Was spielt ihr gerade?

  • Glaube ich weiss was mich bislang von RDR2 abgehalten hat: viele die auf Steam eine negative Wertung abgegeben haben scheinen sich über die Steuerung aufzuregen? Ich finde man merkt vielen Games einfach an wenn der Entwickler sein Spiel auf Konsolen/Controller ausgelegt hat. Die Umsetzung am PC scheint dann irgendein Hexenwerk zu sein, denn das bekommt kaum jemand hin.


    Ich bin mit der Hauptstory von Outriders übrigens durch. Gute 40 Stunden, mit einem großen Teil der Nebenquests. Denke das ist okay. Hätte ruhig länger sein können, werde mir noch die anderen Klassen ansehen, die letzten beiden Nebenquests abschließen und vielleicht wage ich mich sogar in den Multiplayer.

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    :lehrer: Wenn es heute nacht NULL GRAD sind, und morgen Nacht doppelt so kalt wird - wie kalt ist es dann?




    :weg: Wenn ich mich selbst ganz aufesse, bin ich dann ganz weg oder doppelt so schwer?


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  • Glaube ich weiss was mich bislang von RDR2 abgehalten hat: viele die auf Steam eine negative Wertung abgegeben haben scheinen sich über die Steuerung aufzuregen? Ich finde man merkt vielen Games einfach an wenn der Entwickler sein Spiel auf Konsolen/Controller ausgelegt hat. Die Umsetzung am PC scheint dann irgendein Hexenwerk zu sein, denn das bekommt kaum jemand hin.

    Hm ich komme gut klar mit der Steuerung. Benutze Maus und Tastatur. Bin mittlerweile auch recht schnell im Zielen mit der Maus. Glaub das würd ich mit nem Controler so nicht hinbekommen.

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    Solange du dich bemühst, andere zu beeindrucken, bist Du von dir selbst nicht überzeugt. Solange Du danach strebst, besser als andere zu sein, zweifelst Du an deinem eigenen Wert. Solange Du versuchst, dich größer zu machen, indem du andere kleiner machst, hegst Du Zweifel an deiner eigenen Größe. Wer in sich ruht, braucht niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt anderen die ihre.
    -Verfasser unbekannt

  • Geschmäcker sind unterschiedlich, Hauptsache du wurdest unterhalten und hattest Spaß mit der Reihe

    Das wurde ich, wobei ich den psychologischen Vorteil hatte, die DLC gleich dabei zu haben. Ohne den "Leviathan"-DLC hätte ich vermutlich auch vor dem Bildschirm gesessen und mich gefragt, was zum Henker da gerade abgeht. Wenn man aber schon mit etwas mehr als nur einer Ahnung ins Ende geht, ist man eher bereit sich auf die Ethisch-Philosophische Frage einzulassen, die das Ende liefert. Dass das Ende inhaltlich - höflich formuliert - etwas schwach ist, ist aber definitiv wahr.


    Ich habe nur Andromeda gespielt, was mich einerseits beeindruckte und andererseits von der Struktur langsam, aber stetig langweilte. Die Trilogie wurde nur von meiner Frau empfohlen. Ich suche aktuell noch die 220 Stunden Freizeit.

    Man kann die Trilogie auch in deutlich kürzerer Zeit absolvieren, 150 Stunden sollte man insgsamt aber trotzdem einplanen. Bei mir hat sich das etwas aufgebauscht, weil ich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt habe, was gefühlt 3.000 Tode mit sich brachte, und jede Nebenmission und jedes bisschen Extra, das sich finden ließ, mitgenommen habe. Dazu habe ich auch die Codexeinträge gelesen - und schon ist eine Menge Zeit im Spiel verschwunden. Ähnlich geht es mir aber auch jetzt mit "ME: Andromeda", 30 Stunden sind um und ich habe gerade mal "das Vertrauen des Widerstands" erlangt. Wenn ich jetzt extrapoliere, dass ich 6 Habitate herrichten soll und noch nicht einmal eines auf 100% gebracht habe, dürfte sich die Spielzeit auch auf irgendwo um die 150 Stunden belaufen, vor allem wenn ich weiterhin so planlos über die Planeten streune.


