Beiträge von Mogges

    Rein militärisch ist das so gesehen ziemlich schwachsinnig, was gibt es besseres als den Feind hinter den eigenen Linien anzugreifen und den Nachschub zu stören?


    Was macht es für einen Unterschied, ob ich die LKWs mit Sprit und Munition 10 km vor der Grenze attackiere oder 10 km dahinter?

    Sofern sich die Front nicht in diesem kleinen Zwischenraum zwischen den Grenzen befindet, ist es völlig egal, die LKW kommen nie da an, wo sie hin sollen.

    Kann man nur hoffen, dass Putin nicht die Absicht hat, Europa in den nächsten drei Jahren anzugreifen, da die Bundeswehr derzeit nur Munition für sage und schreibe eine Woche Kampfhandlungen genau eines Bataillons hat.

    John, jetzt mal ganz ehrlich: wie soll das gehen?

    Russland würgt seit mehr als drei Monaten in der Ukraine, da werden 2 km Gebietszugewinn schon als Erfolg gefeiert. Der desolate Zustand der Kinderarmee ohne Unteroffiziere, Korruption bis in die höchsten Offiziersränge, marodes Material aus den 80´er Jahren der UDSSR, extreme Nachschubprobleme in der Logistik, selbst mit einem Eisenbahnnetz bis an die Grenze der Ukraine, Chips- und Steuerelemente aus alten Kühlschränken werden behelfsmäßig in Raketen und Drohnen eingebaut, und bedingt durch die Sanktionen wird das enorm zunehmen in den nächsten Jahren, und so weiter und so fort.

    Wie zum Henker soll diese Grottenarmee und Witz von Invasionsstreitkraft "Europa" angreifen?

    Ernste Frage.


    Was jetzt nicht heißen soll, daß die Bundeswehr besser ausgerüstet wäre. Was die Offiziersränge betrifft und die Korruption innerhalb der Armee betrifft, wahrscheinlich schon.

    Überrascht mich jetzt nicht sonderlich. Hast Du denn an die "Zeitenwende" geglaubt, bei einem Kanzler Olaf Scholz?

    Das war purer Aktionismus und aus der Situation heraus sozusagen überreagiert. Denn es paßt ganz und gar nicht zur deutschen Politik der letzten 30 Jahre. Der Keil, den Rußland zwischen die Parteien innerhalb Deutschlands, der EU und auch der NATO getrieben hat, wird immer größer. Man hat sich leider an den Krieg gewöhnt und jeder hofft, daß er so schnell wie möglich endet. Mittlerweile sind viele der Meinung "egal wie", siehe Kissinger. Die Front bröckelt gewaltig, und wenn Scholz der Überzeugung ist, man könne sich die Kohle auch sparen, weil die Ukraine demnächst sowieso kapituliert und der status quo festgeschrieben wird, hofft man auf ein baldiges Ableben Putins und eine Wideraufnahme der Beziehungen zu alten Konditionen, da bin ich mir recht sicher.

    Mit eines der größten Probleme bei der Berichterstattung über den Krieg ist der Wust an unterschiedlichen Meinungen von Experten und der überwältigenden Mehrheit von solchen, die sich dafür halten.

    Großartige Recherchen und / oder Interviews von Visual Politics oder Carlo Masala treffen auf Sahra Wagenknecht oder die Online Redakteure von focus.de. Mit einer der gruseligsten und Clickbait geilsten Seiten überhaupt. Jede Schlagzeile wird mit einem Atompilz untermalt, dem Schlagworten "Dritter Weltkrieg" oder "Nuklearer Schlagabtausch" und dann im Abstract das ultimativ geile Szenario: "Warum ein Atomkrieg nicht unwahrscheinlich ist......."; dann kommen Verschwörunsgtheoretiker aus ihren Löchern und fabulieren von geheimen Ex-Mitarbeitern Putins oder Generälen im Exil. WELT ist auch geil: haben die doch seit Monaten ihren blödsinnigsten Reporter in Moskau stehen, der auf dem Roten Platz "live" vom Krieg berichtet und die größten Schwierigkeiten bei der Wortwahl hat, ohne jetzt in den Knast zu wandern. Manchmal kann man auch die Schatten der Geheimpolizei sehen ( oder den von Gerhard Schröder ), die hinter der Kamera stehen.

    Je nach Berichterstatung und Medium ist mittlerweile alles möglich: von der Machtübernahme im Kreml durch die Pussy Riots bis hin zum Einmarsch der glorreichen roten Armee in Washington.

