Chinas Frühling? Eine rote Sonne geht auf?

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    • Ich wette 50 Euro darauf, dass es mehr als nur die Zwei sind. ;) Gleicher Flieger (China - Helsinki - FFM! Sind wieviele Stunden? )und dann vorab unser grossartiger Aussenminister: "Keiner davon ist infiziert!"

      Bis das bei der Regierung ankommt, das man auch ohne Symptome infiziert sein kann, dauerts noch ne Woche..und dann sehen die Zahlen schon ganz anders aus.



      Ich gehe nicht euren Weg - ihr seid mir keine Brücken.
      - Friedrich Nietzsche -
    • Zumindest die mit Husten mussten in einem separaten Bereich sitzen. Zudem mussten alle Passagiere FFP3 Masken tragen und regelmäßig wechseln.

      Trotzdem bleibt natürlich immer ein Risiko.

      Inzwischen hält auch der Virologe Christian Drosten von der Charité eine globale Pandemie für möglich und räumte ein, dass dann auch hier die „Ambulanzen überfüllt“ wären (Interview in der FAS vom 2.2.20).

      faz.net/aktuell/wissen/medizin…coronavirus-16612121.html

      Er geht allerdings nach wie vor davon aus, dass es aufgrund der sehr hohen Ansteckungsrate (die man sich bisher nur ungenügend erklären kann) sehr wahrscheinlich eine sehr große Dunkelziffer harmloser Erkrankungsfälle gäbe und rechnet mit einem prozentualen Sinken der Letalität im Verhältnis zur Infiziertenanzahl. (Wobei das die Zahlen bisher meiner Meinung nach nicht hergeben und bei einem Mangel an intensiv-medizinischen Versorgungskapazitäten die Raten langfristig, meiner Meinung nach, doch dann eher ansteigen könnten. Man denke bspw. an Afrika oder Indien. Selbst bei uns könnte es eng werden. Gibt ja bspw. nicht unendlich viele Beatmungsgeräte. Und Atemschutzmasken, Schutzanzüge, Handschuhe werden schon jetzt (in China) knapp. Das riecht für mich alles nach gewaltigen Problemen.)
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • John schrieb:

      Das mit der „ist harmloser als die Grippe“ ist wirklich ein großer Quatsch. Glaubt das nicht. Das ist leichtsinnig und naiv. Ich rate Euch dazu euch vorzubereiten und vorzusorgen. Was vor allem heißt, sorgt dafür, dass ihr und eure Familien notfalls einige Wochen alleine Zuhause klarkommt.


      -->

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      John schrieb:

      Mit Panikmache hat das nichts zu tun. Ich denke Wolf verkennt ein bisschen den Unterschied zwischen den bisherigen Krankheiten und der aktuellen Situation in Afrika. Einen Seuchenausbruch in dieser Größe hat es meiner Kenntnis nach so schon seit langer Zeit nicht gegeben. Jedenfalls nicht bei einem derart gefährlichen Virus. Die Schweinegrippe war ja eine Kinderkrankheit dagegen.


      John schrieb:

      Diese Zahlen sind vergleichsweise gering, zu dem was wir gerade in Afrika haben. Die Epidemie dort wird ja noch eine Weile andauern und wir haben schon jetzt (laut UNO) ein exponentielles Wachstum der offiziell gemeldeten Erkrankungen. Laut UNO aktuell noch eine Verdoppelung alle drei Wochen. Rechne mal ein paar Monate weiter, bei ca. 50% Todesrate. Da kommt man sehr schnell in ziemlich hohe Zahlenbereiche.



