Beiträge von Rudabour

Abstimmung für den finalen Termin des virtuellen Forentreffens 2021: klick mich!

    Der Sklave hatte den Vorteil daß er nicht für seinen Lebensunterhalt sorgen musste und der Leibeigene mußte einen Teil seiner Lebensmittel abgeben. Der Arbeiter besitzt keine Lebensmittel. Er kann nur existieren, indem er der Wirtschaft sein Lohn zurück gibt, um dafür Lebensmittel von der Wirtschaft zu erhalten. Eine win-win-Situation für die Wirtschaft.


    Gewinnmaximierung und Reichtum sind eine große Motivation für Innovation.


    Bestreite ich gar nicht. Motivation zur Aneignung, Ausbeutung und Umweltzerstörung. Kommt nur darauf an zur welcher Klasse man gehört. Nur dann darf man auch die Zustände auf der Welt nicht beklagen. Die gehören dazu. Dann muß man halt als Reicher in einem eingezäunten und gesicherten Areal seinen Reichtum genießen, während die Armut zurück ins Meer gedrängt wird.

    Wenn man den Wert der Arbeit zahlen würde, würde keiner mehr investieren oder versuchen seine Ideen umzusetzen, weil keinerlei Motivation dafür bestünde, und wir würden uns noch in der Steinzeit befinden...


    Richtig. Wobei der Wert von Arbeit noch bis nach dem Mittelalter, bis zum Ende des Zunftwesen und dem Beginn der Industrialisierung gezahlt wurde. Als der erste Weber sich einen zweiten Webstuhl gekauft hat, nicht um Stereo zu weben, sondern um jemanden für die Arbeit daran zu bezahlen. Also keineswegs Steinzeit.
    Danach wurde der Mensch und die Natur ausgebeutet und abgenutzt. Flüsse verseucht, Wälder zerstört, die Luft zum atmen verpestet und ganze Völker in die Armut getrieben, damit wir jetzt so leben können, wie wir leben. Ein Hoch auf die Motivation.


    Eine Überflussgesellschaft wäre dann nicht mehr möglich. Man könnte nur noch Arbeit (oder ein Äquivalent von Arbeit) gegen Waren tauschen, die man selber erbracht hat oder man könnte das Kapital und damit die angeeignete Arbeit vergesellschaften, oder hoch versteuern. Dann hätte jeder etwas davon. Aber keine Angst, das wird nicht passieren. Weil ein großer Teil des Volkes, eine Regierung wählt, die die Interessen eines kleinen Teil des Volkes vertritt.


    Man kann auch weiter Überproduktion betreiben, Arbeit aus der Dritten Welt aneignen, wo Arbeitsrecht und Arbeitssicherheit einen etwas geringeren Stellenwert haben als hierzulande und die überschüssige industrielle Ware in die Dritte Welt liefern und damit gleich die dortige Produktion unterbieten und platt machen und als mögliche potentielle Konkurrenz im Entstehen schon verhindern. Dann muß man sich aber nicht wundern, wenn die Leute von dort, irgendwann hier an die Tür klopfen.


    Dann darf man auch keine Träne im Augenwinkel haben, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken und an Land gespült werden, während man den elektrischen Garagenöffner betätigt, um zu seinem 80.000€ Auto zu gelangen. Es kann eben nicht jeder reich sein. Nur der, der es versteht, sich die Differenz zwischen Wert von Arbeit und Lohn anzueignen.

    Den Syrer? Aber dem könnte man doch den selben Lohn zahlen, wie dem Alkoholabhängigen, mit miserabler Schullaufbahn und kriminellem Verhalten. Ohne das ifo-Institut heiß zu machen, zu betonen, daß eine Einstellung für den hohen Mindestlohn von 8,50€ kaum möglich sei.


    Zitat

    Auch wenn Ich im Grunde zustimme, ist ist es eine extreme Vereinfachung zu sagen "Alle Reichen sind Reich weil Sie die Armen arm halten."


    Das Produktionsmittel ist in diesem Fall die Idee und Zuckerberg & Co. besitzen damit auf Grund des Patent- oder Urheberrechts das Produktionsmittel als Privateigentum.
    Würde man Arbeitern nicht einen Lohn, sondern den Wert von Arbeit zahlen, würde das ganze System zusammen brechen, da der Tauschwert der Ware Arbeit kleiner ist als der Wert, den sein Gebrauchswert erzeugt und nichts da wäre was Zuckerberg & Co. für ihr Projekt bekommen könnten. Nur menschliche Arbeit erzeugt Mehrwert.

