American Football - Die Sportart für Männer...und Weicheier

  • Blöder Brady, blödes Spiel, blöd bis 4:30 wach zu bleiben, blöde Halbzeitshow. :D


    Wenigstens hatte Mahomes Eier und ist "all in" (was soll er auch sonst tun? :) ) gegangen - leider wurde sein Risiko nicht belohnt. Aber seine Würfe und Aktionen waren weit spektakulärer als Brady's "Routine" und noch das Unterhaltsamste an dem Spiel für mich.


    Ich schaffe es auch immer irgendwie wach zu sein, wenn die langweiligen Super bowls sind. Bei den geilen finals schlafe ich zur Halbzeit ein und in der Zweiten dreht dann wieder jemand auf... :wall:

    Volle Zustimmung bis auf den letzten Absatz. Ich bin in weiser Vorraussicht nach der ersten Hälfte ins Bett gegangen, da war das Ding gelaufen. Die Chiefs haben irgendwie nichts gebacken bekommen und sich mit ihrer unnötigen Orgie an Regelverstößen auch noch zusätzlich ins Knie geschossen. Die Halbzeitshow ist für mich schon seit Jahren nur noch unerträgliche Grütze und deshalb auch kein Verlust sie nicht gesehen zu haben.


    "Telling an atheist they're going to hell is as scary as a child telling an adult they're not getting any presents from Santa"

    -Ricky Gervais-


    "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • So, fassen wir zusammen: Die Buccaneers haben nicht gewonnen, weil sie besser gespielt haben als sonst, sie haben gewonnen, weil die Chiefs sehr viel schlechter gespielt haben als sonst. Primär gab es da aus meiner Sicht drei essenzielle Gründe:

    • Die Receiver haben aus mir unerklärlichen Gründen es erst im letzten Viertel geschafft den Ball auch mal zu fangen.
    • Mit den beiden Timeouts vor der Pause hat Mr. Reid einen für mich unverständlichen Fehler gleich zweimal begangen.
    • Die gesamte Manschaft hat sich durch Undiszipliniertheiten selbst geschlagen.

    Und dann ist da noch die für mich Spielentscheidende Fehlentscheidung der Schiedsrichter. Mir ist es ein Rätsel, wieso die Interception zurückgenommen wurde, bzw. das Holding war in meinen Augen kein echtes Holding. Zweikämpfe wie diesen gab es das ganze Spiel über, gepfiffen wurde es in dieser Form aber exakt ein Mal. Die Rücknahme hatte letztlich zur Folge, dass dieser Moment, wo die Chiefs zum ersten Mal wirklich etwas auf die Reihe bekommen haben, dazu geführt hat, dass die Moral einen nicht unerheblichen Knacks wegbekommen hat. Die Fehlentscheidung war in den Köpfen, ebenso wie die Erkenntnis, dass man die Buccaneers diesmal nicht so einfach überrennen wird, wie noch während der regulären Saison.


    Das Ergebnis war dann dementsprechend: Aus dem Spielzug wurde der zweite Touchdown, der auch aufgrund der Flaggen zustande kam. Danach gab es diese merkwürdigen Timeouts, die vermutlich daher rührten, dass man unbedingt nochmal einen Drive spielen wollte (ein Fehler - nicht nur wegen dem Touchdown, sondern auch weil man etwas ohne echte Not erzwingen wollte - sowas geht meistens mehr als gründlich schief). Auch hier war dann schon zu sehen, wie fragil die Moral der Chiefs war: Flaggen, Frust, Undiszipliniertheiten. Dass es auch anders geht, hat dann zwar der erste Drive in der zweiten Hälfte gezeigt, aber da auch dieser nur mit einem Fieldgoal endete, war die Luft faktisch aus dem Spiel. Und mit dem vierten Touchdown war das Spiel gelaufen.


    Ich finde es schade, dass das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist, denn wie gesagt: Die Buccaneers waren nicht besser als sonst. Man muss hier einfach anerkennen, dass die Routine und Gelassenheit der beteiligten Spieler auf Seiten des Siegers deutlich ausgeprägter war, als die sonst vorhandene Souveränität der Chiefs. Für sich genommen war der Sieg der Buccaneers verdient, über die gesamte Saison hätten es die Chiefs aber mehr verdient gehabt. Bekanntlich ist aber genau der letzte Punkt im Finale ohne jede Relevanz.