      John schrieb:

      Ich halte es weiterhin für wahrscheinlich, dass die Regierungen es nicht sehr eilig damit haben, der Bevölkerung zu verklickern, dass Ebola früher oder später hier ankommen wird. Eine Panik und Hysterie ist das Letzte, was man momentan gebrauchen kann. Und der Weltwirtschaft würde das vermutlich auch ziemlich schaden. Zudem kann niemand Interesse daran haben, dass die Bevölkerung damit beginnt, Schutzkleidung, Medikamente und Desinfektionsmittel usw. in Panikkäufen zu horten. Denn dann würde deren Preis steigen und die Vorsorge für die bereits betroffenen Länder würde noch schwieriger. Außerdem würden sofort sehr viele, sehr konkrete Fragen zum Seuchenschutz gestellt werden. Auch daran kann keine Regierung ein Interesse haben, solange die Antworten dafür nicht schon gut ausgearbeitet und aktualisiert in der Schublade liegen.

      Ebola wird aller Voraussicht nach bis Dezember wöchentliche Neuinfektionsraten von 100.000 Infizierten pro Woche erreichen. Und das mit ebenfalls weiter steigender Tendenz. Spätestens dann wird es faktisch unmöglich sein, diesen Ausbruch noch einzugrenzen. Das heißt wir haben laut dieser Berechnungen noch ein Zeitfenster von etwa 6 oder 7 Wochen um den Ausbruch einzudämmen. Man kann sich ungefähr ausmalen, wie diese Entwicklung dann 2015 weitergehen wird. Ich halte es für nahezu sicher, dass sich Ebola im Jahr 2015 dann auch über den afrikanischen Kontinent ausdehnen wird. Sehr wahrscheinlich wird es über verschiedene Wege dann auch vermehrt auf andere Kontinente überspringen. Vielleicht geschieht dies auch erst in den kommenden 2 oder 3 Jahren, je nach Ausbreitungsgeschwindigkeit. Alles wird dann davon abhängen, ob man bis dahin einen wirksamen Impfstoff entwickeln und herstellen konnte oder nicht.

      Eins steht jedenfalls jetzt schon fest. Ebola wird nicht mehr von alleine verschwinden, solange es kein wirksames Gegenmittel gibt. Dafür ist der Ausbruch schon jetzt zu groß und zu unkontrolliert.


      John schrieb:

      Bisher macht das medizinische Personal in Europa und den USA insgesamt keine gute Figur. Die Behörden wirken überfordert und ahnungslos, wenn es um die Vorkehrungen der Seuchenbekämpfung geht. Bisher läuft alles wesentlich schlechter ab, als in sämtlichen Prognosen oder bisherigen Szenarien. Ich sehe daher momentan keinen wirklichen Grund für Optimismus, es sei denn den, dass man niemanden beunruhigen will.


      John schrieb:

      Ich denke es gibt zwei Möglichkeiten:
      1. Man versucht Zeit zu gewinnen, indem man das Thema möglichst kleinredet. Man könnte zur Zeit sowieso keine wirksamen Lösungen anbieten.

      2. Man unterschätzt das Problem und die Bedrohung noch immer massiv. (2 kann übrigens auch ein Resultat von 1 sein.)

      Die bisherige Entwicklung zeigt, dass Ebola am wahrscheinlichsten durch eingeflogene Patienten und deren Pflegepersonal (Was immer als sicher bezeichnet wurde.) oder durch Flugreisende übertragen wird.

      Krisenmanagement: Probleme die nicht lösbar sind, werden kleingeredet und möglichst verschwiegen. Gefahren über die nicht geredet und berichtet wird, werden auch nicht wahrgenommen, insbesondere wenn viele Menschen die Gefahren aus Angst nicht sehen wollen. Beispiel: Der Umgang mit der Fukushima-Katastrophe, einem wesentlich schlimmeren Vorfall, als Tschernobyl. Dennoch nicht so präsent, da es hier kein Interesse gibt, das Thema zu beleuchten. Tschernobyl diente dem Westen hingegen auch als Propaganda gegenüber dem Kommunismus und seinem Versagen.

      Seuchenbekämpfung findet vielfach eben auch durch mediale Lenkung statt, nämlich immer dann, wenn die anderen Mittel nicht greifen und die Seuche bedrohlich bleibt.


