Sehenswürdigkeiten, die man gesehen haben muss

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich hab ja schon vor zwei Wochen mal erwähnt, dass wir auf uns unserem kleinen Ausflug zur Befriedung bösartiger Menschen einen kurzen Zwischenstop auf Malta eingelegt haben. Dazu jetzt mal ein paar kurze Worte.

      Warum Malta einen gewissen Reiz hat, braucht eigentlich nicht mehr erwähnt zu werden, denn die meisten Leute wissen sicherlich, dass Malta von so ziemlich jeder bedeutenden Kultur irgendwann mal besetzt wurde. Allerdings ragt eine bestimmte Epoche in der Geschichte heraus, und das ist die Zeit des Mittelalters, wo sich auf der Insel der Johanniterorden ansiedelte.

      Bei unserem Aufenthalt in La Valletta, der nach meiner Auffassung mit lediglich 48 Stunden viel zu kurz war, lagen wir, was die Sehenswürdigkeiten im Zusammenhang mit dem Orden angeht, ideal. Wenn man bei Google-Maps mal "La Valletta" eingibt, bekommt man genau den Stadtteil der Stadt angezeigt, auf dem sich die wichtigsten Gebäude so tummeln. Und genau da lagen wir mit unserem Schiff.

      Die beiden interessantesten Gebäude waren für mich einmal der Großmeisterpalast, der heute als Sitz des Parlaments und wohl auch als Präsidentenpalast genutzt wird, und die Saint Johns Co-Kathedrale, zu der auch eine Art Museum gehört. Für beides muss man allerdings Eintritt bezahlen, wobei man mit 6€ für die Kathedrale durchaus leben kann und der Palast mit 10€ noch gerade so akzeptabel ist.

      Der Großmeisterpalast

      Der Palast ist wie gesagt heute ein Regierungsgebäude und deshalb nicht in Gänze begehbar. Dafür bekommt man aber einen sehr guten Eindruck, wie es früher darin mal ausgesehen haben muss, denn die Kreuzgänge sind wirklich schön anzusehen. In den meisten von ihnen wurden Portraits der Großmeister ausgehangen, die man aber wegen der Lichtverhältnisse nicht sonderlich gut fotografieren kann. Des Weiteren kann man einige Säle begehen, wobei allerdings ausgerecht der Saal nicht mit zu gehört, der den Chefsessel der Großmeister beherbergt. Dieser Teil des Palastes ist nur an besonderen Tagen begehbar, oder irgendwelchen Würdenträgern vorbehalten. Ein anderer schöner Anblick ist der Innenhof des Palastes, den man aber leider nicht betreten darf.

      Eine weitere Attraktion ist die Rüstungs- und Waffenkammer, oder kurz Armoury. Dort sind verschiedene Rüstungen und Waffen ausgestellt, welche sich unglücklicherweise zum Großteil in ausgeleuchteten Vitrinen befinden, sodass man sie nur ganz schlecht fotografieren kann. Ich hätte eigentlich gerne Fotos mitgebracht, damit die Modder unter uns sich mal einige Originalbilder ansehen können, aber wegen dem Licht sind die meisten Bilder nichts geworden. Meine Lieblingswaffe habe ich allerdings erfolgreich fotografiert, nämlich eine Deutsche Schwertmuskete. Vielleicht kann die ja jemand mal in einen Mod einbauen, genau wie dieses Gerät, von dem ich zwar weiß wie es funktioniert, aber dessen Namen ich vergessen habe.

      Die Kathedrale

      Die Saint Johns Co-Kathedrale beherbergt wie bereits erwähnt auch ein Museum, in dem man sich neben einigen Gemälden auch alte handgemalte Liedbücher ansehen kann. Diese Bücher muss man sich so vorstellen, dass sie in der Größe DIN-A3 mit Pinseln gezeichnet wurden, und neben den Noten und Texten sehr feine Darstellungen von Menschen, Tieren und Pflanzen enthalten. Und da anscheinend jeder Großmeister ein eigenes Liedbuch besaß, kann man in den Kellergewölben etwas mehr als 20 Stück davon betrachten, natürlich ohne diese berühren oder fotografieren zu dürfen. Des Weiteren sind an den Wänden der Kellergänge Wandteppiche ausgestellt, die Portraits der früheren Großmeister darstellen, und zwar in Rüstungen und/oder zu Pferd.

      Eine erstaunliche Besonderheit, wie ich finde, waren einige der Gemälde. Diese zeigten nämlich Ordensritter bei der Ausführung von Ritualen, bei denen es nicht ums Beten oder um Gesang ging, sondern um okkultistisches Brauchtum. So wird auf einigen Bildern ein ganzer Haufen Skelette gezeigt, auf einem anderen die Opferung eines Menschen, und auf wieder anderen Bildern tauchen sogar Tiere auf. Leider konnte man auch diese Bilder nicht fotografieren, aber es gibt im Innenhof eine Art Denkmal, das ebenfalls Totenköpfe als Verzierung trägt.