    Was man sich auf jeden Fall angewöhnen sollte, und ich habe das schon lange getan: Trivial- und Boulevardmedien in allen ihren Daseinsformen ignorieren und meiden und sich auf die Format- und Qualitätspresse beschränken; was das ist, sollte bekannt sein. Alles andere macht nur schlechte Laune und / oder hilft der AfD.

    Ich bin ja generell skeptisch gegenüber Waffenlieferungen, weil diese Waffen am Ende den Russen in die Hände fallen werden.

    Ähem, diese Gefahr besteht eigentlich bei jedem Krieg. Desweiteren muß ja nicht zwingend der Krieg gewonnen werden, damit einem feindliche Waffen in die Hände fallen, es reichen ja schon einzelne Gefechte.

    Hier jedoch bekommen die Russen, im Fall der Fälle, entweder uraltes DDR-Zeugs in die Hände oder aber moderne Haubitzen oder Artillerie wie die der Amerikaner oder Niederländer. Aus Mangel an modernen Chips können sie die aber ohnehin nicht kopieren und nachbauen.

    Also warum hält man daran fest? Du sagst um Geld zu sparen. Und das ist dann eben letztlich dann doch die von mir angesprochene Benachteiligung von Menschen aus unteren Verhältnissen.

    Ähem, nein?

    Es wird für die Universität ja nicht billiger, wenn ein Millionärssohn einen unbefristeten Vertrag und vollen Lohnausgleich erhält oder ein Arbeiter-Sprössling.

    Man macht sich einfach den akedemischen Druck zunutze, weiterkommen zu wollen und zu publizieren, eben ordentlich Forschung betreiben zu wollen. Daß viele mittlerweile auch ihre Promotion hinschmeissen, ist ja egal; es kommen ja genug nach, die deren Platz übernehmen.

    Es gibt auch ne Menge Akademiker, die wirklich Spaß an Forschung haben und eben diese voranbringen möchten, quasi Ideologen. Und ohne die, stünde es ganz schlecht um den Forschungsstandort.

    Ja, irgendwas is immer; Henne oder Ei? :P

    Kann ja auch sein, daß man nicht zur Wahl geht, weil es keine Partei gibt, die einen vertritt und andere nur Notlösungen sind. Ist jetzt aber auch kein neues Phänomen von heute, gab´s schon immer. Nur leider hat die Zahl der Nicht- und Protestwähler zugenommen.

    Eigentlich weiß ja auch jeder woran´s liegt; interssiert nur nicht. Und einen Regierungsauftrag mit 25% der Stimmen und 48% Wahlbeteiligung abzuleiten, ist schon kackdreist und schürt den Frust der verbleibenden 52% noch zusätzlich.

    Ne, mache icht nicht.

    Kein Mensch fragt nach der sozialen Herkunft; wenn Du die Zugangsberechtigungen für ein Studium oder eine Promotion hast, dann machst Du das eben.

    Verstehe nicht, worauf Du hinauswillst; wir leben wirklich nicht mehr im preussischen Beamtenstaat oder einer Oligarchie.

    Es kommen keine "reichen Männer aus gutem Hause" an die Uni; ich kenne jede Art von Gesellschaftsschicht: Berufssöhne und -töchter, Malocher, Alleinerziehende und langweiliger Mittelstand.

    Deutschland ist nicht die USA, wo wirklich nur die Privilegierten in Harvard oder Stanford landen; meilenweit davon weg.


    Ich kenne auch jemand der seinen Doktor macht, eher aus bescheidenen Verhältnissen kommt, hat jetzt ein Kind bekommen, ergo die Frau arbeitet nicht mehr. Da wird das Geld dann schnell mal knapp. Natürlich nicht zu vergleichen mit einer alleinerziehenden Mutter die in der Pflege arbeitet.

    Ja, und? Das heißt jetzt genau was?

    Jemand aus armen Verhältnissen jobbt während des Studiums und jemand aus reichem Hause tut es eben nicht, so what? Das ist jetzt nicht universitätsspezifisch und hat mit dem Studium an sich gar nichts zu tun; das ist ein gesellschaftliches Grundproblem, daß Reichere weniger arbeiten.

    Hey, ich behaupte ja nicht, daß es keine Partei für sozial Schwächere und Geringverdiener geben muß; da haste mich nicht verstanden.

    Ich habe lediglich geschrieben, daß es die AfD und die Linke eben nicht sind. Beide sind in vielen Bereichen austauschbar und ehrlich gesagt sehe ich wenig Substanzielles bei der Linken.

    Es wird schon einen Grund haben, warum sehr viele Linkenwähler gerade im Osten zur AfD gewechselt sind. Deren soziales Gewissen war es sicherlich nicht.

