Umweltschutz - Erderwärmung - Klimakiller

  • Für mich war es ein ziemlich kühler und entspannter Sommer, mit viel Regen und selten über 25 Grad. Im Vergleich zu den vorherigen Sommern deutlich feuchter und angenehmer.


    An die steigenden Temperaturen werden wir uns anpassen müssen. Die meisten Probleme sind dabei hausgemacht, wie in Libyen, wo man einen Staudamm aus Erde und Steinen gebaut hat, anstatt aus Beton. Bebaute Flussauen. Versiegelte Flächen. Fehlende Rückhaltebecken. Mangelhafte Frühwarnsysteme. Brandstiftung.



    Und auch kein abschmelzendes Eis in der Arktis in diesem Jahr.


    "Polarstern" auf Expedition - in diesem Sommer hatte die Arktis Glück | tagesschau.de

  • Für mich in Österreich/Wien genau das Gegenteil. Fast immer weit über 30 Grad, Tropennächste am laufenden Band. IRgendwann steht die Luft/Wände haben sich komplett aufgeheizt und es hat dann auch um 1 in der Früh noch 30 Grad draußen, da is mit dem Lüften auch schon egal. Das wird auch von Jahr zu Jahr schlimmer bzw. werden diese Zeiträume immer länger.


    Mobile Klimaanlage wurde geholt, damit man jetzt das Büro während der Arbeit runtergekühlt bekommt, Split-Klimagerät ist da etwas aufwänder, weil man sich die positive Antwort aller anderen Eigentümer holen muss. Also etwas schwierig.

  • Ich habe mich echt schon viel mit dem Thema Klimawandel beschäftigt, mich jetzt noch mit allem was die Klimaleugner dazu zu sagen haben zu beschäftigen, ist mir zu anstrengend.

    Ich habe mich echt schon viel mit dem Thema Klimawandel beschäftigt, mich jetzt noch mit allem zu beschäftigen, was die Klimawandellobby dazu zu sagen hat, ist mir zu anstrengend.


    Merkste was? Funktioniert immer.


    Aber wir kommen vom Thema ab.

  • Nur mal rein aus Interesse: was macht denn die Klimawandellobby?

    Wer ist die, wo kommen die her, was haben die für Ziele, das Klima wandeln?


    Diese Diskussionen sind immer so ermüdend; sich an den 0,5% hochziehen, die überzeugt sind, es gibt keinen anthropogenen Klimawandel und weil 99,5% der seriösen Wissenschaft nicht reichen, ist das seit Jahren der running gag in der Medien- und Parteienwelt.

    Erich von Daenicken hat wenigstens noch richtig Schotter verdient mit dem Mist.

  • leugnen wir jetzt den

    - Menschengemachten Klimawandel

    - Klimawandel allgemein

    - die periodisch auftretenden Klimaschwankungen in der Erdzeit

    - den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel


    Oder was genau?


    Der Menschengemachte Klimawandel ist mir zu einseitig, es gibt Klimawandel schon immer auch ohne Menschen

    Das der Mensch Einfluss auf das Klima hat, ja, da geh ich mit.

    Das wir zuviel Klimaschädliche Massnahmen treffen, da feh ich mit.

    Das der Klimawandel ohne unsere Existenz auch aufgetreten wäre, davon bin ich überzeugt.

    Ob er so schlimm verlaufen wäre wie dank uns, da bin ich überfragt.

    Das der Mensch der Verursacher der globalen Klimakrise ist, da bin ich raus.


    In der Wissenschaft gibt es 2 Lager die ich wahrnehme, Klimaleugner und Klimaverursacher....irgendwie bekomm ich vom moderaten 3. Lager gar nix mit, das der Wandel zyklisch eh erfolgt wäre, wir ihn "nur" verschlimmert haben

  • Das von mir angeführte Buch bezieht sich auf die Frage, ob die derzeitige Klimapolitik sinnvoll oder irrational angetrieben ist. Dabei werden verschiedene Kosten-Nutzen-Analysen gegeneinander aufgerechnet und kritisiert, dass die derzeitige Klimawandelpolitik und die damit einmal einhergehend geplanten Investitionen vor allem emotional begründet und untermauert werden, nicht aber sachlich und rational. Und dass dabei sehr viele gravierende Aspekte eben nicht ausreichend mitberücksichtigt oder bewusst aus der Debatte gedrängt werden. Es mithin zu gravierenden Fehlentscheidungen kommt, die uns Wohlstand und Zukunftsperspektiven rauben.

