Beiträge von Ducatus

Abstimmung für den finalen Termin des virtuellen Forentreffens 2021: klick mich!

    Von einem Flächenbrand rede ich doch eben genau nicht. Habe doch explizit erwähnt, dass es mir hauptsächlich um die integrierte Rechte geht, nicht um Extremisten. Extremisten gibt es, das ist uns wohl allen klar, aber die sind ein weitaus geringeres Problem. Die Rechten Parteien aber, die in der Politik viel Erfolg haben (in anderen Ländern noch viel mehr als hier), übertragen ihre Botschaft meistens nicht mit Hass oder mit Hetze gegen alle Ausländern. Das lässt ihre Meinung irgendwie... akzeptabel erscheinen. Aber sie zwingen den anderen Parteien ihre Themen auf und halten so diese, eben ihre Themen ganz oben auf dem Diskussionsparkett.


    Sie zeigen uns Probleme, die ja auch wirklich existieren. Schliesslich gibt es tatsächlich Probleme mit Asylanten, dass wird niemand leugnen.
    Extremisten, die es in der SVP ebenfalls gibt, auch wenn sie dort eine Minderheit bilden, verlangen natürlich absurdeste Dinge um diese Probleme zu lösen. Ich will nicht behaupten, dass diese Extremisten bei uns Erfolg hätten, dafür sind die Probleme nicht altäglich und allgegenwärtig genug.
    Die Integrierten aber bieten einfache Lösungen, die uns schlüssig vorkommen. Diese einfachen Lösungen begeistern die Leute. Wir wollen einfache Lösungen, wer will denn keine einfache Lösung für Probleme? Deswegen haben Rechte Parteien einen Zulauf, sobald sich solche Probleme auftun. Das meine ich mit dem Rechtsdruck. Rechte Parteien, dabei meist nicht die extremen, haben Zulauf und integrieren sich stärker im Alltagsbild des Bürgers, sobald es Probleme gibt, was bei uns (schwächer als in anderen Staaten) der Fall ist.


    Mein Text war tatsächlich etwas überspitzt formuliert. Ich hoffe dieser spiegelt meine Auffassung genauer nieder.

    Ich bin zwar deiner Meinung, aber Du bist dir bewusst dass das in anderen Ländern anders gesehen wird (siehe USA) und deshalb wenn überhaupt nur bedingt Anspruch auf universelle Geltung verlangen kann?


    Er hat ja im Übrigen sein Amt niedergelegt.


    Ich habe nichts von einem Rechtsruck in D oder Ö gesagt, ich kann das da ja gar nicht beurteilen. Was für Aussagen meinst Du denn, die Salonfähig werden?


    Dass das in anderen Ländern anders gehandelt wird ist mir bewusst. Die Menschenrechte haben auch heute noch keine universelle Geltung, was ihre Beudetsamkeit nicht mindert und uns noch stärker zu ihnen wenden sollte.


    Genau weil er sein Amt niedergelegt hat, habe ich den Abschnitt über die Mündigkeit hinzugefügt.


    Zum Rechtsdruck in D und Ö.

    Zitat

    Zitat von Alpinus


    Die breite Masse - selbst die politische Rechte innerhalb der SVP - hat
    mit faschistisch-rassistischen Ideologien aber nichts am Hut. Im
    Gegenteil: Sowas wird mit Deutschland assoziiert.

    Meine Textstelle ist also nicht auf dich bezogen.


    Zu den Aussagen:
    Zum einen wäre die Asylpolitik, die immer mehr ins Licht der Debatte rückt. Im Bezug zum Asylwesen werden immer extremere Vorschläge gemacht. Teilweise harmlos und vielleicht sogar konstruktiv. Andere Male menschenverachtend bis hin zum KZ Niveau (welches zum Glück immernoch mit Entsetzen beantwortet wurde).
    Dann vielleicht auf Bezug zu den aktuellen Krisen im nahen Osten. Ich habe da Aussagen gehört über: "Da sieht mans, und soetwas lässt man bei uns rein", über "man sollte jegliche Kontakte abbrechen, Hilfe einstellen!" bis hin zu: "da müsste man militärisch eingreiffen und diesen Affen Respekt beibringen"
    Vielleicht bin ich da etwas heikel, aber mich stören solche Aussagen schon beträchtlich.
    Hier anbei noch ein Zitat einer Seniorin (nach kurzem googeln gefunden)
    [spoil]





    Heute bin ich durch den Zürcher Hauptbahnhof gelaufen und
    habe allenthalben die Wechselplakate "Soll ein Vergewaltiger Schweizer
    Bürger werden?" oder "das schwarze Schaf!" herunterrattern gesehen. Im
    Gedächtnis geblieben sind mir das Bild vom "Vergewaltiger" und das
    "schwarze Schaf" - wie vermutlich auch meinen Mitreisenden im Zug 18.12
    nach Chur.


    Ich fand einen Sitzplatz gleich neben der Sitzeecke für Behinderte.
    Da der Zug immer sehr gut besetzt ist, füllte sich auch das
    Behindertenabteil mit zwei strickenden Frauen und drei Männern, jüngere
    Leute, die lebhaft diskutierten. Kurz vor Zugsabfahrt stiegen noch drei
    junge, gut gekleidete Männer zu. Sie unterhielten sich in einer mir
    fremden Sprache. Einer von ihnen ging an zwei Krücken. Ratlos sahen sie
    sich im vollbesetzen Wagen nach einem Sitzplatz um für den behinderten
    Kollegen. Die im Behindertenabteil blickten ein bisschen schräg nach
    oben, setzten ihr Gespräch fort und machten keinerlei Anstalten, für den
    Mann aufzustehen. Ich bot ihm meinen Sitzplatz an. Während er sich
    umständlich setzte, bedankte sich sein Kollege herzlich bei mir.


