möchte vor allem darauf Hinweisen, dass die AfD keine normale Partei ist und normale Regeln der Parteienlandschaft nicht für sie gelten. Siehe CDU/CSU Thread. Menschenverachtende und rassistische Ansichten decken sich nicht mit dem GG. Dementsprechend gilt - meiner Ansicht nach - nicht die Frage ob Anhänger bzw. Wähler wirklich dahinter stehen.
      "Keine Experimente an Spezies die fähig zur Integralrechnung sind. Einfache Regel. Habe sie nie gebrochen." - Dr. Mordin Solus, Genetiker & ehem. Mitglied der STG
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      Kelti schrieb:

      Ist "Wähler" einer Partei zu sein gleichbedeutend mit "Anhänger" einer Partei zu sein?

      Ich bin nicht davon überzeugt, dass sich 100% aller AfD-Wähler wirklich bewusst damit auseinander setzen.
      Unterstützer, Wähler, Anhänger...

      Wenn ich aktiv zum Erfolg einer Partei wie der AfD beitrage, dann muss ich mir auch deren Aussagen und Standpunkte anrechnen lassen. Und ab einem gewissen Moment wird auch Ignoranz zu einer Form von Böswilligkeit. Jedenfalls, wenn du mich fragst. Und die AfD ist nun keine Partei, bei der nicht JEDER hätte mitbekommen können, wofür sie kritisiert wird. Das raffen sogar meine Schüler, die sie teilweise leider gerade deswegen toll finden. Nach dem Motto: "Endlich sagts mal wieder einer."
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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      Ich bezweifle, dass 14% der Deutschen bzw. über 20% der Ostdeutschen überzeugte Nazis sind.
      Klar die Nazis wählen AFD, aber sie sind eben nicht die einzigen.
      Und die nicht-nationalsozialistisch gesinnten AFD-Wähler einfach abzuschreiben halte ich für gefährlich, eine derart große Personengruppe zu Parieren zu erklären kann Folgen haben, nicht zuletzt für zukünftige Wahlen.

      Ischozar schrieb:

      Kelti schrieb:

      Diese Wähler kann man doch wieder abholen, ohne, dass man sich mit einer AfD zwangsläufig gemein machen muss.
      Und wie? Mit ein bisschen Rassismus? In dem man Geflüchtete und andere Minderheiten zwar aufnimmt, aber schön am Stadtrand in Ghettos leben lässt?
      Einfach mal praktisch und direkt denken. Wie willst du das Wählerpotential der AfD für dich gewinnen, wenn du eine Partei bist, die sich als Partei der "Mitte" darstellt?
      Alle kann man nicht umstimmen ohne den Boden der Demokratie zu verlassen, aber doch einen signifikanten Teil.
      Siehe die dänischen und burgenländischen (österreichisches Bundesland) Sozialdemokraten, siehe die österreichischen Konservativen.
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      IWST schrieb:

      Alle kann man nicht umstimmen ohne den Boden der Demokratie zu verlassen, aber doch einen signifikanten Teil.
      Wohin umstimmen? Mit was? Mir fehlt bei diesem "Wasser abgraben" etc. der praktische Umsatz. Auch Kurzs Rechtsruck ist massiv, und mit verlaub, zum kotzen.
      "Keine Experimente an Spezies die fähig zur Integralrechnung sind. Einfache Regel. Habe sie nie gebrochen." - Dr. Mordin Solus, Genetiker & ehem. Mitglied der STG
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      John schrieb:

      „Arschlöcher“ trifft es für mich übrigens schon viel eher.