    P.S.: Zur Halbzeitshow:


    Was hat dieser Pantomime da eigentlich gemacht? Oder anders gefragt: Wieso war der Typ so leise? Und warum war die Centurie Mymidonen, wie ich zunächst dachte, rein afroamerikanischer Abstammung, ebenso wie die komischen "Tänzer" auf dem Platz? Sollte da eine politische Botschaft transportiert werden? Ich habe das "Spektakel" zwischenzeitlich weggeschaltet und mir stattdessen ein paar Runden Counterstrike angesehen. Das war spannender, denn ich habe zum ersten mal gesehen wie jemand zwei Messerkills in einer Pistolenrunde binnen 2 Sekunden geschafft hat.


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  • So, fassen wir zusammen: Die Buccaneers haben nicht gewonnen, weil sie besser gespielt haben als sonst, sie haben gewonnen, weil die Chiefs sehr viel schlechter gespielt haben als sonst. Primär gab es da aus meiner Sicht drei essenzielle Gründe:

    • Die Receiver haben aus mir unerklärlichen Gründen es erst im letzten Viertel geschafft den Ball auch mal zu fangen.


    Ich finde es schade, dass das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist, denn wie gesagt: Die Buccaneers waren nicht besser als sonst. Man muss hier einfach anerkennen, dass die Routine und Gelassenheit der beteiligten Spieler auf Seiten des Siegers deutlich ausgeprägter war, als die sonst vorhandene Souveränität der Chiefs. Für sich genommen war der Sieg der Buccaneers verdient, über die gesamte Saison hätten es die Chiefs aber mehr verdient gehabt. Bekanntlich ist aber genau der letzte Punkt im Finale ohne jede Relevanz.


    Das Schöne am American Football ist ja, dass ein Team ja aus einer Offense und einer Defense besteht. Wenn man halt nur das Spiel aus der Offense-Brille betrachtet, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass die Bucs Offense nur ihren Stiefel heruntergespielt haben.....aber es liegt ja oft in den Details. Die Chiefs D-Line haben das Laufspiel der Bucs zu selten unterbinden können. Es gab zwar nicht die großen Big Plays von Fournette und Jones, aber ihre 4-7 Yards Runs waren empfindliche Nadelstiche gegen die Chiefs.


    Der eigentliche MVP des Spiels ist für mich der Defense Coordinator der Bucs, Todd Bowls. Er hat es geschafft, dass Mahomes seine schlechteste Karriere-Performance hingelegt hat. Und das lag nicht nur an den dämlichen Strafen, womit sich die Chiefs selbst ins Knie geschossen haben. Die Bucs Defense hat eine Pressure-Rate auf Mahomes von 52% kreiert. Das sind in absoluten Zahlen 29mal Druck auf Mahomes. Das ist im übrigen einer neuer Rekord in der Geschichte des Super Bowls. Brady wurde viermal unter Druck gesetzt. Wenn es ein Team schafft einen QB 15-20mal unter Druck zu setzen ist das ein ziemlich guter Wert. Nur so mal objektiv betrachtet für dich, was die Bucs da letzte Nacht geleistet haben.


    Das Passer Rating von Mahomes lag nur bei 52,3.....und das ist unterirdisch für einen QB.


    Zu deiner richtigen Beobachtung, dass die WR der Chiefs kaum Bälle vor dem letzten Viertel einigermaßen gefangen haben:


    1. Die Cornerbacks und der Free Safety (derjenige, der Hill mit seinem Fingerzeig in der Endzone provoziert, was im übrigen Hill in Week 12 ebenfalls gegen die Bucs gemacht hätte.....Revanche geglückt würde ich sagen) deckten Hill und Co. perfekt.
    2. Mahomes musste gestern 497yards aus seiner Pocket rennen, ehe er passen konnte,weil er wie Freiwild von der Defense der Bucs gejagt wurde.


    Subjektiv mögen die Bucs nicht die bessere Mannschaft für dich gestern gewesen sein, bzw. auch über die Saison nicht der verdiente Sieger gewesen sein. Objektiv irrst du dich mit deiner Einschätzung. So nebenbei sollte man vielleicht auch erwähnen, dass die Bucs die Saints und die Packers in den Playoffs vorher besiegt haben, und zwar nicht mit Glück.


