Non scholae, sed vitae discimus - das Bildungssystem

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    • Non scholae, sed vitae discimus - das Bildungssystem

      Das war Kern meiner Aussage, dass es wahrscheinlich am amerikanischen Schulsystem liegt. :Huh:

      Aber unser (deutsches sowie österreichisches) Schulsystem geht leider auch in die Richtung "Mach das und frag nicht nach!" Es werden unsinnige Dinge gelernt, die nur ein paar Spezialisten brauchen, während das wichtige (Lesen, Schreiben, Rechnen, Verständnis von Medien, Nutzung von Medien etc) auf der Strecke bleibt. Aber Hauptsache man weiß wo Poughkeepsie liegt und kann Polynom dividieren, etwas unsinnigeres hab ich noch nie in meinem Leben erlebt. :rolleyes:

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Aber unser (deutsches sowie österreichisches) Schulsystem geht leider auch in die Richtung "Mach das und frag nicht nach!" Es werden unsinnige Dinge gelernt, die nur ein paar Spezialisten brauchen, während das wichtige (Lesen, Schreiben, Rechnen, Verständnis von Medien, Nutzung von Medien etc) auf der Strecke bleibt. Aber Hauptsache man weiß wo Poughkeepsie liegt und kann Polynom dividieren, etwas unsinnigeres hab ich noch nie in meinem Leben erlebt. :rolleyes:


      Nutzung von Medien kan man in der Schule nicht lernen, dafür gibts die neuen Medien einfach noch nicht lange genug. Der ganze andere kram den man nicht zum leben braucht, braucht man später für die Uni, außer man studiert irgnedwas mit Medien, dann nicht ;-)

      Folgende Dinge habe ich in der Schule gelernt die ich täglich brauche, und auch im Job helfen: Lesen, schreiben, Plus Minus mal geteilt, Englisch und Microsoft Excel. Das ist alles.
      "There is no need to die on the road. You can always do homeoffice."
      - Proverb in Bangladesh
    • Excel? :D
      Würde ich jetzt nicht gerade zu den Dingen zählen, die einem im Leben weiterbringen.
      Es gibt durchaus die eine oder andere Schule, die testweise Fächer wie "Umweltschutz", "Umgang mit dem Internet" oder "Kommunikation und Konfliktbewältigung" lehren, inwieweit dies dann eigenständige Fächer sein müssen und sich nicht mit einem anderen Fach kombinieren ließen ( Deutsch, Sozialkunde ) steht wohl noch aus.
      Und Bonny hat auch dahingehend recht, daß man an deutschen oder österreichischen Gymnasien natürlich versucht, das erworbene Wissen so breit wie möglich zu vermitteln. Schließlich soll der Schüler später alle Möglichkeiten offen haben auf der Universität.
      Wer noch nie von Polynomen gehört hat, tut sich höchstwahrscheinlich sehr schwer bei einem Mathe- oder Ingenieurstudium. Ohne Latein oder Griechisch ist ein Medizinstudium nur ( noch mehr ) Auswendiglernerei.
      Was erzählst Du Schülern, die dieses oder jenes studieren möchten, aber nie die Grundausbildung genießen durften?
      Und mal ehrlich: mit den Grundrechenarten und Lesen und Schreiben sollte man eigentlich nach der 4. Klasse durch sein. :cool:

      Man kann es sicherlich übertreiben, wenn man sich südkoreanische oder chinesische Bootcamps ansieht, das hat kaum noch etwas mit Schule zu tun, das ist soldatischer Drill. Hier gehört man mit ner 2 schon zu den Losern. Insofern sei mal froh, daß Du in Österreich wohnst.
      Und ja, auch ich fand es mit 18 öde und stupide. Hing auch lieber mit Mädels am Baggersee rum als im Latein LK. Wenn man aber selber Kinder hat, sieht man das schon etwas anders.


