Gameplay Entwicklung über die Zeit - Wohin ist der Reiz verschwunden, TWs immer wieder zu spielen?

  • Zitat


    Empire empfand ich mit Ausnahme einiger Dinge doch sehr als Rückschritt. Durch die faktisch nicht vorhandenen Unterschiede der Fraktionen war der Wiederspielwert zumindest bei mir kaum vorhanden.


    Hallo Deatheye,


    nun, ich habe viele Uniformbücher gewälzt um Unterschiede in den Uniformen heraus zu finden, da ich genug Figuren anmalen wollte. Die Form der Uniformen waren sich alle sehr ähnlich, egal ob Preußen, Bayern, Engländer, (Schotten ausgenommen) Russen, Österreicher, Franzosen, Spanier und, und, und.
    Selbst die Mode des Volkes war vergleichbar und die Lebensbedingungen des Volkes. Dem ging ich mittelprächtig bis schlecht, dem Adel gut bis sehr gut.
    Was zu wenig im Spiel sich niederschlägt, sind die Intrigen, die sich an jedem Hof abgespielt haben. Was mich wesentlich mehr stört, sind die ewig langen Seereisen. Von Rostock nach Amerika 6 Runden, also drei Jahre. Das waren bei den Indianer am Anfang die Geisterarmeen.

  • Der Wiederspielwert von TW-Titeln war so gut wie nie darauf begründet, ob das Ding jetzt historisch korrekt war oder nicht, die Unterhemden zum Karabiner passten oder es einen Hafen in Hamburg gab oder nicht.
    Zumindest bei mir nicht.


    Hatte das Spiel ein fesselndes Gameplay, nicht all zu viel Mikromanagement, eine ( für die jeweilige Zeit ) ordentliche Graphik und gab es einem ein Sandkastenfeeling, wo man seine Herrscherambitionen einigermaßen realistisch ausleben konnte, achtete man auf die Kleinigkeiten erst viele hundert Spielstunden später.
    Bei MTW1, RTW1 und auch MTW2 hat mich so etwas nie interessiert, Erbsen wurden erst ab ETW gezählt, weil einen das mehr oder weniger langweilige Gameplay dazu gezwungen hat.

  • Der Hauptunterschied zwischen den TWs von damals und den TWs von heute sehe ich darin, dass man damals die Spiele in toller Optik genießen konnte, ohne gleich einen Super-Rechner haben zu müssen. Heute kannste dir alle drei TW-Titel gleich nen neuen Rechner im vierstelligen Kostenbereich dazu kaufen, wenn du nicht mit Pixelmännchen und Diashow spielen willst.

  • Also bitte.


    Die Total Wars von früher gingen gerade bei Stadtbelagerungen und großen Schlachten härter in die Knie als heute.


    Durch die Mehrkernnutzung läuft eine gro0e Rome 2 Total War Schlacht bei mir flüssiger als eine große Medieval 2 Total War Schlacht.



    Attila läuft bei mir auch in Full HD flüssig mit ner über 5 Jahre alten CPU (Phenom II X4 965 Black Edition), ner 110 Euro Stromspargraka (GTX 750Ti) von vor einem Jahr und 8GB Ram.




    Derweil werden die Total Wars immer besser.
    Alles andere ist nostalgische Verklärung in meinen Augen.

  • 100% Zustimmung zu Twiggels.


    Gerade M2 und Rome waren bei nicht optimierten oder sogar "zu" modernen Rechnern schrecklich was Performance angeht.
    Und zusätzlich muss man bedenken das die Schlachten auch deutlich kleiner waren.


    In M2 waren 5000 Leute auf einem Schlachtfeld extrem selten, in Rome hab Ich oft das doppelte, teilweise sogar mehr, auf dem Schlachtfeld (gleichzeitig).


    Dazu kommt eine deutlich höhere Komplexität und besser funktionierende Diplomatie und KI.


    Wer Rome oder Medieval 2 besser als Rome 2 findet ist entweder Modder oder hat ne rosarote Brille auf.


