Politik der USA

  • Da fragt man sich immer wie die das bei Deutschland hinbekommen haben. Klar die wollten ein Bollwerk gegen den Kommunismus.

    Kurz: Marshall-Plan. Zum einen waren da bereits die demokratischen Entwicklungen in Europa als Grundlage gegeben - der Plan hat ja nicht nur Deutschland gefördert. Zum anderen, wie du schon sagst, war ein wirtschaftsstarkes westliches Europa essentieller Teil des globalstrategischen Plans gegen den Kommunismus. Man könnte fast sagen Altruismus und Egoismus der USA gingen da Hand in Hand.


    Halbarschige Hilfen an zerfallene, korrupte, diktatorische Systeme, die mittelfristig dem eigenen Staat quasi am Allerwertesten vorbeigehen, stellen keine vielversprechende Saat dar. Hier geht es rein strategisch darum, die Systeme nicht in die Arme von anderen Spielern auf der Weltbühne laufen zu lassen, Terrorismus "zu bekämpfen", Handelswege oder den Klassiker Rohstoffe zu sichern etc. pp. - also nur kleinere Ziele zu verfolgen. Und Diktatoren lassen sich mit Geld nun mal leichter kontrollieren, wohingegen selbstständige, gut geölte Demokratien aufzubauen schwierig und es für viele nicht wert ist.

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    "People are paying me to rob them." - Spiffing Brit playing M&B2

  • Washington DC benennt Straße der saudischen Botschaft nach Jamal Kashoggi. :thumbsup: Das finde ich mal ne nice Idee. Können wir das bitte auch in Berlin machen?


    Washington: Straße nach Jamal Khashoggi benannt

  • In einem landesweiten Referendum hat der mehrheitlich konservative US-Staat Kansas GEGEN die Abschaffung des Abtreibungsrechtes votiert. So geht’s also auch.


    Kansas: Wähler stimmen für Beibehaltung des Rechts auf Abtreibungen | STERN.de

  • Einer der schlimmsten Hetzer in den USA, Alex Jones, der Betreiber des Portals "Infowars" muss nun aufgrund nachgewiesener Lügen über ein Schulmassaker in den USA, die er massenhaft verbreitete, um damit die NRA zu begünstigen, bis zu 50 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.


    Manchmal gibt es ja doch noch positive Meldungen in den Nachrichten. :) Wenn das Schule macht, dann können sich einige Leute aber warm anziehen. Warum kann man eine solche Klage eigentlich gegen Alex Jones erfolgreich führen, nicht aber gegen Donald Trump? :pfeif:


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    Rechter Verschwörungsideologe: Alex Jones erhält weitere Millionenstrafe | tagesschau.de

  • Wenn das Schule macht, dann können sich einige Leute aber warm anziehen. Warum kann man eine solche Klage eigentlich gegen Alex Jones erfolgreich führen, nicht aber gegen Donald Trump? :pfeif:

    Weil es einen Unterschied gibt zwischen einem einzigen rechtsextremen Esoteriker der im Internet einen Charakter spielt, um Leichtgläubigen das Geld aus der Tasche zu ziehen und von der Mehrheit ignoriert werden kann, gegenüber einer gut vernetzten, faschistischen republikanischen Partei, welche rechtsextreme, anti-soziale Positionen in die Gellschaft pflanzt, den Supreme Court kontrolliert und dessen Radikalisierung von den Dems durch Spenden mitfinanziert wird.


    Trump ist keine Annomalie oder ein außergewöhnliches Phänomen, sondern ein Symptom einer anti-demokratischen und anti-liberalen Bewegung deren Anfänge bis mindestens Reagan reichen und seit Bush jr. immer weiter an Fahrt aufnimmt.

  • Weniger als dass es wieder eingeführt wurde würde mich interessieren wie es dazu kam.

    Klingt danach als wären diese Idioten irgendwie in sowas wie den "Elternschulrat" oder dergleichen gewählt worden und hätten dann dort eben dafür gesorgt dann man die alten Regeln reaktiviert. Heißt aber auch, dass es dem Großteil der anderen Eltern zu viel Arbeit war sich selbst um die Schul(politik) und die Bildung/Erziehung ihrer Kinder zu kümmern und sich mal selbst um diese Posten zu bemühen. War ihnen ganz recht dass dies andere machen, oder es war ihnen schlicht scheiß egal. Jetzt, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist wird wieder gejammert.

  • War ihnen ganz recht dass dies andere machen


    Vielleicht haben sie auch keine Zeit weil sie arbeiten müssen. Soweit ich das mitbekomme, sind zumindest hierzulande Elternvertreter häufig auch eher die schrägen Vögel (jetzt vielleicht nicht rechtskonservativ, eher so Helikopter Homöopathen).


    Und wenn es anständige Gesetze auf Bundes- oder Staatenebene gäbe, könnte eine einzelne Gemeinde oder auch Schule nicht so einen Schwachsinn machen.

  • aber die letztverantwortung liegt da trotzdem bei den einzelnen Eltern.


    Die Erstverantwortung liegt immer bei den Eltern, aber wenn die Eltern versagen sollte der Staat da sein. Wenn es nur tolle Eltern gäbe, gäbe es auch weniger Probleme...


    So ist es letztlich doch staatliches Versagen.


    Ist ja jetzt nur einer von vielen Punkte wo sich die USA gerade Richtung Mittelalter zurückentwickeln.

  • Genau, alle Eltern der fast 2000 Schüler der Schule sind 24/7 nur am durcharbeiten.