    Zu guter Letzt noch ein Link, wo du noch ein Zitat von Mahomes (dieses Zitat zeigt auch seine Größe.....ein fairer Sportsmann) findest, was eigentlich alles über die Leistung der Bucs sagt.


    https://www.espn.com/nfl/story…oss-was-worst-beaten-long

  • Kann es sein, dass du meinen Beitrag mal so gar nicht (richtig) gelesen hast? Ich habe nicht behauptet, dass die Buccaneers das schlechtere Team waren, ich habe gesagt, dass sie nicht besser gespielt haben als sonst. Deine Statistiken sind daher vollkommen irrelevant, denn sie sagen nur aus, dass irgend jemand irgend etwas gemacht hat. Man kann 500 Yards werfen ohne auch nur einen Touchdown zu erzielen. Man kann 5 Interceptions fangen ohne einen Touchdown zu erzielen. Man kann den Quarterback 30 Mal unter Druck setzen und trotzdem 5 Touchdowns kassieren, diese Statistiken sind wertlos, wenn man sie nicht richtig liest.


    Mich nervt dieses Statistikgetue maßlos, da es den Aspekt der Menschlichkeit völlig außen vor lässt. Das mentale Versagen der Chiefs (Spieler und Trainer) war faktisch die entscheidende Ursache für die Niederlage und nicht ein wie auch immer geartetes Satistikwunder der Buccaneers. Lies meinen Beitrag nochmal und überdenke dann das was du gesagt hast. Vielleicht fällt dir dann ja auch auf, dass ich schon schrieb, dass die Buccaneers den Super Bowl aufgrund der besseren Leistung gewonnen haben, und dass ich lediglich aufgrund der Leistung über die gesamte Saison hinweg den Chiefs das eher gegönnt hätte.



    P.S.: Stichwort "Absurdität der Statistik":


    Von den 17 Super Bowls, in denen eine Manschaft ein weißes Trikot trug, hat 14 Mal die Manschaft mit dem weißen Trikot gewonnen. Seit 2015 hat kein Team mehr den Super Bowl gewonnen, das den Münzwurf gewonnen hat. In den letzten 10 Jahren hat nur ein MVP der regulären Saison den Super Bowl gewonnen, beinahe alle anderen haben den Super Bowl nicht einmal erreicht. All diese Statistiken sprächen dafür, dass manches Team die Playoffs gleich als verloren abtun sollte, wenn es den MVP der regulären Saison stellt, oder dass ein Team mit einem farbigen Trikot spätestens nach dem Münzwurf in die Kabine zurückkehren kann, sollte es den Münzwurf gewinnen. Ich denke, diese Sichtweise verdeutlicht, wieso Statistiken nur einen begrenzten Wert aufweisen.

  • Die Bucs haben aber besser gespielt als sonst.......zeigen die Statistiken. Für dich mag das nur Getue sein, für mich sind es halt klare Fakten. Zahlen lügen nicht. Deswegen stelle ich genau dieses Aussage von dir "Die Bucs haben nicht besser gespielt als sonst" ins richtige Licht. Die Defense der Bucs war nochmal auf einem anderen Level als sonst und damit der entscheidende Faktor, wobei ich nicht von der Hand weisen kann, dass der mentale Zusammenbruch der Chiefs in der zweiten Hälfte seinen Beitrag dazu beigetragen hat. In der ersten Hälfte waren die Chiefs aber noch auf geistiger Augenhöhe.


    Und ich habe deinen Beitrag sehr wohl gelesen.....ich finde es persönlich immer sehr schade bei dir, dass du einigen Personen gleich immer standardmäßig unterstellst sie würden deine Beiträge nicht lesen.


    Ich bin viel auf Bleacherreport, ESPN und zwei Fantasy-Footballportalen unterwegs. Ich folge auch einigen namhaften Journalisten und nirgendwo stand, dass die Bucs keine herausragende Leistung gezeigt hatten. Das möchte ich hier nur von meiner Seite aus darlegen. Das ist kein persönlicher Angriff gegen dich. Wenn es so für dich sein sollte, dann tut es mir leid. Das war jetzt nicht meine Absicht.
    Nur diese Aussage, dass die Bucs nicht anders gespielt hätten als sonst, ist schlichtweg falsch. Sowas können Statistiken sehr wohl beweisen.
    Welche Faktoren da jetzt ausschlaggebender waren, können wir gerne diskutieren. Nur die Strafen und ein mentales Versagen als Ursache für die Niederlage der Chiefs heranzuziehen ist mir persönlich zu einseitig.

