Liebster Darsteller (Schauspieler)

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  • Dann stelle ich mal meine liebste weibliche Stimme vor. Und zwar die von Cate Blanchett. So wohl die Englische, als auch die Deutsche, gesprochen von Dörte Lyssewski. Die englische finde ich klasse, weil es eine unglaublich kräftige ist und an der deutschen liebe ich, dass sie leicht kratzig ist und gerne mal in den Höhen fällt und steigt. Was ihr immer etwas trauriges, bzw. verzweifeltes aber auch bewegendes und mitreißendes verleiht.


    Hier mal der Elizabeth-Trailer auf Englisch und auf Deutsch zum Vergleich, wie stark sich die beiden Stimmen unterscheiden und trotzdem für sich wunderbar passen.


    Auf jeden Fall ein positives Beispiel hierfür:

    Zitat

    Interessant ist es allerdings, wenn man die Leute zu den Stimmen sieht und diese so garnichts mit dem Schauspieler zu tun haben, dem sie die Stimme leihen :thumbsup:

  • Verstehe ich dich richtig? Du findest die deutsche Sinchronisation oft besser? :blink: Ich finde meist ist die deutsche Sinchro grottenschlecht oder zumindest nicht gut und in englisch hört sich das genial an. Ich schaue mir Filme oft lieber im original an, da die Stimmen besser passen.

  • Kann leider keine Einschätzung geben, welche Stimmen nun tatsächlich die stimmigsten wären. Doch die deutschen Synchronsprecher machen ihre Arbeit ausgesprochen gut und man kann sich glücklich schätzen das wir in einem Land wohnen, in dem Synchronisation von Filmen in einer solch ausgezeichneten Qualität erfolgt. In anderen Ländern, beispielsweise die Niederlande, müssen sich Cineasten mit Untertiteln begnügen was nicht jedem gefallen wird. In Deutschland absolut undenkbar.


    Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir war grade zu vernarrt in Synchronisation von Filmen sowei deren deutsche Synchronsprecher und machte sich ein Hobby draus, alle Deustchen Synchronsprecher zu kennen und den jeweiligen Schauspielern zuzuordnen. Aber nicht nur das, der wusste wirklich alles über die Sprecher, deren Leben und konnte eine komplette Biografie zum besten geben. Man konnte jeden Schauspieler nennen der einem einfiel, die Antwort folgte auf dem Fuße. ( Marlon Brando ? Sprecher xy aus A an der C, gestorben am Tag x eines natürlichen Todes usw... KEIN SCHERZ ! )


    War mir unbegreiflich wie man sich damit jeden Tag befassen könne, doch ich nahm meinen Hut dafür.

  • Ich weiß, es entspricht nicht der Meinung, die die Mode heute vorgibt, aber ich finde deutsche Synchronisationen meistens besser als das Original.


    Zuersteinmal finde ich, wider jedem Trend, die deutsche Sprache wesentlich schöner als die englische. Nicht weil ich englisch nicht verstehe, sondern einfach weil man sich in keiner anderen Sprache so genial ausdrücken kann, wie im deutschen. So hat die englische Sprache zwar viele Wörter die wirklich geil klingen, aber diese hat die deutsche Sprache genauso und was längere Sätze und Dialoge angeht, so finde ich es längst nicht so erfrischend, immer die gleichen Vokabeln vorgesetzt zu bekommen (Für jedes englische Wort gibt es ca. 20 Anwendungen, während es im deutschen für jede mögliche Anwendung auch fast immer ein eigenes Wort gibt), während die deutsche Sprache einem so viel Freiheiten lässt, tolle Sätze und Dialoge abwechslungsreich zu gestalten. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Englisch ziemlich leicht zu erlernen ist, während Deutsch fast nur als Muttersprache wirklich beherrscht werden kann und viele deutsche Muttersprachler ihr heutzutage kaum noch Herr werden ;)


    Mein zweites Argument für deutsche Synchronisationen ist das Auswahlprinzip. Die Originalschauspieler werden vorallem wegen ihrem schauspielerischem Können oder ihrem Aussehen gebucht. Die deutschen Schauspieler, die ihre deutschen Stimmen verkörpern, werden dagegen nur wegen ihrer Stimme ausgewählt. Deshalb haben wir das, wie ich finde, große Glück, im Kino immer wieder durch markante Stimmen unterhalten zu werden. Bestes Beispiel dafür ist der schon erwähnte Robert deNiro, aber auch Russell Crow oder Christian Bale. Alle drei haben ziemlich normal klingende Stimmen, aber im deutschen sind ihre Stimmen unverwechselbar, weil sie sich vom normalen abheben, weil sie diesen Job nur wegen ihrer Stimme haben.