    Sorry, aber das ist Blödsinn! Will garnicht abstreiten dass es sicher auch Eltern gibt die keine Zeit dafür haben. Habe ich auch nicht mehr wirklich. Aber bei fast 2000 Schülern hat es den Großteil nur nicht interessiert.

    Gab bestimmt immer die schöne Rundmail der Schule dass Eltervertreter gesucht werden aber die wurde ungelesen gelöscht oder landete gleich im Spamordner. Ein paar haben sie sicher auch mal gelesen aber Mittwochs 18 bis 20 Uhr ist ganz schlecht. Da kommen doch die neuen Folgen der (hier Seriennamen einfügen) wenn ich die nicht sehe kann ich morgen auf der Arbeit nicht mitreden. Wird schon jemand anders sich melden. Und jetzt hat man den Salat.

    Ist doch in Deutschland auch nicht anderes. War im Elternbeirat unseres Kindergarten und auf jedem Elternabend an der Schule sehe ich immer nur dieselben Eltern und das sind nicht die deren Kinder mal nen Besuch nötig hätten.

    Warum sollte der Bund/Staat in den USA so etwas regeln? Du darfst nicht vergessen, dass vieles in den USA durch Präzedenzfälle geregelt wird. Siehe x-beliebige Anwaltsserie wo sie sich irgendwelche Urteile um die Ohren hauen. Und selbst wenn der Bund etwas in Gesetzte gießt kann man die auch wieder ändern wenn die Mehrheit Bevölkerung dies will oder schlicht nicht dafür einsteht dass sie es nicht will.

  • Ich weiß nicht ganz worauf du hinaus willst, aber wenn man Elternvertreter werden muss um die Wiedereinführung der Prügelstrafe zu verhindern, läuft gewaltig was schief.

    Warum sollte der Bund/Staat in den USA so etwas regeln?


    Weil die ne Demokratie sind, da erwarte ich die Einhaltung der Menschenrechte.


    die Mehrheit Bevölkerung


    Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen diese Neokonservative Revolution oder wie auch immer man das bezeichnen will. Die sind gegen Waffen, für Abtreibung etc. dazu gibts Umfragen. Ob es jetzt zu Prügelstrafe Umfragen bin weiß ich nicht, nehme aber an, dass es da zu vergleichbaren Ergebnisse kommen würde.

  • Ich denke der Unterschied ist auch auch bei uns in Europa ist es größtenteils der "Vater/Mutter-Staat" mit auch teilweise klaren unpolitischen Organisationen, in den USA ist es halt der "Teufel-Staat" wenn nicht gerade die eigene Partei regiert.


    Sieht man ja bei den meisten Themen das in den USA einfach der Gedanke vorherrscht das die Letztverantwortung nicht beim Staat stehen soll sondern bei den einzelnen Bundestaaten, viele Amerikaner sehen es eben als "Freiheit" das sie weniger Steuern als Europäer zahlen und dann halt dafür nach einem Unfall bis zu Ihrem Lebensende verschuldet sind.


    Und laut dem Artikel ist die Prügelstrafe in den USA ja sowieso durch ein Höchstgerichtsurteil aus der Vergangenheit gedeckt, hat also nicht wirklich etwas damit zu tun, dass dort jetzt mehr Rechte Spinner gewählt werden, sondern es eben schon immer so war.

  • Mir geht es darum pauschal zu sagen die bösen religösen Spinner zwingen ihren Willen allen anderen auf.

    Dem ist eben nicht so. Die anderen unternehmen nur nichts dagegen. Und sind dann immer ganz überrascht.

    "Komisch, ich habe Trump gewählt und jetzt haben wir einen Idioten im Weißen Haus. Wie konnte das den passieren?"

    "Komisch, ich wähle seit Jahren den konservativsten Kadidaten den ich finden kann und jetzt ist plötzlich der Oberste Gerichtshof mit denen besetzt und nimmt mir meine Rechte. Wie konnte denn das passieren?"

    Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen diese Neokonservative Revolution oder wie auch immer man das bezeichnen will. Die sind gegen Waffen, für Abtreibung etc. dazu gibts Umfragen. Ob es jetzt zu Prügelstrafe Umfragen bin weiß ich nicht, nehme aber an, dass es da zu vergleichbaren Ergebnisse kommen würde.

    Sie wählen aber dennoch immer diejenigen die genau dafür sind.

    Das amerikanische System unterscheidet sich halt vom deutschen und europäischen. Dort ist weniger Staat gefragt und vieles wird eben über die Präzedenzfälle und den obsten Gerichtshof geregelt. Das mus die USA aber für sich entscheiden ob sie dies beibehalten wollen oder eben ändern.

  • Naja, die Popular Vote hat Trump deutlich verloren. Und das amerikanische Wahlsystem ist halt häufig schon so angelegt, dass es Minderheiten und ökonomisch schlechter gestellten schwerer gemacht wird. Alleine, das die an Werktagen wählen. Oder Gerrymandering.

    Trotzdem entschuldigt das keinen Nichtwähler, aber die Gründe liegen zumindest teilweise auch in bewusst geschaffenen Strukturen.

  • Die US-Regierung will Studenten Schulden erlassen, darüber empören sich einige Republikaner. Das Weiße Haus hat nun veröffentlicht welche Schulden im Zuge der Corona-Hilfen den jeweiligen Republikanern erlassen wurden.

    Das könnte lustig werden :thumbup:

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