      John schrieb:

      Es bleibt jedoch zu berücksichtigen, dass Seuchen in der Regel in Erkrankungswellen auftreten. Das heißt es gibt auch immer wieder relativ ruhige Phasen, in denen es so scheint, als gehe die Krankheit zurück. Anschließend bricht sie dann um so heftiger in einer erneuten Erkrankungswelle aus. Das wurde bei der Pest und auch bei der Spanischen Grippe schon mehrfach beobachtet. Auch bei normalen Grippe-Erkrankungen ist das so.



      Bei jedem Ausbruch einer neuen Krankheit muss ich mir vorstellen wie du umgeben von Konserven und Wasserflaschen, mit einem Stahlhelm auf dem Kopf zuhause sitzt und mit dem Oberkörper nervös hin und her wippst :D
      Ist auch gar nicht böse gemeint, aber du springst bei solchen News immer direkt an und gehst erstmal vom schlimmsten aus. Ein bisschen Vorsicht schadet ja sicher nicht, aber ob die Krankheit wirklich mehr Schaden anrichtet als die Grippe die jährlich viele tausende tötet? Bisher noch nicht so wirklich klar. Zur Erinnerung: Weltweit jährlich 650 000 Todesfälle in Verbindung mit Grippe sind normal.


      John schrieb:

      Die Frage ist, warum es in dieser Auswahlgruppe zu so deutlich schwereren Verläufen kam, als die sonstigen Zahlen bisher zu zeigen scheinen.


      Was mir da spontan in den Sinn kam: Wenn es sich bei dieser Auswahlgruppe fast ausschließlich um Leute handelt die in der Markthalle waren, dann haben sie sich möglicherweise mit einer anderen Variante infiziert, nämlich mit der, welcher von Tier zu Mensch übertragen wurde. Soweit ich gelesen habe, verlieren Viren die so mutieren, dass Sie auch von Mensch zu Mensch übertragen werden können häufig (natürlich nicht immer) an Tödlichkeit zugunsten größerer Verbreitungsmöglichkeiten. Bei tausenden Menschen die in dieser Markthalle unterwegs waren, wäre das auch eine Erklärung dafür, warum in Wuhan von den infizierten prozentual mehr Menschen gestorben sind als anderswo.

      Hinzu kommt wahrscheinlich noch der Faktor, dass anfangs keine korrekte Diagnose gestellt werden konnte und man erst ausprobieren musste wie man die Leute korrekt behandelt. Dazu gibt es dann auch noch massive Engpässe an Mensch und Material vor Ort und gerade am Anfang werden auch nicht alle Leute sofort behandelt worden sein, wenn man erst eingeliefert wird nachdem man schon am zusammenbrechen ist, sind die Chancen sicher weniger gut als wenn man beim ersten Husten unter Quarantäne kommt.

      John schrieb:

      Er geht allerdings nach wie vor davon aus, dass es aufgrund der sehr hohen Ansteckungsrate (die man sich bisher nur ungenügend erklären kann)


      Zum einen ist die Ansteckung wohl schon ohne Symptome wahrscheinlich möglich, wie du ja selbst geschrieben hattest und heute haben chinesische Forscher scheinbar festgestellt, dass einige Patienten kein Fieber, aber dafür Durchfall entwickelt haben und der Virus dann auch bei rektalen Abstrichen feststellbar war. Sprich nicht jeder hat die üblichen Symptome = höhere Dunkelziffer + bisher unbekannter Übertragungsweg.
    • @Imperator Bob

      Das ist halb richtig. Stahlhelm kannst du natürlich weglassen. Aber ich könnte durchaus 6-8 Wochen für mich Zuhause bleiben ohne einen Schritt vor die Tür setzten zu müssen. (Nur nen Stromausfall käme bisher blöde wegen der Kühlkette und würde die Zeit wohl etwas verkürzen). Und ansonsten lese ich gute Bücher, schaue Serien und trinke mir nen Glas Wein.