    Es braucht eine starke Linke in Deutschland und nachdem sich die SPD schon sehr lange davon verabschiedet hat, wird es allerhöchste Zeit. Ich sehe nur keine.......

    Geld sparen.

    Im universitären System schaut niemand auf die Herkunft, das ist Quatsch. Es gibt auch nicht nur Chefärzte und Institutsleiter; der überragende Teil der universitären Grundlagenforschung und auch -arbeit lebt von einer schier unendlichen Flut an Billiglöhnern, die über befristete 1/2 oder 1/4 Doktoranden- und Postdocstellen das System am Laufen halten. Der Publikationsdruck kommt dann noch on top.

    Mittlerweile bin ich mir sicher, daß im Keller des Willy-Brandt-Hauses eine ganze Menge Leichen und Unterlagen hochrangiger aktiver und Ex-Politiker der SPD liegen und der russische Auslandsgeheimdienst hat die Schlüssel dazu.

    Nichts anderes erklärt den Eiertanz von Scholz, die Rundum-Verarsche mit den Geparden ohne Munition und das Gewürge um Gerhard Schröder.

    Da kommt ne Menge Arbeit auf den SPIEGEL zu und viele, viele Titelstories.

    Ich glaube, hier herrscht ein völlig verqueres Verständis von Pazifismus zum einen und Mainstream zum anderen.

    Pazifismus bedeutet erst einmal, nicht aggressiv vorzugehen, zum eigenen Vorteil Gewalt anzuwenden und seine eigene Stärke einseitig zu verwenden auf Kosten Schwächerer. Es bedeutet nicht, sich sang- und klanglos zu ergeben, sich dem Willen anderer zu beugen und die eigene Meinung aufzugeben, nur damit Ruhe herrscht. V.a. aber bedeutet es schon gar nicht, dabei zuzusehen, wie Unschuldige zu tausenden massakriert werden.

    Und das Wort Mainstream gab es schon in den 80´ern. Da bedeutete es v.a. einfach, Musik zu hören, die sonst niemand hört, Punk beispielsweise. Gab einem das unheimlich überlegene Gefühl anders und v.a. "besser" zu sein. Warum 80% die gleiche Radiomusik hörten, die sich dann auch am besten verkaufte, geschenkt.

    Das Wort "Mainstream" wird seit Auftauchen der AfD ( und hier mal bitte diejenigen an die eigene Nase fassen, die das auch hier permanent nutzen ) inflationär benutzt für etwas, das die Unterstützung der Mehrheit hat; auch hier wieder bewußt ein ideologisches, künstliches Erhöhen von Etwas, was eben deutlich weniger Unterstützung erfährt und dadurch scheinbar schon irgendwie besser ist. Ganz furchtbar wird es mit Mainstream-Medien oder Mainstream-Politik. Faschoparteien wie die AfD stellen eben KEINE Alternative zum Mainstream dar, weder theoretisch und in der praktischen Umsetzung schon gar dreimal nicht.

    Und die Grünen waren eigentlich noch nie richtig links; sie waren seit den 80´ern eigentlich nichts anderes als "nicht konservativ und wirtschaftshörig" und legten Wert auf vorausschauende Umweltpolitik, die weiter als 4 Jahre denkt.

    Und zum Tenor, eine Gesellschaft würde radikal links und radikal rechts benötigen, um Missverhältnisse aufzuzeigen: man schaue sich einfach Sahra Wagenknecht an, dann weiss man bescheid. Parteipolitisch einer linken Partei zugehörig, in Talkshows aber immer nur die recht verquere Opferrolle einer theoretischen Kleineleute-Versteherin spielend. Die Frau will nichts anderes als Bücher verkaufen und Antrittsgelder bei Talkshows verdienen, deswegen hat sie auch beim unheimlich innovativen Investigativ-Pulitzer Fachblatt wie focus.,de ihre Kolumne, that´s it.

    Setzt mal die Wagenknecht einem Bürger aus einem fernen Land vor, der noch nie von ihr gehört hat; jemandem aus Bolivien oder Neuseeland und drücke auf "Play", sprich laß sie labern. Man wird nicht erkennen, zu welchem politischen Spektrum sie gehört; der Fremde wird gehörige Schwierigkeiten haben, sie der AfD oder der Linken zuzuordnen, einfach deswegen, weil die beiden Parteien wenig unterscheidbar sind, bis auf ein paar Nuancen wird der Masse an vermeindlich weniger gebildeten und bemittelten nach dem Mund geredet und das gesagt, was im Moment oder bei Wahlen hilfreich ist. Das ist Populismus in Reinstform und nichts weniger. Wenn man also der Meinung ist, es gäbe in der deutschen Politik nur Mainstream und Populismus, dann wundern mich Wahlbeteiligungen von knapp über 50% wie letztens in NRW nicht mehr. Dann sind so einige bei uns den Schwätzern auf dem Leim gegangen, sind in falschen Messengergruppen oder sollten sich ein geistig forderndes Hobby suchen; denn so einfach ist Politik nicht.