    Wenn ich dir einen Tipp geben darf: Mach es deiner Frau nach, die Original-Trilogie ist eine sehr gute Geschichte, die man mal gespielt haben sollte. Die Erzählweise ist sehr viel zielgerichteter, die Geschichten sind spannend und die Anteile zwischen den Missionen werden in großen Teilen in filmischen Sequenzen erzählt, was deutlich besser ist als das rumgegurke mit einem unbewaffneten Panzer und die endlosen Sammelquest in Andromeda.

  • Was macht man noch mal bei der online Version, einfach nur mit anderen auf dem Server abhängen und sich gegenseitzig nerven und abknallen?

    Moin,


    am Besten gefallen mir bei RDO, wie auch bei GTO, die Rennen.

    Man spielt dieses auf der Map, wird jedoch in eine separate Sitzung geschoben, sodaß man nur mit anderen Spielern, die ebenfalls in dieser Sitzung sind die Renne bestreitet.

    Es gibt pure Start-Ziel-Rennen. Rennen, wo man pro Abschnitt mit einer Waffe Zielscheiben abschießen muss, um weiterzukommen oder Rennen wo man die Reihenfolge der abzuschießenden Ziele auf der Map frei wählen kann. Es gibt Rennen ohne, daß man kämpfen kann und welche wo dies erlaubt ist. Meist wird relativ wenig rumgeballert oder geschubst.


    Zusätzlich kann man ua. Rollen kaufen und für diese Aufgaben erledigen:

    Händler, Sammler, Kopfgeldjäger, Schnapsbrenner.

    Die Aufträge spielen innerhalb der normalen Onlien-Welt und können, wie bei GTO, von anderen Spielern teilweise torpediert werden.

    In der Regel passiert dies aber deutlich seltener als bei GTO, weil das Auflevlen bei RDO deutlich langsamer passiert und "man das einfach nicht macht"

    Die Communitiy ist hier netter.

    Sollte man doch mal auf einen miesen Server kommen, wechselt man einfach den Slot und hat wieder seine Ruhe.


    Neben den Rennen kommt man gut mit dem Händler voran, der macht auch viel Spaß.
    Der Sammler levelt am Schnellsten mit Hilfe der Karte der Sammlerstücke

    https://jeanropke.github.io/RDR2CollectorsMap

  • Ich spiele immer noch regelmäßig 1vs1 Partien bei AoE4. Habe jetzt 223 Matches gemacht, komme aber mit den Franzmännern an eine Wand, wo ich irgendwie nicht mehr besser werde bzw. nicht mit Strategien, weshalb ich jetzt öfters auf die Engländer umgestiegen bin.


    Hat halt wie damals Overwatch die gleichen Segen/Frust Momente.

    Manchmal hat man Spaß ohne Ende und manchmal ärgert man sich sinnlos und kommt nicht in den Schlaf...


    Ich sollte eigentlich besser wieder auf SP umsteigen. :rolleyes: :D

  • Ich habe in den letzten beiden Monaten AC: Odyssey und Cyberpunk 2077 jeweils bis zur Hälfte durchgespielt (wenn man die jeweilige, durschnittliche Spieldauer dieser Spiele als Maßstab nimmt). Beide Spiele haben ihren Reiz und machen Spaß, aber insbesondere AC: Odyssey stumpft mit der Zeit wirklich ab, weil die Missionen und Aufträge sehr repetitiv sind. Dennoch ist es ein sehr atmosphärischess Spiel. Die Spielwelt wirkt sehr lebendig.

    Cyperpunk 2077 hat am Anfang den totalen Wow-Effekt für mich gehabt. Auch hier ist die Spielwelt sehr interessant, aber ich finde die Umgegung und die NPC in Night City irgendwie langweilig, teilweise sehr steril. Kommt irgendwie kein immersives Gefühl bei mir auf. Da hat mich die Spielwelt in The Witcher 3 viel mehr in seinen Bann gezogen. Cyperpunk 2077 werde ich wohl zu Ende spielen, weil die Story um V und Johnny Silverhand neugierig macht. AC: Odyssey muss ich mal schauen, wie es meine Zeit zulässt.


    Gestern habe ich mir Ultimate General: Civil War im Sale gegönnt, da das Spiel bereits seit drei Jahren auf meiner Steam-Wunschliste sein Dornröschenschlaf hält und mich das Buch "Für die Freiheit sterben - die Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs" von James McPherson dem Thema "North vs. South" wieder nahe gebracht hat. Das Buch hatte ich vor Jahren schon einmal gelesen, aber nie Zeit dafür gehabt mich weiter in das Thema einzugraben. In der 90er Jahren hatte ich sehr viel GETTYSBURG von Sid Meier gespielt. Von daher war UG:CW nur eine logische Konsequenz für mich.