    Ich ging weiter und bekam unterwegs gleich zweimal einen Sitzplatz
    angeboten von zwei jungen Männern. Ich bedankte mich herzlich. Im
    Hinblick auf den behinderten Ausländer schmerzte mich die Freundlichkeit
    gegenüber der alten Frau.


    Sind sich die Unterstützer der Ausländerinitiative überhaupt bewusst, was sie mit ihren Bildern zu den Ausländern anrichten?


    Ist es nicht so, dass wir dem Ausland auch schwarze Schafe liefern,
    wie mit den Schlägern in München und den Genfer Jungs in Rom?


    Mir wird es im Zürcher Hauptbahnhof sehr unbehaglich, und das nicht wegen der Ausländer.



    [/spoil]


    Zitat von einer Internetseite. Eine Quelle ist nicht angegeben, aber auch nicht nötig, da ich ja aus dem Zürcher Oberland komme, also in der "betroffenen Region" Lebe
    [spoil]Beispielsweise “Rütli 1291″ ist eine Gruppierung ländlicher Jugendlicher
    aus dem Zürcher Oberland. Die Jungs tragen rote Shirts mit weissen
    Kreuzen und schnupfen Tabak. Die Mädchen tragen Londsdale Jacken und
    Gurte mit Schweizerkreuz auf der Schnalle. So weit so gut. Sollen sie
    doch, denkt sich ein weltoffener Mensch. Doch diesen Gruppierungen liegt
    ein Problem zu Grunde: Latenter-Soft-Rassismus, der von Erwachsenen
    schnell als jugendlicher Patriotismus abgetan wird. Schnell wird klar,
    dass hier nicht bloss die Schweiz gefeiert wird, sondern Ausländer
    gehasst werden. Und zwar aktiv. Zum allgegenwärtigen “Schnupf” gehört
    meist ein Spruch. Im konkreten Falle lauten die gängigsten: “Uf
    rotem Grund ä wisses Chrüz, mir liebed di du schöni Schwiiz! Uf rotem
    Grunden schwarze Adler, mir hassed eu, ihr scheiss Albaner
    ” oder ” In
    dieser Bibel steht geschrieben, du sollst deinen Nächsten lieben. damit
    ist gemeint der Schnupftabak un nich das verdammte Jugopack, Priis!


    Edit: Die Kommentare dazu gelesen:
    "…da müssen aber viele schwarze Schafe sein….jedenfalls die Knäste sind voll von schwarzen Schafen einer gewissen Volksgruppe…."


    "Wir sind doch hier in der Schweiz nicht irgendein Negervolk des vorletzten Jahrhunderts, das von Imperialisten kolonisiert wird.


    Hier bestimmen wir !"


    "Differenzierung, Seebueb, Differenzierung, das ist es was du nicht
    kapierst. Wenn ein Mensch einer bestimmten Volksgruppe/Herkunft etwas
    kriminelles macht, sollten erwachsene Menschen soweit differenzieren
    können, dass Sie die restlichen 99,9% dieser Volksgruppe nicht mit
    verleumderischen und rassistischen Sprüchen und anfeindungen ebenfalls
    zu kriminellen degradiert. Das hat nichts mit "sich wehren" zu tun. Aber
    das ist zu hoch für dich, bei dir gibts nur schwarz und weiss (oder
    besser rot und braun), nix dazwischen. Die SVP Hirnwäsche hat ganz
    schönen Schaden bei dir angerichtet…"


    Für einige wenige Volksgruppen ist es gerade umgekehrt. Da sind 90%
    Straffällige (Schläger, Diebe, Drogenhändler, Einbrecher, Vergewaltiger,
    Waffenträger, Strassenrowdies, Bandenkriminelle usw. das ganze
    Spektrum).
    --> es gibt tatsächlich Menschen die das glauben? Hat mich sogar selber überrascht...aber da kam noch mehr


    "also ich finde das einfach lächerlich!


    sag doch bitte einmal gegen wer die feindseligkeiten zu genommen haben!
    nicht gegen die tamilen, nicht gegen die gelben, oder gegen die
    südostasiaten!


    nein gegen die kosovo-albaner!


    dieses pack hat die kriminalität bereits in den genen! noch dazu kommt, dass mehr als 90% von denen doof sind!"


    "diese kinder müssen sich selber integrieren!


    zudem haben bedrohungen, diebstahl,…


    NICHTS MIT MANGELNDER INTEGRATION ZU TUN!


    tatsache (<-- WAAAAAS???) ist, dass 90% dieser bevölkerungsgruppe, die hier lebt
    (kosovos) kriminelle ***** sind, denen man eine auf die fresse geben
    sollte!"


    "Ich kann deine Aussage mit den 90% kriminelle nur zurückweisen! Das ist
    eine Falschaussage sondergleichen! Das Bundesamt für Statistik zeigt, admin.ch…


    dass lediglich 1.2% aller Menschen aus Ex-Jugoslawien überhaupt straffällig


    werden!! "


    " die CH weist eine bevölkerungsdichte von 180 Pers./km2 aus, aber…


    Österreich, ebenfalls ein Gebirgsland, weist nur eine Dichte von 99
    E/km2 auf, also etwa halb soviel (55%) wie die Schweiz. Betrachtet man
    nur das wirklich bewohnbare Mittelland, dann ergibt sich für die Schweiz
    eine Bevölkerungsdichte von gegen 500 E/km2. Die Schweiz ist somit
    eines der dichtest bevölkerten Länder nicht nur Europas, sondern der
    ganzen Welt." <-- noch mehr Humbug, den sie auf die Ausländer schieben...