      Die Kathedrale selbst sieht von Außen wenig spektakulär aus, wenn man mal vom Westeingang absieht, an dem beim rechten Turm eine Monatsuhr angebracht ist. Dafür fand ich allerdings das Innere äußerst beeindruckend, denn die Gemälde an der Decke und den Wänden waren genauso schön anzusehen, wie der Altarraum, die Kanzel und die Logen.

      La Valletta allgemein

      Die Stadt selbst ist eigentlich viel zu groß, um sie in nur 2 Tagen in Gänze begehen zu können, und so haben wir uns wie oben erwähnt auf den historischen Stadtkern beschränkt. Dabei gibt es natürlich auch noch einige andere Sehenswürdigkeiten zu sehen, wie zum Beispiel das Fort Saint Elmo, welches, hier einmal von der Seeseite aufgenommen, heute die Polizeiakademie beherbergt. Andere Orte sind u.a. die Friedensglocke, oder aber einer der unzähligen Kleingärten mit Schreinen und Denkmälern oder alten Statuen. Wir waren auch in einem kleinen Museum für Militärgeschichte, welches sich aber leider nur mit dem 2. Weltkrieg beschäftigt, und in einem Archäologiemuseum, welches gerade renoviert wurde. Für beides musste man Eintritt bezahlen (einmal 6€ und einmal 5€), was in anbetracht der jeweiligen Situation für meinen Geschmack zu viel war.

      Insgesamt finde ich, ist La Valletta, und vermutlich Malta insgesamt, eine wirklich interessante Insel, die auch im Umland eine ganze Menge zu bieten hat. So gibt es dort alte Siedlungen, die von Archäologen ausgegraben wurden, und interessante Naturschauspiele wie eine Grotte oder seltsam geformte Felsen. Es wäre also schade, wenn man sich bei einem längeren Aufenthalt auf der Insel ausschließlich auf die Hauptstadt beschränken würde, auch wenn die Aussichten hier doch durchaus beeindrucken können.

      Weitere Informationen findet man hier, und falls ich auf dem Rückweg noch mal auf Malta landen sollte, kann ich dann ja auch über andere Orte ausführlicher berichten. ;notice:
    • Das schon, allerdings sind wir in unserer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Wir dürfen nicht in den Norden womit uns Städte wie Nicosia verschlossen bleiben. Und das was es hier in der Nähe gibt sind eher Touristenziele als historisch interessante Orte.
    • Das musst Du den BND fragen, und die für unsere Mission eingesetzten Stäbe. Vor zwei Jahren gab es zwar geführte Ausflüge, aber wenn man gesagt bekommt wohin man darf und wohin nicht, machen solche Ausflüge keinen Spass, denn in der Regel beschränkt man sich auf die Touristenorte und die kann man sich auch auf Ansichtskarten ansehen.
    • Staubwisch....hust***




      Das Lenin-Mausoleum samt Inhalt in Moskau.
      War diese Woche in Moskau und hab mir einen halben Tag freigenommen für den Roten Platz und den Kreml.
      Hierbei muß man sich natürlich den alten einbalsamierten Kerl im Glassarg angucken, war irgendwie gruselig anzusehen.
      Man betritt das komplett aus schwarzem Marmor versehene Mausoleum, wird mit Kerzenschein 10 m unter die Erde geführt, alle 5 m eine russische Wache, die einen böse anguckt, wenn man vom Weg abkommt und erreicht dann den Glassarg mit Lenin. Eingehüllt in Kerzenschein, überhäuft mit roten Nelken, liegt er da und pennt. Sah ein wenig wie aus dem Wachsfigurenkabinett aus, aber für sein Alter noch erstaunlich gut in Schuß. Leider darf man nur für max. 10 sec einen Blick darauf werfen, dann bugsiere einen die Wachen wieder Richtung Ausgang.

      Hinter dem Mausoleum übrigens das Grab von Stalin.



      Und den Blumen nach zu urteilen, hat er immer noch Fans in Russland.
      Vokale sind schwul!
    • Schade das keine Fotos von Zombie-Lenin und den russischen Wachen dabei sind, aber letztere hätten beim Fotografieren wohl auf einen angelegt ?^^
      Und den Blumen nach zu urteilen, hat er immer noch Fans in Russland.
      Klar, er hat schließlich so viel gutes für die Menschen getan wie äh hm Wodka an die Soldaten die er verheizt hat ausschenken lassen und öh, naja, ist ja auch nicht so wichtig, zu mindestens 15 Leuten war er aber sicher sehr nett :rolleyes:
    • Staubwisch, hüstel **



      Hatte diese Woche das Vergnügen, am Abgrund des Grand Canyon zu wandeln.
      Ein absolutes Muß ist ein Helicopterflug vom nahegelegenen Flugplatz aus. Man fliegt zunächst in 30 m Höhe über das Dornbuschplateau bis man dann waghalsig nach unten in die Schlucht stürzt. Unten angekommen kann man dann mit einem kleinen Boot über den Colorado schippern. Eindrücke, die man nicht so schnell vergißt. Gehört nicht umsonst zu den Weltwundern der Natur.
      Vokale sind schwul!
    • Ach menno, da wird man ja echt neidisch. In diesem bescheuerten Florida hier ist es tot-langweilig. Hier stehen überall nur Palmen rum, der Strand ist auch nur 2. Klasse, und dank des Labradorstroms ist das Wasser arschkalt (wir liegen ein paar hundert Kilometer nördlich von Miami). Kulturell kann man Florida fast vergessen, weil nur an wenigen Orten überhaupt irgendwas kulturelles steht, und wenn man sich das mal anschauen will, muss man erst stundenlang über staubige Highways fahren. :Huh:

      Ich schlage vor, das nächste mal tauschen wir, ich fahr in die Wüste, und Du legst Dich in die schwülwarme Luft, die ich sowieso nicht ausstehen kann. :pffft:
    • Also ich hatte als Kind nie viel Interesse für Disney World, auch wenn ich Werbungen darüber und auch viele Filme von Disney gesehen hatte. :D

      Aber ich bin sowieso nicht der Freizeit-Park-Typ.
      Steam-Profil

      "...verantwortungslose Verwaltungsfachangestellte mit Kontrollzwang, also das was wir in Verkennung der Wirklichkeit Regierungen nennen..." - Jochen Malmsheimer
    • Disney World? Der Eintrittspreis liegt bei mehr als 120USD, und dann ist es da voll, warm, und eigentlich nur so lala (es waren schon einge da). Cape Canaveral ist zwar interessant, aber schon beinahe zu weit weg, um "nur mal ebenso da hinzufahren. Und die Keys und die Everglades sind es sogar noch mehr. Man darf nicht vergessen, dass Florida schon echt groß ist, da passt halb Deutschland alleine rein. Dementsprechend sind dann auch die Entfernungen. Die nächste Stadt liegt eine Stunde von hier entfernt, bis Miami sind es sogar knapp 300 Meilen (rund 500Km). Bei solchen Distanzen reduziert sich das kulturelle Programm schon von ganz allein, wenn man sich nicht dazu durchringen kann ein Auto für 100USD am Tag zu mieten und nachts loszufahren, damit man dann auch einen Tag hat, um sich was anzusehen.
    • Ich finde keinen bessern Thread, hoffe, das passt hier.

      Da ich in zwei Wochen 7 Tage Urlaub in Venedig verbringen werde, wolte ich euch fragen, was für Ziele dort besonders atrraktiv sind, bzw. welche man sich ( als geschichts - und kulturinteressierter Mensch ) anschauen sollte. Vielleicht waren ja einige schon da. Gerne auch "Geheimtipps", die vielleicht nicht in jedem Reiseführer oder der erstbesten Internetseite stehen.

      Also: Was sind die Sehenswürdigkeiten Venedigs, die man gesehen haben muss? ;)


      Gruß,
      Diego
      Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

      Johann Wolfgang von Goethe
    • Was ich dir empfehlen kann:

      Die meisten Gondolierres bieten zwei Touren an, eine ruhige und eine Touristenrunde. Mach ruhig auch mal die ruhigere Runde, da gehts dann durch so schön kleine Seitenkanäle ;) zur Tourirunde kann ich leider nichts sagen


      "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt wo sie arbeiten sollte. Die Jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
      -Sokrates (469-399v.Chr.)
    • War ja die letzten drei Wochen in den USA unterwegs, war ein etwas größer angelegter Trip gewesen, u.a. auch nach Las Vegas, Grand Canyon, San Francisco, New York und Hawaii.
      Besonders aufgefallen hierbei ist mir der Umgang der USA mit ihren Helden und ihrem Nationalstolz, ja -ethos. Geradezu pathetisch überhoben, vielleicht auch übertrieben.

      Das Mahnmal zu 9/11 in New York war aber schon sehr beeindruckend. An der Stelle der beiden Türme hat man 2 x ca. 100 m große quadratische Felder angelegt mit den Namen der Opfer. Darin dann so eine Art Wasserfall mit Brunnen, an dessen Seiten dann Wasser nach unten hin verschwindet.

      Zwichen den Baustellen des neuen WTC, wo 2 riesige Gebäude daneben schon stehen, bekommt man echt eine Gänsehaut, wenn man sich alleine die Größe betrachtet und welches Grauen hier passiert sein muß ( v.a. die Menchen, die aus dem 100. Stockwerk in den Tod gesprungen sind ).

      Sehr beeindruckend mit Gänsehautfeeling, Ground Zero in Manhattan:








      Fast noch pathetischer der Umgang der USA mit Pearl Harbor.
      Auf dem gesamten Gelände und dem Boostrip hin zum USS Arizona Memorial wird man von Angehörigen der US-Navy an den „Respekt, die
      Ehre, das Vaterland, den Stolz“ etc. der Gestorbenen erinnert. Man traut sich kaum zu husten. So ehrfurchtsvoll geht man mit der Sache um.
      Ein wenig gruselig das Ganze. Meinem Eindruck nach hat der Angriff Japans auf Pearl Harbor das amerikanische Selbstverständnis noch mehr
      erschüttert als 9/11.


      Vokale sind schwul!