    Achso....Crusader Kings III habe ich in der letzten Zeit auch ein wenig weiterspielen können. Mal schauen, der DLC Royal Court scheint ja sehr motivierend zu sein. Vielleicht schlage ich da noch zu. Ist aber leider nicht im Winter Sale auf Steam reduziert. :(

  • Ich hab vorgestern Knights and Merchants auf GoG gefunden und mittlerweile 10 Stunden drin versenkt. 🙈

    Hehe wie ist es so? Witzigerweise ist es eines der ganz wenigen Spiele von denen ich noch den Papkarton mit Anleitung etc. habe. Hat mir auch Spaß gemacht damals, hab's aber nie durchgespielt. War mir als Neuling damals zu schwer :D

    Habe es irgendwie auch nie nachholt, obwohl ich den Karton behalten habe :grübel:

  • Cyperpunk 2077 hat am Anfang den totalen Wow-Effekt für mich gehabt. Auch hier ist die Spielwelt sehr interessant, aber ich finde die Umgegung und die NPC in Night City irgendwie langweilig, teilweise sehr steril. Kommt irgendwie kein immersives Gefühl bei mir auf.

    Ja, ging mir ähnlich. Die Story packt nicht und es ist einem nach 4 h Spielzeit schlichtweg egal, wie es weitergeht.

    Steriles Popcorn- und Kaugummi-Comic-Szenario, meiner Meinung nach völlig überbewertet; schade drum.


    Ich bin jetzt mit Days gone durch und muß sagen: Hut ab :hallo: , hatte eine Menge Spaß, mich sehr unterhalten gefühlt, viele viele Zombies gekillt und nach dem bösen Cliffhanger am Ende eigentlich auf einen zweiten Teil gehofft; den es jedoch aller Voraussicht nach nie geben wird.

    Jetzt nehme ich mir endlich mal die Metroreihe vor und überbrücke dann die Zeit bis zum Release von Stalker 2 Ende April.

  • Ich hab vorgestern Knights and Merchants auf GoG gefunden und mittlerweile 10 Stunden drin versenkt. 🙈

    Knights & Merchants war doch son uralt Strategiespiel oder?

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    Solange du dich bemühst, andere zu beeindrucken, bist Du von dir selbst nicht überzeugt. Solange Du danach strebst, besser als andere zu sein, zweifelst Du an deinem eigenen Wert. Solange Du versuchst, dich größer zu machen, indem du andere kleiner machst, hegst Du Zweifel an deiner eigenen Größe. Wer in sich ruht, braucht niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt anderen die ihre.
    -Verfasser unbekannt

  • Danke sehr. Ich hätte es mir fast im Sale geholt.


    Dein Video zu DaysGone ist ein super Beispiel für Neagtivwerbung. Jetzt werde ich es mir auf jeden Fall nicht holen!

  • Hehe wie ist es so? Witzigerweise ist es eines der ganz wenigen Spiele von denen ich noch den Papkarton mit Anleitung etc. habe. Hat mir auch Spaß gemacht damals, hab's aber nie durchgespielt. War mir als Neuling damals zu schwer :D

    Habe es irgendwie auch nie nachholt, obwohl ich den Karton behalten habe

    Knights & Merchants war doch son uralt Strategiespiel oder?

    Jupp, ein Siedler 2 Klon von 1998 mit RTS anleihen (Regimenter wie bei TW und friendly fire der Fernkämpfer). Hab damals viel die Demo bei einem Kumpel gespielt, da ich noch keinen eigenen Computer hatte. Irgendwann in den frühen 2000ern wars mal auf einer Heft CD, und ich habs dann eine Weile gespielt, die Level werden allerdings sehr schnell sehr schwer.


    Ich habs jetzt die Tage bei GoG für etwas mehr als einen Euro gesehen und einfach mal mitgenommen. Der Pixel Look ist zwar imho relativ gut gealtert, aber die animationsarmut fällt schon auf. Dazu kommt das die Level mehrere Stunden dauern, da die Spielgeschwindigkeit einfach sehr langsam ist und sich das auch nicht ändern lässt.