    • Ich muss Lion (ausnahmsweise mal :P) zustimmen. Es ist wirklich verdammt viel unnötiges dabei, was man in der Schule lernt. Und noch viel unnötiger ist es, WIE die Sachen gelehrt werden.
      Meiner Meinung nach und auch der Meinung meines Mathelehrers muss es nicht sein, dass versucht in jeden Mathe einzuprügeln. Klar, es sollte jeder schon mal ein paar Sachen gesehen haben, aber ich fänd es viel wichtiger, dass die Schüler schon ab der 7. Klasse PW(politische Weltkunde) haben, als die Steigung von irgendwelchen Graphen zu berechnen. Mindestens die Hälfte der Klasse versteht es eh nicht und kann es selbst in der 13. Klasse noch nicht. So jemand wird dann eh kein Ingenieur.
      Das gleiche mit Geschichte. Nicht, dass ich Geschichte für unwichtig halte, aber es kann sich jemand, den es nicht interessiert, eh nicht daran erinnern, was die Marius Reform war usw. Geschichte sollte es zwar weiterhin geben, aber es sollte immer nur das wichtigste kurz und knackig gesagt werden und nicht 5 mal die Zeit zwischen 33 und 39(der zweite Weltkrieg an sich kam bei mir noch nie im Leben vor. Würde man nach dem Geschichtsunterricht gehen, ist zwischen 39 und 45 nie etwas wichtiges geschehen... :blink: ) und dann ein paar Themen(die sind irgendwie willkürlich ausgesucht worden) extrem detailliert behandelt werden.
      Nach unserem Geschichtsunterricht müsste jemand uninteressiertes zwar wissen, wann und was die Mariusreform war, aber könnte das gar nicht einordnen, weil Rom nur in der Grundschule kurz und dann in der 12. Klasse nur ein Jahrzehnt der Geschichte Roms und noch deren Staatsaufbau durchgenommen wurde.
      Wer sich nicht näher damit befasst hat, kann damit nichts anfangen.

      Das ich Fontane gelesen habe(bzw. es eben nicht getan habe! :P :D), wird mich jetzt auch nicht weiterbringen. Der hat grausig und extrem langweilig geschrieben.
      Da finde ich es wichtiger, dass man wirklich ausführlich lernt mit Medien(auch den alten) umzugehen und zu googeln usw. Man muss eben nicht alles wissen, sondern wissen, wo es steht. Wir hatten zwar Mal Projekttage zu dem Thema Google, aber drei Tage reichen da nicht aus.
      Auch den Umgang mit einer Zeitung sollte einem beigebracht werden und eh mehr Allgemeinbildung im Bereich der Politik. Das wird vielen leider ja eben nicht von den Eltern beigebracht.
    • Nach Beendigung der Schule sollte man eine Qualifikation haben, die einen für weitere Aufgaben befähigt. Das kann jetzt eine klassische Handwerkslehre ( Hauptschule ) sein, eine Ausbildung zum Bankkaufmann ( Realschule ) oder aber ein Biologiestudium ( Gymnasium ).
      Daß der Lehrplan nicht alles abdecken kann, sollte eigentlich klar sein. Und daß hierbei Geschichte oder Politik eher zu den "unwichtigen Fächern" gehören ( haben ja wohl wirklich nix mit Dachdeckerei oder einer Bankerlehre zu tun ), würde ich das mal als Allgemeinbildung werten. Dies sind Dinge, die man nicht großartig erklären muß, das ist pure Lernerei.
      Ein Dachdecker sollte aber den Satz des Pythagoras beherrschen, ebenso ein Bankkaufmann Prozentrechnen und Statistik. Biologen oder Chemiker wiederrum sollten sich in Kurvendiskussionen und Stochastik auskennen, sonst wird das später nix. Universitäten haben bei ihrer Ausbildung nun mal nix davon, wenn die Erstsemester sich bombig im 7-jährigen Krieg auskennen, aber sonst keinen Schimmer von den Erwartungen an sie haben.

      Auch den Umgang mit einer Zeitung sollte einem beigebracht werden
      Was soll man denn da "beibringen"? Außer einer sinnvollen Selektion zwischen den "guten" und "schlechten" Zeitungen ist das doch pure Informationsbeschaffung.


