Beiträge von Gaius Bonus

    Die Mod an sich ist ja schon gut. Man muss sich aber erstmal rein arbeiten. Ich habe zum Einstieg die kleinen Kampagnen gespielt, also Caesar in Gallien und Hannibal vor den Toren. Da lernt man vieles und alles ist deutlich überschaubarer. Das würde ich dir auch empfehlen, da lernt man auch den Umgang mit den Agenten. Die Agenten muss man in eine Provinz stellen und dann aktiveren, so können sie passiv entweder eigene Regionen verbessern oder in feindlichen Ländern Unruhe stiften. So leveln sie auch automatisch ganz gut. Attentate müssen dagegen per Mausklick befohlen werden, dann wird auch angezeigt wie hoch die Erfolgschancen sind.


    Ansonsten kann man als Starthilfe notfalls auch einen kleinen Goldcheat benutzen. Der Wemod Trainer hat eine Menge nützlicher Total War Cheats.


    Edit 25. August:


    Hallo Mycroft, habe gerade eine sehr gute Submod für dich gefunden, die Softcore Submod:

    Steam Workshop::1Divide et Impera Softcore Submod


    Dadurch wird die KI weniger aggressiv und es werden noch ein paar andere Dinge vereinfacht. Probier es mal aus.

    Hallo und herzlich willkommen im Forum.


    Ich habe die DEI Mod schon viele Jahre nicht mehr gespielt und kann deswegen nicht viel dazu schreiben. So weit ich mich erinnere, war der Schwierigkeitsgrad deutlich höher als in der normalen Version. Denk daran, dass man den Schwierigkeitsgrad für die Schlachten extra in den Kampagnenoptionen einstellen kann. Also anfangs ruhig etwas niedriger einstellen, dann hat man es leichter.


    Du spielst mit den Römern? Die Reformen waren immer ein ganz wichtiger Punkt in der römischen Kampagne. Damit verbessert sich die Schlagkraft des Militärs immer enorm. Um Reformen auszulösen, braucht es aber ganz bestimmte Vorraussetzungen, welche erfüllt sein müssen. Zumindest auf die erste Reform sollte man zügig hinspielen, weil die Anfangseinheiten der Römer nicht so der Knüller sind.


    Es gibt auch eine Menge Submods im offiziellen Forum, die das Spiel etwas vereinfachen. Das Supply System fand ich z.B. immer nervig und habe meistens ohne dieses gespielt. Vielleicht ist da etwas für dich dabei:
    [Official Submods] Collection of Official Submods

    Wobei man sagen muss die Bevölkerung wollte es ja auch nicht wirklich anders.

    Man hat fleisig Angie immer wieder gewählt die Deutschland mit immer mehr "billigem" russisches Gas beglückte.

    Windräder hätte man sehr gerne aber bitte nicht bei mir, Stromtrassen dasselbe und bitte alles möglichst billig weil auf den zweiten Malleurlaub kann man ja nicht verzichten.

    Dieses Problem könnte man allerdings sehr einfach lösen, indem man der Bevölkerung die Windenergie schmackhaft machen könnte. Zur Zeit sieht es nun mal so aus, dass ein ganzes Dorf mit Windrädern zugepflastert wird und dann dadurch zwei Landwirte zu Millionären werden. Die restlichen 1000 Einwohner bekommen davon nichts ab. Kein Wunder, dass die sich dagegen zur Wehr setzen.


    Würde man statt dessen jedem Anwohner den Strom für die Hälfte verkaufen, wären übernacht auf einmal alle begeistert von den Windrädern. So einfach geht das. Jeder möchte etwas vom Kuchen haben und das ist vollkommen nachvollziehbar.