  • Man bekommt aber erstaunlich gut Routine im Hordenschnetzeln. :P

    Viele sind auch deutlich kleiner und für die Atmosphäre im Spiel, v.a. nachts, sind die außergewöhnlich klasse choreographiert.

    Bin ja auch nicht unbedingt der Profi, was Shooter angeht, sterbe meistens immer genau deswegen, weil ich mit meinen Fingern immer zielsicher die Tasten W und / oder X bzw. C verwechsle und mich einfach nur ducke, anstelle wegzurennen......


    Glaube ich weiss was mich bislang von RDR2 abgehalten hat: viele die auf Steam eine negative Wertung abgegeben haben scheinen sich über die Steuerung aufzuregen? Ich finde man merkt vielen Games einfach an wenn der Entwickler sein Spiel auf Konsolen/Controller ausgelegt hat

    Das stimmt absolut nicht, man kann das super auf nem Rechner spielen. Und da ich mich 0 mit Konsolen auskenne, könnte ich noch nicht einmal sagen, wo denn da der Unterschied liegen sollte, bin reiner PC-Spieler.

    Das Spiel gibt es auf beiden Plattformen, such Dir eine aus.

  • Hej,


    ich spiele RDR in einem Konsolen, Maus-Tastatur-Mix.

    Rein aus Gewohnheit. Das mache ich bei GTA auch so. Es ist aber kein Muß.

    Allerdings, geben Dir ForcefeedbackController ein schönes Feedback :rolleyes: u.a beim Angeln, so daß man besser merkt wann der Fich was macht, zieht, ermüdet, Leine droht zu reißen.


    Das Spiel lohnt sich auf jeden Fall und ist, Stand jetzt, in meiner All-Life-Time-Top-3


    Hier nochmal RDR-Waffen in echt


  • Nach 13 Stunden Spielzeit in Ultimate General: Civil War wage ich mich mal ein kurzes Review:


    UG:CW ist ein taktisches Strategiespiel, welches sich Elemente aus der Total-War-Reihe abgeschaut hat (kein Wunder, da der Lead Designer Mods für Total-War-Spiele entwickelt hat), und ist vom Setting her im Amerikanischen Bürgerkrieg angesiedelt. Dabei steht nicht eine Schlacht im Vordergrund, wie z.B. bei Sid Meiers GETTYSBURG (die alten Hasen hier dürften es eventuell kennen :-)), sondern mehrere Feldzüge der Jahre 1861-1865. Die Feldzüge werden chronologisch "abgearbeitet". Ob Niederlagen oder Siege Auswirkungen auf den Kriegsverlauf haben, und somit zu Was-Wäre-Wenn-Szenarien führen, kann ich noch nicht beurteilen, da ich in meiner Unions-Kampagne momentan die Schlacht von Shiloh schlage. Die Schlacht von Shiloh ist die dritte, große Schlacht, die ich in meiner Kampagne schlage.


    Spielverlauf


    Zunächst wählt man logischerweise aus, ob man die Kampagne der Nordstaaten oder der Südstaaten absolvieren möchte.

    Nachdem man sich entschieden hat, wird einem schnell klar, dass das Spiel kein Tutorial hat und man sich selbst in die Spielmechaniken reinfuchsen muss. Naja, kennt man ja von Paradox.

    Es gibt zwar eine Beraterfunktion, die aber absolut minimalistisch ist und nur in der ersten Schlacht Tipps gibt. Diese Tipps sind aber für Strategie-Veteran fast schon beleidigend. Ein Beispiel: "Attacken mit Kavallerie in die Flanken sind besonders verheerend. Mit Kavallerie sollte man fliehenden Feinden immer nachsetzen."


    Das eigentliche Spiel lässt sich in zwei Phasen einteilen. Einmal das Armeeinterface+Feldzugkarte und die eigentliche Schlachtkarte. Auf beides gehe ich gleich noch ein.


    Hat man sich für eine Fraktion entschieden, legt man, klassisch wie in einem Rollenspiel, für seinen "Charakter" den Lebensweg fest, der durch entsprechende Auswahl Vorteile in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Medizin, Training, Armeeorganisation, Nachschub usw. erzeugt.