    Gruß


  • Nope, da gibts wirkliche Argumente, die sich nicht in Luft auflösen sobald man genauer hinschaut.
    Übrigens war das nicht als Angriff gemeint, Ich glaube jeder schönt sich Sachen die er besonders gern hat oder hatte im Kopf ein wenig zurecht ;)


    Natürlich hatte Rome einen besonderen Reiz, der es attraktiv gemacht hat, aber Ich glaube eben das lag hauptsächlich am "das ist neu!"-Effekt, und nicht an Objektiver qualität.
    Wenn man genau nachdenkt, war Rome 1 an vielen stellen schrecklich, die Diplomatie war für die Tonne, das Balancing ebenfalls und historisch korrekt wars auch nicht.
    Spass gemacht hats trotzdem ;)


    Gruß

  • Zitat

    Mit Objektivität an so eine Sache wie ein Spiel herangehen, bringt´s aber nicht.
    Dann wären nämlich so gut wie alle Spiele scheiße, außer Schach.


    Von jemanden der Schach auf einem professionellem Level gespielt hat und der sich teilweise durch die Uni mit Schachnachhilfe schlägt kann ich dir guten Mutes sagen, Schach ist objektiv ein scheiß Spiel :P


    Edit: Denke man muss auch vergleichen ob man damals ME1 relativ besser fand, oder jetzt Rome 2 oder ob man sie jetzt absolut miteinander vergleicht und sagt, dass ME1 noch immer besser ist. Ich fand ME1 damals um Meilen besser, als ich heutzutage Rome 2 finde (bei Gott ich könnte das Spiel im Single Player nicht anfassen), aber trotzdem finde ich heutzutage Rome 2 besser als ME1 damals.

    „The Wheel of Time turns, and Ages come and pass, leaving memories that become legend. Legend fades to myth, and even myth is long forgotten when the Age that gave it birth comes again."

  • Zitat

    Wer Rome oder Medieval 2 besser als Rome 2 findet ist entweder Modder oder hat ne rosarote Brille auf.

    Man gut, dass ich Modder bin :rock:


    Die meisten der hier genannten 'Klagen' haben schon ihre Gründe - allerdings nur wenn man 'Vanilla' spielt. Da ich mal annehme, dass kaum jemand wiederholt R2 ohne Mods spielt kann man diese wohl etwas in den Hintergrund rücken lassen.


    In Sachen Schlachten - theoretisch ist es möglich 9 Armeen mit je 5000 Soldaten an einer Schlacht teilhaben zu lassen in M2. An den maximal 250 (253) Soldaten pro Einheiten lässt sich leider nichts ändern.


    Bessere Diplomatie und KI in R2 - da werden wir uns wohl einigen das wir uns nicht einigen: mir ist noch zu gut in Erinnerung von R2 wie meine Armeen dezimiert wurden von Angreifern die quasi von der anderen Seite der Karte kamen und deren Regionen ich überhaupt nicht nahe kam. Die (unbearbeitet) M2 KI hatte natürlich auch ihre WTF Momente, keine Frage.
    Diplomatie ohne Diplomat? Nicht unbedingt meine Vorstellung von Diplomatie ansonsten muss ich sagen, dass die Vasallen Sachen anscheinend besser laufen.


    Mehrkernnutzung - ist eigentlich in M2 nicht nötig, was Du brauchst ist Geschwindigkeit. Ein Kern mit 3GHz spielt fließend.
    Flüssige Stadtbelagerung - das war eines der ersten Mods die rauskamen (Januar 2007 ), die Deppen (darf ich das sagen?) bei CA hatten hochskalierte Texturen in großer Anzahl für die Gebäude gemacht, kein Wunder, dass das Probleme machte.


    Dies sind rein technische Sachen die mit ein wenig modden korrigiert werden können. Mein Grund warum mich bisher seit ETW keine Version sonderlich gereizt hat ist zweierlei: null Möglichkeit die Karte zu verändern, zB nur Amerika und so gut wie kein Skript und Traits\Ancillaries. Rollenspiel ist einfach nicht vorhanden. etwas was für mich den Reiz an M2 erhält. Ich habe ein wenig das Gruseln wenn ich mir Mods wie CoW, TATW oder SS vorstelle nur mit einem Spawnskript.


    Vielleicht sollte ich mehr modden und weniger klagen - dann hätte ich wohl schon mehr fertig als nur die Karte für mein Moghul Mod. Eine Idee für das bauen vom Taj Mahal habe ich auch schon.

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