Vielleicht weil ich etwas Ablenkung von den Ereignissen in der Welt brauche, oder weil ich gerade etwas im Tony Curtis-Fiber bin, heute ein weiter Film mit ihm.
Der 1962 Film Taras Bulba.
Der Film ist eine Interpretation des gleichnamigen Romans um den Kosakenführer Taras Bulba, der zwischen der Liebe zu seinen Söhnen und den Traditionen der Kosaken hin und her schwankt.
Nach langen Kämpfen schaffen die Polen, mit der Hilfe der Kosaken die Osmanen zu schlagen. Unter ihrem Anführer Taras Bulba werden die Kosaken zu einer Siegesfeier eingeladen. Doch werden sie von den Polen verraten, die auch die Kosaken unterwerfen wollen. Den Kosaken gelingt jedoch Flucht in die Steppe, wo auch Taras Bulbas Söhne, Andrei und Ostap geboren werden. Ersterer atmet bei der Geburt nicht und überlebt nur durch eine Beatmung seines Vaters. Jahre später schickt Taras Bulba seine Söhne nach Kiew, damit sie dort studieren und von den Polen zu lernen. Andrei verliebt sich in die adlige Natalia. Nachdem Andrei und Ostap in einen Kampf mit Natalias Bruder geraten, bei dem dieser stirbt, müssen sie fliehen und kehren in ihre Heimat zurück. Die Polen planen derzeit einen neuen Krieg gegen die Osmanen und wollen erneut auch Kosaken anwerben. Doch haben diese den Verrat nicht vergessen und wählen Tara Bulba zu ihrem neuen Anführer. Da zu alte Hetman aber sein Wort gegeben hat und dieses nicht brechen kann, wird er von den Kosaken niedergeritten. Die Polen werden vom Angriff der Kosaken vollkommen überrascht und in der Stadt Dubno belagert. In der Stadt kommt es zu Hunger und Krankheit und als Andrei erfährt, dass Natalia in Dubno ist, schleicht er sich in die belagerte Stadt. Beim Versuch, sie zu befreien, wird er gefangen genommen und willigt ein, auf die Seite der Polen zu wechseln und Nahrung in die Stadt zu schaffen, um damit Natalias Tod zu verhindern. Zwar gelingt der Angriff, doch erkennen die Polen, wie schwach die Kosaken durch interne Streitereien sind und wollen diese nun vernichten. Andrei und sein Vater treffen aufeinander, doch weigert sich Andrei gegen seinen Vater zu kämpfen. Dieser bezeichnet seinen Sohn als Verräter an allem, was die Lebensart der Kosaken ausmacht und da er ihm bei seiner Geburt durch seinen Atem das Leben schenkte, ist es auch sein Recht, es ihm auch wieder zu nehmen, woraufhin er Andrei erschießt. Nachdem das polnische vernichtet wird, kehren die Kosaken nach dem jetzt wehrlosen Dubno zurück. Taras Bulba trifft auf Natalia, die nach dem Leichnam seines Sohnes suchte und um diesen weint. Erst jetzt erweicht auch Taras Bulbas Herz. Auf Ostaps Bitte Andrei mitzunehmen, um ihn in der Steppe, in Kosakenerde, zu bestatten, erwidert er, dass dies jetzt Kosakenerde sei und er gibt Befehl, die Stadt Dubno nicht zu zerstören.
Besonders hervorheben möchte ich Yul Brynner als Taras Bulba, den titelgebenden Anführer der Kosaken. Für mich persönlich immer unter den top 5 Rollen in Brynners Filmkarriere. Ich nehme ihm die Rolle voll ab. Es ist echt Schade, dass der Film nicht erfolgreich war.
Tony Curtis hingegen hat zwar immer noch ein jugendliches Aussehen, aber den jungen Sohn von Taras Bulba kann ich ihm mit seinen damals bereits 37 Jahren einfach nur schwer abnehmen.
Interessant ist, dass die Darstellerin der Natalia, die damals 16-jährige Christine Kaufmann, bei den Dreharbeiten zum Film Tony Curtis kennenlernte, der sich daraufhin von seiner Frau trennte, um Kaufmann 2 Jahre später zu heiraten.
Man sollte den Film unbedingt mal gesehen haben. Allein für die Szenen der reitenden Kosaken lohnt es sich.