    "Also liebe Leute, denkt daran, in unseren Alpen hausen immer noch ein
    paar schwer arbeitende Bergbauern, die im Schweisse ihres Angesichts dem
    kargen Boden einen mickrigen Ertrag abtrotzen.


    Diese Bergbauern arbeiten jedenfalls mehr und härter, als all die
    Asylanten zusammen, die täglich vom Asylzentrum zur Gemeindeverwaltung
    trotten, um dort ihr “pocket-money” entgegengeschmissen zu bekommen." => das pocket money ist überiges äusserst knapp bemessen, arbeiten dürfen die Asylanten nicht, selbst wenn sie es wollten.


    genau solchen Mist muss ich mir mittlerweile tagtäglich anhören... :(
    [/spoil]

    Natürlich gibt es einerseits den rassistischen Aspekt, den man bestenfalls ignorieren oder als nichtig erklären kann. Aber das macht die Aussage keinesfalls besser! Hier geht es nicht nur um Rassismus, sondern um die allgemein gültigen Menschenrechte, die wohl den Meisten hier bekannt sind.


    Es ist nicht legitim, selbst wenn es um Kriminelle geht, sofort zu schiessen. Dabei ist es unwichtig, ob dies in diesem Fall nötig war oder nicht. Es geht vielmehr darum, dass dieser Mann in seiner Aussage fordert: Kriminelle Ausländer sollen erschossen werden.
    Man kann diese Aussage drehen wie man will. Sie ist und bleibt auf einem Niveau, welches unser Kontinent seit einigen Jahren hinter sich gelassen hat.
    Dabei ist mir grundsätzlich egal, ob das Stammtischgebrabbel sein soll.


    Dieser Mann ist in erwachsenem Alter und ist ausserdem politisch aktiv, wozu man mündig sein muss. Mündig heisst nicht, dass man bloss ein gewisses Alter erreicht haben muss. Um als mündig zu gelten, muss man eigenständig über etwas nachdenken können. Man muss sich bewusst sein was man wann und wo tut.
    Dass dieser Mann also solche Aussagen ins Internet stellt, zeugt entweder davon, dass er tatsächlich diese Auffassung vertritt und damit wohl die Menschenrechte als sinnlos betrachtet, oder dass er nicht differenzieren kann zwischen seinem Stammtisch und dem weltweiten Netz.
    In beiden Fällen ist es also vonnöten, dass dieser Mann sein Amt niederlegt. In ersterem sollte der Fall klar sein. Sollte der zweite Fall gelten, so muss ich doch die Mündigkeit dieses Mannes schwer in Betracht ziehen und daraus schliessen, dass er für en politisches Amt, sei es auch noch so klein, nicht geeignet ist.


    Zum Schluss noch zum Rechtsdruck, der hier ganz locker auf Deutschland und Österreich abgeschoben wird.
    Nun, es ist wahr, dass wir in der Schweiz nicht dieselben extremen Ausmasse eines Rechtsdruckes wahrnehmen. Der Rechtsdruck, der in ganz Europa momentan stattfindet, kommt auch zumeist nicht aus den extremen Ecken, sondern viel mehr aus der integrierten Rechten.
    Vieles geschieht langsam und bedächtlich, wie meistens in der Schweiz. Man ist im allgemeinen offener für die integrierte Rechte. Ihre Vorschläge stehen tatsächlich zur Debatte! Ich höre Leute über Dinge diskutieren, die rassistisch sind, die gegen die Menschenrechte verstossen. Ich höre sie diskutieren und merke, dass sie tatsächlich Einwände akzeptieren. Die Hemmschwelle gegenüber rechtem Gedankengut sinkt immer weiter. Ich wess natürlich nicht, wie das in eurer Region ist, allerdings merke ich diesen Vorgang in meiner gewaltig!
    Selbst meine Tante und mein Onkel werden immer offener für diesen Mumpitz!
    Ausserdem hörte ich, es gäbe in der Schweiz keine Mobs, die Ausländer vertreiben wollen. Mobs, die mit Fackeln durch die Strasse laufen. Nun, auch das entspricht nicht der Wahrheit! Erst diesen Sommer gab es einen solchen Fackelzug im Dorf Hombrechtikon, ganz in meiner Nähe. Natürlich war er überschaubar, doch allein die Tatsache, dass so etwas stattfindet, sollte uns allen Sorge machen!! Siehe Quelle.



    Quelle zum Fackelzug:
    Bild: [url=http://www.20min.ch/dyim/ca8312/B.M600,1000/images/content/2/0/8/20891737/12/topelement.jpg]http://www.20min.ch/dyim/ca831…0891737/12/topelement.jpg[/url]
    Neonazi-Fackelzug durch Zürcher Dorf


    von Marco Lüssi - Über 50 Rechtsextreme sind am
    Montagabend mit Fackeln durch Hombrechtikon marschiert. Gemeinde und
    Polizei wussten nichts vom Neonazi-Aufmarsch.




    Wie gesagt recht überschaubar. Wobei man bedenken muss, dass es sich auch um eine recht überschaubare Region handelt.



    http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2369/
    Hier noch ein Link. Diese Sache war kurz nach dem Tweet eines anderen SVP Politiker, der eine Kristallnacht für Muslime gefordert hatte.

