Game of Thrones/Das Lied von Eis und Feuer. Diskussionen zur TV Serie/Buchreihe

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      Also ich bin auch nicht überzeugt.
      Man hat angeblich keine Zeit um Dany etwas langsamer verrückt werden zu lassen, aber 45 Minuten brennende Kinder zeigen, dafür hat man alle Zeit der Welt...
      Oder diese schrecklich schlechte längste Schlacht der Filmgeschichte...da wär ingesamt locker Platz für mindstens eine ganze Folge nur für Dany gewesen.

      Aber so hat man sich halt für Brutalität, Blut, Grausamkeit und endlose Schreie entschieden :rolleyes:

      Also emotional hat mich die Folge schon gepackt, aber es hät auch etwas weniger Brutalität und dafür deutlich mehr Zeit für Charakterentwicklung sein können.
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      Nochmal zu Varys:
      Auch wenn ich jetzt sicherlich zu viel hineininterpretiere, aber vielleicht (als zusätzlichen Gedankengang zum schon Gesagtem) sieht er sich auch in der Schuld und dies als gerechte eigene Strafe.
      Immerhin hat er sie nach Westeros geholt. Er hat nur die besten Absichten für das Volk von Westeros gehabt und ist letztendlich grandios gescheitert.
    • Wolfsgeist schrieb:

      Fairas schrieb:

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      Am Ende im Haus der Unsterblichen/Hexenmeister hat Daenerys eine Vision in der sie, unter anderem, durch den zerstörten und "verschneiten" Thronsaal von Königsmund geht.

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      Ach ja, noch ein Zeichen, wie absolut egal den Produzenten/Autoren Logik und Lore sind: Schnee. In Westeros ist gerade Winter. King's Landing sollte definitiv kein mediterranes Klima mehr haben. Ist ja nicht so, als wären die ungewöhlichen, Jahre andauernden Jahreszeiten ein einschlägiges Merkmal dieser Welt oder so...
      Natürlich könnte man jetzt spekulieren, ob der Tod des Nachtkönigs daran jetzt was geändert hat, aber glaubt irgendwer, dass die Autoren daran gedacht haben?

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      Ganz erhlich: Wenn zwei grobe Schnitzer in zwei Folgen hintereinander passieren(Kaffeecup und das wiederauftauchen von Jamies rechter Hand), ist das einfach nur schlampig und schlecht geschrieben und das da die Lust vergangen ist.
      Oder wie jemand meinte: Varys gesamter Dialog dieser Staffel lässt sich auf 2-3 Post-its zusammenschreiben. Genau so viel Dialog gab es gefühlt auch diese Episode. Einfach nur noch Hollywoodbilderskript auf Drehbuchniveau von gefühlt Sharknadoo und co.

      Ach ja, einfach den Norden und Yara rausschreiben, auf die billigste Art und Weise. :cursing:


      Die Frage ist, ob 10 Folgen besser gewesen wären, es gibt halt nur noch sehr wenig Charaktere mit klaren Fronten und zwischendurch einfach eine Prise Dialog.

      Ach so: change.org/p/reddit-hire-hanna…game-of-thrones-producers
      Man merkt in den making-ofs richtig, wie viel Herzblut in trotz dieser schlechten Drehbücher geht.("Danny kind of forgot about the Iron fleet" Ich hoffe Martin kriegt seine Bücher fertig.
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      Junge. Damit habe ich nicht gerechnet. Was ein Völkermord. Die „Atombombe von Westeros“. Angedeutet hat es sich für mich zwar schon insofern, weil Daenerys auf mich immer wieder schon irgendwie skrupellos und gnadenlos wirkte, wenn es darauf ankam, aber sowas hätte ich ihr nicht zugetraut. Passt auch irgendwie nicht zu ihrer angeblichen Agenda. Damit ist sie nun ja wohl der absolute Bösewicht Nummer eins. Eine Stadt die sich ergeben hat derartig abzuschlachten, widerlicher geht es ja gar nicht mehr. Dagegen war der Nachtkönig ja fast noch nett. Interessant finde ich aber die Ambivalenz der Figur. Sie hat ja in ihrer Liebe zu John und als Sklavenbefreierin auch durchaus sympathische Züge gehabt und war eines der ersten krassen Opfer, als ihr Bruder sie an Khal Drogo verkaufte.

