Beiträge von Deatheye

    Hab gestern noch mehrere Theorie gehört zum einen dass beim Bau der Piplines eingebaute Sprengsätze explodiert seien, Mini-Uboote mit Torpedos, in der Pipline fahrende Wartungsroboter (James Bond lässt grüßen) und es Russland gewesen sei um Europa zu zeigen dass es in der Lage ist jederzeit und überall kritische Infrastrucktur anzugreifen und zu zerstören. Sie hätten Nordstream 1/2 gewählt da es ihre eigenen Pilines seien und dies dann keine internationalen Konsequenzen bedeutet. Sei aber der Fingerzeig dass man auch problemlos ein LNG-Terminal beim nächsten Mal zerstören könnte.

    Problem dürfte sein wenn wenn es ein Verbündeter Deutschlands war sagen wir mal die USA und es kommt raus, dann wären die politischen Konsequenzen verheerend. Dass mindste wäre eine schwere Regierungskrise. Man würde wohl nicht ins russische Lager wechseln, sich diesen aber deutlich annähern und könnte alle BEschlüsse innerhalb der EU oder NATO gegen Russlans massiv blockieren. Zudem bestünde die Gefahr dass Deutschland dann auch sagt es verweigert sämtliche Überflugsrechte für Militärmaschinen oder den Transport von Nachschub für die Ukraine durch deutsches Territorium.

    Es war der Pressesprecher des Weißen Hauses. Hat er im TV wohl gesagt.

    Auch wenn es der Pressesprecher war ist es dennoch nicht Biden selbst. Da kann man sich immer darauf berufen der hätte etwas falsch verstanden oder nicht richtig rüber gebracht.

    Nur wenn der amerikanische Präsident, am besten noch live, sagt "wir werden im Falle eines Atomwaffeneinsatzes dies oder jenes tun" ist es was wert.


    Und Medwedew mag zwar stellvertretender Vositzender des Sicherheitsrats sein aber eigentlich ist er ein besserer Wachhund der alles anknurrt dass seinem Herrchen Putin ärgern könnte. Durfte mal kurz Präsident spielen damit sein Chef die russische Verfassung etwas biegen konnte. Und zum Dank darf er in der Nähe des Machtzirkels bleiben für den Fall dass er noch einmal gebraucht wird.

    Gab seit Beginn des Krieges immer wieder Gerüchte dass er sich deshalb als Hardliner gibt um bessere Karten für die Zeit nach Putin zu haben. Auch hier, solange Putin nicht in einer Ansprache explizit sagt es werden nun Atomwaffen eingesetzt ist es reines Gebell.

    Die USA haben angeblich angekündigt, asymmetrisch zu reagieren. Sprich wenn Russland Nuklearwaffen in der Ukraine einsetzt, zerstören die USA mit konventionellen Mittel die russischen Truppen in der Ukraine ohne selbst Nuklearwaffen einzusetzen. Wie Putin darauf dann reagiert ist völlig offen.

    Kann in Waffenstillstandsverhandlungen enden oder in einem Atomkrieg.

    Glaube ich erst wenn das tatsächlich von Biden selbst in einer öffentlichen Pressekonferenz gesagt wird.

    Irgendwelche ehemaligen Militärs die sich in irgendwelchen Sendungen zu angeblichen Vorbereitungen spekulieren ist genau das - Spekulationen.

    Wären überhaupt genug Flierg in Reichweite um so etwas in der Ukraine durchzuziehen? Die müssten erst mal in ausreichender Anzahl verlegt werden und unterschätze die russische Flugabwehr nicht, wie viele tote Piloten kann man der US-Öffentlichkeit den verkaufen?

    Auch würde dies würde bedeuten das man, um es böse zu sagen, für irgend ein "Kaff" in der Ukraine, mit der man nicht mal einen Bündnis hat, New York, Washington, Chicago usw. riskiert. Das werden die USA nicht tun. Ich würde nicht mal drauf wetten dass sie es tun wenn es nen Nuklearwaffeneinsatz im Baltikum gäbe. Wegen Tallin 100 Mio Tote Amerikaner riskieren? Ich hätte meine Zweifel. Russland hätte in dem Fall auch gar keine andere Wahl mehr als Nuklear zu antworten, da nach der Leistung welche die russischen Streitkräfte abgeliefert haben die ganze Welt weiß dass sie kein Gegner für die NATO wären.