    ...Die geforderte Kristallnacht, der Naziaufmarsch...und jetzt das! Bezüglich eines neuen Vorfalls in der Schweiz - ein ausländischer Autodieb wurde erschossen - schrieb Seppi Spiess von der SVP Schwyz auf Facebook:
    "Ech ha rechtig freud gha, so müesst's si, abeschüsse, dä choscht die Sauwar nüm!... Aber dä Polizischt tuet mer Leid... Aber ebe, d'Usländer lachet au über üs, öber üseri Gsetz"
    Übersetzt:
    "Ich hatte richtig Freude, so muss das sein, abknallen, dann kostet diese Sauware nichts mehr!... Aber der Polizist tut mir Leid... Aber eben, die Ausländer lachen auch über uns, über unsere Gesetze."


    ... die SVP sprach schon bei den vorgehenden Fällen von "Einzelfällen", ganz im Ernst, diese "Einzelfälle" treffen heufiger ein, als ich auf der Strasse von den ach so bösen Ausländern angepöbelt werde!

    Gesellschaft Heute; Spieglein, Spieglein an der Wand


    Ich sitze alleine im Bus. Draussen regnet es in Strömen. Vor
    Langeweile wische ich über die Fensterscheibe und schaue in mein
    Gesicht, in den prasselnden Regen. Ich schliesse kurz die Augen und
    versinke in Gedanken…


    Spiegel sind eine wichtige Sache. Man benutzt sie in Fahrzeugen, um
    den Verkehr zu kontrollieren, um die Energie von Licht zu bündeln und
    ganz einfach um sich für den Ausgang fertigzumachen. Spiegel waren über
    Jahrhunderte ein Zeichen von Wohlstand. Sie sorgten für Gepflegtheit und
    dafür, dass der Besitzer genauso eine Augenweide wie der Spiegel selber
    war. Doch mit der Erfindung des Spiegels erlangte der Mensch viel mehr
    als nur das! Sie kommen in allen möglichen Farben und Formen vor. Sind
    Hauptdarsteller mancher Bücher und Filme. Kurz, sie sind eine
    Faszination. Egal ob in Märchen, Thriller oder Horrorstreifen, überall
    sind sie zu finden. Sie sind ein grundlegender Teil unserer Gesellschaft
    und des Individuum selber.


    Egal ob Spiegel oder Seen, sie beide zeigen uns etwas, was wir sonst
    nie zu Gesicht bekommen, von dem wir stets hören, es aber nie selber
    sehen. Uns selbst. Dieser Umstand ist es, der uns so fasziniert und
    fürchtet zu gleich. Es ist als würden wir durch ein Fenster blicken und
    uns selber betrachten. All die guten und schlechten Äusserlichkeiten.
    Vielleicht gefällt uns was wir sehen, vielleicht tut es das nicht. Wir
    denken über unsere Frisur nach, oder gar über eine Operation. Aber was
    viel wichtiger ist, wir machen uns Gedanken über uns selber! Nicht nur
    äusserliche, sondern tiefgründige, seelische Gedanken. Wir fragen uns
    vielleicht wer wir sind, was wir sind, wieso wir etwas getan haben, oder
    gar all dies zusammen. Ist man in diesen Gedanken erst einmal
    verstrickt, so nagen sie Stunde für Stunde und sind nur schwer wieder
    loszuwerden.


    Das ist der Reiz, das Furchterregende an den Spiegeln. Nach all diesen
    Gedanken, glauben wir unsere Persönlichkeit offen da liegen zu sehen.
    Wie ein Buch in dem wir blättern und uns verlieren können. All die guten
    Seiten, auf denen wir lesen, wie nett wir sind, wie toll wir sind. Und
    dann all die schlechten Seiten, mit nagendem Zweifel und Depressionen
    beschriftet.


    All diese Gedankengänge gipfeln wohl in diesem einem typischen Moment,
    den wir alle kennen. Man sitzt alleine in einem Bus, draussen regnet es
    in Strömen. Vor lauter Langeweile beschliesst man mit der Hand über das
    Fenster zu fahren und eine freie, spiegelnde Fläche zu hinterlassen.


    Man sieht sich selber, den Regen dahinter, und versinkt in Gedanken. Man
    denkt daran wo man eigentlich hinwollte. Vielleicht ein
    Geschäftsmeeting? Ein Date? Vielleicht die Schule? Aber dann alles ist
    plötzlich egal und man schwimmt nur noch im Fluss der eigenen Fantasie.
    Man denkt über längst Vergangenes nach, über Zukünftiges, stellt sich
    alles Mögliche vor. Denkt über Spiegel nach.


    Diese Momente sind jene, welche ein starkes Bewusstsein oder
    tiefgründige Depressionen verursachen können. Uns selber
    gegenüberzustehen und uns in die Augen zu blicken, eröffnet verschlossen
    geglaubte Türen.


    Du schaust in den Spiegel und dein Bewusstsein schaut zurück. Dein
    Bewusstsein schaut durch den Spiegel und kehrt nie gleich zurück.



