Pillars of Eternity

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    • Cipher Klasse, Lore und die Spieler Festung



      Ein paar interessante Updates mal etwas zusammengefasst.
      Inzwischen wurden die Kampfmechaniken der neuen Cipher Klasse im Kampf erläutert.
      Im Prinzip handelt es sich um einen Kampfmagier, der seinen Fokus, welchen er benötigt um seine Zauber zu wirken, durch normale Attacken generieren muss.
      Im erläuternden Beispiel ging man von einen Nahkämpfer aus, unklar ist daher, ob auch für Charaktere die Fernkampfwaffen bevorzugen dasselbe Prinzip gilt.
      Auf Anwendungen der Klassenfähigkeit außerhalb des Kampfes, wie zum Beispiel in gesprächen, wurde nicht eingegangen.

      Dazu gibt es noch etwas Hintergrundwissen, das erklärt wie und warum die Fähigleit eines Ciphers überhaupt funktioniert.

      Nachzulesen hier

      Desweiteren gab es auch neue Infos zum Player Stronghold, was durch seine zahlreiche Funktionen, Events usw. wohl dem Spieler schon ab einem recht frühen Spielfortschritt auf Trab halten wird.

      Update #63 Stronghold
    • Ah, danke fürs posten Bobo.
      Ein wirklich gelungener Trailer.

      Imperator Bob schrieb:

      Sieht hübsch aus, ist denke ich vom Stil her auch ein Spiel das man locker in 20 Jahren noch spielen kann,

      Japp, das ist ihnen wirkklich gut gelungen. Selbst die alten Infinity Spiele sehen heute noch dank ihres Art Designs ansprechend aus, wenn man mal von der Auflösung und den Animationen absieht.


    • Nach fast zweieinhalb Jahren ist das Spiel nun seit Donnerstag draußen und nach groben 20 Spielstunden wird es Zeit für einen Ersteindruck.
      Ist schon etwas länger her, dass mich ein Titel gleich so gefesselt hat. Das Feedback der Spieler ist generell positiv und selbst die Fachpresse gibt durch die Bank gute Kritiken.
      Selbst IGN hat eine 9/10 vergeben und kritisiert hauptsächlich den "veralteten Grafikstil" :rolleyes:

      Dabei ist gerade dieser jetzt schon nahezu zeitlos. Die Umgebungen sind sehr detailliert und liebevoll gestaltet und wenn man des Nachts mit seiner Party durch vergessene Ruinen wandert und der Schein der Fackeln ein wunderbares Lichtspiel auf Statuen längst vergessener Götter wirft... da kommt einfach Abenteuerfeeling auf.
      Perfekt untermalt wird das ganze von der dezent gehaltenen Musik, welche die Atmosphäre in den Situationen gut hervorhebt.




      Das Regelwerk für die Kämpfe und Klassen basiert ja relativ lose auf DnD, wie man es bereits auf Baldurs Gate und Icewind Dale kennt.
      Ich bin da sicherlich kein Experte, aber auf dem normalen Schwierigkeitsgrad sind die Gefechte schon durchaus taktisch anspruchsvoll für mich gewesen.
      Sobald man unvorbereitet oder gar in einen Hinterhalt gerät, entwickeln sich selbst Gefechte mit normalen Gegner schnell zu einem Kampf ums überleben.
      Andersherum übersteht man gut vorbereitete Scharmützel relativ unbeschadet. Vorrausgesetzt man taktiert gut und ist sich nicht zu schade, die Fähigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder sinnvoll einzusetzen.
      Die neuen Klassen fügen sich gut ein und durch die Variabilität, die man in der Ausrüstung und den Fähigkeiten hat, kann man auch mit den altbekannten Archetypen sehr viel herumexperimentieren.
      So ist es durchaus möglich seinen Magier in schwere Rüstung zu packen und mit Buffs der anderen Supportklassen ihn die Gegner tanken zu lassen und dabei nicht weniger gut zu sein, als der klassische Krieger.
      Klar, ihm fehlt vielleicht die eine oder andere nützliche Fähigkeit um Gegner zu binden, dafür steht er in vorderster Front und kann seine vernichtende Umgebungszauber ohne Probleme wirken.
      Kurzum, das System läd zum experiementieren, was auch den Wiederspielwert steigert und die taktischen Gefechte machen Spaß.