      Bin sehr gespannt, wie das alles nun enden soll. An ein „Happy End“ glaube ich nun nicht mehr. Was gut ist.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
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      Habe mich letzten mit jemandem über die Folge unterhalten, über den Drachenangriff mit der Sonne im Rücken bin ich dann auf den Spruch "beware of the hun in the sun" dem britische Piloten geprägt haben weil die Deutschen (seit dem Einmarsch in Belgien 1914 von der Alliierten Propaganda oft Hunnen genannt) gerne aus Richtung Sonne angriffen.

      Dabei, und weil sie ja auch Horde von Reiterkriegern kommandiert ist mir ein anderes Reitervolk, in den Kopf gekommen, die Mongolen. Die haben nämlich, wenn eine Stadt einen ihrer Abgasenten umgebracht hat auch die Stadt samt Bewohnern vernichtet.
      Dabei waren sie nicht die einzigen, während die Verteidiger eine Burg oder Stadt welche sich ohne Sturmangriff ergeben hat oft geschont wurde, war es auch bei europäischen Armeen völlig normal, dass die Verteidiger einer Befestigung die erst durch einen Sturmangriff gefallen ist massakriert wurden.

      Wenn man diese Maßstäbe anlegt, war die Aktion gar nicht so außergewöhnlich zu mindestens für "mittelalterliche" Verhältnisse. Ja sicher, ziemlich brutal und es sind massenhaft unschuldige ums Leben gekommen, aber die "Magdgeburgisierung" sich widersetzender Städte war in früheren Zeiten nicht ungewöhnlich, vor allem wenn die Eroberer vorhatten Angst als eines ihrer zentralen Herrschaftsinstrumente einzusetzen.
      Nach heutigen Maßstäben sieht das natürlich anders aus, wenn man allerdings die des Mittelalters oder der Antike anlegt, ist Daenerys zwar definitiv Brutal, aber für damalige Verhältnisse disqualifiziert sie das weder als Herrscherin noch würde man sie als verrückt bezeichnen.
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      Es passte einfach nicht. Punkt.

      Sie selbst hat schon mehrere Städte erobert und das nie gemacht. Ihre Berater sind alle dagegen. Aegon Taragryen hat seine Drachen zwar insgesamt mehr eingesetzt aber soweit mir bekannt immer nur um militärische Fortschritte zu erzielen und nicht um einfach so Menschen zu massakrieren. Immerhin die Dothraki plündern Städte, vergewaltigen und versklaven die Bewohner aber auch die verbrennen die Besiegten nicht komplett sinnlos.

      Der einzige der in Westeros willkürlich Menschen verbrannt hat, wurde gemeinhin als der Irre König bezeichnet. Und das bereits obwohl seine Pläne ganz Königsmund abzufackeln der Öffentlichkeit nicht mal bekannt waren.

      Es reicht für die Lore also schon aus, wenn man eine geringere Menge Leute abfackelt, um als wahnsinnig abgestempelt zu werden.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
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      Dem möchte ich widersprechen. Zunächsteinmal ging es hier ja nicht nur um „die Verteidiger“. Daenerys hat die gesamte Stadt ausgelöscht, zu deren „Befreiung“ sie antrat. Nach der Kapitulation. Ging es ihr um Rache, hätte sie den königlichen „Burgfried“ angreifen können. Stattdessen hat sie minutenlang die Wohnviertel und die fliehenden Zivilisten attackiert. Ihre Truppen haben Soldaten abgemetzelt, die bereits ihr Schwert weggeworfen hatten und ansonsten den „Burgfried“ verteidigt hätten.