      IWST schrieb:

      Ich bezweifle, dass 14% der Deutschen bzw. über 20% der Ostdeutschen überzeugte Nazis sind.
      Klar die Nazis wählen AFD, aber sie sind eben nicht die einzigen.
      Und wo ziehen wir dann die Grenze zum Arschloch? Wenn jemand nur ein "bisschen Faschist" ( :ironie: ) ist, ist er dann keins? ;)



      Ich gehe nicht euren Weg - ihr seid mir keine Brücken.
      - Friedrich Nietzsche -
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      Die arbeiten ja mit ganz schizophrenen „Umvolkungsängsten“, erzeugen schlichtweg Hass gegen Ausländer im Allgemeinen und Muslime im Besonderen, gegen „Linke“, „Merkel“, „Juden“ und Gott weiß wen noch. Arbeiten mit Neidgefühlen usw..

      Ist mir inzwischen auch scheissegal, als was die sich selber sehen. Man kann auch Nazi sein, ohne sich selbst für einen zu halten. Klingt komisch, ist aber so.

      Im Dienst darf ich das ja nicht äußern. Ist nur immer zum kotzen, wenn man dann miterleben darf, wie genannte Personenkreise jeden Furz riesig aufblasen, um bloß wieder irgendwo, irgendwie einem Ausländer oder einer Ausländerin, meistens sind es Mitschüler und deren Eltern, irgendwie ans Bein zu pissen. Da könnte ich im Strahl kotzen, über den einen oder anderen Dumpfbacken-Möchtegern-Arier.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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      Ischozar schrieb:

      Dann solltest "du" auch nicht wählen gehen. Ich möchte vor allem darauf Hinweisen, dass die AfD keine normale Partei ist und normale Regeln der Parteienlandschaft nicht für sie gelten. Siehe CDU/CSU Thread. Menschenverachtende und rassistische Ansichten decken sich nicht mit dem GG. Dementsprechend gilt - meiner Ansicht nach - nicht die Frage ob Anhänger bzw. Wähler wirklich dahinter stehen.
      Das brauchst "du" mir nicht erklären, denn ich weiß das alles schon. Bleibt immer noch die Frage, was zu tun ist. Die Vogel-Strauß-Methode war bis dato reichlich ineffektiv. Das geht nicht von alleine wieder weg.

      John schrieb:

      Wenn ich aktiv zum Erfolg einer Partei wie der AfD beitrage, dann muss ich mir auch deren Aussagen und Standpunkte anrechnen lassen. Und ab einem gewissen Moment wird auch Ignoranz zu einer Form von Böswilligkeit. Jedenfalls, wenn du mich fragst. Und die AfD ist nun keine Partei, bei der nicht JEDER hätte mitbekommen können, wofür sie kritisiert wird. Das raffen sogar meine Schüler, die sie teilweise leider gerade deswegen toll finden. Nach dem Motto: "Endlich sagts mal wieder einer."
      Vollkommen richtig. Aber wir können noch solange den Kopf schütteln. Die richtige Position verdrängt die Falsche nun mal nicht alleine dadurch, dass man sie selbst besitzt. Sie muss auch in den anderen Köpfen wieder ankommen.

      Ischozar schrieb:

      Wohin umstimmen? Mit was? Mir fehlt bei diesem "Wasser abgraben" etc. der praktische Umsatz. Auch Kurzs Rechtsruck ist massiv, und mit verlaub, zum kotzen.
      Haben sich den die anderen Parteien wirklich intensiv mit dem Warum beschäftigt? Warum eben so viele Menschen der AfD zuströmen? Warum sich so viele insbesondere, aber nicht ausschließlich von der SPD abwenden? Warum es notwendig ist, immer mehr Regierungen mit 3 oder gar 4 Parteien zu bilden, die kaum mehr sinnvoll auf einen Konzens kommen können?

      Ich sehe da leider nur einen Haufen Fragezeichen ohne Antwort in den Köpfen. Und ohne diese Antworten wird es keine Handlung geben. Und ohne Handlung auch keine Verdrängung der AfD.