      Weißt du worüber die meisten Menschen in Wuhan laut Medien gerade klagen? Ihnen gehen die Lebensmittel in der Wohnung aus, aber keiner möchte oder darf diese auch verlassen. Bei sowas will man nicht im Supermarkt in der Schlange stehen, während der Hintermann ordentlich rumhustet.

      Vorratshaltung ist übrigens generell sinnvoll. Kann man viel Zeit und Geld mit sparen. Da muss man nicht auf nen Virus warten.

      P.S. Sachlicher als mich auf die aktuellsten medizinischen Studien zu berufen kann ich es leider nicht machen. Liest sich aber vielleicht dramatischer, als ich es empfinde.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Imperator Bob schrieb:

      John schrieb:

      Das mit der „ist harmloser als die Grippe“ ist wirklich ein großer Quatsch. Glaubt das nicht. Das ist leichtsinnig und naiv. Ich rate Euch dazu euch vorzubereiten und vorzusorgen. Was vor allem heißt, sorgt dafür, dass ihr und eure Familien notfalls einige Wochen alleine Zuhause klarkommt.


      Bei jedem Ausbruch einer neuen Krankheit muss ich mir vorstellen wie du umgeben von Konserven und Wasserflaschen, mit einem Stahlhelm auf dem Kopf zuhause sitzt und mit dem Oberkörper nervös hin und her wippst :D
      Ist auch gar nicht böse gemeint, aber du springst bei solchen News immer direkt an und gehst erstmal vom schlimmsten aus. Ein bisschen Vorsicht schadet ja sicher nicht, aber ob die Krankheit wirklich mehr Schaden anrichtet als die Grippe die jährlich viele tausende tötet? Bisher noch nicht so wirklich klar. Zur Erinnerung: Weltweit jährlich 650 000 Todesfälle in Verbindung mit Grippe sind normal.
      Unsere Bundesregierung rät doch Vorräte für 2 Wochen für den Notfall im Haus zu haben. Übrigens Kerzen nicht vergessen für den Stromausfall. Oder Petroliumlampen, die sind echt cool. Aber auch dunkel. :D


      John schrieb:

      Die Frage ist, warum es in dieser Auswahlgruppe zu so deutlich schwereren Verläufen kam, als die sonstigen Zahlen bisher zu zeigen scheinen.
      Was mir da spontan in den Sinn kam: Wenn es sich bei dieser Auswahlgruppe fast ausschließlich um Leute handelt die in der Markthalle waren, dann haben sie sich möglicherweise mit einer anderen Variante infiziert, nämlich mit der, welcher von Tier zu Mensch übertragen wurde. Soweit ich gelesen habe, verlieren Viren die so mutieren, dass Sie auch von Mensch zu Mensch übertragen werden können häufig (natürlich nicht immer) an Tödlichkeit zugunsten größerer Verbreitungsmöglichkeiten. Bei tausenden Menschen die in dieser Markthalle unterwegs waren, wäre das auch eine Erklärung dafür, warum in Wuhan von den infizierten prozentual mehr Menschen gestorben sind als anderswo.

      Hinzu kommt wahrscheinlich noch der Faktor, dass anfangs keine korrekte Diagnose gestellt werden konnte und man erst ausprobieren musste wie man die Leute korrekt behandelt. Dazu gibt es dann auch noch massive Engpässe an Mensch und Material vor Ort und gerade am Anfang werden auch nicht alle Leute sofort behandelt worden sein, wenn man erst eingeliefert wird nachdem man schon am zusammenbrechen ist, sind die Chancen sicher weniger gut als wenn man beim ersten Husten unter Quarantäne kommt.