      Eine richtig gute Neuerung sind die interaktiven "Zwischensequenzen". So muss man bspw. eine Burg infiltrieren und es wird uns verschiedene Möglichkeiten präsentiert, wie man sich Zugang verschaffen kann.
      Wir entscheiden uns an dieser Stelle einen Efeu bewachsenen Turm zu erklimmen..
      Man wird nun mit einer Skizze der Situation und deskriptiven Text über den Vorgang informiert:


      Glücklicherweise haben wir einen Enterhaken mit passendem Seil dabei, welcher nicht nur den Aufstieg erleichtert, sondern auch verschnellert.
      Versucht man das Ganze bspw. am Tage ohne dieses Item sind Komplikationen vorgeplant. So ist es relativ wahrscheinlich, dass eine Wache die waghalsige Kletteraktion am Ende des Turms bemerkt.
      Der Text passt sich dann entsprechend an und wir haben nun weitere Optionen zur Verfügung, welche dann zum Großteil auf unseren Fähigkeiten basiert.
      Mit vielen Punkten in Athletik könnten man bspw. die letzten Meter "hochspurten" und versuchen die Wache zu überwältigen. Mit einem Fokus in Beweglichkeiten haben wir die Option unsere Waffe nach der Wache zu schmeißen und diese so auszuschalten. Trifft man hier die falsche Wahl, bzw erfüllt nicht die Vorraussetzung, kann das Ganze dann sehr schnell im Disaster enden.
      Da wir aber vorbereitet sind, erreichen wir die Spitze des Turms ohne Zwischenfälle. Unsere Gruppe ist aber nun erschöpft, wodurch sich die Effizenz im Kampf verringert. Vielleicht wäre der Weg durch den schlecht gesicherten Abwasserkanal doch die bessere Alternative gewesen?
      Tolles Feature jedenfalls, da kommt richtiges Pen and Paper Feeling auf :thumbup:

      Hut ab darf man auch vor Obsidans World Building nehmen. Man hiert eine durchaus interessante Fantasy Welt erschaffen, welche sehr auf die Realität bezogen ist und dadurch glaubwürdig wirkt, ähnlich wie in Game of Thrones.
      Schnell trifft man auf auf tief verwurzelten Rassismus, Intoleranz, fanatische Gläubige, welche Pogrome durchführen gegen andere Religionen. Die Folgen des frühen Kolonialismus, gesellschaftlichen, sowie politischen Umbrüchen sind überall sichtbar und die politische Instabilität der Region wird von externen Handelsrepubliken zur Profitsteigerung ausgenutzt usw.
      Die Hauptsadt New Dunryd/Defiance Bay ist eh ein einziger Sündenpfuhl, wo man schnell zur Schachfigur in den Intrigen und poltischer Machtkämpfe verschiedener Fraktionen, sowie Adelshäuser wird.

      Auch das eigentliche Hauptthema der Geschichte, die Seele - Ihre Bedeutung und Manipulation, wird anspruchsvoll umgesetzt. So ist die spielbare Region Dyrwood seit Jahren von einer Plage befallen, wodurch viele Neugeborene keine Seele besitzen und letztendlich leblose Hüllen sind. Um das Problem zu lösen griff man zu relativ drastischen Methoden. So kamen die lokale Animancer, quasi alchimestenähnliche Pseudowissenschaftler welche Seelen manipulieren, u.a. auf die grandiose Idee doch leicht zu beinflussende Tierseelen in diese Kinder zu pflanzen. Die Versuchskaninchen zeigten jedoch schnell Verhaltensauffälligkeiten und wurden zunehmender aggressiver und wilder, bis sie mit Menschen nichts mehr gemein hatten. Es erübrigt sich wohl zu sagen, dass man auf seiner Reise auf diese Kinder trifft und sie dann von Ihrer Existenz erlösen darf. Die gewonnen Erfahrungen wurden natürlich für die "nächste Stufe der Behandlung" genutzt, ich will hier aber nichts vorwegnehmen, jedenfalls ist Dyrwood nicht gerade ein glücklicher Fleckchen Erde ^^

      Man kann also durchaus die eine oder andere Spielstunde nutzen, um sich in Büchereien zu belesen, oder sich mit NPC´s über vergangene und aktuelle Konflikten, sowie Probleme zu unterhalten, um ein sich ein besseres Bild zu verschaffen und dann dementsprechende die "beste" Entscheidung zu treffen. Es gibt nur nie wirklich die "eine" Entscheidung, da es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt. Das moralische Grau ist hier die dominerende Farbe und das spiegelt sich auch in den gut gestaltenen Quest wieder, wo selbst kleine Nebenaufgaben einen vor schwierigen Entscheidungen treffen.
      So treffen wir in der Haupstadt auf einen gealterten Mann, der seiner verstorbenen Jugendliebe nachtrauert. Kurzum hören wir uns seine Geschichte an, wie er mit seinen Freunden gegen einen wahnsinnigen Animancer gekämpft hat und dabei den Kürzeren zog und nicht weiß, was mit seiner Gefährtin passiert ist. Der Mann ist sich sicher, dass sein Feind noch in der Stadt sein Unwesen treibt und Informationen zum Verbleib seiner Liebsten hat.
      Eine holde Maid benötigt Rettung vor einem bösen Magier? Das klingt nach einer Aufgabe für unsere Helden! Wir machen uns also auf die Suche nach dem Schurken und finden ihn kurz darauf. Jedoch ist er selber nicht mehr ganz so lebendig. Jemand hatte ihn im Schlaf ermordert und er musste seine Seele kurzerhand an seinen zunehmenden verrottenen Körper binden, um "weiterzuleben". Der Bösewicht schlägt uns einen Tauschhandel vor, wenn wir seinen Mörder zur Strecke bringen für Informationen zum Verbleib der gesuchten Frau. Der Schlangenzunge glauben wir natürlich kein Wort und richten ihn selbst, diesmal endgültig. Zwischen seiner zweiten und dritten Rippe finden wir dann auch den entscheidenden Hinweis auf das Schicksal der verschollenen Maid. In seinen Experiementen hat der Wahnsinnige die Seele der Geliebten unseres Auftraggebers in ein Medaillon gesperrt. Nach einem kurzem "Gespräch" mit Ihr wird schnell klar, dass sie es wünscht, dass wir das Medaillon zerstören sollen, damit sie endlich frei ist. Wir entscheiden uns aber zunächst das Schmuckstück zum gealterten Abenteurer zu bringen. Dieser ist so verzückt von der Wiedervereinigung mit seiner Jugendlieben, dass er gar nicht daran denkt Ihren letzten Wunsch zu erfüllen und nie wieder von Ihr getrennt sein möchte und macht sich kurzerhand aus den Staub mit dem Medaillon und der leidenden Seele. Naja, immerhin haben wir eine Person glücklich gemacht. Das ist doch schon einmal etwas.