    Wer intressiert an diesen Texten ist. Hier der Link zu der Seite, die mein Kollege und ich ins Netz gestellt haben.

    pacjan
    So weit ich weiss liegt das eher daran, dass in frühem Alter das Gehör und das Rythmusgefühl ziemlich schnell ziemlich verbessert werden können. Ausserdem auch die Motorik zwischen beiden Händen. Ich nehme an (weiss es aber nicht mit Sicherheit), dass jemand, der als Kind ein Instrument gelernt hat, die motorischen Fähigkeiten und das Gehör verwenden kann, um auch ein zweites (sei es in der Jugend oder dem Erwachsenenalter), schneller erlernen kann. Das Rythmusgefühl bleibt natürlich bei jedem Instrument das Selbe, das wird erst zum Problem, wenn man neue Rythmen lernen soll.


    Zieht man jetzt eine Parallele zu Videospielen, so trainiert man wohl: Gedächtnis, Reaktionsfähigkeit, Entscheidungssicherheit etc...
    Das Gedächtnis sollte theoretisch bis in ziemlich hohes Alter in der Lage sein Vorgänge relativ schnell zu lernen. Ich nehme an du dachtest eher an Dinge wie z.B Sprachen lernen etc... Wobei ich hierbei nicht verstehe was als Jugendlicher um 16 dabei entscheidend einfacher sein soll... als wichtigsten Faktor sehe ich da eher die Motivation. Wobei ich darüber ehrlich gesagt zu wenig Bescheid weiss, um es mit Sicherheit sagen zu können.


    Was ich damit sagen will ist, dass man bei Videospielen, wie auch bei Instrumenten, gewisse Konstanten hat, die man einmal lernt und die einem dann bei jedem Videospiel helfen. Bei Shootern ist es die Reatkion und die Motorik, bei Strategiespielen eben das Gedächtnis und das logische bzw. abstrakte Denken (kann einem sicher helfen um neue Dinge zu versuchen, den Gegner zu überraschen k.A)

    Die „Aktive Passivität“





    Wer von uns dachte sich nicht schon mindestens einmal, ob denn die Politiker
    schlafen würden? Ob sie ihre Sachen gepackt, nachhause gegangen und sich
    eingeschlossen oder gar selbst erschossen haben – was ja bei der momentanen
    Lage nicht verwunderlich wäre.


    Nun, wie ich bereits geschrieben habe war für den 5. August ei n Aufmarsch von
    Neonazis mitten im Herzen der Schweiz geplant und fand auch statt! Weder der Bund
    die örtlichen Gemeinden oder die Gesellschaft an sich schienen in der Lage, diesen
    Marsch aufzuhalten. Bedauerlich.


    Man kann dazu natürlich gespaltene Ansichten haben, doch ich bezweifle, dass
    auch nur ein Polizist oder Politiker offen Stellung für den Aufmarsch beziehen
    würde. Niemals würde einer dieser Heiligen sich auch nur annähernd kooperativ mit den Neonazis zeigen, und würde er es
    dennoch tun, so wäre er oder sie bereits am darauffolgenden Tag aus der Partei
    verstossen werden und alle würden sich von ihm oder ihr distanzieren. Wenn also
    niemand diesen Aufmarsch unterstützt und sogar die integrierte Rechte gegen ihn
    zu sein scheint, wieso lassen sie es dann zu, dass er dennoch stattfindet?


    Diese „aktive Passivität“, die scheinbar in weiten Teilen der Bevölkerung
    bereits vorherrscht ist beängstigend. Immer deutlichere Zeichen dieser Zivilisationskrankheit
    tauchen auf und untergraben das grösste Recht in einer Demokratie. Das Recht
    sich zu beschweren, das Recht zu demonstrieren, die Redefreiheit. Selbst in
    meinem eigenen Bekanntenkreis sind die Symptome immer deutlicher. Immer mehr
    von ihnen verfallen in die Stammtischphase, in welcher viel Aufregung herrscht.
    Alle kritisieren sie alles, egal ob sie sich überhaupt Gedanken darüber
    gemacht. Doch einmal von dieser gedankenlosen, grossmäuligen Kritik abgesehen,
    scheinen sie keine Anstalten zu zeigen etwas zu unternehmen. Da kritisieren sie
    erst, dass bald die ganze Welt von der Klimaerwärmung unbewohnbar wird und gehen
    dann nachhause und schweigen still darüber.


    Da beschweren sie sich über die Probleme im Asylwesen, das mittlerweile sowohl
    für die Insassen, wie auch für die Einheimischen absolut nur noch schlecht ist,
    verweigern dann aber irgendetwas dagegen zu tun, wenn man nachfragt.


    Auch die Stimmbeteiligung bei Initiativen, bei Wahlen und allen anderen
    Urnengängen sind armselig und wenn das Ergebnis bekannt ist, regen sich die
    Leute wieder auf, ohne selber auch nur den Zettel angerührt zu haben.


    Wir haben ein tiefes Leck in unserer Demokratie. Nun geht schon zurück an den
    Fernseher und schaut euch in den Nachrichten die Wassertropfen an, die durch
    das Loch in unser System fallen. Ich für meinen Teil werde versuchen ein
    wenig Füllmaterial zu suchen und ich rate euch dasselbe zu tun.

    Das Problem des Kapitalismus; Zuviel ist nicht genug





    Staat X ist pleite! Firma Y steht vor dem Aus! Tausende
    Arbeitsplätze durch Z gefährdet!


    Wer kennt sie nicht. Sie sind überall, dominieren unseren Alltag. Das kann uns
    nicht passieren! Das Absterben der
    Schwachen. Denn das sind sie doch, zumindest sagen das die Medien. Griechenland
    spart nicht genug, Italien wirtschaftet schlecht. Sie haben es doch verdient
    bankrott zu gehen! Und jetzt beanspruchen sie unsere Hilfe? Wir sollen
    für diese Schmarotzer grade stehen?