  • So, fassen wir zusammen: Die Buccaneers haben nicht gewonnen, weil sie besser gespielt haben als sonst, sie haben gewonnen, weil die Chiefs sehr viel schlechter gespielt haben als sonst. Primär gab es da aus meiner Sicht drei essenzielle Gründe:

    • Die Receiver haben aus mir unerklärlichen Gründen es erst im letzten Viertel geschafft den Ball auch mal zu fangen.
    • Mit den beiden Timeouts vor der Pause hat Mr. Reid einen für mich unverständlichen Fehler gleich zweimal begangen.
    • Die gesamte Manschaft hat sich durch Undiszipliniertheiten selbst geschlagen.

    Die Chiefs Offense hat die ganze Saison über immer leicht "sloppy" gespielt(gibt es dafür ein gutes Deutsches Wort?). Sie lebt von den Big Play Möglichkeiten und Mahommes. Wenn man Sie aber vorne hält und für den Drive klein klein arbeiten lässt, bekommt sie Probleme. Mahommes hat auch die doofe Angewohnt, dass sein Dropback zu tief ist und der Line zusätzlich Probleme bereitet. Viele Catches, wenig yards. Sprich zwei tiefe Safetys, die alles vor sich halten. Hat gut funktioniert, die Defense Line konnte machen was sie wollte und die Receiver wurden dann komplett in Schacht gehalten.


    Die Chiefs hatten aber vor der strengen, aber in meinen Augen nicht Fehlentscheidung, den Goalline Stop als Momentum Shift. Ein Pass aus der Endzone raus, danach hat man sich aber wieder verrannt und musste punten. Viele der Flaggen für die Chiefs waren vorallem eins: Unnötig. Ich habe bei einem Fieldgoal sehr selten ein Offside gesehen, gerade aus einer statischen Situation darf es nicht passieren. So gewinnt man kein Spiel, gerade gegen routinierte Leute in der Offense wie Brady, Gronkh und co. Die haben überzeugend und sicher gespielt. Defensiv ein Meisterwerk, so dass sie in Offense dann ohne Druck runterspielen konnten.



    Kann es sein, dass du meinen Beitrag mal so gar nicht (richtig) gelesen hast? Ich habe nicht behauptet, dass die Buccaneers das schlechtere Team waren, ich habe gesagt, dass sie nicht besser gespielt haben als sonst. Deine Statistiken sind daher vollkommen irrelevant, denn sie sagen nur aus, dass irgend jemand irgend etwas gemacht hat. Man kann 500 Yards werfen ohne auch nur einen Touchdown zu erzielen. Man kann 5 Interceptions fangen ohne einen Touchdown zu erzielen. Man kann den Quarterback 30 Mal unter Druck setzen und trotzdem 5 Touchdowns kassieren, diese Statistiken sind wertlos, wenn man sie nicht richtig liest.

    Ich muss hier einfach die alte Fußballerweißheit raushauen: Sie haben in allen Statistiken geführt, bis auf bei den Toren. :P

  • Die Chiefs Offense hat die ganze Saison über immer leicht "sloppy" gespielt(gibt es dafür ein gutes Deutsches Wort?).

    Schlampig, nachlässig, schludrig....vielleicht meinst du das? :grübel:



    Mahommes hat auch die doofe Angewohnt, dass sein Dropback zu tief ist und der Line zusätzlich Probleme bereitet.


    Und er hatte auch noch diese Zehenverletzung aus der Regular Season, glaube ich, die ihn am Ende ganz schön gehandicaped hat. Konnte man ganz gut sehen, wie Mahomes teilweise unrund auf seinem Fuß stand. Das haben die Bucs auch eiskalt ausgenutzt. Wie ich bereits geschrieben habe, ist er nicht rein zufällig ohne Ende geblitzt worden, um ihn aus der Pocket zu treiben. Fast 500yards während eines Spiels auf einem kaputten Zeh (der in der Offseason auch operiert werden muss) rumzueiern,macht dich halt mürbe und unkonzentriert. Das war smart gemacht von den Bucs.