      Ich teile die Meinung von IWST voll und ganz. Ich glaube nicht, dass in Thüringen jeder 4 Rechtsextrem ist. Das entspricht auch ganz und gar nicht meiner persönlichen Erfahrung und Thüringen ist von meiner Haustür nur 6km entfernt. Somit müssen auch AfD-Wähler erreichbar sein ohne diesen viel zitierten deutlichen Rechtsruck. Und jedes Prozent an Stimmen, welches nicht bei der AfD landet, hilft!


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      @Kelti
      Ich resigniere da inzwischen an der Dummheit der Menschen. Ich verstehe es einfach nicht und habe keine Idee, womit man diese Leute noch umstimmen könnte.

      Wer jetzt noch Trump oder die AfD oder Erdogan wählt, der weiß doch was er kriegt und was er will. Wie und womit willst du sie denn noch von was überzeugen? Mir fehlen da die Ideen. Ich versuche einfach nur noch Bremsklötze zu schmeißen wo immer es geht und hoffe darauf, dass sich diese Populisten irgendwann von selbst entlarven. Allerdings schließe ich nicht mehr aus, dass es dazu vielleicht erst wieder ne Katastrophe braucht, so dass die Menschheit wieder für 80-100 Jahre die Schnauze voll von sowas hat. Anscheinend brauchen wir alle hundert Jahre mal wieder so ne Aggrophase zum gegenseitigen Mord und Totschlag, damit auch die Beklopptesten wieder für ne Weile friedlich werden.

      P.S. Doch, ein Thema ist defenitiv DAS Schlüsselthema: EINWANDERUNG. Der gemeine Hobbit möchte Hobbingen gefälligst für sich, mag keine Fremden, liebt seinen Gartenzaun und ruft daher immer wieder „Hobbingen den Hobbits“. Und so wählt er auch. Wahrscheinlich wird man sich damit wohl abfinden müssen. Völkerfreundschaft halte ich inzwischen für so realistisch wie das „Volkseigentum“. Schöner Gedanke. Nur leider zu schön für uns Menschen. Wir sind halt nicht Jesus.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von John ()

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      Mit der AfD sind halt die Grenzen des Unsagbaren immer mehr verschoben wurden. Völkisch-nationalistisches Geschwurbel, was in den Köpfen vieler Menschen schon immer tief verankert war und auch nie wirklich weg war, kommt mehr und mehr in der Gesellschaft wieder an. Vor der AfD gab es halt einen Konsens dahin, das man bestimmte Dinge nicht äußert, nicht sagen darf. Dieser Konsens wird aber beständig aufgeweicht. Und je mehr man die AfD als normale Partei akzeptiert, umso mehr wird auch das bisher Unsagbare wieder akzeptabel.

      Und dann kommt noch Thüringen, wo die Vertreter von CDU und FDP deutlich machen, das ein bürgerlicher Linker wie Ramelow für die Konservativen absolut nicht geht, aber ein offen rechtsradikaler wie Höcke machbar ist. Und das Ergebnis ist keineswegs zurückgenommen, denn der Kemmerich ist immer noch Ministerpräsident, wenn auch "nur" geschäftsführend. Da jubelt das konservative Lager aber.

      Man muss wohl konstatieren, das ein Drittel der Deutschen rechtsradikal ist oder mehrheitlich völkisch-nationalistischen Ideen grundsätzlich nicht ablehnend gegenüber stehen. Zumindest finden sie Ausländer scheiße und die Grenzen sollten wieder geschlossen werden und der Rest der Welt ist bestenfalls zum Urlaubmachen da und soll gefälligts unseren Scheiß kaufen, aber ansonsten da bleiben, wo auch immer sie sonst sind.