    Das und mehr hört man immer häufiger in der Bevölkerung, verbunden mit
    zahlreichen Halbwahrheiten und anderem Blödsinn. Doch was wesentlich
    Interessanter ist, als der sowieso schon längst bekannte Zusammenbruch der
    griechischen Wirtschaft, ist doch der Grund dahinter. Was steckt eigentlich
    hinter dieser ganzen Sache?


    Wachstum ist die Devise, Wachstum ist die Pflicht. Bleibt eine Firma 3 Jahre
    auf dem gleichen, vielleicht guten Stand, so ist sie faktisch tot. Experten
    erachten die Aktien als wertlos, das Vertrauen geht verloren und die eigentlich
    stabile Firma geht zugrunde. Sie alle
    sagen es uns doch Tag ein Tag aus! Nehmen wir die Autoindustrie, die
    Computerindustrie, oder das Glanzbeispiel; die Handyindustrie. Sie alle müssen
    um effektiv zu sein jährlich um etwa 7% wachsen. Jetzt einmal von der genauen
    Zahl abgesehen, was heisst das für die Firmen selber? Wie erreichen sie dieses
    Wachstum? Wie erreichen sie die Mehreinnahmen?


    Es ist ja allerseits bekannt, dass wir heute schon mehr produzieren, als wir
    eigentlich kaufen und im Allgemeinen noch mehr kaufen als wir eigentlich
    brauchen. Sicher ein Drittel unserer Lebensmittel werden weggeworfen und ein weiterer
    Drittel zu viel gegessen und das lässt sich locker auf nahezu alle Waren
    unserer Überflussgesellschaft übertragen!


    Wenn wir nun also die Firma Opel als Beispiel nehmen wird uns schnell der Grund
    dafür klar.


    Wie kann denn nun Opel jährlich 7% mehr Gewinn machen? Sie könnten natürlich
    jedes Jahr 7% weniger Lohn zahlen…oder sie könnten 7% der Arbeiter entlassen…jeder
    bei gesundem Menschenverstand erkennt, dass das nicht längerfristig gut gehen
    kann. Also gibt es nur Eines. Man muss einfach jedes Jahr 7% mehr Autos
    produzieren, was ja für Opel auch kein Problem ist. Das Problem ist eher die
    Autos zu verkaufen. Dieses Beispiel, das übrigens von einem deutschen Komiker
    stammt, erklärt doch die Lage ganz eindeutig. Wir müssten immer noch mehr Dinge
    produzieren, die wir nicht brauchen, damit die Grundlage unseres Systems
    funktioniert. Das kann auf Dauer nicht gut gehen!


    Und dann - völlig unerwartet natürlich - geht plötzlich alles den Bach runter.
    Das Klima spielt verrückt, die Griechen wollen nicht mehr mitspielen und zu
    allem Unglück wollen jetzt die Chinesen auch noch Autofahren. Die Durchschnittstemperatur
    steigt und dadurch bald auch der Meeresspiegel. Kurzum unsere ganze Welt droht
    uns verloren zu gehen… für uns Menschen nahezu unbewohnbar zu werden. Wer nun
    denkt, dass die Firmen Einsicht haben, dass die Staaten handeln und das Übel
    abwenden hat nicht mit der Wirtschaft gerechnet. Bei jedem grossen Schritt ist
    doch wieder jemand dagegen. Angefangen mit den USA in Kyoto, bis hin zu der
    deutschen Automobilindustrie, wenn es um ökologische Fahrzeuge geht.
    Schliesslich schade dies der Wirtschaft. Wäre man zu ökologisch, gefährde man
    Arbeitsplätze! Man müsse die Balance finden.


    Das ist die Kurzfassung unseres Systems. Die Wirtschaft liegt in einer
    Waagschale gegen den ganzen Planeten, und unseren Politikern fällt die Wahl anscheinend
    nicht wirklich schwer.



    Kurze Selbstkritik vorweg:
    Der Anfang wollte mir nicht so recht gelingen. Hab zwar versucht mit etwas Fesselndem anzufangen, scheiterte da aber meiner Meinung nach. Potentielle Tipps?
    Im Mittelteil sind vielleicht etwas viele Zahlen, was das ganze Beispiel etwas schwammig rüberkommen lässt. Gegen den Schluss wird dann die Kritik am System verdeutlicht und eine Parallele zur Klimaerwärmung gezogen. Dieser Wechsel ist vielleicht etwas schnell geraten, aber ansonsten gefällt mir der Schluss immernoch besser als der Anfang :D



    Edit: Wie schön, dass mein Text wohl absolut perfekt und fern jeglicher Kritikpunkte zu schein seint :ironie:
    Spass beiseite, ich wäre froh, wenn ihr den Text einerseits inhaltlich und andererseits literarisch etwas auseinandernehmen würdet, nur wenn ihr Zeit und Lust habt natürlich ;)

    Das Spiel ieht ja ganz schön gruslig aus.. mal von den Schreien der Besoffenen abgesehen :D
    Ich glabe fast ich werd das mal anprobieren, vlt. nehm ichs ja auch auf. Wird zwar nicht so legendär werden, wie "Twilight" und "schreiender Drache" beim Amnesia spielen aber naja :P

    Durchsage zur SZ


    Guten Tag allerseits.
    Ich versuche gerade in der Strategiezone ein League of Legends Turnier zu organisieren. Wenn also jemand Interesse hat.
    Je nach dem wie viele Teams zusammen kommen wird es 1-2 Gruppen geben wovon jeweils Gruppenerster und zweiter weiterkommen würden. Um in einer 1-2 Ründigen KO Phase um den Titel zu kämpfen.


