Politik der USA

  • Das kann man so und so sehen. Meinen kann man ja viel. Die Richter beriefen sich auf ihr Verständnis der Auslegung der Verfassung. - Es befreit die Schwarzen nun ja auch von dem Verdacht, nur deshalb an der Uni zu sein, weil Quotenregelungen sie bevorzugten.


  • Also du zitierst einen Anhänger von Donald Trump der irgendwas von Linken faselt? Wahrscheinlich die selben Linken die sich Corona ausgedacht haben und was das Trumplager sonst noch für Schwachsinn fabriziert.


    Hast du auch irgendeine seriöse Einordnung parat die das Urteil gutheißt?

  • Die Hautfarbe ist ein willkürliches biologisches/optisches Kritierium, das in einer aufgeklärten Gesellschaft völlig irrelevant sein sollte.

    Nun sind die USA aber alles andere als aufgeklärt und womöglich war das der Grund dafür, daß es dieses Gesetz überhaupt gab.

    Nannte sich früher mal Schutz von Minderheiten.

    Und mit "Optik" hat das schon mal gar nichts zu tun; ist ja jetzt nicht so, als wären Afroamerikaner einfach zu lange in der Sonne gelegen......

    Meine Güte, was für ein Mist.

  • Und über welches Sinnesorgan nimmst du die Hautfarbe anderer Menschen war?


    Bei Diskriminierung aufgrund rassistischer Kritierien dürfte die Fremdattribution deutlich entscheidender sein, als das eigene Zugehörigkeitsgefühl.


    Und das die affirmative Action gegen den Grundsatz alle Menschen gleich zu behandeln verstößt, sollte offensichtlich sein? Das derartiges früher als Gegenreaktion nach Ende der Rassentrennung sinnvoll war, mag sein. Aber, dass das weiße Arbeiterkind aus dem Rust-Belt jetzt deutlich bessere Noten braucht, als das schwarze Akademikerkind aus New York? Das hat sich doch definitiv überholt. Natürlich gibt es weiterhin ein Rassismusproblem, aber das Werkzeug passt nicht mehr in die Zeit.

  • Nur gibt´s ne ganze Menge mehr farbige Arbeiterkinder als Akademikerkinder; die Ausnahmen bestätigen eigentlich gar nichts, netter Versuch.

    Gesellschaftliche Benachteiligung ist seit jeher ein ganz großes Problem in den USA und hier hat es schon immer Afroamerikaner getroffen, egal in welchen Bereichen. Polizeigewalt, Berufschancen, offener Rassismus.

    Ob das Werkzeig in die Zeit paßt......, keine Ahnung.

    Was paßt denn Deiner Meinung nach in die Zeit?

  • In absoluten Zahlen. Relativ haben Afroamerikaner ein etwas höheres Armutsrisiko (Wobei das primär für angestammte Bevölkerung gilt. Einwanderer aus Afrika sind im Schnitt erfolgreicher). Was aber nicht heißt, dass die alle im Gehtto leben. Genau deswegen halte ich den pauschalen Ansatz Menschen nach Ethnie zu sortieren für falsch.

  • die Unis in Amerika sollen also nicht mehr nach Hautfarbe unterschieden bei den Studenten machen, alleine der Satz ist doch genau das warum es in den Staaten seit Jahren ging.

    Das reiche bevorzugt werden, steht auch nirgends.

    Für mich ist das einfach nur eine faire Sache. Wer einen entsprechenden Notenschnitt hat, der geht auf eine der Unis, passt doch.


    In den Frühstücksnachrichten, verschiedene Sender, sah man Lateinamerikaner und Asiaten die sich darüber freuten.

  • Was paßt denn Deiner Meinung nach in die Zeit?

    Man kann ja zusätzliche Förderprogramme für schwarze Schüler ins Leben rufen usw., um ihnen zu helfen an die Prüfungsbedingungen herangeführt zu werden. Dagegen hat ja niemand etwas.


    Aber die erforderlichen Leistungen, um an eine Uni oder Spitzenuni zu kommen für Schwarze aufgrund ihrer Hautfarbe per se niedriger anzusetzen als für alle anderen ist schlichtweg ungerecht und schadet meiner Ansicht nach sogar den Schwarzen.