      Im Übrigen, habe ich noch keinen einzigen gemäßigten AfD-Wähler getroffen. Das heißt nicht, das es sie nicht gibt, aber begegnet ist mir noch keiner.
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      Mir fällt übrigens gerade auf, dass wir Gefahr laufen, dass die Stimmung (geht mir so) wieder hochkocht. Ist nen emotionales Thema. Lasst es uns ruhigen Blutes diskutieren. Ist auch ne Ermahnung an mich selbst... :cool: :unsure:
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      John schrieb:

      Ich resigniere da inzwischen an der Dummheit der Menschen. Ich verstehe es einfach nicht und habe keine Idee, womit man diese Leute noch umstimmen könnte.
      Genauso wie man präventiv überhaupt verhindert hätte können, dass die AfD in Parlamente mit solchen Prozenten einzieht: Dem Image der anderen Parteien, durch Inhalte und deren Umsetzung für das Wohl der Nation, der Länder etc. als auch deren Bürger. Das Image gibt aber eher leere Wahlkampfversprechen, Schwarze Null wichtiger als der Sozialstaat und ineffiziente, ideologische Streitpolitik, wo der normale Bürger sich vielleicht nicht mehr repräsentiert sieht und die Systeme um einen herum bröckeln wie alter Putz. Es gibt eine ganze Generation, die nichts anderes als "Merkel-Stagnation" kennen. Wie sollen die sich ein differenziertes Bild im eigenen Land machen?
      AfD muss nicht besser sein, keineswegs, im Gegenteil. Aber wenn man weiter mit ideologischen Abgrenzungen statt Inhalten die Nachrichten füllt, wird der Trend weiter gefahren. Schwierig, da Gegenzusteuern, aber mein Gott, mit sinnvollen und greifbaren Inhalten plus Werbekampagnen wird das wohl doch möglich sein.

      Zum Thema Wähler der AfD: Da bin ich ebenfalls der Meinung, dass ein guter Teil, aber bei Weitem nicht Alle rechts verloren sind. Ich habe auch keine gute Antwort darauf, wie man in der jetzigen Situation damit umgehen soll. Generelle Akzeptanz ist schwierig in sich. Aber automatische Beleidigung, ideologische Ausgrenzung und Abstempelung (egal wie heuchlerisch das von irgendeiner Seite scheinen mag), führt meiner Meinung nach nicht zu Besserung. Mit der Annahme die AfD-Wähler wären alle verloren, besiegelt man schon mal, dass es auf keinem demokratischen Wege eine Minderung von ihren (oder generell weit rechter Parteien) Anteilen in den Parlamenten geben wird.
      Denn ich glaube kaum, dass Leute ihr Verhalten aufweichen, wenn sie dafür "angefeindet" werden, sondern der Großteil sich verhärtet. Wer eine harte Linie fährt, kann nur harte Antworten erwarten.
      Steam-Profil

      "...verantwortungslose Verwaltungsfachangestellte mit Kontrollzwang, also das was wir in Verkennung der Wirklichkeit Regierungen nennen..." - Jochen Malmsheimer
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      John schrieb:

      Ich resigniere da inzwischen an der Dummheit der Menschen. Ich verstehe es einfach nicht und habe keine Idee, womit man diese Leute noch umstimmen könnte.
      Ich verfolge momentan interessiert die amerikanische Innenpolitik beziehungsweise die Vorwahl der Demokraten und schau mir immer mal wieder die Twitter Profile und reddits von den verschiedenen demokratischen Kandidaten an, die ja auch ein sehr großes Spektrum abdecken, was mich dabei aber tatsächlich sehr überrascht hat ist wie viele enttäuschte Trump Wähler aus den verschiedensten Gründen jetzt schreiben sie würden bei der nächsten Wahl einen Demokraten wählen, auf dem ersten Blick finden sich ironischerweise vor allem relativ viele ehemalige Trump Anhänger im Lager von Bernie Sanders was auf dem zweiten Blick aber sogar relativ viel Sinn macht.

