Opel - und kein Ende!

  • Tja, für mich kaum überraschend, hat den GM den Opelverkauf platzen lassen. Aus Sicht der Amerikaner eine mehr als verständliche Entscheidung und um so unverständlicher das Verhalten der dt. Politik und auch des Betriebsrates.


    Gerade das Verhalten des Betriebsrates, der voriges Jahr vorgebrescht ist und dafür geworben hat Opel aus dem GM-Konzern herauszulösen, war mehr als befremdlich und auch unangemessen. Die dt. Politik hat sich genauso nicht mit Ruhm bekleckert und sogar GM erpresst. Das klare Bekenntnis zu Magna war falsch und das man mögliche Kredite nur diesem Unternehmen geben wollte.


    Bei der ganzen Sache hat man die Bedeutung von Opel für GM nie wirklich einkalkuliert. GM kann ohne Opel, in der Zukunft, nicht wirklich bestehen und somit einen Verkauf auch gar nicht gutheißen. Politik und Betriebsrat haben sich da einer gefährlichen Träumerei ergeben, die doch kaum eine Chance zur Realisierung hatte.


    Es ist auch mehr als fraglich ob es Opel unter Magna und der russ. Bank wirklich besser gegangen wäre. Werksschließungen hätte es früher oder später doch ohnehin geben müssen.


    Mal sehen was noch wird, auch wenn der ganze Hickhack echt nervt.

  • Braucht man denn Opel wirklich.
    Besonders durch die gegenwärtige Überproduktion an Autos.


    Zumal man dort ja seit Jahren eh qualitative Probleme hatte.
    Eigentlich war es doch eh nur eine Frage der Zeit, wenn der Ruf erst mal hin ist.


    Wir haben doch ein hervorragendes Automobilwerk am Rande der Lüneburger Heide, das den Bedarf an guten Autos problemlos decken kann. Ich meine Autos die auch richtig fahren und nicht die meiste Zeit in der Werkstatt verbringen.
    Hoffentlich investiert der Staat nicht auch noch in diese Totgeburt Steuergelder.

    [i]„Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
    Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
    [align=center][color=#ff6600]Karl Marx.

  • Mittlerweile baut Opel schon wieder ganz anständige Autos, den neuen Astra, den Insigna. Die Zeiten des Proleten-Images und dem Manta sind doch schon lange vorbei. Für mich war auch klar, daß sich GM nicht die Butter vom Brot nehmen läßt und a) auf die Technik und Innovationskraft von Opel verzichtet und b) gleichzeitig die russische Konkurrenz stark werden läßt, insofern kann ich die Entscheidung nachvollziehen. Man hat gepokert und gewonnen, unsere Regierung hat sich blauäugig über den Tisch ziehen lassen und fast schon erpressbar gemacht. Es ist ja nicht der Untergang von Opel, wenn man nicht an Magna verkauft, auch GM hat ein Interesse, daß es weitergeht.

  • Es ist ja nicht der Untergang von Opel, wenn man nicht an Magna verkauft, auch GM hat ein Interesse, daß es weitergeht ...
    ... nur halt nicht unbedingt an den bisherigen Standorten und mit den bisherigen Mitarbeitern.


    Nachvollziehbar ist das schon. Was will man mit Werken, die etwas herstellen, das keiner haben will? Besonders nach der Abwrackprämie.


    Was soll man sich einen Astra für mindestens 16.600,-€ kaufen, wenn man einen gleichwertigen Dacia Logan für ab 7.300,-€ bekommt, von der Serie von "Pleiten, Pech und Pannen" ganz abgesehen.
    Man hätte seine Seele eben damals schon nicht an den Ami verkaufen sollen. Das rächt sich irgendwann. Andere Hersteller haben 20% Staatsbeteiligung und produzieren hochwertige Technik in allerhöchster Qualität, die einem überall auf der Welt nur so aus den Händen gerissen wird. Die haben selbst in der Krise noch Gewinne gemacht.

    [i]„Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
    Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
    [align=center][color=#ff6600]Karl Marx.

  • Wo will denn GM härter durchgreifen als Magna? Beide reden von ca. 10.000 Entlassungen, europaweit. Ob jetzt Eisenach, Bochum oder Antwerpen geschlossen wird, ist erst einmal wumpe ( auch wenn das jetzt merkwürdig klingt ). Wie Du schon sagtest, die Autos müssen verkauft werden, und das gewinnbringend. Ist ein durchaus gerechtfertiges Argument seitens des Besitzers von Opel.

    Zitat

    Andere Hersteller haben 20% Staatsbeteiligung und produzieren hochwertige Technik in allerhöchster Qualität, die einem überall auf der Welt nur so aus den Händen gerissen wird. Die haben selbst in der Krise noch Gewinne gemacht.

    Eben; Renault und Peugeot haben Mrd. bekommen von der französischen Regierung, wollen wir das hier auch so handhaben? Mit Steuergeldern uns die Konkurrenz vom Leib halten? Laut Umfrage sind mehr als 60% der Deutschen gegen eine finanzielle Unterstützung von Opel. Daß sich Angie und Konsorten in den letzten Monaten so engagiert haben dafür, war doch nur wieder Wahlkampf-Rhetorik.

  • Eben; Renault und Peugeot haben Mrd. bekommen von der französischen Regierung, wollen wir das hier auch so handhaben?


    Ich meine nicht ausländische Firmen, sondern deutsche und ich rede auch nicht von Geld was die Firmen von Staat bekommen sondern von Staats- bzw. Landesbeteiligungen. Das wird in Niedersachsen seit Jahren sehr erfolgreich gemacht. Diese Firma hat den derzeit dritthöchsten Absatz der Welt.


    Wo will denn GM härter durchgreifen als Magna? Beide reden von ca. 10.000 Entlassungen, europaweit.


    Meine ich ja.
    Hat beides kein Zweck. Für Magna auch nicht, wenn bei einer Übernahme einige Spitzenkonzerne mit Auftragsentzug drohen. Bringt ja nichts, wen die zwar über minderwertige Produktionsanlagen verfügen und dafür hochwertige Aufträge von Firmen verlieren die, im Gegensatz zu Opel, eine Zukunft haben.


    Das beste für die Opelmitarbeiter wäre, sich nach Umschulungen umzuschauen.
    Zum Frühling werden wieder Handlanger auf dem Bau gesucht. McDonald und BurgerKing suchen auch ständig Mitarbeiter oder Vorwerk.

    [i]„Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
    Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
    [align=center][color=#ff6600]Karl Marx.

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