    Generell ist es erstmal keine Schande reich zu sein. Dieses, in unserer Gesellschaft immer noch verbreitete neutestamentalische Weltbild von wegen ein reicher Mann kommt nicht in den Himmel, ist sicher nicht mehr zeitgemäß. Ich gönne jedem ein Leben in Wohlstand. Es soll auch ruhig jeder etwas erben können, was seine Familie sich erarbeitet hat. Die Steuerfreibeträge beim Erbrecht halte ich noch für deutlich zu niedrig. Die sind eigentlich lediglich beim Paradebeispiel - Eltern vererben ihren Kindern etwas - noch angemessen. Sobald Geschwister untereinander etwas vererben und das kommt genau so häufig vor, kassiert der Staat doppelt ab. Die Grenzwerte überschreitet nach den heutigen Grundstückspreisen außerdem jede Bruchbude. Davon sind keine Millionäre betroffen, sondern meistens tatsächlich die armen Tanten, die halt am Ende ihres Lebens stehen und bisher von einer schmalen Rente oder sogar Grundsicherung gelebt haben.


    Trotzdem verpflichtet Eigentum natürlich und das sollte der Gesetzgeber viel ernster nehmen. Spätestens jetzt, da viele Menschen ihre Nebenkosten nicht mehr bezahlen können. Das wird zu sozialen Unruhen führen, welche sich die Republik doch gar nicht leisten kann. Da wird man Prioritäten setzen müssen, die hat John ja bereits aufgezählt. Den Krieg würde ich aber noch dazu nehmen, auch dieser wird zunehmend zur Disksussion stehen.

    Der indisch-britische Autor Salman Rushdie, gegen den von Ajatholla Khomeini eine Fadwa für sein Buch die Satanischen Verse verhängt worden war, ist in den USA bei einer Lesung niedergestochen und schwer verletzt worden.

    Ich hoffe, dass er seine Attacke ohne große Einschränkungen übersteht. Ein Auge sei wahrscheinlich nicht mehr zu retten, so war jedenfalls der gestrige Stand der Dinge. Die Hintergründe sind allerdings noch völlig offen. Es kann durchaus auch keinen Zusammenhang mit der Fatwa geben.


    Ich habe erst vor einigen Monaten die Folge vom Curb your Enthusiasm gesehen, in welcher Rushdie als Gaststar mitgespielt hat. Die Folge war wirklich klasse und irre komisch. In der Serie wird eine Fatwa gegen Larry David verhängt und er nimmt daraufhin Kontakt zu Salman Rushdie auf, um diesen zu Fragen, wie er seit 30 Jahren mit diesem Damoklesschwert lebt. Am Ende der Folge reißen die beiden dann Mädels auf, weil die Fatwa auf Frauen ja anziehend wirkt. Frauen sind schließlich verrückt nach zum Tode verurteilen harten Jungs.


    Im Nachhinein wirkt das alles jetzt natürlich äußerst tragisch.

    Die Klage ist vollkommen berechtigt. Man kann nicht von irgendwelchen Dienstpflichten sprechen, welche überhaupt nicht definiert sind. Das ist ein riesiges Problem. Vielleicht werden wir endlich mal erfahren, wofür man den ehemaligen Kanzlern so viel Geld in den Rachen wirft.

    Also ich habe immer noch Probleme seit meiner Infektion im Dezember. Ich hatte hinterher lange Schmerzen und Luftnot im Brustbereich. Diagnostiziert wurde eine Rippenentzündung als Folge der Infektion. Seitdem habe ich auch mit hohem Blutdruck zu kämpfen. Vorher hatte ich immer normale Blutdruckwerte. Vielleicht haben die Nieren einen Schaden davon getragen, das weiß ich aber noch nicht, der Facharzt lässt noch auf sich warten. Jedenfalls ist die Nierenfunktion deutlich schlechter geworden als sie noch vor einem Jahr war.

    Das kann ich nicht beantworten, ua. deshalb nicht, weil ich nicht weiß was Deputatstunden sind und ich in HH ich nur Gymnasialschüler kenne.

    Deputatstunden? Sind das Stunden von gelernten Lehrern?

    Bei Lehrern wird die Wochenarbeitszeit nicht gemessen. Das einzige, was gemessen wird sind die Deputatsstunden. Damit bezeichnet man die wöchentlichen Unterrichtsstunden, die eine Vollzeitlehrkraft zu erteilen hat. Ein höheres Deputat bedeutet in der Regel weniger Zeit für andere Dinge, wie z.B. die Vorbereitung von Unterricht.


    Für SH weiß ich, dass in den Gemeinschaftsschulen eben diese Unterstützungskräfte mitwirken und Schüler beim Lernen oder der Organisation unterstützen. Es also mehr Betreuung pro Schüler gibt. Aber ich wüsste nicht, dass die von Nichtlehrern unterrichtet werden.


    Nichtlehrer muss jetzt auch nicht schlimm sein.

    Ich hatte im Chemie LK auch einen Vollchemiker aus der Wirtschaft bekommen, weil nach dem Tod unseres Lehrers kein freier auf Tasche war.

    Ja, es gibt auch unter Ärzten immer wieder Naturtalente, die nicht Medizin studiert haben und unerkannt 30 Jahre gute Arbeit verrichten. Trotzdem würden viele Eltern ihre Kinder dort wissentlich ungern in Behandlung geben.


    Dein Beispiel ist nämlich das Paradebeispiel eines Quereinsteigers. Er unterrichtet die mit Abstand leichteste Lerngruppe (Oberstufe LK) und dann auch noch sein wahrscheinlich einziges Fach. Du wirst aber heute keinen Chemiker finden, der freiwillig in eine Schule geht. Die Realität ist in vielen Bundesländern aktuell eher so, dass zum Vorstellungsgespräch jemand erscheint, der Ägyptologie oder Skandinavistik studiert hat und dabei erwähnt, dass er auch Mathe ganz gut kann. In der Folge wird er Mathelehrer in Klasse 5 und 6. Das sowas bei Eltern nicht gut ankommt versteht sich glaube von selbst.


    Betreuung interessiert ehrgeizige Eltern erstmal lediglich zweitrangig. Die wollen an erster Stelle, dass ihre Kinder in der Schule genug lernen, um später erfolgreich sein zu können. Schulen sind immerhin Bildungseinrichtungen und keine Betreuungseinrichtungen. Was nützt mir die beste Betreuung, wenn mein Kind nach der 10. Klasse nicht lesen kann.

    Ist das nicht eher andersherum?
    Die Klassenstärken in Gymnasien sind hier deutlich größer. Zudem gibt es in Stadtteilschulen einen höheren Anteil an sozialpädagogischen Assistenzen - oder wie die heißen.

    Ja, aber arbeiten da auch mehr Lehrer pro Schüler? Ich kenne die Situation in Hamburg nicht, aber in allen Bundesländern, in denen man am Gymnasium die wenigsten Deputatstunden für das meiste Geld bekommt, sind die Gymnasien die einzige Schulform für welche sich noch genügend Vollerfüller bewerben. Der Rest an Schulformen wird mit ungelernten Hilfskräften aufgefüllt.


    Und das ist etwas, worauf Akademikereltern sehr schauen. Die wollen, dass ihre Kinder von Facherpersonal unterrichtet werden, was völlig legitim ist. Wenn ich Krank bin, dann lasse ich mich schließlich auch vom Facharzt behandeln und nicht von einem Versicherungsvertreter, dem man vorübergehend einen Arztkittel angezogen hat.

    Wenn du zur Realschule geschickt wirst, die locker durchziehst und anschließend ne Ausbildung machst. War die Entscheidung dann treffsicher? Wissen wir, dass die Person auf dem Gymnasium nicht auch klar gekommen wäre?

    Wo gibt es denn noch reine Realschulen? Bei uns in der Schule werden sechs verschiedene Abschlüsse gemacht und die passen zu 90% zu den Empfehlungen aus der Grundschule.


    Diese Schulen haben halt nur immer noch bei vielen Bildungseltern einen schlechteren Ruf.

    Sie sind auch deutlich schlechter mit Personal ausgestattet.

    Das muss man von Fall zu Fall beurteilen. Es gibt sicherlich Kinder, die mental bereits in dem Alter in der Lage sind, mit so einer Behandlung umzugehen. Einige haben jedoch bereits vorher zahlreiche schwere psychische Probleme, oft auch durch das Elternhaus mitverursacht. Da muss man halt genau hinschauen, ob diese bereits vorhandenen Erkrankungen durch eine problematische Geschlechtszuweisung entstanden sind oder ob sie bereits vorher vorhanden waren. Sollte dies der Fall sein, sollte immer erst das Grundproblem behandelt werden, bevor ein neues Fass aufgemacht wird.


    Ich persönlich erlebe solche Maßnahmen auch häufig als Hilfeschrei von Kindern, die zu Hause völlig vernachlässigt werden.

    Das war früher auch so.


    Es geht, neben der unterbewussten Annahme, dass Intelligenz auch erblich ist, eben auch darum, dass vermutet wird, in bildungsferneren Haushalten sind die Lernmöglichkeiten und die Unterstützung durch die Eltern geringer.

    Wobei es immer wieder erstaunlich ist, mit welch hoher Trefferwahrscheinlichkeit die Grundschullehrerinnen bei den Empfehlungen vorgehen. Wenn ich mir nach einigen Jahren die Liste mit den Empfehlungen anschaue, komme ich dabei auf eine Genauigkeit von um die 90%.

    Uwe Seeler hat bereits vor einiger Zeit (ca. 2-3 Jahre) gesagt, dass er den HSV wahrscheinlich nicht mehr in der ersten Liga erleben wird. Es ist traurig, aber er hat damit gerechnet.


    Für mich ist Uwe Seeler einer der besten Fußballspieler gewesen und steht menschlich sogar weit vor dem Kaiser und anderen der ganz großen Weltstars, die den Hals nie voll bekommen haben.


    Er wird fehlen.

    Ich empfinde mittlerweile sämtliche Medienberichte als äußert undurchsichtig. Da steckt von allen Seiten so viel politisches Kalkül dahinter, dass es schwierig ist Fakten von Wunschvorstellungen zu unterscheiden. Ja, die Streitkräfte der Föderation haben jetzt drei wichtige Städte niedergebrannt und greifen Donezk an. Die Ukraine wird aber von allen Seiten mit Waffen versorgt und das kann auf lange Sicht die Entscheidnug bringen. Die Truppen ziehen sich außerdem geordnet zurück, eine Gegenoffensive wird wahrscheinlich bereits geplant.

    Also ich habe bisher auch die Erfahrung gemacht, dass das Elternhaus zwar der wichtigste Faktor ist, das Geburtsland der Eltern aber in Bezug auf den Schulerfolg keine Rolle spielen muss. Wir haben Kinder, deren Familien aus Eritrea, dem Iran, Rumänien, Albanien und Georgien stammen. Alle erbringen völlig normale bis gute Leistungen und zeigen ein gutes Arbeitsverhalten. Da stehen halt die Eltern dahinter und fordern auch gute Leistungen von ihren Kindern ein. Selbst, wenn sie selber kaum Deutsch sprechen, kommen sie zu den Elternsprechtagen und bringen jemanden aus der Familie zum Übersetzen mit. Die werden ihr Leben auf die Reihe kriegen.


    Andererseits gibt es urdeutsche Familien, die bereits in zweiter Generation ausschließlich auf Kosten der Allgemeinheit leben und keinen Schulabschluss mehr geschafft haben, weil sie die grundlegende Zusammenarbeit mit der Schule einfach verweigern. Da kommen dann sechs Kinder aus einer Familie in die Schule und fünf schaffen davon keinen Abschluss, mit Ansage natürlich. Die kommen schon von der Grundschule mit der festen Meinung zu uns, dass Schule scheisse sei und man dort nur vom Staat ausgebeutet werde, weil Papa das zu Hause ja immer erzählt hat. Und der hat nunmal die Ahnung vom Leben.

    Interview mit dem Botschafter der Ukraine von Tilo Jung:

    Danke für das Video. Besonders der Teil über Stephan Bandera ist mal wieder entlarvend, welchen Geistes Kind der Melnyk ist. Für Freiheitskämpfer gäbe es keine Gesetze, also sind Volksverhetzung, Rassismus und Faschismus aus seiner Sicht völlig legitime Mittel auf dem Weg zur Macht. Er vergleicht Bandera mit Robin Hood. Hört euch den Teil mal an, dauert nur 15 Minuten.

    Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hat seit 2011 zum dritten Mal untersucht (2011,2016,2022), welche Bildungsstandards Viertklässler in Deutsch und Mathematik erreichen. Knapp zusammengesfasst fallen die Ergebnisse wenig überraschend bodenlos immer weiter in den Keller:

    Defizite in Deutsch und Mathe bei Viertklässlern: »Es wird schwierig, das aufzuholen« - DER SPIEGEL


    Interessant ist, dass die Autoren nicht die Covid Pandemie hauptverantwortlich dafür machen, sondern ein fortführendes Versagen, welches sich bereits seit 2011 abzeichnen lasse. Zwei Hauptprobeleme ließen sich erkennen: Grundschulklassen seien in den letzten 10 Jahren deutlich heterogener in ihrer Zusammensetzung geworden und die Politik schaffe es nicht, damit zielführend umzugehen. Sie fördert im Gegenteil das Chaos sogar noch. Gleichzeitig gäbe es immer mehr Familien, in denen Bildung überhaupt keinen Stellenwert besitze und die Kinder folglich null Unterstützung bekommen.


    Die KMK als Auftraggeber zieht übrigens überhaupt keine praktischen Schlüsse aus dieser Untersuchung. Während der Deutsche Lehrerverband mal wieder dazu auffordert, endlich Konzepte zur Bekämpfung des Lehrermangels und den daraus folgenden massiven Unterrichtsausfalls zu erarbeiten, möchte Karin Prien (Präsidentin KMK) lediglich weitermachen wie bisher (normaler Unterricht halt) und das der Bund das Corona Aufholprogramm verlängert.


    Für Außenstehende mag sich das ja erstmal gut anhören, in der Praxis hat sich das Aufholprogramm allerdings als Rohrkrepierer erwiesen. Ich kann nur für NRW sprechen, es sind darunter zwar viele Stellen ausgeschrieben, es finden sich allerdings keine Bewerber. Es werden für einen Minilohn Leute gesucht, die Hochschulabschlüsse in zwei Fächer vorzuweisen haben, wobei die Laufzeit lediglich zwei Monate betrifft. Hinzu kommt, dass Lehrer von den Bewerbungen gänzlich ausgeschlossen sind (es darf sich niemand bewerben, der schon mal für das Land NRW gearbeitet hat). Da wird die Bude natürlich nicht gerade eingerannt.

    Ich weiß aktuell wird auf Grund des verheerenden Mangels JEDER eingestellt der seine Staatsexamen irgendwie bestanden hat selbst mit 4,0. Mir graust davor was da jetzt teilweise für Knalltüten auf die Kinder losgelassen werden.

    Du brauchst kein Examen mehr.

    Wobei das rechtlich mit den Examen ja auch die beklopptesten Blüten geschlagen hat. Außenstehende und Eltern wissen häufig gar nicht, dass in Deutschland jemand ohne jegliche Ausbildung Lehrer sein darf, während dagegen jemand mit Ausbildung und nicht bestandener Prüfung ein lebenslanges Berufsverbot auferlegt bekommt. Dadurch entstand die nicht seltene Praxis, dass Lehrer im Vorbereitungsdienst, wenn sie unglaublich schlechte Vornoten am Ende ihrer Ausbildung bekommen haben, sich gar nicht zur Prüfung anmelden und dann trotzdem Lehrer werden.


    Das wird denen dann auch von den Fachleitern vorher so mitgeteilt: Treten Sie nicht zur Prüfung an, denn Ihre Noten sind zu schlecht. Versuchen Sie es gar nicht und werden Sie lieber Lehrer als auf der Straße zu stehen.

    Ost-West-Gehälter sind angeglichen. Habe gerade mal geguckt. In NRW würde es exakt genauso aussehen. Mehr als 4K ist übrigens in Steuerklasse I selbst in der höchsten Gehaltsstufe am Ende deiner Laufbahn nicht drin. Allerdings gibt es für Verheiratete mit Kindern ja dann noch Kinderzuschläge usw. Das können dann schon noch einmal 0,5k sein. Aber interessant das mal zu hören, sonst spricht man ja über sowas kaum.

    Also ich habe ja ähnliche Arbeitszeiten und bin als Angestellter in NRW in E11 eingestuft. Ich verdiene dadurch locker einen Tausender weniger im Monat. Bei uns gilt allerdings noch die 41 Stundenwoche.

    Ich denke da könnte man viel machen wenn man will. Die Praktik der Befristung beenden und die Leute verbeamten, bringt zwar nicht direkt neue Lehrer, aber womöglich mehr Motivation. Die sozialen Probleme durch mehr Sozialarbeiter abfedern und so die Lehrer entlasten. Und Sozialarbeiter gibt es, hängen oft in irgendwelchen miesen Jobs rum, da bekommt man mit attraktiven Angeboten sicher einige an die Schule. Und dann steigt womöglich auch wieder die Begeisterung für den Lehrerberuf.

    Attraktive Angebote bringen höchstens einige wenige für kurze Zeit an die Schulen. Es wird sich trotzdem kaum jemand melden, weil es sich mittlerweile rumgesprochen hat, dass der Mensch nichts von toller Arbeit hat, wenn er in kurzer Zeit daran kaputt geht. Deswegen finden viele Schulen niemanden, trotz guter Angebote. Ich höre ständig den Spruch: "Da gehe ich nicht hin, weil ich mich da kaputt mache". Das hat sich mittlerweile überall herum gesprochen.


    Das ist der Denkfehler an der ganzen Geschichte. Man meint, man könnte das noch von Außen regeln. Mit Werbekampagnen, Geld und die Aussicht auf Verbeamtung. Es hat alles nicht geholfen. Was sofort helfen würde wäre, wenn man sich direkt um alle Schüler kümmern würde, die bekanntermaßen andere Menschen kaputt machen. Also diese so lange aus dem System öffentliche Schule heraus nehmen und behandeln, bis sie wieder in der Lage sind beschult werden zu können. Nicht alleine, sondern bei Bedarf in Kombination mit den Erziehungsberechtigten. Flächendeckend, in allen Bundesländern.

    Die Ganztagsschule hat sich doch inzwischen schon völlig überholt. Viele Schulen bauen ihr Ganztagsangebot bereits zurück, weil ihnen dazu einfach das Personal fehlt. Die Ausstattung reicht ja bei den meisten noch nicht einmal dazu aus, den Vormittagsunterricht abzudecken. Geld ist dabei aktuell gar nicht mehr das einzige Hauptproblem, das war vor 5-10 Jahren der Fall, jetzt kommen noch weitere Baustellen hinzu, die sich nicht so einfach lösen lassen. Mittlerweile ist einfach niemand mehr da, der überhaupt in der Schule arbeiten möchte. Selbst wenn eine Schule den finanziellen Schub bekommen sollte, dass sie auf einen Schlag 5 Leute einstellen könnte, gibt es häufig gar keine Bewerber mehr.


    Das gilt für sämtliches Personal im Kita- und Schulbereich. Auch Sozialpädagogen, Erzieherinnen oder Stellen für MPT-Kräfte bleiben häufig über mehrere Jahre unbesetzt. Das hat auch nichts mit dem Fachkräftemangel zu tun, es sind ja genug Akademiker in jedem Jahrgang, die wollen nur lieber wo anders arbeiten.


    Edit: Ist der Lehrermangel insgesamt oder einfach nur in manchen Fächern und Schulen? Beispielsweise ein Physiklehrermangel, der freie Wahl hat, während ein Deutsch/Geschichte lehrer schon mehr suchen muss und ggf. an schwierige Schulen gehen muss.

    Den Lehrermangel hast du eigentlich in allen Schulformen und Fächern mit Ausnahme des Gymnasiums. Das hängt damit zusammen, dass die Studiengänge vom Umfang her gleichgeschaltet worden sind und die wenigen Interessierten bereits vor Studienbeginnn wissen, dass sie am Gymnasium die höchste Besoldungsstufe bekommen werden. Ein "Hauptschullehrer" (sprich Sekundarschule/Oberschule) unterrichtet übrigens in der Regel sowieso noch drei bis fünf weitere Fächer fachfremd in seiner Klasse. Anders könnte der Unterrichtsbedarf gar nicht gedeckt werden. Das wissen die meisten Außenstehenden anscheinend nicht.


    Außerdem ist der Unterricht in der Oberstufe die pädagogisch einfachste Form. Hier können relativ einfach Quereinsteiger eingesetzt werden, während diese an den anderen Schulformen häufig nach wenigen Wochen ausgebrannt sind.