    Durch entsprechende "Karrierepunkte", die frei verteilbar sind, kann man z.B. mehr Geld aus der Politik erhalten, bessere Rekruten erhalten, Rabatte bei Waffenkäufen abgreifen oder mehr Korps/Division/Brigaden aufstellen.

    Lebensweg bedeutet hier: Ob man West Point als Stratege, Taktiker oder Pionier verlassen hat. Ob man im Mexikanischen Krieg in der Infanterie, Kavallerie oder der Artillerie gedient hat. Ob man nach seiner ersten Militärkarriere als Poltiker, Geschäftsmann oder weiterhin Berufsoffizier sein gelebt hat.


    Die Armeeorganisation


    Nach der ersten Einführungsschlacht (bei mir in der Unionskampagne musste ich einen Bahnhof gegen Rebellenangriffe verteidigen) gelangt man in das erste Herzstück des Spiels, die Armeeorganisation!


    Und hier hat das Spiel in meinen seinen besonderen Reiz und auch jede Menge Spielspass, da Mikromanagement hier sehr groß geschrieben wird.

    Man organisiert seiner Korps, seiner Divisionen und der Brigaden. Man darf zu Beginn der Kampagne nur ein Korps mit zwei Divisionen und drei Brigaden pro Division aufstellen. Wie bereits erwähnt, kann man durch Karrierepunkte, die je nach Erfolg oder Misserfolg in einer Schlacht üppiger oder dürftiger ausfallen, sein Armeekontigent erhöhen. Das bedeutet, dass ich nach und nach mehr Brigaden pro Division aufstellen darf oder eine weitere Division pro Korps oder sogar ein weiteres Korps.

    Jedes Korps, jede Division und jede Brigade muss man noch einen Kommandeur zuweisen.

    Dabei kann man aus einem Pool von Offizieren auswählen, angefangen vom Captain bis zum Brigadier General. Die Offiziere steigen im Verlauf in Rängen auf, wenn sie dementsprechende Erfolge vorweisen können. Ein Captain entwickelt sich zum Major, ein Colonel zum Brigadier General usw. Dabei bringen höhere Ränge Boni in Kämpfen mit sich, wie z.B Führung, Effiezienz, Moral etc. Des Weiteren legt der militärische Rang auch fest, wieviele Mannschaften ein Führungsoffizier in einer Brigade führen kann.

    In meinem Spielstand habe ich meine Armeeorganisation auf ein Level geskillt, welches mir erlaubt, Brigaden mit bis zu 2.000Mann aufzustellen. Wenn ich jetzt eine Infanteriebrigade in dieser Größenordnung aufstelle, muss ich ihr mindestens einen Lieutenant Colonel zuweisen, um keine Mali zu erhalten. Ein Captain kann eine so große Brigade nicht effektiv führen, höchstens eine Brigade zwischen 500-1.000Mann.


    Dieser Umstand macht das Spiel auch besonders spannend und reizvoll, da Offiziere auch verwundet oder getötet werden können. Der Pool an Offizieren ist nicht unerschöpflich und man überlegt sich zweimal, ob man seine Elitebrigade mit seinem Muster-Colonel in einer Bajonett-Attacke verheizt oder doch lieber seine frischausgehobene Brigade mit Grünschnäbeln und ihrem unerfahrenen Major in die vorderste Linie stellt.


    Bei den Brigaden kann ich zwischen Infanterie, Plänklern, Kavallerie und Artillerie wählen. Zusätzlich muss ich auch die Bewaffnung organisieren. Rüste meine Kavaliere mit Säbeln aus und lasse sie als Schockkavallerie übers Schlachtfeld reiten oder lasse ich die neuesten Sharp-Karabiner verteilen und lasse meine Kavaliere als plänkelnde Infanteristen abgesessen die Flanken des Gegners bedrängen? Rüste ich meine Infanterie mit sündhaft teuren Enfield Musketen Modell 1861 aus oder greife ich auf das günstige 1842er Modell zurück? Diesen Fragen muss sich ein umsichtiger Oberbefehlshaber stellen, und das macht so richtig Laune!

    Hinzu kommt auch noch der Unstand, dass zu Beginn des Krieges bestimmte Waffen noch gar nicht zur Verfügung stehen. Am Anfang gibt es z.B. jede Menge 12pound Artillerie Modell Napoleon. Die 24pound Haubitze sucht man aber noch vergeblich.