      Kurzum, Pillars of Eternity ist aufjedenfall eine lohnende Investition. Das Spiel ist unglaublich rund und ich habe eigentlich keine wirklich großen Kritikpunkte bislang. in meinen 20 Spielstunden hatte ich auch nur einen Bug, der mich zwang ein vorheriges Save zu laden, da man Aufgrund der herausforderden Kämpfe aber eh relativ speichern sollte, ist so etwas zu verschmerzen.
      Definitiv a job well done und Kaufempfehlung meinerseits.
    • Danke für dein Feedback. Das bestätigt dann den generell positiven Eindruck von dem Spiel nocheinmal. Ich werde mir das dann vermutlich auch die Tage mal zulegen. :)
      Erhebet euch und hört, Reiter Théodens!
      Finstere Tat regt sich im Osten.
      Die Rösser gezäumt! Das Horn erschalle!

      Auf, Eorlingas!

      -Theoden, König von Rohan-
    • @ Twilight

      Danke für den umfassenden und schön geschriebenen Bericht. Macht Lust auf mehr. :)

      Wegens der extrem hohen Wertungen hab ich es mir auch schonmal auf die Wunschliste gepackt, wobei ich es aber letztendlich in nächster Zeit eh nicht holen werde.
      Aber wenn ich mal irgendwann extrem viel Zeit haben sollte, man weiß ja nie. ˆˆ

      PS: Mehr solcher Berichte von dir würden mir und anderen bestimmt gefallen. Mach dich nicht so rar hier. ;) ;(
    • Bin auch ziemlich begeistert, obwohl ich sonst nur ein mittelmäßig begeisterter Rollenspieler bin (Baldur's Gate 2 habe ich das erste Mal acht Jahre oder so nach dem Kauf durchgespielt). Das Spiel schafft es, das Beste von damals beizubehalten und mühsame Dinge wie Inventarverwaltung zu entsorgen. Die Kämpfe sind für mich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad genau an der richtigen Stelle zwischen fordernd und machbar. Schwächen hat das Spiel so gut wie gar nicht. Das Einzige, was mir einfällt, ist, dass in den Dialogen manchmal die Sprachausgabe abläuft, während man gerade die Erzählertexte lesen möchte, und dass das Rastsystem manchmal dazu führt, dass man mehrfach zwischen kostenloser Rastmöglichkeit und den Kämpfen hin- und herläuft.

      SnaxeX schrieb:

      Kurze Zwischenfrage: Würdet ihr dann eher jemanden Pillars of Eternity empfehlen anstatt Divinity: Original Sin? Wo genau liegt der Unterschied zwischen den Spielen, abgesehen von der Grafik?
      Ich habe Divinity letztes Jahr zuerst gerne gespielt, es aber nach 10 bis 15 Stunden doch wieder weggelegt. Insgesamt auch ein cleveres Spiel, aber mir war es letztendlich doch zu "gamey". Die Welt wirkte auf mich etwas unnatürlich, ein bisschen so wie ein Theme-Park-MMO, und die Monster- und Itemlevels waren so sehr in den Vordergrund gerückt, dass es auch eher an ein MMO oder ein Diablo erinnerte. Das hat für mich ein bisschen auf die Atmosphäre geschlagen. Außerdem waren die Kämpfe bisweilen sehr langwierig und etwas ermüdend, trotz der vielen taktischen Möglichkeiten. All das macht Pillars für mich dann doch deutlich besser. Bis jetzt (15 Stunden Spielzeit) ist es für mich auf jeden Fall das interessantere Spiel.
    • Ich habe das Spiel kürzlich auch für mich entdeckt und inzwischen etwa 25 Stunden gespielt. Es gefällt mir sehr gut und ich bin drauf und dran mir "The White March" zuzulegen. Da ich aber selten etwas zweimal spiele, würde ich die Inhalte gerne noch im ersten Durchgang mitnehmen. Hat irgendwer hier den DLC gepielt und kann mir sagen, ob er die 23€ wert ist?


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