      In Bezug auf die europäische Geschichte möchte ich dir auch widersprechen. Nicht umsonst galt und gilt der „Mongolensturm“, wie übrigens auch die „Wikingerüberfälle“ als Zivilisationsbruch, aufgrund ihrer berüchtigten Grausamkeit gegenüber „Zivilisten“. Noch die Nazis nutzten im Zweiten Weltkrieg diese Erfahrung und Angst im kollektiven europäischen Gedächtnis für ihre Propaganda im 20. Jahrhundert. Auch nach damaligen Verhältnissen galten diese Taten als ungeheuerlich und verbrecherisch. Wie übrigens auch die Vernichtung Jerusalems durch die Kreuzritter.
      Und auch die „Magdeburgisierung“ galt bereits unter Zeitgenossen als schlimmstes Kriegsverbrechen der damaligen Zeit, rief europaweite Empörung und Ablehnung hervor und war letztlich propagandistisch eher für die Protestanten von Nutzen. Es wurde keinesfalls als normal betrachtet, dass eine wehrlose Stadt mitsamt der Zivilbevölkerung ausgelöscht wird. So etwas galt immer schon als Kriegsverbrechen, dass die Menschheit im kollektiven Gedächtnis als schweres Unrecht wertete.

      Ich erwarte, dass Jon nun gegen Daenerys antreten wird, um den Thron, oder was davon übrig ist, für sich zu beanspruchen oder dass er sich in den Norden zurückzieht. Keine Ahnung. Unvorhersehbar.
      Daenerys ist als Tyrannin auf ewig moralisch erledigt. Sie hat sich als schlimmer erwiesen, als ihr verrückter Vater. Interessant wird sein, was sie als Begründung für ihre Taten angeben wird. Wobei, sie sagte ja schon, dass sie sich als „Befreierin kommender Generationen“ betrachtet, als Rechtfertigung dafür, warum sie die jetzt lebenden Menschen bereit ist zu „opfern“. Wobei ihr eigentlicher Vernichtungswille nach dem Glockenläuten ja offenbar wird.

      P.S. Funny Fact. Im englischsprachigen Raum haben einige ihre Töchter nach Daenerys benannt und sind nun ziemlich aufgebracht über „die Wandlung“ der Figur. Wie kann man sein Kind auch nur nach einer TV-Figur benennen. :facepalm:

      P.S. @Fairas
      Doch, ganz überraschend kommt das nicht. Sie hattte auch den Sklavenhalterstätten zuvor schon mehrfach mit totaler Vernichtung gedroht, falls diese sich nicht ergäben und die Sklaven frei ließen. Die haben aber nach ihrer „Show of Force“ im Gegensatz zu Königsmund immer kapituliert. Letztlich war es schlichtweg Rache. Schon die Hinrichtung von Varys war ungewöhnlich grausam. In einem Bild sah Daenerys ungewöhnlich kränklich aus. Vielleicht ist ihre Wesensveränderung ja Folge einer schleichenden Vergiftung durch Varys? Nichts desto trotz, hat Daenerys immer mit der Macht ihrer Drachen gedroht und damit, dass sie bereit wäre notfalls eine Stadt zu zerstören, die sich nicht ergibt. Der Punkt ist nur, Königsmund hatte sich bereits ergeben.
      Sie kündigt es ja auch an. „Soll also Furcht nun regieren.“
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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      Als Zuschauer habe ich es bis zu einem gewissen Punkt sogar erwartet. Von der Charakter-Logik er kommt es aber doch ziemlich überraschend.

      Dass Daenerys sich Richtung Wahnsinn entwickelt war klar aber der Sprung am Ende war zu groß.

      Sie hätten meiner Meinung nach das Ganze mit einem winzigen Detail besser darstellen können: Daenerys hätte mit dem Drachenangriff einfach unmittelbar fortfahren sollen und nicht kurz anhalten, weil die Lannister-Soldaten sich ergeben haben. Das hat das Ganze noch unglaubwürdiger gemacht.

      Das mit den Glocken war eh auch mal wieder kompletter Bullshit direkt an der Lore vorbei. Davos in Staffel 2: "Glocken haben noch nie Kapitulation bedeutet."
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Fairas schrieb:

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      Sie selbst hat schon mehrere Städte erobert und das nie gemacht. Ihre Berater sind alle dagegen.