    Die Geheimdienste auch sehr genau wissen wo jede Nuklearwaffe Russlands rumsteht. Wenn die sich bewegen wissen die das fast sofort. Es wird wohl auch nicht gleich ne Taktische Atomwaffe eingesetzt werden sondern zuerst ganz offen von Putin angedroht, dann irgendwo über dem Meer oder unbewohntem Gebiet eine eingesetzt um zu zeigen dass man es erst meint (tippe da auf die Schlangeninsel) und erst danach erfolgt der Einsatz.

    Spätestend bei Stufe 2 werden dann aber auch die Chinesen und Inder sich melden und man kann davon ausgehen dass die USA mit den Chinesen bereits gesprochen haben.

    Würde in dem Fall auf ein komplettes Embargo Russlands tippen, einschließlich einer möglichen Seeblockade. Nichts mehr rein und nichts mehr raus. Außerdem könnten wohl die Ukrainer ebenfalls Taktische Atomwaffen erhalten und die passenden Trägersysteme. Die Lieferung Letzterer wäre z.B. ein Warnschuss Richtung Moskau.

    Da ist aber viel zu viel Spelkulation drin.

    Wahrscheinlicher ist dass Putin das macht was er die ganze Zeit schon macht, drohen und bluffen in der Hoffnung Panik im Westen zu verbreiten damit dieser seine Unterstützung der Ukraine einstellt und irgendwie seine Kopf noch aus der Schlinge zu bekommen. In Deutschland hat er dabei wohl noch die größten Chancen wenn man sich Wagenknecht und die anderen so ansieht die am liebsten Putins Stiefel lecken wollen.

    Die Zustimmungswerte für den Krieg sind auch weiterhin hoch, auch unter denen die sich jetzt absetzen. Sie wollen nur nicht selbst darin kämpfen.

    Sind dieselben die noch vor ein paar Tagen stolz Russlandfahnen geschwungen haben und sich das Z-Symbol aufs Auto gemalt haben. Ist halt was anderes wenn es für einen selbst ernst wird.

    - mögliche Hungersnöte

    Sehe ich weniger das Problem. Einige russische Propagandakanäle verbreiten das gerne dass die Ukraine keine Nahrung hätten und daher im Winter komplett zusammenbrechen würden. Es wird sicher lokal zu Problemen und Versorgungsengpässen kommen. Da aber wie IWST schon schreibt die Lagerhäuser der Ukrainer gut gefüllt sind und sie ihr Getreide nicht so einfach exportieren können.


    Pro ukrainische Kanäle verbreiten inzwischen dass Russland seine eingezogenen Reservisten bereits nach 2 Wochen "Ausbildung" an die Front schicken will.

    Die Intensivausbildung durch die Briten dauert 5 - 6 Wochen und die haben schon ne Grundausbildung durch die Ukrainer erhalten. Wenn es also stimmt dass die Russen, und sei es nur in Teilen, ihre Reservisten schon nach 2 Wochen reinwerfen sollen werden die massive Verluste erleiden.


    Auch soll Aeroflot sich beschwert haben dass einiges von ihrem Personal eingezogen wurde.

    Klingt danach als bräuchte das russiche Militär Mechaniker und Techniker ihre Luftwaffe einsatzbereit zu halten. Nach Monaten faktisch durchgänig im Einsatz dürfte da einiges an Reperaturen und Instantsetzungen anfallen.

    Nachtabschaltungen oder Absenkungen sind weitverbreitet und meist auch energetisch sinnvoll.

    Richtig. Aber die Wohnungstemperatur darf Nachts nicht unter glaub 17 oder 18 Grad sinken. Ist dies der Fall muss der Vermieter die Heizung auch Nachts an lassen oder der Mieter hat das Recht die Miete zu kürzen.

    Nachdem ich von Bekannten gehört habe was derzeit in den öffentlichen Behörden unter anderem in Mannheim abgeht habe ich ohnehin Zweifel ob das ganze Energiesparen überhaupt etwas bringt.

    Dort wurde von oben herunter bestimmt dass die Heizungen runtergedreht werden sollen. Allerdings sind Teile der Büros des Gerichts im Mannheimer Schloss untergebracht. Da wird es nie warm und im Winter auch gut kalt. Nun wird überlegt Heizlüfter und Radiatoren anzuschaffen um die Büros im Winter warm zu bekommen. Worin der Sinn bestehen soll Heizung zu sparen aber Geld für Heizgeräte und Strom doppelt und dreifach wieder raus zu pumpen erschließt sich mir nicht.