    Gibt´s denn die Zwangseinschreibung für ein Zweitstudium noch?

    War zu meiner Zeit ziemlich normal, daß einen die Universitätsverwaltung genötigt hat, sich für ein Zweitstudium einzuschreiben, um die Lohnnebenkosten bzw. deren Arbeitgeberanteil teilweise rückerstattet zu bekommen? Ist streng genommen Steuerbetrug, oder?

    Wir hatten eine Menge Theologen und Philosophen bei uns......... :P

    Ist Standard, aber auch in Österreich oder der Schweiz so. Postdocs sind nun mal die billigen Arbeitskräfte, oftmals mit Halbjahresverträgen ausgestattet, macht es selten Sinn, von beispielsweise München nach Berlin zu wechseln, weil es dort genau so ist. In die Lehre zu gehen möchte auch nicht jeder.

    Ein Freund von mir ist seit 20 Jahren Postdoc ( Biologe ) am Klinikum Eppendorff in Hamburg und hat noch nie etwas anderes als einen Jahresvertrag gesehen. Solang seine Chefin immer wieder Drittmittel beischafft, wird er dort bis zur Rente bleiben. Schafft sie das nicht, steht er auf der Straße, weil das Klinikum ihn über eigene Mittel nie anstellen würde; ist alles forschungsfinanziert.

    Kann jetzt nur von Naturwissenschaften reden, gehe aber davon aus, dass das System auch in den Geisteswissenschaften funktioniert.

    Mööp! Hab´s nur überflogen, hat mir aber schon gereicht.

    Fazit: "die anderen haben aber auch........". :lehrer: Was, haben sie? Mehr als 8 Mio Menschen in die Flucht getrieben, Kinder gefesselt, vergewaltigt, gefoltert und hingerichtet, Phosphorbomben und anderes Dreckszeugs auf Krankenhäuser und Fluchtbahnhöfe geworfen und so ihre "Einflusssphäre gesichert"? Wenn ich das schon höre: diese Arschlöcher in Moskau sind noch nicht mal in der Lage, einen ordentlichen Krieg zu führen ohne ihre grandiose Armee für Vergewaltigungen in Krankenhäusern zu missbrauchen; die haben noch nicht mal Einfluss auf ihre eigenen Soldaten geschweige denn auf die Benzinversorgung ihrer Panzer.

    Einen Scheiss muß man respektieren, wenn das die Art ist, Minderwertigkeitskomplexe auszuleben und den"guten alten Zeiten nachzutrauen", als der Rest der Welt noch Respekt hatte vor einem; denn genau darum geht es. Alte Männer mit kleinen Pimmeln spielen mit großen Waffen und ihren zusammengerafften Reichtümern, um die Nachbarn zu terrorisieren.

    Da hat gerade mal gar nichts damit zu tun, dass Colin Powell vor 20 Jahren Fakebildchen gezeigt hat, amerikanische GIs in irakischen Gefängnissen gefoltert haben und Julian Assange für die Aufdeckung deswegen seit 10 Jahren Freiwild für deren Justiz ist.

    Das ist und bleibt eine Sache, die Putin vom Zaun gebrochen hat, nicht mehr und nicht weniger. Ein Arschloch, das informationstechnisch völlig fehlgeleitet der Meinung war: "hey, ich kann das, also tu ich´s."

    Dieser blödsinnige Whataboutismus über Verbrechen anderer hilft ukrainischen Kindern auch nicht und zeugt meines Erachtens nach nur von radikalem kurfristigen Denken und totaler Empathielosigkeit incl. fehlendem Rechtsverständnis.

    Wenn jetzt noch der Spruch kommt: "unter Donald Trump wäre es nie soweit gekommen" geh ich endgültig kotzen.

    Ok, danke! :hallo:

    Wieso werden Patente an Waffen / Munition an Staaten vergeben, die aufgrund ihrer Neutralität alles blocken können? Die Schweiz hält also ein Patent für ein Produkt, das niemals wieder ausgeliefert werden kann; grandiose Idee.

    Wer hat sich denn so einen Schwachsinn einfallen lassen? Ist ja fast noch blödsinniger als Gasleitungen und Gasspeicher an russische Staatsunternehmen zu verkaufen. Aber Gott sei dank ist das ja nie passiert.......