  • John


    Rationale Klimapolitik wäre ab 1972 erfolgt. Jetzt ist nur noch Scherbenhaufen aufsammeln.


    Du hast dein Buch halt direkt im Anschluss an die Klimaleugnung unseres neuen Nazitrolls rausgehauen, wenn du sinnvolle Argumente vorzubringen hast, war dies ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, sah für mich wie Schützenhilfe aus.


    Aber wie gesagt, hau mal paar Argumente im passenden Thread raus, zu verlangen ich soll jetzt irgendein Buch lesen ist ein bisschen viel. Ich sag auch nicht du musst ein Buch über MMT lesen oder so.

  • Aber was immer wieder erstaunlich ist, dass Laien sich hinstellen, sich einfach was rauspicken, was ihrem Lager der "Debatte" entspricht und dann es als wissenschaftliche Fakten hinstellen (was ja nicht wahr ist, da nicht peer-reviewed und anerkannt), und meinen, das auch selbst so gut beurteilen können. Und andere Laien müssen das dann widerlegen, sonst hat man recht.


    Wenn es an einem Grundverständnis von Logik fehlt und Definitionen einfach auf individuelle Sichtweise umformuliert werden, braucht es auch keine Diskussion. Und ich wundere mich echt, wie eben so mancher sich nach so vielen Jahren wieder ausgerechnet hierher verirrt und meint irgendwas gewinnen zu wollen. Das TWF ist anscheinend nach wie vor der Leuchtturm der Zivilisation. :kaffee:

    Es könnte daran liegen, dass die Politik, die mit Hilfe „der Wissenschaft“ u.a. in Deutschland formuliert und abgeleitet wird, höchst irrational ist.

    Die deutsche Klima- und Energiepolitik bspw. ist alles andere als logisch. Und schon gar nicht ist sie wissenschaftlich begründet. Sie emotional gesteuert und angstgetrieben, geprägt von scheinwissenschaftlichen Behauptungen, die sich gegenseitig immer wieder selbst einen Leumund geben.


    Schon die Grundannahme, die ganze Welt müsste sich nur einmal genug gemeinsam anstrengen und dann hätten wir das 1,5 Grad Ziel oder sonst eine Temperatur aufs Komma einhalten können, ist schlichtweg völlig abstrus, da sie jegliche Erfahrung über menschliches Handeln und globale Politik ignoriert und fernab ist jeder Realität.


    CO2 einsparen wollen aber AKWs abschalten muss auch nicht unbedingt rational gut zusammenpassen und dürfte ebenfalls wissenschaftlich schwer zu begründen sein, wenn man wirklich glaubt, den CO2-Ausstoß um jeden Preis senken zu müssen.


    Aber auch die fehlende Debatte über die Frage, ob es nicht viel sinnvoller sein könnte in Anpassungsstrategien zu investieren, anstatt in eine menschliche Kontrolle des Weltklimas ist weder wissenschaftlich begründet noch rational. Das sind politische Entscheidungen und keine wissenschaftlichen.


    Letztlich geht es immer um die Frage, wohin das Geld fließen soll und wo es sinnvoller angelegt wäre. Und da kann man sehr wohl zweierlei Meinung sein.

  • Mein Beitrag bezog sich zunächst nur darauf, dass cBass überzeugt von gewissen "wissenschaftlichen" Fakten ist und das Underdog-"Wissenschaftler"-Argument gebracht hat.

    Wissenschaftliche Debatte unterscheidet sich von gesellschaftlicher oder politischer Debatte. Und die beiden letzteren haben mit meinem Beitrag nichts zu tun. Und daher sehe ich auch keinen Zusammenhang mit deinem Beitrag, weil der anscheinend auf interpretierten Implikationen fußt.

    Steam-Profil


    "When the world rots, we set it afire. For the sake of the next world. It's the one thing we do right, unlike those fools on the outside." - Corvian Settler (Dark Souls 3)

    "People are paying me to rob them." - Spiffing Brit playing M&B2


  • Ja, die meisten bedeutenden Wissenschaftler sind anerkannt, aber die Geschichte der Wissenschaft ist voll von Beispielen von Forschern, deren Ideen zunächst abgelehnt wurden, nur um später als bahnbrechend anerkannt zu werden. Ignaz Semmelweis, der Pionier der Handhygiene, wurde in seiner Zeit verspottet, aber heute rettet seine Arbeit Leben. Anerkennung kann Zeit brauchen. Man bedenke außerdem die jüngste Debatte über die Wirksamkeit der MRNA-Impfstoffe, die gar nicht von der Pharma-Lobby gedrückt wurde und jeder Skeptiker ebenfalls verspottet wurde.


    Peer-Review ist entscheidend, aber es ist nicht frei von Fehlern oder Voreingenommenheit. Es gibt Fälle, in denen innovative Ideen aufgrund des Widerstands etablierter Meinungen abgelehnt wurden. Die Wissenschaft ist nicht immer immun gegen Gruppendenken.


    Laien können wertvolle Fragen stellen und wichtige Diskussionen anstoßen. Denken Sie an Citizen Science-Projekte, bei denen Nicht-Wissenschaftler Forschern bei der Datenerfassung helfen. Manchmal sind Außenperspektiven erfrischend und nützlich.

    Es ist schon krass diejenigen, die in der Klimadebatte eine andere Meinung vertreten automatisch als Laien zu bezeichnen. Weder Clauser, noch die anderen Wissenschaftler, die eine andere Meinung besitzen sind Laien.

    Ein grundlegendes Verständnis von Logik ist wichtig. Aber Diskussionen sind der Weg, wie Ideen geprüft und verbessert werden. Eine Atmosphäre, in der Menschen Angst davor haben, ihre Ansichten zu äußern, weil sie als Laien abgetan werden, könnte den wissenschaftlichen Fortschritt behindern.


    Das TWF als Leuchtturm: Was du eigentlich meinst: Bubble der Links-Normies.

  • Wissenschaftliche Debatte unterscheidet sich von gesellschaftlicher oder politischer Debatte. Und die beiden letzteren haben mit meinem Beitrag nichts zu tun. Und daher sehe ich auch keinen Zusammenhang mit deinem Beitrag, weil der anscheinend auf interpretierten Implikationen fußt.

    So einfach ist es aber leider nicht. Denn die politischen Ziele, wie bspw. die Einhaltung des 1,5 Grad Zieles werden ja jedesmal „wissenschaftlich“ begründet, um sie damit „politisch alternativlos“ zu machen, sprich, aus der Debatte herauszunehmen bzw. für nicht debattierbar zu erklären. Sobald Wissenschaft aber dazu benutzt wird, Politik zu machen, und das ist hier der Fall, muss sie auch jederzeit kritisch für jeden hinterfragbar bleiben und kann nicht als defacto Totschlagargument stehen. Insbesondere mit Hinblick darauf, wie objektiv sinnvoll überhaupt die vermeintlich aus ihr abgeleitete Politik ist.

  • So einfach ist es aber leider nicht. Denn die politischen Ziele, wie bspw. die Einhaltung des 1,5 Grad Zieles werden ja jedesmal „wissenschaftlich“ begründet, um sie damit „politisch alternativlos“ zu machen, sprich, aus der Debatte herauszunehmen bzw. für nicht debattierbar zu erklären.

    Doch es ist ziemlich einfach. In deinem Szenario: Die Wissenschaft sagt A. Die Politik schließt daraus altnerativlos X. Du bist der Meinung, dass Y gemacht werden sollte. Das kannst du argumentieren und ist Teil der politischen, aber nicht wissenschaftlichen Debatte. Und viele nutzen den Zusammenhang dann, um Alternativfakten B zu präsentieren und stellen damit aber dann die Wissenschaft rückwirkend aus der politischen Debatte heraus infrage. Und dann werden Fakten mit Alternativfakten aufgewogen, weil die Grenze zwischen der tatsächlichen Wissenschaft und deren Gebrauch/Missbrauch nicht gezogen wird.


    Ignaz Semmelweis, der Pionier der Handhygiene, wurde in seiner Zeit verspottet, aber heute rettet seine Arbeit Leben. Anerkennung kann Zeit brauchen.

    Case and point. Er wurde dann anerkannt. Ziemlich genau, was ich in meinem Beitrag wiedergegeben habe.
    Und jetzt projiziert man, dass die gewählte Meinung von einem nicht-anerkannten Wissenschaftler ebenso ein Fall ist (was für ein romantisiertes Wunschdenken). So, und wie willst du das beurteilen, dass Person X der nächste Ignaz Semmelweis ist? Weil er Dinge postuliert, die deiner politischen Ausrichtung dienen?
    Und auf einen Ignaz Semmelweis kommen wie viele, die kompletten, verzerrten Blödsinn von sich geben? Aber den einen, dem man folgt, das ist der Ignaz dieser Zeit, mit Sicherheit...
    Da wählt einfach jeder Laie seinen Lieblingswissenschaftler und behauptet dann seine eigenen "Fakten".


    Peer-Review ist entscheidend, aber es ist nicht frei von Fehlern oder Voreingenommenheit. Es gibt Fälle, in denen innovative Ideen aufgrund des Widerstands etablierter Meinungen abgelehnt wurden. Die Wissenschaft ist nicht immer immun gegen Gruppendenken.

    Ich habe ebenfalls geschrieben, dass es in der Wissenschaft Dispute gibt und nicht alles göttlich ideal laufen mag, aber in einem naturwissenschaftlichem Umfeld mit der Vernetzung heutzutage sinkt die Wahrscheinlichkeit doch stark.
    Und was ist es letztendlich, wenn irgendeine Theorie nicht angenommen wird, aber trotzdem in den Reihen der Konsumenten landet? Da sollte man sich fragen, woher kommt die genau? Hat der Autor irgendwelche anderen Vorteile als nur eine Sichtweise zu veröffentlichen? Das sollte man eher hinterfragen, als mit Verschwörungstheorien anzufangen, dass diese Meinung in der wissenschaftlichen Welt "unterdrückt" wird, sofern sie denn wissenschaftlich und nicht gesellschaftlich/politisch ist.

    Laien können wertvolle Fragen stellen und wichtige Diskussionen anstoßen. Denken Sie an Citizen Science-Projekte, bei denen Nicht-Wissenschaftler Forschern bei der Datenerfassung helfen. Manchmal sind Außenperspektiven erfrischend und nützlich.

    Ja. Und wie du schreibst: Die werden dann von den entsprechenden Wissenschaftlern aufgenommen und verarbeitet. Also alles in Butter.

    Weder Clauser, noch die anderen Wissenschaftler, die eine andere Meinung besitzen sind Laien.

    Sie mögen keine Laien im Allgemeinen sein, aber Laien nehmen dann ihre nicht-wissenschaftlich-anerkannten Worte für bare Münze. Im Fall Clauser: Er ist Wissenschaftler im Gebiet von Quantenmechanik. Was macht ihm zum Experten in Sachen Klimaforschung? Er wird hier nur dazugezogen, weil er irgendein Wissenschaftler ist.


    Aber Diskussionen sind der Weg, wie Ideen geprüft und verbessert werden.

    War auch der erste Beitrag von dir, der nicht danach aussah, als würdest du dich in eine Menschenmasse werfen und nur rumschreien wollen. ;)


    Eine Atmosphäre, in der Menschen Angst davor haben, ihre Ansichten zu äußern, weil sie als Laien abgetan werden, könnte den wissenschaftlichen Fortschritt behindern.

    Man kann eine Meinung äußern, aber sie belegen zu wollen, indem man nicht-anerkannte Quellen als wissenschaftliche Fakten hinstellt, ist was komplett anderes. Weil in so einer Diskussion dann nicht an die verschiedenen Quellen herangegangen wird mit "Wenn dem so ist, wie X das behauptet, dann würde ich so und so. Aber wenn doch Y sich bewahrheitet, dann sollte man vielleicht dies und das.", stattdessen "So, weil X, fight me."


    Das TWF als Leuchtturm:

    Ich dachte, der Sarkasmus wäre offensichtlich genug gewesen...

    Steam-Profil


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  • Wissenschaftliche Debatte unterscheidet sich von gesellschaftlicher oder politischer Debatte. Und die beiden letzteren haben mit meinem Beitrag nichts zu tun. Und daher sehe ich auch keinen Zusammenhang mit deinem Beitrag, weil der anscheinend auf interpretierten Implikationen fußt.

    So einfach ist es aber leider nicht. Denn die politischen Ziele, wie bspw. die Einhaltung des 1,5 Grad Zieles werden ja jedesmal „wissenschaftlich“ begründet, um sie damit „politisch alternativlos“ zu machen, sprich, aus der Debatte herauszunehmen bzw. für nicht debattierbar zu erklären. Sobald Wissenschaft aber dazu benutzt wird, Politik zu machen, und das ist hier der Fall, muss sie auch jederzeit kritisch für jeden hinterfragbar bleiben und kann nicht als defacto Totschlagargument stehen. Insbesondere mit Hinblick darauf, wie objektiv sinnvoll überhaupt die vermeintlich aus ihr abgeleitete Politik ist.

    Wissenschaftliche Begründung bleibt eine wisschenschaftliche Begründung. Nur kann es halt passieren, dass sich unterschiedliche wissenschaftliche Diziplinen sich widersprechen können. Hatten wir ja prominent in Corona: Virologen sagen Schulen zu, Pädagogen sagen Schulen auf, jeweils zurecht begründet.

    Die Aufgabe der Politik ist es jetzt die unterschiedlichen Diziplinen zusammenzubringen. Das 1,5°, bzw. jetzt das 2°C ist halt der Kompromiss, der dabei herausgekommen ist und wir uns jetzt daran halten wollen. Wenn die Politik halt nicht Verträge und Gesetzte brechen wollen. Und das würde ich in einer deutschen Diskussion als Grundlage nehmen.


    Zu dem Buch, dass du verlinkt hast: Ich habe nicht die Zeit, das Geld und die Zeit übrig, um mir das zu lesen. Allerdings hat eine kurze Recherche schon erbeben, dass er mindestens kontrovers ist, das erste Buch von ihm war wohl ein Klimaleugner 1x1, und ist/war Mitgleid in Think Tanks, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Er erkennt zum Glück mittlerweile den Menschengemachten Klimawandel an, was er als promovierter Politikwissenschaftler auch sollte. Das heißt aber auch: Ich werde seine Argumente auf die Goldwaage legen. Außerdem gibt es Kritik an dem Buch, in dem Statisken aus dem Kontext fehlinterpretiert wurden sind, oder auch Zitate verändert. Climate cost study authors accuse Bjørn Lomborg of misinterpreting results | Graham Readfearn | The Guardian


    Ich kann zugeben: ich kenne mich nicht auf der wirtschaftswissenschaftlichen Seite des Klimawandels aus, ich habe einfach den Ingenieursblick und der sagt bei der These Geo engeneering und Anpassung: Bitte nicht, ich sehe einfach so viele Probleme, für die ich keine Lösungen sehe. Stichwort ausgetrockneter Rhein, was sollen wir da machen, wenn jeden Sommer es keinen Rhein gibt.

  • Die Wissenschaft sagt A. Die Politik schließt daraus

    weil die Grenze zwischen der tatsächlichen Wissenschaft und deren Gebrauch/Missbrauch nicht gezogen wird.

    Diese Grenze und Unterteilung zwischen Wissenschaft hier und Politik dort existiert ja nur theoretisch. In der Praxis ist die Wissenschaft abhängig von den Geldmitteln die man ihr für Forschungsgelder zur Verfügung stellt. Und „man“ ist in diesem Fall die Politik. Das heißt, es wird ohnehin nur das erforscht, was politisch auch erwünscht ist. In der DDR hatte die Wissenschaft unter anderem die Aufgabe die Richtigkeit des Marxismus-Leninismus „wissenschaftlich“ zu belegen und natürlich hat sie das getan.

    Im Nationalsozialismus sollte die „Rassenlehre“ wissenschaftlich belegt werden und natürlich fanden sich zahlreiche Wissenschaftler und Studien, die genau das versuchten. Nach dem zweiten Weltkrieg und den katastrophalen Auswirkungen des Nationalsozialismus versucht die Wissenschaft heute zu belegen, warum es gar keine Rassen beim Menschen geben könne, was rein zufällig der Charta der Vereinten Nationen und der Idee der westlichen Nachkriegsordnung entspricht. Auch Industrien, Konzerne und Interessenverbände versuchen seit jeher durch die gezielte Finanzierung von Wissenschaft und Forschung die Politik und Gesellschaft in ihrem Sinne zu beeinflussen. Sehr häufig gelingt ihnen das auch. Ich würde sogar sagen in der Mehrheit der Fälle. Sag mir, wer die Forschung finanziert und ich sage dir, was „die Wissenschaft“ am Ende herausfinden wird. Dieses System verstärkt sich ggf. dann selbst. Ein gesellschaftlicher Trend ist erkennbar und bildet sich dann durch vermehrte Forschungen in diesem Bereich ab. Die Studien ect. liefern (gewünschte) Ergebnisse und Bestätigungen des Trends, wodurch dieser sich verstärkt und politisch manifestiert. Parteien greifen das Ganze auf, weil sich Stimmen damit gewinnen lassen. Entsprechende Forschungen und Lehrstühle werden durch die Politik verstärkt finanziell gefördert und liefern (verhältnismäßig erwartbar) die gewünschten Ergebnisse und Studien. Dem entgegenstehende Forschungsvorhaben finden erst gar keine Forschungsmittelfreigaben, kommen also schlichtweg nicht oder kaum zustande, können also auch nur Mindermeinungen bleiben.

    Diese Beeinflussung von Forschungsergebnissen kann man auch schön an Wahlumfragen beobachten, die ja angeblich immer nach „wissenschaftlichen“ Kriterien ihre Stichproben auswählen. Rein zufällig schneiden dabei meistens die Parteien tendenziell überproportional gut ab, die dem jeweiligen Umfrageinstitut am nächsten stehen und voraussichtlich Fördermittel springen lassen würden. Das kennt jeder, der solche Umfragen verfolgt. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

    Und selbstverständlich sind hochpolitische Fragen, wie die um Geschlechterrollen, Klimawandel, Ressourcenverteilung usw. usf. von diesen „Meinungsbildungsprozessen“ nicht ausgenommen. Es wäre völlig naiv anzunehmen, dass es auf einem Gebiet, welches so ziemlich jede gesellschaftliche Frage betrifft, wie der Klimawandel, dass es ausgerechnet dort solche interessengelenkten Beeinflussungen nicht geben würde. Und zwar in jeder Richtung.


    „Wissenschaftliche“ Institutionen wie das Helmholtz Institut oder das Robert Koch Institut schweben ja nicht im Politikfreien Raum. Das konnte man sehr schön beobachten, als es zwischen Karl Lauterbach und RKI-Chef Lothar Wieler zu deutlichen Differenzen kam. Bezeichnenderweise forderte Wieler bei seinem Abgang: „die Unabhängigkeit der Forschung müsse auch zukünftig akzeptiert werden, denn sie sei unabdingbar, damit das RKI seine Aufgaben erfüllen könne.“

    Wissenschaftliche Begründung bleibt eine wisschenschaftliche Begründung.

    Wissenschaftliche Begründung bleibt die Begründung desjenigen, der sie finanziert.

    Nur kann es halt passieren, dass sich unterschiedliche wissenschaftliche Diziplinen sich widersprechen können. Hatten wir ja prominent in Corona: Virologen sagen Schulen zu, Pädagogen sagen Schulen auf, jeweils zurecht begründet.

    Die Aufgabe der Politik ist es jetzt die unterschiedlichen Diziplinen zusammenzubringen.

    Eben. Und das ist sogar der Normalfall. Es bleibt also letztlich eine POLITISCHE Entscheidung, welchem Problem wir welche Lösungsstrategien und Finanzmittel in welcher Zeit zuordnen.

    Die Frage bspw. ob eine globale weitgehende Decarbonisierung innerhalb der nächsten 50 Jahre durch ihre sozialen Implikationen nicht viel mehr menschliches Leid hervorrufen könnte, als es der Klimawandel im selben Zeitraum verursachen würde, ist bisher weder ausreichend untersucht noch gesellschaftspolitisch ausreichend gegeneinander rational abgewogen worden. Ebensowenig wie die Abwägung von Klimawandelverhinderung, -anpassung oder einem Mittelweg bisher ausreichend offen und rational diskutiert wird.

    Bei der E-Mobilität kann man in Deutschland sehr schön die Irrationalität der derzeit vermeintlich wissenschaftlich begründeten Politik beobachten. Das Ganze ist bisher ein einziger Rohrkrepierer mit Nachtteilen für so ziemlich alle und HÖCHST fragwürdigem Nutzen in Bezug auf eine Abbremsung der Klimaerwärmung. Das ist ein geradezu klassisches Beispiel für eine irrationale schlecht durchdachte Politik, die sich auf eine vermeintlich wissenschaftliche Aussage zur Verhinderung des Klimawandels zu berufen glaubt.


    Sehr spannend übrigens auch die Frage, wie das völlig willkürlich gesetzte 1,5 Grad Ziel von Paris zustande gekommen ist. Wer tatsächlich glaubt, dieses Ziel sei ein Ergebnis objektiver wissenschaftlicher Forschung gewesen, lebt leider in Wolkenkuckucksheim. In Wahrheit brauchte man eine knackige Zielmarke, die man als politischen Erfolg vom Weltklimagipfel in Paris den eigenen Wählern verkaufen konnte. Man wollte ja nicht mit leeren Händen nachhause. Mit Kipppunkten oder nach wissenschaftlichen Kriterien festgelegten Messwerten hatte das mal so rein gar nichts zu tun.


    Das 1,5°, bzw. jetzt das 2°C ist halt der Kompromiss, der dabei herausgekommen ist und wir uns jetzt daran halten wollen.

    Wer ist „wir“ und wer konnte darüber abstimmen?

  • Sehr spannend übrigens auch die Frage, wie das völlig willkürlich gesetzte 1,5 Grad Ziel von Paris zustande gekommen ist. Wer tatsächlich glaubt, dieses Ziel sei ein Ergebnis objektiver wissenschaftlicher Forschung gewesen, lebt leider in Wolkenkuckucksheim.

    @Johnboy: ach ja, ist das so?


    Wenn wir über Wissenschaft reden, sollte man auch zumindest versuchen wissenschaftlich zu argumentieren. Das Wort "Wolkenkuckusheim" ist einfach mal so eben von Dir rausgehauen um zu untermauern, Du hättest Ahnung und wüßtest ganz sicher, wovon Du redest. Dem ist aber nicht so, Du gibst nur Deine private Meinung wider. Wir reden aber nicht über Religion oder Mode, sondern über Wissenschaft.

    Im Bericht des IPCC, DIE Institution für den anthropogenen Klimawandel, ist auf zig Seiten erklärt, was 1,5 ° zu dem Ziel macht, das es seit Paris eben ist. Es ist ein signifikanter Schwellenwert, den es tunlichst nicht zu überschreiten gilt. Ich habe schon mehrmals auf irreversible Kippunkte hingewiesen, dieser ist eine davon.

    Bitte erst lesen, dann posten.

    Danke!


    Global Warming of 1.5 ºC — <- IPCC Bericht


    Schon die Grundannahme, die ganze Welt müsste sich nur einmal genug gemeinsam anstrengen und dann hätten wir das 1,5 Grad Ziel oder sonst eine Temperatur aufs Komma einhalten können, ist schlichtweg völlig abstrus, da sie jegliche Erfahrung über menschliches Handeln und globale Politik ignoriert und fernab ist jeder Realität.

    Auch das ist nicht korrekt, Mit den FCKWs ist das innerhalb weniger Jahre gelungen.

  • Im Bericht des IPCC, DIE Institution für den anthropogenen Klimawandel, ist auf zig Seiten erklärt, was 1,5 ° zu dem Ziel macht, das es seit Paris eben ist.

    Ja, Mogges. Die Weltklimakonferenz von Paris war 2015 und hat das politische Ziel von 1,5 Grad rausgehauen. Ist ja auch ne schöne Runde Zahl, die man sich gut merken kann. Sehr werbewirksam. 1,72 Grad wäre wohl schwieriger zu vermitteln gewesen.


    Der IPCC hat sich diesem Ziel angepasst und dann im Oktober 2018 die wissenschaftliche Begründung dafür mit seinem „Sonderbericht 1,5 Grad globale Erwärmung“ nachgeliefert. Diese Zeitabläufe kann man überall nachlesen. Das heißt die relativ willkürliche politische Entscheidung wurde nachträglich „wissenschaftlich“ untermauert. Schwer vorstellbar, dass der IPCC etwas völlig anderes hätte propagieren können. Wer finanziert den IPCC? Könnten es die Regierungen der Staaten sein, die 2015 in Paris das 1,5 Grad Ziel beschlossen haben?


    Hierzu möchte ich auch einmal aus dem

    IPCC selbst zitieren. Der IPCC Bericht selbst verbirgt ja gar nicht, dass er vor allem eine POLITISCHE Zielsetzung und politische Ursprünge hat.


    Quelle: SR15_SPM_German.pdf



    Auch das ist nicht korrekt, Mit den FCKWs ist das innerhalb weniger Jahre gelungen.

    FCKW war für Kühlschränke ect. wichtig und konnte relativ einfach ersetzt werden. Am CO2-Ausstoß hängt hingegen die gesamte Energiegewinnung unserer modernen Zivilisation. Bisher kann es auch nicht ausreichend ersetzt werden. Die Auswirkungen einer Reduzierung von CO2 auf nahe Null sind also um ein Vielfaches gewaltiger, als die vom Verzicht auf FCKW. Daher ist das aus meiner Sicht ein relativ unzureichendes Beispiel.

  • Wenn die Politik angeblich wissenschaftlich unabhängig beschließt und das IPCC Deiner Theorie nach die Anforderungen der Politik befolgt, warum


    a) sind sich scheinbar 195 Staaten der Welt einig, obwohl es doch realpolitisch nahezu unmöglich ist, wie Du oben erwähnt hast und

    b) warum einigt man sich 2015 auf ein Ziel, welches schon nach 10-15 Jahren erreicht wird und gibt sich nicht einfach ein wenig mehr Zeit, sagen wir eine Erhöhung um 2,5°, dann können wir noch ein paar Jahrzehnte länger vor uns hinsauen, das Ziel ist ja willkürlich?


    Die Auswirkungen einer Reduzierung von CO2 auf nahe Null

    Davon war nie die Rede.


    Der Hauptgrund für den schnellen Aktionismus beim FCKW war der, daß es damals schon direkte Auswirkungen gab wie z.B. erhöhte Hautkrebsraten in Australien und es sehr schnell ging. Der Klimawandel ist eine Frage von zig Jahren oder Jahrzehnten; der moderne Mensch und Politiker ist nicht in der Lage in lange Zeiträumen zu denken, dafür sind Wahlen viel zu häufig.

    Im Zeitalter von What App, Donals Trump und russischen Geheimdiensten, die Unmut schüren, gäbe es heute auch hier im Forum FCKW Leugner und Parteien, die das "als von oben gesteuert" bezeichnen würden.

    Möglicherweise fiele sogar der Begriff "Anti FCKW-Lobby". ;)

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