      Trump hat seine Kampagne 2016 damals geführt mit dem Motto er sei der Mann des Volkes und würde dem Establishment einheizen, der klassische Populisten Trick halt, letztendlich hat er aber nur die Steuern für Reiche gesenkt um der Wirtschaft einen trickle down Effekt zu geben der trotzdem nicht bei allen ankommt. Bernie Sanders dagegen ist quasi das linke Gegenteil, für amerikanische Verhältnisse ist er zwar auch ein absoluter Populist aber Ihm traut man zu das er seine Versprechen Politik für den normalen Bürger zu machen einhält.

      Klar gibt es immer den Kern "Rassisten" Wähler für den "Ausländer raus" das Hauptthema sind aber ich glaube viele rechte Wähler die in den letzten Jahren Populisten auf den Leim gegangen sind, sind letztendlich einfache Arbeiter oder Angestellte die jederzeit die Seite wechseln würden sobald sie sehen das es eine Partei gibt die Ihre Probleme und Anliegen ernst nehmen.

      Auch in Österreich war es beispielsweise so das viele enttäuschte SPÖ Wähler direkt zur FPÖ gewechselt sind weil sich die FPÖ als die neue Arbeiterpartei verkauft hat die den einfachen Michel ernst nimmt während die SPÖ nicht mehr wirklich klar machen konnte für was sie überhaupt steht.

      Desweiteren ist was Kelti geschrieben hat ebenfalls komplett richtig, ein Großteil der Wähler setzt sich ja nichtmal groß mit den einzelnen Parteiprogrammen auseinander, die Menschen wollen größtenteils Politiker die Ihnen Honig um den Mund schmieren und Ihnen eben das Gefühl geben sie würden nicht im Stich gelassen werden, deswegen funktioniert ja auch dieser "wir sind das Volk" Slogan der rechten so gut obwohl letztendlich richtige Sozialdemokratische Parteien deutlich mehr von sich behaupten könnten sie würden Politik für das "Volk" machen.
      Remembering happiness amidst one's misery is the greatest suffering.
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      Das dumme ist ja, das die AfD kaum andere Angriffspunkte bietet, an denen man sie packen könnte. Sprich: Arbeit, Soziales oder Rente etc. Da gibt es nichts konkretes, die bestehen nur aus diesem stark nationalen Kurs, dem die anderen Parteien nicht folgen können, aber kaum verständlich so viele Wähler generiert.

      Unter diesen Umständen dürfte es auch schwierig sein, AfD-Wähler zurückholen zu können, was zumindest bei den Protestwählern vielleicht möglich sein könnte. Die sollen die AfD ja angeblich nur wählen, damit die anderen Parteien sich endlich mal bewegen. Nur wohin eigentlich?

      Man muss wohl weiterhin abwarten, bis die AfD sich in den Bereichen Arbeit, Soziales und Rente endlich einmal klar positioniert, was einige der bisherigen Wähler dann hoffentlich abschrecken sollte. Bei vielen diesen Themen überholt sie sogar die FDP. Insofern ist es schon erstaunlich, das eine Ein-Thema-Partei solche Wählerzahlen erreicht. Und indem die anderen Parteien streckenweise AfD-Positionen übernehmen oder sich denen zumindest annähern, wird es natürlich nicht besser.

      Allerdings ist es traurig zu sehen, dass das deutlich rechtsradikale Getue der AfD so viele Menschen nicht davon abhält, diese Partei trotzdem zu wählen.
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      Die AfD wird ja auch nicht „FÜR“ etwas gewählt, sondern vor allem „GEGEN“ etwas. Die AfD oder Trump sind ja eigentlich absolute ANTI-Bewegungen. Nach dem Motto: Scheißegal was und worum es geht, Hauptsache wir sind dagegen. Ich habe selten einen solchen zerstörerischen Destruktivismus in der Politik erlebt, wie wir ihn derzeit weltweit vorfinden. Alleine wenn ich schon an die Wiederzulassung von Tretminen durch Trump denke... alleine deswegen müsste man schon eigentlich völlig ausflippen. Und das ist nur eine Sache von tausenden.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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