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      Genau das ist doch der Punkt. Ihre Berater waren immer gegen jegliche Grausamkeiten, sie selbst nicht. Jetzt sind aber alle ihre engsten Berater/Freunde tot. Sie hatte schon immer einen starken Hang zur Vergeltung und Grausamkeit. Sie sagt schon sehr früh in der Serie "I will take what is mine with fire and blood".
      Oh wunder, sie hat es tatsächlich getan.

      Klar, sie sagt auch "I will not be the queen of ashes".... aber was interessiert sie ihr Geschwätz von Gestern. Wenn einem die Leitung durchbrennt kann man das ja auch schon mal vergessen. ;)

      Im großen und ganzen fand ich diese Folge wieder besser. Komisch fand ich nur den unspektakulären Tod von Cersei und Jamie und dass die Skorpione plötzlich so nutzlos waren. Es wäre besser gewesen, hätten sie Rheagal erst in dieser Folge durch so einen Skorpion sterben lassen. Sowohl für die Dramaturgie der gesamten Schlacht als auch ein nachvollziehbarer Grund für Daenerys die Beherrschung zu verlieren. Und Euron ist endlich tot, yay. Der war eine einzige Witzfigur in der Serie.

      Wie auch immer, ich erwarte nichts mehr von der letzten Folge. Jon wird von nun an die Gefolgschaft verweigern, Dany wird ihn hinrichten lassen, Arya tötet Dany. Und Sansa wird Königin oder irgendwas sehr absurdes. :lol5:
    • Fairas schrieb:

      Die Bücher sind vielleicht schon fertig.

      reddit.com/r/gameofthrones/com…y_barristan_selmy_saying/
      Im Leben nicht......
      Martin hat immer gesagt, daß die Bücher aller Wahrscheinlichkeit nach einen anderen Weg gehen werden, warum sollte er Rücksicht auf die Serie nehmen?
      Außerdem paßt es nicht zu seiner Arbeitsweise, die ja nicht unbedingt die Schnellste ist.

      Ein Buch in der Schublade, ok. Nehme ich ihm ab, aber nicht die gesamte Reihe fertig.
      Es wäre schön, doch ich glaube nicht dran.

      Falls ja, kann ich mir ja ab Juni den ersten Band wieder vornehmen, damit ich wieder reinkomme. Ist jetzt 5 Jahre her, daß ich den fünften Band gelesen habe; das meiste ist schon wieder verblasst.


    • @Mogges

      gamestar.de/artikel/game-of-th…nicht-fertig,3343959.html

      Fünf, vier, drei, zwei, eins

      Edit:

      @John

      Wie kann man sein Kind auch nur nach einer TV-Figur benennen.
      Haben wir prinzipiell genauso gemacht, wobei es allerdings ein richtiger Name war.

      Jedoch hatten wir beide einen Namen in der Serie Rom extrem gut gefunden, den wir so auch hier noch nirgends in Anwendung sahen.
    • @ Filusi: Na zumindest war es dann nicht „Kevin“ (allein Zuhaus). ;)

      Ich bin bei Namen altmodisch. Mir gefallen seit jeher so traditionelle Namen wie Max, Karl, Franz, Emma und Mia usw. am besten. Mit Chantall, Justin, Cheyenne, Angelina, Pia, Connor oder Ragnar tue ich mich schwer. Aber gut, das ist eben eine Geschmacksfrage und sagt letztlich ja mehr über die Eltern, als über die Person selbst aus.

      Als Lehrer weiß ich nur, dass Namen definitiv massiv einer Mode unterliegen. Und je nachdem, weiß man dann halt schnell, in welchem Jahrgang welcher Film usw. gerade populär war.

