Die Linke

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    • Auch im Westen sterben Handweksbetriebe aus, das ist kein ostdeutsches Phänomen. Warum soll ich das 3-fache für einen selbstgefertigen Ofen bezahlen, wenn ich den von OBI sogar nach Hause geliefert bekomme? Ich persönlich könnte den gar nicht bezahlen, hätte aber trotzdem gerne einen, wie soll ich den finanzieren?

      Ich frage mich manchmal echt was man euch im Westen über uns beigebracht hat :rolleyes: . Viele Dinge die ich z.B. in der Schule über den Kapitalismus gelernt habe, haben sich auch voll und ganz bestätigt :cursing: .

      Vielleicht hat man uns im Westen den gleichen Quatsch über Euch erzählt wie Euch im Osten über uns. Dieser Thread soll jetzt aber nicht in Ost-West-Polemik ausarten.

      Zur Linken:>[url]http://www.stern.de/politik/deutschland/9719393087676154_09711924234304009_:P_0_0arteiportr%E4t-Wir-Linken/612594.html[/url]

      Dieser Satz sagt eigentlich alles:

      Im Osten ist alles auf den Griff nach der Macht ausgelegt, im Westen alles auf Opposition. Im Osten will die Linke 2009 mit Bodo Ramelow in Thüringen den ersten Ministerpräsidenten ihrer Geschichte stellen. Im Westen zäunt sie sich links von der SPD ein. Im Osten agieren Profis, im Westen idealistische Amateure, bestenfalls. Eigentlich ist die Linke immer noch die zwei Parteien, aus denen sie zusammengeflickt wurde: Ost-PDS und West-WASG.


    • Mogges schrieb:

      Auch im Westen sterben Handweksbetriebe aus, das ist kein ostdeutsches Phänomen. Warum soll ich das 3-fache für einen selbstgefertigen Ofen bezahlen, wenn ich den von OBI sogar nach Hause geliefert bekomme? Ich persönlich könnte den gar nicht bezahlen, hätte aber trotzdem gerne einen, wie soll ich den finanzieren?

      Ich frage mich manchmal echt was man euch im Westen über uns beigebracht hat :rolleyes: . Viele Dinge die ich z.B. in der Schule über den Kapitalismus gelernt habe, haben sich auch voll und ganz bestätigt :cursing:
      Vielleicht hat man uns im Westen den gleichen Quatsch über Euch erzählt wie Euch im Osten über uns. Dieser Thread soll jetzt aber nicht in Ost-West-Polemik ausarten.
      Toll, typisch westdeutsche Einstellung :( .
      Warum hast du wohl nicht genug Geld für einen Ofen und musst zu OBI. Idiotische Marktwirtschaft! :blöd:
    • So ist die Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage. ;) Wenn ich 5 x so viel verdiene, kann ich mir einen handgemachten Ofen leisten, find die auch schöner, keine Frage. Wenn das übrigens ne westdeutsche Einstellung ist, warum gehen dann nicht alle Handwerker in den Osten?


    • Ich hab doch nur auf das Statement mit der "westdeutschen Einstellung" reagiert, worauf hattest Du sie denn bezogen, wenn nicht auf den günstigeren Einkauf bei OBI, was ist denn daran typisch westdeutsch?

      Jaja, Angebot und Nachfrage, ist jetzt wirklich keine Leistung und total unsozial.

      Hör mal, ich hab die Marktwirtschaft auch nicht erfunden und es gibt mit Sicherheit fairere Wirtschaftysysteme, das geb ich zu, aber zum einen müssen sie funktioneren und zum anderen dem Großteil der Bevölkerung gerecht werden. Was glaubt Du denn, welcher Prozentsatz in Deutschland das Prinzip des Angebotes und der Nachfrage beibehalten möchte? Ich schätzte mal......90%, was meinst Du?


    • Mogges schrieb:

      Die PDS ist aber aus der SED entstanden, gerade zu Beginn saßen da noch ne ganze Menge an Ex-Mitglieder mit drin. Kann mich noch an die Zeit erinnern, als tagtäglich irgendwelche Stasi Geschichten auf den Tisch kamen.
      CDU und FDP gingen aus der NSDAP hervor ... gibt gewiss noch welche, die sich an die ganzen Nazigeschichten erinnern können ... z.B. an den Bundespräsidenten der dem Ermächtigungsgesetz höchstselbst zugestimmt hat ...

      Ist jetzt nicht an dich, sondern an gerade die Herren von der CDU und FDP die ja gerade diesen Vorwurf immer warmhalten gerichtet: Bitte immer erst vor der eigenen Tür kehren.
      Kohl wäre ja nun auch kein kleines Lichtchen in der Kriminalstatistik geworden wenn wir einen Rechtsstaat hätten ...
    • Ist jetzt nicht an dich, sondern an gerade die Herren von der CDU und FDP die ja gerade diesen Vorwurf immer warmhalten gerichtet: Bitte immer erst vor der eigenen Tür kehren.