    • ich finde das immer so amüsant.
      Eigentlich fast jeder beschwert sich darüber was für unnützes Zeug in der Schule gelehrt wird und das man das nciht braucht.


      Nun...warum geht ihr dann nicht alle auf die Hauptschule?
      Da wird das meiste von dem unnützen Zeig nicht gelehrt.
      Da ist es praxisbezogen.
      Aber ne, da will keiner hin...

      Das Gymnasium ist nunmal da um ein breites Wissenspektrum zu vermitteln, auch ohne Praxisbezug, um einen gemeinsamen Bildungshintergrund fürs "Bildungsbürgertum" zu schaffen der ein grundlegendes Verständnis schaffen soll. Direkte Anwendbarkeit auf das spätere Leben steht hier nicht im Vordergrund.

      Nach meiner Meinung ist es allerdings falsch, bei Wissen nur nach dem "Jobnutzen" zu fragen.
      Sollte Wissen und Bildung nicht viel mehr sein, als rein ökoomisch danach bewertet zu werden???


      Und Umgang mit den neuen Medien lernen?
      Jetzt mal im Ernst. Das bringt nahezu jeder sich selbst bei, da braucht man echt nicht die Schule für.
      Ich kann mich noch mit Graus an meinen Informatikkurs erinnern...so jetzt lernen wir Textverarbeitung...oh man, ich kam mir verarscht vor.
      Oder heute: Wie bediene ich einen Browser....äh ja.... warum dann nicht gleich... wie esse ich mit Messer und Gabel? Sowas wird ja schließlich auch nicht beigebracht ;-).
      In so einem Kurs wüssten die meisten Schüler wahrscheinlich besser bescheit als die meisten Lehrer...
      Deutschland – mein Herz in Flammen
      Will dich lieben und verdammen
    • Non vitae, sed scholae discimus.

      Eigentlich heißt es: "Non vitae, sed scholae discimus." ;)

      Non vitae, sed scholae discimus („Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“) ist ein Seneca-Zitat (epistulae morales ad Lucilium 106, 12), in dem er seine Kritik an den römischen Philosophenschulen seiner Zeit äußert.

      Die bekanntere verdrehte Version, Non scholae, sed vitae discimus („Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“), wird verwendet, um aus berufenem Munde zu belegen, dass das, was man in der Schule lernt, wichtig fürs Leben sei. Letztlich stellt das Zitat sogar eine Forderung an die Schule dar: Nicht für die Schule, sondern für das Leben soll gelernt werden.

      Semantisch ähneln sich beide Aussagen: Während die bekanntere, neue Version als Aufforderung zu verstehen ist (und somit eher als „Non scholae, sed vitae discamus“ wiedergegeben werden sollte) ist die ursprüngliche Version Senecas die Beschreibung eines negativen Zustands, also Kritik an der Philosophenschule. Beide Zitate erheben den Anspruch, dass für das Leben gelernt werden soll, nicht für die Schule. Kurz stichwortartig zusammengefasst:

      Non scholae, sed vitae discimus: Nicht für die Schule, sondern fürs Leben sollen wir lernen. (Aufforderung)
      Non vitae, sed scholae discimus: Leider lernen wir nicht fürs Leben, sondern für die Schule. (Zustand)

      Zusammenhang bei Seneca:

      „Kinderspiele sind es, die wir da spielen. An überflüssigen Problemen stumpft sich die Schärfe und Feinheit des Denkens ab; derlei Erörterungen helfen uns ja nicht, richtig zu leben, sondern allenfalls, gelehrt zu reden. Lebensweisheit liegt offener zu Tage als Schulweisheit; ja sagen wir’s doch gerade heraus: Es wäre besser, wir könnten unserer gelehrten Schulbildung einen gesunden Menschenverstand abgewinnen. Aber wir verschwenden ja, wie alle unsere übrigen Güter an überflüssigen Luxus, so unser höchstes Gut, die Philosophie, an überflüssige Fragen. Wie an der unmäßigen Sucht nach allem anderen, so leiden wir an einer unmäßigen Sucht auch nach Gelehrsamkeit: Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.“[1]