    Die hohe Pressurate+die daraus resultierende, mentale Schwäche der Chiefs passt halt genau ins Bild der Zahlen aus dem Super Bowl. Offense wins games and Defenses wins Championships.....womit wir wieder bei Fußballerweisheiten sind. ;)

  • Die Bucs haben aber besser gespielt als sonst.......zeigen die Statistiken.

    Nein, tun sie nicht. Die Statistiken zeigen nur, dass die Chiefs anders gespielt haben als im Spiel während der regulären Saison. Wie so viele andere Statistik-Freaks verwechselst du zudem Ursache und Wirkung (Resultat), denn frage dich doch mal, wieso die Verteidigung der Chiefs seltener durchgebrochen ist oder warum die Verteidigung der Buccaneers häufiger durchgebrochen ist. Steht das in den Statistiken? Nein, das tut es nicht. Die Antwort auf die erste Frage findet man in den Playoff-Spielen der Buccaneers und die Antwort auf die zweite Frage findet man auf dem "Injury-Report" der Chiefs.


    Wie oft hast du dir das Spiel angesehen? Oder wie schaust du die Spiele während der Saison? Ich gehe mal davon aus, dass in beiden Fällen die Antwort (nur) "Live" lautet. Oder? Ich habe den Super Bowl inzwischen mehr als zweimal gesehen, einmal in der Nacht, und dann zum Frühstück nochmal als Aufzeichnung mit dem Finger auf der "Fast-Forward"-Taste. Und dann noch ein paar Abschnitte zusätzlich, um sicherzustellen, dass ich in diesem Thread hier keinen Unsinn schreibe. Ich schlage mal vor, dass du das Selbe tust. Schau dir die Playoff-Spiele der Buccaneers ohne das Geschwafel der Kommentatoren und ohne Werbung an, vielleicht fällt dir ja dann auf, wie die Offensive der Buccaneers spielt.


    Die Antwort darauf lautet "physisch" und "schmutzig". Und genau das haben wir auch im Super Bowl gesehen. Die 67 (der Center glaube ich ist das) hat die unschöne Angewohnheit seine Hand unter das Kinn seiner Gegner zu schieben. Außerdem lässt er seine Hand unangebrachterweise länger da als notwendig - selbst nach dem Abpfiff des Spielzugs. Das Resultat ist, dass die Verteidiger sich spätestens im zweiten Viertel darüber aufregen - und eine persönliche Strafe kassieren, weil sie die Hand der 67 wegschlagen. Das ist bei den Redshirts aus Washington, den Saints und den Chiefs passiert, immer der selbe Spieler, immer das selbe Vorgehen, immer die selbe Strafe. DAS ist eine Statistik, der man glauben kann, denn die ist mit unanfechtbaren Fakten belegbar.


    Bei der Defensive der Buccaneers ist das anders. Die nehmen den Gegner wie er kommt und nutzen dessen Schwäche. Im Super Bowl war das ganz offensichtlich: Die beiden Tackle der Chiefs wurden ersetzt. Die beiden neuen Spieler hatten auf ihrer Position Probleme ihre Gegner zu schlagen, was sich dann als Resultat in den Statistiken zeigt: Die Buccaneers sind häufiger über außen durchgebrochen. Als Reaktion darauf wurden die Tackle unterstützt, was das Zentrum der Offensive geschwächt hat. Das daraus entstandene Resultat war, dass die Verteidiger in der Mitte durchgebrochen sind, mit der Konsequenz, dass Mahomes wie ein Hase gejagt wurde. Auch hier ist es aber so, dass die Buccaneers nichts anders gemacht haben als in den Spielen zuvor. Darauf zu schließen, dass die Buccaneers besser gespielt hätten ist somit falsch. Sie haben anpassungsfähig gespielt, nicht mehr und nicht weniger.


    Würde man sich die Playoff-Spiele der Buccaneers ohne Werbung hintereinanderweg ansehen würde man das Gefühl haben, man würde immer und immer wieder das gleiche Spiel sehen. Ab der zweiten Hälfte der regulären Saison hatten die Buccaneers ihren Spielstil gefunden und nur noch im Detail an den jeweiligen Gegner angepasst. Objektiv gesehen spricht das ganz eindeutig für einen fähigen Trainerstab, denn man hat sehr schnell die Fähigkeiten der Spieler erkannt und diese dann "gewinnbringend" eingesetzt. Dass die Buccaneers im Super Bowl eine bessere Leistung erbringen mussten war nicht notwendig (und ist auch nicht passiert), sie haben lediglich ein erprobtes System konsequent runtergespielt. Das war's.


