Was lest ihr (bzw. welche Hörbücher hört ihr)? - Vorstellungen - Tipps - Meinungen

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    • Moin, buenas noche y pura vida!

      Ich bin wieder zurück in nördlichen Gefilden.

      Gerne würde ich Euch
      Eine Frage der Zeit - von Albert Camus
      empfehlen. Weiterer beschreibender Link

      Es geht um die irrwitzige, unglaubliche und doch wahre Geschichte eines Schiffes, welches in der Papenburger Meyerwerft auf Kiel gelegt, fertig gebaut, getauft und doch nicht vom Stapel gelassenen wurde: Das Schiff "Götzen" wurde dann 1913 in 5000 Kisten verpackt nach Deutsch-Ostafrika verschifft und über eine neu zu errichtende Eisenbahnlinie zum Tanganjikasee verbracht, dort von 3 Papenburgern wieder zusammengebaut, um in Ostafrika von Glanz und Gloria des Kaiserreichs zu verkünden und nebenher die martim-militärische Vormachtstellung auf dem See zu erzielen. Während des Zusammenschraubens bricht der Krieg über Europa und der Welt herein.

      Das Buch handelt ebenfalls von der, nicht weniger irrwitzigen, Idee: zu Beginn des Krieges einen recht verschrobenen britischen und bis dato wenig bedeutenden und eher unglücklich agierenden Leutnant Geoffrey Basil Spicer Simson kurz nach Beginn des Krieges mit 2 Kanonenbötchen zum Tanganjikasee zu senden, die von London kommend auf einem Kreuzfahrtschiff nach Kapstadt und von dort über den Landwege per Traktoren und Ochsenkraft transportiert wurden, um das bis dahin bekannte stärkste deutsche Boot auf dem See, die altersschwache und im Vergleich zur Götzen um ein vielfaches kleinere "Wismann" zu versenken.

      Es ist wirklich eine schräge und gut geschrieben, dazu noch wahre Geschichte.
      Da ich mich beim Lesen gerade auf dem Weg durch Panama nach Costa Rica war und mich noch in der Klimagewöhnungsphase befand, hat mir dieser Absatz ein mühsames und feuchtes /mühsam-feuchtes Schmunzeln entlocken können:

      Camus und Like schrieb:

      Neu und ungewohnt war nur die brüllende Hitze und die atemberaubende Luftfeuchtigkeit, und dass alles, was er anfasste heiß war: Die Reling war heiß. Wenn er einen Schritt zurücktrat und sich an die stählerne Schiffswand lehnte, war auch die heiß. In seiner Kabine war es erst recht heiß. Die Zahnpaste war heiß. Das Wasser des Kaltwasserhahns war heiß. Auch die Bettlaken und das Kopfkissen waren heiß und ewig feucht von seinem Schweiß. Die Atemluft war heiß. Das Meerwasser, mit dem die Schiffsjungen das Deck schrubbten war heiß. Sogar der Regen war heiß. Rüter ahnte, dass es für ihn eine ganze Weile nicht Kühles auf der Welt mehr geben würde; bald würde er die Erfahrung machen, dass in den Tropen noch nicht mal die Toten erkalten konnten, bevor ihnen das Fleisch von den Knochen fiel.
      Neu und unangenehm war weiter, dass ihm rund um die Uhr der Schweiß in wahren Bächen von der Stirn in die Augen, über die Wangen in die Mundwinkel, übers Kinn und auf die Brust rann, sich in der Brustfalte sammelte und über die Schenkel bis hinunter in die Schuhe troff, und dass jeder kleine Deckspaziergang ihn an den Rand der Erschöpfung brachte, und ihn schon das Ausbreiten und Zusammenfalten seiner Baupläne ein körperliche Anstrengung war. Aber exotischen Zauber hatte es keinen. Das war nicht romantisch, sondern nur unangenehm.
      Schön ist auch die Beschreibung der Nässe in der Regenzeit, wenn man einfach nur bis in den kleinsten atomaren Zwischenraum nass ist und es egal ist, da man es eh nicht ändern kann und wird...

      Morgens Haare gewaschen und abends immer noch nass, weil die Haare keine Möglichkeit haben Feuchtigkeit abzugeben, weil die Luft hochgesättigt wie sie ist, sich weigert es aufzunehmen :pinch:
      Militem aut monachum facit desperatio

      Guds hjælp, Folkets kærlighed, Danmarks styrke
    • Endlich mal wieder etwas Zeit zum lesen und gerade mitten in Band 2 der Malus Darkblade Reihe aus dem Warhammer Fantasy Universum.Ich hab ja schon viel Dark Fantasy gelesen,aber das ist bisher mit das finsterste was mir in der Sparte untergekommen ist.Trotz dessen schafft es das Autoren-Duo immer wieder das man mit dem Antihelden mitfiebert.Der erste Band war bereits nach 4 Tagen verschlungen.Bin gespannt ob das Level bis Band 5 gehalten werden kann.
      Barbarism is the natural state of mankind. Civilization is unnatural. It is a whim of circumstance. And barbarism must always ultimately triumph.

      Robert E. Howard

      Doom over the world.
      Eternal will be our mission.
      Doom over the world.

      Reverend Bizarre (Doom over the World , from the Album II. Crush The Insects)
    • Die Drei Reiche - von Luo Guanzhong

      @Lord Wolhynia @Mogges @Filusi


      Heute habe ich meine Ausgabe „Die Drei Reiche“ von Luo Guanzhong in der neuen Übersetzung von Eva Schestag aus dem Jahr 2017 bekommen. Sehr schick gestaltet in einem sehr hochwertig wirkendem Schuber. Die Übersetzung basiert auf der Ausgabe aus dem Jahr 1679 von Mao Lun und Mao Zongang. Der Text ist in zwei Bücher mit insgesamt 120 Kapiteln gegliedert.

      Ich habe den Text quasi blind gekauft. Ich hatte aufgrund des Alters der Textvorlage und des Kulturkreises große Bedenken bezüglich der Lesbarkeit bzw. dem Lesefluss oder der Sprache. Grundlos, wie sich nun nach dem ersten gelesenen Kapitel herausstellt. Eva Schestag ist es wunderbar gelungen, das chinesische Original in eine spannende und sprachlich schön zu lesende deutsche Variante zu übertragen. Das Buch liest sich wie eine schöne Erzählung, teilweise verständlicher als manches deutsche Märchen.

      Restlos begeistert hat mich bereits die Art und Weise der Einführung der drei großen Helden der Erzählung, Liu Bei „Xuande“; Guan Yu und Zhang Fei. Alle drei werden sehr detailliert beschrieben und erzählen uns etwas über ihren Hintergrund. Wir erfahren viel über ihr erstes Zusammentreffen, ihre Kindheit und ihre Beweggründe „zu Kämpfern für Staat und Volk“ zu werden. Auch die Antagonisten, die drei Zhang Brüder und ihre Motivation zum Aufstand der Gelben Turbane wird bereits auf den ersten Seiten sehr schön und eindrücklich beschrieben. Die Handlung der Geschichte setzt im Jahr 184 n. Chr., im ersten Monat des ersten Jahres der Ära Zhongping, ein. Vorher gibt es einen sehr kurzen Überblick über die vorhergehenden Entwicklungen bis zu diesem Zeitpunkt (v.a. Naturkatastrophen und böse Omen), sowie der zunehmende Machtmissbrauch durch korrupte Eunuchen am Hofe. Auch Cao Cao tritt bereits im ersten Kapitel als späterer Antagonist auf und wir erfahren etwas über seine Kindheit und wie er wurde, was er wurde. Das Ganze erfährt man beim Lesen quasi nebenbei, während die Handlung (Kennenlernen, Bekämpfung der ersten Aufstände usw.) dazu führt, dass nach und nach immer mehr Figuren die Bühne betreten.

      Vom Schreibstil her vielleicht nicht ganz „Game of Thrones“ aber doch erstaunlich sehr nah dran. Mit Hinblick auf das Alter der Geschichte absolut begeisternd. Man erfährt auch sehr detailliert das Aussehen, die Kleidung und die einzelnen Waffen. Manche Waffen bekommen Namen und haben ihre eigene Geschichte. Wir erfahren, wie die Helden an ihre Waffen kamen und mit welchen Tricks (Total War Taktiken :D ) sie ihre ersten Schlachten schlugen.

      Nachdem ich nun das erste Kapitel gelesen habe muss ich sagen, die Geschichte und der Schreibstil passen PERFEKT für ein Total War Setting. Und ich bin wirklich baff, mit welcher Detailverliebtheit und Genauigkeit sich Creative Assembly hier offenbar an die literarische Vorlage gehalten hat. TOLL!

      Wenn jemand gerade also noch sein Total War: Three Kingdoms - Fieber deutlich steigern möchte, dem kann ich dieses (nicht ganz billige) literarische Meisterwerk Chinas nur wärmstens empfehlen. Wenn man mit Liu Bei, Guan Yu und Zhang Fei erstmal in der Gaststätte ein Bier getrunken und im Pfirsichgarten Zhang Feis unter Stieropfern dem Bruderschaftsschwur beigewohnt hat, wenn man mit Liu Bei als Kind unter einem haushohen Maulbeerbaum gespielt hat und miterlebt hat, wie Cao Cao seinen tadelnden Onkel austrickste oder wie er überhaupt zum Namen Cao kam, dann bekommen die Spielfiguren aus Total War: Three Kingdoms plötzlich eine ganz andere „Lebendigkeit“ und man baut sofort eine viel tiefere Bindung zu ihnen und der Handlung des Spiels auf. (Auch die Namen prägen sich nun besser ein, weil man konkrete Ereignise und Geschichten mit ihnen verbindet. ;) ) Und all das, was ich gerade geschildert habe, ist nur der Inhalt der ersten 14 Seiten. Insgesamt warten 1752 Seiten Lesefreude auf den geneigten Leser dieses Epos. Klare Empfehlung von mir für alle an der Geschichte Chinas interessierten. :thumbup:

      P.S. Cliffhanger gibt es übrigens auch nicht erst seit Hollywood. :thumbsup:
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von John ()

    • Es ist ja schon ein wenig Zeit vergangen seit ich den letzten Teil zu meinen Medien aus dem Star Wars - Expandet Universe, inzwischen Legends, geschrieben habe.
      Bin noch ein paar Medien schuldig und nachdem ich mich von den Sequels erholt habe und „dank“ Corona sowie der angenehmen Temperaturen der letzten Tage hatte ich Zeit diese alle mal wieder zu lesen und hier darüber zu berichten.


      Zuerst aber noch ein paar kleine Anmerkungen weil es immer Fanboys gibt die ihr geliebtes Universum gegen alles und jeden verteidigen. Ich kenne das, war schließlich selbst mal einer.

      1) Mir ist bewusst, das im Star Wars Universum mit v.Y. und n.Y. für vor der Schlacht von Yavin (Erster Kinofilm - Neue Hoffnung) und nach der Schlacht von Yavin zeitlich eingeordnet wird. War für mich schon immer Blödsinn da mit dem mutmaßlichen Tod des Imperators das "alte" Imperium endet und eine neue Ära beginnt, während Yavin nur eine Erfolg der Rebellen während der Rebellion war. Daher zähle ich schon immer für mich nach Endor/Rückkehr der Jedi-Ritter und davor.

      2) Ich schreibe hier nur über die Medien die ich selbst in Besitz habe. Was faktisch nur Medien aus „Ledgends“ sind. Ich weiß es gibt noch vieles mehr (dank Disney auch nen neuen Kanon), was auch zwischen meinen erwähnten Sachen spielt. Ich weiß auch was dort in etwa abgegangen ist. Aber was ich nicht selbst habe bzw. kürzlich konsumiert habe kommt hier nicht rein.

      3) Ich habe nur Medien die vor der Runterstufung durch Disney auf Legends erschienen sind. Genauer gesagt von etwa den Comics "Das Goldene Zeitalter der Sith " bis zum Ende der Romanreihe "Das Erbe der Jedi-Ritter". War einst eine ganz ansehnliche Sammlung. Ich habe aber aufgehört zu sammeln als durch Episode 1 - 3 angefangen wurde das EU „anzupasssen“, damit es wieder zu den damals neuen Filmen passt. Zudem hat mir "Erbe der Jedi-Ritter" das Universum ziemlich verdorben.

      4) Ich habe mit einigen Ausnahmen (meist die Spiele) nur die Medien die auf deutsch erschienen sind. Nicht selten handelt es sich dabei um Erstausgaben. Wenn ich also bei einer Reihe von x Teilen schreibe sind das a) diejenigen die ich besitzen und b) sehr wahrscheinlich nur diejenigen die bis zum Zeitpunkt da ich aufgehört habe zu sammeln auf deutsch erschienen sind. Wenn es also noch zusätzliche in z.B. den USA geben sollte haben diese für die Aufstellung hier keine bzw. nur eine geringe Relevanz.

      5) Wenn ich einen Roman oder Comic Mist finde werde ich das auch schreiben. Das ist dann meine persönliche Meinung. Und wenn alle sagen das sei doch so geil dann ist der für mich immer noch Mist. Geht aber natürlich auch umgekehrt.



      Aber los geht es.
      Diesmal habe ich mich durch die Vorgeschichte des Star Wars Universums gearbeitet. Um genau zu sein der Zeitraum von ca. 5.000 Jahren vor der Schlacht von Endor bis ca. 1000 Jahre vor der Schlacht von Endor/Zerstörung des II. Todessterns.


      Star Wars, Bd.14, Das goldene Zeitalter der Sith, Teil I - 1997
      Star Wars, Bd.15, Das goldene Zeitalter der Sith, Teil II - 1997
      Star Wars, Bd.16, Der Untergang der Sith, Teil I - 1997
      Star Wars, Bd.17, Der Untergang der Sith, Teil II - 1997
      Star Wars, Bd.18, Der Untergang der Sith III - 1998
      Star Wars, Bd.2, Das Geheimnis der Jedi-Ritter - 1994

      Star Wars, Bd.3, Der Freedon-Nadd-Aufstand - 1995

      Star Wars, Bd.1, Die Lords von Sith – 1995
      Star Wars, Bd.2, Die Lords von Sith II – 1995
      Star Wars, Bd.3, Die Lords von Sith III – 1995
      Star Wars, Bd.6, Der Sith-Krieg I – 1996
      Star Wars, Bd.7, Der Sith-Krieg II - 1996
      Star Wars, Bd.8, Der Sith-Krieg III – 1997
      Star Wars Sonderband 6, Jedi-Chroniken - Die Erlösung - 2002
      Star Wars - Knights Of The Old Republic – 2003
      Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords – 2005

      Star Wars Comic-Kollektion: Bd. 77: Jedi vs. Sith – 2002



      ca. 5000 Jahre vor der Schlacht von Endor
      Star Wars, Bd.14, Das goldene Zeitalter der Sith, Teil I - 1997
      Star Wars, Bd.15, Das goldene Zeitalter der Sith, Teil II - 1997

      Star Wars, Bd.16, Der Untergang der Sith, Teil I - 1997

      Star Wars, Bd.17, Der Untergang der Sith, Teil II - 1997

      Star Wars, Bd.18, Der Untergang der Sith III - 1998


      Die Geschichte dieser Comics spielt ca. 5000 Jahre vor der Schlacht von Endor und bildet eine Einleitung in Star Wars Universum jener Zeit. Wir bekommen alle wichtigen Figuren, Orte, Einrichtungen und Planeten vorgestellt, von denen einige noch für die nächsten Jahrtausende bedeutend sein werden.
      Da wären unter anderem der Jedi Odan-Urr, die Sithlords Ludo Kressh und Naga Sadows, die spätere Kaiserin Teta sowie das später nach ihr benannte System, Coruscant, Korriban, die Alte Republik sowie und auch das Sith-Imperium. Letztere, auch durch innere Konflikte angetrieben, geraten durch die beiden jungen Raumkundschafter Gav und Jori Daragon in einen Konflikt der als „Großer Hyperaumkrieg“ bekannt werden wird und an dessen Ende der Untergang des Sith-Imperiums stehen wird.

      Insgesamt durchaus lesenswert wenn auch aus heutiger Sicht etwas aus der Zeit gefallen und recht einfach gemacht. Die inneren Konflikte sowohl der Republik wie auch des Sith-Imperiums werden zwar zu angesprochen ihre Ursachen werden aber nur dürftig erwähnt und die Lösungen scheinen mir durch etwas sehr einfach.
      Die Schiffe wirken ein wenig wie ein alte Panzerschiffe des späten 19. Jahrhunderts denen man einfach die Segel weggenommen und sie ins All versetzt hat.
      Lustig sind dafür Lichtschwerter mit Stromkabel um sie primitiver wirken zu lassen.
      Auch lösen sich hier die Körper von Jedimeistern noch ohne „Übungen“ auf. Ein Konzept das mit den Prequels ja faktisch geschrottet wurde.
      Was hier aber auch auftauchen sind die Ideen der Jedi-Kampfmeditation, Holocron oder auch Meditationskammern.



      ca. 4000 Jahre vor der Schlacht von Endor

      Star Wars, Bd.2, Das Geheimnis der Jedi-Ritter - 1994

      Star Wars, Bd.3, Der Freedon-Nadd-Aufstand - 1995



      Die Beiden Comics spielen ca. 1000 Jahre nach dem „Großen Hyperaumkrieg“ und ca. 4000 Jahre vor der Schlacht von Endor.
      Damit spielen sie zwar zeitlich danach sind aber älter. Sie bilden dabei die Vorgeschichte zum kommenden Sithkrieg und erzählt die Geschichten mehrere junger Jedi welche in den kommenden Ereignissen von Bedeutung sein werden.
      Da wären Ulic Quel-Droma sowie Nomi Surider, gerade bei diesen Charakteren sieht man auch dass es den Quatsch mit keine Liebe und Familie ect. damals noch nicht gab.
      Aber auch die verdorbenen Erben von Kaiserin Teta treten auf und bilden so eine Verbindung zu den Comics die 1000 Jahre zuvor spielen.
      Schön ist dass hier der Planet Onderon zum erstem Mal in Erscheinung tritt. Der wird noch bedeutend werden.
      Auch sind hier Machtgeister verstorbener Sith endlich mal mächtig.
      Außerdem sehen wir hier zum ersten Mal Vima Sunrider. Diese war eigentlich auch für das Spiel "Kights of the old Republic" vorgesehen. Man entschied sich aber einen neuen Charakter Bastila zu erschaffen. Ein Fehler meiner Meinung nach. Man hätte so einen besseren Bogen/Verbindung zu den Comics schaffen können.
      Gut ist auch, dass man Geschichten auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Man merkt aber auch dass es sich um Vorgeschichten handelt die ein größeres Abenteuer einleiten sollen.


      Star Wars, Bd.1, Die Lords von Sith – 1995

      Star Wars, Bd.2, Die Lords von Sith II – 1995

      Star Wars, Bd.3, Die Lords von Sith III – 1995



      Die drei Comics bilden die direkte Fortsetzung der beiden Vorgänger und setzt mit der Handlung auch direkt da an wo diese aufgehört haben. Zudem bekommen wir hier mit Exar Kun einen Gegenspieler den es nicht zu unterschätzen gilt. Wir kennen ihn, bzw. seinen Geist, bereits aus den Romanen zur Jediakademie-Trilogie.
      Ein Typ der zwei Lichtschwerter nutzt ist gefährlich.
      Es wird in diesen Comics sehr viel mit Verlust, Schuld, dem Streben nach Wissen und Macht und wie dies selbst die Besten zur Dunklen Seite führen kann gearbeitet.

      Star Wars, Bd.6, Der Sith-Krieg I – 1996

      Star Wars, Bd.7, Der Sith-Krieg II - 1996

      Star Wars, Bd.8, Der Sith-Krieg III – 1997


      Der Titel ist hier Programm. Nach ihrer unheiligen Allianz beginnen Ulic Quel-Droma und Exar Kun ihren Krieg gegen die Jedi und die Republik.
      Der Auftritt Exar Kuns in der Halle des Rats der Republik und sein Kampf gegen seinen Meister mit einem Doppelklingenlichtschwert sind hier durchaus erwehnenswert.
      Gut an diesen Comics ist es, dass es mal kein Happy End gibt. Dieser Krieg hat zu viele Spuren auf allen Seiten hinterlassen. Sie legen damit die Grundlage für den Plot der Spiele Kotor I + II. Ein etwas dunklerer Look hätte dem Comic aber durchaus gut getan.


      ca. 3990 Jahre vor der Schlacht von Endor


      Star Wars Sonderband 6, Jedi-Chroniken - Die Erlösung - 2002


      10 Jahre sind vergangen seit Exar Kun besiegt wurde. Ulic Quel Droma ist verschollen. Nomi Sunrider ist beschäftigt damit die Wunden des Krieges zu heilen und vernachlässigt daher ihre Tochter. Diese begibt sich auf die Suche nach Ulic, damit dieser sie zur Jedi ausbildet.
      Dieser Comic schließt den Sithkrieg ab. Die Überlebenden bekommen einen letzten Auftritt bei dem auch die letzten Fragen beantwortet werden.



      Hier setzt jetzt die Comicreihe ein um den Krieg der Mandalorianer gegen die Republik sowie Revan und Malak wie sie die Manalorianer schließlich besiegen.
      Diese besitze ich aber nicht und ich muss auch gestehen dass ich Revan für einen total überbewerteten und langweiligen Charakter halte. ;P


      ca. 3980 vor der Schlacht von Endor



      Star Wars - Knights Of The Old Republic – 2003


      Die Republik befindet sich im Krieg gegen die Sith unter Darth Revan und Darth Malak. In einer Schlacht gelingt es Revan gefangen zu nehmen, ihn einer Gehirnwäsche zu unterziehen und als Waffe gegen Malak einzusetzen.
      Man merkt vielleicht ich bin kein Fan von Revan und seiner Geschichte bin.
      Das hat viele Gründe. Bastila müsste Vima Sunrider sein. Ohnehin mag ich bis auf HK47 keinen einzigen von der Begleiter.
      Die ganze Gehirnwäschestory war vollkommen Banane. Sternenschmiede und ein gigantisches Reich der Rakata? Nein danke, das war selbst mir zu dumm.
      Sorry an alle denen es gefällt. Aber ist noch immer meine Meinung die sich nur wieder bestärkt hat nachdem ich es nochmal gespielt habe.

      Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords – 2005


      Nachdem Malak besiegt wurde dachten viele nun würde eine Zeit des Friedens folgen. Tatsächlich gibt es aber überall Probleme und Überreste der Sith machen Jagd auf die wenigen verbliebenen Jedi der Galaxis.
      In dieser Situation kehrt der Spieler als ehemaliger Jedi aus der Verbannung zurück um zu zeigen wie es richtig geht.


      Ich weiß, ich weiß, das Spiel hat viel Probleme. Bei Erscheinen war es faktisch nicht spielbar, der erste Akt ist viel zu lang, das Ende ist wie es ist (hat irgendwas von Mass Effect III), man kann zu viele Character zu Jedi machen, Darth Nihilus hatte so viel Potenzial, war angeblich so mächtig, er war sogar auf der Hülle des Spiels, und dann wurde er so leicht besiegt.Usw. usf. Aber dennoch mag ich das Spiel viel viel mehr als seinen Vorgänger.
      Das Spiel hat viel mehr Tiefe. Die Charakter sind durch die Bank besser und interessanter als jeder aus dem Vorgänger. Außer vielleicht Mical.
      Die ganze Story um die Verbannung, Atris, Kreia machte richtig Spaß und war so viel besser als die Gehirnwäschestory.
      Absolut top. Inzwischen dank Patches und Fan-Mods, speziell der Restored Content Mod ist das Spiel auch endlich spielbar.




      Zu den Romanen um Darth Revan, The old Republic ect. Äußere ich mich besser nicht.




      ca. 1000 Jahre vor der Schlacht von Endor


      Star Wars Comic-Kollektion: Bd. 77: Jedi vs. Sith – 2002



      Der Comic zur Roman eines der interessantesten Sith des EU – Darth Bane. Dies ist der Sith auf dem viele der späteren Regel der Sith Sith beruhen. Regel der Zwei, Meister tötet Schüler.
      Der Abnutzungskrieg den sich Jedi und Sith hier liefern und der mit der Vernichtung beider Seiten endet ist sicher eine nette Idee, aber lest lieber die Romane. Das Comic ist jetzt nicht schlecht, aber es ist auch nicht gut.
      Zudem ist der Zeichenstil gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig. Bei dem Thema, Abnutzungskrieg, Kindersoldaten, Auslöschnug ist dieser kindliche Stil einfach fehl am Platz. Und die Ankunft Valenthyne ist einfach nur lächerlich.
      Wie gesagt, lest lieber die Romane.


      Waren diesmal viele Comics, hat aber auch den Vorteil dass man sie recht gut abarbeiten kann.

      Wird fortgesetzt.
      Meister des Schokimods


    • Mogges schrieb:

      Will ja nicht spoilern, aber richte Dich mal mental darauf ein, daß die action- und storylastigen Zeiten bei den Atreides vorbei sind.
      Das meinte ich auch mit meinem Absatz oben: hättest Du die Bücher chronologisch ( also in Abfolge, wie sie geschrieben worden sind ) gelesen, würde man die originalen Bücher von Frank Herbert als Meisterwerke der Literatur sehen ( was ich z.B. tue ); kommt man wie Du aus der Triviallitaratur seines Sohnens und des Typen, dessen Namen ich vergessen habe, ist das in der Tat schwere Kost und sehr gewöhnungsbedürftig.
      Auch wenn das hier schon eine gefühlte Ewigkeit her ist, wollte ich mein Fazit mal ganz kurz zusammenfassen.

      Du hattest mit deiner Einschätzung vollkommen Recht, ich hatte große Schwierigkeiten diesen Religösen Texten ein angemessenes Maß an Geduld entgegen zu bringen. Es war sehr, sehr grobe Kost, die ich da verdauen musste, und die mich nicht nur wegen der Wortwahl an die Djihadisten des IS erinnert hat, sondern auch wegen der Versuche die verworrene Motivation der verschiedenen Fraktionen zu erklären. Das war einfach nur .... schlecht. Die letzten Bücher wurden dann zum Glück ja wieder von Brian Herbert und Mr. Andersen geschrieben, das "ging einigermaßen", weil der Schwerpunkt wieder eher auf der Handlung lag. Ich vermute, dass der (dein) Ausdruck "Trivialliteratur" darauf abziehlt, dass ich eher an der Handlung interessiert bin, und nicht so sehr an der "gehobenen Ebene", die mit solchen Büchern mitgeliefert wird und die man sozialkritisch durchdenken kann bzw. mal durchdenken sollte. Ich gestehe: Das ist so vollkommen korrekt.

      Wie auch immer, ich bin insgesamt mit dem Ausgang der Geschichte zufrieden. Zum einen habe ich das Ende quasi vorhergesehen (beim Sieg über Omnius habe ich exakt das erwartet - nicht im Detail, aber .... so ähnlich wie es gekommen ist), zum anderen hat die Handlung wieder einigermaßen soliden Boden betreten und man konnte erkennen, dass die Geschichte auf ein definiertes Ende zustrebt. Von daher würde ich auch nicht sagen, dass der Kauf und die aufgewandte Zeit verschwendet war. Allerdings muss ich auch sagen, für Leute, die eine gute SciFy-Story lesen wollen, ist die Serie nicht unbedingt die beste Wahl. Man kann es lesen, aber nur wenn man schon vorher weiß, was in der Mitte der Handlung bzw. in den klasisschen Büchern auf einen zukommt.
    • @Brax
      Genau genommen sind sowohl Frank Herbert als auch sein Sohn Autoren der „Trivialliteratur“. Das meint vor allem Literatur, die primär dazu dienen soll den Leser zu unterhalten durch Spannung, Erotik und Eskapismus. Dazu dienen etwa 99% der heutigen Literatur. Die krasseste Form ist der Kitsch, die verbreitetste der Krimi.

      Die sogenannte höhere Literatur hat da andere Ansätze. Sie möchte dem Leser oft ungewohnte Perspektiven und Gedanken nahe bringen und ihn zu neuem (unbequemem) Nachdenken über sein eigenes Leben oder bestimmte Dinge und Umstände anregen. Zudem hat sie oft einen künstlerischen Anspruch. Sprache und Satzform werden hier oft als Kunstform verwendet und komponiert. Sie ist daher oft sprachlich und inhaltlich viel schwerer verständlich, aber auf viel höherem linguistischen Niveau. Spannung und gute „Unterhaltung“ sind in der Regel keine Kriterien, die primär erzielt werden sollen. Man denke bspw. an Thomas Manns „Zauberberg“, der alleinig über hunderte Seiten den Aufenthalt und die Gespräche in einer Schweizer Lungenklinik behandelt. Außer Spaziergang und Abendessen passiert da nicht viel. Es geht eben um die Inhalte und Art der Gespräche. Kafka wäre auch ein gutes Beispiel. Sehr surrealistisch, schwer verständlich, immer ohne Erklärung oder „Auflösung“ und schon gar nicht mit „Happy End“. Höhere Literatur soll gerade nicht den Eskapismus des Lesers fördern, der sich in andere, schönere, spannendere Welten träumen will, sondern sie soll ihn dazu bringen, über sein eigenes Dasein, Handeln und Denken umso mehr nachzudenken und sie soll „schön“ sein, im Sinne von sprachlicher Ästhetik. Sprache als kreative Kunst, nicht nur als kommunikatives Handwerkszeug.

      Man könnte den Unterschied vergleichen mit einem Werbeplakat und einem Kunstwerk in einer Gallerie oder mit Fast Food/Hausmannskost und Sterneküche.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • John schrieb:

      Thomas Manns ....Kafka wäre auch ein gutes Beispiel
      Wobei Kafka mich gut unterhalten hat und Mann nicht.

      Und ich meine gelesen zu haben, daß Mann ein sprachlicher Blender war, der gerne schwierige Wörter nutzte, die er nach dem Niederschreiben schon nicht mehr korrekt in ihrer Bedeutung hätte wiedergeben können.
      Ich mag seinen ganzen Stil so überhaupt nicht.
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    • Likedeeler schrieb:

      Wobei Kafka mich gut unterhalten hat und Mann nicht.
      Welcher Mann? Klaus Mann ist dann vielleicht eher etwas für dich. Hatte da nie das Gefühl es zieht sich etwas hin oder wäre nur schwer vorstellbar bzw. die Waage zwischen Realität und Vorstellung passte für mich immer bei ihm.



      Ich gehe nicht euren Weg - ihr seid mir keine Brücken.
      - Friedrich Nietzsche -
    • @John
      Ich bezweifle, dass Mogges deiner Anschuldigung zustimmen wird, Frank Herbert wäre ein Trivialliterat. Und im Zweifel wäre ich da auch auf seiner Seite. Die tiefgründige Vermischung der Religionen und der (indirekte) Versuch diese Vermischung in unsere Realität einzuspielen ist keineswegs etwas, das man als trivial bezeichnen kann, was auch einer der Gründe ist, warum ich genau diese 5 (oder 7?) Bücher nicht so spannend fand. Die Omnipräsenz der Religion und die Gewichtung innerhalb der Geschichte haben sich stellenweise wie Kopfnüsse angefühlt, die jemand mit einem Hammer ausführt. Und es war klar zu erkennen, dass ihm (Frank Herbert) die spiritualistische Ebene wichtig ist.

      Da waren die anderen Bücher ganz anders. Dort gab es den besagten Fluss der Geschichte, den man stellenweise sehr gut vorausahnen konnte, oder der zumindest unterhalten hat. Mogges hatte den Begriff des Trivialliteraturismus daher auf mich angewandt, weil ich (erkennbar) eher zu den Leuten gehöre, denen die Geschichte wichtig ist. Allzu große Spinnereien und Utopien mag ich nicht, selbst wenn sie in einer SciFy-Geschichte daherkommen. Bei den WH40K-Büchern ist das nicht anders, dort jedoch spielt Religion und Götzenanbetung nur eine untergeordnete Rolle (wobei ich kein ehrliches Interesse daran habe Dune und WH40K miteinander zu vergleichen - trotz der erkennbaren Parallelen und Inspirationen).
    • Brax schrieb:

      Ich bezweifle, dass Mogges deiner Anschuldigung zustimmen wird, Frank Herbert wäre ein Trivialliterat. Und im Zweifel wäre ich da auch auf seiner Seite. Die tiefgründige Vermischung der Religionen und der (indirekte) Versuch diese Vermischung in unsere Realität einzuspielen ist keineswegs etwas, das man als trivial bezeichnen kann,
      Richtig gesehen; ;) v.a. der 4. und 5. Teil sind sehr philosophisch und religiös konotiert und nicht einfach zu lesen. Aber die originalen Dune Bücher sind mit das Beste, das ich lesen durfte. Habe sie nun schon 5 x durch und jedes mal auf´s Neue begeistert.
      Mit "trivial" meinte ich die Bücher seines Sohnes und Anderson; trivial nicht im Sinne von "Bild-Niveau", sondern von Unterhaltung.
      Meine Güte John-Boy, wir sind hier nicht im literarischen Quartett. Welcher Gattung Kafka, Tolstoi oder Shakespeare angehören, kann man jederzeit bei Wikipedia nachlesen.
      Die originalen Dune-Teile sind für Liebhaber; kann man mögen, muß man aber nicht, Ich liebe sie, v.a. den "Gottkaiser".


    • Ich schrieb, dass es sich bei Dune um Trivialliteratur handelt. Meinetwegen darfst du sie auch Unterhaltungsliteratur nennen. Muss ja deswegen nicht schlecht sein.

      Solche Romane dienen nun einmal vor allem der Unterhaltung und dem Eskapismus. Dadurch fallen sie nach literaturwissenschaftlichen Kriterien definitiv nicht mehr unter die Hochliteratur.

      Es gibt davon nur sehr wenige Ausnahmen. Tolkiens Herr der Ringe wird von einigen (längst nicht von allen) Literaturwissenschaftlern als ein echter Klassiker angesehen, weil er mit seinem Roman einem ganzen literarischen Genre zur Entstehung verholfen hat und weil seine Entwicklung einer eigenen „Elbensprache“ als Linguist schon als echte Kunst betrachtet werden kann, die über den reinen Unterhaltungseffekt deutlich hinausgeht und etwas originär Neues geschaffen hat in der Literatur. Die Einzigartigkeit Tolkiens merkt man unter anderem daran, dass viele Kassenschlager heute immer wieder als „der neue Tolkien“ beworben werden, so u.a. auch Frank Herbert oder George R.R. Martin. Womit allerdings außer Acht gelassen wird, dass diese bereits Tolkien zum Fantasy-Vorbild hatten, während dieser nichts Vergleichbares zu seiner Zeit hatte, also wirklich literarisches Neuland betrat und alles aus sich selbst heraus „schöpfen“ musste.
      Auch Jules Verne kann man als den Begründer der Science Fiction Literatur mit seinem Werk durchaus zu den echten Klassikern zählen, gerade weil sein Werk defacto die Geburtsstunde der literarischen Science Fiction darstellt, damit also auch eine wirklich herausragende künstlerische Leistung war, die so vor ihm noch kein anderer erbracht hatte.

      Dergleichen würde ich Frank Herbert aus literarurwissenschaftlicher Sicht nicht zugestehen. Er hat zwar ein sehr beliebtes Unterhaltungsepos in einem bereits bestehenden Science Fiction Genre geschaffen und mag auch sprachlich begeistern, bleibt aber dennoch in kreativer Hinsicht letztlich eben nicht wirklich einzigartig vor seinem zeitlichen Hintergrund, was die Bereicherung der Literatur als Ganzes betrifft.

      P.S. Sorry, ich bin nun einmal auch Germanist und habe Literaturwissenschaft studiert. Und da gibt es nun einmal festgelegte Termini, die mehr oder weniger eindeutig festlegen, was Trivialliteratur, Unterhaltungsliteratur oder hohe Literatur ist.

      Übrigens lese ich sowas ja auch gerne. So ist es ja nicht.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • John schrieb:

      Dergleichen würde ich Frank Herbert aus literarurwissenschaftlicher Sicht nicht zugestehen.
      Wart nur ab, bis es ein paar Anglisten mit den abstrusesten Theorien durchanalysiert und zum hochstehenden Werk erklärt haben. :P

      John schrieb:

      Die Einzigartigkeit Tolkiens merkt man unter anderem daran, dass viele Kassenschlager heute immer wieder als „der neue Tolkien“ beworben werden, so u.a. auch Frank Herbert oder George R.R. Martin.
      Also dass Herbert als neuer Tolkien beworben worden war, hatte ich noch nicht gehört - bei Martin schon, aber generell wurden nach den HdR-Filme viele Fantasy-Veröffentlichungen von irgendenwelchen Marketing-Experten zu tolkienesken Werken erklärt oder grob fahrlässig dazu in Bezug gesetzt, auch wenn deren Machwerke Welten davon entfernt waren - am Rande: auch Martin ist mMn. sehr sehr weit von Tolkien entfernt.

      Ich habe aus der Dune-Reihe nur "Der Wüstenplanet" gelesen, die anderen Teile der Reihe nicht. Wenn die Differenzierung in Hoch- und Unterhaltungsliteratur erfolgen muss, dann ist es vermutlich Unterhaltung, auch, weil der Autor ja für Pulp-Magazine geschrieben hat. Aber selbst innerhalb dieser Gattung gibt es Qualitätsunterschiede, und dann ist Herbert letztendlich wohl doch innovativer, singulärer und origineller als der große Rest des Sci-Fi Genres. - Das kann vermutlich auch für andere Autoren aus dieser Ecke gesagt werden, z.B. Lovecraft.
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      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.