      Nach Gründung der BRD saßen einige NSDAP Gestalten in der CDU, wohl war, das hatte damals auch niemanden interessiert, weil den Amerikaner sehr an einem möglichst schnellen Aufbau und Wiederbewaffnung gelegen war, Adenauer, Strauss und andere hatten erst mal zu kuschen oder die Gelegenheit genutzt. Nach einigen Jahren ist das dann im Sande verlaufen, genauso wie es mit der SED / PDS / Stasi im Sande verlaufen wird, was ja auch gut ist. Das Thema sollte ja auch mal durch sein. Natürlich ist die Linke nicht mehr das, was die PDS noch vor 10 Jahren war, aber die Aufarbeitung der radikalen Vergangenheit ( SED ) unter einem souveränen Staat wird ( Gott sei Dank ) anders praktiziert als die der NSDAP unter den Amerikanern damals, und da war Deutschland alles andere als souverän.

      An mich kann das gar nicht sein, weil ich Grün wähle.


    • Mogges schrieb:

      Ich hab doch nur auf das Statement mit der "westdeutschen Einstellung" reagiert, worauf hattest Du sie denn bezogen, wenn nicht auf den günstigeren Einkauf bei OBI, was ist denn daran typisch westdeutsch?



      Jaja, Angebot und Nachfrage, ist jetzt wirklich keine Leistung und total unsozial.

      Hör mal, ich hab die Marktwirtschaft auch nicht erfunden und es gibt mit Sicherheit fairere Wirtschaftysysteme, das geb ich zu, aber zum einen müssen sie funktioneren und zum anderen dem Großteil der Bevölkerung gerecht werden. Was glaubt Du denn, welcher Prozentsatz in Deutschland das Prinzip des Angebotes und der Nachfrage beibehalten möchte? Ich schätzte mal......90%, was meinst Du?
      Typisch westdeutsch oder überhaupt westlich ist die Tatsache das man immer nach den eigenen Vorteil giert und für die Belange anderer nichts übrig hat. Man denkt einfach nicht weiter, aus welchen Gründen auch immer. Dieser harte Verdrängungswettbewerb ist einfach "Scheiße" und wieso muss dass überhaupt so sein.

      Die Marktwirtschaft mit ihren Mechanismen macht unseren Planeten kaputt und Milliarden Menschen stehen wegen ihr dumm da. Sowas kann ich nicht gut heißen. Ist einfach nicht drin und finde ich auch in jeder Hinsicht falsch.

      Ich versuche nur es richtig zu machen und deshalb steh ich irgendwo links. Warum dann andere mich als extremistisch bezeichenen - O-Ton CDU für DieLinke - ist mir unverständlich. Meine Absichten sind doch ausschließlich von guter und freundlicher Natur :) .
    • Typisch westdeutsch oder überhaupt westlich ist die Tatsache das man immer nach den eigenen Vorteil giert

      So, und das ist nun mal ein Riesenunterschied, ob Du jetzt westdeutsch oder westlich schreibst, klingt schon ganz anders. Im Osten wird genau so viel zum Discounter und zu OBI gerannt wie im Westen, nichts anderes habe ich oben geschrieben. Bevor Du also die Ost-West-Keule auspackst, drück Dich bitte so aus, daß es eindeutig wird.


    • Ich versuche nur es richtig zu machen und deshalb steh ich irgendwo links. Warum dann andere mich als extremistisch bezeichenen - O-Ton CDU für DieLinke - ist mir unverständlich. Meine Absichten sind doch ausschließlich von guter und freundlicher Natur :) .

      Zwischen meiner Einstellung und dem Mainstream ist auch noch ne Menge Platz, glaub mir. Das Problem der Linken ist immer noch deren Glaubwürdigkeit, z.b. der angesprochene Mindestlohn, den sie noch nicht einmal ihren eigenen Angestellten zahlen, das ist für mich inkonsequent und für eine Partei, die ziemlich auf Stimmungsmache aus ist, eigentlich extrem doof. Auch die Grünen wurden früher in die Ecke mit Extremisten gestellt ( die RAF war noch nicht lange her ), noch Jahre danach kramte man bei Abgeordneten nach einer Steinewerfervergangenheit und wurde auch fündig, und mit Joschka hatten wir einen der besten Aussenminister überhaupt. Wenn Oskar weg ist, kommt die Linke im Westen vielleicht schneller an als ihr lieb ist, gesetzt den Fall die SPD demontiert sich weiter so wie bisher.


    • Mogges schrieb:

      Vor allem der Satz: "die Deutschen wählen den, der Ihnen mehr Geld verspricht". Daß in Deutschland aber nur 41% von ihrem eigenen verdienten Geld leben, das hat mich jetzt schon enorm überrascht.


      Nein, hab ich in wirtschaftssoziologie gehabt.
      In Deutschalnd aber auch in anderen Industriestaaten ist es ungefähr so....der Rest sind Kinder, Arbeitslose, Rentner, Behinderte, Hausfrauen usw.
      Wir haben ungefähr 82,5 Millionen Einwohner...davon sind vielleicht 38 Millionen erwerbstätig und von denen bekommen auch noch einige Geld dazu weil ihr Lohn nicht reicht.
      Ja und diese 41% müssen für alle anderen Aufkommen...darum nimmt der Staat diesen hartarbeiten Leuten Geld weg.