    Ich weiß, dass ich mit dir niemals ein Football-Spiel schauen könnte, ohne dir den Mund verbieten zu müssen, wenn du mit den dämlichen Statistiken um die Ecke kämst. Und selbst wenn ich schweigen würde, meine Kumpels würden dich rausschmeißen. Man kann sich ja gern die Statistiken anschauen, diese aber als Argument anzuführen, dass etwas besser oder schlechter gelaufen ist eben WEIL die Statistiken so uns so aussehen, ist absoluter Unsinn und ein geächtetes "NoGo" bei uns. Die Statistik ist das ERGEBNIS eines Spiels und nicht das Spiel selbst. Wer das nicht versteht hat entweder keinen Sachverstand oder ist ein verkannter Rezitierer (soll heißen, der soll ins Theater und dort aufgeschriebene Texte vortragen). Das ist kein Angriff auf dich, es ist lediglich eine Tatsachenfeststellung. Mich nervt dieses Geschwafel über Statistiken nicht nur hier, sondern auch im Fernsehen und bei den Gesprächen mit anderen, die ähnlich wie du meinen, dass man die amerikanischen Kommentatoren nur häufig genug zitieren müsste, um sicherzustellen, dass man Recht hat.


    Und damit beende ich das Thema nun für mich auch. Im April ist der Draft, im Sommer die Pre-Season-Spiele, dann kommt die Saison LVI. Und irgendwann dazwischen fängt College-Football an. Freuen wir uns darauf .... :kaffee:

  • Ich kann mir ganz gut Urteile bilden, indem ich mir ein Spiel einmal anschaue und dann die Highlights. Ich habe ja noch ein sehr ausgefülltes Reallife, wo viele andere Menschen meine Aufmerksamkeit brauchen. Da habe ich nicht die Zeit, wie du entspannt beim Frühstück nochmal den Super Bowl anzuschauen (bist im übrigen der erste Mensch in meinem Leben, der dieses auch tut.....halt, nein. Mein Kollege ist ja Footballtrainer. Der tut das auch.).......aber du bist und bleibst halt Brax. Ein einzigartiger Charakter.


    Und ......btw......jemanden "rausszuschmeißen" oder "den Mund zu verbieten" zeigt mir nur eines: Schwäche. Und damit ist das Thema auch für mich durch und wir freuen uns auf die nächste Footballsaison.......



  • Wieso hast du denn den Beitrag in Gänze zitiert, wenn er doch über deinem bislang völlig unkommentiert steht? Und ist dir klar, dass "Jemandem den Mund verbieten" heißt zu sagen "Halt die Klappe", und dass "Jemanden rauszuschmeißen" heißt zu sagen "Setz dich da hinten in die Ecke und sei still"? Das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern zeigt lediglich, dass man sich nicht von Leuten den Spaß verderben lassen will, die meinen die Weisheit mit Löffeln konsumiert zu haben. Fahr dich mal wieder runter. Nur weil ich deine Passion Daten zu lesen und als der Weisheit letzter Schluss anzuerkennen nicht teile, heißt das nicht, dass ich dich grundsätzlich ablehne. Das steht da nicht. Also unterstelle es mir bitte auch nicht.


    Im Übrigen: Ich habe dieser Tage frei. Und was ich in meinem Urlaub mache, ist doch wohl mir selbst überlassen, oder? Wenn ich mir ein Footballspiel ein zweites Mal ansehen will, darf ich das tun, oder steht in den Statistiken, dass ich das nicht darf (das ist eine rethorische Frage)? ;)

  • Wieso hast du denn den Beitrag in Gänze zitiert, wenn er doch über deinem bislang völlig unkommentiert steht? Und ist dir klar, dass "Jemandem den Mund verbieten" heißt zu sagen "Halt die Klappe", und dass "Jemanden rauszuschmeißen" heißt zu sagen "Setz dich da hinten in die Ecke und sei still"? Das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern zeigt lediglich, dass man sich nicht von Leuten den Spaß verderben lassen will, die meinen die Weisheit mit Löffeln konsumiert zu haben.

