Beiträge von DarthFrankiboy

    Der Artikel beschreibt ein wenig die Situation

    Fachkräftemangel IT - Märchen oder Wirklichkeit? Zahlen und Statistiken - Jobtensor.com

    Der Artikel beschreibt quasi auch, wie ich deine Sichtweise aufgefasst habe und schließt selbst mit:

    Zitat

    Gibt es nun einen Fachkräftemangel in der IT oder nicht? Das hängt von der Sichtweise ab.


    Dieser Artikel legt auch dar, wie Flo schon aus dem Handwerk berichtet, dass dieser "Mangel" auch ein hausgemachtes Problem ist.

    Mehr Lehrstellen als Bewerber - aber nicht im IT-Bereich | heise online

    Wer nicht ausbilden will, darf sich auch nicht wundern, wenn keine Fachkräfte vorhanden sind. Ebenso ist Weiterbildung auch ein Kostenfaktor, den auch nicht jedes Unternehmen bereit ist zu zahlen. Und dann sich wundern, wenn man keine Software-Architekten und Security Leute findet.

    Ich rede auch vom Status Quo, nicht davon, dass Firmen in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft dem entgegen gewirkt hätten können oder wirken könnten. Ich spreche den Firmen eine Selbstverschuldung nicht ab, aber das ändert nichts am Status. ;)


    Am Rande noch, 10 Bewerber pro Stelle empfindest du als überhöht? In anderen Branchen ist das um den Faktor 10 höher.

    Für meine Beobachtungen bzgl. Entwickler, ja, verdammt viel. Für eine allgemeine Rate in anderen Berufen, nein. Und das ist auch mit der Punkt.


    Und den Bund und Co möchte ich ganz klar ausschließen.

    Die suchen auch teilweise Experten für 36k im Jahr die von der Uni kommen. Klar, dass die nichts finden.

    Golem.de: IT-News für Profis
    Hinzu kommt, dass jede Entscheidung, jeder Prozess viel Zeit in Anspruch nimmt. Das passt null zur IT. Wer hat schon Bock dort zu arbeiten. Hinzu kommt, wer da "Karriere" machen will, muss studiert sein,

    Wie gesagt, habe ich Ämter oben nur zusätzlich zu der ohnehin bestehenden Nachfrage angefügt, nicht als Teil der Ausführung selbst. Und ich wiederhole nochmal: Für mich definiert sich nicht der Mangel darüber, dass Firmen Stellen aufgrund von lächerlicher Vergütung und unzureichender HR-Kompetenz nicht besetzen können, sondern der allgemeinen Vakanz in einem größeren Maß, die nicht kurzfristig durch eine hypothetische Angleichung der Vergütung (zum Besseren) behoben werden kann.


    Zu dem Schluss komme ich eben aus den eigenen Beobachtungen und Erfahrungen und den Austausch dieser mit Dritten. Mehr kann ich nicht ins Felde führen. :alt:

    Da bin ich mir nicht so sicher aber du machst den Fehler zu denken von den knapp 100k offenen IT-Stellen kannst du jede Stelle besetzen.

    Wie definierst du Mangel?, ist für mich die Frage. Weil deine Antworten lassen einfach auf einen anderen Blickwinkel schließen, wie du das Thema betrachtest.

    Mein Gefühl, sagt mir, dass die Firmen noch nicht verstanden haben, dass sie erfahrene Leute nicht mit 50k im Jahr abspeisen können und das ist mitunter einer der Gründe warum so viel vakant ist.

    Denn: Was haben einzelne Firmen, die erfahrene Leute nicht anziehen können und dann herumlamentieren, damit zu tun, dass die allgemeine Nachfrage höher als das Angebot ist? Die erfahrene Person erhält dann einen Job woanders, weil sie sich es aussuchen kann, aber das ändert nichts daran, dass die schlechtere Stelle leer bleibt. Und wenn hypothetisch alle Firmen die gleiche Attraktion für ihre Stellen bieten, bleiben trotzdem fast genauso viele leer.

    Was macht denn die Fachkraft in deinem Szenario? Das Gehalt gut genug, sie arbeitet, nicht gut genug, sie arbeitet gar nicht?

    Ich finde leider die Zahl nicht mehr, aber ich meine mich zu erinnern pro offene Stelle bewerben sich 10 ITler.

    Deutschland-weit? Auf jede Stelle? Sorry, aber ohne Quelle ist das ein Fakt, den ich aus Trunkenheit überhört erwachsen ansehe.


    Hinzu kommt auch der Unwillen, gewisse Projekte neu aufzuziehen. Bei mir in der Firma, betreuen zwei alte Hasen auf einem AS400 eine Software, dessen Programmiersprache mich an Assembler und irgendein anderes Uraltzeug erinnert. Wenn die zwei in Rente gehen, wird meine Firma entweder sehr lange nach passenden Leuten suchen müssen, was ich für fast unrealistisch halte welche zu finden oder sie werden das Projekt viel zu spät neu hochziehen müssen, mit einem Tech-Stack der von den heutigen Entwicklern verwendet wird. Und die Software hat so viele Anforderungen, das halte ich auch schon für absolut unrealistisch. Bedeutet, es gibt Mitsicherheit zahlreiche Stellen, die nie besetzt werden, weil es diese Spezialisten nicht mehr gibt.

    Ich spreche nicht von solchen Stellen und würde ungesehen wetten, dass diese marginal im Ganzen sind, auch wenn sicherlich Firmen das auch unter Fachkräftemangel mit stecken und rumheulen, wenn ihr kurzfristiges Denken sie wieder einholt. Aber das Szenario streiche ich unter dem Gesichtspunkt heraus.


    Und wenn du meinst, dass 75k aufwärts für jemanden mit mehr als 15 Jahre Berufserfahrung exorbitant sind, dann hast du anscheinend auch nicht verstanden, wie die Realität auf dem Arbeitsmarkt aussieht für "Spezialisten". Warum sollte auch nur ein Kollege von mir, sich mit weniger zufrieden geben, wenn es Firmen gibt, die das zahlen.

    Da hast du mich zu wortwörtlich und allgemeingültig genommen. Alles im Verhältnis.

    Aber im letzten Satz das Gleiche wie oben: Dann geht der Kollege zu Firma B, die ihn gerecht entlohnt, weil er das bei Firma A nicht akzeptiert. Aber würden A und B beide die Stelle besetzen können, wenn sie das gleiche Gute bieten? Und nicht zu vergessen C, D etc.


    Verstehe mich nicht falsch, als ITler, insbesondere als Entwickler, Devops und Security, bist du tatsächlich in einer absoluten Komfortzone. Ein Xingprofil genügt, um von zig Headhunter angeschrieben zu werden aber wenn man genauer hinschaut, dann wird der Scope immer kleiner. Zu wenige Gehalt, kein Remote, Tech-Stack nicht reizvoll oder die potenziell neuen Kollegen wirken alle sehr unlustig. Wenn man schon ein gute Firma hat, es ist schwierig jemanden zu locken wenn sie nicht mehr verspricht als die derzeitige Firma. Und ein Kickertisch und kostenloses Obst überzeugt mich nicht. Da müssen Firmen schon mehr bieten.

    Ja, und man hat den Luxus nach seinen Prioritäten zu entscheiden, zu bleiben, oder gewünscht wo hinzugehen.


    Wenn ich das richtig lese, vertrittst du den Standpunkt, dass es keinen Mangel gibt, weil das Angebot der Firmen zu schlecht ist und der Nachfrage nach guter Vergütung und Arbeitsbedingungen der Fachkräfte unterliegt. Ich meine aber, dass die Nachfrage der Firmen (in Zahlen ihrer offenen Stellen, fachlichem Know-How (nicht nur das altertümlich Spezialisierteste), ihren Entwicklungsplänen, Wartung etc.) dem Angebot an Fachkräften (in Zahlen und Know-How) unterliegt.

    Ich rede nicht davon, jede offene Stelle besetzen zu müssen, was auch bei einem expansiven Markt gar nicht möglich ist, sondern genügend, damit Firmen in der Breite das Potential haben Schritt zu halten und sich weiterzuentwickeln und neue Firmen überhaupt mit so etwas wie Effizienz etwas aufbauen können.


    Und gar herrscht ein Mangel, wenn man zusätzlich in die Ämter schaut und den allgemeinen "Digitalisierungsstand" in Deutschland betrachtet, in Quantität und Qualität.

    Aber wenn ich meinen Chef immer stöhnen höre, ist der Tenor immer derselbe, dass er keine Stelle besetzen kann, weil angeblich der Markt leer gefegt ist. Ich wundere mich aber trotzdem, warum ich andauernd Bewerbungsgespräche mit wechselwilligen Kollegen führe, wenn angeblich keiner da ist. Mein Chef will am liebsten einen 20 jährigen, für maximal 40k, mit 10 Jahren Berufserfahrung ;-). Und wenn ich mir die Diskussionen auf Golem und Heise anschaue, berichten die sehr ähnliches.

    Hinzu kommt, dass die Stellenbeschreibungen sehr generisch sind. Mich reizt eine Stelle nicht mehr, weil da Wasser, Obst, plus Kickertisch angeboten werden. Und dann gibt es noch diese Stellen, die einen Generalisten beschreiben, der die Arbeit für 4 Personen machen soll und alles können muss. Admin-Zeug, Fullstack und am besten dem Chef noch den Rücken kraulen.

    Und ich saß tatsächlich schon ein paar Mal in Bewerbungsgesprächen in der Hoffnung ein Java Stelle zu füllen, aber es stellte sich dann heraus, dass jemand im Frontend für Java-Script gesucht wird bzw. Type-Script.

    Wenn man sich im Wettbewerb um Fachkräfte zu dumm anstellt und Kandidaten vergrault, heißt das aber noch nicht, dass es genügend von denen für alle gibt. Gerade "wechselwillige Kollegen" suggerieren doch, dass man ohne Probleme eine Firma verlassen und sich eine andere suchen kann. Das ist nur möglich, wenn die Nachfrage hoch ist und vom Angebot nicht gedeckt werden kann. Es braucht "neue Kollegen", denn wechselnde füllen vielleicht Stellen in einer Firma, aber hinterlassen wieder Lücken in der alten.

    Aus Sicht einzelner Firmen, die gut bieten, gibt es vielleicht keinen Mangel, da magst du recht haben, aber flächendeckend gibt es den sehr wohl.


    Jaein... du bist als fähiger Entwickler gefragt wie kein anderer in der IT aber zu viel darfst du auch nicht verlangen, ab 75k ist die Auswahl nicht mehr so geil, da musst du schon ein paar Monate suchen.

    Mit

    Aus der Sicht eines Entwicklers (mit Erfahrung) kann man so ziemlich das tun, was man möchte.

    meinte ich nicht, einfach exorbitant viel Kohle mit Friss-oder-Stirb-Verhandlungsstrategie verlangen, sondern, dass der Entwickler seine Prioriäteten setzen kann. Will ich mehr Geld? Wo will ich wohnen? Was will ich fachlich machen? Kollegen, Familie, Arbeitszeiten etc. pp. Je nachdem, was einem wichtiger ist, dürfte man schnell fündig werden.

    Klar ist das kein absolutes Wunschkonzert. Wenn man z.B. fachlich irgendetwas Spezialisiertes, wie Machine Learning bspw. im medizinischen Bereich machen will, muss man schon entsprechende Referenzen haben und was vorzeigen können. Aber im allgemeinen Rahmen ist der Markt für Entwickler eine Speisekarte.

    Deswegen kommt doch schon fast monatlich ein neuer Artikel über den angeblichen Fachkräfte-Mangel in der IT in einem x-beliebigen Blatt. Es gibt keinen Mangel an Personal nur den Unwillen vernünftige Gehälter zu zahlen. Und da spreche ich nicht nur von der IT

    Da widerspreche ich. Von ehemaligen Kommilitonen, Kollegen, Exkollegen und anderen Bekannten erfahre und beobachte ich, dass jede Bude, egal wie groß oder klein, wie alt oder neu immer Entwickler sucht, und nicht nur ein, zwei. Der Bedarf wächst immer mehr, vor allem nach kompetenten Kräften, aber das Angebot wächst nicht im selben Maße. Entwickler, die irgendeine Firma verlassen, haben direkt wieder was Neues, oft direkt um die Ecke, manchmal aber auch am anderen Ende von Deutschland. Als Entwickler, vor allem mit ein bisschen Erfahrung, braucht man nur einen Stein werfen und man trifft ein offene Stelle, aber eher noch wird man vom Spam der Recruiter getroffen. Sowas geschieht nicht, wenn es keinen Mangel gäbe. Aus der Sicht eines Entwicklers (mit Erfahrung) kann man so ziemlich das tun, was man möchte.

    Der Vergleich mit der Pflege hinkt folglich gewaltig. Da würden ordentliche Gehälter und Arbeitsbedingungen Wunder bewirken, aber in der IT müssen Firmen zunehmend gegeneinander bieten, oder sie bleiben mit leeren Schreibtischstühlen in der Wüste stecken.

    Mal nur zu dem Punkt:

    So wie du es beschreibst, scheint vor allem der Wille zur Bildung zu fehlen. Allerdings nimmt die Zahl sowohl der Abiturienten, als auch die Zahl der Studierenden immer weiter zu. Wer die Möglichkeiten hat, schafft es also.


    Zum einen eben daran, dass ein Teil von Schülern die früher auf die Realschule gekommen wären, eben jetzt aufs Gymnasium gehen. Das ist an sich auch okay, jeder der es schafft sich für ein Studium zu qualifizieren dem gönne ich das. Allerdings sinkt dann natürlich die durchschnittliche Leistung in den Realschulen.

    ...und in den Gymnasien selbst...und dann im darauffolgendem Studium...


    Erst schreibst du der steigenden Zahl von Gymnasiumsgängern und Studierenden was Gutes zu, während du den Wertungsverfall von Abschlüssen siehst bzw. sollte letzteres implizit aus nachlassenden Leistungen bei gleichzeitig höherem Volumen an höheren Abschlüssen gefolgert werden. Ist also etwas widersprüchlich.

    Gibt da recht interessante Zahlen aus den USA über das Verhältnis der Gefallenen (inklusive denen, die es ins Lazarett geschafft haben, aber dort ihren Verletzungen erlegen sind), und den überlebenden Verwundeten. Während der Weltkrieg lag das Verhältnis zwischen 2,5:1 und 3:1 (ohne Gasopfer, hier überlebten deutlich mehr), im Koreakrieg bereits bei 3,5:1, in Vietnam bei 4:1 und in Afghanistan und Irak zwischen 8:1 und 10:1.
    Hier muss man zwar anmerken, dass die amerikanische Lufthoheit während der späteren Kriege eine wichtige Rolle spielte, dadurch konnten sie nämlich Verwundete per Helikopter in relativ kurzer Zeit in einen OP-Saal bringen, zudem waren viele Gefechte nur von kurzer Dauer, da die meisten amerikanischen Verluste dort durch Mienen/IEDs und Hinterhalte zustande kamen.
    Aber wie man an den ukrainischen Zahlen sieht, erlauben die Errungenschaften der modernen Medizin auch ohne Lufthoheit eine Rate von 5:1 bis 8:1.

    Kleine Randnotiz: Die Benennung des Verhältnisses und die dann präsentierten Zahlen sind in umgekehrter Reihenfolge. Das erschließt sich dann aus dem Kontext, ist aber auf den ersten Blick verwirrend. Also: Die Zahlen sind in überlebende Verwundete zu Gefallene aufgeführt.

    So, das erste Buch ist verschlungen. Da ich nicht wirklich andere Bücher als Bezugspunkt nehmen kann, beschreibe ich die Erfahrung also nicht im Vergleich zu etwas.


    Es war ein Fest. Es hat langsam angefangen, aber dann wollte ich keine Pause mehr einlegen. Das Buch hat auch eine gute Struktur um Momentum in einem Kapitel aufzubauen, springt man zwischen verschiedenen Blickwinkeln hin und her - die vorher namentlich genannten Personen erkennt man aus der anderen Perspektive schnell durch den Umstand und der Beschreibung wieder. Das Buch ist in fünf "Bücher" unterteilt. Abgesehen vom ersten und letzten haben die Kapitel eine Struktur, die zu einzelnen Höhepunkten hinführen und man zwischen den Büchern mal kurz durchatmen kann.

    Wie schon von Mogges auf der ersten Seite beschrieben, bekommt man hier ein Fantasy-Feuerwerk vor die Augen gesetzt. Eine große, gefüllte Welt mit vielen Völkern und eigenen Gesetzen beginnt sich aufzubauen und die Handlung ist kompakt und ereignisreich mit vielen Spielern, die zusammenlaufen.


    Doch ist diese Errungenschaft mit Kompromissen erlangt. Die Handlung ist handlungsgetrieben ("plot-driven") statt charaktergetrieben. Sie fühlt sich sehr gewoben an und nicht von den Charakteren selbst herbeigeführt. Von ein paar leichten Ausnahmen und Momenten abgesehen, kann man schwerlich die Handlungen der Charaktere als etwas anderes nachvollziehen, als Reaktionen auf Ereignisse. So fühlt es sich zumindest für mich an.

    Zudem scheint mir der Autor eine besonders schützende Hand über sympathische Charaktere zu halten. Schlimme Erfahrungen scheinen für sie zu verschwimmen und sie sind nicht wirklich mit anhaltenden Dilemmas konfrontiert, die sie aus eigener Kraft überwinden müssen. Es kann an der Stelle auch sein, dass ich durch Game of Thrones und dessen Einflüsse einfach anders konditioniert bin, immerhin ist Gardens of the Moon 1999 erschienen. Aber intrinsische Charakterentwicklung spüre ich wenig.

    Viele Spieler sind auch wohlgeformte Charaktere, die kaum Makel aufweisen.

    Was mir zudem sehr auffällt: Fast jeder (wichtige) Spieler weiß über alles mehr oder weniger sehr schnell Bescheid, über verschiedene verknüpfte Wege. Muss ich bei anderen Geschichten immer die Schläfen aufkratzen, wenn mit Charakter A etwas passiert, worüber Charakter B nichts weiß und ein Dilemma erwächst, wo man am liebsten B durch den Bildschirm anschreien würde, ihm das fehlende Wissen mitzuteilen. Eine der frühsten Erinnerungen an so eine Situation ist irgendein Asterix und Oberlix-Zeichentrickfilm, wo sie oder Idefix getrennt werden. Das war Leiden für mich als kleiner Knirps. Das erscheint vielleicht als Leiden, baut aber eine Spannung auf, die auch durch die Bindung an die Charaktere erreicht wird. Aber die unvollständige und ungleiche Verteilung von Wissen zwischen den Charakteren scheint hier im ersten Band der Malazan-Reihe zu fehlen.


    Dennoch klebte ich regelrecht an den Seiten und das ist, denke ich, die Hauptsache. Und ich bin schon gespannt, wie das gesponnene Netz der Welt sich in den nächsten Bänden ausbreiten wird.


    EDIT: Ach, eine Sache noch: Das Magiesystem erscheint mir zurzeit noch sehr weich, also von noch keinen so klaren Gesetzmäßigkeiten eingeschränkt. Das ist an sich kein Problem, aber birgt die Gefahr, dass man die Willkür des Autors spürt, ohne Vorbereitung Action vom Zaum zu lassen, die gerade die richtige Balance hat, um den gewünschten Effekt herbeizuführen, den der Leser aber schwerlich antizipieren kann. Als abstrahiertes Beispiel: Ein Charakter läuft auf eine antizipierte Konfrontation zu, weiß um die Fähigkeiten seines Gegners Bescheid, hat aber das passende Gegenmittel parat.

    Ich hoffe mal, dass sich das in späteren Bänden legt, wenn so einiges mal bekannt gemacht wurde, wodurch man vielleicht selbst eine gewisse Erwartung aufbauen kann. Dem ersten Band kann man das ja noch verzeihen, um möglichst viel zu zeigen.


    EDIT2: Etwas positives will ich dennoch zum Schluss noch hinzufügen: Die Charaktere sind sehr unterhaltsam und unterscheidbar geschrieben. Die Sprechweisen und Verhaltensarten kann man gut zuweisen und dadurch auch eine Änderung in deren Haltung nachvollziehen.

    Ich lasse CK3 noch etwas mehr reifen und steige wieder ein, wenn es mich wieder packt. Aber Iberien war schon seit meinem Einstieg bei Paradoxspielen mit CK2 die favorisierte Region, was auch etwas damit zu tun hat, dass ich etwas hispanophil bin. :D


    Mit dem DLC läuft dann auch der "Pass" von der Royal Edition, die ich vorbestellt hatte, aus. Die beinhaltete ja die ersten zwei Flavor-Packs und die erste Major Expansion.

    Also ich erinnere mich, dass die Dritte Staffel schwächer war als 1 & 2, aber mir trotzdem gefallen hat. Dass da ein bisschen Teenie-Drama mit reinkommt ist ja irgendwie auch folgerichtig, immerhin wachsen die ja tatsächlich auf in der Serie.

    Zum einen gab es Teenie-Drama mit den Geschwistern schon von Anfang an. Aber das Maß macht es eben und es war auch besser in die Handlung verwoben. In der dritten Staffel fühlte sich das diesbezüglich mehr als Comic-Relief und Filler an. Und zum Zweiten, ich schaue Stranger Things nicht, um die Protagonisten über die Abenteuer, also die eigentliche Handlung, hinaus beim Großwerden zuzusehen.

    Mal abgesehen davon, dass der Ton mit den bekannten Charakteren etwas verschoben wurde, empfinde ich es einfach als Problem, die Charaktere beizubehalten. Die erste Staffel drehte sich um eine Gruppe von Leuten, die in ein Dilemma hineingezogen wurden und versuchten, es zu bewältigen. Staffel 2 war noch eine gelungene Fortsetzung davon, aber ab Staffel 3 fühlt es sich nach "Unsere Helden müssen wieder zur Tat schreiten. Nur sie können die Welt retten." an.

    Die ersten beiden Staffeln sind ausgezeichnet (abgesehen von der Filler-Episode in der zweiten Staffel), aber Staffel 3 hat für mich deutlich nachgelassen und fühlt sich als Fortsetzung auch eher gezwungen an. Und der Horror und das Mysterium des Unbekannten ist auch nicht mehr wirklich vorhanden. An dessen Platz trat Teenie-Beziehungsdramatik und -witze (dass der Moppelige eine Freundin im Sommercamp gewonnen hat, ist so unglaublich... :zzz: ). Ich hatte vor ein paar Monaten die ersten beiden Staffeln ein zweites Mal angeschaut und die Dritte wieder versucht, aber mehr als eine Folge wollte es nicht werden.


    Und was ich von der Vierten an Material schon gesehen habe, reizt mich auch nicht.


    EDIT: Aber ich sehe gerade, dass die vierte Staffel gestern released wurde, bis auf zwei Folgen, die am 1. Juli kommen. Mal schauen...

    Ich huste mal hier den Staub weg.


    Vor Kurzem habe ich mich entschieden, mal wieder Romane zu lesen, was bei mir ewig her ist. Da gab es in den letzten Jahren eher Sachbücher, Historisches etc. - non-fictional also. Im Studium waren Tolkiens Silmarillon und Sagen des Klassischen Altertums das Höchste der fiktionalen Gefühle, aber schwerlich als Romane zu bezeichnen. Nachdem dann die intensive Gaming-Phase, die im Dezember aufs Gaspedal getreten ist, nun im Mai abebbte, habe ich mal die Merkliste an möglichen Kandidaten raugegraben und mich für die Malazan Book of the Fallen-Serie (im englischen Original) entschieden. Den ersten Band lese ich seit einer Woche und bin am Haken. Daher habe ich gestern gleich die restlichen Neun hinterherbestellt.


    Überschlagen würde ich mit meiner derzeitigen, durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit sicherlich mehr als ein Jahr beschäftigt sein. Das wird also eine Reise.


    Und da dachte ich mir auch, hier im Forum, bei den ganzen Fantasy-Nerds, wird das bestimmt schon mal Erwähnung gefunden haben und siehe da, ein Thread, in dem man ebenso hohe Töne hört. Aber ich habe nur die erste und letzte Seite des Threads überflogen, um mir keinen Spoiler einzufangen. :D


    EDIT: Die werten Bücher sind angekommen. Das ist schon ein bisschen was...

    Ein Orkboy als Größenreferenz. ^^

    Ich kann ja mal als Informatiker meinen Blickwinkel dazugeben, obwohl mir Detailwissen in den Kreisen fehlt.


    Während ich meine Masterarbeit geschrieben hatte und schon am Anfang des letzten Semesters einen Vertrag für nach diesem in der Tasche hatte, hatte man mich wiederholt gedrängt doch an der Uni zu bleiben und in dem Bereich weiter zu forschen, da dafür auch eine neue Stelle ausgeschrieben worden war. Und mal abgesehen vom Geld (wo ich keinen genauen Vergleich ziehen kann, aber ich würde mal behaupten, dass ich besser weggekommen bin) und Lebens- und Standortumständen, wäre das einfach psychisch eine Fallgrube gewesen. Ich hatte im letzten Jahr des Studiums keine Grenzen mehr zwischen Freizeit und Uniarbeit. Das hätte sich wahrscheinlich einfach fortgesetzt.

    So habe ich jetzt einen geregelten Tag (Work-Life-Balance zu neudeutsch), viel weniger Stress (im Vergleich eigentlich keinen), den ich mir selbst aufbaue, und bessere Vergütung. Mit Kollegen, Exkollegen, ehemaligen Kommilitonen und der eigenen Erfahrung sehe ich auch, dass man als Softwareentwickler null Probleme hat, in der Wirtschaft einen Job zu finden.


    Sprich: In der Informatik bleiben nur die in der Forschung, die wirklich forschen wollen oder etwas ganz Bestimmtes machen wollen. Ein Beispiel für letzteres sind Machine Learning-Stellen, Big Data etc. In solchen spezialisierten Sachen kommt man nur mit einer Promotion in dem Bereich oder entsprechender Erfahrung, die anders schwerlicher aufzubauen ist. Aber andere Anreize, in der Wissenschaft zu bleiben, fallen mir beim besten Willen nicht ein.

    Da fragt man sich immer wie die das bei Deutschland hinbekommen haben. Klar die wollten ein Bollwerk gegen den Kommunismus.

    Kurz: Marshall-Plan. Zum einen waren da bereits die demokratischen Entwicklungen in Europa als Grundlage gegeben - der Plan hat ja nicht nur Deutschland gefördert. Zum anderen, wie du schon sagst, war ein wirtschaftsstarkes westliches Europa essentieller Teil des globalstrategischen Plans gegen den Kommunismus. Man könnte fast sagen Altruismus und Egoismus der USA gingen da Hand in Hand.


    Halbarschige Hilfen an zerfallene, korrupte, diktatorische Systeme, die mittelfristig dem eigenen Staat quasi am Allerwertesten vorbeigehen, stellen keine vielversprechende Saat dar. Hier geht es rein strategisch darum, die Systeme nicht in die Arme von anderen Spielern auf der Weltbühne laufen zu lassen, Terrorismus "zu bekämpfen", Handelswege oder den Klassiker Rohstoffe zu sichern etc. pp. - also nur kleinere Ziele zu verfolgen. Und Diktatoren lassen sich mit Geld nun mal leichter kontrollieren, wohingegen selbstständige, gut geölte Demokratien aufzubauen schwierig und es für viele nicht wert ist.

    Das wirkt irgendwie aus der Zeit gefallen.

    Wozu soll das gut sein, wenn beide eh bald in die NATO eintreten? Und was will Boris damit aufzeigen?

    Erstens, weil "bald" und nicht "jetzt".

    Zweitens, warum keine mehrfache Absicherung für äußeren Schutz, egal wie unwahrscheinlich der effektive Fall sein wird? Im Sinne "egal, ob ihr oder ich in der NATO sind, egal, wie die Zukunft der NATO aussehen wird, wir stehen euch bei und lassen das jeden wissen"...


    Hatte nicht sowieso jemand vor einigen Wochen einen Artikel verlinkt, dass sich EU-Mitglieder untereinander schützen? Das würde mich eher interessieren.

    Leute, es stand nur ein paar Beiträge drüber, dass der Witziges und Kurioses-Thread nicht zum Austausch gedacht ist. Bitte nutzt einen Link oder einfach die Zitatsfunktion, um im entsprechenden Thread einen Wortwechsel anzustoßen. Das Thema Hidden Dislike ist nämlich genau in diesem Thread schon aufgekommen.


    Und jetzt bitte weiter hier.