    Ende der Durchsage.


    Mfg Ducatus

    Requiem Helvetica – Die letzte Feier




    Ein weiteres Jahr ist ins Land gezogen und wieder schreiben
    wir den ersten August, den viel gefeierten Gründungstag unserer grossen Nation.
    Heute sehen wir mal wieder über die ganzen Probleme hinweg, die unser Land
    plagen. Die Finanzkrise in der EU, die Energiekrise samt dem Problem der
    Atomkraftwerke und deren Abfall. All die politischen Gegensätze scheinen heute
    vergessen, jegliche Pateipolitik unwichtig. Alle Probleme… ausser dem Einen,
    welches nun seit Jahren durch die Köpfe der Menschen zieht, dass stets besprochen
    wird, stets bestritten wird und für alles Übel in diesem Land verantwortlich zu
    sein scheint. Es geht hierbei um DAS Thema der SVP: das Migrationsproblem, das Asylwesen
    oder kurz: Die Ausländerpolitik.


    Es ist ja schon lange bekannt, dass „sie“ die Züge und Busse
    verstopfen und daher für die Infrastrukturprobleme verantwortlich sind. Auch
    die Strassen sind voll von „ihnen“, wodurch zu viel CO2 ausgestossen wird. Die
    Schweiz wird immer stärker zersiedelt, weil „sie“ doch alle Wohnungen brauchen
    und selbst die Atomkraftwerke könnten ohne „ihnen“ abgeschaltet werden.
    Zumindest glauben immer mehr Leute diesen Mumpitz, den die SVP ihnen Tag ein
    Tag aus eintrichtert. Selbst an ihrem geliebten Nationalfeiertag, dem Tag an welchem angeblich ein
    Haufen Bauern ein längst vergangenes Bündnis geschlossen haben sollen, können
    sie es nicht lassen Politik zu betreiben, wie niemals sonst. Erinnere man sich
    doch an letztes Jahr, als Briefe in jeden Haushalt der Schweiz geschickt
    wurden. Kosten, Mühen und die Feier des Tages sind hierbei egal. Schliesslich
    geht es um das Wohl und das Überleben des Staates, könnte man meinen. Dabei zu
    erwähnen, dass ein immer grösser werdender Teil des Schweizer Gesundheitswesens
    aus gut ausgebildeten, deutschen Ärzten besteht, an welchen in der Schweizer
    Bevölkerung Mangel herrscht, fällt der SVP nicht ein. Auch die tagtäglichen
    Anstrengungen der zahlreichen Bauarbeiter und sonstigen wichtigen
    ausländischen Arbeitskräften werden weder gewürdigt, noch ihre Wichtigkeit
    angesprochen.


    Mich wundert ehrlich gesagt, wie es bei dieser
    populistischen und polemischen Argumentationslosigkeit noch sein kann, dass die
    Partei grossen Zuwachs hatte und auch in der Jugend ein immer stärkerer
    Fremdenhass und Rechtsdruck zu erkennen ist. Dieses Jahr, wie in schwächerer
    Form schon die Jahre zuvor, gipfelt das Ganze jedoch ins Untragbare. Die zweite
    Reliquie - direkt nach dem tollen Käse oder der Schokolade - das „Rütli“, der
    Stolz der Nation, ihr angeblicher Gründungsort – zumindest laut Konservativen –
    soll Zeuge eines Rechtsradikalen Aufmarsches werden. Die Politik schweigt
    still, die Polizei sieht tatenlos zu, denn der Aufmarsch sei doch Gesetzlich nicht
    verboten. Eine Versammlung
    Rechtsradikaler, mitten im Herzen der Schweiz. Wie soll das weitergehen? Kommt
    bald die Kristallnacht für Moscheen, wie sie ein Ex SVPler bereits erwähnt hat?
    Vielleicht sollte man sich Gedanken machen ob man nächstes Jahr wieder den
    Gründungstag einer demokratischen, freien Nation feiern will, oder ob diese
    Grundwerte der Schweiz bald von ihren grössten Verehrern abgeschafft werden
    könnten.




    Ein etwas polemischer Text um auf die momentane Lage aufmerksam zu machen. Argumente sind noch etwas spährlich, da ist Übungsbedarf.

    Naja ich weiss ja nicht wie es im Rest der Schweiz aussieht (Amenacht ist doch auch Schweizer, vielleicht weiss er da mehr). Aber in unserem "idyllischen" Dörfchen ist der Rechtsdruck schon eher wachsend. Solche Dinge wie diesen Mül mit der Kristallnacht für Moscheen hört man schön ungesund häufig in meiner Region. Wobei ich hier nicht befürchten will (und es auch nicht tue), dass sowas auch wirklich passiert, nur zeichnet sich halt ein gewisser Rechtsdruck ab, der dann auch politisch in der integrierten Rechten Zuflucht findet.


    Zu unserem Nationalfeiertag sowas zu finden ;(
    Naziaufmarsch verhindern! | JUSO Schweiz - JS Suisse

    Vergebt mir wenn es schonmal gepostet wurde. Hab den Thread jetzt nicht gleich komplett durchgelesen ^^
    Da ich im kommenden Halbjahr nach einem Projekt gesucht haben, bin ich auf der Suche nach guter klassischer Musik oder Filmmusik plötzlich hierrauf gestossen.