    Mir zeigt das eher, dass man nicht weiß, wie man sich Gästen gegenüber zu benehmen hat.

    Fahr dich mal wieder runter.

    Würde ich dir hier auch empfehlen. Die Art, wie du hier Lord angehst ist definitiv deutlich zu aggressiv in Ton und Inhalt.

  • Ich bin nicht agressiv, hier liegt nur wieder das übliche "Sender-Empfänger-Missverständnis" vor. Außerdem solltest du bedenken, dass man üblicherweise solche Veranstaltungen mit Freunden sieht und nicht mit völlig fremden Menschen. Eine offene Kommunikation ist unter Freunden jederzeit möglich, eine unmissverständliche Wortwahl ist daher auch kein Problem.


    Früher haben wir den Super Bowl in einer Gruppe von 20 Leuten geschaut, in den Jahren vor SARS-CoV2 waren es nur noch zehn bis zwölf. Die anderen wurden einfach nicht mehr eingeladen, weil sie mit ihrem Geschnatter den Spaß gestört bzw. die Atmosphäre kaputt gemacht haben. Wir würden Lord Wolhynia ja nicht vor's Fenster setzen und ihn von draußen zuschauen lassen, er würde einfach nur kein zweites Mal eingeladen werden. Und ihm zu sagen, dass er still sein soll, ist nicht unhöflich, niemand würde sich in seinen eigenen vier Wänden von Fremden die Ohren mit Statistiken zuschütten lassen, wenn man kein Interesse hat diese zu hören. Man würde ihn darauf hinweisen, dass seine Sätze nicht gern gehört werden, und das war's.


    Aber wir kommen hier schon wieder weit vom Thema ab, von daher sollten wir es dabei nun auch belassen. Ich sagte schon, es ist Urlaub, Gezanke ist da höchst unwillkommen. ;)

  • Ich weiß, dass ich mit dir niemals ein Football-Spiel schauen könnte, ohne dir den Mund verbieten zu müssen, wenn du mit den dämlichen Statistiken um die Ecke kämst. Und selbst wenn ich schweigen würde, meine Kumpels würden dich rausschmeißen.

    Wie so viele andere Statistik-Freaks

    Mich nervt dieses Geschwafel über Statistiken

    Mag sein, dass wir hier ein Sender-Empfänger-Problem haben. Ich empfange hier jedenfalls ein deutlich aggressives Vokabular. Wäre ich Lord, würde mir das gegen den Strich gehen. Liegt das Problem jetzt beim Empfänger oder beim Sender?


    Ich habe auch keinen Bock auf Gezanke. Aber ignorieren kann ich es auch nicht.

  • Und was da nicht steht ist, "Deine dämlichen Statistiken", "Du Statistik-Freak" (was übrigens keine Beleidigung wäre sondern eine Klassifizierung) oder "Dein Geschwafel". Die Sätze sind alle allgemein gehalten, damit man mir eben nicht vorwerfen kann, ich würde jemanden gezielt beleidigen. Es ist eine Grundsatzfrage, die ich da behandelt habe, das sollte eigentlich erkennbar sein.


    Falls es hier jemandem wichtig ist die Sache weiter zu vertiefen oder auszudebattieren, schreibe er mir eine PN. Die Diskussion über vermeintliche oder subjektiv wahrgenommene Beleidigungen oder Umgangstöne hat nichts mit dem Thema "Football" zu tun und sollte nun (endlich) auch zu einem Ende kommen. :kaffee:

  • Früher haben wir den Super Bowl in einer Gruppe von 20 Leuten geschaut, in den Jahren vor SARS-CoV2 waren es nur noch zehn bis zwölf. Die anderen wurden einfach nicht mehr eingeladen, weil sie mit ihrem Geschnatter den Spaß gestört bzw. die Atmosphäre kaputt gemacht haben.

    Haben dann alle zufällig gleichzeitig Urlaub oder sagt ihr euch einfach, "scheiss auf Schlaf, ich arbeite morgen völlig übermüdet."


    Mich haben die unchristlichen Uhrzeiten immer von den ganzen US-Sportarten abgehalten, obwohl es mich eigentlich interessiert.