    Es dürfte sicherlich innerhalb der NATO GEspräche gegeben haben wie im Falle einen Einsatzes von Atomwaffen reagiert werden würde.

    Da ist von der Versenkung der Schwarzmeerflotte (halte ich für unwahrscheinlich da dies ein direkter kriegerischer Akt gegen Russland und damit faktisch eine Kriegserklärung wäre), über eine Flugverbotszone über der gesamten Ukraine bis hin zur Weitergabe von taktischen Atomwaffen an die Ukraine sicher alles diskutiert worden.


    Dass besonders die Chinesen die Gedult verlieren war abzusehen. Hatte ich eigentlich schon viel früher erwartet.

    Im Februar hatte Putin versprochen die Sache mit der Ukraine würde keine 2 Wochen dauern und der Westen sei danach vollkommen uneins. Vielleicht könnte China sich dann auch Taiwan holen. Jetzt sind 7 Monate vergangen und das Ganze ist ein Debakel, der Mythos von der unbesiegbaren Roten Armee ist Vergangenheit. Statt eines glorreichen Sieges gehen die Ukraine sogar zum Gegenangriff über. Der Westen ist geeint wie seit Jahren nicht mehr und durch den Krieg hat Putin der Weltwirtschaft einen so schweren Schlag versetzt, dass nun China ebenfalls darunter leidet. Von den Milliarden die China in der Ukraine investiert hatte ist aufgrund des Krieges auf absehbare Zeit auch kein Gewinn zu erwarten. Statt Konsumgüter für den dekadenten Westen zu bauen und gut Geld damit zu verdienen werden nun Aufträge storniert, Investitionen zurückgestellt und der Westen fängt wieder an in sein Militär zu inverstieren weil er Russland und da ich mit ihnen irgendwie im selben Boot sitze auch mich nun als wirkliche Bedrohung wahr zu nehmen. Danke Putin, hast du fein gemacht. Einziger Lichtblick für China ist dass sie ihren Einfluss in Zentralasien ausbauen können. Halt auf Kosten Russlands. Aber das hat Putin selbst verschuldet.

    Sollte da nun ein Einsatz von Atomwaffen kommen dürfte dies das Fass zum Überlaufen bringen. Und wenn China einfach nur drohen würde Russalnd ebenfalls zu sanktionieren kollabiert die Russische Wirtschaft. Da sie dann wirklich nirgendwo mehr Einkaufen können.

    Nach Stalin hat "Quantität ihre eigene Qualität". Und wenn hinter dir die Teschetschenen stehen und jeden erschießen der zurückweicht, sich ergiebt oder gar flieht kann man eine schon in die gegnerischen Linien treiben.

    Klingt leider alles nur zu vertraut aus vergangenen russischen Kriegen.

    Ich stelle mir die Frage wenn Russland 300k Männer einzieht und aus ihnen Soldaten macht, die müssen ja in der Wirtschaft, in den Betrieben, Geschäften, Fabriken usw. usf. fehlen. Ist ja nicht so dass die alle irgendwo arbeitslos rumsitzen und nur darauf warten endlich Soldaten werden zu dürfen. Die Wirtschaft wird sich freuen so eine Menge an Angestellten auf einen Schlag zu verlieren. Zumal man davon ausgehen kann dass nicht alle wieder zurückkehren werden.

    Was ich mich bei dem Thema immer frage, ist ob China seine militärische Stärke intern neu bewertet. Oder ob die einfach davon ausgehen, dass ihre große tolle Armee im Ernstfall ganz prima funktioniert.


    Das moderne China hat immerhin keinerlei Kampferfahrung, während der Gegenspieler USA seit 100 Jahren nix anderes macht. Auch wenn nicht immer erfolgreich, aber immerhin sehr viel Erfahrung gesammelt.