      Quelle u.a.: Wikipedia

      P.S. Ich weiß nicht warum ihr Euch so beschwert. Dafür gibt es doch Leistungskurse und Grundkurse. Ich habe z.B. nach der 10 Mathe abgewählt. Dafür musste ich in der Mittelstufe etwas mehr Naturwissenschaften machen als üblich. Konnte mich dann aber in der Oberstufe mit Schwerpunkt auf meine Leistungsstarken Fächer konzentrieren. Latein ist etwas, was ich als Grundvorraussetzung für mein Studium brauchte. Aber auch das hätte ich an der Uni nachmachen können. Deutsch... tja, in meinem ersten Uni Einführungsseminar für Germanisten haben die uns wirklich gefragt und erklärt: "Was ist Subjekt, Prädikat und Objekt"? Ich meine da frage ich mich dann, wozu gehen wir überhaupt noch in die Schule... man kann sich ja angeblich alles selber aneignen, wenn man es braucht.

      Vielleicht gehen wir aber auch deshalb in die Schule:

      Ernsthaftes Frage eines Schülers der siebten Klasse während eines meiner Praktika: "Steinzeit und Neandertaler ect. das ist ja alles interessant. Aber was ist denn mit Adam und Eva? Das waren doch die ersten Menschen?" Dieser Schüler nahm die Bibel als realistische Beschreibung der Welt und hat im Geschichtsunterricht zum ersten Mal was von der Evolution gehört.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Oller Klugscheißer :thefinger:
      Wir argumentieren doch hier eh alle aus unterschiedlichen Perspektiven, da wir alle aus unterschielichen Bundesländern mit unterschiedlichen Bildungssystem kommen. Ich konnte nicht wie John mathe abwählen in der 10. und musste den Grundkurs machen und auch die Abiturklausur schreiben ;)
      Das ist doch schonmal das erste Problem: Das förderale Bildungssystem.
      Wie kann es sein, dass ein Schüler aus Bayern ein Jahr weiter ist als ener aus Bremen, obwohl beide in der gleichen Klassenstufe sind? Wie kann es sein, dass ein Bremer 1,0 Abitur in bayern per Tabelle auf 2, iregendwas runtergeschraubt wird und die betrefffende Person aufeinmal den Job nicht erhält, weil ein bayerischer Abiturient mit 2,0 besser ist?
      Wer brauchen ein bundesweites einheitliches Schulsystem.

      Zu den Germanistikstudenten. Wir wissen doch alle, dass das fast alle Lehrämtler sind und die meisten von ihnen, nun nicht gerade die Elite ist :D
      Fang mal ein Mathestudium an (ein richtiges, kein Lehramt). Das erste was sie dir einhämmern ist, vergiss alles über Mathe was du in der Schule gelernt hast. 1+1 ist nicht gleich 2, solange du es nicht beweisen kannst. Da wird knallhart ausgesiebt.
    • Mogges schrieb:

      Was soll man denn da "beibringen"? Außer einer sinnvollen Selektion zwischen den "guten" und "schlechten" Zeitungen ist das doch pure Informationsbeschaffung.
      In Deutsch behandeln wir das Thema Zeitungen. 2 Wochen lang kamen wir durch eine Kooperation mit der Stuttgarter Zeitung jeden Tag eine Zeitung.

      Twilight schrieb:

      Wer brauchen ein bundesweites einheitliches Schulsystem.
      Oh ja, wir haben letztes Jahr jemand aus NRW bekommen. Dort war er ein ganz normal (so um die 3 rum). Nun in Baden Württemberg kämpft er mit Müh und Not um seine Versetzung. Das ist schon ein bisschen extrem. Und seine Noten haben sich, seit er angekommen ist, minimal verbessert. Von einer 6 auf eine 5-6 oder manchmal auf eine 4.
    • Das Gymnasium ist nunmal da um ein breites Wissenspektrum zu vermitteln, auch ohne Praxisbezug, um einen gemeinsamen Bildungshintergrund fürs "Bildungsbürgertum" zu schaffen der ein grundlegendes Verständnis schaffen soll. Direkte Anwendbarkeit auf das spätere Leben steht hier nicht im Vordergrund.