  • "Zufällig" nicht, eher "vorsätzlich". In meinem Fall ist es immer so, dass ich mir für die Tage nach dem Super Bowl schon im Vorjahr Urlaub aufspare. Da man den Resturlaub im Folgejahr "zeitnah" bzw. "im I. Quartal" nehmen muss, haben die Vorgesetzten im Zweifelsfall keine Möglichkeit den dann abzulehnen. Andere machen das so, dass sie in den Wochen vorher gezielt Überstunden aufbauen, die sie dann ebenfalls gemäß Dienstvorschrift "zeitnah" abbauen müssen. So ist es für die allermeisten kein Problem zumindest den Montag nach dem Super Bowl auf dem Sofa verbringen zu können. Noch einfacher wird es, wenn der Dienststellen- oder Abteilungsleiter dabei ist, der kennt das "Problem" ja dann aus erster Hand. Seit 2016 ließ sich so jeder Super Bowl problemlos als Gruppenevent erleben.

  • Es gibt auch das gemeinschaftliche rumhängen und unproduktiv sein auf der Arbeit. Habe ich zumindest gehört, dass das Menschen machen sollen. :pfeif:


    Hier noch die interessante Analyse von Brett Kollman, warum die Chiefs im Coaching das Spiel verloren haben. Wenn man mit dem gleichen Defenscall 89% der Zeit spielt, muss man in der Offense dringend adaptieren. Haben die Chiefs nicht gemacht...



    Edit: Gestern wurde das neue Capspace bekannt gegeben und wurde musste um gut 8% gesenkt werden. Damit hat dann gestern der große Ausverkauf von Spielern begonnen. Einige Teams sind jetzt in der absoluten Hölle. Die Saints haben geführt und waren 53 Mio $ über Cap, konnten aber schon 20 Mio frei machen. Gleichzeitig können einige Teams wie die Patriots gut auf Shopping Tour gehen. :D Das wird eine bescheuerte Offseason mit vielen 1Jahres Verträgen.


    NFL Salary Cap Space | Over The Cap

  • Dann verstehe ich aber nicht, wieso Dallas gestern Prescott einen 160 Millionen Vertrag gegeben hat. Sicherlich ist 1/3 davon Handgeld, aber dennoch ist das ganz schön viel Geld für einen Quarterback, dessen Potential nach seiner Fußverletzung nicht wirklich eingeschätzt werden kann, vorallem auch unter dem Aspekt der limitierten Finanzmittel.


    Auf der anderen Seite stimme ich aber zu, dass es das Jahr der "Abgänge" werden könnte. Smith wurde bereits entlassen, Breesus steht zur Disposition, McCaffrey und irgend so ein Tackle haben neue Veträge bekommen (wobei ich mich hier frage, was der Unterschied zwischen dem Signingbonus und der garantierten Summe ist, der Bonus drückt angeblich nicht so sehr auf das Fananzlimit). Dazu kommen eine Menge Leute, deren Vertrag ausgelaufen ist und die man eigentlich nicht als "Erste Wahl" bezeichnen würde. Haben die zweitklassigen Spieler in diesem Jahr eine bessere Chance? Bei weniger Geld scheint mir das fast so.


    Und dann noch eine "FunFact": Brady hatte eine OP, die ihn bis Juni hindert zu trainieren. Lawrence, der designierte Firstoverall Pick, hatte eine OP an der Schulter, die ihn ebenfalls einschränkt. Und dann ist da noch Mahomes. Irgendwie scheinen die Quarterbacks derzeit einen merkwürdigen Fetisch zu haben. :grübel:

  • Ich glaube, mit Dak hofft man auf eine gute Zukunft über die nächsten 2-3 jahre hinaus, wo es finanziell schwieriger wird. Schleißlich braucht an echt Glück einen doch so guten Quaterback zu draften. Er hätte sonst wahrscheinlich die Saison ausgesessen oder wäre zu einem anderem Franchise gegangen.

    Ich glaube nicht, dass es das Jahr der zweitklassigen Spieler wird. Es wird der ein oder andere die Saison aussitzen, allerdings sieht es so aus, als würde das Capspace die 2-3 Jahre nicht steigen. Es ist schon höher als ursprünglich ausgerechnet, hat aber jetzt für die Zukunft vorgekauft. Ich glaube, ursprünglich war mal von 155Mio die Rede, jetzt ist es bei 182 Mio.


    Brady hat doch nur wieder die Seele eines jungen QBs gegessen, damit er ein weiteres Jahr erfolgreich ist. :D

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