Non scholae, sed vitae discimus - das Bildungssystem

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    • Gehört nicht direkt zum Thema Bildung (eher Erziehung) aber passt hier ganz gut rein:

      In Hamburg haben Kinder im Grundschulalter gegen die übermäßige Handynutzung ihrer Eltern demonstriert :thumbup:

      welt.de/vermischtes/article181…l-7-hat-demonstriert.html

      Aus jemandem der in diesem Alter schon von seinem Demonstrationsrecht Gebrauch macht, kann doch eigentlich nur ein hervorragender Bürger werden :respect:
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • John schrieb:

      Voraussetzungen, um als Lehrer an deutschen Schulen zu arbeiten.

      Früher:
      - Fachliche Ausbildung
      - Pädagogische Ausbildung
      - Didaktische Ausbildung
      - Abgeschlossenes Referendariat

      Heute:
      - Vormittags Zeit haben
      Auch heute: Arbeite zwei Jahre an einer Grundschule, wo niemand hinwill und werde danach Lehrer am Gymnasium. schulministerium.nrw.de/docs/S…chtsversorgung/index.html
    • Ist das nicht so:
      Wer Gymnasiallehrer ist, aber keine Stelle bekommt, kann an die Grundschule gehen und bekommt dafür nach einer gewissen Zeit eine Planstelle am Gymnasium garantiert.

      Davon mal abgesehen ist es äußert fragwürdig, Gymnasiallehrer an Grundschulen zu stecken. Völlig andere didaktische Anforderungen.
    • Hallo? Du lebst in Zeiten, wo Leute die niemals Lehramt studiert haben einfach vor die Klassen gestellt werden. Die heißen dann auch „Lehrer“.

      Fragt auch keiner so gerne nach, was dann hinter der geschlossenen Klassenraumtür wirklich so abgeht. Es kann sich halt nicht jeder so gut gegenüber 25 Pubertierenden durchsetzen. Aber der Unterricht ist formal ja erteilt worden. Beim einen klappt’s. Beim anderen nicht.

      Gymnasiallehrer für die Grundschule ist da nicht das größte Problem.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Beides ist Realität und wird sich auch so schnell nicht ändern. Im Gegenteil. Das fängt gerade erst an. Die Pensionierungswelle rollt gerade erst an. Und neue Lehrer bildet man nicht in 1-2 Jahren aus.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Gaius Bonus schrieb:

      Du meinst Quereinsteiger. Beides ist äußerst fragwürdig und Flickschusterei.
      Ach was Fachkräfte sind völlig überbewertet, wer braucht schon 10 Semester Studium, zwei Jahre Referendariat und zwei Staatsexamen nur um Lehrer zu werden.
      Irgend ein Quereinsteiger mit einem zwei wöchigem Schnellkurs kann das genau so. Aus diesem Grund lasse ich mein Auto auch vom Gärtner reparieren, die Elektroinstallationen im Haus macht die Putzfrau und meine nächste Operation der Metzger.

      :ironie:

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Gaius Bonus schrieb:

      Du meinst Quereinsteiger. Beides ist äußerst fragwürdig und Flickschusterei.
      Aber um da eine Lanze für Quereinsteiger zu brechen, die besten Lehrer, gerade auf dem Berufskolleg, waren für mich die Quereinsteiger mit echter Berufserfahrung und (größtenteils) nicht die Lehramt studierten. Die kannten sich nicht nur prima mit der Materie aus, sondern haben auch wesentlich näher an der Praxis unterrichtet und konnten echte Erfahrungen mit einbringen. War alles irgendwie spannender und ich hatte auch den Eindruck, dass nicht nur die Schüler, sondern auch die anderen Lehrkräfte die sich darauf eingelassen habend davon profitiert haben.

      Das langweiligste Gegenbeispiel war unser Deutschlehrer, vom Charakter her eine nette Person, aber Ende 50 und nie etwas anderes gemacht und wenn man sowohl mit unserer vorherigen Klasse, als auch später mit unseren Nachfolgern gesprochen hat, dann waren nicht nur die Arbeiten fast exakt gleich, sondern der GESAMTE Wortlaut des Unterrichts von Jahr zu Jahr 1:1 übernommen. Insgesamt bestand der Unterricht meist aus langen Monologen seinerseits.

      Soll jetzt keine "echten" Lehrer diffamieren, mir ist auch durchaus klar, dass ein eher Praxis-orientiertes Berufskolleg mit jungen Erwachsenen, die man auf Augenhöhe ansprechen kann, wesentlich mehr von Quereinsteigern profitiert als die XYZ Grundschule. Trotzdem sind Quereinsteiger nicht immer was schlechtes ;)