      Signaturen sind wie Frauen:
      Hat man keine will man eine, hat man eine will man ne andere

    • 2/3 aller Niedrig-/Armutslohnempfänger sind älter als 30 Jahre und haben einen beruflichen Abschluss. 1998 lebten 13,5 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. D.h. noch vor Hartz IV!!

      Jede/r Neunte arbeitet für Armutslöhne
      Von Armutslöhnen wird gesprochen, wenn jemand weniger als die Hälfte des Durchschnitts-Vollzeiteinkommens verdient.
      Bei einem Durchschnittseinkommen von 2.884 Euro pro Monat (im Jahre 2003) gelten Monatseinkommen unter 1.442 Euro bzw. Stundenlöhne unter 8,67 Euro (bei 38,5 Std./Woche) als Armutslöhne. Als „prekäre” Löhne gelten jene, bei denen weniger als 75 Prozent aber mehr als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens (also 2.163 Euro bzw. 13 Euro/Stunde) verdient wird. Beide zusammen gelten als „Niedriglöhne”.

      Jede/r Dritte arbeitet im Niedriglohnbereich
      Armutslöhne und Niedriglöhne sind nicht nur ein regionales oder branchenspezifisches Randproblem: Laut einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) von 2003 haben in Deutschland mit über 7,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 32 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten eine Anstellung im Niedriglohnbereich. Das heißt, jede/r dritte ArbeitnehmerIn bezieht weniger als 75 Prozent des durchschnittlichen Bruttolohns. 2,5 Millionen dieser ArbeitnehmerInnen lagen mit ihren Einkommen sogar unterhalb der 50-Prozent-Marke. Gemessen am Durchschnittsverdienst in Deutschland bezog damit jede/r Neunte Armutslöhne. Die Rede ist wohlgemerkt nicht von Verdiensten für Teilzeitbeschäftigte, sondern von Vollzeitbeschäftigten. Unter den Teilzeitbeschäftigten ist der Anteil von Niedrigverdiensten noch höher.
    • Mittlerweile liegt das Durchschnittseinkommen bei knapp 3.200 ,- €. Aber was sagt uns jetzt das alles: das viele unserer Arbeitnehmer nicht ausreichend ausgebildet sind, daß der durchschnittliche Stundenlohn so mies ist oder die Lebenshaltungskosten derart steigen, daß man schneller unter die magische Grenze rutscht, weil das eigene Einkommen gleich bleibt? Es ist eine ziemlich miese Situation, immer weniger müssen für immer mehr aufkommen, das gesunde Mittelfeld bröckelt und zwar gewaltig. Es ist ein Teufelskreis, sehr "schön" beschrieben im dem verlinkten Artikel vom Focus.

      Bildung, Bildung und nochmals Bildung, das scheint die einzige Lösung zu sein. Mit einem schlechten Hauptschulabschluss kann man heutzutage gleich den direkten Weg zur Agentur einschlagen, so viel steht fest, mit einem guten wahrscheinlich auch schon bald.

      1.442 Euro bzw. Stundenlöhne unter 8,67 Euro (bei 38,5 Std./Woche) als Armutslöhne.

      1440,- €, das sind 2800,- DM, das muß man sich mal reinziehen. Das war ne Menge Geld früher, heute ist das ein Armutslohn, das ist schon krass.


    • Die Real Inflation (die gerne als "gefühlte Inflation" abgetan wird) beträgt seit 2002 (Einführun des Euros) inzwischen ja auch schon über 100% und steuert im Moment geradewegs auf die 200 % zu. Bei sinkenden Löhnen !

      das viele unserer Arbeitnehmer nicht ausreichend ausgebildet sind,
      Also auf diese Schlussfolgerung wäre ich jetzt ehrlich gesagt nicht gekommen ...
      denn es gibt viele Qualifizierte Fachkräfte in Deutschland. Natürlich redet die Wirtschaft von Fachkräftemangel aber die Bundesregierung legt uns ja sinkende Arbeitslosenzahlen vor, da sie rund 7 Millionen Arbeitslose rausgerechnet hat aus der Statistik.
      Gefordert (und geliefert) werden ja auch immer Ausbildungsplätze. Nur was bringt mir ein Ausbildungsplatz, wenn ich dann mit der Ausbildung NICHTS anfangen kann? Ein Betrieb kann doch nur dann Ausbilden, wenn er Bedarf an Arbeitskräften hat bzw. haben wird. Denn ansonsten werden die Auszubildenen nur zu Billigarbeitskräften die tatsächlich nicht richtig ausgebildet werden und dann wird tatsächlich ein Fachkräftemangel entstehen - allerdings erst wenn die Generation 35+ über 55 ist. Denn dann rücken nur noch die Billigarbeitskräfte nach.