    Davon gibts auch eine ganze Menge weitere, wie zum Beispiel dieses hier:



    Vielleicht gefällts ja dem einen oder anderen Metal oder auch Klassikfan :)

    Rost



    Wer kennt ihn nicht. Er zerfrisst das Fahrrad, greift
    Motoren an und erzwingt so manche Bauarbeit. Rost. Er kann überall entstehen,
    alles zerfressen und selbst die herausragensten Dinge zerstören.
    Doch Rost ist nicht nur ein materielles Phänomen. Nicht umsonst gibt es solch
    tolle Sprichwörter wie: „wer rastet rostet“. Rost ist eine Zivilisationskrankheit.
    Rostet der Körper stirbt man an Herzversagen, rostet das Hirn wird man ins Altersheim
    getragen. Rost dominiert unser Leben, unser Streben, unser Alles. Er führt uns
    in entscheidende Richtungen.
    Auch unsere persönlichen Fähigkeiten vermögen zu rosten. Zahlreiche ehemalige
    Musiker, und etliche Jugendautoren mussten seine Stärke kosten. Darunter auch
    ich.


    Ja ich habe viel geschrieben. Ein Geschreibsel dort und eines da. Manchmal
    treffend und auf den Punkt getrieben, manchmal auch ausschweifend und
    umschrieben. Manchmal ohne Punkt und Komma, daher rot vom Lehrer betont, doch dann
    und wann auch korrekt und mit Häkchen belohnt.
    Das Schreiben mochte ich wirklich sehr, wie man auch an den ganzen Texten
    erkennen mag, die meinen Rechner belasten.
    Doch die Jahre vergingen und die Tastatur blieb unberührt. Man hatte ja zu tun,
    hatte keine Zeit für sein Hobby nicht wahr? Zumindest meinen das die Musiker,
    die nicht mehr spielen und singen. Die Schreiberlinge, die keinen vernünftigen
    Satz mehr zustande bringen. Vielleicht wegen der Arbeit, oder doch wegen der
    Schule? Vielleicht war man auf Reisen oder anderweitig beschäftigt.
    Das Hobby lässt man mal ruhen für eine Weile. Da kann man sich keine Zeit für
    mehr nehmen.


    Aber jetzt mal ehrlich. Wir wissen doch genau, dass das nicht der Wahrheit
    entspricht oder etwa nicht? Wie viele Male ist der Musiker einen trinken
    gegangen und hat seine Geige im Schrank verstauben lassen? Wie viele Male hat
    der Autor Computerspiele gespielt, statt seine Meinung in Worte zu fassen?
    Und dann wenn es geschehen ist und der Rost an der Seele nagt, erkennen sie es,
    sie haben versagt. Ihr einziges Etwas, was sie ausmacht haben sie eingetauscht
    gegen die „Freuden“ des Nichtstuns, der Faulheit, des Rostes. Oder sie haben
    sich in die Arbeit, das Lernen gestürzt, ihre Fähigkeiten begraben, um einen
    Platz in der Firma zu haben. Sind jeden Morgen aufgestanden, nur um monoton
    sich am Gleichen zu laben.
    Vielleicht wird es Zeit sich Gedanken zu machen. Was soll man tun in Zukunft.
    Wo ist der eigene Platz in der Gesellschaft. Gehen alle zu Schule um in einem
    Büro zu arbeiten? Lehrer zu werden? Einen normalen Job zu erlernen? Oder sollte
    man sich eher auf die eigenen Fähigkeiten besinnen, statt innerlich zu sterben?


    Ist nicht doch irgendwo Platz für das eigene Hobby? Für das Individuum, für deine
    Persönlichkeit oder ganz einfach für dich, wie du halt bist? Oder ist es das
    Schicksal, dass der Rost dich zerfrisst?




    Schon komisch wenn man in der Favoritenliste stöbert und eine Seite findet, die man so lange nicht besucht hat. Die so viel ausgemacht hat und auf der so viele eigene Kreationen noch vorhanden sind. Da stöbert man in den eigenen Dokumenten nach einem Text, den man ausversehen gelöscht hat... und findet ihn auf einer längst vergessen Seite wieder und ist gezwungen zu grinsen vor der Unvernunft und der Naivität des vergangenen Selbst. Und dann sieht man die selben Namen wieder, die man so lange gekannt hat, tolle Sache so eine Internetseite :D
    Naja dachte mir, wenn ich mich schon in einem für mich eingerosteten Teil des Internets und meines Lebens wiedermelde, dann kann ich ja auch gleich meine eingerosteten Schreibfähigkeiten wiedereinmal reparieren. Oder es zumindest versuchen ;)

    Bei uns hat's auch geschneit und es ist endlich liegen geblieben :thumbup:
    Mal schauen wie viel Scnee da noch kommt, es schneit alle paar Stunden wieder extrem. 50 cm dürften wir auch bald erreicht haben im Dorf unten. Auf den Hügeln um das Dorf herum liegt bestimmt schon so viel wenn nicht mehr...

    Das ist echt scheisse... immer wenn ich jemandem ein Video schicken will kommt sowas...
    hier noch ein paar andere links vlt. klappt ja einer ;)


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    Und weil Rise Against angekündigt hat ans Greenfield 2012 zu kommen ( :w00t: ) hier noch ein paar Songs von ihnen.


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    Das Greenfield ist überigens ein Schweizer Punk/Metal/Rock Festival, dass dieses Jahr wohl besonders episch wird.
    Neben Rise Against sind auch bereits
    -In Extremo
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    -Die Ärzte
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    -Billy Talent (naja...)
    und viele andere bestätigt :thumbup: