Beiträge von DarthFrankiboy

    215 Stunden (mit Menüzeit), ca. 125 Stunden im ersten Durchlauf, ca. 75 im zweiten (was daran lag, dass ich eine viel mächtigere Komposition an Charakteren hatte und große Kämpfe viel schneller erledigt waren und die gleichen Dialoge konnte ich natürlich auch etwas beschleunigen). Und jetzt im Dritten bin ich auf der ersten Map mit weniger als 12 Stunden fast durch.


    EDIT: So, in weniger als 40 Stunden habe ich den dritten Lauf mit Dark Urge durch. Im ersten und im zweiten Akt gibt es einzelne Begebenheiten, wo der Urge durchkommt, aber viel ändert es nicht. Erst im dritten Akt hat diese Origin-Story umfangreichen Effekt. Abseits davon gab es hier und da mal was anderes zu erleben und wirklich alles wird man selbst auch wohl nie sehen.

    Ich bleibe jedenfalls dabei: Zwei Singleplayer-Playthroughs kann man durchaus genießen.

    Hast du den Film mit OV gesehen? In der deutschen Version war zumindest die Rede vom heiligen Krieg, wenn ich mich korrekt entsinne. Ob es dann im Englischen der Dschihad war und im deutschen als heiliger Krieg übersetzt wurde?

    Jap, OV. "Holy War" auch da, wie Norkzlam gesagt hat.


    Und wenn ich mich nicht täusche, ist Paul nicht radikaler geworden, sondern wählt den Weg, der die geringsten Menschen-Verluste produziert, leider sind es dann auch ein paar Mrd.

    Ist er das in diesem Film?

    Gib mir mal etwas Zeit, hab angefangen zusammenzuschreiben was mich persönlich stört wie der Film geworden ist. Versuche mich dabei auch weniger auf die Dinge zu konzentrieren, die eben anders interpretiert wurden, sondern auf das was den Film schlicht nicht gut macht bzw. Schaden anrichten.

    Darauf wäre ich auch mal gespannt.


    Ich war nach so 7 Jahren für den Film das erste Mal wieder im Kino und wurde jetzt nicht enttäuscht. Ich kenne die Bücher nicht. Ich habe den David Lynch-Film einmal gesehen und hier und da etwas Lore aufgeklaubt, aber ich habe jetzt nicht die Original-Buch-Fan-Brille auf.

    Mir fällt auch nur ein wesentlicher Unterschied ein.


    Meine Kritik an dem Film wäre, dass einige technische Details, die auch bereits etabliert worden waren, nicht konsistent und konsequent gezeigt werden. Und dass das Ende etwas zügig vonstatten geht, da schließe ich mich an.

    Bei dem Mittelteil hatte einer der anderen Kinogänger ebenfalls angemerkt, dass man das zusammenkürzen könnte, was ich aber so nicht wahrgenommen hatte. Da muss man auch vorsichtig sein, wenn man davon zu viel wegnimmt, wird der Wandel weniger unausweichlich und schwerwiegend und wirkt dann mehr vom Hand des Schreibers gezwungen.

    Und ich hätte abseits davon hier und da auch gern noch mehr gesehen, aber das wäre ein Fass ohne Boden.


    Und auch was Hades kritisiert hatte: Die Anlehnung an fundamentale Islamisten. Also in dem Film haben sie es ja extra vermieden, es Dschihad zu nennen (außer ich habe es irgendwo nicht mitbekommen). Wenn ich hier und da Informationen über die Vorlage aufgeschnappt hatte, kam das wesentlich stärker rüber als in dem Film.

    Aber man muss sich halt gedanklich auch von Garagenentwicklern aus den 90ern verabschieden,

    Warum? Die Indie-Szene blüht doch schon seit Jahren und ist für viele in den Vordergrund gerückt, während "Tiple A"-Titel von altbekannten Publishern beiläufig wahrgenommen wird.


    Die Mehrzahl der großen Studios haben inhärente Probleme, die sich nicht lösen.

    Es verfliegt jedenfalls die Zeit wie im Flug. Für den Kollegen habe ich eine Woche gebraucht. Wie viele Stunden aufgerechnet, kann ich nicht genau sagen.


    Viel Zeit geht natürlich für die Haut drauf (Base-Farbe, Shade, mehrere Layer) und das Schachbrettmuster ist wie immer eine geduldsprüfende Angelegenheit. Aber ich bin dann bei solchen Modellen zu Detailarbeiten wie den Kanten an den Gürteln oder Metallteilen, wie dem Gehäuse der Klaue (die Klause selbst ist trockenbürstet) oder dem Schulterschutz ohne Schachbrettmuster zu ziehen, dass die Kanten quasi heller erscheinen. Fällt nicht sofort auf, aber ist Teil des Eindrucks.

    9. DarthFrankiboy und IWST könntet ihr euch das vorstellen und wäret ihr bereit weiter im Team mitzuwirken?

    Moderation kann ich schon erstmal weiterhin machen und mit etwas mehr internen Absprachen, auch wieder eine gepflegtere Richtung gehen. Bei einigen technischen Belangen kann ich sicherlich auch unterstützen, aber bei dem von Bob erwähnten Upgrade kann ich keine Versprechungen machen. Ich hatte kaum Berührungspunkte mit der Software-Pflege dahinter und müsste mich auch einarbeiten.

    Aber neben deinen Fragen, John, solltest du reflektieren, was du übernehmen möchtest. Ruf nochmal in Erinnerung, warum du Auszeiten genommen hast und warum du zurückgekommen bist. Führ dir vor Augen, in welche Richtung du das Forum tragen willst und was das beinhalten würde (im Bezug auf Frage 11).

    Ich hatte ja nach meinem ersten Playthrough den mageren Epilog kritisiert. Da kam mit einem größeren Patch noch was rein. Das habe ich mal aus Interesse heute nachgeholt. Das war auch sehr passend, weil es ingame sechs Monate nach den Ereignissen stattfindet. Aber man erfährt leider nur die weitere Entwicklung der Companions. Es ist auf jeden Fall ein schöneres End-Feeling als vorher, aber ich mochte immer die erzählerischen Epilogs, die kurz nicht nur was zu dem Verbleib der Companions, sondern auch was zu den Orten, wo man war, und die Charaktere, die man getroffen hatte, sagen.


    Gestern kam wieder ein größerer Patch. Ich überlege mir gerade mal einen Dark Urge-Playthrough anzufangen. Diesmal auf Balanced-Schwierigkeit, dass ich nicht alles gründlich machen muss und mal ein bisschen herumexperimentieren kann.


    Übrigens schön zu sehen, dass das Ganze schön Save-kompatibel ist.


    EDIT: Mal ein kleiner Zwischenstand,
    Erstens: Ich habe mich erinnert, dass ich während meines ersten Playthroughs gesagt habe, dass ich es sehr immersiv finde, wie die Welt darauf reagiert, welche Rasse (in dem Fall Drow) ich gewählt habe, wobei John als Mensch die Erfahrung nicht teilen konnte. In meinem zweiten Playthrough habe ich meine Identität an manchen Stellen maskiert. Jetzt spiele ich einen Halb-Ork und hätte angenommen, dass da auch einige Reaktionen zu erwarten wären - immerhin fallen mir nur eine Hand voll NPC-Halb-Orks ein. Aber bisher gibt es keine merkliche Reaktion darauf. Es scheint doch bei manchen Rassen mehr oder weniger Feedback zu geben. Gerade Drows sind ja recht stereotypisch einseitig in der Welt.
    Zweitens: Das Spiel eignet sich sehr gut für zwei Playthroughs. Ab dem Dritten kann man nur neue Einzelheiten erfahren oder etwas herumexperimentieren, aber sofern man ein halbwegs gutes Gedächtnis hat, springt man schnell durch bekannte Dialoge durch und das Verhältnis von neuen Entdeckungen zu der Spielzeit ist sehr gering. Wie gesagt, im ersten Playthrough macht man sich schon Gedanken um den Zweiten und da gibt es wieder einiges zu erleben, aber ab dem Dritten nur Einzelheiten. Ich werde den Dritten für den Dark Urge (auf jeden Fall schon mal ein paar Kuriose Begebenheiten) und einigen Experimenten durchziehen und einen Vierten vielleicht für den Honor-Mode machen (mit meinem zweiten Charakter nochmal nachspielen, weil das einfach richtig stark war).

    Drittens: Für jemand, der affin mit dem Spielprinzip ist und auf taktischer Schwierigkeit gespielt hat, ist Balanced wirklich ein Spaziergang. Da werfe ich mich frontal auch einfach in Kämpfe rein.