      P.S. G.R.R. Martin ist ein Prokrastinierer vor dem Herrn befürchte ich. Hoffentlich kriegt er das Ende überhaupt noch hin. Es hält mich durchaus ab, vom Lesen seiner Bücher. Ich hasse Geschichten, die mittendrin aufhören.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
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      @John. Okay zugegeben, Magdeburg und der Mongolensturm waren nicht das übliche Vorgehen, vorgekommen ist es aber, ohne dass die Verantwortlichen deshalb für Geisteskrank erklärt wurden (und während die Gegenseite selbstverständlich entsetzt ob der Brutalität war, hatte die eigene Seite deutlich weniger Probleme damit, die Katholiken hatten ja bekantlich die Idee ihr Massaker als "Magdebruger Hochzeit" bzw. "Vermählung zwischen dem Kaiser und der Jungfrau Magdeburg" zu bezeichnen).
      Und gerade bei den Mongolen war die Vorgehensweise ziemlich effektiv, denen war relativ egal, was die NS Propaganda 700 Jahre später macht, wichtig war, dass es eine durchaus effektive Herrschaftsmethode war.

      Und die Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer wird zwar heute kritisch gesehen, die Mehrehit der Zeitgenossen sah das allerdings anders. Jerusalem war auch bei weitem nicht das einzige Massaker im Zusamenhang mit den Kreuzügen, auch viele europäische Juden wurden massakriert.
      Wenn man in die Antike zurückgeht sieht es nochmal anders aus, da war das Vernichten von Städten noch verbreiteter (Karthago), und Cäsar galt als Milde weil er den männlichen Zivilisten die Hände abhackte und den Rest versklavte.
      Mann kann sich aber auch das neuzeitliche Frankreich ansehenen, nach der franzöischen Revolution haben revolutionäre Truppen in der Vendée einen regelrechten Völkermord veranstaltet (mit über 300 000 Toten und zahrleichen zerstöreten Städten und Dörfern), ohne dass es im Rest des Landes einen Aufschrei gegeben hätte.


      Um aber nochmal darauf zurückzukommen, dass Kings Landing sich ergeben hat:
      Ja, hat es. Nachdem die Mauern gefallen und der feindliche Sturmangriff erfolgreich war. Bei Mittelalterlichen Berlagerungen wurde die feindliche Kapitualtion allerdings meist nur dann angenommen, wenn die Belagerten sich VOR der Erstürmung der Burg ergaben. Solche Angriffe waren nänmlich üblicherweise riskant und verlustreich, daher wollte man sie vermeiden.

      Der Anreiz für die Belagerer war dabei "Wenn wir unsere Männer nicht für den Sturm auf eure Befestigungen opfern müssen, verschonen wir euch", gleichzeitig war damit eine Dorhung verbunden "Wenn ihr euch nicht VOR dem Sturmangriff ergebt, werdet ihr Sterben." Diese Drohung war natürlich nur effektiv, wenn sie glaubhaft war, dementsprechend wurden auch Verteidiger die ihre Waffen weggeworfen hatten getötet.


      Das bedeutet nicht, dass ich es gutheiße, ganz im Gegenteil, ich wollte nur darauf hinweisen, dass man nicht verrückt sein muss, um ein Massaker zu verüben.
    • John schrieb:

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      Verrückt nicht. Aber böse und grausam.

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      Wenn man die Toten nur als Zahlen welche wiedergegeben werden sieht, nicht mal unbedingt böse und grausam. Es ist meiner Meinung nach nochmal was anderes als wenn ich als mittelalterlicher Feldherr wie IWST geschrieben hat, eine Plünderung in Kauf nehme beziehungsweise von meinem Schreibtisch aus befehle als dann tatsächlich persönlich Unschuldige bei lebendigem Leibe zu verbrennen wie es Daenerys gemacht hat.

      Übrigens Jon Snow ist natürlich auch ein Kriegsverbrecher falls es noch niemanden aufgefallen ist. Seine Untergebenen haben in Kings Landing ja genauso geplündert und vergewaltigt ohne dass er es verhindert hat. Dass er die Taten selber nicht angeordnet hat beziehungsweise nicht gutgeheißen hat tut da nichts zur Sache.

      Ein japanischer General im Zweiten Weltkrieg wurde wegen Kriegsverbrechen ebenso zum Tode verurteilt weil ein ihm untergeordneter Offizier seine Befehle verweigerte und damit die Truppen die formal seinem Kommando unterstellt waren die Verbrechen begangen haben.
      Disziplin ist unser Eisen und Glorie ist unser Blut.