      So ist es wohl wirklich, allerdings scheinen sich die Vertreter des Bildungssystems nie wirklich mit dieser Tatsache zu konfrontieren.
      Ich nehm nur mal ein sehr bezeichnendes Beispiel heraus: Es ist -denke ich- so eine altbekannte Masche einiger Physiklehrer nach allen möglichen Versuchen, die in der Shcule gemacht werden, einen so furchtbar knackigen Satz rauszuhauen wie"Jaaa und wenn ihr das nächste Mal ein zur Hälfte gefülltes Bierfass von 200 l bei 14 % Steigung einen Hügel hochrollt und ihr gerade euren Newtonmesser dabei habt und der Straßenbelag einen Reibungsfaktor von...:wacko:"

      Abgesehen davon, dass mein Physik der Oberstufe konsequent abgewählt wurde und solche Szenarien (wenn auch in Hinsicht auf das BIer wünschenswert aber dennoch insgesamt) trivial und belanglos sind (kein Physiker wird sich mit solchen DIngen beschäftigen), kommt das Prinzip Schulbildung ja nicht von UNgefähr.
      Die Gesellschaft sollte nicht aus abgestumpften, vollkomme themenfokussierten Menschen bestehen. Ich denke man sollte wenigstens ein Gespür für Wissen und Erkenntnis in allen Bereichen haben; das ist so gesehen eine Frage des (Wissens-)Horizonts und ich behaupte, soetwas mache in einem gewissen Grad auch einen mündigen Menschen aus. So ein (etwas romantisiertes ^^) Ideal sag ich mal wird bisweilen nur von nicht völlig effizienten Schuulsystemen verworren.

      Insgesamt ändert das im Übrigen aber nichts daran, dass ich später (hoffentlich) nie irgendetwas mit Polynomdivisionen (was bei uns übrigens -soweit ich weiß- schon noch Teil des Abis im G9 ist - kann mir auch nicht vorstellen, dass man soetwas rausnimmt, naja...) und Schnittpunkten exponentieller Graphen etc. etc.machen oder gar brauchen werde. :jaeger:
    • Knutr inn Riki schrieb:

      Ich nehm nur mal ein sehr bezeichnendes Beispiel heraus: Es ist -denke ich- so eine altbekannte Masche einiger Physiklehrer nach allen möglichen Versuchen, die in der Shcule gemacht werden, einen so furchtbar knackigen Satz rauszuhauen wie"Jaaa und wenn ihr das nächste Mal ein zur Hälfte gefülltes Bierfass von 200 l bei 14 % Steigung einen Hügel hochrollt und ihr gerade euren Newtonmesser dabei habt und der Straßenbelag einen Reibungsfaktor von..
      Das schaffen aber auch Mathedozenten beim Pflichtschein für Biologen:
      "Eine Insel hat 1.000 qm, auf ihr Leben x Kaninchen mit einr Geburtenrate von 1,2 und einer Sterberate von 1,05. 15% davon sind homosexuell oder steril und 100 qm wird für Futteranbau verwendet. Davon frißt ein ............."
      Wie lange dauert es bis die Insel entvölkert ist. Bitte ziehen Sie auch das Agressionsverhalten in Betracht, nämlich......."

      Mathelehrer sind da sehr innovativ und versuchen immer wieder Beispiele aus dem richtigen Leben zu verwenden ( macht´s aber auch nicht einfacher deswegen ).


    • Gleich vorran: Der Titel ist wirklich falsch, das sagen nur Lehrer so. ^^

      Mogges schrieb:

      Das kann jetzt eine klassische Handwerkslehre ( Hauptschule ) sein, eine Ausbildung zum Bankkaufmann ( Realschule ) oder aber ein Biologiestudium ( Gymnasium ).


