Die Westliche Welt ist rückständig! (Widerrufen)

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    • Die Westliche Welt ist rückständig! (Widerrufen)

      Und Schuld daran sind die Römer! Sie haben die Menschheit mit der Eroberung Griechenlands um Jahrtausende zurückgeworfen!
      Klar, werden jetzt viele sagen, die Römer waren fortschrittlich, sie hatten eine Kanalisation, beheizte thermen, eine Art erster Welthandel und komplizierteste politische Mechanismen. Trotzdem glaubten Herr und Frau Römer immer noch dass die Erde eine Scheibe sei, es super tolle Götter gäbe die auf die Ernte aufpassen und dass der Imperator der Herr im Hause sei. Die Griechen jedoch waren schon vor Christi Geburt VIEEEL fortschrittlicher als Römer und Mittelalter zusammen!

      Sie wussten, dass die Erde rund war
      Sie wussten, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt
      Sie wussten, genauestens um den menschlichen Körper bescheid
      Sie wussten, dass sie und nicht Götter für sich verantwortlich waren
      Sie waren die ersten (und vielleicht größten) Denker, Philosophen, Mathematiker und Baumeister

      Dies alles, dies umfangreiche griechische Erbe wurde von Römern zerstört oder verfälscht in ihre Kultur aufgenommen. Vieles davon tauchte überhaupt nicht mehr oder erst wieder ab der Renessaince auf.

      Mittelalter, das ist das Stichwort! Es war die Zeit der barbarischen Kriegshäuptlinge, die sich später zu Königreichen wie England oder Frankreich entwickelten. Sie hatten nie über das Wissen der Griechen verfügt und so wurde man verbrannt, wenn man behauptete die Erde sei rund.

      WENN die Römer die Griechen in Ruhe gelassen hätten, dann wären wir vom technischen Standpunkt aus gesehen jetzt mindestens 2000 Jahre vorne! :kaffee:


      28. April 2011 - EDIT: Die oben stehenden Aussagen, bitte nicht ernst nehmen, als ich vorher dieses Thema nach langer Zeit wieder sah, konnte ich selbst kaum glauben, dass ich das geschrieben habe. Natürlich bin ich begeisterd von Römern wie Griechen gleichermaßen und ich weiß nicht, was mit mir los war, als ich diese Zeilen damals geschrieben habe. Ich bitte um euer Verständnis und ja nicht böse sein. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Hexenkönig ()

    • Weltbild Mittelalter

      Mittelalter, das ist das Stichwort! Es war die Zeit der barbarischen Kriegshäuptlinge, die sich später zu Königreichen wie England oder Frankreich entwickelten. Sie hatten nie über das Wissen der Griechen verfügt und so wurde man verbrannt, wenn man behauptete die Erde sei rund.

      Das ist zum Teil Wissen, das auf veralteten Schulbüchern aus den 70ern beruht. Hier wird häufig ein Stich gezeigt, der das vermeintliche Weltbild des Mittelalters darstellen soll. In Wirklichkeit stammte dieser Stich aber aus dem 19. Jahrhundert und spiegelte lediglich wieder, was man zu dieser Zeit über das Mittelalter zu wissen glaubte. Inzwischen wurde aber bewiesen: Man wusste im Mittelalter sehr wohl, dass die Erde eine Kugel war. Die ernstzunehmenden Menschen der damaligen Zeit haben das auch nicht bestritten. Das lässt sich anhand historischer Quellen nachweisen. Andernfalls wäre z.B. Columbus garnicht erst losgefahren. Was man nicht wusste ist, dass es noch Amerika gab und wie das leben auf der Südhalbkugel aussehen könnte, da man noch nicht das Prinzip der Schwerkraft vollständig verstanden hatte. Man konnte sich daher nur schwer vorstellen wie die Wesen dort unten "auf dem Kopf stehend" leben könnten.