      John schrieb:

      Er geht allerdings nach wie vor davon aus, dass es aufgrund der sehr hohen Ansteckungsrate (die man sich bisher nur ungenügend erklären kann)
      Zum einen ist die Ansteckung wohl schon ohne Symptome wahrscheinlich möglich, wie du ja selbst geschrieben hattest und heute haben chinesische Forscher scheinbar festgestellt, dass einige Patienten kein Fieber, aber dafür Durchfall entwickelt haben und der Virus dann auch bei rektalen Abstrichen feststellbar war. Sprich nicht jeder hat die üblichen Symptome = höhere Dunkelziffer + bisher unbekannter Übertragungsweg.

      Gleichzeitig mahnen alle Experten in den Medien nicht in Hysterie zu verfallen. In Interviews z.B. bei Phönix wird von Virologen und Ärzten immer zur Ruhe geraten. Und wenn eine Professorin in der Virologie, die die Paper lesen und deuten kann, sagt, man soll ruhig sein, dann kann ich dem gut vertrauen. Das einzig doofe ist wohl, das es gleichzeitig mit der Grippewelle kommt und das die Sache schwiergier gestaltet, da man zwei Viren gleichzeitig hat. Obwohl die Behandlung wohl sehr ähnlich ist und keine Quarantänehaltung der betroffenen nötig ist. Es reichen wohl normale Betten mit entsprechden Vorsorgen.

      Und eine Pandemie ist nach Definiton schon die Grippewelle. Und nach dem lesen von 2-3 Abstracts und Wikipedia höre ich jetzt weiter zu recherchieren. Da kriegt man ja sonst noch wirklich Angst, wenn man das nicht einordnen kann. :D Wusstet ihr, das Stand 2011 nur für ca. 300 Millionen Leute Impstoff hergestellt werden kann, wenn 100% der Produktion auf Pandemieimpfstoff umgestellt wird? WELTWEIT! Dat reicht ja nichtmal für China!
    • Das mit Panik oder Hysterie verbreiten ist natürlich auch ein schnell gemachter Vorwurf. In Zeichen von Fake-News sicher auch kein unberechtigter, wenn man betrachtet, dass Malaysia sich kürzlich genötigt sah, offiziell zu dementieren, dass das Corona-Virus Menschen in Zombies verwandle. :blöd: :facepalm:

      Andererseits tendiert die Wissenschaft immer dazu statistische Mittelwerte anzunehmen und macht deswegen bisweilen eben doch Fehlprognosen, bzw. unterschätzt manche Gefahren gravierend, weil es eben bisweilen doch zu extremen Ereignissen und Entwicklungen kommen kann. Zudem möchte kein Wissenschaftler als vermeintlich panisch oder hysterisch gelten, weswegen auch die Gefahr besteht, dass die vermeintliche Sachlichkeit überbetont wird, um nicht anzuecken. Zumal die Forschungsgelder von der Politik abhängen und die Politik keine „Panikmacher“ mag. Die Ausbreitung von AIDS ist dafür ein gutes Beispiel. Das HI-Virus wurde gerade anfangs von großen Teilen der Wissenschaft und Politik massiv unterschätzt, was bis heute katastrophale Auswirkungen auf dem gesamten Planeten hat. Gerade beim HI-Virus wäre im Jahr 1983/84 ein bisschen mehr Panik und Hysterie vermutlich sehr angebracht gewesen. Gerade Extremereignisse werden in ihren Auswirkungen häufig in der Wissenschaft vernachlässigt oder unterschätzt. Ein gutes Beispiel für solche statistischen Fehler sind auch die Baupläne für Fukushima oder vielleicht auch der Klimawandel. Der statistische Mittelwert ist eben nicht immer das was eintritt. Insofern ist mein Standpunkt derjenige, dass es immer am besten ist, mit dem Worst-Case-Scenario zu planen, indem alles gleichzeitig schief geht. Und dann kann man sich in 95% der Fälle freuen, wenn es doch nicht so schlimm kommt, ist aber eben bei den 5% trotzdem noch safe. Dementgegen stehen in der Regel der Kostenaufwand für die erhöhte Vorsorge (und die Gefahr, als Spinner wahrgenommen zu werden).