    Und der letzte Grund, warum ich Synchronisationen bevorzuge, ist ein technischer. Im O-Ton hört man meistens den Ton, der vom Overheadmikrofon aufgenommen wird, mit maßig Nebengeräuschen. Zumindest ist er oft sehr unklar. Habt ihr schonmal Braveheart auf englisch angeschaut, wenn die da im Freien reden? Das klingt so schrecklich dumpf und ist oft viel zu leise. Da lobe ich mir doch die glasklare Aufnahme aus dem deutschen Tonstudio.
    Genauso verhält es sich mit deutschen Filmen. Spontan fällt mir da "Der Tunnel" ein. Ich hatte den Fernseher bald auf Anschlag aufgedreht, weil ich die Typen bei den ganzen Nebengeräuschen, die mit aufgezeichnet wurden, einfach kaum verstehen konnte. Und dann ist das Mikro ja auch noch einen Meter weg, so dass jedes nur ein wenig genuschelte Wort zu einem unerträglichen Dezibelbrei verwandelt wurde. Eine Nachsynchronisation hätte hier Wunder gewirkt.


    Das alles gilt natürlich nur für Filme. Bei Spielen muss ich eingestehen, dass die deutschen Synchronisationen oft nichts taugen. Aber natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, wie zum Beispiel die letzten beiden Prince of Persia-Teile mit Johnny Depp/Christian Bale-Stimme oder Kane und Lynch, das ich zweimal nur wegen der genialen Stimmen der Hauptcharaktäre durchgespielt habe. Aber auch Sacred bleibt mir unvergessen. Hatte doch jeder Charakter eine berühmte Synchronstimme, wie zum Beispiel die von Bruce Willis oder Nicholas Cage.

  • War mir unbegreiflich wie man sich damit jeden Tag befassen könne, doch ich nahm meinen Hut dafür.

    Du hast also nur wegen deines Kollegen gekündigt? :D ;)


    @ MrKaese


    Schöner Beitrag. Gerade deinem zweiten Argument muss ich absolut zustimmen, Synchronsprecher haben natürlich viel prägnantere und schönere Stimmen als die meisten Schauspieler, weil das ja ihr Spezialgebiet ist.


    Punkt 1, also ob Englisch oder Deutsch, ist wohl Geschmackssache. Grob könnte man vielleicht sagen, dass Deutsch eher in längeren Dialogen seine Stärken ausspielt, während man im Englischen sich kürzer und prägnanter ausdrücken kann. Ich würde aber sagen, dass Englisch in Sachen Vielfalt dem Deutschen voraus ist, allein schon, weil es viel mehr gesprochen wird. Deine Darstellung legt nahe, dass es im Deutschen mehr Vokabeln gibt als im Englischen, während aber in Wahrheit eher das Gegenteil der Fall ist.

  • Wenn ich bei "Stolz und Vorurteil" die Wahl zwischen Englisch und Deutsch habe, dann fällt mir die Wahl nicht schwer. Ganz klar Deutsch, da auf hohem Niveau gesprochen. Ähnlich geht es mir bei "Gattaca".


    Sacrum Romanum Imperium - für Kaiser und Reich


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    Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana


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  • ICh hab zwar mal versucht mir einen Film auf Englisch anzusehn, hab acuh alles verstanden, aber es ist mir zum einen zu anstrengend und zum anderen finde ich Englisch eigentlich nur Gesungen wohlklingend.


    Was die Wortauswahl angeht muss ich MrKaese zustimmen, im normalen Deutsch gibt es meist 2-3 Wörter um ein und das selbe zu sagen. Im normal gebräuchlichen Englisch gibt es meist nur 1 Wort, und das Deckt dann meist noch mehrere Deutsche Wörter ab.


    Es gibt im Englsichen dann ncoh mehrere Gossen-Sprachen-Wörter und Hochsprachen Wörter, wenn man die aber dzuzählt, dann kann man auch gleich Deutsche Dialekte miteinbeziehen, da hat Englsich dann keine Chance mehr. Allein im Schwäbischen gibt es 3 Wörter für Topf, 2Für Decke, etc.

  • Na ja meist finde ich, das das englische stimmiger klingt und zweitens habe ich nicht das gefühl, das die deutsche sinchronisation gut ist. Ich habe eigentlich keinen der Filme gesehen, die du angesprochen hast und die Schauspieler kenne ich nicht, aber bei denen, die ich kenne, ist das so.
    Es liegt einerseits an der Qualität der Sinchronisation, aber auch, da die englischen Stimmen oft besser und stimmiger sind und außerdem mag ich Englisch(kanns leider nicht gut genug :pinch: ).

  • Hatte letzten mal im Radio ( DLF ) ein Interview mit den Synchronsprechern von Michael Douglas und Jodie Foster gehört. Das scheinen auch nach Meinung von Kritikern eine der wenigen zu sein, die zu 100% passen. Ich kann nicht beurteilen, wie man so etwas "messen" kann, stimme aber zu. Die kennen sich auch persönlich seit Jahren und stellenweise ist auch Rainer Brandt bei den Dreharbeiten zu Douglas` Filmen dabei.

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