      Wikipedia:
      Die Vorstellung einer flachen Erde (auch: Erdscheibe) findet sich in vielen frühen Kulturen. Sie wurde bereits von Autoren der Antike kritisiert und mit der Vorstellung der Erde als einer Kugel ("Erdkugel") ersetzt. Letzteres blieb auch im europäischen Mittelalter die vorherrschende Lehrmeinung.

      Die irrige moderne Annahme, dass insbesondere die mittelalterliche Christenheit an eine Erdscheibe geglaubt habe, wird von der Historical Society of Britain als weitestverbreiteter historischer Irrtum aufgelistet.[1] Neuere Untersuchungen insbesondere seit den Neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts[2] zeigten, dass „außer sehr wenigen Ausnahmen seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. keine gebildete Person in der Geschichte des Westens glaubte, die Erde sei flach“, und dass die Kugelgestalt der Erde stets die dominante Lehrmeinung blieb.[1] Die moderne Fehlannahme, dass der mittelalterliche Mensch an eine scheibenförmige Erde glaubte, fand erst im 19. Jahrhundert Verbreitung, vor allem aufgrund von Washington Irvings Erzählung Das Leben und die Reisen des Christoph Columbus (1828).[1]

      Insbesondere ab dem 19. Jahrhundert widmeten sich Wissenschaftler aus der Geodäsie und Kartografie einer Verfeinerung des Kugelmodells und entwickelten das Geoid als physikalisches Modell der kugelähnlichen Erdfigur. Im folgenden Artikel wird jedoch vereinfachend die Kugelgestalt allgemein der Scheibengestalt gegenübergestellt, ohne zwischen Unterschieden der Kugelform - perfekte oder abgeflachte Kugel - zu unterscheiden.

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015

    • @ Moguntiacum:
      Das ist bei unsern Profs so ähnlich. Die freuen sich da jedes Mal drüber. :)

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015

    • Das ist interessant....

      Aber der allgemeine ungebildete "Pöbel" im Mittelalter dachte doch, das ist ne Scheibe, oder? Und was war mit Fürsten und Königen oder Päpsten? Das mussten ja nicht auch unbedingt "gebildete" Männer sein.

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Über den "Pöbel" können wir leider nur mutmaßen, da wir auf schriftliche Quellen angewiesen sind. Fest steht aber, dass die Gebildeten und des schreibens fähigen Menschen, also die, welche sich mit diesen Fragen auseinandersetzten, weit überwiegend die Ansicht vertraten, dass die Erde eine Kugel sein müsse. Das kann man beweisen, da die Schriftquellen zum Teil noch vorliegen. Inwiefern sich die einfachen Menschen überhaupt mit solchen Fragen beschäftigt haben weiß ich nicht. Aber was ein Gelehrter der damaligen Zeit ihnen gesagt hätte, wenn sie ihn gefragt hätten, können wir mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit rekonstruieren.

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015

    • Wie mein vorredner schon festgestellt hat, verwechselst du die Römer mit der katholischen Kirche.

      Sie wussten, dass die Erde rund war

      Das war vorher nicht unbedingt ein Geheimnis.

      Sie wussten, dass sie und nicht Götter für sich verantwortlich waren

      Dafür haben Sie aber verdammt viele Götter angebetet.

      Sie waren die ersten (und vielleicht größten) Denker, Philosophen, Mathematiker und Baumeister

      Es gab vor den Griechen auch schon Hochkulturen die die in diesen Bereichen ziemlich erforlgreich waren ...
      "Wenn es dir auf den Kopf fällt, ist es eine Stein."
    • Und wie sind dann gewisse äh... Feuerfestchen der Kirche zu erklären mit besonderem Braten? :D

      Mönche = Schriftgelehrte = Gebildete Menschen = Leute die wissen sollten, dass die Erde eine Kugel ist?

      Und wieso lernt man das nicht in der Schule?

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Was die Kirche offiziell vertritt und vertrat steht noch mal auf einem anderen Blatt. Aber würde man behaupten, die Menschen des Mittelalters hätten die Erde für eine Scheibe gehalten, dann täte man ihnen Unrecht und würde sie dümmer machen, als sie waren.

      Und wieso lernt man das nicht in der Schule?

      DAS ist in der Tat eine gute Frage. In den aktuellen Ausgaben der Schulbücher müsste das drin stehen. Ich werde es jedenfalls meinen Schülern so beibringen.

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015

    • JA Mittelalter böse und finster... :D
      Haben wir vor allem der Aufklärung zu verdanken, dass man so darüber denkt. Und Lehrer erzählen (der Einfachheit halber) das dann auch gern den Kindern.
      Soso und die westl. Welt ist also deshalb rückständig... Im Vergleich zu?
    • Naja, wir sind halt geistig der Aufklärung und damit auch der Antik wesentlich näher, als die sehr religiösen Menschen des Mittelalters, die ja auch eine ganz andere Lebenssicht hatten. Wer glaubt in einer Endzeit zu leben, braucht natürlich auch keinen so großen Wert auf weltlichen Tand zu setzen. Das "Seelenheil" ist dann natürlich viel wichtiger. Dieser Unterschied macht uns diese Zeit wahrscheinlich so befremdlich und unverständlich.

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015

    • JohnOlt schrieb:

      DAS ist in der Tat eine gute Frage. In den aktuellen Ausgaben der Schulbücher müsste das drin stehen. Ich werde es jedenfalls meinen Schülern so beibringen.


      Wann ist diese These (bzw. die Erkenntniss) das im Mittelalter die Erde schon rund gemacht wurde, denn zum ersten mal aufgekommen, bzw. wann wurde die offiziell bestätigt?

      JohnOlt schrieb:

      Was die Kirche offiziell vertritt und vertrat steht noch mal auf einem anderen Blatt.


      Naja, aber der Kirche entsteht ja kein Schaden dadurch, dass die Erde jetzt eben rund statt flach ist?

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Lion schrieb:

      Wann ist diese These (bzw. die Erkenntniss) das im Mittelalter die Erde schon rund gemacht wurde, denn zum ersten mal aufgekommen, bzw. wann wurde die offiziell bestätigt?

      In den Neunziger Jahren wurde das endgültig bewiesen. Du müsstest aber eigentlich anders fragen: Wann fing man an zu behaupten, dass die Menschen im Mittelalter die Erde für flach hielten. Diese Abbildung ist z.B. dafür mitverantwortlich:

      Sie sieht aus wie eine mittelalterliche Darstellung der Welt und fand als solche LEIDER auch Eingang in die Schulbücher der letzten Jahrzehnte. In Wirklichkeit stammt diese Abbildung aber aus dem Jahr 1888 und ahmt mittealterliche Darstellungen nur nach!
      Das hier:
      ist z.B. der spätmittelalterliche Globus Martin Behaims aus dem Jahr 1490/93 aus Nürnberg.
      Hier eine Darstellung der Erdkugel aus dem 12. Jahrundert:

      Und hier eine aus dem 14. Jahrhundert.
      .

      Naja, aber der Kirche entsteht ja kein Schaden dadurch, dass die Erde jetzt eben rund statt flach ist?

      Doch, weil sie einen Fehler einräumen müsste. Und die Kirche ist nun mal gerade auch im Mittelalter nicht fehlbar. Allerdings bin ich mir auch garnicht so sicher, ob wegen dieser Frage wirklich große Differenzen mit der Kirche bestanden. Schlimmer war es da auf jedenfall bei der Frage, kreist die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde.

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015

    • Ah, hat zwar nur über Umwege mit Mittelalter zu tun, aber das klingt interessant. Da muss ich morgen mal ein Ohr drauf werfen.

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015

    • Klingt in der Tat spaßig. :P

      "Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein."
      - Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., SPD, *1918 +2015