    Erstens setzt es sie dem Verdacht aus, gar nicht aufgrund ihrer Leistung dort zu sein sondern aufgrund einer Quote und zweitens mindert es auch deren Ehrgeiz, weil sie ja wissen, dass sie weniger leisten müssen, als alle anderen.


    Der einzige gerechte und auch einfachste Weg ist es, für alle die selben Prüfungsmaßstäbe gelten zu lassen. Ohne Wenn und Aber.


    Universitäten sollen nach erbrachten Leistungsergebnissen bewerten und dabei die Besten der Besten in ihren Fachbereichen heranbilden und herausfiltern.

    Es ist gar nicht die Aufgabe von Universitäten, gesellschaftliche Wiedergutmachung anhand von rassischen Kriterien umzusetzen und Minderheitenpolitik zu betreiben. Ihre Aufgabe ist Forschung und Entwicklung und die Herausbildung von Fachexpertise und Spitzenpersonal nach bestmöglicher Qualifikation. Welche Hautfarbe die Studenten haben, ist doch völlig irrelevant.

  • Also ich bin auch sehr skeptisch, was diese Art von Diskriminierung betrifft. Meistens ist es doch so, dass wenn so etwas einmal in der Welt ist, mag es auch vor vielen Jahrzehnten sinnvoll gewesen zu sein, es nicht mehr überprüft wird. Teilweise kommen da die tollsten Früchte zu tragen.


    Ich habe ähnliches mal im öffentlichen Dienst erlebt. Die reiche Millionärsgattin mittleren Alters, die nur in Teilzeit arbeitet, weil sie das Geld schließlich nicht braucht, bewirbt sich auf einen Führungsposten. Gleichzeitig kommt ein junger Familienvater daher. Naja, ich denke jeder hier weiß, wer von den beiden den Posten dann aufgrund des Geschlechts bekommen hat.


    Und das wohlgemerkt in einer Abteilung, bei der wir in der Führungsetage einen Frauenanteil von genau 100% haben. Das Land rechnet dann die Stellenverteilung auf Landesebene.


    Also wenn es sowas gibt, muss doch mindestens alle 5 Jahre eine strenge Überprüfung auf Fortdauer solcher Maßnahmen statt finden. Und daran sollten natürlich auch Gerichte beteiligt werden.


    Bafög ist allerdings ein Thema für sich. Studenten werden doch generell überall verarscht, wo es nur geht. Ich hatte damals wirklich kein Geld und wollte mir dann so eine Zuzahlungsbefreiung von der Krankenkasse holen. Habe alle meine finanziellen Daten offen gelegt und bewiesen, dass ich arm wie eine Kirchenmaus war. Da wurde bei mir von der Krankenkasse ein "fiktives Mindesteinkommen" festgelegt und schon war ich wieder zu reich für die Befreiung, also fiktiv reich zumindest.

  • In den USA wurden nun zwei sogenannte "mugshots" von Guiliani und Trump angefertigt, im Zusammenhang mit ihrer Anklage im Bundesstaat Georgia.



    Gleichzeitig läuft Trumps Kampagne wohl hervorragend. Die Debatte der Republikaner wurde durch Trump völlig überschattet. Der führt derzeit mit über 50% die Umfragen an.

    Statt bei der Debatte auf dem Fernsehsender Fox News mitzumachen, hatte sich Trump lieber von einem ehemaligen Moderator des Senders, Tucker Carlson, interviewen lassen. Das voraufgezeichnete Gespräch wurde genau fünf Minuten vor dem Beginn der TV-Debatte auf X, früher bekannt als Twitter, veröffentlicht. Bei der Diskussion mitzumachen, habe er wegen der hohen Umfragewerte nicht nötig, sagte Trump. "Sollte ich da ein, zwei Stunden rumsitzen und mich von Leuten belästigen lassen, die gar nicht antreten sollten?"


    Ich finde die genauen Zahlen dazu nicht mehr, aber Trumps zeitgleiches Interview bei Tucker Carlson soll mit sehr großem Abstand die meisten Zuschauerzahlen im Vergleich zur TV-Debatte aller anderen Kandidaten gehabt haben. Und auch in deren Debatte dominierte Trump bspw. inhaltlich über das Publikum. Stellte sich ein Kandidat offensiv gegen Trump, wurde er durch das Publikum in der Regel hörbar ausgebuht.


    Sollte Trump gewählt und verurteilt werden, stehen die USA vor einer krassen Verfassungskrise.