      In Deutschland, Österreich hat das schon besser gelöst, du kannst auch auf einen Hauptschule gehen, dann eine Lehre als Bankkaufmann machen. Und du kannst auch eine Lehre machen, gleichzeitig die Matura und dann Biologie studieren, ohne Gymnasium.

      Mogges schrieb:

      Und daß hierbei Geschichte oder Politik eher zu den "unwichtigen Fächern" gehören


      Geschichte auf jeden Fall, ausgenommen die Jahre zwischen 39-45, die man allerdings im meiner Meinung nach wichtigen Fach Politik unterbringen könnte. Warum jemanden mit Geschichte quälen, den es absolut nicht interessiert und der Elektriker werden will? Politik braucht jeder, aber Geschichte sicher nicht.

      Mogges schrieb:

      ist das doch pure Informationsbeschaffung.


      Was heute viele nicht mehr können...

      Twiggels schrieb:

      Nun...warum geht ihr dann nicht alle auf die Hauptschule?
      Da wird das meiste von dem unnützen Zeig nicht gelehrt.
      Da ist es praxisbezogen.
      Aber ne, da will keiner hin...


      Wirklich so schlecht in Deutschland? :Huh:

      Knutr inn Riki schrieb:

      was bei uns übrigens -soweit ich weiß- schon noch Teil des Abis im G9 ist - kann mir auch nicht vorstellen, dass man soetwas rausnimmt, naja...


      Wir haben da einen Schüler, der geht den ganz normalen Weg, geht aufs Gymnasium, und dem wird das Zeugnis nur wegen Mathematik verhaut, weil er es nicht versteht und auch nicht verstehen will, weil es ihn nicht interessiert. Der will nämlich Geschichte studieren. Tja, ist jetzt doof, wenn der wegen dem Zegunis nirgends reinkommt, nur weil es ihn nicht interessiert, und er auch Recht hat, da es ihn nicht interssieren muss. Wir haben dann noch einen anderen Schüler, der hasst Geschichte. Liebt dafür Mathematik und will Mathematik und Physik studieren. Wieder das Problem mit dem unsinnigen Fach Geschichte, dass er niemals brauchen wird.

      Lösungsvorschlag:

      Volksschule: Lesen, Schreiben und Rechnen (Multiplizieren, Dividieren, Subtrahieren und Addieren), Sachkunde, Wie funktioniert was (Wo kriege ich einen Personalausweis, Reisepass, Was macht die Polizei, Rettung, Feuerwehr etc. pp. kindgerecht aufbereitet)

      Allgemeine Mittelschule: Lesen und Schreiben sollt jetzt hoffentlich jeder können, Mathematik gibts noch Zinsen/Prozentrechnen, Politikkunde, wo auch ein ganz kleiner Teil Wirtschaftskunde dabei ist (wirklich ganz klein), Computerkunde (nicht viel, was jeder könnten sollte (Word/Internet, Starten etc, was man normalerweiße eh schon kann), Medien (Überblick über Informationsbeschaffungen, Wo hole ich mir gute Informationen, nicht auf ein Medium beschränkcen etc) und dann mehr Wahlfächer. Da kann sich dann jeder seinen Stundeplan zusammensetzen, was er später mal werden will. In Grundzügen wird das jeder eigentlich wissen (sollte er zumindest, IMHO). Wer später Jus studieren will, nimmt sich einen vertieften Politikkurs, eventuell könnte man auch noch eine kleine Einführung in Gesetzgebung eines Staates einbringen, Latein. Wer Mathematik studieren will, nimmt sich Physik, Mathematik, Chemie. Wer Koch werden will, nimmt sich Wirtschaftslehre, Haushalt, Kleine Einführung in die Kocherei. Das ganze könnte man abschlißend noch mit Praktikumswochen zusammenbringen, der Koch geht in ein Gasthaus, der Bankkaufmann in eine Bank, der zukünftige Rechtsanwalt schaut sich mal ne Uni und ein Rechtsanwaltsbüro oder eine Behörde an.

