Die SPD

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      Fairas schrieb:

      Naja die Medien sind halt nicht so links wie das immer gerne dargestellt wird, sie sind eigentlich ziemlich konservativ
      Die entsprechenden Studien und Umfragen zur politischen Einstellung von Journalisten sprechen da eine andere Sprache:
      26,9% Grüne
      15,5% SPD
      9% CDU/CSU
      7,4% FDP
      4,2% Linke
      Ein Drittel sieht sich als keiner Partei nahestehend.
      Das wären 46,6% links der Mitte, 9% Konservative.


      Heißt dass die Vorwürfe gegen Esken sind objektiv? Nicht automatisch, die entsprechenden MitarbeiterInnen sind ja im Unfrieden von ihr gegangen, daher ist es nicht verwunderlich dass sie in ihrer Version der Ereignisse nicht gut wegkommt.
      Das kann man also durchaus hinterfragen.

      Was ich etwas befremdlich finde, ist, jetzt an den "Lügenpresse"-Vorwürfen der AFD anzustreifen, nur weil einem die Bericht über einen vermeintlichen Skandal in der SPD nicht passen. Es ist relativ normal, dass Medien sich auf solche Storys stürzen, steigern die Auflage. Das betrifft bei weitem nicht nur linke Politiker, ich erinnere an die mediale Hinrichtung des CDU-Politikers Christian Wulf wegen Annahme eines Geschenks über 753€ und 90 cent.
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      Für mich sind jetzt Anhänger von SPD oder Grünen nicht automatisch links. Ich nehme mal an es wurden nur politische Journalisten befragt? Da würde mich dann das eine Drittel interessieren das keiner Partei nahe steht. Das wäre ja sowas wie politischer Journalismus ohne eigene Meinung, ziemlich skurril.

      Aber trotzdem danke für die Zahlen, hätte ich so jetzt nicht erwartet bzw. zumindest ein paar mehr die der Union nahe stehen.

      Und kann es sein die Umfrage ist alt? Die AfD fehlt da ja komplett. Dabei haben die sogar den höchsten Anteil an Akademikern, da soll dann kein einziger Journalist dabei sein?
      Edit zum durchgestrichenen Teil: Das bezieht sich nur auf die Mitglieder im Bundestag, nicht auf Anhänger.

      -

      Vicious schrieb:

      nicht die Linken oder Rechten sondern nur die sich als solches betrachten, doch nimm dir Zeit vieleicht wirst du dir den Sinn eines Tages bewusst.

      Das bezweifle ich stark. Aber wahrscheinlich hänge ich mich hier zu sehr an dem Wort "bewusst" auf.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
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      IWST schrieb:

      Die entsprechenden Studien und Umfragen zur politischen Einstellung von Journalisten sprechen da eine andere Sprache:
      26,9% Grüne
      15,5% SPD
      Sehe ich ähnlich wie Fairas. Sind für mich keine "linke" Parteien mehr. Die linken Flügel sind da doch eher schwach. Die SPD leidet darunter - die Grünen nicht...die sind jetzt für Mitte und Konservative "super gut wählbar".



      Ich gehe nicht euren Weg - ihr seid mir keine Brücken.
      - Friedrich Nietzsche -
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      IWST schrieb:

      Fairas schrieb:

      Naja die Medien sind halt nicht so links wie das immer gerne dargestellt wird, sie sind eigentlich ziemlich konservativ
      Die entsprechenden Studien und Umfragen zur politischen Einstellung von Journalisten sprechen da eine andere Sprache:26,9% Grüne
      15,5% SPD
      9% CDU/CSU
      7,4% FDP
      4,2% Linke
      Ein Drittel sieht sich als keiner Partei nahestehend.
      Das wären 46,6% links der Mitte, 9% Konservative.


      Heißt dass die Vorwürfe gegen Esken sind objektiv? Nicht automatisch, die entsprechenden MitarbeiterInnen sind ja im Unfrieden von ihr gegangen, daher ist es nicht verwunderlich dass sie in ihrer Version der Ereignisse nicht gut wegkommt.
      Das kann man also durchaus hinterfragen.

      Was ich etwas befremdlich finde, ist, jetzt an den "Lügenpresse"-Vorwürfen der AFD anzustreifen, nur weil einem die Bericht über einen vermeintlichen Skandal in der SPD nicht passen. Es ist relativ normal, dass Medien sich auf solche Storys stürzen, steigern die Auflage. Das betrifft bei weitem nicht nur linke Politiker, ich erinnere an die mediale Hinrichtung des CDU-Politikers Christian Wulf wegen Annahme eines Geschenks über 753€ und 90 cent.
      Der Bericht über Esken war doch nur das I-Tüpfelchen. Das geht schon massiv seit der Wahl von Esken und Walter-Borjans so. Angefangen mit Dutzenden Interviews ihrer innerparteilichen Gegner, über zig unterirdische „Expertenmeinungen“ bis hin jetzt zum Dreck rauskramen. Eigentlich begann es sogar noch früher, nämlich im Wahlgang, als vor allem Scholz überall das Wort geredet wurde und man ihn quasi schon als Sieger darstellte, entgegen jedweder Vernunft. Esken wurde ja kaum Interviewt. Thilo Jung hat u.a. ihr die Gelegenheit eines ausführlichen Interviews gegeben. Habe ich sonst nirgendwo gelesen oder gesehen sowas. Deswegen waren sie ja auch so unbekannt.

      Die politische Einstellung der Journalisten ist zunächst mal gar nicht so relevant. Entscheidend sind die politischen Vorgaben der Verlagshäuser, denn danach müssen sich alle Journalisten dort richten. Ihre eigene Meinung können Journalisten allenfalls in Kommentaren darlegen. Und dort in der Regel auch nicht all zu oft und all zu krass entgegen der Richtung des Hauses. Und die Verlagshäuser sind in Sachen Esken-Walter-Borjans momentan recht einseitig negativ. Besonders stark zu beobachten bei Springers BILD, Welt und dem Spiegel, etwas schwächer bei FAZ, während SZ und TAZ neutral, aber skeptisch auftreten.

      Zudem mögen sich viele Journalisten als sozialdemokratisch oder grün auffassen, sagt aber halt noch nichts darüber, ob sie sich nicht eher als Seeheimer oder Realos sehen. Ich würde mal sagen die Mehrheit dürfte dieser Kategorie angehören. Und die Seeheimer sind momentan so drauf, die fühlen sich der CDU teilweise näher, als der eigenen Parteilinken oder den Jusos. Teils aus der aufrichtigen Überzeugung heraus, dass ein stärkerer Linkskurs die SPD ins politische Nirwana führen würde. Was durchaus nicht ausgeschlossen ist, siehe Großbritannien. Ob ein Linkskurs wirklich die SPD rettet halte ich noch lange nicht für ausgemacht. Ich sehe da ehrlich gesagt keine gesellschaftlichen Mehrheiten für. Der Trend geht eher Richtung konservativ-ökologisch. Sozialpolitische Verteilungsfragen sind momentan alles andere als politisch dominant. Sieht man auch am schwindenden Einfluss der Gewerkschaften, die trotz an sich sehr guter Tarifergebnisse usw. immer mehr an Mitgliedern verlieren.

      P.S. Es gibt auch noch wohlgesonnene Journalisten.
      sueddeutsche.de/politik/spd-pa…ng-1.4721976?reduced=true
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von John ()

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      Fairas schrieb:

      Ich nehme mal an es wurden nur politische Journalisten befragt? Da würde mich dann das eine Drittel interessieren das keiner Partei nahe steht. Das wäre ja sowas wie politischer Journalismus ohne eigene Meinung, ziemlich skurril.
      Die Umfrage betraf Journalisten allgemein.
      Zudem bedeutet "fühlt sich keiner Partei nahestehend" nicht automatisch "ohne eigene Meinung", gibt ja auch genug Leute -

      Fairas schrieb:

      Und kann es sein die Umfrage ist alt? Die AfD fehlt da ja komplett. Dabei haben die sogar den höchsten Anteil an Akademikern, da soll dann kein einziger Journalist dabei sein?
      Diese Studie der Freien Universität Berlin ist schon etwas älter, stammt aus 2010, die einzige aktuellere die ich gefunden habe (2015) teilt nicht nach Parteien auf, sondern nur ob man sich eher links oder eher rechts der Mitte sieht, wobei auch da eine linke Mehrheit herauskam.

      @John Okay, so genau habe ich eure Medienberichterstattung jetzt nicht verfolgt, habe nur den Streit mit ihren ehemaligen Angestellten mitbekommen, sowie parallel dazu dass sich bei uns ebenfalls einige Sozialdemokraten beschweren, dass so negativ über sie berichtet wird (ein Wunder dass sie sich Wundern, sind es doch Leute aus ihren eigenen Reihen, die der Presse diverse Interna zustecken um parteiinterne Grabenkämpfe auszufechten).
      Dass sich eventuell viele der SPD-affinen Journalisten dem rechten Flügel dieser Partei zugehörig fühlen könnten, und dem linken Flügel daher skeptisch gegenüberstehen, könnte ein Argument sein, dass in Erwägung zu ziehen sich lohnen könnte.
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      IWST schrieb:

      Die Umfrage betraf Journalisten allgemein.

      Das verzerrt das Bild natürlich gewaltig. Zumindest könnte ja jetzt sein, dass die ganzen "linken" Journalisten über Sport, Autos, Wohnen, Mode, Königshäuser und sowas berichten und die wenigen "konservativen" Journalisten im politischen Journalismus beheimatet sind. Dafür gibt es zwar zugegeben keinen Anhaltspunkt. Es entzieht den Zahlen eher komplett die Aussagekraft.

      Ein Umfrage nur unter Journalisten die regelmäßig über politische Themen schreiben/berichten wäre da doch deutlich sinnvoller?

      Mein Eindruck wonach die Presse häufig eher konservativ und keinesfalls links orientiert ist, bleibt jedenfalls unverändert. Ist halt auch die Frage wie man das politische Spektrum definiert. Für viele eher konservative/rechte Menschen ist ja schon die halbe Union links. Da gehe ich natürlich nicht mit.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
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