    Soweit ich weiß soll das chinesische Militär nach Desert Storm die Lage seiner Streitkräfte komplett überdacht haben, da sie gesehen haben das die USA wenn es darauf ankommt ihr Millionenheer einfach beiseite fegen würden. Damals wurde dann begonnen die Armee zu verkleiner, das alter Material auszumustern, nachzurüsten und die Armee generell besser auszustatten. Natürlich auch durch den wirtschaftlichen Aufschwund hatte man dann das Geld eigene Entwicklungen massiv voran zu treiben. Keine Ahnung wie gut deren Panzer jetzt sind. Vor dem Krieg in der Ukraine war man allgemein der Auffassung russische Originale seien besser als die chinesischen Nachbauten. Zumindest in Teilen dürten die Armee aber noch auf Grundlage russischen Materials chinesischer Bauart sein, wenn auch die Eigeneintwicklungen immer mehr übernehmen dürften. Auf dem Papier sehen sie wohl ganz gut aus. Da können Andere mehr zu sagen. Der Performance welche die russischen Panzer in der Ukraine an den Tag gelegt haben werden aber sich zu genauen Analysen in Peking führen und gleich in die Entwicklung mit einfließen.

    Aber natürlich hast du Recht dass die chinesische Armee seit Korea keinen wirklichen Krieg mehr hatte.

    Haben sich seit dem nur von vietnamesischen Milizen vermöbel lassen und Grenzscharmützel mit Indern ausgetragen.

    Der Unterschied bei den Panzern zwischen russischer und westlicher Bauart ist der Militärdoktrin geschuldet. Man darf die Panzer nicht im 1:1 Vergleich sehen, da gewinnen die westlichen immer. Die Logik der Russen ist es einfach 10mal mehr Panzer zu haben.

    In den Videos die das Deutsche Panzermuseum Munster zu Beginn des Krieges veröffentlicht hat (wurden auch hier verlinkt), wird das sehr gut erklärt.

    Die Militärdoktrin ist in sofern nachvollziehbar, als dass sie im WK2 gegen Nazi-Deutschland funktioniert hat.

    Idee war glaub dass 12 russische gegen 3 westliche Panzer antreten sollen.

    Verstehe den Grundgedanken dahinter, halte ihn nur für sehr fragwürdig.

    Problem dass ich dabei immer sehe und das man bereits bei den Sowjets vor dem WK2 bis in den jetztigen Krieg sieht ist, dass von den 12 Panzern 1-2 schon mal nicht aus der Kaserne/Depot kommen weil er kaputt ist. 2 wurden ausgeschlachten oder die Teile gestohlen. 1 weiterer bleibt unterwegs zum Schlachtfeld liegen. 1 fährt auf ne Mine oder wird durch gegnerische Luftwaffe zerstört. Dazu bin ich Angreifer was bedeutet die westlichen Panzer sind irgendwo eingegraben und haben sehr wahrscheinlich den ersten Schuß haben. Bedeutet weitere 2 Panzer sind futsch und jetzt weiß ich erst wo mein Gegner ist. Da ist das Verhältnis aber nicht mehr 4:1 sondern bestenfalls 2:1. Dazu noch irgendwelche Infaterie mit Panzerabwehrwaffen usw. usf.

    6 Tagekrieg und spätestens Desert Storm haben dann gezeigt wie moderne westliche Armeen russische Panzer zusammen schießen würden. Damals hatten die Russen noch die Ausrede dass dies ja nur irgendwelche Araber als Besatzungen gewesen seien, schlecht ausgebildet, unmotiviert usw. Russen würden viel besser abschneiden. Wie man aber sieht ist dem wohl doch nicht so.

    Finde es außerdem sehr fragwürdig und geradezu fahrlässig dass wenn mein Panzer bei geringsten Treffer den Springteufel macht und ich die ganze Besatzung verliere weil der scheiß Autolader ständig explodiert. Im westlichen Panzer gibt es zumindest ne Chance dass die Besatzung in den Bereichen des Panzers die nicht getroffen wurde überlebt.

    Die Fanboys in Russland müssen sich doch eigentlich jetzt verarscht vorkommen. Posten die ganze Zeit dass alles super läuft, alles ein großer Plan ist, man die Ukrainer zu Zehntausenden täglich nieder macht, sich natürlich nur umgruppiert und die angeblichen Verluste einzig westliche Propaganda seien (hat der Kremel inzwischen eigentlich mal seine Zahlen von 3000 Toten von glaub April überhaupt aktualisiert?), westliche Waffen würden keinen Unterschied machen usw. usf. Und nun auf einmal Teilmobilisierung weil es doch nicht so läuft. Selbst dem letzten Hinterwäldler sollte auffallen das da irgendwas nicht stimmt.

    Es wäre schlimm, wenn westliche Soldaten auf Derartiges nicht mehr eingestellt wären. Das hieße, dass sie eine falsche Vorstellung von „Krieg“ haben. Ich glaube aber nicht, dass das bei der Mehrheit der Soldaten zutrifft.

    Man kann sicher durch Ausbildung und Führung einiges ausgleichen. Ist ja jetzt nicht so dass die Ukrainer und die Freiwilligen massenhaft schreiend vor den Russen weggelaufen sind.

    Wann wurde von westlichen Truppen aber zuletzt ein solcher Krieg wie aktuell der in der Ukraine denn geführt? Wann hatten sie nicht die absolute Überlegenheit in der Luft, an Artillerie und Nachschub?

    Könnt mich gerne korrigieren.

    Bei Frankreich dürfte Indochina der letzte derartige Krieg gewesen sein.

    Für die USA wohl die Tetoffensive in Vietnam. Aber auch dort hatten sie die ganze Zeit über die Überlegenheit in der Luft. Daher vielleicht sogar eher Korea.

    Bei den Briten dürfte es wohl ebenfalls Korea gewesen sein.
    Und Deutschland fällt da komplett raus. Kein Krieg mehr seit WK 2.

    Der Rest sind auch nur irgendwelche Kolonialkriege wie in Niederlande in Indonesien oder sind ebenfalls seit 45 nicht mehr wirklich in bewaffente Konflikte verwickelt gewesen.

    Die Russen sagen ja jetzt immer, sie hätten noch gar nicht richtig angefangen.

    Die Russen sagen sehr viel. Wenn man sich mal die Kommentare von Russlandfreunden ansieht, unter Viedeos oder bei Telegram kann man echt nur den Kopf schütteln. Man muss nicht alles glauben was man sieht oder liest. Bin auch immer eher skeptisch. Aber was die sich teilweise aus den Fingern saugen. :wall: Wenn der Anlass nicht so traurig wäre wäre es echt lustig.

    Da sind wirklich super ausgeschmückte Geschichten von der Umgruppierung. So habe man die Russen habe in Kiew angerufen dass man jetzt weg sei und nur daher konnten die Ukrainer vorrücken. Auch hätten die Ukrainer gar keine eigenen Panzer und Fahrzeuge mehr, diese seien ja schließlich alle schon von den Russen vernichtet worden, was der Beweis sei das die Truppen bei Charkiv Söldern/Soldaten der NATO seien müssen, da diese "nur" ausländisches Material verwenden. Als Beweis wird auch gerne das Bild eines farbigen Soldaten in ukrainischer Uniform gezeigt. Könnte ein Freiwilliger sein aber will man mir tatsächlich sagen dass es bei Millionen Ukrainern keinen einzigen mit dunkler Hautfarbe geben soll und der dann von der Mobilmachung betroffen war? Auch schont Russland seine Truppen die ganze Zeit über während die Ukrainer Tausende ihrer Soldaten beim blinden Anrennen gegen die russischen Linien verliert. Ziehen sich dann wahrscheinlich nur zurück weil sie nicht noch mehr Ukrainer töten wollen. :wacko2:

    Lustig war auch das Video wo alle sich drauf stürzten das beweisen sollte wie die russische Luftwaffe ein Landeunternehmen von ukrainischen Spezialeinheiten verhinderte und deren Schiff zerstörte. Je nach angabe seien da bis zu 150 Ukrainer getötet worden. Tatsächlich hat man nen Brückpfeiler im Djeper bombardiert der dort angeblich noch aus Zeiten des 2. Weltkriegs steht und wohl die Wehrmacht eine Brücke über den Fluss plante.


    Da ist noch viel Steigerungspotential, um Eskalationen seitens Russlands zu beantworten. Anzahl der gelieferten Waffen. Westliche Kampfpanzer, Flugzeuge, Kampfhubschrauber, Drohnen. usw. usf.. Würde der Westen das alles liefern, würde es ein Schlachtfest.

    Man kann von westlicher Seite eigentlich fast ewig weiter liefern. Und das was beisher geliefert wurde war schon ne ganze Menge aber wirklich auswirkung auf die eigenen Bestände hat es nur bedingt. Nichts davon was nicht in einem überschaubaren Zeitraum zu ersetzen wäre wenn man mal die Bestellungen aufgeben und damit die Produktion ankurbeln würde.

    Für Flugzeugen und Kampfhubschraubern sehe ich die Probleme zum einein wieder in der Logistik zum anderen braucht die Ausbildung von Piloten und Personal dafür sehr lange. Wie viele Piloten für Flugzeuge hat die Ukraine überhaupt noch? Sie fliegen täglich immer noch Einsätze und verlieren dabei immer mal wieder auch Piloten. Andere sind ausgebrannt und nicht mehr einsatzfähig. Die Zahl an Piloten dürfte wohl im unteren zweistelligen Bereich liegen. Zudem ist die Luftabwehr der Russen überall an der Front aktiv. Wobei die derzeit Probleme hat. Die USA haben Harm geliefert mit der die Ukrainer die Radarstellungen angegriffen haben. Seit dem sind diese immer nur kurz aktiv und werden schnell wieder abgeschaltet um sich nicht anpeilen und treffen zu lassen. Daher feieren auch die Baraktar Drohnen ein Comeback.

    Aber ganz klar, nach dem was sich in der Ukraine gezeit hat, bei einem regulären Krieg würde die russishe Armee gegen die NATO komplett untergehen. Man muss sich nur ansehen was die paar Himars, Ceasar und Panzerhaubitze 2000 im Hinterland anrichten. Was würde bei hunderten erst passieren?



    Wo sind eigentlich die gefürchteten russischen Kampfhubschrauber? Sieht und hört man gar nichts mehr von. Schon alle abgeschossen?

    Russische Dokrin. Einsatz ist faktisch nur über der Front. Dasselbe bei den Fliegern. Kommt ganz selten vor dass die tiefer in der Ukraine operieren das sind meistens Marschflugkörper. Problem der Russen bei Einsätzen an der Front ist die Ukrainer vom Westen inzwischen so mit Manpads zugeschissen wurden dass jeder Einsatz die Gefahr birgt abgeschossen zu werden. Sie müssen damit rechen dass in jedem Wald und jedem Baumstreifen Ukrainer mit Stingern sitzen. Gibt immer wieder Videos wo Flieger und Helis getroffen oder gar abgeschossen werden. Die Russen führen daher seit geraumer Zeit mit ihren Helis mittels balistische Raketenangriffe durch und werfen danach massig Täuschkörper raus um ihren Rückflug zu decken. In wieweit die Angriffe aber wirklich effektiv sind kann ich nicht sagen. Die Russen scheinen aber überzeugt davon zu sein bzw. haben einfach keine bessere Lösung parat.

    Dazu kommt die Frage wie viele ihrer Helicoper überhaupt einsatzfähig sind bzw. waren. Auf dem Papier haben die Russen auch 700 Transporthelis wie viele davon funktionieren aber noch, wie viele wurden ausgeschlachtet, die Komponenten gestohlen oder sind schlicht in den Depots vergammelt?

    Den Vorwurf der ausländischen Freiwilligen als "Kanonenfutter" verheizt zu werden gab es schon öfters. Frage ist was da dran ist was da dran ist. Aus seiner Sicht mag das zutreffen, aber erfahrene Kämpfer, teilweise Vetereanen aus anderen Konflikten zu verheizen ist etwas wiedersinnig. Gab irgendwo ein Interview mit einem georgischen Freiwilligen der sagte das eines der Probleme der ausländischen Kämpfer aus dem Westen sei, dass diese einen solchen Krieg nicht gewohnt seien. Westliche Kämpfer erwarten dasss wenn sie um Unterstützung rufen sie diese innerhalb weniger Minuten erhalten, ganz gleich ob Artillerieunterstützung, Flugzeugangriffe oder auch Helicoper zum Abtransport von Verwundeten. In der Ukraine ist dies alles nicht gegeben, da die Russen dort ziemlich überall mindestens die materielle Überlegenheit haben. Da müssen die Soldaten oft Stundenlanges Artilleriefeuer der Russen ertragen ohne dass es Gegenfeuer gibt. Da kommt dann bei vielen dann das Gefühl auf im Stich gelassen zu werden oder eben verheizt zu werden.


    Es tauchen wohl inzwischen immer mehr Massengräber und Folterkeller in den befreiten Gebieten auf. Russland behauptet es seien alles Lügen uns inziniert.

    Also Respekt an die Ukrainer teilweise Wochenalte Leichen zu faken, in die befreiten Gebiete zu schaffen, Folterkeller in so kurzer Zeit zu errichten und aussehen zu lassen als seien sie schon eine ganze Zeit in Betrieb. Ekelhaft solche Aussagen.


    Auch scheint sich der Krieg inzwischen auch auf den russischen Staatshaushalt auszuwirken. Die Einnahmen für GAs und Öl gegen massiv zurück weil Europa nichts mehr abnimmt bzw. Russland nichts mehr durch Nordstream I liefert. Zwar wurden im ersten Halbjahr noch gewaltige Überschüsse erzeilt, dies haben sich aber wohl so verringert, dass im August ein Defizit entstand und Russland nun wohl beginnen muss zu sparen. Doch je länger der Krieg dauert und je mehr sich die Europäer nach Alternativen umsehen umso größer dürfte das Defizit werden.


    EDIT:

    Wie es aussieht bekommt die Ukraine weitere vier Panzerhaubitze 2000 aus Bundeswehrbeständen. Wäre wohl mal an der Zeit die Produktion etwas zu erhöhen. Bei einer Panzerhaubitze 2000 im Monat ist man ja schon bei einer JAhresproduktion allein um die abgegeben zu ersetzen.


    Außerdem wurde am WE gemeldet die Ukrainer dürfen wohl 18 RCH-155 Artillerie kaufen. Ist wohl eines der modernsten Artilleriesysteme der Welt und soll angeblich auch während der Fahrt schießen können. Diese müssen aber erst noch produziert werden was wohl so drei Jahre dauern dürfte.

    "Er kritisierte die "völlig unübersichtliche Zahl an Rüstungsgütern" und die Konkurrenz, die zwischen Rüstungskonzernen innerhalb Europas herrsche."


    Ihm ist aber schon klar dass durch diese Konkurrenz immer bessere Waffensysteme entwickelt werden. Konkurrenz belebt das Geschäft. Zumal Frankreich, neben dem dass die gerne aus Gemeinschaftsprojekten allen Nutzen ziehen aber im letzten Augenblick abspringen um dann was eigenen zu machen, ganz andere Ansprüche an ihr Gerät hat. Da geht es auch um Interventionen und Unterstützung von ehemaligen Kolonien während Deutschland daran kein Interesse hätte. Wobei sie sich irgendwie ja haben zum Malieinsatz haben überreden lassen.

    Deutschland wiederrum denkt eher an Landes- und vielleicht, wenn es gar nicht anders geht mit viel wenn und aber an die Bündnissverteidigung. Dann aber am liebsten ohne Waffen die töten können.

    Polen hingegen rechnet ganz eindeutig in der Zukunft mit einem bewaffneten Konflikt mit Russland. Und sie haben durch den Ukrainekrieg jetzt gesehen dass sie sich auf Deutschland nur bedingt verlassen können und sich auf eine Rüstungsindustrie zu verlassen in der Deutschland dann mitzureden hätte käme für diese einem Kopfschuss gleich.


    Zudem ist die Rüstungsindustrie natürlich nationale Prestige, und direkte Wirtschaftsförderung.

    Ist die Vorraussetzung nicht "zur Sicherheit des Bündnisses beitragen und es nicht beeinträchtigen"? Durch seinen territorialen Konflikt mit Russland und den abgespaltenen Provinzen würde die Nato ein Mitglied aufnehmen welches sich im Krieg befindet. Wenn es der Ukraine also nicht gelingen sollte ihr gesamtes Territorium einschließlich der Krim und der abgespaltenen Provinzen zurück erhalten (Nicht unmöglich aber doch sehr zweifelhaft ob sie das schaffen) und dies in einem Friedensvertrag festzuschreiben, wäre die Nato damit im Krieg mit den Seperatisten und Russland. Da würde wohl kaum ein Land dem Beitritt zustimmen. Faktisch war damit ein Beitritt der Ukraine bereits seit 2014 nicht mehr möglich.


    Die Ukraine wird sich daher überlegen müssen wie sich in Zukunft gegen Russland verteidigt. Jetzt sind die Russen zumindest angeschlagen. In 10 oder 15 Jahren mag Putin weg sein, doch Russland könnte dann wieder stark genug für eine neue Runde sein. Wenn sie dann nicht in der NAto sind, was ich bezweifle, dann werden sie sich entweder ein starkes Heer leisten müssen, was wirtschaftlich gesehen wohl kaum möglich sein dürfte oder sich ein paar Atomwaffen zulegen müssen die sie seinerzeit abgegeben hatten.

    Herr General Zorn hat auch beachtliche Wiederworte für seine Ansichten erhalten.


    „Atemberaubend dürftig“ – Ex-US-Militär kritisiert General-Inspekteur der Bundeswehr - WELT

    Hatte das auch gelesen. Wenn General Zorn nicht wirklich einiges an Informationen die allgemein nicht bekannt sind, sind seine Worte doch sehr zweifelhaft. Sicher könnte Russland an verschiedenen Fronten zündeln, doch diese Horroszenarien sind weit entfernt von dem was wohl möglich wäre.


    Was mich auch etwas verwirrt hat war das Video von Österreichs Bundesheer. Demnach hätten die Ukrainer bei Cherson einen massiven Durchbruch durchs Zentrum der russischen Linien versucht um diese zwei zu teilen und dieser sein schnell stecken geblieben. Alle anderen Berichte über die Kämpfe bei Cherson (außname die prorussischen) sprechen immer davon dass sich die Ukrainer da langsam vorarbeiten und die russischen Streikräfte binden und abnutzen. Gut möglich dass wirklich ein massiver Durchbruch bis zu Dnjeper geplant war. Bei mehreren Verteidigungslinien und irgendwas zwischen 15k und 35k Russen wäre das sehr ambitioniert gewesen. Und irgendwie steht der Beitrag von Österreichs Bundesheer da ziemlich alleine da. Keine Ahnung was ich davon halten soll. HAben vielleicht auch wieder andere und bessere Informationen.

    Funktioniert halt nur wenn dein Gegner mitspielt und den Schwanz einzieht.

    In dem Moment wenn du den Knopf drückst machen das die anderen auch und China wäre auch gleich mit dran, ganz gleich ob sie mitmachen würden oder nicht. Und das wissen sie auch.


    Hab mal versucht zu schauen was Großbritannien und Frankreich noch so an Panzer haben. Da haben einige sicher genauere Daten.

    Die Briten haben wohl noch so um die 200 Challenger 2 und wahrscheinlich nochmal so viele im Depot.

    Frankreich hat wohl auch so um die 200 Leclerc und ebenfalls 200 eingelagert.

    Haben die Franzosen oder Briten überhaupt nennenswerte Panzerbestände? Keine Ahnung was sie noch haben, aber bei denen dürfte es kaum besser aussehen als in Deutschland. Außer dass hier eben die 100 Leo 1 bei der Industrie rumstehen und die 100 Marder.

    Irgendwer sagte die Amerikaner hätten mehrere Tausend Panzer eingelagert. Keine Ahnung ob das was dran ist und wie viele es tatsächlich sind. Die können aber natürlich nicht ihre ganze Reserve an die Ukrainer abgeben. Aber irgendwann werden sie sicher mal 100 und dann nochmal 100 Panzer schicken. Wnn man aber gleich zu Beginn mehere Hundert westliche Panzer geliefert hätte wäre das halt schon ein gewaltiger Eskalationschritt gewesen. Auch bleibt weiterhin das Problem der Instandhaltung und Wartung. Aber alle paar Monate immer ein bisschen und noch ein bisschen. Wer hätte im März gedacht dass inzwischen überlegt wird der Ukraine die Himars Raketen mit der ganz großen Reichweite zu geben?


    Der Gaspreis geht halt auch durch die Decke weil Europa sich halt an das billige Gas gewöhnt hatte und nun den Weltmarkt gefühlt leerkauft. Sobald die Lieferketten dafür erst einmal laufen und langfristige Verträge abgeschlossen sind wird der Preis wieder sinken.

    Russland hingegen ist dann mehr denn je abhänig von China um seine Rohstoffe zu verkaufen und ob das zweite Stützbein der russischen Wirtschaft, die Waffenindustrie, nach dem Debakel welches das Gerät in der Ukraine gezeigt hat an die Verkäufe der vergangenen Jahre ran kommt darf bezweifelt werden. Zudem müssen sie ihre eigenen Streitkräfte wieder aufbauen und dann auch noch für den Export zu produzieren und das alles ohne Maschienen und Zulieferbauteile aus dem Westen? Ist sicher möglich aber dürfte sehr schwer und extrem aufwendig sein.