      An der Universität kann man dann, wenn man wirklich etwas was man dringend braucht und nicht im normalen Unterricht oder im Selbststudium lernen kann, in kleinen Kursen nachlernen (gibts eh schon, Kleines Latinum zum Nachlernen bis zum Ende des ersten Semesters)

      An der Berufsschule wird dann wirklich nur mehr für den gewählten Beruf ausgebildet, ohne unsinnige Fächer, die ich nicht mehr haben will.

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Ist in Deutschland auch möglich, hab mich da vielleicht ein wenig minimalistisch ausgedrückt.
      Man kann auch hier mit einen Hauptschulabschluß auf die Berufsoberschule und das Abitur nachmachen. Ebenso kann man einen Handwerksmeister machen und "artverwandt" auf die Universität.
      Also als KFZ-Meister jetzt nicht unbedingt Gehirnchirurg werden, aber Verfahrentechniker beispielsweise.

      Ich glaube, vieles ist mittlerweile auch europaweit umgesetzt und angeglichen.


    • Da mich das Thema interessiert, mal kurz offtopic: Inwiefern kann man "nachmachen"? Muss die Lehre zuerst abgeschlossen sein oder geht das wie in Österreich (Gleichzeitig zur Lehre, entweder am Abend oder wenn der Lehrbetrieb so nett ist, unter der Woche z.b. am Freitagvormittag)

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Das war die erste Seite, die ich dazu gefunden habe. Und der Arbeitsaufwand ist viel geringer, da man Lehrer hat und sich nicht alles selbst beibringen muss. Außerdem hat man bis zu fünf Jahre Zeit bis zu den Prüfungen, je nachdem, wie lange man braucht. Womit wir aber schon beim Thema wären: Unsinniges Lernen. Z.B. wird dort hauptsächlich Wirtschaftsenglisch beigebracht, was 90 % die das machen aber nicht brauchen. :rolleyes:

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Meiner Meinung nach ist es sowieso das große Problem das jedes Bundesland einen völlig anderen Lehrplan etc. hat. Ein Freund von mir aus Bayer wollte vor zwei Jahren zum Beispiel zu seinem Vater hier nach Sachsen ziehen und das selbe Gymnasium wie ich besuchen. Allerdings war das so gut wie unmöglich, weil er in Physik 1 Jahr hinterher war. :blink:

      Genauso sehe ich auch die Möglichkeit Fächer abzuwählen viel zu unterschiedlich angewandt. Wir dürfen zum Beispiel nur noch zwischen Musik/Kunst wählen oder Geo und G/R/W abwählen und sie durch Wahlgrundkurse ersetzen. Meiner Meinung nach ist die benötigte Ausbildung in Mathe zum Beispiel mit der 10. Klasse abgeschlossen. Aber nein ich muss jetzt Mathe weitermachen auch wenn es nur im Grundkurs ist. Aber wenn man die Sachen dann nicht mehr komplett versteht (wie ich zum Teil) ziehen einem solche Fächer, die man eigentlich abwählen können sollte, die Abiturnote unnötig runter, ähnlich wie solche Dinge wie Ethik/Musik oder Sport.

      Natürlich ist es wichtig eine gewisse Allgemeinbildung zu erlangen, vor allem hat diesen Zweck der Besuch des Gymnasiums aber warum kann das nicht nach der 10. Klasse spezialisiert werden wie man es will. Aber selbst da gibt es wieder unglaubliche Probleme. Nehmen wir mal den Leistungskurs Geschichte. Ich habe ihn gewählt, weil ich mich sehr für Geschichte interessiere und eventuell auch in die Richtung studieren will. Aber was lerne ich dort..... 4 Wochen kurz die erste Demokratie in Griechenland angesprochen und schon springt man ins 19./20. Jahrhundert und kaut die Weltkriege etc. wieder mal durch. Sowas ist meiner Meinung nach kein ordentlicher Lehrplan, weil die ganzen Dinge die dazwischen passiert sind haben auch eine enorme Bedeutung für diverse Entwicklungen. ;)

      Puh jetzt hab ich mich mal ausgelassen. :D
      "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren." (Leo Tolstoi)

      :conan: