Das Auto - Unverzichtbar oder Untragbar?

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    • Das Auto - Unverzichtbar oder Untragbar?

      Das Auto.

      Motor des Wirtschaftswunders, wichtiges Statussymbol, Millionen Pendler sind darauf angewiesen...
      ...es verschmutzt die Umwelt, sorgt für Überfüllung auf den Straßen und zerstört diese. Meist werden seine fünf Sitze nur von einer einzigen Person genutzt.


      Meine Frage:
      Ist das Auto, wie wir es heute nutzen, unverzichtbar oder nicht länger tragbar?


      Jeden Tag verspüre ich Groll gegenüber dieser Erfindung. Einerseits wenn ich Bekannte sehe, die jede Strecke, die sie früher ohne zu Murren mit dem Fahrrad zurückgelegt haben, nun mit dem Auto bewältigen. Oder wenn ich an der Ampel stehe und mir die Autos anschaue und zähle: "Ein Insasse, ein Insasse, ein Insasse, zwei Insassten, ein Insasse, kein Insasse, ein Insasse, ein Insasse mit Handy am Ohr..."
      Und dann wieder, wenn sich genau diese Leute über den anstrengenden Feierabendverkehr aufregen, da so viele Leute (alleine!) mit ihrem Auto die Straßen verstopfen.

      Wenn ich mich dann genug geärgert habe, bekomme ich immer so eine Idee...

      Was wäre, wenn wir alle Autos im Privatbesitz abschaffen würden? Was wäre, wenn man überall in Deutschland Wagen aufstellt, die jedermann zugänglich sind. Diese Autos würden sich nur starten lassen, wenn alle Sitze belegt sind (Überprüft von Sensoren, ähnlich denen in Taxis) oder zumindest sollten Einzelfahrten wesentlich...wirklich wesentlich...teurer sein.
      Nicht nur, dass die Straßen auf einmal gespenstisch leer sein werden, was das Autofahren zu einem gefühlten Wellnessaufenthalt werden lassen würde, nein, jeder müsste Fahrgemeinschaften bilden. Und das auch mal mit völlig fremden Leuten. Man würde wieder mit einander reden. Die Gesellschaft wieder zusammenwachsen. Ganz zu schweigen vom besseren Verhältnis mit den Nachbarn, mit denen man nun jeden Tag zur Arbeit pendelt.
      Gleichzeitig wäre natürlich auch ein massiver Ausbau des Schienennetzes nötig oder zumindest die verstärkte Nutzung.

      Sicher wird eine solche Reform erst nach einem alles zerstörenden Weltkrieg möglich sein, aber wäre es nicht erstrebenswert? Oder sollte der Kaese lieber ganz fix aufwachen, weil er unkontrolliert Abgase ins Forum pustet?

      Aber dann sagt mir:
      Muss sich überhaupt etwas ändern?
      Und wenn ja, was?
    • Was pasiert den wein Pasagier früher aussteigen muss? Können die anderen dan nicht mehr weiter?

      Ich will dir mal ein Beispiel aus meinem Altag zeigen.

      Morgens um 4:00 Uhr klingelt der Wecker und ich fahre immer mit dem Auto aus Poing, 20km von München entfernt, in die Stadt um meine Arbeit zu verrichten. In der Früh brauche ich für diese strecke ca. 25 min.
      Nehmen wir an das ich, wie so oft, den ganzen Tag in der Arbeit verbringe.
      20:15 Uhr ich schliese das Geschäft ab und mache mich auf den Heimweg, wieder 20km und wieder ca. 25-30 min.
      Um 20:45 Uhr komme ich Zuhause an und habe noch 7 Stunden bevor wieder der Wecker klingelt.

      Würde sich durch solch eine Fahrgemeinschaft die Fahrt um 30 min (hin und zurück) verzögern wär das für mich schon fast untragbar und ich müsste meine Arbeit aufgeben oder wehseln oder sonswas. Auserdem wo finde ich um 4 Uhr morgens 4 Leute, die auch noch in die selbe Richtung müssen?
      Wählen ist wie Zähne putzen, wen man es nicht macht wird es braun.
    • Das geht aber 80% der Berufstätigen nicht so.


      Wir leben gnadenlos über unsere Verhältnisse. Wenn man was verändern will, muss man vielleicht auch mal Opfer bringen und zum Beispiel auf Fahrradreichweite an den Job heranziehen.
      Jetzt kann man natürlich sagen, dass garnicht alle in einer Stadt wohnen können. Stimmt. Aber der Großteil muss erst um 8/9 Uhr auf der Arbeit sein und den betrifft eine solche Frage, dank Fahrgemeinschaften eher weniger.

      Es gibt auch Millionen Zugpendler.

      Allerdings kenne ich mich mit den Anbindungen in Poing nicht wirklich aus. :)


      Welches Opfer könntest du dir denn mit Bezug auf dein Auto vorstellen? Denn Opfer müssen wir wohl bringen oder die Welt halt sterben lassen*...

      *Sehe ich übrigens als ernsthafte Option. Wir solltens irgendwann mal entscheiden, ob wir die Erde retten wollen oder ob wir es uns für ein halbes Jahrhundert nochmal richtig gut gehen lassen. Aber von den halbgaren Ansätzen, die wir im Augenblick verwirklichen hat keiner beider Seiten etwas.
    • moin moin,
      als einer der jeden Morgen 15 KM mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt - ist im Moment die Superzeit in NRW, weil noch viele Autos in den Ferien sind. Ich liebe diese sechs Wochen über alles und hätte nix dagegen wenn die Autos drastisch weniger würden.
      Allerdings habe ich auch ein Ehegesponst, dass auf Ihr Auto keinesfalls verzichten würde weil Sie mit dem Auto 25 Minuten zur Arbeit braucht und mit der Bahn 1 H 10 M .
      Wenn ich mir allerdings die Zuwachszahlen in China und Indien anschaue - dann wird mir ganz Übel, denn das was da noch an Abgasen auf die Weltatmosphäre zukommt - ist im wahrsten Sinne "Atemberaubend " :crying:
      Euer : Fëanáro Calmcacil alias Lord Hotte
    • Liebe Freunde :hallo:

      Ja, das Auto ist für unsere jetztige Gesellschaft sowohl für den Beruf, als auch für den Alltag, unverzichtbar. Es muss ja keine große Kiste sein. Natürlich sollte der Wagen so webnig Abgase wie möglich erzeugen, so wenig Sprit wie möglich ...ich denke an 2-3 l bzw. wenn die Industrie soweit ist mit Strom fahren, aber es sollte wenigstens für 2 Personen, 2-3 Kisten (Wasser, Bier, Apfelsaft) eine Zewarolle und einen Pack Klopapier reingehen und die normalen Einkäufe. Also 50-60 cm länger als der Smart. Der Preis sollte ca bei 5000€ liegen. Wir brauchen nicht mehr als 25-30 PS, er muss nicht schneller als 100Km/h fahren können.
      Als Modelle fallen mir spontan der Janus ein, Goliath Kombi, Fiat 600 , Kadett, R4, Ente Kombi, Käfer aber mit anderer Form, ein.
    • Das Hauptproblem ist, daß wir unser Leben der Arbeit angepasst haben und nicht die Arbeit dem Leben.

      Hier wohnen auch noch vier weitere Kollegen in meinem Ort, doch dadurch daß wir alle zu unterschiedlichen Zeiten anfangen und nicht wissen wann Feierabend ist, geht eine Fahrgemeinschaft nicht.
      Außerdem reisen die Leute bei uns (und nicht nur bei uns) teilweise aus Entfernungen von 80 Km an.
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.
    • Dann überlegt mal, wieviel Orte gibt es, die noch nicht mal einen Laden haben. Die Bewohner sind gezwungen in einen anderen Ort zufahren.
      Na, moment.

      Die Läden vor Ort machen ja nur alle dicht, weil die Leute mit dem Auto zu den Discountern außerhalb tingeln.
      Diese Entwicklung konnte ich zumindest in der Kleinstadt, wo meine Großeltern leben, feststellen.

      Dieser Markt der kleinen Läden würde auf jeden Fall wieder aufleben.
      Außerdem reisen die Leute bei uns (und nicht nur bei uns) teilweise aus Entfernungen von 80 Km an.
      160 Kilometer Arbeitsweg an einem ganz normalen Werktag? Das tuen sich Leute freiwillig an? Da vergeudet man ja zwei Stunden des Tages. Das sind 10 Stunden Freizeit in der Woche, die die dadurch verschenken. Also das ist für mich kein Rechtfertigungsgrund mehr, dass man ohne Auto nicht zur Arbeit käme. Da müsste sich sowieso eine andere Lösung finden lassen.

      Ein Anfang wäre es zumindest, die Pendlerpauschale wieder erst ab dem 20 Kilometer gelten zu lassen. Und dann am besten noch maximal für 40.
      Alle sind für Umweltschutz, aber sobald es sie selbst betrifft, gibt es das große Geschrei.
      Aber bei einem Arbeitsweg von 80 Kilometern kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln...oder lieber nicht. Irgendjemand muss ja Energie sparen.
    • Wieso musst du bei 80 km Arbeitsweg den Kopf schütteln? Ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand das freiwillig macht, wenn er auch am anderen Ende der Ortschaft arbeiten könnte, in der Regel ist das wahrscheinlich ihre einzige Option, wenn sie nicht aus Hartz IV scharf sind.
      Wars are comming and wars are going.
      But my warriors stand forever.
    • Es gibt nicht nur wertbedingte Zwänge sondern auch famillienbedingte. Meine Lebensgefährtin nimmt auch drei Stunden Fahrt am Tag in Kauf um zur Arbeit zu fahren, allein damit wir nicht umziehen müssen und die Kinder im alten Umfeld aufwachsen können und auch selbst ein Umzug würde die Umwelt nicht mehr schützen, da wir beiden uns dann nur den Weg teilen würden, da ich genau in der anderen Richtung arbeite, wenn auch nicht all zu weit.

      Alle sind für Umweltschutz, aber sobald es sie selbst betrifft, gibt es das große Geschrei.

      Generell hast du recht, aber auch Rudabour.

      Das Hauptproblem ist, daß wir unser Leben der Arbeit angepasst haben und nicht die Arbeit dem Leben.


      Radikale Lösungen sind zwar einschneident aber auch unbequem.
      Zudem das Problem der Flexibiltätsnotwendigkeit für die Arbeit ja auch den jetzigen Notstand an öffentlichen Verkehrsmitteln hervorgerufen hat.

      Wäre dieser noch in dem Maße vorhanden wie vor der Wende, könnte ich mit derzeit 25 min Fahrtstrecke wohl auf das Auto verzichten und ca. 15 min pro Strecke mehr in Kauf nehmen, aber bei den derzeitigen Bedingungen würde es wohl auf 30- 60 min pro Strecke hinauslaufen, alleine schon wegens der Wartezeiten, wenn ich von Bus auf Bahn und später wieder zurückwechseln muss, von den nicht auszureichenden Abfahrten (alle halbe Stunde warn es früher, nun vieleicht alle 1-2 Stunden) am Beginn einer eventuellen Reise und des damit noch größer werdenden Zeitaufwandes ganz zu schweigen.
    • MrKaese schrieb:

      Na, moment.

      Die Läden vor Ort machen ja nur alle dicht, weil die Leute mit dem Auto zu den Discountern außerhalb tingeln.
      Diese Entwicklung konnte ich zumindest in der Kleinstadt, wo meine Großeltern leben, feststellen.

      Dieser Markt der kleinen Läden würde auf jeden Fall wieder aufleben.

      Platz da, jetzt komm ich. :opi:
      Ich komm ja aus der Altamrk, wie jeder weiß. :D
      Ein serh dünn besiedelter Platz und Städte sind dort so klein, die würden woanders nur Dörfer sein.
      Rotzdem gibt es in meinem Heimatort vier Supermärkte und alle liegen direkt in der Stadt...auch weil die Stadt schon von sich nicht groß ist und sie sonst auf freienm Feld liegen würden. :D
      4200 Einwohenr hat mein Ort.
      Warum also vier Einkaufstellen?
      Tja, weil nochmal 8000 Menschen aus den Dörfer drum herrum kommen könnten.
      Manche Dörfer davon liegen schon wieder in einer ganz anderen Welt und sind sowas von Weit ab vom Schuss, das glaubt man komm.
      Ich sag nur ehemaliges Grenzgebiet, dann bekommst schon bei Tag Angst. ;)

      Kein Supermarktkette würde in irgendeinem Dorf ne eignen Laden aufmachen, weil sich das nicht lohnen würde.
      In den Dörfer sind später sowieso nur noch alte Menschen, dies kommen ja nicht mal von einem zu nächsten Dorf...manche davon haben gerade mal 100 Einwohner.
      Ihre vErsorgung obliegt Verwandetn oder es gibt schon einige "fliegende" Händler.
      Tante Emma Läden gibt es einfach nicht mehr, weil auch zu teuer und lohnen sich daddurch schon nicht.
      Weiß noch wie ich als kleienr Junge mit meienr Oma, die alte Dorfstraße ent lang bin die eine Alle war und die Straße war in einem sehr schlechten Zustand und wir zum Tante Emma Laden des Dorfes sind.
      Tja, diesen gibt es schon seit Jahren nicht mehr...Einkaufszentrum steht immer noch dran.
      Tante Emaa Läden sind unwirtschaftlich, da wird sich nie eine große Kette hinsetzen.
      Ich glaub selbst in der ganzen Altamrk gibt es für 250.000 Menschen nicht mal einen REWE, die haben eifnach keine Lust in so wildes Gebiet eine Vertriebsstruktur aufzubauen.

      Aber selbst aus meinem Heimatort fahren viele zum normalen Einkaufen schon in die Kreistadt oder 12 Kilometer in die andere Richtung...wegen Kaufland.

      Allgemein braucht man auf dem Land ne Auto...wie willst du sonst als junger heißer Typ an Weiebr kommen, die deinem schlechten Ruf noch nicht zum Opfer gefallen sind?
      Ne Spaß, es gibt keine Sachen wo du Abends hingehen könntest. Also musst du erstmal bis in dei Kreisstadt hin 36 kilometer, zruück 36 Kilometer um überhaupt mal ein wenig feiern zu können, trotzdem hat es dot imemr noch was provinzlastiges.
      Ach wir sind alleine Nachts von eienr zu anderen Disco und wieder heim und ejden Heim bringen schon fast pro Nacht 200 Kilometer gefrahen nur um zu feiern und das kommt halt so vor.

      Dann verteilt sich dein ganzer Freundeskreis auf alle Dörfer, wie willste die erreichen, außer du siehst sie zu Schulzeiten...sobadl man 18 Jahre ist, bekommst fast jeder ne Auto...ist eifnach Pflicht und ohen würdest du eingehen in so einem kleinem Ort...Öffentlich Verkehrmittel kannst vergessen...ne Bus der zweimal am Tag alle Dörfer abfährt.

      Meine langjährigen Freundinnen waren imemr nicht aus meinem eignen Ort, eine kam als der Nachbarstadt udn ging dort auf die Schule...12 Kilometer weg, da war ich erst 16 und konnte in diesen ort zum Glück noch per Bahn erreichen. Tja, irgendwann..sagen wir mal mit 18 Jahren :D ...hatte ich ne Auto und konnte sie so erreichen und umkehrt gibtg ihr es nicht anders.
      Tja, ne Auto eröffnet neue Jagdmöglichkeiten, meine nächste Freundin kam aus einem Ort der war 19 Kilometer entfernt und sowas von abgelegen....tja, der Bahnanschluss für diesen Ort war lange schon weg...weiß aber noch selbst als da die letzte Bahn gefhran und das war so eine Schmalspurbahn.
      Diese Freundin kannte soagr von meiner Schule, weil sie jeden Morgen diesen Strecke zurücklegen musste und ab der 11 Klasse musst du ja soagr selebr dein Busgeld bezahlen, also lieber gleich ne Auto anstatt noch als Buskind durchzugehen, was man auch noch bezahlen muss und billig ist anders, wenn ich die Preise mal gehöt hab.

      Schon zum baden alleine fahren viele von mehere Kilometer 20 hin, 20 zurück.

      Ich könnte dir noch viele Geschichte erzählen Kease, komm mich eifnach besuchen und schau es dir an.

      Auto ist einfach Pflicht in manchen Gegenden.
      Tja, und nun bin ich Stduent in eienr Mittelgroßen Stadt und ja ich nutze die Öffentlichen Verkehrmittel und hab kein Auto mehr...hol mir bald aber wieder einen.
      Aber als STudent geht es auch Größtenteils ohne in einer größeren Stadt.

      Aber auf dem lande nicht. :wave:


      Signaturen sind wie Frauen:
      Hat man keine will man eine, hat man eine will man ne andere

    • Das tuen sich Leute freiwillig an? Da vergeudet man ja zwei Stunden des Tages. Das sind 10 Stunden Freizeit in der Woche, die die dadurch verschenken. Also das ist für mich kein Rechtfertigungsgrund mehr, dass man ohne Auto nicht zur Arbeit käme. Da müsste sich sowieso eine andere Lösung finden lassen.

      Das Leben ist eben hart. Manchmal so hart, daß man für Freizeit gar keine Zeit hat.

      Das Leute zur Arbeit ziehen ist ja schon so. Im Brandenburg soll es ja deshalb wieder Wölfe geben.
      Bei uns gibt es Salzgitter, dann kommt Braunschweig, dann Wolfsburg und dahinter ist nur noch viel Landschaft. Also wer dort wohnt .... arbeitet entweder bei VW oder gar nicht oder hat einen langen Arbeitsweg.

      Sicher könnte man es anders organisieren. Man könnte schon in der Schule die Einwohner auf Jobs in der Region vorbereiten. Wenn dann allerdings jemand aus Oebisfelde Modedesign lernen will, sollte man ihn schon da auf einen Umzug vorbereiten oder einen anderen Beruf nahelegen. Praktisch eine Art bedarfsgerechte Ausbildung schon im Schulalter. In der DDR hat man das gemacht. Man dachte im Kollektiv, hier denkt man individuell. Daher muß sich ein Individuum eben der Wirtschaft anpassen, dazu gehört Mobilität.
      Wenn man bei der derzeitigen Beschäftigungslage aber dem Arbeitnehmer zumutet den Wohnort dem Arbeitsplatz anzupassen, sollte man ihm aber auch gleich zu einer Jurte raten um Ökonomie und Ökologie gerecht zu werden.
      Die Zeiten, in der man 30 Jahre in der selben Firma arbeitet, am letzten Tag vom Chef eine Uhr, eine Urkunde und ein Händedruck bekommt, sind ja nun auch vorbei.
      Bei uns ist man nach 30 Wochen schon ein Veteran.
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.
    • Praktisch eine Art bedarfsgerechte Ausbildung schon im Schulalter. In der DDR hat man das gemacht. Man dachte im Kollektiv, hier denkt man individuell.

      Auch wenn ich nich in der Zeit groß gewurden bin, glaube ich zu wissen, dass in der DDR, anders als heutzutage, jeder gleiche Chancen auf Bildung hatte. OK, wenn die Eltern Parteimitglieder waren und du dich auch noch selbst politisch engagiert hast, hattest du einen kleinen Vorteil.
      Die intelligenten sind natürlich dahin gegangen, wo man sie am meisten gebraucht hat und die, die ihren Abschluss gerade so gemacht haben, sind meistens in der Region geblieben und haben dort irgendeine Arbeit gefunden.
    • Ach wir sind alleine Nachts von eienr zu anderen Disco und wieder heim und ejden Heim bringen schon fast pro Nacht 200 Kilometer gefrahen nur um zu feiern und das kommt halt so vor.
      Meine komplette Verwandschaft kommt vom Land und die würden alle genau das gleiche sagen.
      Dumm nur, dass die alle jeden Kilometer mit dem Auto fahren. Ob 200 oder 2. Das macht für die keinen Unterschied.

      Ist beim Großteil meiner Stadtfreunde übrigens nicht anders.


      Da die Menschen sich meist nicht durch Vernunft überzeugen lassen, muss man sie halt oft zwingen.

      Man könnte zum Beispiel einfach eine Art Taxameter in jedes Auto einbauen.
      Jeder bekommt dann einen Freibetrag (Z.B. Täglicher Arbeitsweg + 1000(?) Kilometer) im Jahr. Allles, was an Kilometern oben drauf gelegt wird, wird durch saftige Steuern an Vater Stadt berechnet. Landvolk bekäme entsprechend mehr freie Kilometer... Aber vielleicht sollte man das lieber nicht in Kilometern und lieber in Sprit rechnen, der Umwelt zu liebe.

      Alternativ könnte der Taxameter für die ersten 20 Kilometer auch einen Festbetrag berechnen. Wenn ich dann nur einen Kilometer fahre, zahle ich trotzdem für 20 und so würde man sich vielleicht überlegen, ob man nicht doch mal den Bus oder das Fahrrad nimmt.

      Zumindest in den Städten würde so der Verkehr spürbar abnehmen. Das freut die Pendler, die Umwelt, die Lebensqualität auch und die Konzerne müssen auch keinen Untergang der Automobilbranche fürchten.


      Psychologisch würde es wohl auch schon helfen, wenn neben der Spritanzeige einfach ein Zähler steht, der die Kosten der aktuellen Fahrt anzeigt. :)
    • MrKaese schrieb:

      ...........
      Psychologisch würde es wohl auch schon helfen, wenn neben der Spritanzeige einfach ein Zähler steht, der die Kosten der aktuellen Fahrt anzeigt. :)

      Jau, aber dann die mit Abschreibung und Werterhaltung, damit die Doofis vom Sonntag mal sehen, was es kostet das Auto für 500 m Brötchenholen anzuschmeißen und davon gibt es rechlich bei uns :thumbdown:
      Euer : Fëanáro Calmcacil alias Lord Hotte
    • Man könnte auch die Pendlerpauschale erhöhen und dafür auch gleich die Mineralölsteuer.

      Dann werden die Privatreisen teurer. Außerdem könnten die Leute, die meinen, einen Geländewagen in der Stadt fahren zu müssen, auch mal kräftig zur Kasse gebeten.

      Außerdem wäre ich auch für ein allgemeines Tempolimit und ein allgemeines Überholverbot für LKW.
      Weiter bin ich für die Einführung von "Grünen Wellen" in Städten. Was für Brennstoff sparen würde, wenn man nicht an jeder zweiten Ampel neu anfahren müsste.
      Für den Arbeitsweg benötige ich vor 05:00 Uhr, wenn die meisten Ampeln aus sind, 5,0 l/100Km. Eine Stunde später schaffe ich das nicht unter 5,8 l/100Km und abends benötige ich schon 6,8 l/100Km, für die selbe Strecke.
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.
    • @ Lord Hotte :hallo:

      ..wenn man aber 500 m nicht mehr laufen kann, fahre ich auch mit dem Auto!

      @Rudabur :hallo:

      Du hast Recht, um 5 Uhr fährt es sich besser. Aber wenn ich an meine Arbeit zurück denke, was nutzt es mir, wenn ich um 7 Uhr vor der Tür einer Agentur stand und die erst um 9 oder 10 Uhr aufmacht? Für Tempolimit, LKW überholverbot bin ich natürlich auch. Wir brauchen keine Autos die schneller als 120km/h fahren können!
      Das Gesamtgewicht für LKWs sollten nicht höher als 24 to. betragen dürfen, Güter gehören nun mal auf die Bahn oder auf das Schiff! :grübel:
    • Um 5 Uhr geht es besser ... ich meine nicht, Du sollst um 05:00 losfahren, sondern daß man Sprit spart, wenn man nicht ständig unnötig anhalten müsste, weil die Ampeln auf Stress geschaltet sind. Da? das in den Spitzen im Berufsverkehr nicht möglich ist, sehe ich ein, aber es wird teilweise gar kein Versuch unternommen.
      In Braunschweig hat man eine teure HighTech Verkehrssteuerung, mit Kameras, Induktivschleifen zur Verkehrszählung usw. Trotzdem kommt man weder östlich noch westlich um den Ring ohne anzuhalten. Zumindest nicht ohne die StVO zu übertreten.
      Der Sprecher des Verkehrsausschußes hier, ein Dorf weiter, meinte, daß eine entsprechende Ampelschaltung nicht eingeführt wird um Geschwindigkeit aus dem Verkehr zu nehmen, wegen der Sicherheit. Wäre die "Grüne Welle" bei 40 Km/h, wäre die Geschwindigkeit auch draussen.
      Ein LKW mit 40t braucht für eine einmalige Beschleunigung von 0 auf 40 etwa 0,3 l Diesel. Das wären bei 10 Ampeln 3l. Damit könnte er 10 Km fahren.

      RAINALD von Dassel schrieb:

      Güter gehören nun mal auf die Bahn oder auf das Schiff!

      Dann sollte aber auch jeder bereit sein, die Zeitung von letzter Woche zu lesen, abgelaufene Joghurts und faules Obst zu essen.
      Außerdem wüsste ich nicht, wie man Schüttgüter mit Schiff und Bahn zu den Baustellen bringen soll. Ein Kipper mit 24t kann 14t Asphalt laden. Da wären ja doppelt so viel LKW auf Autobahnbaustellen unterwegs um das selbe zu schaffen. Klingt nicht nach Umweltschutz.

      Natürlich halte ich auch nichts davon, Kartoffeln nach Deutschland zu fahren, die anschließend nach Polen zum schälen zu bringen, von dort aus nach Frankreich zum einglasen und die Gläser dann in Tschechien etikettieren um sie in den Niederlanden zu verkaufen. Weil es billiger ist.
      MAN, ein Fahrzeughersteller, lässt tatsächlich Kurbelwellen in München schmieden, die Rohlinge werden dann zur Bearbeitung nach Salzgitter gebracht und anschließen gehen die fertigen Kurbelwellen nach München zurück. Die fertigen Motoren gehen dann zur Montage wieder nach Salzgitter.
      Ein Lager haben die dort aber nicht. Die Teile, wie Achsen, Motoren, ect. gehen vom LKW direkt auf das Band. Das Lager ist praktisch die Autobahn.
      Oder Bosch und VW, wenn die mal dringend Teile brauchen, weil der LKW im Stau steckt, lassen die das mit Hubschrauber einfliegen. Weil es billiger ist.

      Für die Wirtschaft ist eh nichts zu schade oder zu teuer.
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.