      Nachtrag:
      Der folgende Artikel in der New York Times thematisiert übrigens in Bezug auf die aktuelle Krise in Wuhan, wie und warum die ersten Warnungen eines Arztes von Anfang Dezember 2019 bezüglich einer ungewöhnlichen neuen Erkrankung bei sieben Patienten (er glaubte da noch an SARS) von den Behörden und Entscheidungsträgern zunächst unterdrückt und zensiert wurden. Er galt damals als „Panikmacher“, weil er schlimmstmögliche Prognosen stellte und veröffentlichte.

      nytimes.com/2020/02/01/world/a…20Stories&pgtype=Homepage
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    • Der 34-jährige Arzt Li Wenliang, der zuerst auf das Corona-Virus aufmerksam machte und öffentlich davor warnte, ist nun selbst daran verstorben.

      tagesschau.de/ausland/china-arzt-wenliang-101.html

      Inzwischen (07.01.2020) sind über 31.500 Menschen offiziell als erkrankt gemeldet. Einziger Lichtblick bisher, die Heilungsrate hat sich verbessert. Stand vor über einer Woche noch das Verhältnis Verstorbener : Geheilter bei 1:1, so lauten die offiziellen Zahlen nun 638 : 1733. Wenn denn jeder am Virus Verstorbene auch so gezählt wird.

      Nachtrag: Stand am 08.01.2020
      Quelle: gisanddata.maps.arcgis.com/app…740fd40299423467b48e9ecf6
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    • Seit spätestens gestern stimmen nun übrigens die offiziellen Zahlen aus China nun auch offiziell nicht mehr mit den WHO-Vorgaben überein. China hat offiziell angekündigt, dass zukünftig nur noch Personen als „Infizierte“ erfasst würden, wenn sie „deutliche Erkrankungssymptome“ aufwiesen. Personen mit nur „schwachen Symptomen“ würden zukünftig nicht mehr in der offiziellen Infiziertenstatistik erfasst. Man habe bereits vor „einigen Tagen“ damit begonnen, diese Praxis so durchzuführen.

      n-tv.de/panorama/Peking-bescho…stik-article21568390.html

      Ich sehe das als ein indirektes Eingeständnis, dass man die Kontrolle über die Ausbreitung des Virus wohl verloren zu haben glaubt. Andernfalls macht es für mich keinen Sinn, von den Vorgaben der WHO bezüglich der statistischen Erfassung abzuweichen. Kann ja nur ein Ziel haben. Die Vermeidung von weiterer Unruhe in der Bevölkerung durch stetig ansteigende Zahlen. Heute (Zahlen nicht mehr verlässlich):



      In Deutschland gibt es inzwischen 16 Fälle. Davon 14 in Bayern. Zudem sei mit Lieferengpässen bei Antibiotika zu rechnen, da diese hauptsächlich in der Provinz Hubei in China hergestellt worden wären.

      fr.de/panorama/coronavirus-spr…edrohung-zr-13533315.html
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    • Mal ein Video zu dem thema ob uns die Apokalypse naht oder das alles völlig aufgeblasen ist:
      "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
      aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
      - Albert Einstein

      "Kirche und Naturwissenschaften haben soviel miteinander zu tun wie Gruppensex und Bratkartofflen"
      -Werner Gruber
    • Natürlich droht uns nicht die Apokalypse. :blöd:

      Was uns droht sind schlimmstenfalls ein paar Millionen Tote weltweit und ein massiver Wirtschaftseinbruch. Es könnte schlimmer werden als AIDS. Reicht doch schon. Oder nicht?

      welt.de/vermischtes/live205334…rohung-fuer-die-Welt.html
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    • John schrieb:

      Natürlich droht uns nicht die Apokalypse.
      Wenn man sich so manchen Schwachsinn anschaut der im Internet kursiert könnte man das fast glauben.

      Hast du das Video angeschaut bevor du kommentiert hast oder nicht?
      "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
      aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
      - Albert Einstein

      "Kirche und Naturwissenschaften haben soviel miteinander zu tun wie Gruppensex und Bratkartofflen"
      -Werner Gruber
    • John schrieb:

      Was uns droht sind schlimmstenfalls ein paar Millionen Tote weltweit und ein massiver Wirtschaftseinbruch. Es könnte schlimmer werden als AIDS. Reicht doch schon. Oder nicht?
      Wobei aber schon die Millionen Toten wie ein sehr unrealistisches Szenario erscheinen wenn man sich die momentane Mortalitätsrate vor Augen führt, angeblich soll die Epidemie ja auch diesen Monat schon Ihren Höhepunkt erreichen und dann abflauen. Also glaub ich nicht, dass wir mehr als maximal 10.000 tote sehen werden.
      Remembering happiness amidst one's misery is the greatest suffering.
    • Neu

      Die Epidemie ist ja auch noch nicht in Afrika.

      13.02.2020:
      Ok, jetzt wird es merkwürdig. Gestern verkündet die chinesische Regierung, man wolle nur noch schwer erkrankte Infizierte als „infiziert“ angeben und leicht erkrankte zukünftig nicht mehr erfassen. Das heißt, es müsste eigentlich nun einen abgebremsten Anstieg der Infiziertenzahlen geben. Heute dann gibt es einen massiven sprunghaften Anstieg bei den Zahlen von Infizierten und Verstorbenen, welcher mit neuen Messmethoden begründet wird.

      Damit liegt die Todesrate im Verhältnis zur Infiziertenrate noch immer bei 2,27 % ergo konstant über 2% der gemeldeten Infizierten, während die Anzahl der Infizierten weiterhin exponentiell ansteigt.

      Unterdessen sieht das Robert Koch Institut in Berlin die Gefahr einer Pandemie gegeben und warnt davor, dass auch das deutsche Gesundheitssystem mit „hohen Belastungen“ zu rechnen habe.

      tagesschau.de/ausland/coronavirus-209.html
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    • Neu

      John, machst du dich da nicht selber etwas fertig, wenn du bewusst dir die ganze Zeit solche Meldungen anschaust? Ich mein, in Österreich gibts keine einzigen Infizierten und auch keine weitere Rückholaktionen, von daher sehe ich da relativ entspannt - sollen die Leute sich ruhig alle anstecken bei uns, aber wenn die Todesrate nicht hoch ist (was man ja mittlerweile gemerkt hätte, wenn dem nicht so wäre) - was soll ich mir da groß Gedanken machen?

      Versteht mich nciht falsch, für die Betroffenen in China, die nicht rausgehen dürfen, eine mangelnde Versorgung haben und darunter schwer leiden ist das natürlich kacke - so wie es aber jedes, größere Ereignis ist (egal ob Krankheit, Sturm etc.). Ich seh aber jetzt nicht, wie dasselbe bei uns passieren soll, alleine die Menschendichte in China ist ja wesentlich höher als bei uns. Von daher...
      Steam Name: Patata68
      Origin Name: Patata964
    • Neu

      John schrieb:

      Ok, jetzt wird es merkwürdig. Gestern verkündet die chinesische Regierung, man wolle nur noch schwer erkrankte Infizierte als „infiziert“ angeben und leicht erkrankte zukünftig nicht mehr erfassen. Das heißt, es müsste eigentlich nun einen abgebremsten Anstieg der Infiziertenzahlen geben. Heute dann gibt es einen massiven sprunghaften Anstieg bei den Zahlen von Infizierten und Verstorbenen, welcher mit neuen Messmethoden begründet wird.

      In der Provinz Hubei wird Covid-19 jetzt auch anhand eines Röntgenbildes der Lunge diagnostiziert.

      Das ist deutlich schneller als ein klinischer Nachweis der Viren in Körperflüssigkeiten. Daher der Anstieg.
      "There is no need to die on the road. You can always do homeoffice."
      - Proverb in Bangladesh
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