    Vor jeder Schlacht steht einem eine gewisse Summe Geld zur Verfügung, was man nach Herzenslust ausgeben darf. Aber hier kommt der Faktor Spielspass wieder zum Tragen. Ich habe nicht unendlich Geld zur Verfügung und muss gezielt planen, denn alles kostet Geld. Aufstellung von Divisionen und Brigaden, Einstellung von Offizieren, Musketen, Kanonen, Pferde und Versorgungsgüter. Je höher die Qualität der Waffen und der Offiziere, desto teurer wird es. Drei Korps nur mit besten Offizieren und Waffen mit Brigaden jenseits der 2.000 Mannstärke kann man sich nicht leisten, und das ist auch gut so.


    Insbesondere nach einer Schlacht müssen Verluste ausgeglichen werden. Da schlagen dann neue Veteranen ein richtiges Loch in die Kriegskasse. Man kann natürlich auf Grünschnäbel zurückgreifen, die gar nichts kosten. Nachteilig wirkt sich dieser Umstand aber auf die Erfahrung der Brigade aus, weil Grünschnäbel merklich die erlangte Erfahrung schmelzen lässt. Neue Veteranen erhalten das Level der angesammelten Erfahrungen, kosten aber wie gesagt richtig Schotter.


    Erfahrungen sind hierbei nicht zu vernachlässigen, da Brigaden Erfahrungstufen erreichen können, die besondere Perks freischalten. Infanterie kann z.B. auf Ausdauer oder Genauigkeit spezialisiert werden. Plänkler können auf Stealth gelevelt werden. Kavaliere und Artillerie besitzen auch eigene waffengattungsspezifische Perks.


    Während der Schlachten kann man Equipment voll Gegner erbeuten, bzw. auch durch Verluste an Brigaden aber auch verlieren. Das ist besonders ärgerlich, wenn man eine Brigade mit den neuen Lorenz-Musketen verliert, deren Ausrüstung mal eben schlappe 30.000Dollar gekostet hat.

    Die erbeuteten Musketen, Söbel und Kanonen kann man entweder verkaufen oder seinen Brigaden als Ausrüstung zur Verfügung stellen. Hierzu hat man ein Lager, auf das man immer zurückgreifen kann. Das spart schon gutes Geld, wenn man seine neueste Batterie mit erbeuteten Feindkanonen ausstattet, anstatt sie teuer einzukaufen.


    Die Schlachten


    Hierzu wird es noch Ergänzungen von mir geben......ist doch etwas spät geworden und mir fehlt deswegen die Zeit:-)


    Ein Fazit reiche ich auch noch nach. Aber soviel vorweg: ich hatte lange nicht mehr soviel Spass an einem Strategiespiel, abgesehen von Crusader Kings III


    Edit: 06.01.2022


    Die Schlachten


    So......jetzt aber noch weitere Infos zu UG:CW


    Die Schlachten, das zweite Kernstück des Spiels, werden in chronologischer Foleg als ein Feldzug ausgetragen, der sich von 1861-1865 zieht. Zwei Schlachten habe ich bis jetzt geschlagen, die Erste Schlacht am Bull Run (auch genannt Schlacht von Manassass) und die Schlacht von Shiloh. Hierbei ist zu beachten, dass man vor einer großen Schlacht ein oder zwei Scharmützel auchfechten kann. Hierbei kann sich ein Sieg auf die eigentliche Schlacht auswirken. Vor der Schlacht von Bull Run habe ich zwei Scharmützel absolviert. Einmal sollte ich die Konföderieten bei der Überquerung in die Flanke fallen, im zweiten Scharmützel sollte ich mein Lager gegen einen Angriff der Konföderierten verteidigen. Falls man diese "Vorgefechte" erfolgreich absolviert, erhält der Gegner in der Hauptschlacht Mali. In der Schlacht von Shiloh hatte die konföderierte Armee durch meine beiden Siege in den Scharmützel Einbußen in der Moral und der Mannstärke hinzunehmen. Das ist ganz nett, aber gefühlt war die Schlacht von Shiloh trotzdem echt knackig.