    Wenn ich recht überlege, bricht man die KI, sobald man eine Artillerie-Überlegenheit hat. Artillerie hat in dem Spiel ja unbegrenzt Munition.

    Macht man sich da nicht selbst den Spielspaß kaputt, wenn man extra nach Taktiken sucht, mit denen die KI nicht umgehen kann? - Stellt sich die KI denn auch so schlecht an, wenn man ihr mit einer historisch annähernd korrekten Aufstellung, Zusammensetzung und Vorgehensweise gegenübertritt? Also da würde ich mir dann vielleicht eher selbst Beschränkungen auferlegen, anstatt solche Artillerie-Tricks zu verwenden.

    Ich habe danach nicht gesucht. Ich habe einfach eine ganz normale Armeen, hauptsächlich Infanterie, ein paar Kavallerie- und Artillerie-Einheiten aufgestellt. Dass ich überlegen in der Hinsicht war, war einfach Zufall, woraus ich dann das Obige geschlussfolgert habe. Und ohne Arti wird das Zeitalter kaum Spaß machen.


    Anders als DarthFrankiboy findet der im Video auch die Schlachten KI besser als im Original.

    Habe ich mich auch schon gefragt...


    EDIT:


    Ich habe nochmal eine Schlacht mit Sachsen um Berlin geschlagen. Das war nur Infanterie in der gegnerischen Armee und es war ein langer Schusswechsel, wo sich dann anscheinend auch preußische Qualität hervorgetan hat, aber das war die Linie:
    ?imw=5000&imh=5000&ima=fit&impolicy=Letterbox&imcolor=%23000000&letterbox=false


    Das ist das Höchste der Gefühle fürchte ich und solche Schlachten sind eher die Ausnahme. Aber auch hier lief die eine preußische Pikeneinheit sinnlos in der Gegend herum und hat nicht mal angegriffen, wenn ich ihr nahegekommen bin, hat sie sich einfach beschießen lassen und sowas habe ich nicht zum ersten Mal beobachtet.
    Die eigene Artillerie kann ungeschützt dastehen. Gelegenheiten diese auszuschalten, nimmt die KI nicht wahr.

    Spanien hat anfangs einen Handels- und einen Marinehafen. Über beide laufen Handelsrouten. Als der Handelshafen blockiert wurde, ist auf jeden Fall Einkommen weggefallen. Weiß nicht, wie bestimmt wird, wo welche Route lang läuft und wie das mit der Kapazität aussieht und ob die fest sind oder umgeleitet werden, sollte es eine größere Kapazität hergeben.

    Beide Häfen sagen auch was im Sinne von "Improves capacity for exports".


    Aber ja, es ist ein Overhaul, der verschiedene Mods zusammenbringt, kein komplett neues Spiel.


    Ich würde behaupten, dass das neue Einheitenroster und die Evolution der Einheiten ein großer Kernpunkt für die Mod sind, aber, wie gesagt, durch die Schlachten-KI lässt sich das nicht wirklich auskosten.

    Wenn ich recht überlege, bricht man die KI, sobald man eine Artillerie-Überlegenheit hat. Artillerie hat in dem Spiel ja unbegrenzt Munition. Dass die KI da ihre Defensiv-Position verlässt, ist logisch, aber nicht, wenn das Terrain sie eigentlich schützen würde. Das wird irgendwie nicht einkalkuliert. Das merkt man schon daran, dass die Artillerie in einen Berg reinschießt, weil dahinter die feindlichen Truppen sind. Aber wie sie sich dann auch rausbewegt und angreift, war stets plump.


    EDIT: Im Übrigen, Seeschlachten sind denke ich altbekannt, nur dass man ohne eine Submod nicht mehr entern kann. Wer weiß, was sie bei Seeschlachten noch so geschraubt haben. Es gibt auf jeden Fall ein Schiff, das wollte ich mal ausprobieren, dazu bin ich aber nicht gekommen: Fireship. Ich hätte behauptet, das ist dazu da eine Kamikazeaktion gegen einen größeren Pott zu segeln, aber das hat die KI jedenfalls nicht so eingesetzt.


    EDIT2: Der Multiplayer wäre vielleicht für den einen oder anderen interessant, auch wenn ich nicht weiß, wie der aussieht. Es gibt jedenfalls den Tab "Campaign Game" in der Multiplayer-Spieleliste. Wenn man da in Schlachten, die KI übernehmen kann, würde sich ja der größte Kritikpunkt komplett lösen. Wenn...

    Hab mich auch erst gewundert, aber in den zweiten Video erfährt man: Tatsächlich Empire: Total War. Schau ich mir eventuell auch mal an.

    Edit: Ich hab mal für knapp 7 Stunden reingeschnuppert.

    Was die Schlachten angeht, fühlt sich die Artillerie und die Linie ganz gut an, aber die KI ist leider zu stupide als das mal eine spannende Schlacht zustande kommen könnte. Sie verlässt ihre defensive, von Artillerie nicht erreichbare Position und läuft verschachtelt und ungeordnet in meine Linien rein. Und einzelne Einheiten haben gern mal Totalaussetzer.

    Auf der Kampagne fehlt gefühlt auch einiges. Ich hatte mit Spanien, welches ja in Europa verteilte Regionen hat und auch in Amerika vertreten ist, so gut wie keinen Druck. Und ab Runde 2 stand eine kleine britische Flotte mit einer kleinen Armee an Bord vor Gibraltar, als ob ein Angriff geskriptet wurde (anfangs herrscht kein Krieg mit Großbritannien), aber der kam nie. Und so steht sie über viele Jahre dort herum.

    Es gibt noch einige Submods, wo ich aber jetzt nicht den Überblick habe, was was dreht.


    Gar nicht so schlecht fand ich, dass die Reichweiten-Anzeige der Einheiten rausgemoddet wurde (kann man wieder aktivieren). Das macht es doch ganz stimmig.


    Ich kann aufgrund der langen Zeit leider nicht wirklich Vergleiche zu Vanilla-Empire ziehen.

    Sprichst du von der Kampagne?

    Nein, tatsächlich die Multiplayer-Schlachten. Da hatten wir hier im Forum auch mehrere Turniere gehabt (vor den DLCs). Und ich hatte auch den Multiplayer gegen viele Randoms gespielt. Da hatte ich fast nie irgendwelche Helden gesehen. Die waren einfach so teuer, dass man keine große Linie aufbauen konnte, und der Gegner genügend manövrieren konnte, um die Katana- und Yari-Helden mit Luntenschlössern oder Fokus mehrere halbwegs guter Einheiten und die Bogen-Helden mit Kavallerie-Bindung und Fokus auszuschalten. Preis-Leistung hatte ich nie den Eindruck, dass sie sich im Allgemeinen lohnen. Kann mich auch nicht erinnern, durch die großartig besiegt worden zu sein.

    Was sich vom konventionellen "Einfach normale Schlachten"-Multiplayer unterschieden hatte: Man hatte in Shogun ja eine Multiplayer-Karriere mit einem General, den man levelte und Einheiten, die Erfahrung sammelten. Kann mich aber nicht entsinnen, dass das die Balance krass beeinflusst hatte.
    Ich bin vom Multiplayer weggegangen, als der erste Einheiten-DLC kam.

    Empire war natürlich auch cool und den Multiplayer habe ich da auch gespielt, so kam ich hier ins Forum. Aber rund war die Sache noch nicht gewesen. Die Linienkämpfe fand ich dann in S2:FotS auch richtig gut (und der wurde auch nicht durch DLCs versaut), abgesehen von der Armstrong-Kanone, die zu mächtig war, aber ähnliche Einschränkungen mussten auch in ETW und NTW per Gentlemen's Agreement gemacht werden.

    Shoguns 2 Multiplayer wurde durch DLCs kaputt gemacht. Die zwei oder drei Heldeneinheiten, die im Base-Game drin waren, waren halt kleine Eliteeinheiten, die richtig eingesetzt werden mussten, aber leicht zu kontern waren und von den Kosten daher eher eine Bürde waren.

    Erst DLCs haben Einheiten reingebracht, womit Spieler mit nur dem Base-Game nicht mehr mithalten konnten und das waren nicht nur Heldeneinheiten, die da problematisch waren, sofern ich mich erinnere.
    Der Release-Multiplayer von S2 war meiner Meinung der Beste in einem TW-Spiel, wenn es um das Taktieren mit einer Armee ging und nicht um Show und Imba-Einheiten.

    Mit dem Scheiß hat es doch angefangen. In Wahrhammer passt sowas aber in einem historischen angesiedelten Spiel, passte das null. Hinzu kam, dass der Multiplayer absolut unbalanced war, wegen diesem Bullshit.

    Trotzdem mal auf den Ton achten, auch wenn es an niemand gerichtet ist. Zwei Fäkalausdrücke (ohne eine rhetorisch sinnvolle Platzierung) innerhalb dieser kurzen Passage lassen nicht gerade den Eindruck erwecken, dass man die Meinung von einem Erwachsenen liest.

    Ich habe ja bereits angeschnitten, dass ich von einer Gruppe wieder mit dem Hobby angefixt wurde, da dachte ich mir, ich kann ja auch einfach hier mal die Ergebnisse teilen.


    Am Sonntag habe ich einen Deff Dread der Orks fertiggestellt, den ich im Dezember oder sogar schon November angefangen hatte. Der lag in seinen Einzelteilen noch in der Gussform, da ich im Studium nicht mehr zu ihm gekommen bin und mit der Pandemie hatte sich das Hobby auch wieder zerlaufen. Auf dem letzten Bild ist sein Kollege zu sehen, den ich im Studium bemalt hatte - nur die Motoren hatten noch gefehlt.

    Die Wahlen 1836 waren noch mehrparteiisch. In 1840 ging es in zwei Parteien über. Du referenzierst als Gegenbeispiel zur These, dass Parteien in einem Zwei-Parteiensystem kaum noch aufzubrechen sind, eine Zeit, wo das Zwei-Parteiensystem sich noch gar nicht gefestigt hatte.

    Dann hast du vielleicht noch den Bürgerkrieg, wo etwas mehr in den Mix geworfen wird, aber ansonsten gibt es seit 1876 keine erfolgreiche Spaltung oder Neuerscheinung.

    Populisten 1892 und fusioniseren mit den Demokraten nach kurzer Lebensdauer.

    1912 Roosevelts Aufbäumen mit den Progressives: In der Präsidentschaftswahl hatten die Demokraten 41.84% Popular Vote, 81.92% Electoral Vote, stellten den Präsidenten. In den Wahlen zum Repräsentantenhaus hatten die Demokraten 43.2%, aber 66.9% der Sitze. Letztendlich haben die Progressives den Republikanern nur das Wasser abgegraben und sind wieder zurückgewandert.

    1948, 1968, 1980, 1992 und 1996, alles Versuche, die schnell kamen und wieder gingen, und darin resultiert sind, dass die Zwei-Parteienlandschaft und damit auch die Gegensätzlichkeit der beiden Parteien nicht mit dem Wahlsystem der USA aufzubrechen sind.

    Die USA haben einfach nicht das politische System, auf dem sie Versöhnung sehen könnte. Während bei uns in Deutschland es möglich wäre, dass eine Partei sich kompetent hervorhebt und in der Breite die Themen effektiv in Angriff nimmt und damit extreme Strömungen weit an den Rand drängt, wo sie hingehören, hat die USA mit ihrem Zwei-Parteiensystem einfach nicht die Grundlage dafür. Bei uns kann man träumen, aber bei den Amis fällt es mir deutlich schwerer einen utopischen Gedanken zu verlieren.


    Es gibt quasi zwei Szenarien einer Legislaturperiode bei denen:

    1) Der Präsident und die absoluten Mehrheiten im Senat und im Unterhaus sind von einer Partei (Föderalismus mal außen vor gelassen). Dann kann diese Partei mal abgesehen von inneren Streitigkeiten schalten und walten, wie sie will. Kann sehr effektiv sein, aber die Gefahren von Ein-Parteien-Herrschaften sind denke ich bekannt. Und letztendlich wird bis zu die Hälfte der Bevölkerung (oder sogar noch mehr) nicht repräsentiert.

    2) Die Mehrheiten sind gemischt und die Effektivität der Regierung bekommt ordentlich Sand ins Getriebe.


    Und in beiden Szenarien wird das eine Lager nicht auf das andere zugehen, sobald es Machtverlust für sich selbst bedeutet.


    Hier mal ein Video, was kurz und schön veranschaulicht, wie ein Zwei-Parteien-System zustande kommt und warum es nicht mehr in solchen System aufzubrechen ist:


    Und dementsprechend wird sich in keiner von beiden Parteien irgendjemand hervortun, der die jeweilige Partei grundlegende reformieren könnte, denn der Verlust der Leute, die da nicht mitziehen, bedeutet automatisch eine Niederlage.