    Europa sollte sich aus meiner Sicht dringend darauf vorbereiten und Pläne entwickeln, wie es in Sachen Russland usw. weitergehen kann, wenn aufgrund einer erneuten Wahl Trumps die USA als Verbündeter quasi ausfallen würden.

  • Trump gewinnt die Nominierung, daran besteht wohl kein Zweifel. Die Alternative macht eigentlich keinen Unterschied wenn man der Debatte gefolgt ist, es wird einem vergeben wenn man gedacht hat, dass da mehrere Trumps auf der Bühne standen, vielleicht vom Christie abgesehen.


    Trump könnte jemanden auf offener Straße erschießen und sein Kult würde eine Entschuldigung für ihn finden und ihn weiter anbeten. Mittlerweile denke ich mir aber, dass gemäßigte Republikaner (soll es wirklich geben) genügend Bedenken haben und ihn nicht unterstützen.


    Wie dem auch sei, ich halte es für wahrscheinlich, dass Trump die Wahl nicht gewinnen wird. 40-45% der Stimmen vielleicht. Es schüttelt mich wenn ich mir ausmale was passieren wird wenn ein Republikaner, irgend einer, diese Wahl gewinnt.

  • Das halte ich ebenso für mehr als unwahrscheinlich. Mit fällt kein Grund ein, warum ein Wechselwähler ( und genau um die geht es ja ) einen Trump mit 4 Anklagen an der Hacke, davon einen für Hochverrat, möglichen Landesverrat und Wahlbetrugs wählen sollte und es beim letzten mal nicht getan hat.

    Selbst die Fanbase unter seinen eigenen Kultanhängern geht ja stetig zurück und nicht vergessen: unter den republikanischen Wählern wollen auch jetzt 43% eben nicht Trump. Klar wird sich ein Großteil später dann vielleicht doch auf seine Seite schlagen, wenn die anderen aus dem Rennen sind, doch viele eben nicht, weil untragbar: Bush und Powell hatten bei der letzten Wahl auch Biden unterstützt.

  • Ich kann mir ein gewisses Grinsen nicht verkneifen: Trump's 'verzögern, verzögern, verzögern' wenn es um Klagen geht (am liebsten bis nach der Wahl) wird wohl dieses Mal nicht gut ausgehen. Schon alleine weil seine mitangeklagten Anwälte eine schnelle Verhandlung wollen. Einer hat schon einen Termin für Oktober (dieses Jahr!) bekommen. Ich nehme mal stark an das sie furchtbar gerne ihre Seite darstellen wollen bevor Trump eine Chance bekommt sie unter den Bus zu schmeißen mit 'meine Anwälte haben es mir so gesagt und sie müssen ja wissen ob es legal war'.

    Und dann war ja da auch noch Frau Alina Haber (irgendwie noch Anwalt für ihn, nur nicht in all den Anklagen) ganz laut mit 'Trump braucht keine Vorbereitungszeit, der ist ja zu intelligent und auch unschuldig'.


    Sieht aus als ob es diesmal er selbst ist der unter die Räder gerät.

  • Angeblich würden derzeit nahezu alle republikanischen Kandidaten laut Umfragen bei einer Mehrheit der Wähler vor Biden liegen.


    Die Amerikaner hielten Biden für zu alt für eine zweite Amtszeit. (Wie überraschend…) Demnach klingelten „jetzt“ im Weißen Haus „alle Alarmglocken“.


    CNN Poll: Biden faces negative job ratings and concerns about his age as he gears up for 2024 | CNN Politics


    Biden and Trump. Seriously? | CNN Politics


    Joe Biden derzeit ohne Chance: Umfrage-Desaster für die Demokraten | Politik | BILD.de


    MSN


    Also wenn die Demokraten jetzt erst beginnen darüber nachzudenken… na, mich wundert langsam gar nichts mehr.

  • John

    Volle Zustimmung, habe gerade erst gelesen das auch Pelosi mit ihren 83 Jahren erneut zur Wahl antritt, was ist bei denen eigentlich nicht in Ordnung?

    Wenn die Demokraten nichts mehr zu bieten haben als uralte halb senile Senioren, dann brauchen sie sich wirklich nicht wundern das sie bei Wahlen nirgends mehr einen Blumentopf gewinnen.


    "Telling an atheist they're going to hell is as scary as a child telling an adult they're not getting any presents from Santa"

    -Ricky Gervais-


    "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

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