    Viel wichtiger ist es in meinen Augen. dass man durch die "Vorschlachten" Geld, Rekruten und Reputation bei der Regierung erhält. Reputation kann man, ählich wie "Prestige" in den Panzer-General-Spielen, gegen hochrangige Offiziere, stärkere Waffen oder einfach gegen Dollars eintauschen. Dabei muss man aber aufpassen. Sinkt die Reputation bei der Regierung zu stark, dann erhält die eigene Armee Mali auf ihrer Moral. Dem entsprechend bedeutet eine hohe Reputation aber auch mehr Boni auf die Moral der eigenen Truppe.


    Die Kämpfe finden auf liebevoll gezeichneten Schlachtfeldern statt. grafisch ist das Spiel keine Wucht, aber die Grafik ist absolut zweckmäßig und schön. Wälder, Weizenfelder, Farmhäuser, Kirchen, Hügel, Sumpflanschaften haben Auswirkungen auf die Deckung und die Fortbewegung der Brigaden. In Sumpfgebieten erleiden Truppen schnell Moraleinbrüche, weil sie sich nur sehr schwer einem direkten Beschuss entziehen können. In Wäldern haben die eigenen Truppen viele Boni auf die Deckung, können aber auch den Feind erst später erkennen (Stichwort: Fog of War). Aufklärung ist das A und O auf dem Schlachtfeld, um rechtzeitig Flankenmanöver zu erkennen oder den Feind gezielt mit der Artillerie unter Langstreckenfeuer zu nehmen. Die Steuerung ist intuitiv und simpel, aber es erfordert viel Mikromanagement, bzw. eine gute Übersicht über das Kampfgeschehen.


    Die Stärken des Spiels


    - Die KI ist der Hammer. Sie agiert schlau! Sehr schlau! Habe ich eine Lücke in meiner Verteidiigung, greift die KI gezielt in der Schwachstelle meiner Verteidung an.

    - Die KI agiert in jeder Schlacht anders. D.h., dass die KI in der Schlacht nie nach dem gleichen Muster agiert. Klar, kommen die Angriffe, historisch akkurat aus der gleichen Richtung. Aber da man oft mehrere Objekte auf einer Map verteidigen oder erobern muss, kommt es vor, dass beim zweiten Spielen einer Schlacht die KI an einer anderen Stelle den Hauptangriff startet, als noch beim ersten Spielen einer Schlacht.

    -Motto "Leicht zu lernen, schwer zu meistern!" passt hier völlig

    -Die Verwaltung der eigenen Armee ist tiefgründiger als es auf dem ersten Blick den Anschein macht.

    - sehr hohe Schwierigkeitsgrade! Schon auf normal, kann die falsche Organisation der Armee üer Sieg und Niederlage entscheiden. Das ist mir passiert, als ich zum ersten Mal die Schlacht von Shiloh gespielt habe. Im zweiten Korps hatte ich nur eine Division, bestehend aus drei Artillerie-Brigaden und einer Kavallerie-Brigade, aufgestellt und wurde gnadenlos auf dem linken Flügel überrannt.


    Die Schwächen des Spiels


    - Die Grafik ist durchschnittlich und man kann leider nicht sehr weit ins Schlachtgeschehen hineinzoomen

    - es gibt kein richtiges Tutorial. Auf Youtube gibt es aber sehr viele Videos und auch das Internet hilft einem weiter.

    -Die Darstellung der Höhen sind ein bißchen tricky. Es gibt keine Höhenlinien (Schade), aber man kann sich am Gelände orientieren.


    Das war die nächste Ergänzung. Mal schauen, was ich noch ergänzen kann. Jetzt muss ich erstmal mein erster und zweites Korps wieder auf Vordermann bringen. Mein erster und zweites Korps wurde ziemlich zusammengeschossen. War ein Pyrrhussieg! :wall:

  • Ich sehe schon, da hat jemand Spaß! :P


    Solche Perlen findet man immer irgendwie rein zufällig, v.a. wenn man bei Youtube ein wenig blättert und mal in ein Let´s Test reinschaut; hab da auch schon richtig gute Geheimtips gefunden.

    Z.B. Ostriv; sehr schickes Aufbauspiel im Stil von Banished, aber meines Erachtens komplexer, zumal dort die Wirtschaft eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Da man als Bürgermeister des zu gründenden Örtchens auch Steuereinnahmen generiert und die Bürger eigenes Vermögen haben, welches je nach Einkommen aus ihren Jobs mal höher oder niedriger ausfällt, je nachdem was man arbeitet ( manche Jobs werden erst nach Erhöhung des Lohns angenommen, vornehmlich welche, die weiter vom Wohnort entfernt liegen ) muß man schon deutlich mehr MIkromanagment betreiben als bei Banished. Dafür sind die "Lebensbedingungen" nicht so harsch und die Männekens sterben nicht ganz so schnell weg.