    Du weißt aber schon, dass es vor allem die Flüchtlinge selbst sind, die es von Anfang an nach Schweden oder Deutschland zog?


    Das ist schon klar. Vermutlich weniger aus ideellen als aus materiellen Gründen, oder weil sie meinen dort besser behandelt zu werden, als in anderen EU-Ländern, z.B. Ungarn. Von Anfang an zog es die Flüchtlinge nach Frankreich und GB, weil sie dort nicht eine weitere Sprache lernen mußten. Syrien und Libanon stand von 1923 bis 1943 unter französischer Vormundschaft und in Nordafrika sah das ähnlich aus. Andere zog es dorthin wo sie schon Verwandte haben oder weniger Stacheldraht überwinden müssen.


    Aber warum sollte die Politik das nicht gleich für die Wirtschaft ausnutzen? Schließlich arbeitet die Politik (besonders die derzeitige) für die Wirtschaft und nicht für das Volk. Wo nimmt denn z.B. Zetsche plötzlich die Arbeitsplätze her, bei 2,86Mio Arbeitslosen? Waren die Stellen vorher nicht da? Waren die Arbeitslosen nicht qualifiziert? Hat die Wirtschaft sie nicht ausgebildet (um Kosten zu sparen) oder war das deutsche Schulsystem ungeeignet? Oder haben die einfach auf so eine Flüchtlingskrise gewartet?


    „Reicher Mann und armer Mann
    standen da und sahn sich an.
    Und der Arme sagte bleich:
    »Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.“
    Bert Brecht

    Mag ja sein, daß man das nicht lesen möchte. Der Überbringer schlechter Nachrichten wurde schon im Mittelalter geköpft. Dennoch hilft ignorieren auch nicht. Die ganze Flüchtlingskrise hat sich ja durch Ignorieren erst so gesteigert. Die zeichnete sich ja schon lange ab.
    Vermutlich hat Merkel gesagt, sie wolle so etwas nicht lesen. Ich finde es ja auch gut, das diese Menschen in München nicht so empfangen wurden, wie z.B. in Freital, obwohl die Asylgegner medial hoch aufgerüstet haben. Fake-Bilder oder aus dem Zusammenhang gerissenen Videos.
    Dennoch....


    Münchener ifo-Institut für Wirtschaftsforschung:
    " «Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist.» Das Institut plädiert deshalb dafür, den Mindestlohn abzusenken."
    Ifo-Institut rechnet vor: Flüchtlinge kosten Milliarden - n-tv.de


    Die Produktivität zu gering in Jobs unter 8,50€? Wie soll das denn gehen? Was macht man denn unter 8,50€? Was soll ein Syrer in dieser Preisklasse nicht können, was ein Europäer kann? Reine Show der Bourgeoisie. Preisdrückerei.


    Darum geht es doch bei Merkels Gastfreundschaft wirklich.
    Der Mensch hat für die Wirtschaft keinen Wert, außer als Konsument. Einen Wert hat die Arbeit eines Menschen. Menschliche Arbeit ist die einzige Ware, die beim Konsumieren einen Mehrwert schafft und Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
    Außerdem drängt man nach einem Verteilerschlüssel für Europa, nachdem man die Flüchtlinge förmlich hierher eingeladen hat. Also sollen die Flüchtlinge von hier verteilt werden. Warum war es der Merkel so wichtig von hier? Vermutlich, damit man sich die besten Arbeiter heraussuchen kann und den Rest weiterreicht. Das hat doch was vom Pferdemarkt. Da steckt doch die Dehumanisierung. Dehumanisierung ist nicht, daß man darauf hinweist, sondern indem man es toleriert oder jemanden zwingen will darüber zu schweigen.


    Ob man nun Flüchtlinge aufnehmen sollte oder nicht, will ich hier gar nicht bewerten. Ich will nur darauf hinweisen, daß unsere Merkel (obwohl es ja den Anschein macht) nicht plötzlich das Herz aufgegangen ist. Unsere Nachbarn fragen sich ja auch, was mit den Deutschen auf einmal los ist. Diese Regierung ist eine Wirtschaftsregierung und arbeitet auch dieses Thema genau so pragmatisch ab, wie jedes andere.

    Mag ja sein, daß man das nicht lesen möchte. Der Überbringer schlechter Nachrichten wurde schon im Mittelalter geköpft. Dennoch hilft ignorieren auch nicht. Die ganze Flüchtlingskrise hat sich ja durch Ignorieren erst so gesteigert. Die zeichnete sich ja schon lange ab.
    Vermutlich hat Merkel gesagt, sie wolle so etwas nicht lesen. Ich finde es ja auch gut, das diese Menschen in München nicht so empfangen wurden, wie z.B. in Freital, obwohl die Asylgegner medial hoch aufgerüstet haben. Fake-Bilder oder aus dem Zusammenhang gerissenen Videos.
    Dennoch....


    Münchener ifo-Institut für Wirtschaftsforschung:
    " «Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist.» Das Institut plädiert deshalb dafür, den Mindestlohn abzusenken."
    Ifo-Institut rechnet vor: Flüchtlinge kosten Milliarden - n-tv.de


    Die Produktivität zu gering in Jobs unter 8,50€? Wie soll das denn gehen? Was macht man denn unter 8,50€? Was soll ein Syrer in dieser Preisklasse nicht können, was ein Europäer kann? Reine Show der Bourgeoisie. Preisdrückerei.


    Darum geht es doch bei Merkels Gastfreundschaft wirklich.
    Der Mensch hat für die Wirtschaft keinen Wert, außer als Konsument. Einen Wert hat die Arbeit eines Menschen. Menschliche Arbeit ist die einzige Ware, die beim Konsumieren einen Mehrwert schafft und Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
    Außerdem drängt man nach einem Verteilerschlüssel für Europa, nachdem man die Flüchtlinge förmlich hierher eingeladen hat. Also sollen die Flüchtlinge von hier verteilt werden. Warum war es der Merkel so wichtig von hier? Vermutlich, damit man sich die besten Arbeiter heraussuchen kann und den Rest weiterreicht. Das hat doch was vom Pferdemarkt. Da steckt doch die Dehumanisierung. Dehumanisierung ist nicht, daß man darauf hinweist, sondern indem man es toleriert oder jemanden zwingen will darüber zu schweigen.


    Ob man nun Flüchtlinge aufnehmen sollte oder nicht, will ich hier gar nicht bewerten. Ich will nur darauf hinweisen, daß unsere Merkel (obwohl es ja den Anschein macht) nicht plötzlich das Herz aufgegangen ist. Unsere Nachbarn fragen sich ja auch, was mit den Deutschen auf einmal los ist. Diese Regierung ist eine Wirtschaftsregierung und arbeitet auch dieses Thema genau so pragmatisch ab, wie jedes andere.

    ...Sollen die einfach vom Himmel fallen?


    Es ist ja nicht so, daß bei einem Bruttoinlandsprodukt von 2.900 Mrd. Euro kein Geld da wäre. Jeder Haushalt verfügt statistisch über ein Nettogeldvermögen von 44.500,- und einem Gesamtvermögen von 123.300,-. Irgendwo muß das Geld ja sein. Anstatt den Arbeiter immer weiter zu melken, könnte man mal Probebohrungen dort vornehmen, wo man Geldvorkommen vermutet. Muß man aber gar nicht.


    Die Wirtschaft möchte ein Heer aus der Arbeiterreserve vorgehalten bekommen. Warum wird dieses Heer aus Steuermitteln bezahlt? Für Sklaven müßte die Wirtschaft für deren Unterhalt sorgen, hier unterhält sich der Arbeiter selber, sorgt für seine Reproduktion und zahlt sogar die Bevorratung mit Seinesgleichen.


    Da kommen die Flüchtlinge der Wirtschaft doch gelegen. Jobs, die so schlecht bezahlt werden, das sie nicht einmal mehr ein verzweifelter Einheimischer, trotz Druck und Repressionen vom Job-Center, erledigt. Da braucht man dringend Menschen die noch verzweifelter sind und ALLES, auch für noch weniger Geld machen. Dieter Zetsche schmust ja schon um die Flüchtlingsheime.
    "Die meisten Flüchtlinge sind jung, gut ausgebildet und hoch motiviert. Genau solche Leute suchen wir doch."
    Das heißt: Unabgearbeitetes Menschenmaterial, mit einer hohen Reproduktionsrate, das für wenig alles macht. Weitgehend noch nicht von industriellen Lebensmitteln aufgeschwemmt, ihre Zähigkeit unter Beweis gestellt.


    Paradiesische Zeiten brechen für unsere Wirtschaft an.
    Schade daß nur wenige etwas davon haben werden.


    Bezüglich deiner Wortwahl (Unabgearbeitetes Menschenmaterial, mit hoher Reproduktionsrate, das für wenig alles macht. / von industriellen Lebensmitteln aufgeschwemmt / erfolgreicher Triathlon von Syrien nach Deutschland) möchte ich dich bitten zwei Gänge runterzuschalten. Und mir ist dabei durchaus bewusst, dass du das Zetsche (fälschlicherweise) in den Mund legst und demnach offensichtlich und erfreulicherweise nicht als eigenen Standpunkt betrachtest. Trotzdem: Genauso wie in diesem Forum Regeln zur Rechtschreibung gelten, gilt auch die Regel, dass man sich nicht pauschal diffamierend über andere Bevölkerungsgruppen äußert. Und da finde ich in dieser Äußerung einiges, was mich stört. Angefangen bei der dehumanisierenden Ausdrucksweise, die bei Menschen wie von Sachen spricht, bis hin zu der Verharmlosung einer lebensgefährlichen Flucht zu einem Hobby-Sportereignis.


    Drück dich bitte in Zukunft etwas bedachter aus. Danke.



    John


    P.S.
    Ich wollt damit nur darstellen, wie Menschen, die nicht zum Bürgertum gehören, allgemein von der Wirtschaft betrachtet werden. Als Variables Kapital, als Ware, die käuflich und konsumierbar ist. Die Herkunft spielt dabei keine Rolle. Nur Kosten und Nutzen. Gab da mal das "Unwort des Jahres 2004" "Humankapital". Begriffe auf der Wirtschaftswissenschaft. Die dehumanisierenden Ausdrucksweise sind Begriffe aus der Ökonomie und ich finde sie auch diffamierend. Da gibt es Formeln mit denen man den Wert eines Menschen errechnet. Ich wollt verdeutlichen was ein Mensch in der Freien Wirtschaft für eine Bedeutung hat und warum man sich über so viel Flüchtlinge freut. Mit Menschlichkeit hat das vermutlich überhaupt nichts zu tun, sondern hat rein ökonomische Gründe.


    Meine Sichtweise ist das ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil.


    Mit dem Triathlon, sehe ich ein und entferne es.


    P.S.S Nix in den Mund gelegt.
    Daimler-Chef Zetsche will Flchtlinge anwerben - manager magazin

    ...Sollen die einfach vom Himmel fallen?


    Es ist ja nicht so, daß bei einem Bruttoinlandsprodukt von 2.900 Mrd. Euro kein Geld da wäre. Jeder Haushalt verfügt statistisch über ein Nettogeldvermögen von 44.500,- und einem Gesamtvermögen von 123.300,-. Irgendwo muß das Geld ja sein. Anstatt den Arbeiter immer weiter zu melken, könnte man mal Probebohrungen dort vornehmen, wo man Geldvorkommen vermutet. Muß man aber gar nicht.


    Die Wirtschaft möchte ein Heer aus der Arbeiterreserve vorgehalten bekommen. Warum wird dieses Heer aus Steuermitteln bezahlt? Für Sklaven müßte die Wirtschaft für deren Unterhalt sorgen, hier unterhält sich der Arbeiter selber, sorgt für seine Reproduktion und zahlt sogar die Bevorratung mit Seinesgleichen.


    Da kommen die Flüchtlinge der Wirtschaft doch gelegen. Jobs, die so schlecht bezahlt werden, das sie nicht einmal mehr ein verzweifelter Einheimischer, trotz Druck und Repressionen vom Job-Center, erledigt. Da braucht man dringend Menschen die noch verzweifelter sind und ALLES, auch für noch weniger Geld machen. Dieter Zetsche schmust ja schon um die Flüchtlingsheime.
    "Die meisten Flüchtlinge sind jung, gut ausgebildet und hoch motiviert. Genau solche Leute suchen wir doch."
    Das heißt: Unabgearbeitetes Menschenmaterial, mit einer hohen Reproduktionsrate, das für wenig alles macht. Weitgehend noch nicht von industriellen Lebensmitteln aufgeschwemmt, ihre Zähigkeit unter Beweis gestellt.


    Paradiesische Zeiten brechen für unsere Wirtschaft an.
    Schade daß nur wenige etwas davon haben werden.


    Bezüglich deiner Wortwahl (Unabgearbeitetes Menschenmaterial, mit hoher Reproduktionsrate, das für wenig alles macht. / von industriellen Lebensmitteln aufgeschwemmt / erfolgreicher Triathlon von Syrien nach Deutschland) möchte ich dich bitten zwei Gänge runterzuschalten. Und mir ist dabei durchaus bewusst, dass du das Zetsche (fälschlicherweise) in den Mund legst und demnach offensichtlich und erfreulicherweise nicht als eigenen Standpunkt betrachtest. Trotzdem: Genauso wie in diesem Forum Regeln zur Rechtschreibung gelten, gilt auch die Regel, dass man sich nicht pauschal diffamierend über andere Bevölkerungsgruppen äußert. Und da finde ich in dieser Äußerung einiges, was mich stört. Angefangen bei der dehumanisierenden Ausdrucksweise, die bei Menschen wie von Sachen spricht, bis hin zu der Verharmlosung einer lebensgefährlichen Flucht zu einem Hobby-Sportereignis.


    Drück dich bitte in Zukunft etwas bedachter aus. Danke.



    John


    P.S.
    Ich wollt damit nur darstellen, wie Menschen, die nicht zum Bürgertum gehören, allgemein von der Wirtschaft betrachtet werden. Als Variables Kapital, als Ware, die käuflich und konsumierbar ist. Die Herkunft spielt dabei keine Rolle. Nur Kosten und Nutzen. Gab da mal das "Unwort des Jahres 2004" "Humankapital". Begriffe auf der Wirtschaftswissenschaft. Die dehumanisierenden Ausdrucksweise sind Begriffe aus der Ökonomie und ich finde sie auch diffamierend. Da gibt es Formeln mit denen man den Wert eines Menschen errechnet. Ich wollt verdeutlichen was ein Mensch in der Freien Wirtschaft für eine Bedeutung hat und warum man sich über so viel Flüchtlinge freut. Mit Menschlichkeit hat das vermutlich überhaupt nichts zu tun, sondern hat rein ökonomische Gründe.


    Meine Sichtweise ist das ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil.


    Mit dem Triathlon, sehe ich ein und entferne es.


    P.S.S Nix in den Mund gelegt.
    Daimler-Chef Zetsche will Flchtlinge anwerben - manager magazin

    Der Spiegel gehört zu mindestens 25,5% Bertelsmann. Da hat man seit den 70ern nie mehr einen kritischen Bericht über Bertelsmann gelesen.


    Die Süddeutsche, Familie Schaub für die Schwaben und dem Osten, habe ich natürlich vergessen. Westermann, Stuttgarter Nachrichten, Stuttgarter Zeitung, Freie Presse (Chemnitz), alles Schaub. Funke Media hält das ganze Ruhrgebiet bei der Stange. Familie Madsack, auch vergessen, die bringt den Norden und Nordosten auf Linie, da ist der Name Programm und DuMont den Kölner Raum.


    Ist doch schön wie eine Hand voll Bürgerlicher, die Meinungsbildung eines ganzen Landes kontrollieren.

    Die kompletten Medien in Deutschland gehören 4 bürgerliche Familien. Familie Mohn, Familie Springer, Familie Burda und Familie Holtzbrinck. Wer eine Zeitung kauft oder Privatfernsehen schaut, schaut sich die Medien einer dieser Familien an.
    Deren Aufgabe ist es, wenn irgend etwas gemacht wird, was das Volk zur Aufruhr anstacheln könnte, weil es mal wieder über den Tisch gezogen wurde (TTIP, ect.), das Volk mit einem Eisbärbaby, Flüchtlingen oder Griechenland abzulenken. Und das machen die hervorragend.


    Da kann man sich vorstellen das der Bourgeoise ein freie und vor allem ernst zunehmende, Berichterstattung im Netz ein Dorn im Auge ist.

    Faul vielleicht nicht, aber ein Katasteramt oder eine Steuerbehörde sollte ein EU-Land schon haben. Freiwillig zahlt niemand Steuern.


    Die Griechen können eigentlich gar nicht faul sein. Ist doch das Land der Zyklopen. Oder sie sind sehr optimistisch. Kapital ist geronnene, Arbeit. Arbeit die irgendwann, von irgendwem erbracht wurde. Aber Zinsen müssen erst noch erarbeitet werden.
    Bei den Beträgen sage ich nur nach Griechenland: Toi, toi, toi. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Aber es gibt auch gute Nachrichten.
    Waren Buffett hat für 15 Millionen Euro eine griechische Insel gekauft und Lloyd Blankfein ist u.a. durch die Griechenland Krise endlich Milliardär geworden.
    Des einen Schulden, ist des anderen Vermögen. Also, liebe Griechen, wenn der Geldautomat mal wieder nichts ausspuckt, freut Euch doch auch mal für diese Leute.

    Kann man schon. Je nachdem ob man für den Kapitalismus oder der fairen Tauschwirtschaft ist. Denn zustehen tut dem Arbeitgeber, im fairen Tausch, der Teil des Mehrwertes, den er Erarbeitet hat. Die Zeit die er für seine Ausbildung aufgewendet hat, die Zeit die er für die Organisation der Produktion aufgewendet hat, die Zeit die er zur Überwachung der Produktion aufgewendet hat, ect. Das alles ist Teil des Warenwertes die dem Arbeitgeber zustehen.


    Zur Zeit der Fronarbeit hat der Arbeiter seinem Landherrn ein Teil seiner produzierten Ware überlassen, den anderen Teil konnte er selber konsumieren und Überschüsse zu Markte bringen. Heute ist Arbeitskraft die einzige Ware die er feil bieten kann, da das Kapital im Besitz der Produktionsmittel ist. Das heißt, die Waren die ein Arbeiter produziert gehören ihm auch nicht. Er muß die Waren, die er benötigt um seine Arbeitskraft zu reproduzieren, vom Kapitalisten kaufen. Das braucht nicht einmal ein Sklave. Der bekommt die Waren die er benötigt, um seine Arbeitskraft zu reproduzieren, von seinem Besitzer.


    "Den Wert der erbrachten Arbeit zu erhöhen."
    Im Kapitalisten hat Arbeit immer den selben Wert, genau wie jede Ware gleich gut oder schlecht ist. Der Unterschied besteht lediglich in der Quantität. So enthält eine komplizierte Tätigkeit mehr Arbeit als eine einfache Tätigkeit. So ist der Warenwert einer kompliziert hergestellten Ware höher als der einer einfach herzustellenden Ware. Weil sie mehr Arbeitskraft enthält.


    Die Maschinen enthalten die Arbeitskraft die notwendig war um sie herzustellen, incl.der Arbeitskraft die nötig war, die dafür nötigen Ressourcen bereit zu stellen und geben diesen Wert bei der Produktion an das Produkt ab. Darum heißt es auch, daß eine Maschine die die gepeicherte Arbeitskraft in der, in der Kalkulation vorgesehenen Dauer, an ihr Produkt abgegeben hat; sie ist abgeschrieben. Die Maschine erzeugt keinen Mehrwert, sie gibt erheischten Mehrwert an das Produkt weiter.


    Du meinst sicher die Produktivität. Durch Steigerung der Produktivität, steigt lediglich die Menge der produzierten Waren. Dadurch sinkt der Preis, da der Mehrwert durch Arbeitskraft akkumuliert wird und die Ware pro Stück weniger Arbeitskraft enthält. Es wird weniger Arbeitskraft benötigt (Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit), es kommt zur Überproduktion bis der Mehrwert nicht mehr realisiert werden kann. Dann folgt Marktbereinigung (Krisen, Verramschung, Krieg).

    Übrigens. Profit erzielt man nur durch Prellerei indem man sich fremde Arbeitskraft durch Kauf aneignet (direkt oder innerhalb einer Ware vergegenständlicht) und diese entweder unter Wert einkauft oder über Wert verkauft oder beides.


    Tauscht man zwei Waren gleichem Wertes, eignet man sich zwar auch fremde Arbeitskraft an, aber der andere Käufer eignet sich die eigene Arbeitskraft im selben Quantuum an. Man tauscht in diesem Fall lediglich das Ergebnis der gleichen Menge Arbeit. Der einzige Profit ist, daß beide Käufer Waren ohne persönlichen Gebrauchswert gegen Waren mit persönlichen Gebrauchswert getauscht haben. Der Profit ist der Gebrauchswert.

    Wenn rückfolgernd also die gelungenen Prellerei als Motivation Basis eines Wirtschaftssystems ist, sagt das schon viel über dieses System aus.

    Kapitalismus funktioniert ja auch nur halbwegs in Europa. Und Sozialismus funktioniert halbwegs in Lateinamerika. Warum das eine hier und das andere dort, weiß ich nicht.


    Die Kapitalisten gibt es natürlich. Jeder der Geld investiert um mehr Geld zu erhalten, ist Kapitalist. Geld wird zu Kapital wenn man es nicht ausgibt, sondern anwendet.


    "Das Geld arbeiten lassen". Geld arbeitet nicht. Mit dem Geld lässt man Menschen arbeiten, denn nur Anwendung lebendiger Arbeitskraft ist in der Lage einen Mehrwert zu schaffen. Arbeitskraft ist die einzige Ware, deren Wert sich erhöht, wenn sie konsumiert wird.


    Da müssen Kapitalisten sich gar nicht verschwören. Die Konkurrenz unter den Kapitalisten zwingt sie zur Ausbeutung. Der Kapitalist ist gezwungen sein Kapital zu vermehren um es reinvestieren zu können. Er ist ja selbst der Getriebene. Er hat gar keine andere Wahl.


    Auch gibt es die Arbeiterklasse. OECD-Studien belegen, das die Bildung und damit die Möglichkeit des beruflichen Aufstiegs, immer mehr vom Einkommen der Eltern abhängen. Das Arbeiter in modernen Staaten besser durch Gesetzte vor Ausbeutung geschützt sind, ist dem Jahrzehnte langen Arbeitskampf zu verdanken. Auch der Größe der industrielle Reservearmee, die das Kapital zur Verfügung hat. Darum drängt man ja hier auf den "Zuzug "qualifizierter" Facharbeiter aus dem Ausland." Es fällt den Kapital immer schwerer Arbeiter unter Preis zur Arbeit zu pressen.
    Die deutsche Kleinstaaterei hat den deutschen Arbeiter damals vor den schlimmsten Auswirkungen des Kapitals geschützt, doch jetzt haben wir die EU und die Globalisierung. Die Arbeiter im Billiglohn-Ausland produzieren für das internationale Kapital. Dem Kapital ist es egal wo die Ware Arbeitskraft eingekauft wird und wo sie akkumuliert wird. Das Billiglohn-Ausland ist längst ein Teil unserer Wirtschaft. Kapitalismus scheitert immer an der Überproduktion. Wenn die ein bestimmtes Ausmaß erreicht, gibt es einen Crash (Immobilien-Kriese, Spanien; Immobilien-Blase, USA; usw.). Anschließend wird die Überproduktion verramscht oder vernichtet (Marktbereinigung oder Krieg), der Steuerzahler zahlt das und es geht von Neuem los, bis zum nächsten Crash.


    Sozialismus ist genau so wenig eine Lösung wie Kapitalismus. Sozialismus ist die Diktatur der Arbeiter und lediglich die Vorstufe des Kommunismus und der hat noch nie irgendwo im Größeren statt gefunden.
    Robert Owen hat das mal erfolgreich in seiner Fabrik durchgeführt und wollte es im größeren Maßstab in New Harmony, USA noch einmal durchführen, ist aber gescheitert.
    Dennoch waren einige Resultate sehr interessant.

    Da ja in den Medien immer nach dem Marshallplan gerufen wird. Truman hat es damals schon erkannt.


    "Amerika wird nicht noch einmal den Fehler machen, den Deutschen exakt bezifferte Reparationen aufzuerlegen und ihnen dann das Geld zu leihen, damit sie ihren Verpflichtungen nachkommen können. Dieses Mal werden die Reparationen in Form von Sachvermögen aus den Ressourcen zu bezahlen sein, welche Deutschland nicht zur Sicherstellung seiner Selbstversorgung im Frieden benötigt."
    H.S.Truman


    Und Europa macht den Fehler den Griechen Geld gegen Zins zu leihen.

    Also nicht alles wörtlich aus dem Kapital übernehmen. Beispielsweise der Begriff "Bourgeoisie" ist doch einigermaßen überholt und das Klassendenken an sich passt auch nicht mehr auf die heutigen Lebenswirklichkeiten.


    Dann ersetze Bourgeoisie durch Oberschicht, Proletariat durch Unterschicht und Kapitalist durch Investor. Dann hast Du immer mehr die Verhältnisse von England im 19ten Jhd. Eine Reportage über die Zustände der ausländischen Arbeiter in deutschen Großschlachthöfen hätte aus "Das Kapital" stammen können. Ist aber von 2015. Kinderarbeit in Fabriken ohne Arbeitsschutz in Indien Gang und Gebe. Die Produkte werden hier zum Kauf angeboten. Für Arbeiter, die sich einheimische Waren nicht mehr leisten können. Das Kapital erobert gerade die Welt und deren Opfer (z.B. die Griechen) werden als faul und unfähig vorgeführt.


    Gerade deshalb ist es doch erstaunlich, wie sich alles wiederholt. Wie das Kapital die Unterschicht und die Arbeiter langsam enteignet. Das Gesundheitssystem wird heruntergefahren und privatisiert, kommunale Dienste werden privatisiert, Volkseigentum wird privatisiert. Arbeitszeit wird verlängert oder die Arbeit verdichtet und konkurrenzfähig ist eine Volkswirtschaft, wenn der Arbeiter nicht mehr von seinem Lohn allein leben kann. Alles was an Lohn gezahlt wird bekommt die Oberschicht in Form vom Konsum wieder. Deshalb passt das Klassendenken WIEDER in die heutige Lebenswirklichkeit. Die USA ist da einen gewaltigen Schritt weiter als wir in Europa. Aber dort hat das Bildungssystem schon für gesorgt das die Unterschicht gar nichts mehr mitbekommt.


    Grexit: Ist das nicht das, was Schäuble auch sagt?
    Erstaunlich, das von einem Konservativen. Selbst der sieht die Sinnlosigkeit weiterer Staatsausverkäufe. Steinbrück hat genau das derzeitige Scenario bei einer Debatte über das erste Rettungspaket vor Jahren vorrausgesagt. Die Griechen sollten raus aus dem System des Zinswucher und Entdemokratisierung. Die Griechen haben sich in einem Votum entschieden und niemand respektiert die Entscheidung. In Deutschland währen nach Umfragen über 80% für einen "Grexit". Aber wir sind es ja gewohnt nicht gefragt zu werden. Natürlich werden die Griechen erpresst. Aber nicht von den Deutschen, sondern vom weltweiten Kapital. Ein Teil dieses Kapitals wird natürlich von Deutschen vertreten.

    "Akkumulation ist in der klassischen Nationalökonomie die durch Reinvestieren des auf dem Markt realisierten Mehrwerts vorangetriebene Erweiterung des Kapitals. ....... Der Kredit ist beim Aufkauf von Unternehmen ein wichtiges Instrument. Das bloße Größerwerden der Unternehmen, wenn sich also immer mehr Kapital in den Händen des einzelnen Kapitalisten konzentriert, wird als Kapitalkonzentration bezeichnet, im Unterschied zur Kapitalzentralisation, in welcher dieses Wachstum darüber hinaus durch Übernahme fremder Kapitalien beschleunigt wird."
    Wikipedia.


    Das funktioniert auch bei ganzen Staaten.
    Wer "Das Kapital" gelesen hat, (dort wird der Kreislauf detailliert beschrieben) weiß daß das was in Griechenland passiert ein ganz normaler kapitalistischer Prozeß ist. Jetzt sollen sie für die europäische Bourgeoisie ihr Volkseigentum verkaufen, bzw verramschen.
    Die Griechen sollten in ihrem eigenen Interesse aus dem Euro. Die Gläubiger gucken in die Röhre (selber Schuld, wenn die in der Gier nach Zins und Zinseszins utopische Summen verleihen), ihre eigene Währung ausgeben und damit können sie untereinander nach ihren Bedingungen handeln. Den Euro brauchen sie nur für ausländische Waren.