    Desweiteren kann man variieren, wie das Dörfchen wachsen soll. Entweder aus sich heraus wie bei Banished, also über KInder und hausgemachter Inzucht oder eben über Zuzug. Man baut ein Häuschen und kurze Zeit später zieht dann eine Familie von Außerhalb ein. Das kann ein kinderloses Päärchen sein, aber auch mit 3 Kinds aufschlagen. wobei eines schon erwachsen ist und damit arbeiten kann.

    Und zum arbeiten: es wird hier strikt nach Männer / Frauenjobs getrennt; kann man in den Arbeitsstätten auch so einstellen. Männer dürfen alles und Frauen eben nur Berufe wie Marktfrau, Lagerverwaltung oder auf dem Feld arbeiten. Bäume fällen oder Schmiedearbeiten ist was für echte Kerle.......



    Das Spiel wird schon seit 2014 entwickelt, begonnen als 1 Mann Projekt ( komischerweise scheint das Standard zu sein bei solchen Citybuildern. Das sind wohl alles Programmierer, die frustriert waren über den Markt an Spielen, der nichts hergibt und man so seine eigenen Games dergestalt optimiert, wie es die verkäuflichen nie tun werden; war ja bei Banished ähnlich ). Aus 1 Mann wurden dann mittlerweile 4 und es wird mit viel Liebe und Hingabe gearbeitet, das kann man sehen.

    Laut eigenen Angaben wolle man das "beste Aufbau und Citybuilder-Spiel aller Zeiten" erschaffen......ambitioniertes Ziel. Aber es macht richtig Laune und hat unheimlich viel Potential nach oben. Ich hab das jetzt mal auf dem Schirm und werde es verfolgen.

  • Ich habe zu Weihnachten den Landwirtschaftssimulator 22 geschenkt bekommen. Hatte ich mir jetzt zwar nicht gewünscht, im Mehrspielermodus mit vier Leuten macht aber sehr viel Spaß. Die Detailtiefe ist wirklich außerordentlich liebevoll, viele namenhafte Hersteller sind vertreten, sogar heimische Firmen wie Claas. Dazu gibt es noch eine größere Moddingszene. Da ich der dümmste Bauer bin, habe ich natürlich auch die dicksten Kartoffeln.

    UG:CW ist ein taktisches Strategiespiel, welches sich Elemente aus der Total-War-Reihe abgeschaut hat (kein Wunder, da der Lead Designer Mods für Total-War-Spiele entwickelt hat), und ist vom Setting her im Amerikanischen Bürgerkrieg angesiedelt.

    Ich überlege bereits seit Jahren, ob ich mir mal Ultimate General zulegen sollte. Das Szenario ist immer eine gelungende Abwechslung zu den Standardstrategiespielen, die sich entweder mit den Römern oder dem zweiten Weltrieg beschäftigt. Zum Civil War gibt es nicht so viel, Sid Meiers Gettysburg fand ich persönlich nicht so gut und North and South ist jetzt ja doch schon etwas eingestaubt. Die Graphik würde mich nicht stören. Abgehalten hat mich bisher der Umstand, dass ich die Darthmods eigentlich immer nur kurz angespielt hatte, da es deutlich bessere Alternativen gab. Für mich waren die Darthmods immer zu bunt, der Spielfluss zu schnell und auch völlig überladen.


    Wie sieht es in Ultimate General eigentlich mit der Modverfügbarkeit aus?

    Und zum arbeiten: es wird hier strikt nach Männer / Frauenjobs getrennt; kann man in den Arbeitsstätten auch so einstellen. Männer dürfen alles und Frauen eben nur Berufe wie Marktfrau, Lagerverwaltung oder auf dem Feld arbeiten. Bäume fällen oder Schmiedearbeiten ist was für echte Kerle.......

    Sehr gewagte Trennung. Vom Spielhintergrund aus betrachtet eigentlich nicht unbedingt notwendig, oder? Ansonsten sieht das Spiel wirklich interessant aus. Eine Multiplayerfunktion wäre für mich allerdings wichtig.

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